Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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26.03.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > März > 20.03.17-26.03.17



Rosskastanie
    
Die Rosskastanien sind eine Pflanzengattung in der Familie der Seifenbaumgewächse. Zur Gattung Aesculus gehören rund zwölf Arten in Nordamerika, Europa und Asien. In Europa wird die Gewöhnliche Rosskastanie verbreitet als Park- und Alleebaum angepflanzt. Eine teilweise Namensübereinstimmung mit der Edelkastanie beruht auf einer oberflächlichen Ähnlichkeit der Früchte, nicht auf Verwandtschaft; beide gehören unterschiedlichen Familien an. Die Rosskastanie ist ein großer Baum, der in Parks und an Straßen wächst und dort angesichts seiner Größe eine dominierende Rolle spielt. Kinder kennen die Standorte von Kastanien meistens sehr gut, denn dort finden sie im Herbst die rotbraun glänzenden Kastanien, die sich herrlich glatt anfühlen und gut als Bastelmaterial zu verwenden sind. Rosskastanien haben auch vielfältige Heilwirkungen, von denen die herausragendste die Wirkung auf das Gefäßsystem ist. Daher eignet sich die Rosskastanie innerlich und äußerlich gegen Krampfadern, Hämorrhoiden, geschwollene Füße und auch gegen Arteriosklerose. Die Rosskastanie wurde vom "Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2008 gekürt. Die Kastanie wird geehrt, weil sie seit Jahrhunderten eine wichtige Heilpflanze ist, deren Wirkstoffe inzwischen gut untersucht worden sind. Die Samen der Rosskastanie helfen vor allem gegen Venenerkrankungen, wie Krampfadern, weil ihre Wirkstoffe die Wände der Venen abdichten. Auch ihre Wirkung bei Wadenkrämpfe und schwere Beine ist wichtig, weil diese Gesundheitsbeschwerden sehr verbreitet sind.

Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Krampfadern
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Augenringe, Fieber, Erkältung, Keuchhusten, Ödeme, Kreislauf stärkend, Arteriosklerose, Diabetes (unterstützend), Durchfall, Magenkrämpfe, Leberschwäche, Rheuma, Gicht, Ischias, Nervenschmerzen,
Ausfluss, Frostbeulen, Hautprobleme, Ekzeme, Geschwüre, Wunden, Lupus erythematodes, Venenerkrankungen, Venenentzündung, Offene Beine, Hämorrhoiden, Wadenkrämpfe, Schwere Beine, Geschwollene Beine
wissenschaftlicher Name:
Aesculus hippocastanum
Pflanzenfamilie:
Seifenbaumgewächse = Sapindaceae
englischer Name:
Chestnut
volkstümliche Namen:
Kastanie, Drusenkesten, Gichtbaum, Kestenbaum, Pferdekastanie, Saukesten, Zierkestenbaum
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte, Rinde, Blüten, Blätter, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Aesculin, aescin, Alantoin, Angelinsäure, Bitterstoff, Kampferöl, Cholin, Cyanidin, Farbstoff, Flavone, Flavonglykoside, Fraxin, Gerbstoff,  Gerbsäure, Cumarine, Linolensäure, Saponine
Sammelzeit
: Rinde: März, Blüten: Mai, Samen: September und Oktober

Anwendung

Die meisten Arten sind schnellwüchsige, dekorativ belaubte, mittelgroße bis große Bäume (nur wenige Arten sind strauchartig) mit auffallenden Blütenständen mit zahlreichen oft farbigen Blüten. Verschiedene Arten werden daher fast weltweit häufig als Park-, Allee- und Straßenbäume angepflanzt. Vom Balkan aus breitet sich seit den 80er Jahren in ganz Europa und zunehmend auch den angrenzenden asiatischen Ländern die Rosskastanienminiermotte aus, welche vorwiegend nur die weißblühende Gewöhnliche Rosskastanie und die Japanische Rosskastanie befällt. Alle Teile der Rosskastanien sind schwach giftig. Die bei der Einnahme von Pflanzenteilen auftretenden Verdauungsstörungen werden vermutlich von den Saponinen Aescin, und dem Glucosid Aesculin verursacht. Möglicherweise tragen auch Alkaloide dazu bei.
Samen der Gewöhnlichen Rosskastanie

Pferde können nach dem Konsum von Kastanien Koordinationsstörungen erleiden, während Hirsche und andere Säugetiere die enthaltenen Stoffe im Verdauungstrakt neutralisieren können. Amerikanische Indianer zerdrückten Kastanien und gaben den Brei in ruhende Gewässer, um dort lebende Fische zu betäuben oder zu töten. Gegessen wurden die Kastanien von den Menschen auf den japanischen Inseln während der Jōmon-Zeit, nachdem die unverträglichen Stoffe durch Kochen und Wässern ausgelaugt worden waren. In Großbritannien und Irland werden die Kastanien für das Kinderspiel Conkers an Fäden befestigt, um dann zu versuchen, die am Faden hängende Kastanie des Gegners durch Herumschleudern der eigenen Kastanie zu zerbrechen. In den beiden Weltkriegen ließ die Regierung Kastanien sammeln, um mithilfe des Bakteriums Clostridium acetobutylicum Aceton zur Herstellung des Sprengstoffs Kordit zu gewinnen. Von der Rosskastanie kann man fast alle Pflanzenteile in der Pflanzenheilkunde einsetzen. Ihr bekanntestes Einsatzgebiet ist die Stärkung der Venen und dadurch ihre Wirksamkeit gegen Krampfadern und Hämorrhoiden. Durch den hohen Saponingehalt sollte man die Teile der Rosskastanie nicht in unmäßigen Mengen einnehmen, sondern immer wohl dosieren.
Früchte/Samen

Die rotbraunen Samen enthalten als wichtigsten wirksamen Stoff sehr viel Saponin. Aber auch Gerbstoffe, Gerbsäuren und einige besondere Wirkstoffe sind in den Samen der Rosskastanie enthalten. Man kann die getrockneten und geschnittenen Samen als Tee oder Tinktur einnehmen und zur Stärkung der Blutgefäße anwenden. Rosskastanien-Tinktur und Tee helfen nicht nur bei Venenschwäche, sondern können auch die Arterien stärken und von Ablagerungen befreien. Außerdem werden die feinen Kapillaren angeregt, mehr Gewebsflüssigkeit aus dem umliegenden Gewebe aufzunehmen und zum Herzen zu transportieren, was beispielsweise geschwollene Knöchel abschwellen lässt. Zusätzlich zur Einnahme werden Rosskastaniensamen oft zu Salben und Cremes verarbeitet, mit denen man die Unterschenkel gegen Krampfadern und Schwellungen einreiben kann. Außer der Wirkung auf die Blutgefäße wirken Rosskastaniensamen stärkend und auswurffördernd, was sie zu einem Mittel bei Husten macht. Die Samen wirken außerdem schmerzstillend, weshalb man sie gegen rheumatische und neuralgische Schmerzen verwenden kann. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Katarrhe der Verdauungsorgane und Durchfall. Hierfür kann man außer Tees und Tinkturen auch zweimal täglich eine Messerspitze mit dem geschälten, getrockneten und gepulverten Samen einnehmen.
Blüten

Die Blüten der Rosskastanie kann man ähnlich einsetzen wie die Samen. Ein Tee der Blüten wirkt auch besonders gut gegen Husten. Mit den Blüten kann man auch eine Tinktur ansetzen, die als Einreibung bei rheumatische Schmerzen hilfreich sein kann. Aus den Knospen bzw. Blüten werden die Bachblüten Chestnut Bud, White Chestnut und Red Chestnut hergestellt.
Blätter

Die Blätter kann man als Tee trinken und gegen Fieber und Keuchhusten ein
setzen. Sie wirken außerdem stärkend, durchblutungsfördernd und entwässernd.
Rinde

Die Rinde wirkt, innerlich eingenommen, entzündungshemmend, zusammenziehend, harntreibend, fiebersenkend, schmerzlindernd, gefäßzusammenziehend und stärkend. Man kann sie also bei fieberhaften Erkältungen und Entzündungen des Verdauungstraktes einnehmen. Äußerlich als Waschung, Bad oder Creme wirkt die Rinde einerseits, wie die anderen Teile der Rosskastanie, gegen Venenprobleme, andererseits aber auch hautheilend gegen Ekzeme, Geschwüre und andere Hautprobleme. Sogar gegen Lupus erythematodes setzt die Volksheilkunde Waschungen mit einer Rindenabkochung ein. Die Rinde enthält das Glykosid Aesculin, das fluoreszierend ist. Wenn man einen Kaltauszug mit der Rinde junger Kastanienzweige macht, kann man sehen, wie die Flüssigkeit leuchtet. Das Aesculin bindet ultraviolettes Licht und wird daher als Sonnenschutzmittel eingesetzt. Außerdem wirkt es durchblutungsfördernd und Stoffwechsel anregend.
Rosskastanien in der Küche

Die Rosskastanien gelten als nicht essbar, was aber nur teilweise stimmt. Durch ihren hohen Saponingehalt (8% bis 25%) sind sie der Gesundheit in größeren Mengen nicht zuträglich, aber man kann die Saponine ausschwemmen und dann kann man die Rosskastaniensamen essen. Dazu röstet man die Samen bei niedriger Hitze leicht an, schält sie und schneidet sie in dünne Scheiben. Diese Scheiben werden mehrere Tage lang gewässert in immer wieder erneuertem Wasser (oder in einen sauberen Bach gehängt = traditionelle Methode der nordamerikanischen Indianer). Anschließend kann man die Früchte kochen und essen. Sie enthalten etwa 10% Eiweiß, 5% Fett und 35% Stärke.
Rosskastanien im Haushalt

Wenn man kleingeschnittene Rosskastanien mit kochendem Wasser übergießt, wird das Wasser seifig. Dieses Wasser kann man zum Waschen des Körpers und von Kleidungsstücken benutzen.

Geschichte

Nachdem die Eiszeit die Rosskastanie aus Mitteleuropa verdrängt hatte, kam sie erst vor einigen hundert Jahren mit den Osmanen wieder nach Mittel- und Westeuropa. Die Osmanen führten Kastanien als Pferdefutter mit sich und hin und wieder fiel eine zu Boden und entwickelte sich zu einem Baum. Die zufällig ausgesäten Bäume gefielen offenbar vielen Menschen, denn im Laufe der Zeit wurde die groß wachsende Rosskastanie zu einem beliebten Baum in großen Parks und als dominante Begrünung in Städten. Im Jahr 1576 wurde die Rosskastanie erstmals offiziell in Wiener Gärten angepflanzt. Carolus Clusius, der kaiserliche Direktor der botanischen Gärten in Wien setzte sich für diese Anpflanzungen ein. Der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. liebte die wuchtige Kastanie so sehr, dass er sie überall anpflanzen ließ, vor allem als Allee und in seinen Schlossgärten. Diese Mode setzte sich fort und daher findet man auch noch heutzutage überall zahlreiche Kastanienbäume. Besonders gerne wurden Kastanien auch über den Gewölbekellern von Bierbrauereien angepflanzt, weil ihre Wurzeln nicht sehr tief reichen und die üppigen Kronen reichlich kühlen Schatten spenden. Dadurch wurden die Bierkeller zusätzlich kühl gehalten, was der Bierqualität zugute kam. So kommt es, dass der typische Baum in Biergärten die Kastanie ist. In der Volksheilkunde wurde die heilkräftige Wirkung der Rosskastanie schon früh erkannt. In großen Kräuterbüchern trat die Rosskastanie jedoch erst im 16. Jahrhundert auf, beispielsweise bei Pietro Andrea Mattioli (1554) und Adam Lonitzer (1557). Heutzutage werden zahlreiche Venensalben mit Rosskastanienextrakten zur Behandlung gegen Krampfadern im Handel angeboten. Als Baum war die Rosskastanie im Jahr 2005 der Baum des Jahres. Im Jahr 2008 ist die Rosskastanie die Arzneipflanze des Jahres.

Pflanzenbeschreibung

Erscheinungsbild und Blätter

Die Rosskastanien-Arten sind sommergrüne Bäume oder Sträucher. Die Winterknospen sind groß, häufig harzreich und bestehen aus mehreren Paaren von imbricaten Schuppen. Die Außenseite der Schuppen ist kahl oder leicht behaart. Das Blatt ist fingerförmig gefiedert und besteht aus fünf bis elf Fiederblättchen. Die Fiederblättchen haben einen gesägten bis gezähnten Blattrand.
Blütenstände und Blüten

Die Blütenstände sind zylindrische bis konische Thyrsen mit einfachen Seitenzweigen. Tragblätter fehlen. Die Blüten sind meist groß und auffällig. Die  Kelchblätter sind verwachsen und bilden eine röhren- bis glockenförmige Kelchröhre. Die Kronblätter sind häufig ungleich. Sie sind genagelt, die Platte ist verkehrt-eiförmig, lanzettlich oder spatelförmig. Der Fruchtknoten steht nicht auf einem Gynophor, der Griffel ist lang und schlank, die Narbe zusammengedrückt kugelig, manchmal leicht gelappt.
Früchte und Samen

Die kugeligen bis birnenförmigen Kapselfrüchte enthalten häufig nur einen Samen. Das Perikarp ist meist glatt, seltener runzelig oder stachelig, letzteres bei der Gewöhnlichen Rosskastanie. Die Samen sind wie die Kapselfrucht kugelig bis birnenförmig, und 2 bis 7 cm groß. Die Samenschale ist braun, der Nabel (Hilum) ist groß, blass und nimmt ein Drittel bis zur Hälfte des Samens ein. Der Rosskastanienbaum kommt ursprünglich aus Indien, Zentralasien und Südosteuropa. Da er aber nicht nur schön aussieht, vor allem in der Blütezeit, sondern auch schmutzige Luft und Abgase gut verträgt, hat er sich als Stadtbaum in Europa stark verbreitet. Der Baum wird bis zu 30m hoch. Er hat große Blätter, die aus sieben Teilen fingerartig zusammengesetzt sind. Im Mai blüht die Rosskastanie mit beeindruckend prächtigen Blüten. Sie stehen wie dicke Kerzen aufrecht auf den Zweigen und bestehen aus vielen Teilblüten. Im Herbst wachsen daraus die Kastanienfrüchte, die in einer stacheligen grünen Schale sitzen. Die Früchte (Samen) sind etwa drei bis fünf Zentimeter groß und rundlich. Sie haben eine glänzende rotbraune Farbe. Sie fühlen sich angenehm glatt an. Diese Samen werden von Kindern sehr gerne zum Basteln benutzt, was dazu führt, dass die Rosskastanie den meisten Menschen schon in früher Kindheit bekannt wird.



Moschusschafgarbe   

Die Moschus-Schafgarbe gehört zur Gattung der Schafgarben in der Familie der Korbblütler.

Steckbrief

Heilwirkung:
Appetitlosigkeit, Menstruationsbeschwerden, Verdauungsbeschwerden
wissenschaftlicher Name:
Achillea moschata
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut

Beschreibung

Die Moschus-Schafgarbe ist eine stark aromatisch duftende,  mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 20 Zentimetern. Die grünen Blätter sind drüsig punktiert. Die unteren gestielt, die oberen sitzend. Ihre Form ist fiederteilig mit kammförmig angeordneten, linealischen Fieder, die ganzrandig oder zwei- oder dreispaltig sind. In lang gestielten dichten Doldentraube stehen die Blütenköpfchen, die bis zu 15mm breit sind. Die Hüllblätter sind gekielt, grün und dunkelbraun gerandet. Die Zungenblüten sind weiß und die Röhrenblüten sind blassgelb. Die Blütezeit ist Juli bis August.

Vorkommen und Standort

Die Moschus-Schafgarbe ist in den Ostalpen verbreitet, wobei das Gebiet von Savoyen bis in die Steiermark reicht. In Österreich in den Zentralalpen häufig, in den Kalkalpen selten. Es kommt in der Steiermark, Oberkärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg vor. In den Allgäuer Alpen wurde sie im Vorarlberger Teil von Walter Gutermann 1964 am Elferkopf auf Hornstein nahe dem Gipfel bis 2300 Metern Meereshöhe entdeckt. Später entdeckten sie Erhard Dörr und Kriemhild Dörr 1978 am Ostgrat der Rothornspitze in Tirol zwischen 2100 und 2300 Metern Meereshöhe. Als Standort werden sickerfrische, kalkarme, bewegte oder ruhende, lehmige Steinschuttböden bevorzugt. Die Art ist eine Charakterart des Verbands Androsacion alpinae, kommt aber auch in Initialstadien des Nardion oder Caricion curvulae vor. Sie Art ist in Höhen von 1500 bis 3400 m Höhe über dem Meeresspiegel anzutreffen. Sie bildet mit der Schwarzrandigen Schafgarbe auf kalkhaltigen Böden ein viakriierendes  Artenpaar.



BACHBLÜTEN
Ich bin unkonzentriert, weil ich zu oft an die Zukunft denke (9 Clematis)

- Diese Menschen wirken und sind unkonzentriert, da sie oft bzw. ständig an die Zukunft denkt
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese sich wieder konzentrieren und denken nicht mehr ständig an die
 
Zukunft

BACHBLÜTEN
Man fürchtet diese Zustände, weil man sie nicht in den Griff bekommt. (21 Mustard)

- Diese Menschen fürchten sich vor diverse Zustände, das sie sich nicht in den Griff bekommen können.
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen die diverse Zustände in den Griff bekommen


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