Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

26.06.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juni > 26.06.17-02.07.17.


HAUCHECHEL

Die Hauhechel ist ein kleiner Strauch aus der Familie der Hülsenfrüchte und ein gefürchtetes Unkraut. Ihre rosafarbenen Blüten sind eine Zierde der Wiesen, wo sie wachsen. Doch die Dornen pieksen schmerzhaft, wenn man ihnen zu nahe kommt. Die Wurzel der Hauhechel wird zur Blutreinigung bei Frühjahrs- und Schlankheitskuren verwendet. Auch bei Blasenentzündung und Nierensteine wird sie häufig eingesetzt. Besonders geeignet ist eine kurze Teekur zur Durchspülung bei entzündlichen Harnwegen. Die Wurzeln haben je nach Boden stark schwankende Mengen an Inhaltsstoffen, teilweise bleibt sogar die erwünschte Wirkung aus, wenn die Wurzel keine Saponine enthält.
Hauhecheln sind eine  Pflanzengattung in der  Unterfamilie  Schmetterlingsblütler innerhalb der  Familie der  Hülsenfrüchtler. Das Hauptverbreitungsgebiet der etwa 88 Arten ist der  Mittelmeerraum.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Aquaretikum, Diuretikum, Entwässerungsmittel, Harntreibendes Mittel
Heilwirkung:
antibakteriell, antiphlogistisch, aquaretisch, blutreinigend, entwässernd, entzündungshemmend, harntreibend, östrogen, steinlösend
Anwendungsbereiche:
Pflanzenheilkunde: Blasenkatarrh, Diuretikum, Nierenbeckenentzündung, Harngrieß, Vorbeugung gegen Harnsteine, Volksheilkunde: Bauchwassersucht,  Blasenentzündung, Blasenkatarrh, Blasenschwäche, Blasensteine, Blasengrieß, Diuretikum, Ekzeme, Feigwarzen, Gelenkrheuma, Gicht, Harnröhrenentzündung, Harngrieß, Harnsteine, Hautprobleme, Herpes simplex, Herpes zoster, Mundgeruch, Nierenbeckenentzündung, Nierenentzündung, Nierengrieß, Nierensteine, Rheuma, Wassersucht, Zahnschmerzen, Homöopathie: Nierenerkrankungen, Harnwegserkrankungen
wissenschaftlicher Name: Ononis spinosa
Pflanzenfamilie:
Hülsenfrüchtler = Fabaceae
englischer Name:
Rest-Harrow
volkstümlicher Name:
Aglakraut, Aglarkraut, Dornige Hauhechel, Eindorn, Einhagel, Eselskraut, Frauenkriegswurzel, Frauenstreit, Gundeldorn, Hachelkraut, Harnkrautwurzel, Hasenblume, Hasenöhrle, Haudornwurzel, Hauhechel, Hechelkrautwurzel, Heckelkraut, Heudorn, Heuhechel, Höhldorn, Hofdorn, Hohachel, Huldorn, Katzenspeer, Lahmdorn, List, Listendorn, Ochsenbrech, Ochsenbruch, Ochsenkraut, Pflugsterz, Questenkraut, Questenkrautwurzel, Schafhechel, Schafhechle, Schmalhef, Stachelkraut, Stachelkrautwurzel, Stallchrut, Stallkrautwurzel, Triefkraut, Weiberklatsch, Weiberkrieg, Weiberzorn, Weichsen, Wetzsteinkraut, Witschge, Witwerdörn, Wiwkrut
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Blüten, junge Triebe, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Anethol, Carvon, fettes Öl, Flavonglykoside, Flavonoide, Formononetin, Genistein, Gerbstoffe, Glykoside, Gummi, Harz, Isoflavonide, Menthol, Onocerin, Ononin, Orocol, Phytosterin, Saponine, Sitosterin, Trifolirhizin, Triterpene, Zitronensäure
Sammelzeit:
Kraut: Juni und Juli, Wurzel: September bis November
Nebenwirkungen:
Bei hohen Dosen: Hämolyse (Auflösung der roten Blutkörperchen)
Wechselwirkungen:
keine bekannt
Kontraindikation:
Ödeme durch Minderfunktion von Herz oder Nieren

Anwendung
Die Hauhechelwurzel kann man frisch oder getrocknet als Tee oder in Teemischungen zur Blutreinigung und Förderung des Stoffwechsels einsetzen. Da sich der Körper besonders schnell an die harntreibende Wirkung anpasst, kann man die Wurzel nur für ein paar Tage anwenden. Sobald die Wirkung nachlässt ist eine 1-2 wöchige Pause nötig, damit die Wurzel wieder wirken kann.
Wurzeltee
2 Teelöffel Hauhechelwurzel-Stücke mit 250ml kaltem Wasser übergießen und 10 Stunden stehen lassen. Dann abgedeckt nur ganz kurz aufkochen und anschließend abseihen. Sobald der Tee lauwarm ist: ungesüßt trinken. 2 Teelöffel Hauhechelwurzel-Stücke mit 250ml Dazu muss ausreichend Wasser (etwa 2 Liter/Tag) getrunken werden. Regt Harn- und Stoffwechseltätigkeit an.
Blüten-Tee
1-2 Teelöffel der Blüten mit 250ml heißem Wasser übergießen, abdecken und ein paar Minuten ziehen lassen. Hilft gegen geschwollene Beine.
Mundspülung
Einen Wurzelabsud mit Essig gekocht, hilft als warme Mundspülung bei Zahnschmerzen.
Umschläge
Einen Wurzelabsud mit Essig gekocht, hilft als Umschlag bei schorfige Wundkrusten.
Einreibung
Einen Wurzel-Absud mit Wein gekocht, hilft als Einreibemittel bei Wadenkrämpfe.
Kraut
Das zerkleinert und zerquetschte Kraut hilft als Auflage bei Ekzemen, Hautausschlägen und Hautjucken.
frische Wurzel
Ein kleines Stückchen frische Wurzel kauen hilft bei Zahnschmerzen.
junge Triebe
Die sehr jungen dornenfreien Triebe kauen hilft gegen Mundgeruch. Die jungen Trieben können auch eingemacht und später bei Mundgeruch eingesetzt werden.
Homöopathie
Verarbeitet wird die oberirdische frische Pflanze zur Blütezeit, eingesetzt bei Nierensteinkoliken, Nierengrießbildung und Wassersucht.
Anthroposophische Homöopathie
Verarbeitet wird der unterirdischen und angetrocknete Teil der Pflanze zur Blütezeit. Wird mit anderen Mitteln kombiniert.
Weitere Informationen
Hauhecheöwurzel-Pulver in Tee und Salben: Über die blutreinigende Wirkung hilft sie auch gegen Hautkrankheiten und rheumatische Beschwerden.

Geschichtliches
Schon im Altertum wurde die Hauhechelwurzel zur Blutreinigung, bei Blasen- und Nierensteine und viele andere Krankheiten genutzt. Schon einige Jahrhunderte vor Christi Geburt wurde die Hauhechel von Theoprast beschrieben. Allerdings dürfte die beschriebene Hauhechelart eine andere als die Dornige Hauhechel gewesen sein. In Deutschland fand die Dornige Hauhechel im 16. Jahrhundert ihren Einzug in die Kräuterbücher, z.B. im Kreutterbuch von Leonhart Fuchs. Als Zauberkraut setzte man es auch zum Schutz des Viehs ein. Bis zur modernen Landwirtschaft ein gefürchtetes Unkraut, da die stabile Wurzel jeden Pflug stoppte und die Dornen Mensch und Tier verletzten.

Pflanzenbeschreibung
Die Dornige Hauhechel ist in Osteuropa heimisch und winterhart. Sie wächst bevorzugt auf sonnigen, sandigen und trockenen Wiesen, Brachland und Wegrändern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 30 bis 60 Zentimeter hoch. Die Blätter sind gefiedert und etwa 3cm lang. Die rosa Blüten erscheinen zwischen Juni und August Aus den Hauchechelblüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen. Die Samen befinden sich in behaarten Samenhülsen. Der oberirdische Teil der Pflanze stirbt bei Frost ab. Die stabilen Wurzelstöcke mit verzweigten Pfahlwurzeln erreichen eine Tiefe von etwa 1 Meter. Die Wurzel ist außen graubraun bis schwarzbraun und im Innern weiß. Es gibt verschie-dene Hauhechelarten.
Erscheinungsbild und Blätter
Bei Ononis-Arten handelt es sich um selten einjährige oder meist ausdauernde  krautige Pflanzen, manchmal auch kleine Sträucher. Oft sind die oberirdischen Pflanzenteile drüsig bis klebrig behaart, was bei den Hülsenfrüchtlern eher die Ausnahme ist. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die  Blattspreiten sind meist dreiteilig. Von den gezähnten Teilblättchen ist das mittlere meist gestielt und die seitlichen ungestielt. Selten besteht die Blattspreite aus nur einem Teilblatt oder es sind sogar mehr als nur ein Paar seitliche Teilblätter vorhanden. Die zwei  Nebenblätter sind mit den Blattstielen verwachsen.
Blütenstände und Blüten
Bei vielen Arten stehen die Blüten einzeln oder bis zu dritt in den Blattachseln, es können aber euch deutliche endständige, traubige oder rispigen Blütenstände ausgebildet sein, die aber nicht so kompakt sind wie bei vielen Klee-Arten. Trag- und Deckblätter sind winzig oder fehlen. Die Blüten sind sitzend oder lang gestielt. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf ungleichen  Kelchblätter sind verwachsen. Die Blüten kronblätter sind meist gelb, manchmal rot, rosa bis lila oder weißlich. Die Fahnen sind genagelt. Die Schiffchen sind schnabelartig verschmälert. Es sind zehn  Staubblätter vorhanden. Alle  Staubfäden sind röhrig verwachsen. Das einzelne lineal-längliche oder eiförmige  Fruchtblatt enthält zwei bis viele  Samenanlagen.
Früchte und Samen
Die Hülsenfrucht enthält wenige oder viele Samen. Die nierenförmigen Samen besitzen eine glatte oder punktierte Oberfläche.

Anbautipps
Die Dornige Hauhechel ist als gefürchtetes Unkraut sehr pflegeleicht. Man sollte sich gut überlegen die Dornige Hauhechel im eigenen Garten anzubauen, ist die Pflanze nur mit hohem Aufwand durch Ausgraben der tiefen Wurzel oder starker Dauerdüngung wieder loszuwerden. Aus Wurzelstücken und Wurzelresten kann sich wieder eine neue Pflanze entwickeln, daher kann die Pflanze über Wurzelteilung vermehrt werden, am besten im Herbst. Im Frühing die Samen aussäen. Ein Anbau im Topf bring nur bei entsprechend tiefen Töpfen eine gute Wurzel hervor, das Kraut und Blüte wächst auch in kleinen Töpfen recht gut. Der Standort sollte sonnig sein. Der Boden sollte durchlässig, kalkhaltig, trocken und sandig sein, wächst auch auf lehmigem Boden. Wenig düngen und nur bei großer Trockenheit gießen


Sammeltipps
Die Wurzel wird im Frühling oder Spätherbst geerntet. Mit Hilfe von Spitzhaue/Spitzhacke wird die Wurzel in schweißtreibender Arbeit aus dem Boden gegraben. Dabei sollte man darauf achten, dass man sich nicht an den Dornen verletzt, da diese schwer heilende Wunden verursachen. Wurzel reinigen. Dicke Wurzelteile der länge nach halbieren, dünne Wurzeln können direkt getrocknet werden. Die Wurzel stinkt. Zum Trocknen die Wurzeln an Bindfäden aufreihen und an einem luftigen, warmen und trockenen Ort aufhängen, ideal ist ein luftiger Dachboden. Die Wurzeln können auch in kleine Stücke geschnitten werden und im Backofen oder Trockengeräte bei niedriger Temperatur (40°C) getrocknet werden. Die Wurzelstücke insektensicher, trocken und lichgeschützt lagern. Gut gelagerte Wurzelstücke halten etwa 4-5 Jahre. Bei dem Ernten von Blüten und Blättern auf die Dornen achten.




RINGELBLUME


Die Ringelblume ist nicht nur als Heilpflanze bekannt, sondern steht auch in vielen Gärten als besonders üppig blühende Zierde. Ab Juni taucht sie viele Bauerngärten in leuchtendes Orange. Ihre Blüten sind ein hervorragendes Wundheilmittel, was die starke Verbreitung der Ringelblumensalbe erklärt. Man kann die Ringelblume auch innerlich anwenden, um Verdauungsbeschwerden zu lindern und gegen Frauenprobleme zu helfen.
Die Ringelblume, auch Garten-Ringelblume ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler. Pflanzenteile werden in der Naturheilkunde verwendet

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Hautentzündungen
Heilwirkung:
abschwellend, adstringierend, antibakteriell, anregend, ent-zündungshemmend, krampflösend, pilztötend, reinigend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche:
Afterjucken, Angstzustände, Blutergüsse, Brandwunden (leichte), Brechreiz, Ekzeme, Entzündungen und Vereiterungen der Haut, Erysipel, Furunkel, Gürtelrose,  Gallenbeschwerden, Geschwüre, Geschwollene Lymphknoten, Gesichtsrose, Gesprungene Lippen, Hämorrhoiden, Hautkrebs, Hautleiden, Kopfschmerzen, Krampfadern, Leberschwäche, Magen- und Darmstörungen, Magengeschwür, Menstruationsfördernd, Menstruationsschmerzen, Mundschleimhautentzündungen, Narbenwucherungen, Offene Beine, Pickel, Quetschungen, Schlaflosigkeit, Schlecht heilende Wunden, Schmerzen in Amputationsstümpfen, Schnittwunden, Schwindel, Sonnenbrand, Unreine Haut, Unterschenkelgeschwüre, Verstopfung, Warzen, Wechseljahresbeschwerden, Windeldermatitis, Wunde Babypopos, Wunde Brustwarzen, Wunden, Wundliegen, Zerrungen
wissenschaftlicher Name:
Calendula officinalis
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
 Marigold
volkstümliche Namen:
Butterblume, Dotterblume, Gartendotterblume, Goldblume, Ingelblum, Rinderblume, Ringelrose, Ringula, Sonnenbraut, Sonnenwende, Studentenblume, Totenblume, Warzenkraut, Weckbröseln, Wucherblume
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, Blätter
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Bitterstoffe, Calendula-Sapogenin, Saponine, Glykoside, Carotinoide, Xanthophylle, Flavonoide, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Salizylsäure, Taraxasterol, Violaxanthin
Sammelzeit:
Juni - Oktober

Anwendung
Pharmazeutisch werden die getrockneten ganzen, bzw. die zerkleinerten Blütenkörbchen, oder die getrockneten Zungenblüten verwendet. Die pharmazeutische Droge wirkt entzündungshemmend und fördert die Bildung von Granulationsgewebe und damit die Wundheilung. Bei Magen- und Darmgeschwüren und bei  Dysmenorrhoe wird sie innerlich angewendet. Äußerliche Anwendung findet sie bei Hautentzündungen, schlecht heilenden Wunden, bei Quetschungen, Furunkeln und Ausschlägen. Durch das Fehlen von Sesquiterpenlactonen sind irritative oder allergische Reaktionen im Vergleich zu anderen Vertretern der Korbblütler selten. Ringelblumen werden in der Form von Teeaufgüssen, wässrigen Auszügen, Tinkturen, Extrakten und Salben verabreicht. In der Volksmedizin wird die Ringelblume als Diaphoretikum, Diuretikum,  Antispasmodikum, Antihelminthikum, Emmenagogum und bei Leberleiden eingesetzt. In der Lebensmittelindustrie wird die Ringelblume als Farbstoff eingesetzt, unter anderem bei Käse und Butter. In Teemischungen dient sie als  Schmuckdroge. In der Vergangenheit diente sie zum Verfälschen von  Safran. Man kann die Ringelblume innerlich und äußerlich einsetzen. Die äußerliche Anwendung ist zwar bekannter, aber auch innerlich hat die Ringelblume einiges zu bieten. Innerlich kann man die Ringelblume als  Tee, in Mischtees oder als Tinktur einnehmen. Für einen Ringelblumen-Tee übergießt man einen gehäuften Teelöffel Ringelblumenblüten mit kochendem Wasser und lässt ihn fünf bis zehn Minuten ziehen. Davon trinkt man bei stärkeren Beschwerden drei Tassen täglich.
Verdauungsorgane
Ringelblumentee stärkt die Verdauungsorgane, lindert Brechreiz und hilft Magengeschwüre abzuheilen. Auch eine leichte Abführwirkung hat die Ringelblume. Außerdem werden Leber und Galle gestärkt.
Nervensystem
Ringelblumen-Tee oder Tinktur kann bei Kopfschmerzen und Einschlafstörungen helfen. Schwindelanfälle werden gemildert. Man kann die Ringelblume auch bei Panikattacken verwenden.
Frauenbeschwerden
Die Ringelblume hat einige Wirkungen in der Frauenheilkunde. Durch ihre krampflösenden Eigenschaften kann die Ringelblume Periodenkrämpfe lindern. Außerdem ist in der Ringelblume Beta-Sitosterol enthalten, ein östrogenartiger Wirkstoff, der unregelmäßige Zyklen ausgleicht und Beschwerden der Wechseljahre lindert. Der Inhaltsstoff Stigmasterol fördert den Eisprung und somit indirekt auch die Regulierung des Zyklus. Auch Unfruchtbarkeit kann behoben werden, wenn sie aufgrund von fehlendem Eisprung besteht.
Äußerlich
Das Haupteinsatzgebiet der Ringelblume ist die äußerliche Anwendung. Sie wirkt fördernd auf die Granulationsbildung beim Wachstum neuer Haut. Außerdem wirkt sie abschwellend, entzündungshemmend, antibakteriell und pilzhemmend. Häufig wird auf die Wirkungsverwandschaft von Ringelblume und Arnika hingewiesen. Die Ringelblume wirkt jedoch milder, was sie im Endeffekt stärker macht, weil man sie auch in Fällen einsetzen kann, wo Arnika zu scharf wäre. Man kann Ringelblumen-Tee als Umschlag, für Waschungen und als Bad anwenden. Auch mit verdünnter Ringelblumen-Tinktur kann man Einreibungen vornehmen und Umschläge machen. Außerdem wird die Ringelblume traditionell als Salbe angewandt. Man kann sie für nahezu alle Arten von Hautverletzungen und Hautentzündungen einsetzen. Auch leichte Brandwunden, Sonnenbrand und Ekzeme kann man mit Ringelblumen-Salbe behandeln. Nach Verletzungen hilft Ringelblumensalbe bei Quetschungen, Verstauchungen und blaue Flecken. Auch Krampfadern und Krampfadergeschwüre können mit Ringelblumensalbe behandelt werden, ebenso wie Wunden durch Wundliegen (Dekubitus) und offene Beine. Warzen kann man mit frischen, zerquetschten Blättern bekämpfen.
Hautkrebs
Traditionell wird die Ringelblume auch gegen Hautkrebs eingesetzt. Hierbei geht es eher um den verbreiteten hellen Hautkrebs und weniger um Melanome. Ob die Ringelblume tatsächlich gegen Hautkrebs hilft ist fraglich und bislang nicht wissenschaftlich bewiesen. Die Ringelblume soll bei chronischen Geschwüren helfen, die Entwicklung zu einem Hautkrebs zu verhindern. Solange ein Geschwür noch kein Krebs ist, kann man das durchaus versuchen (unter ärztlicher Aufsicht). Sobald sich aber ein Krebs entwickelt hat, sollte man unbedingt dem ärztlichen Rat folgen, der in den meisten Fällen auf eine operative Entfernung hinausläuft. Zur Nachbehandlung kann man dann aber wieder die Ringelblume einsetzen.
Salben und Cremes mit Ringelblume
Außer all diesen Cremes ist traditionell auch noch Ringelblumen-Butter beliebt, die aus zerquetschten Ringelblumen-Blättern zu gleichen Teilen vermischt mit Ziegenbutter besteht. Sie wird genauso eingesetzt wie Ringelblumen-Salben.

Geschichtliches
Nachdem die Ringelblume aus Südeuropa nach Mitteleuropa eingeführt wurde, fand sie ab dem 12. Jahrhundert ihren Platz in Kloster- und Bauerngärten. Schon Hildegard von Bingen schätzte die Ringelblume und nannte sie "Ringula" oder "Ringella". Traditionell schmückt die Ringelblume auf Friedhöfen die Gräber und setzt mit ihrer lebendigen Wuchskraft einen Kontrapunkt zum Tod. Durch diesen Gebrauch hat die Ringelblume auch den Namen "Totenblume" bekommen. Der Name "Calendula" leitet sich von den "Calendae" ab, den römischen Bezeichnungen für den Monatsanfang. Die Ringelblume erhielt diesen Namen, weil sie an so vielen Monatsanfängen blüht, bis hinein in den Herbst. Gerne wurde die Ringelblume auch als Liebesorakel verwendet und zwar einerseits zum Zupfen mit der Frage "er liebt mich - er liebt mich nicht", andererseits als Salbe mit Essig und Honig, die vor dem Schlafen aufgetragen Träume vom zukünftigen Liebsten bringen sollte, sofern man außerdem den Heiligen Lukas anrief.

Pflanzenbeschreibung
Die Ringelblume ist eine einjährige krautige Pflanze, seltener wächst sie einjährig überwinternd oder  zweijährig und erreicht meist Wuchshöhen von 30 bis 50, selten bis 70 Zentimeter. Die Wurzel ist spindelförmig und faserreich. Der aufrechte, wenig oder lediglich im oberen Bereich verzweigte  Stängel ist kantig und kurzflaumig behaart. Die Laubblätter sind unbestielt. Die einfache, behaarte Blattspreite ganzrandig, und von länglich lanzettlicher bis verkehrt-eiförmiger  Form. Ihre Farbe ist mittel- bis hellgrün, sie sind 3 bis 12 (selten bis 18) cm lang und 1 bis 3 (selten bis 6) Zentimeter breit. Die Blütezeit dauert von Juni bis Oktober, ein Blütenkorb blüht meist vier bis fünf Tage lang. Die Blütenkörbe stehen einzeln an beblätterten, langen Blütenstandsstielen und haben einen Durchmesser von bis zu 4 Zentimeter. Die 12 bis über 40  Hüllblätter sind 10 bis 12 Millimeter lang. Am Blütenkorbrand stehen (selten 30 bis) 60 bis über 150 weibliche, fruchtbare  Zungenblüten von dottergelber bis orangegelber Farbe. Im Inneren der Körbe stehen 30 bis 50 (bis selten über 100) zwittrige  Röhrenblüten. Aus den Zungenblüten entwickeln sich die 9 bis 15 (selten bis über 25) Millimeter langen, einsämigen Achänen. Die Achänen sind teilweise geflügelt, sichelförmig, gekrümmt bis geringelt und gaben der Pflanze ihren Namen. Die Ringelblume ist  heterokarp: es gibt Kahn-, Ringel- und Hakenfrüchte, die sich in der Art ihrer  Ausbreitung unterscheiden: Sie erfolgt durch Haftung an Tieren (Epizoochorie), durch Wind (Anemochorie), oder durch Nahrungseintrag der  Ameisen (Stomatochorie).
Die Ringelblume ist ursprünglich in Südeuropa heimisch. Schon seit dem 12. Jahrhundert wird die Ringelblume in Mitteleuropa angebaut. Sie wächst als Zier- und Heilpflanze in Gärten und wird teilweise auch professionell kultiviert. Manchmal kommt die Ringelblume auch verwildert vor. Die einjährige Pflanze wird ca. 30-60 cm hoch. Der hellgrüne Stängel verzweigt sich vielfach, wenn die Pflanze genug Platz zur Verfügung hat. Die Blätter sind behaart, unten spatelförmig und nach oben hin kleiner und schmaler werdend. Die Blüten, die ab Juni über den ganzen Hochsommer hinweg anzutreffen sind, sind orange-gelb leuchtende Korbblüten. Einige Sorten tragen gefüllte Blüten, andere ungefüllte. Die Ringelblume blüht von Mai bis Oktober, manchmal sogar bis Weihnachten, wenn Herbst und Winteranfang mild sind. Aus den Blüten ent-wickeln sich die Samen, die wie Krallen mit Widerhaken aussehen. Mit diesen Haken hängen die Samen im Fell von Tieren fest, um zur Verbreitung der Pflanze beizutragen. Diese gebogenen Samen haben der Ringelblume ihren Namen eingebracht.

Anbautipps
Der Anbau der Ringelblume ist unkompliziert, denn sie ist recht pflegeleicht. Da die Ringelblume einjährig ist, muss sie jedes Jahr neu angesät werden. Häufig sät sie sich im Garten jedoch auch von selbst wieder aus, wenn man die Pflanzen im Vorjahr bis zur Samenreife stehengelassen hat. Man kann die Ringelblume im Frühjahr (April und Mai) im Freiland in Reihen säen. Die hakenförmigen Samen werden etwa zwei Zentimeter dick mit Erde bedeckt und gut angegossen. Je nach Temperatur keimen die Samen recht bald, meistens nach etwa einer Woche. Innerhalb weniger Wochen wachsen kräftige Pflanzen aus den Keimlingen. Wenn sie zu dicht stehen, sollte man sie etwas ausdünnen, denn dann werden die verbleibenden Pflanzen grösser und buschiger. Sie bilden dann viele Seitentriebe. Sobald die Pflanzen 30-60cm hoch sind, bilden sie Knospen und beginnen zu blühen. Wenn man die Blüten nach dem Verblühen abschneidet, bilden sich wieder neue Blüten. Im Spätsommer kann man dann einige der verblühten Blütenstände stehen lassen, damit sich Samen bilden können. Sobald die Samen braun sind, kann man sie ernten und für das nächste Jahr aufheben.

Sammeltipps
Von der Ringelblume werden in erster Linie die Blüten gesammelt. Dazu erntet man die ganzen, frisch aufgeblühten Blütenköpfe bei trockenem, sonnigen Wetter und trocknet sie ein paar Tage vor. Dann erst werden die Zungenblüten abgezupft und anschließend fertig getrocknet. Man kann aber auch die gesamten Blütenköpfe fertig trocknen und verwenden. In der Volksheilkunde werden auch die Blätter der Ringelblume verwendet. Man kann sie frisch auspressen und ihren Saft verwenden oder man trocknet sie und verwendet sie wie die Blüten.



BACHBLÜTEN
Man hat kein akutes Interesse an der Gegenwart, lebt mehr in den Welten der Phantasie (9 Clematis)
- Diese Menschen leben in ihrer eigenen Welt der Phantasie und haben überhaupt kein Interesse an der
 Gegenwart
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen wieder in die Gegenwart zurückkommen
 und schweifen in die Welt der Phantasie nur mehr selten aus


BACHBLÜTEN
Man muss immer in Bewegung sein, um nicht zum Nachdenken zu kommen (1 Agrimony)
- Diese Menschen sind und müssen immer in Bewegung sein, um ja nicht zum Nachdenken zu kommen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen wieder zur Ruhe kommen und lassen es zu
 das Nachdenken


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü