Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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26.09.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > September > 24.09.18-30.09.18


MA-HUANG
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Meerträubel ist eine giftige, scharfe und bittere Heilpflanze aus der Familie der Meerträubelgewächse. Das Aussehen ist etwa eine Mischung aus Schachtelhalm und Ginster. Das chinesische Meerträubel Ma-Huang ist die stärkste Art der Ephedra-Familie. Die europäischen und amerikanischen  Meerträubel-Arten sind deutlich milder in der Wirkung. Die meisten Meerträubel-Arten enthalten Ephedrin oder ephedrinähnliche Verbindungen (Pseudoephedrin), die alle ähnlich wie Adrenalin wirken.
Meerträubel ist die einzige Gattung der Pflanzenfamilie der Meerträubelgewächse innerhalb der Ordnung  Gnetales. Diese Gattung besitzt ein disjunktes Areal mit jeweils einem Teil der 35 bis 70 Arten in der Alten Welt  und der  Neuen Welt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Bronchospasmolytikum, Husten
Heilwirkung:
anregend, antitussiv, antiviral, appetithemmend, blutdrucksteigernd, bronchienerweiternd, gefäßverengend, harntreibend, hustenlindernd, kreislaufanregend, schweißtreibend, wärmend, zentral stimulierend
Anwendungsbereiche:
Pflanzenheilkunde: Asthma, Atemwegserkrankungen, Bronchospasmus, Heuschnupfen, Katarrh, Krampf der Bronchialmuskulatur, TCM: Erkältungskrankheiten, Leistungssteigerung
wissenschaftlicher Name: Ephedra sinica
Pflanzenfamilie:
Meerträubelgewächse = Ephedraceae
englischer Name:
Chinese Ephedra
volkstümlicher Name:
Meerträubel, Ma-Huang
Verwendete Pflanzenteile:
junge Rutenzweige (Ephedrae herba)
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Alkaloide, Catechine, Flavonoide, L-Ephedrin, Methylephedrin, Norephedrin, Phenolcarbonsäuren, Pseudoephedrin
Sammelzeit:
Das ganze Jahr, vorzugsweise Herbst
Nebenwirkungen:
Abhängigkeit, Bewegungsdrang, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit
Kontraindikation:
Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Kreislaufprobleme, Leistungssport, Schlaflosigkeit ...
Wechselwirkungen:
Herzglykoside und vielen anderen Medikamenten ...

Anwendung
Meerträubelkraut ist eine im Europäischen Arzneibuch monografierte pharmazeutische Droge mit einem Gesamtalkaloidgehalt von durchschnittlich 1 bis 2%, der jedoch stark schwanken kann. Auszüge aus Ephedrakraut (Tee) sind bei Atemwegserkrankungen mit leichtem Bronchospasmus angezeigt, jedoch ist die broncholytische Wirksamkeit unsicher. Ephedrakraut kann man ohne Rezept nicht mehr in deutschen Apotheken erwerben, seit Ephedra-Arten und Zubereitungen daraus mit Wirkung zum 1. April 2006 in die  Arzneimittelverschreibungsverordnung aufgenommen wurden und somit rezeptpflichtig wurden. Ephedra (Meerträubel) fällt ferner in die Kategorie 1 des Grundstoffüberwachungsgesetzes (GÜG), da das enthaltene  Ephedrin als Ausgangsstoff für die illegale chemische Synthese von Methamphetamin (Meth) dient, einer  Droge mit hohem Abhängigkeitspotential und toxischen Wirkungen. Mormonentee ist ein Aufguss aus den Stängeln des Strauches Ephedra nevadensis, der, mit einem Säuerungsmittel wie  Zitronensaft aufgegossen, eine erhebliche Menge an Ephedrin aufweist. Der Name stammt von dem ehemaligen Gebrauch unter Mitgliedern der  Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (oft „ Mormonen" genannt), denen neben dem Alkohol auch der Genuss von Kaffee und Schwarztee verboten ist. Als Ma-Huang (麻黃) zählt Ephedrakraut in der  traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zu den Mitteln der Wahl für die Behandlung von Lungen- oder Erkältungskrankheiten. Dazu wird es in der Regel mit weiteren Kräutern kombiniert und als  Abkochung angewendet. In Europa wurde Ephedrakraut erstmals 1557 im Kräuterbuch von  Adam Lonitzer erwähnt.
Wird in Form von Pulver, Absude, Tinkturen, Flüssigextrakte eingesetzt. Der Handel unterliegt in vielen Ländern gesetzlichen Auflagen.
Tee
1 Teelöffel Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Maximal 2 Tassen pro Tag und maximal 3 Tage hintereinander. Hilft gegen Atemwegserkrankungen.
Räucherpulver
Wird in der TCM gegen sehr viele Krankheiten eingesetzt.
Fertigpräparate
Die Arznei ist verschreibungspflichtig. Meist in Kombination mit Thymian, Sonnentau, Efeu oder Schlüsselblume (Primel) gegen Asthma bronchiale und Husten.

Geschichtliches
Wird seid etwa 5000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin zur Leistungssteigerung eingesetzt. In der Volksheilkunde vor allem gegen Asthma und Atemwegserkrankungen. Da die Inhaltstoffe unerlaubte Leistungssteigerung ermöglichen, sind die Meerträubelmittel in vielen Ländern verschreibungspflichtig und sind im Wettkampfsport verboten. Wegen der vielen Nebenwirkungen in der Pflanzenheilkunde fast nicht mehr im Gebrauch. Der Wirkstoff Ephedrin wird heute für medizinische Zwecke synthetisch hergestellt.

Pflanzenbeschreibung
Meerträubel-Arten sind verholzende Pflanzen: meist Rutensträucher, manchmal Kletterpflanzen. Die gegenständig oder zu dritt quirlig angeordneten Blätter sind schuppenartig reduziert. Die Photosynthese übernehmen die verzweigten, grünlichen Zweige.
Die Blüten sind immer eingeschlechtig. Meist sind die Arten zweihäusig, selten die Blüten einhäusig getrennt-geschlechtig. Die männlichen Zapfen stehen einzeln oder zu zweit bis dritt an den Knoten. In den männlichen Zapfen stehen die häutigen Hochblätter in zwei bis acht Wirteln paarweise oder zu dritt zusammen. Die weiblichen Zapfen stehen sich gegenständig gegenüber oder zu dritt bis viert in Wirteln in den Knoten. In den weiblichen Zapfen stehen die sich überlappenden Hochblätter in zwei bis zehn Wirteln paarweise oder zu dritt zusammen. Die Hochblätter werden bei Samenreife meist fleischig und rot (selten bleiben sie häutig und werden bräunlich). Die weiblichen Blüten besitzen ein Paar verwachsener, ledriger Schuppen. Die Meerträubel werden zu den  Nacktsamern gerechnet; ihre  Samenanlagen sind also nicht von Fruchtblättern geschützt. Je Zapfen werden ein bis drei gelbe bis dunkelbraune  Samen gebildet.
Das chinesische Meerträubel Ma-Huang (Ephedra) ist in Asien heimisch. Sie sind gut an Hitze und Trockenheit angepasst und winterhart. Die mehrjährige Pflanze wird von 30 bis 60 cm hoch. Hat schachtelhalmartige, rutenartige Stiele und gegenständige Schuppenblätter, aber meist blattlos. Die unscheinbaren Blüten erscheinen zwischen März und Mai. Aus den Blüten entwickeln sich fleischige rote Zapfenbeeren.

Anbautipps
Im Herbst aussäen. Pflanze im Frühling oder Herbst teilen. Sonniger Standort, der Boden trocken, keine Staunässe.

Sammeltipps
Stängel (junge Rutenzweige) können jederzeit geerntet werden, meistens aber im Herbst, da dann der Wirkstoffgehalt am größten ist. An einem luftigen schattigen Ort trocknen.



OLEANDER
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Der Oleander ist eine beliebte Zierpflanze, die in Kübeln auf Terrassen, vor Geschäften und Cafés stehen, denn seine zahlreichen Blüten sind betörend schön. Die ganze Pflanze ist jedoch tödlich giftig, weil sie stark wirksame Herzglykoside enthält. In der Hand des Arztes wird aus dem Gift ein wirksames Herzmittel, das Menschen mit einem schwachen Herzen zu neuer Kraft verhelfen kann.
Der Oleander, auch Rosenlorbeer genannt, ist die einzige Art der Pflanzengattung Nerium innerhalb der Familie der Hundsgiftgewächse. Alle Pflanzenteile sind giftig.

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. harntreibend, schleimlösend, schweißtreibend, Herzschwäche, Herzmuskelentzündung, Angina Pectoris, Darmbeschwerden, Blähungen, Ekzem, Parasiten
wissenschaftlicher Name: Nerium oleander
Pflanzenfamilie: Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
englischer Name: Oleander
volkstümliche Namen: Rosenlorbeer
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Herz-Glykoside, Oleandrin, Oleanolsäure, Alkaloid, Betulin, Cholin, Flavonglykoside, Rutin, Stigmasterol, Beta-Sitosterol

Anwendung
Achtung! Stark giftig.
Oleander nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Da der Oleander tödlich giftig ist, darf man ihn keinesfalls einfach als Kräutertee anwenden. In standartisierter Zubereitung kann der Oleander jedoch ein gutes Heilmittel gegen Herzinsuffizienz sein, ähnlich wie der Fingerhut oder das Maiglöckchen.
In homöopathischer Verdünnung
Der Oleander wird auch gerne als homöopathisches Mittel eingesetzt. Gegen Herzbeschwerden wird er als Urtinktur oder in D1 verwendet. Dreimal täglich kann man 3 bis 15 Tropfen einnehmen. Hierbei handelt es sich jedoch um eine hochdosierte Anwendung, die vom Arzt zu kontrollieren ist. Eigentlich ist diese Nutzung des Oleanders keine Homöopathie im üblichen Sinne. Gegen Verdauungsbeschwerden und Hautprobleme kann man den Oleander in D3 bis D12 einsetzen. Dazu nimmt man mindestens dreimal täglich 5 bis 15 Tropfen.
Oleander als Gartenpflanze
Bei der Kübelhaltung ist auf eine gute Wässerung und Düngung in der warmen Jahreszeit zu achten. Im Winter sollte der Oleander kühl (5–10 °C sind ideal) gehalten werden, eine Überwinterung im beheizten Wohnraum ist wegen der Gefahr von starkem Spinnmilbenbefall und Vergeilung zu vermeiden.  Oleander wird in Mitteleuropa meistens als Kübelpflanze gehalten; es gibt unter den insgesamt etwa 160 Sorten auch einige, die in den meisten Gebieten Deutschlands mit Winterschutz (beispielsweise Vlies) auspflanzfähig sind. Die folgenden Sorten überstanden in Feldversuchen −10 °C praktisch schadlos: 'Nerium villa romaine', 'Nerium atlas', 'Nerium italia', 'Nerium cavalaire'. Bei Temperaturen darunter beginnen zunächst einzelne Blätter abzusterben. Unter ca. −15 °C sterben die meisten Blätter ab, ab ca. −18 °C auch vermehrt das Stammholz. Selbst nach Temperaturen unter −20 °C und völligem oberirdischem Absterben können die Pflanzen im Frühjahr jedoch wieder neu austreiben.

Giftwirkung
Innerliche Vergiftungen mit Oleander kommen selten vor, weil die Oleanderblätter bitter schmecken und daher nicht verlockend auf Kinder wirken. Wenn es aber doch mal geschehen ist, dass man zu viel Oleander zu sich genommen hat, kommt es zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Krämpfen. Zusätzlich kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen, die bis zum Herzstillstand führen können. In einem Vergiftungs-Fall mit Oleander muss sofort ein Arzt gerufen werden. In der Wartezeit sollte man, nach vorheriger Absprache mit dem Arzt, den Magen entleeren, beispielsweise durch Trinken von reichlich Salzwasser und Kitzeln im Gaumen, aber natürlich nur, wenn der Vergiftete bei Bewusstsein ist. Nach dem Erbrechen kann man Aktivkohle geben. Problematisch kann es auch sein, wenn man bei der Pflege des Oleanders Pflanzenteile mit offenen Wunden in Verbindung bringt. Es kann dann zu Reizungen kommen.  Oleander enthält das giftige Glykosid Oleandrin. Alle Pflanzenteile sind giftig. Oleandrin ist ein giftiges Herzglykosid und wirkt erregend auf die interkardiale Muskeltätigkeit. Außerdem werden das Brechreizzentrum und der Nervus vagus aktiviert. Es verursacht Hypoxämie; dies bedeutet einen erniedrigten Sauerstoffgehalt (CaO2) im arteriellen Blut.

Pflanzenbeschreibung
Der Oleander ist eine immergrüne verholzende Pflanze. Die normalerweise zu dritt, quirlig am Ast angeordneten Laubblätter sind ledrig, dunkelgrün und bei einer Länge von 6 bis 24 cm lanzettförmig. Die Blattspreite kann bis zu 5 cm betragen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mitte Juni bis in den September hinein. Mehrere Blüten stehen in einem trugdoldigen Blütenstand zusammen. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die Blütenkronblätter sind, je nach Sorte und Züchtung, weiß, gelblich oder in verschiedenen Rosa- bis Violetttönen. Wilde Oleander blühen meist rosarot.
Der Oleander ist Mittelmeerraum und in Asien in wärmeren Gegenden heimisch. In Mitteleuropa wird Oleander gerne in Kübeln als Zierpflanze angebaut. In seiner Heimat wird der immergrüne Oleander bis zu fünf Meter hoch. Der Stamm verholzt im Laufe der Zeit. Die lanzettförmigen Blätter sind ledrig und werden bis zu 15cm lang. In der Mitte der Blätter verläuft ein ausgeprägter Nerv. Sie wachsen meist in Dreiergruppen quirlförmig um den Stamm herum. Die attraktiven Blüten erscheinen ab Mitte Juni bis September. Sie wachsen in einer Rispe in Trugdolden-Form. Die Blüten haben fünf Blütenblätter und sind rot, rosa, weiß oder sogar gelb. Aus den Blüten entwickeln sich Samenkapseln, die bis zu 15 cm lang werden und die viele Samen enthalten.

BACHBLÜTEN
Ich fühle mich isoliert (14 Heather)
- Diese Menschen fühlen sich isoliert
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BACHBLÜTEN
Ich habe negative Gedanken über andere (15 Holly)
- Diese Menschen haben negative Gedanken gegenüber ihren Mitmenschen
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie diese Gedanken abschütteln


ERNÄHRUNG
Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie Ihr Essen! (Regel 9)
Bewusstes Essen hilft, richtig zu essen. Wichtig ist es, sich beim Essen ausreichend Zeit zu nehmen, denn das natürliche Sättigungsgefühl setzt erst nach 15 bis 20 Minuten nach Beginn einer Mahlzeit ein. Wer sein Essen mit allen Sinnen genießt, isst in der Regel vielseitiger und ausgewogener.  

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