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Haselwurz tt
Die Gewöhnliche Haselwurz ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Osterluzeigewächse gehört. Sie gedeiht in Wäldern in weiten Gebieten Eurasiens.
Die Haselwurz ist eine alte Heilpflanze, die heutzutage fast in Vergessenheit geraten ist. Wegen ihrer Giftwirkung wird die Haselwurz heutzutage praktisch nicht mehr als Heilpflanze verwendet. Früher hat sie jedoch eine bedeutsame Rolle in der Heilkunde gespielt. Schon im Altertum war sie für ihre Wirkungen bekannt und wurde bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur homöopathisch anwenden. Brechmittel, Hitzewallungen, Ischias, Menstruationsfördernd, Verstopfung, Wassersucht, kalte Hände, Ödeme. Als homöopathisches Mittel: Erkältungen, Husten, Magen-Darm-Beschwerden, nervöse Erschöpfung
wissenschaftlicher Name: Asarum europaeum
Pflanzenfamilie: Osterluzeigewächse = Aristolochiaceae
volkstümliche Namen: Hasenpappel, Hexenrauch, Aser, Brechhaselkraut, Drüsenkraut, Hasel-Mönch, Ha-selmünch, Haselmusch, Hasenohr, Hasenpappel, Hasenpfeffer, Haselwort, Hasewurz, Hasselkräut, Hauswurzel, Kampferwurzel, Leberkraut, Mausöhrlein, Mausohren, Natterwurz, Neidkraut, Nierenkraut, Pfefferblätter, Scheibelkraut, Schlangenwurzel, Speiblätter, Spitze Haselwörz, Teufelsklaue, Vogelskappe, Weihrauchkraut, Wilder Nardus, Wilder Pfeffer
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Asaron (giftig)
Sammelzeit: August
 
Anwendung
Blätter und Wurzeln der Haselwurz schmecken nach Pfeffer, das Rhizom enthält kampferartige, ätherische Substanzen, die schleimhautreizend, brech- und niesreizanregend wirken und innere Blutungen auslösen können (Gastroenteritis). Bis ins 18. Jahrhundert wurden die getrockneten Rhizome als Brechmittel verwandt. Später gehörten sie in pulverisierter Form zum variablen Zutatenkreis des Schneeberger Schnupftabaks. Die Droge wird im August gesammelt. Von der Nutzung des Rhizoms in der Pharmazie wird heute abgeraten, da dessen Inhaltsstoffe zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können.
Achtung! Giftig. Nur homöopathisch anwenden.
Wegen ihrer Giftigkeit wird die Haselwurz heutzutage nicht mehr als Heilpflanze verwendet. Man kann sie jedoch als homöopathisches Mittel benutzen, und zwar ab der Potenz D3. Als homöopathisches Mittel kann man die Haselwurz unter dem Namen Asarum gegen Erkältung, Husten und Magen-Darmbeschwerden einsetzen. Auch bei Reizmagen kann sie manchmal hilfreich sein.
Giftwirkung
Die Giftwirkung der Haselwurz kann ganz erheblich sein. Es kommt zu: Mundbrennen, Betäubung der Mundschleimhaut, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Gebärmutterblutungen. In sehr seltenen Fällen kann es zu Atemlähmung und Tod kommen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Gewöhnliche Haselwurz wächst als immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von nur 5 bis 10 Zentimetern. Sie bildet ein Rhizom als Überdauerungsorgan. Die oberirdischen Pflanzenteile sind behaart. Alle Pflanzenteile riechen intensiv, das Rhizom riecht pfefferartig. Die Sprossachse ist kriechend, mit zwei bis drei bräunlichgrünen Niederblättern. Die zwei immergrünen, lang gestielten Laubblät-ter besitzen eine einfache, rundliche bis nierenförmige oder herzförmige Blattspreite, die auf der Oberseite meist glänzend, während die Unterseite meist behaart ist. Die einzeln unmittelbar in Bodennähe stehenden Blüten sind krugförmig und braunrot mit drei Zipfeln. Die Blütenhülle besteht aus drei verwachsenen, braunpurpurnen Blütenhüllblättern. Sie riechen intensiv nach Pfeffer. Sie besitzt zwölf, in zwei Kreisen gegliederte Staubblätter. Der Fruchtknoten ist unterständig. Die protogynen (vorweiblichen) Blüten bestäuben sich oft selbst. Es kommt aber auch Fremdbestäubung vor, sie erfolgt durch Insekten. Die sechs Griffel sind zu einer dicken Griffelsäule verwachsen, die an ihrer Spitze eine sechsstrahlige Narbe trägt. Die Narbe reift vor den Staubblättern, die in der noch nicht völlig geöffneten Blüte weit nach unten gebogen sind und fast den Blütenboden berühren. In diesem Stadium steht die Narbe frei da. Zunächst richten sich die Staubblätter des inneren Kreises auf und schmiegen sich dicht an die Narbe stets zwischen je zwei Lappen an, wobei leicht Selbstbestäubung eintreten kann. Später biegen sich auch die äußeren kleinen Staubblätter auf und fügen sich unterhalb der Narbenlappen zwischen die größeren Staubblätter ein. Die jetzt erreichte männliche Phase der Blüte bewirkt deren volle Öffnung und ihre Perigonzipfel neigen sich nach außen. Die Blüten täuschen gewisse Merkmale von Pilzen vor und locken Pilzmücken an, die für die Bestäubung sorgen (Blütenökologisch werden sie deshalb „Fliegen-Täuschblumen“ genannt). Die Blütezeit reicht von März bis Mai. Die sechsklappigen Kapselfrüchte reifen im Juni und streuen im Juli bis August die Samen aus. Die Samen tragen Elaiosomen und werden von Ameisen verbreitet. Die Haselwurz ist in Europa heimisch, kommt aber inzwischen nur noch selten vor, außer in Österreich. Sie wächst in schattigen Laubwäldern, bevorzugt an kalkreichen, feuchten Stellen. Obwohl die Haselwurz mit der Osterluzei verwandt ist, sieht sie ganz anders aus. Die Haselwurz ist eine ausdauernde immergrüne Pflanze. Mit maximal 10 Zentimetern bleibt sie ziemlich klein. Unterirdisch wächst ein Rhizom, das stark nach Pfeffer riecht. Aus diesem Rhizom treiben im Frühjahr neue Blätter. Die Blätter sind nierenförmig und treten meistens in Zweiergruppen auf. Aus den bodennahen Blattachseln sprießen zwischen April und Mai kleine dunkelrote Blüten. Die Blüten sind glockenförmig Ab Juni reifen die kapselförmigen Früchte. Die in der Kapsel enthaltenen Samen werden von Ameisen verteilt.

Ingwer
Ingwer wird als Gewürz immer beliebter in Mitteleuropa, wahrscheinlich auch, weil die exotische Küche sich immer mehr verbreitet. In vielen Lebensmittelläden erhält man inzwischen schon frische Ingwerwurzeln. Aber nicht nur als exotisches Gewürz ist Ingwer geeignet, sondern auch als wertvolles Heilmittel. Seine besondere Fähigkeit ist die Beseitigung von Übelkeit.
Der Ingwer, auch Ingber, Imber, Immerwurzel, Ingwerwurzel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung
Ingwer innerhalb der Familie der Ingwergewächse. Der unterirdische Hauptspross des Ingwers, das Ingwer-Rhizom (auch Ingwerwurzelstock genannt), wird als Küchengewürz oder Arzneidroge verwendet; die pharmazeutische Bezeichnung für das Ingwer-Rhizom lautet Zingiberis rhizoma.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Magen stärkend, Magengeschwür, Übelkeit, Reisekrankheit, Seekrankheit, Reizmagen, Blähungen, Husten, schleimlösend, Kopfschmerzen, Periodenkrämpfe
wissenschaftlicher Name: Zingiber officinale
Pflanzenfamilie: Ingwergewächse = Zingiberaceae
englischer Name: Ginger
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Zingiberen, Zingiberol, Gingerol, Shogaol
Sammelzeit: Spätherbst
 
Anwendung
Die Ingwerwurzel hilft als Tee oder Tinktur gegen Appetitlosigkeit und Magenprobleme. Die Bildung der Ver-dauungssäfte wird angeregt. Obwohl Ingwer eine gewisse Schärfe besitzt, hilft er trotzdem bei Magengeschwüren. Besonders nützlich ist die Wirkung des Ingwers gegen Übelkeit. Er hilft vor allem auch gegen Reiseübelkeit und Seekrankheit. Nur gegen Schwangerschaftserbrechen sollte man den Ingwer nicht einsetzen. Bei akuter Übelkeit hilft es besonders gut, eine dünne Scheibe frischen Ingwers zu kauen. Auch gegen Krankheiten der Atmungsorgane hilft der Ingwer und außerdem gegen Menstruationsbeschwerden und Krämpfe, die auf Kälte zurückzuführen sind.
Als Nahrungspflanze
Als grünen Ingwer bezeichnet man die jung geernteten, milder schmeckenden Rhizome. Die Rhizome werden − vor allem in Süd- und Ostasien, und dort schon seit langer Zeit − als Gewürz und Heilmittel (z. B. bei Husten) verwendet. Vor der Einführung der Chilischoten aus Amerika zu Beginn der Neuzeit war Ingwer neben Pfeffer in Ostasien meist das einzige verfügbare scharfe Gewürz. Ingwer hat eine antibakterielle sowie virustatische Wirkung, wirkt antiemetisch (vor Erbrechen schützend), fördert die Durchblutung, steigert die Gallensaft-Produktion. In Japan werden die besonders dicken Ingwerwurzeln von Rhizotomen geerntet, weil sie als Aphrodisiakum sehr begehrt sind. Je nach Produktionsmethode, Erntezeitpunkt und Zubereitungsart wird Ingwer ein mildes oder scharfes Gewürz. Ingwer ist auch als naturreines Pflanzengetränk (Ingwerpresssaft) erhältlich. Lebensmittelchemiker fanden heraus, dass der Ingwer enthaltene Scharfstoff Gingerol-6 Mundgeruch neutralisieren kann, indem es genau das Speichelenzym stimuliert, das Schwefel-verbindungen zu lösen imstande ist.
Gewürz
Ingwer zählt frisch wie auch getrocknet und gemahlen zu den bekannteren Küchenkräutern und Gewürzen. So zerreibt man beispielsweise ein geschältes Stück des Ingwer-Rhizoms auf der Küchenreibe und gibt es (kurz nach dem Kochen oder Braten) in Suppen oder auch auf Hühnchenfleisch. Er passt zu Geflügel und Lamm sowie zu Fisch und Meeresfrüchten. Er dient pur oder in Mischungen (Curry, Chuneys, Marmeladen, Soßen) als Gewürz. Auch Lebkuchen, Printen, Milchreis, Obstsalat, Tee und fruchtige Kaltschalen werden mit gemahlenem Ingwer verfeinert.
Eingelegt
Ingwer-Pflaumen beziehungsweise Ingwer-Nüsse sind in Sirup eingelegte Stücke frischen Ingwers. Als weitere süße Ingwerzubereitungen gibt es kandierten (auch mit Schokolade überzogenen) Ingwer und die vor allem in Großbritannien beliebte Ingwerkonfitüre. Junge Ingwersprossen dienen in den Tropen gelegentlich als sehr würziges Gemüse oder als Würzkraut. Aus Japan stammt in Essig eingelegter Ingwer, der als Gari zwischen unterschiedlichen Sushi-Gängen gegessen wird und als solcher in Sushi-Restaurants auf der ganzen Welt verbreitet ist.
Getränk
Ingwer wird häufig in der Getränke- (Ginger Ale, Ingwerbier) und Lebensmittelindustrie verwendet. Ginger Ale ist eine alkoholfreie Limonade mit Ingwergeschmack, die vor allem um die Mitte des 20. Jahrhunderts beliebt war. Wegen seiner anregenden Wirkung auf die Schweißbildung ist Ingwer in heißen Ländern als Zusatz in Kaffee oder Tee beliebt. Auch reiner Ingwertee ist gebräuchlich.
Als Heilpflanze
Der „Ingwer-Wurzelstock“ enthält einen zähflüssigen Balsam, der aus ätherischen Ölen und einem Scharfstoffanteil, den Gingerolen und Shoagolen, besteht. Zubereitungen aus dem „Ingwer-Wurzelstock“ werden antioxidative, antiemetische, entzündungshemmende sowie anregende Effekte auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion zugesprochen und daher insbesondere in der traditionellen asiatischen Medizin auch zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen verordnet. Die Kommission E und die European Scientific Cooperative on Phytotherapy (ESCOP) befürworten die Anwendung von Ingwerwurzeln bei Magen-Darm-Beschwerden und gegen Übelkeit. Der Ingwer wurde vom NHV Theophrastus zur Heilpflanze des Jahres 2018 gekürt.
 
Pflanzenbeschreibung
Ingwer wächst von Indien bis Malaysia, und auch in China wird er angebaut. Da der Ingwer in großer Menge als Gewürz gebraucht wird, wird er in Europa ausschließlich aus Anbaukulturen angeboten und nicht als Wildpflanze. Der vom Ingwer verwendete Pflanzenteil, der Wurzelstock, verbreitet sich waagrecht im Boden und verzweigt sich geweihartig. Aus dem Wurzelstock wächst ein Scheinstängel, der etwa einen Meter lang wird. Am Ende wächst auf dem Stängel eine zapfenartige Blütenähre, die grüne Deckblätter mit gelbem Rand hat. Darauf entfaltet sich eine orchideenähnliche Blüte in gelb, violett und braun. Im Herbst erntet man den Wurzelstock des Ingwers.
Ingwer ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis über 150 Zentimetern erreicht. Der dicke Stängel und die langen Laubblätter geben der Pflanze ein schilfartiges Aussehen. Es wird ein ver-zweigtes Rhizom als Überdauerungsorgan gebildet, das in der Erde horizontal wächst und innen gelblich und sehr aromatisch ist. Die Wurzeln werden entlang des Rhizoms als Adventivwurzeln angelegt. Die mehr oder weniger zweizeilig angeordneten Laubblätter sind ungestielt. Die einfachen, parallelnervigen Blattsprei-ten sind 15 bis 30 Zentimeter lang und 2 bis 2,5 Zentimeter breit.
Direkt aus dem Rhizom wird der Blütenstand gebildet; er besteht aus einem bis zu 25 Zentimeter langen Blütenstandsschaft, aus hellgrünen Hochblättern, die manchmal einen gelblichen Rand aufweisen, und vielen Blüten. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die Blütenhülle ist nicht in Kelch und Krone gegliedert, sie ist ein zweikreisiges Perigon. Die drei äußeren Tepalen sind etwa 1 Zentimeter lang und spathaförmig. Die drei inneren Tepalen sind röhrig verwachsen; die gelblich grüne Kronröhre ist 2 bis 2,5 Zentimeter lang; die drei Kronblätter sind etwa 1,8 Zentimeter lang, das zusätzliche, kürzere „Kronblatt“, das „Labellum“ (die zwei petaloiden verschmolzenen Staminodien im inneren Staubblattkreis), ist dreilappig und rötlich gefärbt und hell gepunktet, die zwei kleinen, seitlichen Lappen des Labellums sind etwa 6 Millimeter lang. Das fertile Staubblatt im äußeren Kreis, gegenüber dem Labellum, ist dunkelviolett mit einem kurzen, rinnigen Staubfaden und einem etwa 9 Millimeter langen, lang gespornten Staubbeutel welche zusammen den Griffel umgreifen. Es sind im äußeren Staubblattkreis zwei petaloide Staminodien vorhanden. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Der lange Griffel ist vorstehend. Es werden Kapselfrüchte gebildet. Die schwarzen Samen sind von einem weißen Arillus umhüllt.

Bachblüte
Man wird munter, wenn man durch interessante Aufgaben von seiner lähmenden Müdig-keit abgelenkt wird (Hornbeam)
- Diese Menschen werden munter, wenn man durch interessante Aufgaben von seinen lähmende Müdigkeit abgelenkt wird
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die lähmende Müdigkeit abstreifen
Bachblüte
Gegen Menschen, die langsamer arbeiten, langsamer Auto fahren, wenn du sie nicht überholen kannst (Impatiens)
- Diese Menschen haben etwas gegen langsame Menschen, die langsam arbeiten, langsam Auto fahren, wenn du sie nicht überholen kannst
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diesen Wesen allmählich hinter sich lassen
Monosaccharide
Fructose (Fruchtzucker), Lebulose
-     In Honig und Früchten. Wie der Name schon sagt, ist in Früchten hauptsächlich Fructose enthalten, ist der süßeste Zucker überhaupt
-     Bestandteil von Haushaltszucker und Inulin
-     Zur Aufnahme in den Zellen ist kein Insulin nötig. Wird deshalb von Diabetiker gut vertragen
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