Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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25.12.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Dezember > 25.12.17-31.12.17


HOODIA   

Von allen Seiten hört und liest man in letzter Zeit von Hoodia, angepriesen als sensationelles Schlankheitsmittel. Hoodia ist eine südafrikanische, stachelige Pflanze, die aussieht wie ein Kaktus. Sie ist jedoch kein Kaktus, sondern gehört zur Familie der Seidenpflanzengewächse. In ihrer südafrikanischen Wüstenheimat wird sie von wandernden Wüstenbewohnern gegessen, um den Hunger auf der kargen Wanderschaft zu dämpfen. In reichen Industrieländern wird versucht, mithilfe der Hoodia den Verlockungen des reich gefüllten Kühlschranks zu widerstehen, und das Hungergefühl bei Diäten zu dämpfen. Ob das in der erhofften sensationellen Weise gelingt, ist fraglich. Die Hoodiapflanze wird in ihrer Heimat durch den Schlankheitswahn der übergewichtigen Abendländer bedroht, denn sie lässt sich kaum kultivieren und wird daher in der Wildnis geerntet, obwohl sie seit 2004 unter strengem Artenschutz steht.
Hoodia gordonii ist eine sukkulente Pflanze aus der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse. Die Art ist international durch eine Werbekampagne bekannt geworden, die der Pflanze eine appetithemmende Wirkung nachgesagt hat.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Übergewicht
Heilwirkung:
appetitsenkend
Anwendungsbereiche:
Heißhunger, Fettsucht, Diabetes, Husten, Erkältung
wissenschaftlicher Name:
Hoodia gordonii
Pflanzenfamilie:
Seidenpflanzengewächse = Asclepiadoideae
englischer Name:
Hoodia
volkstümlicher Name:
!khowab, Kowa, Aasblume
Verwendete Pflanzenteile:
Stängel
Inhaltsstoffe:
Steroidglykosid, Pregnanglycosid P57, Herzglykoside

Anwendung
Hoodia gaukelt dem Gehirn einen hohen Blutzuckerspiegel vor, sodass Hunger und Appetit gelindert werden. Dadurch kann Hoodia theoretisch bei Übergewicht und Diabetes helfen. Hoodia wird als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Nicht bei allen angebotenen Produkten ist jedoch klar, ob es sich bei den Inhaltstoffen tatsächlich um Bestandteile der Hoodia handelt, oder ob es eine Fälschung ist. Selbst wenn das Produkt echt ist, ist es fraglich, ob die Einnahme empfohlen werden kann. Einerseits weiß man nicht, wie Hoodia wirkt. Ob es für Abendländer gesundheitsfördernd ist, Hoodia über einen längeren Zeitraum bei Übergewicht einzunehmen, ist bisher unbekannt. Der schwerwiegendere Grund, der gegen die Einnahme von Hoodiaprodukten spricht, ist jedoch eine Sache des Naturschutzes. Man sollte Hoodiaprodukte nur aus vertrauenswürdiger Quelle beziehen und anwenden.
Traditionelle Anwendung
Die Buschmänner in Afrika nehmen Hoodiatriebe und entfernen die Stacheln und Schale. Dann wird dreimal täglich ein etwa daumenlanges Stück gekaut. Diese Anwendung soll nicht nur Hunger und Durst lindern, sondern auch bei Husten helfen.
Traditionelle Nutzung
Die Khoisan im südlichen Afrika nennen die Pflanze „Kowa". Sie nutzten Hoodia gordonii wegen ihrer hungerstillenden Wirkung. In Notzeiten und während langer Jagdausflüge, auf denen die Jäger das erlegte Wild nicht selbst verzehrten, sondern traditionsgemäß in ihr Dorf zurückbrachten, sollen die Khoisan Hunger und Durst tagelang mit den leicht bitteren Sprossstücken der Hoodia gestillt haben.

Geschichtliches
Seit langer Zeit wird die Hoodia von den Buschmännern (Khoi-San) der südafrikanischen Wüstengebiete als Verpflegung auf Jagdausflügen verwendet. Anstelle von nahrhaftem und schweren Proviant essen die Buschmänner unterwegs kleine Stücke der Pflanzenstängel, von denen sie zuvor die Dornen entfernen. Mithilfe der Hoodiastängel konnten die Buschmänner ihren Hunger und Durst unterdrücken, bis sie wieder zuhause waren, um ihren Hunger mit echter Nahrung zu stillen. Die Buschmänner verwenden die Hoodia auch gegen Erkältungskrankheiten. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die appetithemmende Wirkung der Hoodia unter Soldaten bekannt, die in der Wüste Dienst taten. Seit 1996 wird die Wirkungsweise der Hoodia von Wissenschaftlern untersucht, um Medikamente bei Übergewicht daraus herzustellen. In den nächsten Jahren gingen die Vermarktungsrechte an der Hoodia und ihren Wirkstoffen von einer Pharmafirma zur nächsten, die mit diesem sensationellen Appetitzügler umfangreiche Geschäfte machen wollten. Den Buschmännern gelang es, mithilfe von Terre des Hommes, einen geringen Anteil an den Gewinnen durch Hoodiamedikamente einzuklagen. Dies gilt als historischer Triumpf einer eingeborenen Minderheit im Kampf gegen Ausbeutung ihrer Naturschätze. Seit 2004 steht die Hoodia international unter Naturschutz. Bei verwendeten Pflanzen muss nachgewiesen werden, dass sie naturverträglich geerntet wurden. Oft werden diese Nachweise jedoch gefälscht. Inzwischen wird auch versucht, die Hoodia anzubauen. Dies gelingt teilweise recht gut, jedoch ist fraglich, ob die kultivierten Pflanzen genauso gut wirken wie die natürlich gewachsenen.

Pflanzenbeschreibung

Hoodia gordonii ist eine mehrjährige, dornige und blattlose  Sukkulente, aber kein  Kaktus. Unter idealen Bedingungen können alte Exemplare - bis zu 15 Jahre in der Wildnis - einen Meter groß werden, in der Regel sind sie aber deutlich kleiner. Zu Beginn wird nur ein Stamm gebildet, in der Folge können aber bis zu 50 Äste, die sich am Boden verzweigen, gebildet werden. Die zylindrischen Äste haben einen Durchmesser von bis zu 5cm. Im August und September werden  terminal, oder nahezu terminal, sehr kurz gestielte Blütenstände gebildet, die aus 1-4 Blüten bestehen. Die fünflappigen Blüten, mit einem Durchmesser von 75 mm, erinnern an  Petunien. Die Blüten riechen nach verwesendem Fleisch und werden hauptsächlich von Fliegen bestäubt. Die ersten Blüten werden nach ungefähr 5 Jahren gebildet. Die bis zu 250mm langen  Kapselfrüchte werden im Oktober und November gebildet und die Samen werden durch den Wind verbreitet. Die Hoodia ist im südlichen Afrika heimisch. Man findet sie in Südafrika, Namibia, Angola, Botswana. Sie wächst bevorzugt in trockenem Wüstenboden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die stachelige Sukkulente ist immergrün, hat aber, ähnlich wie Kakteen, keine normalen Blätter, sondern walzenartige, aufrechte Blätter mit Dornen. Die großen Blüten sind rötlich, gelblich oder fleischfarben. Sie riechen nach Aas, sodass Fliegen von ihnen angezogen werden. Aus den Blüten entwickeln sich längliche Samenkapseln, die ein wenig an Ziegenhörner erinnern. Diese Samenkapseln enthalten seidig behaarte Samen, die der Pflanzenfamilie den Namen gegeben haben. Die  Schwalbenwurz ist die einzige mitteleuropäische Verwandte aus der Familie der Seidenpflanzen. Außer den seidig behaarten Samen in Kapseln haben die beiden Pflanzenarten jedoch kaum Gemeinsamkeiten.


KALISAYA


Der Kalisaya-Baum gehört zur Gattung der Chinarindenbäume. Er ist in Südamerika heimisch. Weil die Heilwirkung der Chinarinden-Baumarten sehr ähnlich ist, wird ein Großteil der handelsüblichen Chinarinde aus dem Kalisya Baum gewonnen. Chinarinde ist ein traditionelles Heilmittel gegen Fieber, insbesondere bei Malaria. Auch in der Homöopathie spielt die Chinarinde eine wichtige Rolle.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Fieber
Heilwirkung
betäubend, fiebersenkend, krampflösend, schmerzstillend, wehenfördernd
Anwendungsbereiche:
Magenprobleme, Malaria, Muskelkrämpfe, Wadenkrämpfe
wissenschaftlicher Name:
Cinchona calisaya
Pflanzenfamilie:
Rötegewächse = Rubiaceae
englischer Name:
Cinchona, Quina
andere Namen:
Chinarinde, Chinarindenbaum, Gelbe Königsrinde, Jesuitenrinde, Kardinalspulver
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
Inhaltsstoffe:
Chinin, Chinidin, Alkaloide, Bitterstoffe, Harze

Anwendung
Früher war die Chinarinde des Kalisaya-Baums zusammen mit anderen Chinarindenbäumen ein wichtiges Fiebermittel, sogar das einzige, das zuverlässig bei Malaria half. Heutzutage spielt die Chinarinde in der Pflanzenheilkunde jedoch praktisch keine Rolle mehr. Vereinzelt kann man die Rinde der Kalisaya noch in Magenteemischungen finden.
Homöopathie
In der Homöopathie spielt die Chinarinde jedoch eine wichtige Rolle, allerdings eher die Art China officinalis als der Kalisayabaum. Samuel Hahnemann entdeckte anhand der Wirkung der Chinarinde das Wirkprinzip der Homöopathie, weshalb die Chinarinde zum Verständnis der Homöopathie sehr wichtig ist. In niedrigen Potenzen (D3 bis D6) wird das Mittel China gegen Fieber verwendet.
Nebenwirkungen / Giftwirkung
In höheren Dosierungen wirkt die Kalisayarinde giftig. Es kommt zu Schwindel, Benommenheit, Schlafsucht, Übelkeit, Erbrechen, Zittern und Unruhe. Man spricht auch von einem Chininrausch. Manche Menschen reagieren schon bei kleinsten Chininmengen mit diesen Rauschsymptomen. Es kann dann auch zu Nesselsucht (Hautausschlag), Ödemen und kleinen Hautblutungen kommen. Schwangere, stillende Mütter und Kinder sollten keine Chinarindenpräparate zu sich nehmen, weil die Nebenwirkungen zu stark ausgeprägt sind.

Geschichtliches
Der Name der Gattung Cinchona (Chinarindenbäume) stammt vermutlich vom Wort "kina-kina", was in der Quechuasprache "Rinde der Rinden" bedeutet. Mit dem Land China hat der Name nichts zu tun. In ihrer Heimat Südamerika wurden die Chinarindenbäume schon seit langer Zeit als Heilmittel gegen Fieber verwendet. Die europäischen Einwanderer erfuhren von der Heilkraft der Chinarinde und verwendeten sie fortan auch gegen Fieber, vor allem bei Malaria. Alexander von Humboldt schreibt 1808 ausführlich über die Chinarinde und ihre Heilkraft. Wegen der guten Wirkung gegen Fieber und Malaria wurde die Chinarinde fortan auch in Zentralafrika, Indonesien und Indien angebaut. Im Jahr 1820 isolierte die Forscher Pelletier und Caventou den Wirkstoff der Chinarinde. Mehrere der Chinarindenbäume eignen sich zur Gewinnung der medizinischen Chinarinde. Der Kalisayabaum ist zwar nicht die offizielle Chinarinde, die auf den Namen  Cinchona officinalis getauft wurde, aber seine Rinde wird häufig für das medizinische Produkt "Chinarinde" geerntet. Erst nach dem zweiten Weltkrieg verlor die Chinarinde an Bedeutung, weil dann auch andere Mittel bei Fieber und Malaria entwickelt wurden. In Getränken wie Bitter Lemon und Tonic Water sind geringe Mengen Chinin enthalten. Auch manche Magenbitter enthalten Chinin.

Pflanzenbeschreibung
Kalisaya ist in Südamerika heimisch, vor allem in Ecuador, Bolivien und Peru. Der Kalisayabaum kann sehr hoch werden. Er wächst bevorzugt im Bergland, wo er an kargen Standorten auch manchmal ein Strauch bleibt. Seine Rinde ist borkig, im unteren Bereich gelblich bis hellbraun, an den Zweigen eher rötlich. Die Blätter sind länglich, auf der Oberseite dunkelgrün glänzend und im Licht bläulich schimmernd und auf der Unterseite hellgrün. Die rosafarbenen Blüten stehen in Rispen. Sie wachsen einzeln an kleinen Stielen und haben jeweils fünf Blütenblätter, die zusammengewachsen sind. Aus den Blüten entwickeln sich kleine Kapselfrüchte.


BACHBLÜTEN
Unrecht, das dir angetan wurde (38 Willow)
-
Diese Menschen finden es für unrecht, was ihnen angetan wurde, egal in welcher Art dies geschah
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie dieses empfinden überwinden


BACHBLÜTEN
Man bagatellisiert seine Probleme und spricht von selbst nicht darüber, man gesteht sie nicht einmal ein, wenn man darauf angesprochen wird (1 Agrimony)
-
Diese Menschen spielen ihre Probleme herunter und sprechen von selbst nicht davon und gestehen es nicht
 einmal ein, wenn sie darauf angesprochen werden
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen ihre Probleme so wahrnehmen wie sie sind
 und sprechen auch offen darüber


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