Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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25.09.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > September > 25.09.17-01.10.17


BRAUNWURZ t   

Die knotige Braunwurz sieht selbst in der Blütezeit so unspektakulär aus, dass man sie leicht übersieht. Dabei ist sie gar nicht so klein, sondern wird bis zu einen Meter hoch. Ihre Blüten sind jedoch bräunlich und klein und ihre Blätter eiförmig spitz, sodass kaum jemand zweimal hinschaut, wenn er ihr begegnet. Auch in der Kräuterheilkunde führt sie ein Schattendasein, denn in der offiziellen Phytotherapie wird sie nicht verwendet. Nur die Volksmedizin benutzt sie gegen Ekzeme im Gesicht und zum Abschwellen von Lymphknoten, häufig als "Drüsen" bezeichnet.
Die Knotige Braunwurz oder Knoten-Braunwurz ist der in Mitteleuropa häufigste Vertreter der  Pflanzengattung der Braunwurzen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Skrofulose
Heilwirkung:
abschwellend, anregend, entzündungshemmend, harntreibend,
schmerzlindernd
Anwendungsbereiche:
Abwehrschwäche, Allergieneigung, chronische Gesichtsekzeme, chronische Mandelentzündung, Ekzeme, Halsgeschwüre, Hautflechten, Hautleiden, Lymphknotenschwellungen, Ohrekzem, Verstopfung
wissenschaftlicher Name:
Scrophularia nodosa
Pflanzenfamilie:
Braunwurzgewächse = Scropholariaceae
englischer Name:
Knotted Figwort
volkstümliche Namen:
Feigwurzel, Hexenkraut, Knotenbraunwurz, Knotige Braunwurz, Nachtgewächs, Rauchwurzel, Skrofel
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Inhaltsstoffe:
Saponine, Flavonglycoside, Flavone, Alkaloid, Digitalis-Glykoside, Harpagoid
Sammelzeit:
Zeitiges Frühjahr und Spätherbst

Anwendung
Die Braunwurz wird heutzutage kaum noch angewendet. Sie ist weitgehend in Vergessenheit geraten.
Skrofulose als Haupt-Einsatzzweck
Möglicherweise liegt das nicht nur an dem eher unangenehmen Geruch der Pflanze, sondern auch daran, dass die Skrofulose, die Krankheit wogegen die Braunwurz früher vorwiegend verwendet wurde, praktisch abgeschafft wurde. Kein Arzt würde eine Krankheit heutzutage noch als Skrofulose bezeichnen. Stattdessen spricht man von Infektneigung, Allergien, Lymphknotenschwellungen, Mandelentzündung und allerlei anderen Krankheiten. Früher wurden all diese Gesundheitsbeschwerden und Krankheiten unter dem Begriff Skrofulose zusammengefasst. Skrofulose war die Krankheit, wenn ein Mensch nicht recht gedieh, ständig krank wurde und unter verschiedenen Schwellungen litt. Ein aufgequollenes Gesicht mit Laufnase war eine typische Erscheinung für die Skrofulose. Vor allem Kinder waren von der Skrofulose betroffen, darunter besonders viele blonde Kinder. Heutzutage gibt es diese infektanfälligen Kinder immer noch, aber man spricht nicht mehr von Skrofulose. Gegen all die Krank-heiten, die früher als Skrofulose bezeichnet wurden, kann die Braunwurz helfen. Doch tut sie das nur im Rahmen der Volksheilkunde. Die wissenschaftlich orientierte Phytotherapie hat der Braunwurz noch nicht viel Aufmerksamkeit gewidmet.
Braunwurztee
Traditionell kann man einen Braunwurztee zubereiten und bei entzündliche Krankheiten trinken, beispielsweise bei Lymphknotenschwellungen oder Hautentzündungen. Dazu kann man eine dreiwöchige Kur mit Braunwurz-Tee durchführen. Der Braunwurztee wird als Kaltauszug zubereitet. Dazu nimmt man einen Teelöffel der getrockneten Braunwurz und setzt ihn mit einer Tasse kalten Wasser an. Diesen Kaltauszug lässt man mindestens 8 Stunden ziehen, beispielsweise über Nacht. Dann seiht man den Tee ab. Man wärmt den Tee auf Wunsch leicht an. Dann trinkt man ihn in kleinen Schlucken, am besten über den gesamten Tag verteilt. Solch eine 3 wöchige Kur kann man vier Mal im Jahr durchführen, in jeder Jahreszeit einmal, wenn man zu Infektionen, Entzündungen und Lymphknotenschwellungen neigt.
Äußerliche Anwendung als Bad oder Waschung
Mit einem Tee (normaler Aufguss) aus den Braunwurz-Blättern oder einem Kaltauszug aus den Wurzeln kann man Waschungen und Bäder bei Hauterkrankungen durchführen. Je nachdem, wie groß das Bad sein soll, braucht man zwischen einem Esslöffel und 500g Braunwurzblätter oder Wurzeln für ein Bad. Das Bad lässt man 20-30 Minuten auf die Haut einwirken.
Braunwurzsalbe
Für die regelmäßige äußerliche Anwendung kann man eine Braunwurzsalbe herstellen. Man kann sie bei Ekzemen und anderen chronischen Hauterkrankungen einsetzen. Eine einfache Braunwurzsalbe kann man beispielsweise nach dem Rezept für die Beinwellsalbe zubereiten. Eine Braunwurzcreme könnte man nach dem Rezept für die  Ringelblumencremezubereiten. Anstelle der Beinwellwurzel bzw. der Ringelblumenblüten verwendet man die Braunwurzwurzel. Am besten wäre frische Braunwurzwurzel, falls die nicht verfügbar ist, kann man jedoch auch getrocknete Wurzelstücke verwenden.

Geringe Giftigkeit
In sehr großen Mengen wäre die Braunwurz möglicherweise leicht giftig, denn sie enthält in geringen Mengen Herzglykoside, die denen des Fingerhutes ähneln. Diese Herzglykoside bedingen teilweise auch die Wirkung der Braunwurz, denn sie haben eine milde herzstärkende Wirkung. Auch die Saponine in der Braunwurz haben Heil- und Giftwirkung in einem. Saponine fördern die Harnbildung und dessen Ausscheidung. Dadurch werden Wasseransammlungen ausgeschwemmt. Zu viel Saponine wirken jedoch reizend auf die Nieren und können die Nieren dadurch schädigen. Wenn man die Braunwurz in normalen Mengen als Heilpflanze anwendet, braucht man jedoch keine Giftwirkung zu fürchten, denn sie enthält nur geringe Mengen der potentiell giftigen Wirkstoffe. In diesen geringen Mengen wirken diese Substanzen als Heilstoffe. Doch man sollte sicherheitshalber die Braunwurz innerlich nicht länger als 6 Wochen am Stück anwenden und danach eine mindestens dreiwöchige Pause einlegen. Gefährlich wäre die Braunwurz nur, wenn man sich vorwiegend davon ernähren würde. Freiwillig würde das bestimmt niemand tun, weil die Braunwurz erstens nicht sehr gut schmeckt und außerdem normalweise nicht in solch enormen Mengen anzutreffen ist.

Geschichte
Die Braunwurz wurde schon im Altertum als wichtige Heilpflanze geschätzt. Dioskurides erwähnte sie im 1. Jahrhundert n. Chr. in seinen Schriften. Auch im Mittelalter war die Braunwurz noch sehr beliebt. Im 16. Jahrhundert überlieferte Hieronymus Bock ein Salbenrezept mit der Braunwurz. In dieser Zeit wurde die Braunwurz auch gerne gegen Hexerei verwendet.

Pflanzenbeschreibung
Es handelt sich um eine ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 50 und 100 Zentimeter erreicht. Der Name Knotige Braunwurz bezieht sich zum einen auf die an der Oberfläche knotigen Anschwellungen des Rhizoms, zum anderen auf die braunen Blüten der Pflanze. Die Pflanze hat einen aufrechten Stängel, der sich meist erst im  Blütenstand verzweigt. Er ist scharf vierkantig, in der Höhe des Blütenstandes auch mit ausgeprägteren Kanten, ist jedoch nicht geflügelt. Die Laubblätter sind ungeteilt oder höchstens am Grund mit ein oder zwei kleinen Seitenlappen. Ihr Rand ist doppelt gesägt. Die  Blüten stehen in endständigen rispenähnlichen Thyrsen. Die Krone ist vorne braunrot, am Grunde eher grünlich. Die Kelchblätter sind vorne abgerundet und oft schmal häutig berandet. Ansonsten entspricht der Blütenaufbau genau dem im Artikel über die Braunwurzen beschriebenen Schema.
Die Braunwurz ist in Mittel-Europa relativ verbreitet. Sie gedeiht auch in Südeuropa, Westasien und Russland vor. Man findet die Braunwurz vor allem in Wäldern an eher feuchten Stellen. Auch an Waldrändern, in Gebüschen und in der Nähe von Gewässern trifft man die Braunwurz an. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu einem Meter hoch. Der viereckige Stängel wächst unverzweigt nach oben. Die spitz herzförmigen Blätter sitzen an kurzen Stielen gekreuzt gegenständig am Stängel. Die Blätter riechen unangenehm, wenn man sie zerreibt. Der rispenähnliche Blütenstand besteht vorwiegend aus kleinen grünlichen Kugeln, den Knospen. Immer nur weniger Blüten sind gleichzeitig geöffnet. Die winzigen Blüten sind bräunlich bis purpurfarben. Wenn man sie genau anschaut, sind sie eigentlich sehr attraktiv. Doch sie sind so klein, dass sie meistens übersehen werden. Die Form der Blüten ist dazu geeignet, dass sie von Wespen bestäubt werden können. Die Wurzel hat verdickte Knollen, was der Braunwurz den Namen "knotige Braunwurz" eingebracht hat. Diese Knollen erinnern an die Lymphknoten, was ursprünglich entsprechend der Signaturen-Lehre der Anlass dazu war, die Heilwirkung der Braunwurz im Bereich der Lymphknoten und bei Schwellungen zu suchen. Die Wurzel riecht faulig und modrig, was bei der Zubereitung und Anwendung etwas unangenehm sein kann.
Andere Braunwurzarten
Außer der heilkräftigen knotigen Braunwurz gibt es auch noch andere Braunwurzarten. Diese werden normalweise nicht als Heilpflanze verwendet. In Mit-teleuropa findet man an Gewässern beispielweise die geflügelte Braunwurz mit flügeligen Streifen entlang der Stängel. Außerdem kann man die Hunds-Braunwurz antreffen.




KREUZKÜMMEL


Kreuzkümmel, auch Kumin oder Cumin (seltener Römischer Kümmel, Mutterkümmel, Weißer Kümmel oder Welscher Kümmel), ist eine asiatische Pflanze aus der Familie der  Doldenblütler, deren getrocknete Früchte als Gewürz genutzt werden. Die Bezeichnung „Kreuzkümmel" leitet sich aus der kreuzförmigen  Blattstellung der Pflanze sowie dem kümmelähnlichen Aussehen der getrockneten Früchte ab. Trotz der ähnlichen Bezeichnung sind Kreuzkümmel und Kümmel nicht näher verwandt. Die Pflanzen gehören verschiedenen  Gattungen an und unterscheiden sich auch stark im Geschmack.

Steckbrief
Heilwirkung:
Blähungen, Darmkoliken, Fieber, Frauenbeschwerden, Leberschwäche, Magenschwäche, Milch fördernd, anregend, antibakteriell, krampflösend, tonisierend
wissenschaftlicher Name:
Cuminum cyminum
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Samen
Sammelzeit:
Spätsommer

Verwendung
Kreuzkümmel hat einen intensiven, unverwechselbaren Geschmack, der von dem im ätherischen Öl enthaltenen Cuminaldehyd verursacht wird. Eine wichtige Rolle spielt Kreuzkümmel in der  nordafrikanischen, der  türkischen und in der  griechischen Küche, in der Küche des  Nahen Ostens,  Irans und  Indiens sowie in  Brasilien und in der mexikanischen Küche. In Bulgarien und der Türkei wird er als Gewürz für Grillfleischspezialitäten oder Dauerwürste wie zum Beispiel  Sucuk oder  benutzt. In den Niederlanden und in Flandern ist Kreuzkümmelkäse eine bekannte Spezialität. Ein typisches Gericht mit intensivem Kreuzkümmelaroma ist Falafel. Das indische Garam masala enthält immer Kreuzkümmel. Auch handelsübliche Gewürzmischungen für Chili con Carne enthalten viel Kreuzkümmel. Der Kreuzkümmel wird besonders oft mit  Echtem Koriander kombiniert.

Kulturgeschichte des Kreuzkümmels
Kreuzkümmel fand sich in 3000 bis 4000 Jahre alten Küchenresten im heutigen Syrien; auch im  Alten Ägypten des zweiten Jahrtausends vor Christus wurde das  Gewürz bereits in der  Küche verwendet. Im  Römischen Reich war Kreuzkümmel ebenfalls als Gewürz- und Heilpflanze beliebt. In  Europa wurde Kreuzkümmel bis ins Mittelalter überwiegend zu Heilzwecken kultiviert. Heutige Hauptanbaugebiete sind  Indien, Iran,  Indonesien, China und der südliche  Mittelmeerraum.



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