Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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25.10.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Oktober > 23.10.17-29.10.17


LEBERBLÜMCHEN t

Das Leberblümchen ist eine kleine blaublühende Pflanze, die bevorzugt in Wäldern im Halbschatten wächst. Sie war und ist eine wichtige Pflanze in der Volksheilkunde. Alle Teile der frischen Pflanze sind giftig, getrocknet ist sie ungiftig. Da die Pflanze selten geworden ist, steht sie unter Naturschutz und darf nicht mehr in der Natur gesammelt werden. Das Leberblümchen wurde zur Blume des Jahres 2013 gewählt.
Das Leberblümchen, genauer Gewöhnliches Leberblümchen, auch Dreilappiges Leberblümchen genannt, ist eine  Pflanzenart innerhalb der Familie der  Hahnenfußgewächse. Über die Zugehörigkeit zur Gattung gibt es zwei Auffassungen: Die meisten Autoren stellen das Leberblümchen zur Gattung Hepatica. Andere Autoren stellen es in eine weit gefasste Gattung der Windröschen. Der Gattungsname Hepatica wie auch der deutsche  Trivialname beziehen sich auf die Gestalt der Laubblätter. Die Laubblätter erinnern im Umriss an die Form der menschlichen Leber und begründeten früher nach der Signaturenlehre den Glauben an die Heilkraft bei Leberleiden. Das Leberblümchen gehört zu den im Frühjahr am frühesten blühenden Arten. Typischerweise wächst es auf kalkreichem Boden in lichten Eichen- und Buchenwäldern. Die Stiftung Naturschutz Hamburg kürte das Leberblümchen zur  Blume des Jahres 2013.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Leberkrankheiten, Gallenkrankheiten
Heilwirkung:
blasenziehend, harntreibend, leberschützend, schleimlösend, schmerzlindernd
Anwendungsbereiche:
Pflanzenheilkunde: Blasenprobleme, Bronchitis, Gallensteine, Husten, Kehlkopfentzündung, Leberschwellung, Leberschwäche, Lungenprobleme, Milzschwellung, Nierenprobleme, Rheuma, Tuberkulose, Verdauungsbeschwerden, Wunden, Homöopathie: Bronchitis, Rachenkatarrh
wissenschaftlicher Name: Anemone hepatica, Anemone tribola, Hepatica nobilis, Hepatica tribola
Pflanzenfamilie:
Ranunculaceae = Hahnenfußgewächse
englischer Name:
Hepatica, Liver Flower, Liverleaf
volkstümlicher Name: Auswärts, Blaumblume, Ebenauskraut, Edel-Leberkraut, Fastenblume, Feigerl, Guldenleberkraut, Güldenleberkraut, Haselmünichkraut, Hasenwurz, Blaue Herzblume, Blaues Herzblumenkraut, Herzfreude, Herzkraut, Herzleberkraut, Himmelsterndln, Hirschklee, Herzblümli, Hümmis-tern, Josefibleamel, Leberblattl, Leberblümchen, Leberkraut, Leberwindblume, Märzblom, Märzblümchen, Osterbleaml, Schneekadeln, Blaue Schlüsselblumen, Schwarzblätterkraut, Sohn-vorm-Vater, Staudenbleaml, Sternleberkraut, Vorwitzchen, Vorwitzerchen, Vorwitzkraut, Blaue Windblume, Windrosenkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Anemonin, Anthocyane, Emulsin, Flavonolglykoside, Gerb-stoffe, Harz, Hepatisaponin, Lactonglucoside, Protoanemonin, Saponine
Sammelzeit:
März bis Mai
Kontraindikation:
Schwangere und Stillende

Anwendung
Das Leberblümchen wird überwiegend getrocknet eingesetzt, da das Gift (Protoanemonin) der frischen Pflanzenteile äußerlich die Haut reizt und innerlich Gastroenteritis (akute Magen-Darm-Entzündung) und Nephritis (Nierenentzündung) hervorrufen kann.
Tee
1 Esslöffel getrocknetes Kraut wird mit 250 ml kaltem Wasser übergossen und 6-10 Stunden ziehen gelassen. Abseihen und schluckweise über den Tag verteilt trinken, wirkt gegen Leber- und Gallenkrankheiten. Es wird kein heißes Wasser genommen, weil der Tee unerträglich bitter schmeckt.
Tinktur
5 gehäufte Esslöffel getrockneten blühenden Krautes werden zerkleinert und in 500ml Korn angesetzt. 3-4 Wochen bei Zimmertemperatur ziehen lassen, anschließend abseihen. Eingenommen werden 10 Tropfen auf einem Stückchen Zucker, wirkt bei Leber- und Gallenkrankheiten.
Wein
Das getrocknete Kraut wird in Wein aufgekocht und abgeseiht. Der sehr bittere Wein dient der Blasen- und Nierenreinigung.
Frische Pflanze
Die hautreizende Wirkung der frischen Pflanze wurde früher zum Blasenziehen bei Rheuma eingesetzt. Eine Methode, die heute nicht mehr angewendet wer-den sollte.
Homöopathie
Die frische Pflanze wird in der Homöopathie bei den Bronchitis und Rachenkatarrh mit Fremdkörpergefühl eingesetzt.

Geschichtliches
Das Leberblümchen ist eine beliebte Heilpflanze in der Volksheilkunde, vor allem bei Leberleiden, was ihr den Namen gab. Auch die Blattform, die an die Leber erinnern soll, zeigt nach der mittelalterlichen Signaturenlehre die Wirksamkeit bei Leberleiden an. Die Leber wird geöffnet und geheilt. Auch als Zauberpflanze als Schutz gegen Krankheit war das Leberblümchen beliebt. Die ersten drei Blüten, die man findet, sollen gegessen das ganze Jahr gegen Fieber schützen. Heute hat das Leberblümchen als Heilpflanze kaum noch eine Bedeutung, zumal die Pflanze in der Natur geschützt ist. In Gärten findet man das Leberblümchen als Zierpflanze, die als eine der ersten blühenden Pflanzen den Frühling ankündigt.

Pflanzenbeschreibung
Das Leberblümchen ist in fast ganz Europa heimisch, sowie in Nordamerika, Japan und Korea. Sie wächst bevorzugt auf kalkreichen Böden in Wäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 5 und 20 Zentimeter hoch. Die blauweißen, blauen bis violetten Blüten erscheinen zwischen Februar und April, die Blüten haben 6-8 Blütenblätter. Die grundständigen Blätter sind 3-lappig, lederartig und erscheinen nach der Blüte. Alle Pflanzenteile sind giftig (Protoanemonin). Die Pflanze steht unter Naturschutz.
Vegetative Merkmale
Das Leberblümchen ist eine überwinternd grüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhe beträgt 10 bis 25 cm. Es übersteht den Winter mit Überdauerungsknospen, die sich unmittelbar an der Erdoberfläche in den Blattachseln und im Schutz der überdauernden Blätter befinden und gehört deshalb zu den wintergrünen  Hemikryptophyten. Es besitzt ein kurzes, schräg im Boden liegendes, dunkelbraunes  Rhizom, das mit schuppenförmigen Niederblättern besetzt ist. Die Wurzeln des Leberblümchens reichen bis zu 30 Zentimeter tief ins Erdreich. Deshalb wird das Leberblümchen zu den Tiefwurzlern gezählt. Dem Rhizom entspringen nach der Blüte oder gegen Ende der Blütezeit die neu angelegten, grundständigen  Laubblätter. Die langen Blattstiele weisen bei jungen Blättern noch eine dicht glänzende, weiße und weiche Behaarung auf. Die Blattspreite ist in drei Lappen geteilt und erinnert im Umriss an die menschliche Leber, worauf der frühere Artname Hepatica triloba Chaix und nach der  Signaturenlehre der deutsche  Trivialname basiert. Die Lappen besitzen abgerundete oder leicht zugespitzte Blattzipfel und können bis zur Hälfte der Spreite eingeschnitten sein. Die Blattoberseite der leicht ledrigen Blätter ist dunkelgrün gefärbt; die Blattunterseite ist dagegen purpur-violett getönt.
Generative Merkmale
Die behaarten, rötlich-braunen Blütenstandsschäfte wachsen aufrecht. Beinahe direkt über den drei  kelchartigen, grünen Hochblättern, die die Blütenknospen schützend umhüllen und damit die Schutzfunktion des fehlenden Kelchs übernehmen, sitzen die langgestielten Blüten. Die endständigen Blütensind zwittrig,  radiärsymmetrisch und besitzen einen Durchmesser von 15 bis 30 mm. Die sechs bis neun gleich gestalteten  Blütenhüllblätter sind blau bis blauviolett gefärbt, selten kommen Exemplare mit weißer oder purpurfarbener Blütenhülle vor. Die blaue Farbe wird durch den Anthocyanfarbstoff  Cyanidin erzeugt. Ein Kreis weißlicher  Staubblätter umgibt das Blütenzentrum. Im Zentrum der Blüte befinden sich zahlreiche freie Fruchtblätter. Sie sind grün gefärbt, länglich geformt und besitzen eine kopfige  Narbe. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis April, womit das Leberblümchen zu den im Frühling am frühesten blühenden Pflanzen gehört. Bei Regenwetter und am Abend schließen sich die Blüten. Die häufige Öffnung erfolgt durch Wachstumsbewegungen der Blütenhüllblätter, wodurch diese sich täglich etwas verlängern und während der Gesamtblütezeit auf etwa das Doppelte der ursprünglichen Größe anwachsen. In einer  Sammelfrucht stehen mehrere einsamige Nüsschen zusammen.

Anbautipps
Die Pflanze ist schwierig zu kultivieren. Das Saatgut muss für etwa einen Monat zwischen -5°C und 0°C gelagert werden, erst dann ist es keimfähig. Die Keimzeit kann von einen Monat bis zu einem Jahr betragen, die Keimtemperatur liegt bei etwa 10°C. Sinnvoll ist daher die Anzucht in Töpfen. Statt Samen kann man das Leberblümchen durch Wurzelteilung vermehren. Das Leberblümchen gerne eine Mischung aus kalkiger Erde, Lehm und Kompost aus Laub. Der Boden sollte feucht sein. Die kleinen Pflanzen erst dann auspflanzen, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. Zwar kommt das Leberblümchen mit Sonne und Schatten klar, aber am liebsten mag es Halbschatten. Das Leberblümchen sondert über die Wurzel Stoffe ab, die Pflanzen in der Umgebung am Wachstum hindert. Mag das Leberblümchen den Standort, so vermehrt es sich zu einem großflächigen Bestand.

Sammeltipps
Das Sammeln in der Natur ist nicht erlaubt, da die Pflanze geschützt ist. Gesammelt werden nur die oberidische Teile. Blüten zuerst im Jahr. Die Blüten werden schnell in den Schatten gebracht und dort getrocknet. Beim Sammeln muss man mit dem Hautkontakt vorsichtig sein, da das Protoanemonin zu heftigen Hautreaktionen (Hahnenfuß-Allergie, Hahnenfuß-Dermatitis oder Wiesen-Dermatitis) mit Blasenbildung führen kann. Wenn die Pflanze getrocknet wird, verliert sich das Gift.




CAJEPUT


Melaleuca leucadendra, auch Silberbaummyrtenheide, Kajeputbaum, Cajeputbaum genannt, ist eine  Pflanzenart aus der  Gattung  Melaleuca. Sie ist im nördlichen  Australien, in Neuguinea und im östlichen  Indonesien heimisch, wird aber selten auch außerhalb dieses Gebietes kultiviert.

Steckbrief
Heilwirkung:
Erkältungen, Husten, Rheuma
wissenschaftlicher Name:
Melaleuca leucadendra
Pflanzenfamilie:
Myrtengewächse = Myrtaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Ätherisches Öl

Verwendung
Man gewinnt aus einer Reihe breitblättriger Melaleucaarten, darunter auch dieser, das Cajeputöl (auch Kajeputöl). Hauptquelle für das Öl ist allerdings eine andere Art, Melaleuca cajuputi subsp. cajuputi Powell, die früher oft nicht von M. leucadendra unterschieden worden ist. Nach dem Gehalt und der chemischen Zusammensetzung des Öls werden drei, Chemotypen genannte, Ökotypen der Art unterschieden.

Beschreibung
Melaleuca leucadendra ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von maximal 43 Meter erreicht. Besonders auffallend ist die auch für andere Melaleucaarten charakteristische korkige, weißliche  Borke (kann auch bräunlichweiß, grau, gelbgrau oder blass braunrosa sein). Sie besteht aus zahlreichen papierdünnen Schichten, von denen sich die äußeren unregelmäßig ablösen. Die Zweige sind jung seidig behaart und später verkahlend. Die wechselständig angeordneten, halbhängenden  Laubblätter erreichen 7,5 bis 27 Zentimeter Länge bei einer Breite von 6,5 bis 40 Millimeter, innerhalb der Gattung gehört die Art damit zu den breitblättrigen Arten. Die wechselständigen Blätter sind lang gestielt und beim Austrieb seidig behaart, aber bald verkahlend, ihre Blattspreite ist schmal eiförmig bis schmal elliptisch, oft etwas sichelförmig. Ihre Spitze ist spitz, manchmal mit kleiner, abgesetzter Spitze. Die Blätter tragen zahlreiche Öldrüsen, beim Zerreiben riechen sie daher stark aromatisch. Die Blüten stehen meist in Dreiergruppen dicht beieinander an 6 bis 15 cm langen Blütenständen, die am Ende der Zweige (subterminal) oder basaler, in den beblätterten Abschnitten, stehen, sie erreichen einen Durchmesser von bis zu 35 Millimeter. Die ungestielten, zwittrigen  Blüten weisen eine doppelte Blütenhülle auf. Die Kelchblätter sind zu einer kahlen Kelchröhre verwachsen, deren Rand schmal trockenhäutig sein kann, mit 0,8 bis 2 mm langen Kelchzipfeln, die Drüsen und einen bewimperten Rand aufweisen. Die bald abfallenden, ephemeren  Kronblättersind weiß bis cremefarben. Fünf bis zwölf  Staubblätter stehen in einem Bündel, sie sind ebenfalls weiß bis grünlichweiß gefärbt. Es werden ungestielte, verholzte, becherförmige bis zylindrische  Kapselfrüchte gebildet, die einen Durchmesser von 4 bis 5 mm aufweisen. Sie enthalten winzige Samen.



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