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Schleifenblume
Die Schleifenblumen sind eine Pflanzengattung in der Familie der Kreuzblütengewächse. Zu ihr gehören mehrere Arten, die beliebte Zierpflanzen für Steingärten sind. Der Verbreitungsschwerpunkt der etwa 30 Arten umfassenden Gattung liegt im Mittelmeerraum.
Die Bittere Schleifenblume (auch Bitterer Bauernsenf genannt) ist in der Pflanzenheilkunde noch ein recht junges Kraut. Die botamisch als Iberis amara bezeichnete Pflanze wurde erst vor etwa 50 Jahren tiefergehend wissenschaftlich untersucht. Dort fand man heraus, dass die leicht giftige Pflanze, ein gutes Heilkraut gegen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie ist. Im Garten ist die Pflanze ein hervorragender Bodendecker.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Gallenschwäche
wissenschaftlicher Name: Iberis amara
Pflanzenfamilie: Kreuzblütengewächse
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Blütezeit: Mai - August
 
Beschreibung
Die Schleifenblumen sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen oder Zwergsträucher. Sie sind kahl oder besitzen unverzweigte Haare. Ihre Laubblätter sind oft etwas fleischig. Die Blüten sind meist in gestauchten, doldenähnlichen, traubigen Blütenständen angeordnet, die sich erst zur Fruchtzeit verlängern. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die Kelchblätter sind fast aufrecht. Von den vier weißen, rosafarbenen oder violetten, verkehrteiförmigen Kronblättern sind die beiden von der Blütenstandsachse abgewandten oft deutlich vergrößert. Es sind sechs Staubblätter vorhanden. Die Antheren sind länglich bis eiförmig. Der Griffel ist etwa so lang wie der Fruchtknoten. Die Schötchen sind eiförmig, rundlich oder verkehrtherzförmig und an der Spitze meist ausgerandet; die Fruchtklappen sind gekielt oder geflügelt. Pro Frucht werden zwei meist geflügelte Samen gebildet.
Herkunft und Vorkommen der bitteren Schleifenblume
Die Bittere Schleifenblume ist heimisch in West- und Südeuropa. In Deutschland kommt Iberis amara zwar auch wild vor, jedoch kaum flächendeckend. Vorzugsweise wird sie in Rheinhessen, Unterfranken oder in Südhessen angetroffen. Wildbestände finden sich vor allem als Begleitkulturen auf Getreideäckern sowie Flächen mit nährstoffreichen und lössreichen Böden. Gelegentlich kommt sie auch an Brachflächen.
Die Pflanze gilt als typischer Archäophyt, d.h., dass die Pflanze zwar vom Menschen eingeschleppt wurde, sich aber ohne fremde Hilfe selbst verbreiten konnte. Der natürliche Bestand der Pflanze gilt heute als gefährdet. Der Grund für die Gefährdung liegt vorrangig an der Wirtschaftsweise der Menschen. Hier haben großflächige Nutzungsänderungen, Nutzungsaufgaben oder Überdüngung dazu geführt, dass die Pflanze über die Jahre rückläufig wurde.
Auch wenn die Pflanze erst vor etwa 50 Jahren intensiver erforscht wurde, war sie wohl bereits seit der Antike bekannt. Einige Quellen berichten, dass bereits Plinius der Ältere von den heilenden Kräften der Pflanze gewusst hat. Der botanische Gattungsname Iberis wurde von Carl von Linné geprägt. Die erste Erwähnung geht wohl jedoch auf den griechischen Arzt Galenos (131 - 215 n. Chr.) zurück, der einen iberischen Patienten mit der Schleifenblume behandelt haben soll.
 
Aussaat, Anbau und Pflege im Garten
Mittlerweile bieten einige Saatguthersteller auch Samen der Bitteren Schleifenblume an. Wer die Pflanze anbauen möchte, kann daher Saatgut zu moderaten Preisen erhalten. Der Anbau und die Pflege der Pflanze sind auch für Anfänger leicht zu bewerkstelligen. Das Kraut eignet sich hervorragend als Bodendecker im Garten, kann aber auch problemlos im heimischen Kräutergarten auf dem Balkon angebaut werden.
Standort
Die Pflanze liebt sonnige und offene Standorte mit nährstoffarmen, durchlässigen und kalkhaltigen Böden. Staunässe ist auf jeden Fall zu vermeiden. Als Erde genügt eine handelsübliche Kräutererde, die bestenfalls nur moderat vorgedüngt ist.
Aussaat
Die Aussaat kann zwischen März und Mai vorgenommen werden. Bei Aussaat im März und Anfang April sollten die Samen der Bitteren Schleifenblume in Schalen vorgezogen und anschließend pikiert werden werden. Die Samen brauchen etwa 15 bis 20 °C bis sie zu keimen beginnen. Ab Mai können die Samen direkt im Freiland verstreut werden. Die Pflanze ist Lichtkeimer, d.h. die Samen dürfen nur leicht auf die Erde oder den Boden angedrückt werden. Die Keimdauer kann bis zu 3 Wochen betragen. Meist erscheinen jedoch bereits nach 10 bis 14 Tagen die ersten Keimblätter.
Im Freiland sollte ein Pflanzabstand von 20 bis 25 cm pro Pflanze eingehalten werden. Da die Pflanzen Flachwurzler sind und auf mageren Boden ausbreiten, führt zu dichtes Bepflanzen zu Nährstoffkonkurrenz.
Düngen
Die Pflanze ist ein typischer Schwachzehrer und an nährstoffarme Standorte angepasst. Auf große Nährstoffzugaben sollte daher verzichtet werden. Es reicht der Bitteren Schleifenblume meist vollkommen aus im Freiland etwas Kompost oder verrotteten Rinderdung (bitte keinen frischen!) in den Boden einzustreuen. Sehr gut eignet sich auch Wurmkompost.Falls der Boden oder die Erde zu sauer ist, sollte der Boden oder die Erde etwas aufgekalkt werden. Gekaufte Blumenerde hat meist pH-Werte um die 6. Bei Verwendung von Blumenerde sollte daher etwas gekalkt werden. Wird eine gekaufte Erde verwendet, ist eine Düngung in der Regel nicht notwendig. Die meisten sind nämlich bereits vorgedüngt, so dass die Schleifenblume einen Depotdünger für mindestens eine Vegetationsperiode hat.
Gießen
Es genügt die Pflanze normal zu bewässern. Kurze Trockenphasen toleriert die Schleifenblume meist problemlos. Auf zu üppiges Gießen solle hingegen verzichtet werden.
Krankheiten und Schädlinge
Die Schleifenblume bildet ein großes Arsenal unterschiedlicher sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe. Die meisten Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben meiden die Pflanze.

Asant
Der Doldenblütler Asant wird bis zu vier Meter hoch. Er kommt vor allem in Südasien vor. Die dicke Wurzel enthält ein Gummiharz, das nach Knoblauch riecht. In der indischen Küche wird Asant gerne als Gewürz verwendet. Zunächst stinkt das Gummiharz sehr unangenehm, aber bei der Verwendung in der Küche verwandelt sich der Geruch zu dem von Zwiebeln und Knoblauch. Asant wirkt verdauungsfördernd, weshalb er auch gerne in Bohnen Gerichten verwendet wird. Man kann ihn aber auch gegen Asthma und Keuchhusten einsetzen. Außerdem stärkt er das Herz und fördert die Menstruation.
Asant, auch bekannt als Stinkasant oder Teufelsdreck, ist eine Pflanzenart in der Familie der Doldenblütler. Das Verbreitungsgebiet reicht von Iran, Afghanistan und Russland bis ins westliche Pakistan.
 
Steckbrief
Heilwirkung: anregend, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend, Asthma, Keuchhusten, Blähungen, Verstopfung, Würmer, Herzschwäche, Menstruationsfördernd, Nägelkauen
wissenschaftlicher Name: Ferula asa-foetida
englischer Name: Asafoetida
volkstümliche Namen: Steckenbraut, Stinkasant, Teufelsdreck
Verwendete Pflanzenteile: Gummiharz der Wurzel
Inhaltsstoffe: Asaresitannol, Cumarine, Azulen, Harz, Ätherische Öle, Umbelliferon, Vanillin
 
Nutzung
Heilkunde und Gewürz
Asant wird häufig in Afghanistan, Pakistan, Iran und Indien als Gewürz benutzt, vor allem aber in der indischen Küche. Es ist zudem Bestandteil der Worcestershiresauce. Die Asant-Droge „Asa foetida“ besteht aus 24 bis 65 % Harz, Gummi und 6–16% ätherische Öl, welches unter anderem Asaresinotannol, dessen Ferulasäureestern und Vanillin enthält. Der Harzanteil ist z. T. für den bitteren, beißenden Geschmack und den sehr unangenehmen Geruch verantwortlich, der sich allerdings bei Verwendung in einen Geruch ähnlich dem von Zwiebeln und Knoblauch ändert. Bereits in der mesopotamischen Heilkunde wurde der Stinkasant bzw. dessen Saft verwendet. Madaus zufolge wird der Asant in Sanskritschriften öfters unter dem Namen „Hingu“ erwähnt. Als Gewürz und Heilmittel gilt er etwa Dioskurides wohl als Ersatz für Silphium, dessen Anwendungen man später darauf übertrug. Paracelsus empfahl Asant zum Ausräuchern von Pesthäusern. Bei Lonicerus und Matthiolus fördert er Speichel und Auswurf, hilft bei Epilepsie, Asthma, Husten, Milzschmerzen, täglichem Fieber und inneren Geschwüren. Von Haller lobt ihn bei nervenbedingten Uterusbeschwerden. Heckers Praktische Arzneimittellehre von 1814 nennt ihn bei asthenischen Brust- und Verdauungskrankheiten, allgemein krampfhaften Affektionen, zur Anregung der Menstruation, gegen Skrofulose, innerlich und äußerlich bei Karies, Geschwüren und Krebs. Hufeland und Mitarbeiter nannten ihn „auflösend und krampfstillend“, nutzten ihn etwa bei Knochenfraß und Bandwürmern. Rademacher verwendete ihn mit Nux vomica bei Koliken. Clarus führt ihn an als Karminativum, Antihelmintikum, Antispasmodikum, Emmenagogum und Expektorans, Kobert als Antiabortivum, das die nervale Erregbarkeit des Uterus herabsetze. Die mongolische Medizin verwende Asant bei Parasiten und Krankheiten mit unternormaler Temperatur. Besonders in der Tiermedizin diente er zur Entwurmung, auch als Räuchermittel bei Lungenwü-mern. Bentley und Trimen zufolge sei er bei Chorea der Hunde bewährt. Überdosierungen äußerten sich laut Lewin mit Lippenschwellung, stinkendem Aufstoßen, Blähungen, Diarrhoe, aber auch Kopfweh, Schwindel und erhöhter Libido. Die Homöopathie kennt Asa foetida bei schwärzlichen Geschwüren infolge Krampfadern, mit großer Erregbarkeit.  
Das getrocknete Gummiharz des Asants ist mehrheitlich der Lieferant von Asa foetida welches über Jahrhunderte fester Bestandteil des Arzneischatzes in Eu-ropa, dem Nahen Osten, Persien und Indien. Noch das Deutsche Arzneibuch 6 aus dem Jahre 1926 führt Asa foetida und liefert die entsprechenden Prüfvorschriften. Neben der pharmazeutisch-medizinischen Verwendung war der Asant darüber hinaus im Volksglauben und volkstümlichen Heilwissen verankert. Zur medizinischen Anwendung kamen neben der rohen Droge Asa foetida das entsprechende Asa-foetida-Öl und Alkoholauszüge; außerdem wurde das Gummiharz als Räucherdroge verwendet. Indikationen für die Anwendung waren
a) verschiedene Angst- und Nervenstörungen (Nervosität, Hysterie, Hypochondrie),
b) krampfartige Magen-, Leber- und Galleleiden,
c) Impotenz und reduzierter sexueller Antrieb.
Entsprechend war Asant vorwiegend als Nerven- und Beruhigungsmittel sowie als gastrointestinales Spasmolytikum verbreitet. Seit dem Altertum galt Asa foetida außerdem als Aphrodisiakum und wurde über Jahrhunderte in der Liebesmagie eingesetzt. Asant ist besonders beliebt bei indischen Brahmanen, denen der Genuss von Zwiebeln und Knoblauch auch aufgrund ihrer angeblich aphrodisierenden Wirkung verboten ist. Wird heute nach Rezepten der römischen Küche gekocht, nimmt man Asa-foetida-Tinktur als Ersatz für das nicht mehr erhältliche Laserpicium beziehungsweise dessen einfach „Laser“ genannten Saft.
 
Beschreibung
Der Asant wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 2 bis zu 3 Metern. Er bildet eine dicke Pfahlwurzel aus. Die wechselständig angeordneten, relativ großen Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist zweifach gefiedert. Die flaumig behaarten Teilblättchen sind länglich und stumpf mit glattem Rand.
Der dicht flaumig behaarte, doppeldoldige Blütenstand ist kompakt. Die Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die haltbaren Kronblätter sind weißlich-gelb. Die Frucht ist mit einer Länge von etwa 1 cm und einer Breite von etwa 0,8cm länglich bis fast kugelig mit Flügeln, die fast so breit sind wie die Samen.

Bachblüten
Man verabscheut sich, weil man etwas getan hat, was nicht in Einklang mit seiner wahren inneren Natur steht (Crab Apple)
- Diese Menschen verabscheuen sich, da sie etwas getan haben, was nicht in Einklang mit ihrer wahren Natur steht
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Verabscheuung lösen
Bachblüten
Man ist deprimiert und weiß auch warum (Gentian)
- Diese Menschen sind häufig deprimiert und wissen auch warum
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das warum ergründen und sind kaum noch deprimiert
Nährstoffbedarf und Nährstoffaufnahme der Stillende
Wie in der Schwangerschaft ist auch beim Stillen (Laktation) der Organismus der Mutter darauf bedacht, den Säugling alle notwendigen Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Deshalb kann es während der Laktation zur Nährstoffverarmung der Mutter kommen, dabei einem defiziode körperliche Speicher der Stillenden angegriffen werden. Um dies zu verhindern, muss die Nährstoffzufuhr den erhöhten Bedarf der Mutter angepasst werden.
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