Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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25.12.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Dezember > 24.12.18-30.12.18

GUAJAK

Guajak bezeichnet eine Gattung der Familie der Jochblattgewächse. Sie enthält sechs bis acht Baum-Arten aus dem tropischen und subtropischen Amerika. Einige liefern das Guajakharz, auch das sehr schwere Guajakholz wird genutzt.

Steckbrief
Heilwirkung:
Rheuma, Stoffwechsel fördernd, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend
wissenschaftlicher Name:
Guaiacum officinale
Verwendete Pflanzenteile:
Stammholz

Anwendung
Das Holz ist sehr schwer (Dichte etwa 1,2 bis 1,3 g/cm 3), fest, hart, brüchig, spaltet schwer und unregelmäßig, ist dunkelgrünlichbraun, von hellgelblichem Splint umgeben und von diesem scharf abgegrenzt. Das Holz ist  widerspänig und lässt sich deshalb nicht hobeln. An älteren, über 20 cm starken Stämmen ist der Splint so schwach, dass er nicht ins Auge fällt. Im Kern und im Splint finden sich abwechselnd hellere und dunklere Schichten, welche sehr zahlreiche, an Jahresringe erinnernde Kreise bilden. Der Splint ist geschmacklos; das Kernholz schmeckt schwach aromatisch, ein wenig kratzend und entwickelt beim Erwärmen einen schwachen, angenehmen Geruch. Es ist sehr harzreich (25–27%).
Heilmittel
In der Mayakultur wurden Abkochungen des Holzes zur Therapie der Geschlechtskrankheit Syphilis eingesetzt. Guaiacum officinale und Guaiacum sanctum liefern das Guajak-Holz (Franzosenholz, Pockholz) sowie das daraus gewonnene Guajakharz. Das Wort Guajak ist westindischen Ursprungs. Der lateinische Name Ligum vitae bezieht sich auf die angeblichen heilenden und lebensverlängernden Eigenschaften dieses im 18. Jahrhundert berühmten Holzes. Die Anwendung des Holzes lernten die  Spanier von den Einheimischen  Santo Domingos kennen. Die ersten Aufzeichnungen zur Therapie gegen Syphilis sind im Werk „Summario de la natural y General de las Indias" (1526) von Gonzalo Fernández de Oviedoy Valdez (1478–1557) zu finden. Die Spanier brachten es 1508 unter dem Namen Palo santo (Lignum vitae, Lignum sanctum) nach Europa, wo es noch 1532 sehr teuer war. In Europa wurde es 1539 laut „Tractado contra el mal serpentino" von Rodrigo Ruiz Diaz de Isla (1462 – ca. 1542) zum ersten Mal gegen Syphilis angewendet. In Deutschland trugen Nicolaus Poll (im Jahre 1517) und  Leonhard Schmaus (im Jahre 1518), besonders aber  Ulrich von Hutten (im Jahre 1519) mit seinem Werk „De guaiaci medicina et morbo gallico liber unus" zur Verbreitung des heiligen oder indischen Holzes bei. Letzterer will nach langem vergeblichem Gebrauch von Quecksilber seine angebliche Heilung von der Syphilis dem Lebensholz verdankt haben; Paracelsus spricht sich aber vehement gegen diese ungewissen Heilmethoden aus. Holz und Rinde wurden noch im 19. Jahrhundert zerkleinert als Mittel gegen Syphilis (als  Tee), hartnäckige chronische Exantheme, Rheuma und Gicht verwendet. Der deutsche Ausdruck „Pockholz" entstand, weil die Späne des Guajak-Baumes Öle enthalten, die man in früheren Zeiten im medizinisch nicht erwiesenen Glauben als Medikament eingesetzt hat, dass Extrakte des Holzes in der Lage seien, die Pockenkrankheit zu heilen. Heutzutage nutzt die pharmazeutische Industrie Guajak-Extrakte für die Zubereitung  homöopathischer Präparate.
Medizinischer Test
Zum Nachweis von nicht direkt sichtbarem Blut im Stuhl von Patienten wird eine kleine Stuhlprobe auf mit Guajakharz getränktem Filterpapier gegeben. Das im Blut vorhandene Hämoglobin wird dann durch eine Reaktion mit Wasserstoffperoxid sichtbar: Der Teststreifen verfärbt sich blau.
Aroma
Mindestens 20 Tonnen Holz werden in Deutschland jährlich als Aromaessenz für die Zubereitung von  Kräuterlikören verbraucht. Darüber hinaus wird das Guajak-Harz als Bestandteil von Räuchermischungen angeboten. Den Düften des Harzes werden sowohl stimulierende als auch beruhigende Einflüsse nachgesagt.
Holzbau
Ungefähr 50 Tonnen des Holzes werden jährlich für den  Massivholzbau verwendet. Als eines der härtesten Hölzer überhaupt wurde Pockholz schon vor Jahrhunderten zum Schiffbau – für belaying pins und deadeyes, zur Herstellung von Achslagern (Achse zum Schiffspropeller, Wasserkraftwerksturbine), Presswalzen, Kegelkugeln, Mörser und Pistillen, den Hammer zum  Kalfatern etc. verwendet. Es eignet sich für hoch bean-spruchte Teile wie Schiffslager, so insbesondere am Rumpfausgang der Schiffswelle zur Schraube, wo es zudem schmierende und wasserdichtende Wirkung hat, Zahnräder und Werkzeuge, zum Beispiel als Hobel-sohle für Tischlerhobel. Auch die im friesischen Nationalsport  Boßeln benutzten Kugeln werden aus diesem sehr widerstandsfähigen Holz angefertigt, das 23 % schwerer als Wasser ist und daher untergeht.

Pflanzenbeschreibung
Guaiacum-Arten sind Bäume oder Sträucher mit sehr hartem, harzreichem Holz. Die Laubblätter sind gegenständig, paarig gefiedert mit vier bis 28 Fiederblättchen. Die Blättchen sind ganzrandig, asymmetrisch geformt und von ledriger Konsistenz. Die  Nebenblätter sind klein und dreieckig.  Die  Blüten stehen einzeln in den Blattachseln oder sind in zymösen Blütenständen zusammengefasst. Die Blüten sind gestielt, radiärsymmetrisch, ihre Farbe ist blau, violett oder weiß. Es sind vier oder fünf  Kelchblätter vorhanden, die nicht miteinander verwachsen sind und früh abfallen. Die vier oder fünf Kronblätter sind ebenfalls nicht miteinander ver-wachsen, ihre Form ist breit umgekehrt eiförmig. Acht bis zehn Staubblätter mit dünnem Staubfaden und länglichem Staubbeutel sind vorhanden. Der oberständige  Fruchtknoten besteht aus zwei bis fünf Fruchtblättern. Es entsteht eine ledrige, fast kreiselförmige, zwei- bis fünffächrige Kapselfrucht. Sie enthält in jedem Fach nur einen ovalen Samen.


KAWA-KAWA

Kava, auch Kava-Kava (Kawa-Kawa) oder Rauschpfeffer genannt, ist eine  Pflanzenart aus der Gattung Pfeffer in der Familie der Pfeffergewächse. Aus Pflanzenbestandteilen (meist getrocknet und pulverisiert) wird ein traditionelles Getränk des westpazifischen Raumes hergestellt, das vor allem als Zeremonialgetränk bei religiösen und kulturellen Anlässen konsumiert wird.

Steckbrief
Heilwirkung:
Hautpilze, Schlaflosigkeit,  Wechseljahresbeschwerden, beruhigend, krampflösend, tonisierend
wissenschaftlicher Name:
Piper methysticum
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock

Anwendung
Kava wird traditionell auf verschiedene Arten in vielen Kulturen des westpazifischen Raumes konsumiert, so zum Beispiel in Polynesien, Vanuatu, Melanesien und Teilen von Micronesien und Australien, wird jedoch auch in vielen westlichen Kulturen als  Medizin oder als  Genussmittel konsumiert.
Traditionelle Anwendung und Zubereitung
Traditionell werden frische oder getrocknete Bestandteile der Kava-Wurzel mit  Wasser aufgegossen. Meist wird zur Gewinnung der Wurzelstock des Rauschpfeffers zu einem feinen Pulver zerrieben oder in einem Mörser zerstoßen; manchmal werden auch Pflanzenteile gekaut und in ein Gefäß gespuckt. Wird die ganze Pflanze bei der Herstellung verwendet und geknetet, enthält das Kava-Getränk später auch ein speichelflussförderndes  Enzym. In manchen Kulturen wird es hingegen auch frisch gekaut, welches einen stärkeren Effekt hervorruft. Frisches Kava gilt gegenüber getrocknetem, industrieverarbeitetem Kava als potenter. Die Potenz hängt von Sorte und Kultivation ab. Es wird sowohl mit heißem als auch kaltem Wasser konsumiert. Oft wird Kava aus halbierten Kokosnussschalen getrunken. Der Geschmack ist leicht scharf; das eigentliche Aroma hängt stark davon ab, ob zur Herstellung frische oder getrocknete Pflanzen verwendet wurden. Die Farbe ist grau bis grünlich. In den traditionellen Gesellschaften  Polynesiens, Mikronesiens und auch Melanesiens war und ist der Konsum von Kava in der Regel reine Männersache, auch wenn es in touristisch gut erschlossenen Gebieten auf  Tahiti, Fidschi oder  Guam auch bei rein folkloristischen Anlässen männlichen wie weiblichen Gästen angeboten wird. Auf Hawaii wurden rund 30 verschiedene Kavasorten für medizinische, religiöse, politische, kulturelle und soziale Zwecke von allen sozialen Klassen genutzt – sowohl von Männern als auch von Frauen. Kava hatte dort eine ähnliche Rolle wie  Bier als Feierabendgetränk zum Entspannen und Lockern von  Muskeln. Auch unruhigen Kleinkindern wurde Kava verabreicht, um sie zu beruhigen und besser schlafen zu lassen. Auf vielen austronesischen Inseln war das gemeinschaftliche Kavatrinken eine ursprünglich sehr intime und religiöse Zeremonie. Auf Nauru wurde sie als  Initiationsritual für junge Männer genutzt. Auch heute noch spielt das Kava- Ritual auf Nauru eine wichtige, meist festliche Rolle. Auf Vanuatu wird Kava nachts an einem Ort namens „nakamal" („Ort des Friedens") getrunken. Männer trinken Kava dort aus  Muscheln oder leeren Kokosschalen; Frauen war der Genuss von Kava ursprünglich verboten. In der traditionellen Medizin wird eine andere Kavasorte gegen Fieber, Asthma und Schmerzen aller Art verabreicht. Auf  Pohnpei, einer  mikronesischen Insel, wird Kava unter dem Namen Sakau aus Kokosnuss-schalen konsumiert. Vor allem im zeremoniellen und  rituellen Bereich ist die Pflanze bedeutend. Neben der Konsumption stellt auch die Produktion des Extraktes eine wichtige soziale Handlung dar. Davon abgesehen findet man auf Pohnpei zahlreiche öffentliche Sakau-Bars.
Moderne Anwendung
Heutzutage wird es auch über das Ursprungsgebiet von Kava hinaus konsumiert – als  Medizin oder als  Genussmittel. So finden sich zum Beispiel Kava-Bars in vielen US-Staaten. Hierbei werden üblicherweise weiterhin nur Produkte konsumiert, die aus der Wurzel gewonnen werden – so zum Beispiel Wurzelpulver oder Extrakte. Es wird sowohl mit Wasser aufgegossen oder mit Milch o. Ä. konsumiert. Oft wird Lecithin hinzugefügt, um eine bessere Auflösung der Kavapyrone in Wasser zu erreichen. Es wird auch als Softdrink vertrieben, so in Rzo in Hawaii (ausgesprochen „rizzo") oder Bula in den USA. Das mit seiner beruhigenden Wirkung beworben Getränk „Lava Cola" (auch genannt Kava Cola) ist seit 2009 im pazifischen  Vanuatu und anderen Ländern erhältlich. Kava ist in vielen Ländern in pharmazeutischen Erzeugnissen erhältlich und wird als Medikament genutzt. In Deutschland wurde Kava-Wurzelstockextrakt bis 2002 zur Behandlung von leichten allgemeinen Angstzuständen eingesetzt. Handelsnamen waren Antares, Neuronika, Kavaratiopharm, Kavosporal forte oder Kavatino.

Pflanzenbeschreibung
Die Kava ist mit dem Schwarzen Pfeffer verwandt und ähnelt diesem sowohl im Habitus als auch im pfefferartigen Geschmack. Die Kava erreicht als immergrüner Strauch Wuchshöhen bis etwa drei Meter. Sie hat herzförmige, bis 20 Zentimeter große Blätter und wurmförmige Blütenstände. Die Pflanze bildet nur selten weibliche Blüten; diese bleiben auch bei Hand-Bestäubung durch den Menschen steril. Die Pflanze wird ungeschlechtlich vermehrt.



BACHBLÜTEN
Man hat kein akutes Interesse an der Gegenwart, lebt mehr in den Welten seiner Phantasie (9 Clematis)
- Diese Menschen haben kein akutes Interesse am Hier und Jetzt, lebt mehr in seinen Phantasiewelten
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie das Interesse an die Gegenwart und sind kaum mehr in der Phantasiewelt

BACHBLÜTEN
Du hast Angst vor Krankheit durch Unsauberkeit (10 Crab Apple)
- Diese Menschen haben einfach Angst vor Krankheiten durch Unsauberkeit
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie diese Angst besiegen


ERNÄHRUNG
In einer Ernährungspyramide wird der Vitamin- und Mineralstoffversorgung so erläutert
4 Portionen: Getreide und Kartoffeln
Täglich 4 Portionen Getreide, Brot, Nudeln, Reis oder Kartoffel
1 Portion:
- Brot = 1 Handfläche
- Getreideflocken = 1 Handvoll
- Kartoffeln = 2 Fäuste
- Nudeln (gekocht) = 2 Fäuste
- Reis (gekocht) = 2 Fäuste
3 Portionen: Milch und Milchprodukte
Täglich 3 Portionen Milch oder Milchprodukte
1 Portion:
- flüssige Milch und Produkte wie Buttermilch und Joghurt = 1 Glas bzw. ein Becher (ca. 200ml)
- Hüttenkäse = 1 Faust
- Käse = 2 handflächengroße dünne Scheiben
Tipp:
- 2 Portionen "weiß" (z.B. Joghurt, Hüttenkäse, Buttermilch)
- 1 Portion "gelb" (Käse)
Bevorzugt: fettarme Varianten

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