Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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26.03.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > März > 25.03.19-31.03.19


WACHOLDER

Die säulenartigen Wacholderbüsche stehen in vielen Gärten. Früher standen sie dort, weil sie eine ganze Hausapotheke in sich vereinigen, heute ist es eher das gute Aussehen und die langsame Wachstumsgeschwindigkeit, die Gartenbesitzer zum Anpflanzen des Wacholders bringen. Wild wächst der Wacholder in großen Mengen in der Lüneburger Heide, aber auch in anderen Gegenden wächst er vereinzelt wild. Er gedeiht bis ins Hochgebirge. Die Heilwirkung des Wacholders reicht von der Förderung der Verdauung über die Harnorgane bis zum Atmungsapparat und Infektionskrankheiten.
Die Wacholder sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Cupressoideae aus der Familie der Zypressengewächse. Mit den etwa 50 bis 70 Arten, die dieser Gattung zugerechnet werden, stellen sie fast 40 Prozent der Arten innerhalb der Zypressengewächse. In Mitteleuropa kommen in freier Natur nur zwei Arten vor, nämlich der  Gemeine Wacholder und der  Sadebaum.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell, blutbildend, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweißtreibend, tonisierend, Appetitlosigkeit, Mundgeruch, Verdauungsschwäche, Sodbrennen, Magenschwäche, Gastritis, Darmentzündung, Blähungen, Leberschwäche, Stoffwechsel anregend, Diabetes(leichte Formen), Arthritis, Rheuma, Gicht, Muskelrheuma, Ischias, Blasenleiden, Blasenentzündung, Blasengries, Blasensteine, Kreislauf stärkend, Nervöse Herzbeschwerden, Wassersucht, Husten, Bronchitis, Atembeschwerden, Erkältung, Kopfschmerzen, Migräne, Gereiztheit, Menstruationsbeschwerden, Zahnfleischentzündung, Schlecht heilende Wunden, Krampfadern, Psoriasis
wissenschaftlicher Name:
Juniperus communis
Pflanzenfamilie:
Zypressengewächse = Cupressaceae
englischer Name:
Junipers
andere Namen:
Feuerbaum, Heide-Wacholder, Jachelbeerstrauch, Kaddig, Knirk, Knirkbusch, Krametbaum, Kranawetsbaum, Kranawitten, Qekholder, Reckholder, Wachandel, Weckhalter, Wachulder, Wachtelbeerstrauch, Weihrauchbaum
falsche Schreibweisen:
Wachholder
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren, Nadeln, Triebspitzen, Holz, Wurzeln
Inhaltsstoffe:
Bitterstoff Juniperin, Betulin, Kampfer, Zitronensäure, Flavone, Pentosan, Phosphor, Gallussäure, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Linolensäure, Mangan, Menthol, Oxalsäure, Terpineol, Umbelliferon, Zink, ätherisches Öl
Sammelzeit:
April bis Juli

Anwendung
Alle Teile des Wacholderbaums sind heilwirksam. Darum gehörte er früher auch in jeden Garten. Hauptsächlich die Wacholderbeeren werden in der Heilkunde und der Küche verwendet. Aber auch die Triebspitzen, das Holz und sogar die Wurzeln können benutzt werden. Die Heilwirkung des Wacholders, allen voran der Wacholderbeere, ist sehr vielfältig und betrifft fast alle gängigen Krankheiten.
Atemwege
Ein Dampfbad, dem ätherisches Wacholderöl beigefügt wurde, hilft gegen Bronchitis und infektiöse Lungenerkrankungen. Es erleichtert nicht nur die Atmung, fördert das Abhusten und vermindert die Schleimbildung, sondern wirkt auch stark antibakteriell.
Wacholdersirup gegen bakteriellen Husten
Für Kinder (und auch Erwachsene) kann man einen Wacholdersirup herstellen. Dazu nimmt man 100g Wacholderbeeren und 400 ml Wasser. Die Beeren zerquetscht man und gießt das Wasser kochend über die Beeren. Über Nacht lässt man die Mischung zugedeckt ziehen. Am nächsten Tag langsam erhitzen und kurz aufkochen. Anschließend durch ein Sieb streichen. Danach nochmal aufkochen. Zum Schluss Honig oder Zucker hinzufügen, wenn man mag. Von diesem Sirup gibt man Kindern 2 TL pro Tag und Erwachsenen 4 TL. Er ist vor allem bei bakteriellen Lungenkrankheiten zu empfehlen, weil er nicht nur den Husten lindert, sondern auch die Bakterien tötet. Als Nebeneffekt wird der Appetit gesteigert und der Stoffwechsel angeregt.
Wacholder-Tee für Verdauung, Harnorgane und Stoffwechsel
Als Tee oder Tinktur kann man die Wacholderbeeren zur Förderung der Verdauung benutzen. Bei Entzündungen im Verdauungstrakt werden Bakterien getötet und außerdem werden die Verdauungsorgane zur Arbeit angeregt. Wacholdertee hilft auch bei Erkrankungen des Harnapparates. Die Nierentätigkeit wird angeregt und die Ausscheidung gefördert. Dadurch werden auch Ödeme gelindert. Bei Nierenentzündung sollte der Wacholder jedoch nicht verwendet werden, weil er die Nieren zu stark reizt. Über die Förderung des Stoffwechsels nd die entgiftende Wirkung kann Wacholder-Tee auch gegen Migräne, Konzentrationsschwäche und nervöse Herzbeschwerden helfen. Auch leichte Formen von  Diabetes können günstig beeinflusst werden. (Natürlich nur begleitend zur ärztlichen Behandlung) Wacholder-Tee wird mit zerquetschten Beeren hergestellt. Je ein Teelöffel Beeren auf eine Tasse Aufguss. 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, reicht aus.
Frauenbeschwerden
Wacholdertee kann auch bei Frauenbeschwerden helfen. Er fördert die Durchblutung des Unterleibs, was den monatlichen Zyklus günstig beeinflussen kann.
Wacholdertinktur
Wacholdertinktur kann man bei Beschwerden der Verdauungs- und Harnorgane einsetzen. Nach schweren Mahlzeiten helfen ein paar Tropfen Wacholder-Tinktur dem Magen bei der Arbeit. Auch bei Bronchitis kann man den Wacholder als Tinktur verabreichen. Äußerlich angewandt lindert Wacholdertinktur Beschwerden des Bewegungsapparates. Man kann die Tinktur bei Rheuma, Gicht oder Ischias auf die betroffenen Stellen auftragen.
Ätherisches Öl gegen Gelenkbeschwerden
Das ätherische Öl der Wacholderbeeren zieht durch die Haut sehr gut in den Körper ein und kann daher äußerlich angewendet in kranke Gelenke einziehen und dort heilend wirken. Diese Wirkung gilt auch für Nervenschmerzen, die mit dem Bewegungsapparat in Verbindung stehen, wie beispielsweise Hexenschuss oder Ischias. Man kann Umschläge mit heißem oder kaltem Wasser und einigen Tropfen ätherischem Wacholderöl machen, je nachdem, ob den Gelenken Wärme oder Kälte besser bekommt. Das ätherische Wacholderöl sollte man nicht unverdünnt auf die Haut auftragen, weil es hautreizend wirkt.
Fußbad aus Triebspitzen
Ein Fußbad mit einer Abkochung aus den Triebspitzen oder Nadeln des Wacholderbaumes fördert die Durchblutung in den Füssen und behebt Stauungen.
Kadeöl für Hautprobleme
Das Kadeöl wird durch Destillation aus dem Holz des Wacholderbaumes gewonnen. Man kann das teerartige Öl gegen Schuppenflechte und andere chronische Hautausschläge anwenden.
Zerkauen der Beeren
Eine einfache Anwendung ist das Kauen der Beeren. Es soll bei Ansteckung vor Infektionen helfen. Außerdem kann das Kauen von Wacholderbeeren bei Sodbrennen helfen und die Verdauungsanregen. Auch gegen Mundgeruch hilft das Kauen der Beeren.
Wacholder in der Küche
Wacholderbeeren sind ein beliebtes Gewürz in der Küche. Sie verbessern nicht nur den Geschmack der Mahlzeiten, sondern helfen auch bei der Verdauung. Besonders gerne werden Wacholderbeeren zum Würzen von Sauerkraut, Fleisch- und Fischgerichten verwendet, allesamt schwer verdauliche Speisen.
Zierpflanze
In Gärten und in Park- sowie Friedhofsanlagen werden heute viele Zuchtformen des Wacholder angepflanzt. In Asien sind Wacholder-Arten schon seit Jahrhunderten beliebte Zierpflanzen. Die Ausbreitung der Wacholder-Arten als pflegeleichte und immergrüne Pflanzen in Ziergärten hat zur zunehmenden Ausbreitung des  Birnengitterrosts geführt. Diese  Pilzkrankheit ist auf Wacholder als  Wirtspflanze angewiesen, wobei der einheimische Gemeine Wacholder wohl weniger anfällig ist. Dadurch ist der Bestand an  Birnbäumen stark zurückgegangen.
Wacholder in der Heilkunde
Wacholder als Tee fördert die Verdauung, Harnausscheidung und wirkt bei Sodbrennen. Er unterstützt die Rheuma- und Gicht-Therapie. Wacholder ist als Diuretikum allerdings so nicht zugelassen. Die diuretische Wirkung kommt durch die nierenreizenden Inhaltsstoffe der  Scheinfrüchte zustande. Wacholder darf deshalb nur in Kombination mit anderen Diuretika eingesetzt werden, da die Verwendung des Wacholder als  Einzeldroge sonst leicht zu einer Überdosierung und daraus resultierenden Nierenschäden führen kann. Im Mittelalter fanden Wacholderbeeren unter anderem als Zutat zu Salben bei der Behandlung von Gelenkerkrankungen Verwendung.
Getränke
Die Beeren sind ein wichtiger Rohstoff bei der Alkoholherstellung. Es entsteht Wacholderschnaps beziehungsweise Gin. Auch Spirituosen wie Krambambuli, Steinhäger und Genever gibt die Wacholderbeere die spezielle Geschmacksnote. Ferner werden Wacholderbeeren auch als Aromastoff für Limonaden, wie zum Beispiel  Root Beer oder in Schweden  Enbärsdrickaeingesetzt. Junge Triebe des Wacholders werden in Skandinavien bei der Bierherstellung eingesetzt.
Brotaufstrich
In einigen Regionen der Schweiz wird aus Wacholderbeeren ein Konzentrat (Saft) hergestellt, das dann zusammen mit Glukosesirup, Rohzucker, Wasser und Karamellzucker zu dem Brotaufstrich Latwerge verarbeitet wird. Das Rezept für diesen Brotaufstrich wird seit langem mündlich überliefert. Seit ein paar Jahren wird Latwerge bei Großverteilern und in Reformhäusern angeboten. Die Zapfen des Syrischen Wacholders werden von anatolischen Bergbauern gesammelt und als vitamin- und zuckerreiches Mus namens Andiz Pekmezi genutzt.
Küchennutzung
Im getrockneten Zustand wird die Wacholderbeere (Kronwittbirl), auch Krammatbeere und gebietsweise Gewürzbeere genannt, gerne bei der Zubereitung von Sauerkraut, wie auch bei vielerlei Fleischzubereitungen (Sauerbraten, Wildbraten) verwendet. Gleichfalls ist sie wichtig bei der Herstellung von  geräuchertem Fleisch oder Fisch. Die Beeren werden in zerstoßenem Zustand den Pökelmischungen beigegeben, sowohl in die Salzmischungen als auch in wässrige Pökellake. Der Geschmack der Wacholder-Beere fördert die geschmackliche Entwicklung beim Räuchern von Fleisch oder Fisch. In alten Rezepten findet man Angaben wie diese: 8–12 Wacholderbeeren je Kilogramm Speck oder Schinken. Auch das Holz des Wacholder-Strauches wird in Form von Spänen zu den üblichen Räuchermehlen gegeben, um eine Aromatisierung über den Rauch zu erreichen. In alten Rezepten findet man häufig, man solle Kranewitt-Zweige (Wacholderzweige) zur Räucherglut beigeben, um den Geschmack zu verbessern. Eine zu hohe Dosierung von Beeren oder Holz führt allerdings zu einer seifigen Geschmacksnote.
Weitere Nutzung
Wacholder-Holz, -Zweige und -Beeren werden gerne zum  Verräuchern verwendet. Wacholder-Rauch gilt als reinigend und desinfizierend und wurde schon im Mittelalter verwendet. Er riecht sehr holzig und gleichzeitig frisch; die Rauchentwicklung ist mäßig bis stark. Wacholder wird im Bogensport als sogenanntes Bogenholz verwendet, wobei das Holz dann für mindestens 2 Jahre abgelagert wird. Danach wird der vorbereitete Stamm geviertelt und danach weiterverarbeitet. Die weitere Verwendung ist meistens als sogenanntes Laminat zur Zierde von Bögen und Wurfarmen.
Giftwirkung des Wacholder
Beeren und  Nadeln des Wacholder enthalten leicht giftige ätherische Öle, die bei Hautkontakt und Verzehr zu Reizerscheinungen führen können. Im Gegensatz zu den anderen Wacholdergewächsen ist beim Juniperus communis nur die Beere giftig. Reif ist sie im zweiten Jahr. Die Hauptwirkstoffe sind 0,2–2,9%  ätherische Öle aus alpha-Pinen, Terpineol, Sabinen, Myrcen, Flavonoiden und anderen. Eine Überdosierung führt zu Nierenschmerzen, Nierenversagen, Hautreizungen und Leberschädigung. Ferner wird die Herztätigkeit und Atmung gesteigert; seltener können Krämpfe auftreten. Äußerlich kommt es zur Rötung der Haut bis zur  Blasenbildung. Die maximale Dosierung liegt bei 2 g.

Pflanzenbeschreibung
Der Wacholder stammt aus den Alpen und Mittel- bis Nordeuropa. Wacholdersträuche, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammen sollen, gehören zu anderen Pflanzenarten, die den Zypressen noch näherstehen als die mitteleuropäische Art. Der Wacholder ist anspruchslos, was den Boden angeht und wächst bis in die Höhen der Gebirge. In der Lüneburger Heide kommt er in großen Massen vor. Früher stand der Wacholder in jedem Garten, quasi als lebende Hausapotheke. Je nach Standort wird der Wacholder nur einen halben Meter oder auch bis zu 7 Meter hoch. Der Wacholder steht säulenartig in der Landschaft. Seine Blätter haben Nadelform, bei den südlichen Arten sind sie schuppenartig. Die Blüten sind zweihäusig und wachsen auf verschiedenen Pflanzen. Die männlichen Blüten bestehen aus Staubgefäßen, die in Quirlen zusammenstehen. Die weiblichen Blüten haben drei Samenknospen, die nebeneinander stehen. Aus den weiblichen Blüten bildet sich innerhalb eines Jahres eine grüne Beere. Erst nach zwei Jahren wird die Beere schwarzbraun und reif. Manchmal dauert es sogar drei Jahre, bis die Beeren reif sind. Eigentlich handelt es sich gar nicht um Beeren, sondern um besonders geartete Zapfen. Man könnte sie wohl korrekter als Beerenzapfen bezeichnen, aber normalerweise wird einfach "Beere" dazu gesagt, auch wenn dies botanisch gesehen falsch ist.
Vegetative Merkmale
Wacholderarten sind immergrüne Sträucher oder Bäume. Als größtes Einzelexemplar gilt ein Syrischer Wacholder in der Türkei, mit einer Wuchshöhe von 40 Metern. Das  Holz besitzt einen schmalen  Splint und einen rötlich-braunen Kern und duftet oft aromatisch. Die Zweige sind rund oder vier- bis sechsflügelig. Die Blätter sind im Allgemeinen kurz und liegen eng an den Zweigen an. Sie sind in der Jugend nadelförmig, später schuppen- oder nadelförmig. Die Blätter sind in gegenständigen Paaren in vier Reihen oder in wechselständigen Quirlen in drei bis sechs Reihen oder selten in Quirlen mit vier bis acht Reihen an den Zweigen angeordnet. Die Sämlinge besitzen zwei bis acht Keimblätter.
Generative Merkmale
Die zu den Nacktsamigen Pflanzen gehörenden Arten sind meist zweihäusig, selten einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen besitzen drei bis vier Paare oder Trios  Sporophylle. Jedes Sporophyll besitzt zwei bis acht Pollensäcke. Die beerenförmigen, ei- bis kugelförmigen weiblichen  Zapfen, oft als Beeren bezeichnet, sind 0,3 bis 2 Zentimeter groß. Sie benötigen bis zur Reife ein bis zwei Jahre, bleiben geschlossen und werden bläulich. Die meist dicken, fleischigen Zapfenschuppen sind aus Deck- und Samenschuppen verwachsen und besitzen ein bis drei Samen. Die ungeflügelten, hartschaligen Samen sind rund bis kantig. Die beerenförmigen Zapfen werden von Vögeln als ganzes geschluckt und die Samen verlassen den Darmtrakt unversehrt. Der bittere Geschmack der Zapfen (bei den meisten Arten) ist wohl eine Anpassung gegen Fraß durch Säugetiere.




POMERANZEN

Die Bitterorange oder Pomeranze, auch Sevilla-Orange und Saure Orange genannt, ist eine Zitruspflanze. Ihre  Frucht ist orangenähnlich, aber bitter und kleiner. Entstanden ist die Bitterorange vermutlich als  Hybride zwischen  Pampelmuse und  Mandarine, wahrscheinlich im Süden Chinas. Die Heimat der Pomeranzen ist heute nicht mehr feststellbar. Wahrscheinlich wuchsen die ersten Bäume mit der orangefarbenen Frucht in den südlichen, tropischen Gebieten des Himalayas oder in den Gebirgsregionen Chinas. Fest steht allerdings, dass der Baum vor allem wegen seiner aromatischen Frucht kultiviert wird, und das bereits seit über 4000 Jahren. Die aus den gleichen Elternarten entstandene süße Orange wird wegen ihrer gänzlich unterschiedlichen Verwendung von den Bitterorangen unterschieden. Während die Bitterorange spätestens im 11. Jahrhundert nach Italien gekommen ist, wurde die süße Variante erst im 15. Jahrhundert nach Europa eingeführt.

Steckbrief

Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Magensaft fördernd, beruhigend, kräftigend
wissenschaftlicher Name:
Citrus aurantium
Verwendete Pflanzenteile:
Unreife Früchte, Pomeranzenschale, ätherisches Öl


Anwendung
Aus der äußeren Fruchtschale wird  Orangeat und aus der gesamten Frucht Orangenmarmelade hergestellt, wobei die äußere Fruchtschale abgeschält und zerkleinert (cut) dem Gelee beigegeben wird. Außerdem werden Schalen und Saft der Pomeranze für die Herstellung des Likörs Curaçao und der italienischen Bitterorangenlimonade Aranciata Amara benötigt. Die Chinottofrucht, vermutlich eine Varietät der Bitterorange, ist Basis für die  Chinottolimonade; diese „italienische Cola" gab ihrerseits das Vorbild für das maltesische  Kinnie ab. Beide Produkt- bzw. Markennamen verweisen auf China als mutmaßliche Heimat der Ursprungspflanze. Die Pomeranze liefert auch der Parfümerie gleich drei sehr wichtige Duftbausteine, die sich geruchlich deutlich voneinander unterscheiden: Neroliöl aus den Blüten. Als Nebenprodukt der Wasserdampfdestillation fällt als Kondenswasser das sogenannte Orangenblütenwasser an. Bitterorangenöl aus den Fruchtschalen. Wichtiger Duftbaustein in Eau de Cologneund vielen frischen „zitronigen" Duftwässern. Petitgrainöl Bigarade aus Blättern, Zweigen und den unreifen grünen Früchten. Als Nebenprodukt fällt das  Eau des Brouts an. In mittelalterlichen Duftrezepturen verwendete man auch ein wässriges Destillat aus den Blüten, das Aqua Naphae genannt wurde.  Synephrin ist ein in der Bitterorange vorkommender Stoff, der als Fatburner vermarktet wird. Es werden ähnliche Effekte wie bei dem pharmakologisch verwandten Ephedrin versprochen, die tatsächliche Wirksamkeit ist allerdings sehr umstritten.  Hesperidin wird aus der getrockneten Frucht mittels Auskochen mit Wasser und anschließender Extraktion mit Natronlauge gewonnen. Dieser Naturstoff dient als Ausgangsprodukt der Synthese für  Diosmin, einem Wirkstoff für Arzneimittel des kardiovaskulären Systems.
Cumarine
Furanocumarine sind blutverdünnende Substanzen, welche die Haut lichtempfindlicher (Photosensibilisierung) machen. Daher kann es bei gleichzeitiger intensiver Einwirkung von UV-Licht (Sonnenstudio bzw. intensives Sonnenlicht) zu Hautreizungen führen. Zusätzlich sind auch in geringen Mengen Cumarine enthalten. Die getrocknete Blütendroge wird als Geschmack- und Geruchskorrigens in pharmazeutischen Zubereitungen, vor allem Tees eingesetzt.

Pflanzenbeschreibung
Die Bitterorange wächst als immergrüner, bis zehn Meter großer Baum mit einer runden Krone. Die Zweige sind in den Blattachseln mit Dornen besetzt, die meist dünn und kurz sind, an jungen, stark wachsenden Trieben aber auch fünf bis acht Zentimeter Länge erreichen können. Die ovalen  Blätter enden in einer etwas ausgezogenen, aber stumpfen Blattspitze und sind am Blattgrund abgerundet bis keilförmig zulaufend. Der Blattstiel ist zwei bis drei Zentimeter lang und deutlich herzförmig verbreitert (geflügelt): Die Breite beträgt nahe der Blattspreite ein bis zwei Zentimeter, zum Spross hin läuft die Verbreiterung keilförmig aus. Die Blätter enthalten Öldrüsen, der Geruch des Öls (Petitgrain) wird als angenehm empfunden. Die weißen Blüten duften ebenfalls stark. Fünf bis zwölf Prozent der Blüten enthalten nur Staubgefäße, kein Gynoeceum. Die Früchte sind rundlich, etwas abgeplattet, die im reifen Zustand leuchtend orange Schale ist dicker und un-ebener als die der  Orange. Die äußere, farbige Schale lässt sich relativ leicht abschälen. Im Innern ist die Frucht in zehn bis zwölf Segmente eingeteilt, viele Sorten enthalten zahlreiche Samen. Das Fruchtfleisch ist sauer, die weiße Schicht unter der Schale ( Mesokarp, Albedo) und die Häutchen um die einzelnen Segmente (Endokarp) schmecken bitter. Die zentrale Achse der Frucht ist zur Reifezeit meist hohl. Erntezeit im Mittelmeerraum ist Januar bis Februar.



BACHBLÜTEN
Man fühlt sich chronisch gelangweilt, gleichgültig und innerlich leer (37 Wild Rose)
- Diese Menschen fühlen sich chronisch gelangweilt, gleichgültig und auch innerlich leer
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie das chronische abstreifen  

BACHBLÜTEN
Ich bin verärgert (38 Willow)
- Diese Menschen sind sehr oft verärgert
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie das chronische abstreifen  

ERNÄHRUNG
Gicht und Ernährung
- Reduzieren der Aufnahme purinreicher Lebensmittel
- Ausreichende Flüssigkeit
- Alkohol einschränken, am besten weglassen
- Übergewicht abbauen
- Langfristige Umstellung auf lakto-ovo-vegetabile Kost


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