Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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25.08.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > August > 21.08.17-27.08.17


HERZGESPANN  

Schon Dioskurides im Altertum kannte das Herzgespann und empfahl es gegen Magenleiden. Erst im Mittelalter wurde seine Herzwirkung entdeckt. Doch dann geriet es, wie so viele Kräuter, fast in Vergessenheit. Englische Ärzte haben das Herzgespann jedoch in jüngster Zeit wiederentdeckt und anerkannt. Heutzutage findet man es in manchen Fertigpräparaten und herzwirksamen Teemischungen.
Das Echte Herzgespann, auch Löwenschwanz oder Herzspannkrautgenannt, ist eine  Pflanzenart aus der  Gattung Leonurus innerhalb der  Familie der  Lippenblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Nervöse Herzbeschwerden
Heilwirkung:
beruhigend, blutdrucksenkend, durchblutungsfördernd, herzstärkend, krampflösend, wehen fördernd
Anwendungsbereiche:
Angina pectoris, Angstzustände, Asthma, Atemnot, Blähungen, Bluthochdruck, Engbrüstigkeit, Geburt, Gereiztheit, Herzklopfen, Herzprobleme, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Hitzewallungen, Kropf, Magenprobleme, Magenkrämpfe, Nervosität, Nervöse Angstzustände, Roehmheld-Syndrom, Schilddrüsenüberfunktion, Schlaflosigkeit, Unruhe, Verdauungsschwäche, Verschleimung der Atemwege, Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name:
Leonurus cardiaca
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Common Motherwort
andere Namen:
Bärenschweif, Herzgold, Herzheil, Herzkräutl, Löwenschwanz, Mutterkraut, Mutterwurz, Schwanzchrut, Wolfskraut, Wolfstrappkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Iridoidglykoside: Ajugol, Ajugosid, Galiridosid; Leonurusbitterstoff, Flavonoide, Alkaloide, Apfelsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Phosphorsäure, Kalium, Kalzium, Harz, Gerbstoff
Sammelzeit:
Juni bis September

Anwendung
Herzgespann kann man wahlweise als Tee, Tinktur oder Fertigpräparat anwenden. Die häufigste Art, Herzgespann anzuwenden ist der Tee. Meistens ist das Herzgespann Bestandteil von Teemischungen, aber man kann es auch als Einzelpflanze nutzen.
Tee
Für einen Herzgespann-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Herzgespann mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Herzgespanntee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Herzgespann-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Herzgespann-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Herztee
Folgende Teemischung eignet sich für Menschen mit leichter Herzschwäche, nervösen Herzbeschwerden und Bluthochdruck.
40g Herzgespannkraut, 10g Weißdornblüten und Blätter, 10g Mistelkraut, 10g Verbeneblätter, 10g Melissenblätter, 10g Johanniskraut, 10g Passionsblumenkraut
Tinktur
Um eine Herzgespann tinktur selbst herzustellen, übergießt man Herzgespann in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Homöopathie
In der Homöopathie wird das Herzgespann unter seinem wissenschaftlichen Namen Leonurus cardiaca verwendet. Die bevorzugten Potenzen sind D2 oder D3, teilweise sogar noch niedriger in D1 oder als Urtinktur. Die homöopathische Anwendung entspricht also in etwa der Heilpflanzen-Anwendung. Als Dosierung nimmt man 2 bis 3 mal täglich 10 bis 15 Tropfen oder Globuli.
Küche
Das Herzgespannkraut ist kein typisches Küchengewürz. Man kann es aber nehmen, um Erbsensuppe und Linsensuppe zu würzen.
Färbemittel
Mit dem Herzgespannkraut kann man Textilien dunkelgrün färben. Vor allem Wolle eignet sich dafür.
Verwendung in der Heilkunde
Drogenauszüge aus den oberirdischen Pflanzenteilen (Kraut) werden bei nervösen Herzbeschwerden eingesetzt sowie zur unterstützenden Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion. In der Volksmedizin wird das Herzgespannkraut aufgrund der ihm nachgesagten spasmolytischen, sedierenden, blutdrucksenkenden und uteruskontrahierenden Wirkungen bei Verdauungsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden und auch als Beruhigungsmittel verwendet, ferner bei Asthma bronchiale und ausbleibender Menstruation. Herzgespannextrakt gilt als  Tonikum in den Wechseljahren und bei Herzschwäche.
Die Grundlagenforschung am isolierten Tierherz durch Rauwald und Dhein belegt, dass die Wirkstoffe des Herzgespanns die Menge des Blutes steigern, das den Herzmuskel versorgt (den Koronarfluss), wodurch das Herz besser versorgt wird. Zugrunde liegt ein calciumantagonistischer Wirkmechanismus, welcher zu einer Blutdrucksenkung sowie zur Verlangsamung der Herzfrequenz und so zur Entlastung des Herzens führt. Welche Stoffe genau diese Wirkungen hervorrufen und ob diese einzeln oder nur in ihrem Zusammenspiel helfen, war zum Zeitpunkt dieser Studie noch offen und bedarf der weiteren Forschung.
Es ist umstritten, ob die Pflanze bereits in der Antike verwendet wurde. Sicher ist man sich dagegen, dass sie in Mitteleuropa im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit Verwendung fand. Schon in einem der ersten gedruckten, dem in deutscher Sprache verfassten Kräuterbuch Gart der gesuntheit (1485), wird es unter dem Namen Cordiaca genannt und bei Magendrücken und Herzbeschwerden empfohlen. Paracelsus und Leonhart Fuchsmeinen, in Wein eingelegtes Herzgespann helfe gegen zu starkes Herzklopfen sowie gegen Krämpfe und Lähmung der Gliedmaßen, in letzterem Fall auch als warme Kompresse. Ein wässriger Dekokt aus Herzgespann sei hilfreich bei Epilepsie. Herzgespann wirke auch diuretisch und führe die ausbleibende  Menstruation herbei. Das 1554 erschienene Cruyede boeck von Rembert Dodoens empfiehlt eine in Wein gesottene Zubereitung des Herzgespanns gegen Schwermut und zur Herzstärkung, ein destilliertes  Mazerat aus Wein bei Herz- und Menstruationsbeschwerden. Nicholas Culpeper schreibt in Herbal (1652), dass Herzgespann ein fröhliches Gemüt verleihe, indem es  melancholische Dämpfe vertreibe und das Herz stärke. Er empfiehlt Herzgespannpulver in Wein bei Schwangerschaftsbeschwerden. Im 20. Jahrhundert wurde zum Herzgespann geforscht. Dabei wurden die wesentlichen Inhaltsstoffe quantitativ identifiziert und die  hypotensive und uteruskontraktive Wirkung nachgewiesen. In der Homöopathie wird Herzgespann gemäß den homöopathischen Arzneimittelbild angewendet.

Wirkung
Das Herzgespann senkt, vor allem mithilfe seiner Iridoidglykoside, die Herzfrequenz, wenn das Herz zu schnell schlägt. Außerdem wird das Herz gestärkt und der Blutdruck leicht gesenkt. Die Durchblutung des Herzens wird zudem verbessert. Außerdem wirkt das Herzgespann beruhigend und entkrampfend, was sich günstig bei nervösen Herzproblemen und Krämpfen aller Art auswirkt. Die Gebärmutter wird in ihren Kontraktionen angeregt; bei Geburten eine sehr nützliche Wirkung.
Nebenwirkungen
Bei normaler Anwendung des Herzgespanns gibt es keine Nebenwirkungen. Aber wenn man Herzgespann in sehr großen Mengen einnimmt, kann es zu Bauchschmerzen, Erbrechen, blutigem Durchfall und großem Durst kommen.
Achtung! In der Schwangerschaft sollte man Herzgespann nicht verwenden, weil die Gebärmutter zu Kontraktionen angeregt wird. Es könnte zu frühzei-tigen Wehen kommen.

Anwendungsgebiete
Herzbeschwerden
Der wichtigste Einsatzbereich für das Herzgespann sind Herzbeschwerden in vielen Variationen. Vor allem wenn die Herzprobleme mit Unruhe und Ängsten in Verbindung stehen, ist das Herzgespann die richtige Pflanze. Herzgespann hilft gegen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen. Man kann es auch bei Angina pectoris verwenden und man kann gegen Herzinfarkt vorbeugen.
Nerven und Unruhe
Dank der beruhigenden und krampflösenden Wirkung kann man das Herzgespann gegen Ängste und Nervosität einsetzen. Auch bei Schlafstörungen kann man Herzgespann verwenden. Die Reizbarkeit und Schlafprobleme, die typisch für die Wechseljahre sind, kann man auch mit dem Herzgespann behandeln.
Magenbeschwerden
Die krampflösende Wirkung des Herzgespanns hilft bei Magenkrämpfen und anderen krampfartigen Verdauungsproblemen wie Blähungen und Koliken.
Schilddrüse
Weil das Herzgespann die Aktivität einer überaktiven Schilddrüse senkt, kann man es bei Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) einsetzen. Es hilft dann auch bei das Herzrasen, das typisch für eine Schilddrüsenüberfunktion ist.
Geburtshilfe
Weil die Kontraktionen der Gebärmutter angeregt werden, kann man das Herzgespannkraut in der Geburtshilfe verwenden. Wenn die Geburt zu langsam fortschreitet, kann man einen Tee mit Herzgespannkraut trinken – natürlich nur in Absprache mit der Hebamme oder dem behandelnden Arzt.
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
Die chinesische Heilkunde verwendet die asiatischen Arten des Herzgespanns gegen Ödeme, Ekzeme, Menstruationsbeschwerden, Abszesse und Nierenprobleme.

Magische Anwendung
In Mecklenburg gab es früher einen Heilzauber. Dabei wurde Herzgespann in Bier aufgekocht und anschließend gegen Geschwüre und Tumore angewendet. Bei diesem Zauber handelt es sich eigentlich nicht um Magie, sondern eine ganz normale volkstümliche Kräuteranwendung. Statt in Wein wurde das Herzgespann in Bier aufgekocht, vermutlich, weil es im Norden kaum Wein gab. Die Blätter des Herzgespanns wurden früher als Amulett um den Hals getragen, um das Herz zu stärken.

Geschichtliches
Dioskurides empfahl das Herzgespannkraut im 1. Jahrhundert ausschließlich als Mittel bei Magenbeschwerden. Auch Theophrastos von Eresos (ab 371 v. Chr) nennt das Herzgespann als Magenmittel. Erst im Mittelalter wurde bekannt, dass Herzgespann auch gegen Herzbeschwerden helfen kann. Es wird von den Kräuterautoren Matthiolus und Fuchs genannt. Leonhart Fuchs schreibt 1543 in seinem Kreutterbuch:
"Herzgespan ist fürtrefflich gut zu dem Klopffen des Herzens. Item zu dem Krampf und lemung der Glider."
Auch Paracelsus empfiehlt das Herzgespann unter anderem in Wein eingelegt gegen Herzklopfen und Krämpfe..
Das Wort "gespann" bedeutet im damaligen Sprachgebrauch "Krampf". Das zeigt, wie sehr das Herzgespann für seine krampflösende Wirkung geschätzt wurde. Vom Mittelalter an wurde das Herzgespann gerne und viel als Heilpflanze verwendet. In vielen Klostergärten wurde es angepflanzt und von dort aus floh es häufig als verwilderte Pflanze. Doch allmählich geriet es in Vergessenheit. Erst als im 20. Jahrhundert begonnen wurde, die Heilwirkung von Pflanzen wissenschaftlich zu untersuchen, wurde das Herzgespann wieder beliebter, denn die Forschung entdeckte, dass das Herzgespann tatsächlich wirksam ist. Es wurde nachgewiesen, dass das Herzgespann den Blutdruck senkt und Kontraktionen der Gebärmutter fördert. Die Kommission E empfiehlt das Herzgespann gegen nervöse Herzbeschwerden.

Pflanzenbeschreibung
Herzgespann ist in Mitteleuropa bis nach Ostasien heimisch. In Nordamerika kommt es eingeschleppt vor. Das Herzgespann wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Böden und folgt der menschlichen Besiedlung. Daher findet man es an Mauern, Zäunen und Unkrautstellen. Heutzutage ist das Herzgespann jedoch selten geworden, daher ist die Pflanze geschützt. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 1,50 Meter hoch. Der Stängel ist viereckig und innen hohl. Die Blätter wachsen kreuzweise gegenständig an kurzen Stielen. Sie sind handförmig und haben 3 bis 7 Lappen, die an ihrem Ende spitz zulaufen. Die rosafarbenen Blüten erscheinen zwischen Juni und September. Sie sitzen quirlförmig in den Blattachseln. Die Form der Blüten ist typisch für Lippenblütler mit Helm und Lippen. Die Lippen sind wollig behaart, sodass die ganzen Blüten wollig wirken.
Vegetative Merkmale
Das Echte Herzgespann ist eine ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 120 Zentimetern erreicht. Der vierkantige Stängel ist hohl und außen behaart. Die gegenständigen angeordneten  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite von mittelgrüner Farbe und an der Unterseite flaumig behaart; sie sind am Grund herzförmig und im Um-riss handförmig drei- bis siebenspaltig. Die oberen Blätter sind nur dreilappig und am Grunde keilförmig.
Generative Merkmale
Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September. Die Blüten entspringen den oberen Blattachseln und stehen dort in Scheinquirlen. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenkrone ist mit einer Länge von 8 bis 12 Millimetern viel länger als der fünfnervige Kelch. Die rosa-farbene bis cremeweiße Blütenkrone zeichnet sich durch eine helmförmig gebogene, außen behaarte Oberlippe und eine dreiteilige Unterlippe mit bräunlicher Zeichnung aus.

Anbautipps
Herzgespann kann man gut im eigenen Garten anbauen, weil es die Nähe menschlicher Behausungen prinzipiell mag. Man kann das Herzgespann wahlweise aus Samen anziehen oder als fertige Pflanze pflanzen. Die Samen sät man im Frühjahr entweder direkt ins Beet oder in Aussaatschalen. Junge Pflanzen kann man im Frühling ins Beet pflanzen. Wenn sich das Herzgespann wohl fühlt, vermehrt es sich von selbst. Um es an andere Stellen zu pflanzen, kann man es im Herbst teilen. Man kann auch Ableger davon machen.

Sammeltipps
In der freien Natur darf man das Herzgespann nicht sammeln, weil die Pflanze geschützt ist. Wenn man Herzgespann jedoch im eigenen Garten hat, kann man es zur Zeit der Blüte ernten. Man erntet den oberen Teil des blühenden Krautes. Das abgeschnittene Herzgespannkraut bindet man zu Sträußen und hängt es zum Trocknen kopfüber an einen trockenen Ort.




WIESENKNOPF  


Der große Wiesenknopf wächst bevorzugt auf feuchten Wiesen. Im Gegensatz zum kleinen Wiesenknopf, der auch Garten-Pimpinelle genannt wird, kommt der große Wiesenknopf vorwiegend wild vor. Seine Blütenkolben, die im Spätsommer erscheinen, sind leuchtend dunkelrot und sehen aus wie höckrige Knöpfe, was der Pflanze ihren Namen eingebracht hat. Früher wurde der große Wiesenknopf gerne als Hausmittel angewandt, doch heute ist er nahezu in Vergessenheit geraten. Dabei kann er gut bei Schleimhautentzündungen und Blutungen helfen. In alter Zeit wurde er sogar als Verhütungsmittel benutzt, doch diese Anwendung entbehrt jeder Grundlage.
Die Pflanzengattung Wiesenknopf gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Areale liegen in den gemäßigten Gebieten der  Nordhalbkugelin  Eurasien und  Nordamerika
.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entzündungswidrig, harntreibend, schmerzlindernd, tonisierend, Mundschleimhautentzündung, Rachenentzündung, Mandelentzündung, Fieber, Magenschleimhautentzündung, Darmschleimhautentzündung, Durchfall, Nierenschwäche, Blutungen, Zu starke Menstruation, Wunden, chronische Hautleiden, Furunkel
wissenschaftlicher Name:
Sanguisorba officinalis
englischer Name:
Great Burnet
volkstümlicher Name: Großer Wiesenkopf, Hergottsbart, Kölbelskraut, Welsche Bibernelle
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Kraut
Inhaltsstoffe:
Saponine, Gerbstoffe, Flavone, Tannine, Vitamin C
Sammelzeit:
Juli und August

Nutzung
Viele Arten werden durch den Menschen in geringem Umfang genutzt. Wenige Arten sind Zierpflanzen in Parks und Gärten der Gemäßigten Gebiete. Die Blätter werden seltener roh oder öfter gegart gegessen. Die medizinischen Wirkungen wurden bei einigen Arten untersucht.

Beschreibung
Vegetative Merkmale
Sanguisorba-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen oder im Mittelmeergebiet auch als kleine Sträucher, die Wuchshöhen von 50 bis 200 cm erreichen. Als Speicher- und Überdauerungsorgan dient ein verholztes, vielästiges Rhizom. Die jeweiligen Arten können schwach behaart oder kahl sein. Oft wird am Grund eine Blattrosette gebildet, am Stängel sind die Blätter wechselständig angeordnet. Die unpaarig gefiederten Laubblätter besitzen sieben bis 25 Fieder blättchen. Die Fiederblättchen weisen einen gesägten Blattrand auf. Die  Nebenblätter sind mit Blattstiel verwachsen.
Generative Merkmale
Endständig auf verlängerten Blütenstandsschäften stehen kopfigebis ährige Blütenstände mit Trag- und Deckblättern und vielen Blüten. Die kleinen, stark reduzierten Blüten sind meist zwittrig oder selten eingeschlechtig. Wenn die Blüten eingeschlechtig sind, dann sind die Arten einhäusig getrenntgeschlechtig. Es ist ein Blütenbecher und ein Diskus vorhanden. Die meist vier, selten bis zu sieben kronblattartigen  Kelchblätter sind rot, rosa, violett oder weiß, selten grünlich. Kronblätter fehlen. Es sind meist vier  Staubblätter vorhanden, selten mehr. Die Staubfäden sind meist frei, selten untereinander teilweise verwachsen. Die Blüten enthalten meist nur ein Fruchtblatt, selten sind es zwei freie. Die trockene  Achäne ist vom verhärteten, dornigen oder geflügelten Blütenbecher umgeben.


BACHBLÜTEN
Ich bin launisch (15 Holly)
-
Diese Menschen sind fast immer launisch und können es kaum in den Griff bekommen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihre launische Art allmählich ablegen


BACHBLÜTEN
Man scheint seinen Pessimismus zu bestimmten Zeiten fast zu genießen (12 Gentian)
-
Diese Menschen  scheinen ihre Hoffnungslosigkeit zu bestimmten Zeiten fast schon zu genießen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihre pessimistische Haltung allmählich ablegen


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