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Tormentill
Die Pflanzenart Blutwurz, auch Dilledapp, Durmentill, Natter(n)wurz, Rotwurz, Ruhrwurz, Siebenfinger oder Tormentill genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Blutwurz ist eine mittelgroße, verästelte Pflanze mit leuchtend gelben Blüten. Wie der Name schon andeutet, enthält der Wurzelstock einen roten Farbstoff, der schon früher im Rahmen der Signaturlehre dafür sorgte, dass die Wurzel als Mittel bei Blutungen verwendet wurde. Durch ihren Gerbstoffgehalt kann die Blutwurz jedoch auch Entzündungen im Mund- und Rachenraum lindern, und bei Durchfall wirken. Dank ihrer wundheilenden und blutstillenden Eigenschaften kann man sie auch äußerlich bei Wunden einsetzen.
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Mundschleimhautentzündung
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entgiftend, immunstimulierend, krampflösend
Anwendungsbereiche: Rachenentzündungen, Halsentzündung, Fieber, Abwehrschwäche, Appetitlosigkeit, Durchfall, Magenbeschwerden, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung, Hämorrhoiden, Blutzucker senkend, Diabetes, Gicht, Rheuma, Menstruationsfördernd, Wunden, Verbrennungen, Zahnfleischentzündungen, Quetschung, Afterjucken
wissenschaftlicher Name: Potentilla tormentilla
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Tormentil
volkstümliche Namen: Aufrechtes Fingerkraut, Dilledapp, Heideckern, Natternwurz, Rotwurz, Ruhrwurz, Siebenfinger, Tormentill
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Gerbstoff, Gerbsäure, roter Farbstoff, Harz, Tormentillin, ätherisches Öl
Sammelzeit: Spätherbst und zeitiges Frühjahr
Anwendung
Blutwurz kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die Blutwurz hat ihren Namen von dem blutroten Saft, der beim Anschneiden aus dem gelblich-weißen Rhizom austritt. Im Mittelalter wurden mit Blutwurz noch verschiedene Drogen bezeichnet, denen man blutstillende Eigenschaften nachsagte, heute meint man damit ausschließlich den Tormentill, den die moderme Phytotherapie als ausgezeichnet verträgliche Gerbstoffdroge schätzt, die akute Durchfälle lindert. In einigen Regionen, z. B. im Bayerischen Wald, wird aus Blutwurz ein Likör oder Schnapshergestellt, der als Digestif gereicht wird.
Blutwurz in der Phytotherapie
In der Pflanzenheilkunde wird das schwarzbraune, bevorzugt im Frühjahr oder im Herbst (kurz vor oder kurz nach der Blüte) ausgegrabene, in der Sonne getrocknete, von den Wurzeln befreite und zerkleinerte Rhizom verwendet, entweder als alkoholischer Auszug (Tinktur), oder als Tee. Wirksame Inhaltsstoffe sind neben Gerbstoffen der rote Farbstoff Tormentol, das Glykosid Tormentillin, Flavonoide, Phenolkarbonsäure, Saponine, Harz, Gummi und ätherische Öle. Der Saft der Pflanze wirkt im Laborversuch hemmend auf das Wachstum von Bakterien und Viren. Blutwurz wirkt stark zusammenziehend, austrocknend und entzündungshemmend, Zubereitungen des Tormentill werden daher wie andere gerbstoffhaltige Drogen (Eichenrinde, Ratanhiawurzel) äußerlich in Form von Spülungen oder Pinselungen bei entzündlichen Erkrankungen der Mund- und Rachenschleimhaut, bei Entzündungen des Zahnfleischs und anderen Erkrankungen des Rachens und des Kehlkopfes und bei Hämorrhoiden verwendet, außerdem bei Verbrennungen. Innerlich genommen werden sie bei akuten, unspezifischen Durchfallerkrankungen eingesetzt und sind indiziert bei Enteritis und Fieber sowie zur Stärkung des Magens. Die früher angenommene blutstillende Wirkung der aus dem Rhizom gewonnenen Stoffe wurde aus der Signaturenlehre hergeleitet und ist medizinisch unbegründet. Kaum verwechselt werden kann die im Mittelalter und später wie der Wiesen-Knöterich und andere Pflanzen auch als „(herba) sanguinaria“ bezeichnete Blutwurz mit der weißblütigen Kanadischen Blutwurz, ebenfalls eine Heil- und Giftpflanze, die zu den Mohngewächsen gehört.
Tee
Für einen Blutwurz-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Blutwurz mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Blutwurztee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Blutwurzwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Blutwurztinktur selbst herzustellen, übergießt man Blutwurz in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich
Blutwurz kann man innerlich, als Tee oder Tinktur bei Verdauungsbeschwerden einsetzen. Außerdem hilft Blutwurz bei Menstruationsbeschwerden. Man kann ihn auch bei rheumatische Erkrankungen und Gicht einsetzen. Blutwurz steht im Ruf, den Blutzuckerspiegel zu senken, daher kann man ihn zur begleitenden Therapie von Diabetes anwenden.
Äußerlich
Äußerlich kann man Blutwurztee oder verdünnte Tinktur in Form von Spülungen, Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man in erster Linie Entzündungen im Mundraum lindern. Blutwurz hilft äußerlich eingesetzt auch bei Wunden und juckende Hautentzündungen.
Pflanzenbeschreibung
Die Blutwurz ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 10 bis 30 (5 bis 50) Zentimeter erreicht. Sie wächst aus einem kräftigen und kriechenden Rhizom, das einen Durchmesser von 1 bis 3 cm hat, verholzt und innen an Schnittflächen blutrot anläuft. Der aufrechte bis niederliegende Stän-gel ist oben mehrästig, beblättert und unterschiedlich behaart. Die lang ge-stielten Rosettenblätter sind dreiteilig (selten einzelne vier- bis fünfteilig), grob und gezähnt, im Gegensatz zu den sitzenden bis kurzgestielten Stängelblättern, die immer dreiteilig sind. Es sind drei bis fünf große Nebenblätter vorhanden, deshalb erscheinen die Laubblätter mehrteilig. Die auf langen Stielen einzeln in den Blattachseln entspringenden Blüten weisen einen Durchmesser von etwa 1 Zentimeter auf. Die Kelchblätter sind mehr oder weniger so lang wie Kronblätter. Die meist vier (zuweilen auch fünf oder sechs) gelben Kronblätter sind frei, verkehrt-herzförmig und 4 bis 5 mm lang. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Die Blutwurz ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf mageren Wiesen und in Mischwäldern. Auch in Niedermooren kann man sie finden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 30 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt aus dem Rhizom gefingerte Blätter aus. Die Blätter haben einen gezacktem Rand. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Mai und Oktober. Sie haben meistens vier Blütenblätter. Manchmal besitzen die Blüten auch fünf oder sechs Blütenblätter.

Wolfsauge
Die Acker-Ochsenzunge, auch als Acker-Krummhals oder Wolfsauge bezeichnet, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Raublattgewächse.
Steckbrief
Heilwirkung: Verstopfung, entgiftend, fiebersenkend, herzstärkend, nervöse Herzbeschwerden, schleimlösend, schweißtreibend
wissenschaftlicher Name: Lycopsis arvensis
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
Sammelzeit: Frühjahr, Sommer
Pflanzenbeschreibung
Die Acker-Ochsenzunge ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 40 Zentimetern. Es wird eine Pfahlwurzelgebildet. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Die dicht borstig behaarten Blattspreiten sind 10 bis 15 Zentimeter lang und 1 bis 2 Zentimeter breit. Der wellige Blattrand ist ausgeschweift gezähnt. Die oberen Stängelblätter sind sitzend, die unteren stielartig verschmälert.
Die Blütezeit reicht von Mai bis September. In zusammengesetzt-scheinrispigen Blütenständen stehen zahlreiche Blüten zusammen. Die zwittrige Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die hellblauen Blütenkronen weisen einen Durchmesser von etwa 7 Millimetern auf und haben eine weiße, gekrümmte Kronröhre. Am Schlund befinden sich weiße Schuppen, welche die Staubblätter bedecken. Die Früchte sind in aufrecht stehenden Fruchtständen angeordnet. Die Klausenfrüchte zerfallen in vier ungleiche und raue Klausen.

Bachblüte
Man reißt in Gesellschaft unwillkürlich das Gespräch an sich und lenkt es auf die eigene Person (Heather)
- Diese Menschen reißen in der Gesellschaft unwillkürlich das Gespräch an sich und lenken es auf die eigene Person
- Mit der dementsprechenden Bachblüte reißen sie in Gesellschaft nicht mehr das Gespräch an sich
Bachblüte
Ich bin launisch (Holly)
- Diese Menschen können sehr launisch sein
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das launische zurücknehmen
Lebensmittelauswahl – weniger geeignete Lebensmittel
Fleisch, Fisch, Eier: Fleischkonserven, geräucherte und gepökelte Fleischwaren, Innereien, fette Fleisch- und Wurstsorten, Fischkonserven
Getränke: Limonade, Cola-Getränke, Fruchtsaftgetränke, Fruchtnektare, InstantKakaogetränke, fertige Getränkemischungen wie Eistee, harte Alkopops.
Gewürze, Kräuter, Salz: Würzsaucen mit Geschmacksverstärker (Glutamat)
Süßungsmittel: Zucker in größeren Mengen, Süßwaren, Süßigkeiten
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