Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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26.07.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Juli > 22.07.19-28.07.19


ESCHE

Der Eschenbaum ist in der nordischen Mythologie der heilige Weltenbaum Yggdrasil, auch Weltenesche genannt. Die Esche kann sehr groß werden, bis zu vierzig Meter und sie wird bis zu 250 Jahre alt. Ihre Blätter und Samen haben vielfältige Heilwirkungen, so stärken sie den Stoffwechsel, wodurch rheumatische Erkrankungen gelindert werden können. Sie senkt auch den Blutzuckerspiegel und stärkt das Herz. Dadurch ist sie eine wertvolle Heilpflanze für typische Zivilisationskrankheiten.
Die Gemeine Esche, Gewöhnliche Esche oder Hohe Esche ist eine in Europa heimische  Baumart, die mit einer Wuchshöhe von bis zu etwa 40m zu den höchsten Laubbäumen Europas zählt; an exponierteren Standorten erreicht sie jedoch oftmals nur um 15 bis 20 m. Durch die hohe Konkurrenzkraft der Buche, mit der sie häufig vergesellschaftet vorkommt, ist sie in größeren Beständen überwiegend in Waldgesellschaften auf feuchteren (Hartholzaue, Auwald) oder trockeneren Standorten (flachgründige Kalkböden) anzutreffen, auf denen die Konkurrenzkraft der Buche nachlässt. Aufgrund der positiven Eigenschaften wird Eschenholz zu den Edellaubhölzern gezählt. Nach Buche und Eiche gehört es zu den wichtigsten Laubnutzhölzern Mitteleuropas. Eschenholz wird besonders dann eingesetzt, wenn höchste Ansprüche an Festigkeit und Elastizität gestellt werden. So wird es häufig bei der Herstellung von Werkzeugstielen, Sportgeräten und von  Biegeformteilen verwendet. Seit Beginn der 1990er Jahre wird die Esche durch ein zuerst in Polen aufgetretenes und inzwischen in weiten Teilen Europas verbreitetes Eschensterben bedroht, das von dem  Schlauchpilz Hymenoscyphus fraxineus verursacht wird. Im Jahr 2001 wurde die Esche in Deutschland durch die Dr. Silvius Wodarz-Stiftung Menschen für Bäume und deren Fachbeirat, das Kuratorium Baum des Jahres, zum Baum des Jahres bestimmt.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, harntreibend, schweißtreibend, tonisierend, Fieber, Appetitlosigkeit, Blähungen, Verstopfung, Blasen- und Nierenleiden, Rheuma, Gicht, Blutzucker senkend, Diabetes, Wassersucht, Bluthochdruck, Insektenstiche, Wunden
wissenschaftlicher Name:
Fraxinus excelsior
Pflanzenfamilie:
Ölbaumgewächse = Oleaceae
englischer Name:
 Ash
volkstümliche Namen:
Asche, Geisbaum, Oesch, Wundbaum
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen, Rinde
Inhaltsstoffe:
Fraxin, Fraxidin, Ätherisches Öl, Bitterstoff, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Glykoside, Cumarine
Sammelzeit:
Mai bis Juli

Pflanzenbeschreibung
Erscheinungsform
Die Gemeine Esche erreicht eine Höhe von bis zu 40m und einen Stammdurchmesser von 2m. Nach 100 Jahren hat sie durchschnittlich eine Höhe von 30 m und einen  Brusthöhendurchmesser von 30cm bis 40 cm. Das Höchstalter beträgt etwa 250 bis 300 Jahre. Die Stammachse ist meist gerade und gabelt sich nicht. In Randbereichen des Verbreitungsgebiets werden die zuvor genannten Werte jedoch deutlich unterschritten, oder sie kommt nur strauchförmig vor, etwa in Norwegen. Das Wachstum ist gewöhnlich gebunden, das heißt, der Austrieb eines Jahres ist vollständig in der Knospe des Vorjahres angelegt. Nur unter günstigen Bedingungen erfolgt das Wachstum frei und die Triebanlagen entfalten sich ohne Ruheperiode noch im selben Jahr. Bei jungen Bäumen kann das Auftreten von Bereicherungstrieben und Johannistrieben beobachtet werden. Neben  Lang- und Kurztrieben bildet die Esche noch sogenannte Lineartriebe, die länger sind als Kurztriebe, aber keine Verzweigungen bilden, wie Langtriebe dies tun. Die  Äste stehen rechtwinkelig zum Stamm; die Zweige zeigen senkrecht nach oben. Zweige, die nicht genügend Licht bekommen, sterben und brechen in Folge ab. Das beginnt üblicherweise nach etwa drei bis fünf Jahren.  
Rinde und Holz
Die Borke junger Bäume ist grünlich bis glänzend grau mit nur wenigen Korkporen. Nach etwa 15 bis 40 Jahren setzt die Verkorkung ein; eine Netzborke wird gebildet. Die Rinde selbst ist dick und reich an  Sklerenchym, Bastfasern fehlen. Das  Holz ist ringporig, das  Frühholz zeigt meist mehrreihige, grobe Gefäße, die sich deutlich vom Spätholz abheben. Dadurch sind die Jahresringe deutlich erkennbar. Die Gefäße des Spätholzes sind zerstreut angeordnet, klein und gerade noch erkennbar. Die Holzstrahlen sind schmal. Die Esche ist ein Kernholzbaum, deren Kern sich kaum vom breiten, hellgelblichen Splint unterscheidet. Erst ältere Bäume von 70 bis 80 Jahren und darüber zeigen einen hellbraunen Kern, der bei Nutzung des Holzes als Farbfehler angesehen wird. Eschen, die auf trockenen, kalkhaltigen Böden wachsen, zeigen schmalere Ringe und können im Alter einen Kern bilden, der dem Holz des Olivenbaums ähnelt. Man spricht dann von Oliveschen; ihr Holz ist, abhängig vom Modetrend zur Möbelherstellung, besonders beliebt.  
Wurzeln
Die Hauptwurzel wächst zuerst senkrecht in den Boden, stellt sich aber nach wenigen cm auf ein waagrechtes Wachstum um und entwickelt ein typisches Senkerwurzelsystem mit kräftigen, nahe der Oberfläche verlaufenden Seitenwurzeln. Von diesen und vom Stamm entspringen kräftige, senkrecht nach unten wachsende Wurzeln. Die Feinwurzeln treten in bestimmten Bereichen konzentriert auf und fehlen in anderen. Das Wurzelsystem einer 90-jährigen Esche breitet sich maximal etwa 350 cm von der Stammbasis aus und gelangt in eine Tiefe von 140 cm.  
Knospen und Blätter
Die kurzen Knospen sind mit dichten, schwarzen und filzigen Haaren besetzt, die zum Schutz vor Frost und Verdunstung gebildet werden. Die Endknospen sind mit einer Länge und Breite von etwa 1 cm deutlich größer als die Seitenknospen, die nur bis zu 5 mm erreichen. Blütenknospen sind stumpfer und kugeliger als andere Knospen. Die Knospen sind Ende Juli fertig angelegt. Häufig sind an Haupttrieben die Knospen eines  Knotens gegeneinander versetzt.  Die Blätter stehen  kreuzweise gegenständig, nur an besonders wüchsigen Trieben finden sich dreizählige Blattquirle. Die Blätter werden mit dem 5 cm bis 10 cm langen Stiel bis zu 40cm lang und sind üblicherweise 9- bis 15-zählig gefiedert, selten treten weniger Fiederblättchen auf. Die einzelnen Fiederblättchen sind 4 cm bis 10 cm lang und 1,2 cm bis 3,5  cm breit. Sie sind  ei-lanzettlich, lang zugespitzt und am Grunde keilförmig, klein und scharf gesägt. Die Oberseite ist kahl und satt-grün. Die Unterseite ist hellbläulich grün, der Mittelnerv und zum Teil die Seitennerven können lockerfilzig behaart sein. Die Seitenblättchen sind kurz gestielt oder sitzend, das Endblättchen ist länger gestielt. Die Blattspindel weist eine behaarte und mit  Korkporen besetzte Furche auf, Nebenblätter fehlen. Die Blätter fallen meist noch grün vom Baum, nur im kontinentalen Osten des Verbreitungsgebiete verfärben sich die Blätter manchmal gelblich.
Blüten und Früchte
Die Esche wird frei stehend mit 20 bis 30 Jahren  mannbar, in Gruppen mit anderen Bäumen nach 30 bis 35 Jahren. Sie ist zwittrig, wobei abhängig vom Individuum ein Geschlecht reduziert sein kann. Die  Blüten haben einen grünlichen, aus zwei  Fruchtblättern entstandenen, synkarpen  Fruchtknoten und zwei  Staubblätter. Die Staubbeutel stehen auf kurzen Staubfäden und sind zunächst purpurrot. Kelch- und Kronblätter fehlen. Die Gemeine Esche wird als einzige Art in der Familie der Ölbaumgewächse durch Wind bestäubt. Als Blütenstände werden seitenständige  Rispen gebildet, die bereits vor den Laubblättern an den Sprossen des Vorjahres erscheinen. Sie stehen zuerst aufrecht und hängen später über. Als  Früchte werden einsamige, geflügelte Nussfrüchte an dünnen Stielen gebildet. Sie sind 19 mm bis 35 mm lang und 4 mm bis 6 mm breit, schmal länglich bis länglich verkehrt-keilförmig, glänzend braun und schwach gedreht. Die Nuss ist 8 mm bis 15 mm lang und 2 mm bis 3 mm breit, an der Basis rundlich und oben gewölbt zusammengedrückt. Der Flügelsaum ist zungenförmig, oft ausgerandet, seltener zugespitzt und läuft maximal bis zur Hälfte der Nuss herab. Die Früchte werden von Oktober bis November reif und fallen während des ganzen Winters ab. Sie sind Schraubenflieger und erreichen dabei Entfernungen von 60 m, in seltenen Fällen bis zu 125 m.




GOTTESGNADENKRAUT
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Das Gottesgnadenkraut mit seinen hübschen weißen Blüten findet man kaum noch wildwachsend in der freien Natur. Es ist sehr selten geworden. Selten geworden ist auch seine Anwendung in der Heilpflanzenkunde, denn trotz seines vielversprechenden Namens ist das Gottesgnadenkraut leider giftig. Für die traditionellen Anwendungsgebiete, wie beispielsweise Verstopfung und Herzschwäche, kennt man inzwischen andere Heilpflanzen, die weniger gefährlich sind. Nur in der Homöopathie wird das Gottesgnadenkraut unter dem Namen "Gratiola" weiterhin angewendet, denn durch die Potenzierung verliert sich die Giftigkeit der Pflanze.
Das Gottes-Gnadenkraut, kurz auch Gnadenkraut, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Wegerichgewächse. Sie ist von  Europa bis  Zentralasien verbreitet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Achtung! Giftig. Nur homöopathisch anwenden
Heilwirkung:
abführend, harntreibend, herzstärkend, menstruationsfördernd
Anwendungsbereiche:
Früher: Gallebeschwerden, Geschwüre, Herzschwäche, Leberbeschwerden, Ödeme, Schlecht heilende Wunden, Tumore, Unterschenkelgeschwüre, Verstopfung, Wassersucht, Würmer, Homöopathisch (D3 - D12): Darmentzündung, Darmkrämpfe, Gastritis, Hautausschläge, Juckreiz, Leberschwäche, Kopfschmerzen, Magenschleimhautentzündung, Magenschwäche, Reizbarkeit, Rheuma, Verdauungsbeschwerden
wissenschaftlicher Name:
Gratiola officinalis
Pflanzenfamilie:
Wegerichgewächse - Plantaginaceae (früher: Braunwurzgewächse - Scrophulariaceae)
englischer Name:
Common Hedgehyssop
andere Namen:
Allerheiligenkraut, Erdgalle, Fischkraut, Gallenkraut, Gichtkraut, Gradeze, Heckenysop, Laxierkraut, Magenkraut, Nieskraut, Purgierkraut, Speikräuterl, Wilder Aurin
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Glykoside: Cucurbitacin, Gratiotoxin, Gratiosid, Gratiogenin, Gratiogeninmonoglucosid; Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine
Sammelzeit:
Juni bis August

Anwendung
Madaus zufolge kannten antike Ärzte das Kraut nicht, trotz fraglicher Zuordnung von Dioskurides‘ „Papaver spumeum". Bei  Valerius Cordus heißt es „Limnesium", bei  Matthiolus und  Dodonaeus Gratiola. Auch andere lobten die Heilkraft gegen Ödeme, Jodismus und als Ersatz für  Jalape. Matthiolus schildert Gratiola als abführend, harntreibend und wundheilend, so auch von Haller für „zähen Schleim wie auch wässerige Feuchtigkeiten und Galle", bei Hydrops, Kachexie, Ikterus, Malaria, Amenorrhoe, Hüftweh und Würmern, ähnlich Weinmann, nur mit Vorsicht wegen der abführenden Wirkung, Osiander, Hufeland auch bei  Melancholie und Delirium potatorum. Kostrzewski empfiehlt es zur Beruhigung Tobsüchtiger und bei venerischer  Lues, Clarus bei psychischen Leiden durch kranke Verdauungsorgane. Wolff gab es bei  Gicht, Wachtel wie auch Otzolig bei Malaria, Schroff zum Abführen, Leclerc bei tuberkulösem  Aszites.  Schulz zeigte an Gesunden Sehstörungen mit Kurz-, Weitsichtigkeit und Grünblindheit. Skokan bestätigt die Wirkung bei Hautkrankheiten. Die Autoren geben zur Verwendung Kraut oder Blätter an, teils auch mit Wurzel, Sammelzeit sei kurz vor der Blüte. Madaus sieht insgesamt Indikationen zum Abführen besonders von  Bauchwasser, in vorsichtig ansteigenden Dosen zur Vermeidung von Brechreiz, bei alten Hautkrankheiten,  Ulcera und Gicht, ferner Epilepsie und Nervenleiden mit gestörter Verdauung und Menstruation. Das  Herzglykosid Gratiotoxin sei mehr in den Blättern bzw. alkoholischen Auszügen. Die Homöopathie nutzt Gratiola selten bei  Nymphomanie mit Verdauungsstörung. Wenn man den Namen Gottesgnadenkraut hört, erhofft man sich eine Heilpflanze mit vielfältigen, gar wundersamen Heilwirkungen. Früher mag man das beim Gottesgnadenkraut auch so gesehen haben, aber der moderne Heilpflanzenfreund ist eher enttäuscht, wenn er hört, dass die Pflanze so giftig ist, dass man sie überhaupt nicht als Heilpflanze nutzen sollte. Selbst äußerlich sollte man auf die Anwendung des Gottesgnadenkrautes verzichten, denn sie wirkt stark hautreizend. Einige der Inhaltsstoffe des Gottesgnadenkrautes sind jedoch sehr vielversprechend. Sie werden daher wissenschaftlich untersucht, ob sie gegen Krebs und andere schwere Erkrankungen helfen können. Im Erfolgsfall wird es vielleicht künftig Medikamente geben, die Einzelwirkstoffe des Gottesgnadenkrautes enthalten, ohne die Giftwirkung der ganzen Pflanze. Übrigens werden auch andere Heilpflanzen im Volksmund als "Gottesgnadenkraut" bezeichnet, beispielsweise das Tausendgüldenkraut. Die beiden Pflanzen haben jedoch nichts miteinander zu tun.
Homöopathische Anwendung
Wegen der Giftigkeit kann man das Gottesgnadenkraut nur homöopathisch verwenden. In der Homöopathie trägt es den Namen "Gratiola". Am besten nimmt man die Potenzen D3 bis D12. Manche verwenden auch die Potenz D2. Als Dosierung eignet sich: 3 bis 5 mal täglich 5-10 Tropfen oder Globuli. Gratiola hilft bei verschiedenen Verdauungsbeschwerden. Man kann es auch bei Juckreiz, Hautausschlägen, Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Rheuma versuchen.

Giftwirkung
Das Gottesgnadenkraut hat eine starke Giftwirkung. Für die Giftwirkung sind vermutlich vor allem die Substanzen Cucurbitacin und Gratiotoxin verantwortlich. Bei leichten und mittelschweren Vergiftungen kommt es zu Übelkeit, vermehrtem Speichelfluss, Erbrechen, Bauchkrämpfen, brennendem Harndrang. Wenn die Vergiftung schwerer ist, kommt es auch zu blutigen Durchfällen, Nierenschäden, Krämpfen, Herzrhythmusstörungen, Atemproblemen, Sehstörungen und Farbveränderungen beim Sehen. In sehr schweren Fällen kommt es zum Kollaps und Tod, vermutlich durch Atemlähmung.
Erste Hilfe
Bei Vergiftungen mit Gottesgnadenkraut sollte man sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme hilft zuerst Erbrechen auslösen und dann die Einnahme von pulverisierten Kohletabletten. Zusätzlich soll viel warmer Tee getrunken werden. Falls es im Krankenhaus zu einer Atemlähmung kommt, wird künstlich beatmet.

Magische Anwendung
Mit dem Gottesgnadenkraut wurde früher ein spezielles Ritual durchgeführt, damit es gegen böse Geister und bösartige Geschwüre helfen können sollte. Am 15. August (Maria Himmelfahrt) wurde das Kraut betender weise gepflückt und dann unter das Altartuch der Kirche gelegt. Sobald der Priester nichtsahnend darüber seine Messe gelesen hatte, konnte man das Kraut entfernen und für magische und Heilzwecke nutzen.

Geschichtliches
Im Altertum war das Gottesgnadenkraut eher unbekannt, vermutlich weil es keine typische Mittelmeerpflanze ist. Im späten Mittelalter wurde das Gottesgnadenkraut gerne gegen epileptische Anfälle und Tobsucht angewendet. Die Volksmedizin in Mitteleuropa schätzte das Gottesgnadenkraut sehr; so sehr, dass es seinen Namen mit dem besonderen Gottesbezug bekam. Es wurde gegen zahlreiche Verdauungsbeschwerden und gegen Herzschwäche verwendet. Sicherlich war es durchaus wirksam, aber oft kam es wegen seiner Giftigkeit schon bei vernünftiger Dosierung zu heftigen Nebenwirkungen. Weil es zu Blutungen im weiblichen Genitalbereich führt, wurde es auch für Abtreibungen verwendet, sicherlich relativ häufig mit Todesfolge. Äußerlich wurde das Gottesgnadenkraut gegen Geschwüre, vor allem im Fußbereich, angewendet. Es sollte sogar bösartige Geschwüre (z.B. Hautkrebs) heilen. Diese Anwendung mag durchaus funktioniert haben, weil die Hautreizung zu einer verstärkten Durchblutung führt, was oftmals einen Heilungsprozess auslöst.

Pflanzenbeschreibung
Das Gottesgnadenkraut wächst als ausdauernde  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 40, bisweilen 60 Zentimetern. Sie bildet kurze  Ausläufer. Die aufrechte  Stängel ist unten rund und oben fast vierkantig. Die oberirdischen Pflanzenteile sind scheinbar kahl. Die kreuzgegenständigen und stängelumfassenden  Laubblätter sind schmal lanzettlich, spitz und ganzrandig oder entfernt gesägt. Die hellgrünen Blattspreiten erscheinen durch eingesenkte Drüsenhaare punktiert. Die Blütezeit des Gottes-Gnadenkrautes reicht von Juli bis August. Die lang gestielten Blüten stehen einzeln in den Blattachseln. Die zwittrigen Blüten sind  zygomorph. Die blassrosafarbenen bis weißen, zuweilen rötlich geäderten  Kronblätterwerden 10 bis 18 Millimeter lang und sind röhrig verwachsen. Die Kronröhre ist gelb und innen bärtig. Die Oberlippe ist behaart. Die braune  Kapselfrucht ist 5 Millimeter lang, tropfenförmig, kugelig und springt vierkappig auf. Die Samen sind etwa 6 bis 8 Millimeter lang. Die Samenschale ist netzartig. Gottesgnadenkraut ist in Mittel- und Osteuropa heimisch, kommt aber inzwischen nur noch selten vor. Es wächst bevorzugt an feuchten Standorten, wie beispielsweise Gräben, Ufern, Moorwiesen und dergleichen. Außerdem sollte der Boden am besten zuvor aufgerissen worden sein, beispielsweise durch scharrende Tiere. Weil solche Stellen immer weniger werden, und wenn sie vorkommen, häufig schnell von anderen Pflanzenarten besetzt werden, ist das Gottegnadenkraut zur bedrohten Art geworden. Man darf das Gottesgnadenkraut daher auch nicht in der Natur sammeln, weil es eine geschützte Pflanze ist. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst einen vierkantigen Stängel aus, an dem lanzettliche schmale Blätter kreuzgegenständig wachsen. Die Blätter sind an ihren Rändern fein gesägt. Ab Juni bis August wachsen aus den Blattachseln weiße Blüten, die an relativ langen Stängeln sitzen. Die Blüten haben Röhrenform und sind innen gelblich. Aus dem Innern ziehen sich dünne, dunkle Linien bis in den weißen Bereich der Blütenblätter. Wegen der Form der Blüten wurde das Gottengnadenkraut früher zur Familie der Rachenblütler gezählt. Doch diese Familie wurde in Braunwurzgewächse umbenannt und zahlreiche Pflanzenarten wurden anderen Pflanzen-Familien zugeordnet, als eine genetische Zuordnung möglich wurde. Daher gehört das Gottesgnadenkraut jetzt zu den Wegerichgewächsen und ist verwandt mit dem Fingerhut, aber auch mit dem Spitzwegerich, was erstaunlich scheint. Aus den Gottesgnadenkraut-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Früchte. Die Früchte sind kleine Kapseln mit jeweils zwei Fächern, in denen viele Samen zu finden sind.

Anbautipps
Wenn man das Gottesgnadenkraut anpflanzen will, braucht man ein sehr feuchtes Stückchen Erde. Außerdem braucht das Gottesgnadenkraut viel Sonne. Am einfachsten ist es, fertige Pflanzen einzupflanzen. Wenn sie sich wohlfühlen, vermehren sie sich durch Wurzelausläufer von selbst. Man kann das Gottesgnadenkraut auch aus Samen anziehen, aber die Erfolgschancen hierbei sind geringer als bei der Verwendung fertiger Pflanzen.

Sammeltipps
Da das Gottesgnadenkraut nicht nur stark giftig, sondern auch geschützt ist, sollte man es nicht sammeln.



BACHBLÜTEN
Ich gelte als vorwurfsvoller Mensch (3 Beech)
- Diese Menschen gelten als sehr vorwurfsvoller Menschen
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie das vorwurfsvolle Haltung allmählich ablegen


BACHBLÜTEN
Um andere zu gefallen (4 Centaury)
- Diese Menschen tun alles um anderen zu gefallen

- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie dieses Verhalten abstreifen  

ERNÄHRUNG
Lebensmittel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Soja, Würzmittel
Obst
„An apple a day, keeps the doctor away." Vielleicht haben sie dieses englische Sprichwort (ein Apfel am Tag hilft, den Arzt fernzuhalten.) schon einmal gehört. Es lobt die große ernährungsphysiologische Bedeutung dieses Vertreter aus der Obstgruppe.
Obst ist ein Sammelbegriff für die essbaren Früchte oder Scheinfrüchte mehrjähriger Pflanzen, die fast immer roh gegessen werden können.

Frisches Obst gibt als wesentlicher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Es liefert viele Mineralstoffe und Vitamine. Die meisten Obstsorten enthalten 80-85% Wasser und haben wenige Kalorien. Darüber hinaus liefert Obst, Pektine, Gerbstoffe, Kohlenhydrate und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe

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