Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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26.06.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juni > 25.06.18-01.07.18


KARTOFFEL
 

Die Kartoffel, in Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz auch als Erdapfel, Erdbirne oder Grundbirne und im restlichen deutschsprachigen Raum unter verschiedenen Regionalnamen bekannt, ist eine  Nutzpflanze aus der  Familie der Nachtschattengewächse. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird meistens von den Kartoffeln gesprochen. Hierunter werden zumeist die im Boden heranwachsenden Knollenverstanden, mit denen die Pflanze sich  vegetativ vermehrt. Das Wort Kartoffel leitet sich von tartufolo ab, dem italienischen Wort für Trüffel, das wiederum abgeleitet ist von lateinisch terrae tuber („Erdknolle"). Die nur entfernt verwandte  Süßkartoffel bekam ihren Namen wegen der ähnlichen Verwendung und des ähnlichen Aussehens der Knollen. Die  Samen werden in tomatenähnlichen  Beeren gebildet, welche, wie alle grünen Teile der Pflanze und die Keime der Knolle, für Menschen leicht giftig sind. Weltweit werden jährlich etwa 376 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Die Kartoffel ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt, daneben aber auch Futtermittel und Industrierohstoff.

Steckbrief
Heilwirkung:
Darmentzündungen. Magenentzündungen, Skorbut, Sodbrennen, Verstopfung, magenschonend
wissenschaftlicher Name:
Solanum tuberosum
Pflanzenfamilie:
Nachtschattengewächse = Solanaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Knolle
Sammelzeit:
Juni bis Oktober

Anwendung
Kartoffeln finden Verwendung als Nahrungs- und Futtermittel sowie zur Herstellung von Stärke und Alkohol. In Deutschland werden fast 60% der Kartoffelernte unmittelbar als Nahrungsmittel verwendet. Etwa 30% der Kartoffelernte wird für die Herstellung von Stärke und etwa 4% für die Ethanolgewinnung genutzt. Weitere 6% dienen als Saatgut und gerade 1,2% als Futtermittel.
Speisekartoffeln
Seit Ende des Zweiten Weltkrieges werden in Deutschland immer weniger Kartoffeln konsumiert. Der Verbrauch hat sich mehr als halbiert. Die Nahrungsmittelindustrie bringt vermehrt Fertiggerichte aus Kartoffeln auf den Markt. So steigt der Konsum von Kartoffelchips, Pommes frites, Kroketten, Fertig- Rösti und Kartoffelbrei aus Trockenflocken. Als Beilage werden jedoch häufig Alternativen wie Reis und Teigwaren gewählt, deren Zubereitung noch einfacher ist. Der durchschnittliche Kartoffelverbrauch je Einwohner verringerte sich in Deutschland von 70 kg im Jahr 2000 auf 57 kg im Jahr 2010.  Kartoffeln haben einen hohen  glykämischen Index. Eine kanadische Studie zeigte, dass Kinder dennoch bis zu 40 % weniger Kalorien zu sich nehmen, wenn zu einer Mahlzeit Kartoffelmus als Beilage gereicht wird und dass die Glucose- und  Insulinwerte nach dem Essen geringer sind, wenn die Beilage aus  Pommes frites bestand (jeweils im Vergleich zu Nudel- und Reisgerichten).  
Stärkekartoffeln
Kartoffeln gehören zu den Stärkepflanzen, die  Organe mit einem hohen Gehalt an  Stärke besitzen. Stärke ist ein wichtiger Bestandteil der menschlichen und tierischen Ernährung. Zudem kann die Stärke als nachwachsender Rohstoff sowohl stofflich als auch energetisch genutzt werden. In Deutschland wurden im Jahr 2008 rund 1,53 Millionen Tonnen (Europa: 9,4 Millionen Tonnen) Stärke produziert. Dabei stammten 42% der produzierten Stärke aus der Kartoffel. In Europa ist der Anteil der Kartoffel an der Stärkeproduktion mit 16 % bzw. 1,5 Millionen Tonnen geringer.  Ein Teil der Stärke wird in aufgereinigter Form gewonnen und in der Nahrungsmittelindustrie sowie für stofflich genutzt.  Stärke besteht – je nach Art – zu unterschiedlichen Anteilen aus dem verzweigten  Amylopektin und der linearen (unverzweigten)  Amylose. Da die Industrie über-wiegend Amylopektin benötigt, werden Stärkepflanzen mit möglichst hohem Amylopektingehalt bevorzugt. In Deutschland verwendet die Papier- und Wellpappeindustrie jährlich etwa 50.000 bis 60.000 Tonnen native Kartoffelstärke mit hohem Amylopektingehalt, während mehr als 250.000 Tonnen für die Herstellung von modifizierten Stärken (vor allem  Dextrine, Stärkeester und -ether) genutzt werden. Diese Modifikate werden zu etwa 50% in der Papierindustrie als Papierstärke genutzt, weitere 17% gehen in die Produktion von Pappen und Klebstoffen. Das verbleibende Drittel wird von der Lebensmittelindustrie genutzt, vor allem für Fruchtzubereitungen und Milchprodukte.
Volksmedizin
Kartoffelsaft wird in der  Volksmedizin innerlich bei Magenbeschwerden und äußerlich bei Verletzungen oder Geschwüren angewendet.

Pflanzenbeschreibung
Erscheinungsbild und Blatt
Kartoffeln sind aufrecht oder kletternd wachsende, ausdauernde  krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von über 1 Meter erreichen können. Die Sprossachse ist manchmal vierkantig, teilweise sogar geflügelt. Unterirdisch oder knapp über der Oberfläche bildet die Pflanze knollentragende Stolone aus. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in kurzen Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die unpaarig gefiederte Blattspreite ist 10 bis 30 Zentimeter lang und 5 bis 15 Zentimeter breit. Die sich gegenüber oder auch wechselständig stehenden Teilblätter sind leicht bis stark behaart, oft von unterschiedlichster Form und Größe. Die größeren Teilblätter sind zum Teil gestielt und sind bei einer Länge von 2 bis 10 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 6 Zentimetern eiförmig bis länglich-eiförmig mit etwas herzförmiger Basis sowie spitzem bis zugespitztem oberen Ende. Die kleineren Teilblätter sind bei einem Durchmesser von 2 bis 15 Millimetern breit-eiförmig bis kreisförmig und besitzen eine Basis, die mehr herzförmig ist, ein stumpferes oberes Ende. Die Teilblätter sind mehr oder weniger dicht flaumig behaart.  
Blütenstand und Blüte
Die Blüten stehen in  trugdoldenförmigen Blütenständen. Die Blütenstandsschäfte sind 5 bis 15 Zentimeter lang und behaart. Die Blütenstiele sind ebenfalls behaart und 3 bis 35 Millimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenkelch ist bei einem Durchmesser von 1,5 bis 2 Zentimetern glockenförmig und fünflappig. Die Kelchlappen sind spitz bis stark zugespitzt. Die  Kronblätter sind weiß bis blau, die Krone ist doppelt so lang wie der Kelch und hat einen Durch-messer von 3,5 bis 4 Zentimeter. Die gelben  Staubbeutel stehen frei, aufrecht und porig.  
Frucht und Samen
Die Frucht ist eine gelblich-grüne, zweikammerige  Beere mit vielen Samen.  




MELISSE


Die Melisse ist eigentlich eine südeuropäische Pflanze. Da sie aber so vielfältige Heilwirkungen hat, wird sie schon lange in mitteleuropäischen Gärten angebaut. Im Mittelalter musste sie sogar per Verordnung in jedem Klostergarten angebaut werden, weil sie schon damals für sehr wertvoll und unentbehrlich gehalten wurde. Sie riecht beim Zerreiben leicht zitronenartig, daher wird sie auch oft Zitronenmelisse genannt. Wenn sie einmal in einem Garten heimisch geworden ist, wuchert sie Jahr für Jahr vor sich hin und bietet sich als Haustee und vielfältige Medizin an. Das Haupteinsatzgebiet der Melisse ist die Beruhigung des Nervensystems, womit sie gegen nervöse Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit und viele andere nervlich bedingte Beschwerden helfen kann. Die Melissen  sind eine  Pflanzengattung innerhalb der Familie der Lippenblütler. Die etwa vier Arten sind vom Mittelmeerraum bis zum westlichen  Malesien verbreitet. Die bekannteste Art dieser Gattung ist die Zitronenmelisse. Die Bezeichnung „Melisse" ist aus dem griechischen Wort für Honigbiene abgeleitet. Weil Bienen von der Pflanze scheinbar angezogen werden, wurde früher vor Bienenhäusern oft Melissen angepflanzt. Die Bienenkästen selbst wurden zusätzlich auch mit dem Pflanzensaft ausgerieben, der aufgrund der antiseptischen Wirkung der Ausbreitung von Krankheiten entgegenwirken sollte.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Unruhe, Nervosität
Heilwirkung:
anregend, antibakteriell, aufmunternd, beruhigend, entspannend, krampflösend, kühlend, pilzhemmend, schmerzstillend, schweißtreibend, virushemmend
Anwendungsbereiche:
Angstzustände, Appetitlosigkeit,  Asthma,  Augenringe, Blähungen,  Blutergüsse, Bronchitis, Erkältung, Fieber, Geschwüre,  Gicht,  Grippe, Herzbeschwerden (nervöse),   Husten, Insektenstiche, Ischias, Kopfschmerzen, Lippen-Herpes, Magenkrämpfe, Magenleiden, Menstruationsfördernd, Menstruationsbeschwerden, Migräne,  Milchstau, Neuralgien,  Ohrenschmerzen,  Periodenkrämpfe, Quetschungen, Reizbarkeit, Rheuma,  Schlafstörungen,  Sodbrennen, Unruhezustände,  Unterleibskrankheiten, Wechseljahresbeschwerden, Wunden, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name:
Melissa officinalis
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
 Balm
andere Namen:
Bienenfang, Bienenkraut, Bienensaug, Citronenmelisse, Darmgichtkraut, Englische Brennessel, Gartenmelisse, Hasenohr, Herzbrot, Herzkraut, Herztrost, Honigblum, Immenchrut, Ivenblatt, Limonikraut, Mutterkraut, Mutterwurz, Nervenkräutel, Pfaffenkraut, Riechnessel, Salatkräutle, Spanischer Salbei, Wanzenkraut, Zahnwehkraut, Zitronenkraut, Zitronella, Zitronen-Melisse
falsche Schreibweisen:
Melise
Verwendete Pflanzenteile:
das ganze Kraut
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Schleim, Glykosid, Saponin, Thymol
Sammelzeit:
Juni / Juli

Anwendung
Die Melisse gehört zu den Kräutern, die in der Volksheilkunde fast gegen alle Arten von Beschwerden verwendet wird. Die Schulmedizin spricht der Melisse hingegen nur eine förderliche Wirkung gegen Unruhe und Schlafstörungen zu.
Innerlich als Tee
Aufgrund ihres angenehmen Zitronenaromas und ihrer vielfältigen Wirkungen eignet sich die Melisse sehr gut zur Anwendung als Tee. Man kann sie sowohl als reinen Melissentee trinken oder auch in Teemischungen, wo sie die Mischung geschmacklich aufwertet. Abends hilft Melissentee, auf Wunsch mit Honig, beim Zur-Ruhe-kommen und Einschlafen. Morgens oder bei Abgespanntheit wirkt Melissentee hingegen belebend und erfrischend und gibt Stärke. Das ist kein Widerspruch, denn Entspannung und Kräftigung passen durchaus zusammen. Bei Erkältung hilft die Melisse die Atmung zu verbessern und eventuelles Fieber besser auszuhalten. Sogar bei Asthma kann Melissentee die Atmung erleichtern. Melisse hilft auch bei der Verdauung und wirkt entkrampfend auf Magen und Darm. Nach längerer Krankheit kann sie den Appetit steigern. Sie kann auch Kopfschmerzen und Reizungen des Nervensystems lindern, was für ihren Einsatz gegen Neuralgien, Reizbarkeit und Unruhe spricht. Auch bei Menstruationsbeschwerden kann die Melisse hilfreich sein. Sie entkrampft die Unterleibsorgane, sodass Schmerzen während der Periode schwinden. In den Wechseljahren kann die Melisse gegen viele der typischen Beschwerden helfen. Vor allem wenn man nachts nicht einschlafen kann, oder auch tagsüber von Unruhe oder schlechter Laune geplagt wird, hilft ein Melissentee wieder zur eigenen Mitte zu finden. Auch gegen die typischen Hitzewallungen und das Herzklopfen kann man die Melisse einsetzen. Kommen wir zu einem besonders wichtigen Einsatzgebiet der Melisse: der nervösen Herzschwäche. Wenn man ärztlich abgeklärt hat, dass das Herz organisch gesund ist, kann man mithilfe der Melisse die Beschwerden lindern, die aufgrund innerer Unruhe oder anderen innerlichen Gründen bestehen können.
Innerlich als Tinktur
Aus den Blättern der Melisse kann man auch eine Tinktur zubereiten. Diese Tinktur kann man gegen die gleichen Beschwerden einsetzen wie Melissentee. Allerdings entfällt dann die entspannende Wirkung, die das Trinken eines warmen Tees ausüben kann.
Äußerliche Anwendung
Melissentee kann man auch äußerlich als Umschlag oder Kompresse anwenden. Dazu tränkt man ein Baumwolltuch mit Melissentee und legt es auf die betroffene Stelle. Mit solchen Melissenumschlägen kann man Geschwüre, Beulen, Blutergüsse, Insektenstiche, aber auch Nervenentzündungen und Milchstau bei stillenden Müttern behandeln. Auch der käufliche Melissengeist eignet sich für die äußerliche Anwendung. Man kann damit rheumatische Beschwerden, Prellungen und Gliederschmerzen lindern.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl der Melisse ist extrem teuer, weil man sehr viele Pflanzen braucht, um auch nur geringe Mengen davon herzustellen. Daher wird das käufliche Melissenöl meistens teilweise aus der Zitrone oder der javanischen Citronella gewonnen. Das echte Melissenöl hilft, äußerlich als Creme angewandt, gegen Lippenherpes. Die Bläschen vermehren sich nicht mehr und vorhandene Bläschen heilen schneller ab. In der Duftlampe kann man es zur Entspannung verdampfen lassen.
Melisse in der Küche
Auch in der Küche kann man die Melisse nutzen. Ihre Blätter sind ein erfrischendes Gewürzkraut für Salate. Bei exotischen Gerichten kann man sie auch mitkochen, beispielsweise als Ersatz für Zitronengras. Haustees gibt die Melisse ein erfrischendes Aroma, was sie besonders im Sommer zu einem beliebten Getränk macht.

Geschichtliches
Schon Dioskurides und Plinius Sekundus (23 –79 n. Chr.) empfahlen die Melisse in der Antike als Heilkraut. Laut Plinius galt der frische Melissensaft mit Honig vermischt als Mittel gegen den grauen Star. Ausserdem empfahl er sie gegen Hysterie. Die Araber schätzten die Melisse für ihre entspannende Wirkung auf das Nervensystem, ihre angstlösende Wirkung unter anderem auch gegen Kopfschmerzen und ihre Wirkung zur Stärkung des Herzens. Im 10. Jahrhundert kultivierten die Araber die Melisse in Spanien, von wo aus sie sich auf die Reise nach Mitteleuropa und die dortigen Klöster machte. Karl der Große (748 - 814 n.Chr.) befahl in seiner Verordnung "Capitulare de villis", dass die Melisse in jedem Klostergarten angebaut werden sollte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Melisse auch Hildegard von Bingen (1098-1179 n.Chr.) vertraut war, die sie unter dem Namen "Binsuga" zur Stärkung und Erfreuung des Herzens empfahl. Außerdem sagte sie der Melisse nach, dass sie angenehme Träume und guten Schlaf bringe. Auch Paracelsus (1493-1541 n.Chr.) schätzte die Melisse für ihre günstige Wirkung aufs Herz. Die Herzwirkung der Melisse war im Mittelalter aufgrund der Signaturenlehre allgemein anerkannt. 1611 wurde der Melissengeist, der von Angehörigen des Karmeliterordens zusammengestellt worden war, in Paris eingeführt und dort bekannt gemacht. Der Klosterfraumelissengeist wurde 1775 von der Nonne Maria Clementine zusammengestellt und ist heute noch sehr beliebt. Melissengeist enthält Alkohol und eine Mischung verschiedener ätherischer Öle, darunter auch das ätherische Öl der Melisse.

Pflanzenbeschreibung
Die Melisse kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wo sie wild wächst. Schon im Mittelalter wurde sie in Mitteleuropa in den Klostergärten angebaut. Heute wird sie häufig in Hausgärten und Bauerngärten kultiviert. Da sie viel verwendet wird, wird sie auch kommerziell angebaut. Die Melisse wächst bevorzugt in sonniger und windgeschützter Lage, daher liebt sie Weinbaugegenden mit mildem Klima. Sie braucht genügend Feuchtigkeit. Die mehrjährige Melisse sprießt im März oder April aus dem Boden und sieht zuerst ähnlich aus wie eine Taubnessel oder Minze, mit denen sie auch verwandt ist, aber am zitronenartigen Geruch kann man sie deutlich erkennen. Die Blätter sind eiförmig und am Rande eingekerbt, sie wachsen gegenständig angeordnet am Stängel. Bis Ende Juni, Anfang Juli werden die Melissepflanzen bis zu 70 cm hoch und verzweigen sich, sofern sie genügend Platz dafür haben. Dann erscheinen weiße Lippenblüten quirlförmig angeordnet zwischen den Blattetagen in den Blattachseln.
Vegetative Merkmale
Die Melissenarten sind ausdauernde, krautige Pflanzen. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten sind meisteiförmig mit gesägtem Blattrand. Die grünen Pflanzenteile duften bei Berührung zitronenartig.
Generative Merkmale
Jeweils wenig Blüten, stehen in blattachselständigen Scheinquirlen zusammen. Die Tragblätter sind laubblattähnlich, aber kleiner. Die Deckblätter sind winzig. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind röhrig bis glockenförmig verwachsen. Der Kelch hängt nach der Anthese. Der mehr oder weniger behaarte Kelch besitzt 13 Nerven und ist zweilippig mit einer flachen, kurzdreizähnigen Ober- und einer zweizähnigen Unterlippe. Die weißen, gelblich-weißen bis gelben, rötlichen oder blassrosafarbenen Blütenkronen sind zweilippig. Die Kronröhre ist aufwärts gebogen und oberhalb der Mitte bauchig erweitert. Der Schlund besitzt keinen Haarkranz. Die Oberlippe ist aufrecht oder zurückgebogen, flach bis wenig gewölbt, ausgerandet. Die Unterlippe ist dreilappig. Staubblätterund  Griffel sind länger als die Kronröhre, daher sichtbar. Es gibt vier fruchtbare Staubblätter, zwei längere und zwei kürzere, die zusammenneigen. Die Griffeläste besitzen ungefähr die gleiche Länge und sind zurückgebogen.  Die glatten  Klausen sind eiförmig.  

Anbautipps
Die Melisse kann man in Töpfchen ansäen. Sobald sie gekeimt ist und etwa fünf bis zehn Zentimeter groß, kann man sie an einem warmen, geschützten Platz auspflanzen. Der Boden sollte durchlässig sein und ausreichend gegossen werden. Damit die Melisse an Kraft gewinnt und im Folgejahr gestärkt neu austreibt, sollte man sie im ersten Jahr noch nicht allzu stark beernten. Wenn sich die Melisse wohl fühlt, treibt sie im nächsten Jahr wieder aus. Es reicht, wenn man allzu aufdringliche andere Pflanzen von ihr fernhält, damit sie von Jahr zu Jahr kräftiger und üppiger wird.

Sammeltipps
Man kann die Melisse im Juni vor der Blüte zurückschneiden, dann treibt sie buschiger wieder aus. Im September kann man sie ein zweites Mal zurückschneiden. Die Melissen sollte man am frühen Nachmittag schneiden. Die Blätter und oberen blühenden Triebe sollte man möglichst wenig anfassen und zügig im Schatten trocknen. Die getrockneten Pflanzen sollte man nicht in Metalldosen aufbewahren und auch nicht anderweitig mit Metall berühren.



BACHBLÜTEN
Ich habe Angst um mich selbst (Mimulus)
-
Diese Menschen haben Angst um sich selbst
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Angst um sich selbst überwinden


BACHBLÜTEN
Ich fühle mich elende (Mustard)
-
Diese Menschen fühlen sie sehr oft oder immer elendig
- Mit der dementsprechenden Bachblüte  können sie dieses Gefühl besiegen


ERNÄHRUNG
Vollwert-Ernährung  
Grundidee:
Die Grundideen der Vollwerternährung stammen aus der Antike. Hippokrates, Pythagoras (Griechenland, 4. Jahrhundert v. Chr.) gelten als die Begründer ganzheitlicher Ernährungs- und Lebensweisen.
Von den Vertretern wurden unterschiedliche Begriffe wie „Vollwertkost" und „vollwertige Kost" geprägt.
Wichtige Vertreter der Vollwerternährung:
Are Waerland: Waerland-Kost
Dr. Max Otto Brucker: Vitalstoffreiche Vollwertkost
Dr. Johann Georg Schnitzer: Schnitzer-Normal- bzw. Intensivkost


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