Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

25.07.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juli > 23.07.18-29.07.18


KLEINER ORANT

Der kleine Orant findet sich als unscheinbare Pflanze an Wegen, Kiesgruben und Äckern in ganz Europa. Die kleinen weiß-violetten Blüten haben einen gelben Gaumen und ähneln den Zimbelkrautblüten, allerdings sind die Blätter des kleinen Orants schmal. Als Heilpflanze spielt der kleine Orant nur eine kleine bis unbedeutende Rolle, vor allem als Abführmittel.
Das Kleine Leinkraut, auch Kleiner Orant und Gewöhnlicher Klaffmund genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Wegerichgewächse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Abführmittel
Heilwirkung:
antriebssteigernd, abführend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche:
Verstopfung, Leistungssteigerung
wissenschaftlicher Name:
Chaenorrhinum minus L.
Pflanzenfamilie:
Scrophulariaceae = Braunwurzgewächse
englischer Name:
small toadflax
volkstümlicher Name:
Kleiner Orant, Kleines Leinkraut, Kleines Lavache-Kraut
Verwendete Pflanzenteile:
blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
0-Methylorantin, Antirrhinoside, Chaenorpine, Chaenorrhinoside, Ephedradine, Orantin, Prunasin
Sammelzeit:
Juni-Oktober
Kontraindikation:
Lebererkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen:
Wahrnehmungsstörungen


Anwendung
Wegen der unklaren Wirkung der verschiedenen Inhaltsstoffe und deren Nebenwirkungen sollte man auf die Anwendung verzichten.
Tee
Für einen  Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel getrocknetes Kraut mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken, wirkt leicht abführend.

Geschichtliches
Eine eher selten genutzte Heilpflanze, meist als mildes Abführmittel. Wurde zeitweise zur Leistungssteigerung eingesetzt, die Wirkung ist aber nicht belegt.

Pflanzenbeschreibung
Das Kleine Leinkraut ist eine einjährige  krautige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe von meist 10 bis 25 (5 bis 40) cm. Der aufrechte  Stängel ist rund und meist von unten an sparrig verzweigt. Stängel und Blätter sind abstehend behaart, oft auch mit Drüsenhaaren. Die im unteren Bereich des Stängels gegenständig, im übrigen Bereich wechselständig angeordneten Laubblätter sind kurz gestielt bis sitzend. Die einfache, etwas fleischige Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 35 mm und einer Breite von etwa 4 mm lineal-lanzettlich.
Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Blüten stehen einzeln in den Achseln von Tragblättern. Der Blütenstiel weist eine Länge von 3 bis 25 mm auf. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die  Kelchblätter sind 2 bis 5 mm lang. Die hellvioletten Blütenkronblätter bilden eine „löwenmaulförmige" Krone, d. h. die Unterlippe hat eine Aufwölbung, die den Blüteneingang versperrt. Die Oberlippe besteht aus zwei, die Unterlippe aus drei Kronlappen. Den hinteren Teil der Blüte bildet ein fast gerader, kurz konischer, gestutzter  Sporn. Die Blüte ist 5 bis 12 mm lang, wovon fast die Hälfte auf den Sporn entfällt. Sie ist weiß-lila, außen oft etwas violett überlaufen. Der Unterlippenwulst und „Gaumen" im Inneren der Blüte ist hellgelb. Die ungleich eiförmige Kapselfrucht ist als Deckelkapselfrucht mit seichter Querrille ausgebildet, mit ungleichen Fächern, die sich mit zahnartigen Klappen öffnet. Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch Wind.
Selbstbestäubung ist bei Chaenorhinum minus sehr häufig. Aus diesem Grund haben sich viele Sippen herausgebildet, die sich untereinander etwas unterscheiden.
Der Kleine Orant ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt an Wegen, Kiesgruben und Ackerrändern auf steinigen Böden. Die einjährige drüsenhaarige Pflanze wird zwischen 5 und 25 Zentimeter hoch. Die Blätter sind schmal und etwa 3 cm lang. Die weiß violetten Blüten erscheinen zwischen Juni und Oktober. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen in Kapseln.

Anbautipps
Die Pflanze ist anspruchslos. Samen direkt vor Ort aussäen. Der Boden sollte sonnig, sandig und steinig sein, keine Staunässe.

Sammeltipps
Das blühende Kraut sammeln und gebündelt an luftigem schattigen Ort trocknen.





ROSE

Die Rose ist die unangefochtene Blume der Liebe. Sie wächst in nahezu jedem Garten und spielt in jedem Blumengeschäft eine Hauptrolle. Im Orient werden Süßspeisen mit den duftenden Blättern der Rose aromatisiert und auch in der Kosmetik wird sie gerne verwendet. Dass die Rose auch eine Heilpflanze ist, ist jedoch kaum bekannt. Sie kann gegen Heuschnupfen helfen und auch gegen leichte Herzbeschwerden kann man sie verwenden. Außerdem lindert sie Frauenbeschwerden, Kopfschmerzen und Schwindel.
Die Rosen sind die namensgebende Pflanzengattung der Familie der Rosengewächse. Die Gattung umfasst je nach Auffassung zwischen 100 und 250 Arten, die mit ihren typischen Merkmalen  Stacheln, Hagebutten und unpaarig gefiederten Blättern eine sehr gut abgegrenzte Gattung bilden. Es sind Sträucher mit meist auffälligen, fünfzähligen Blüten. Die meisten Arten sind nur in der Holarktis verbreitet und wachsen bevorzugt auf  kalkhaltigen Böden. Die Wissenschaft von den Rosen wird als Rhodologie bezeichnet.
Gärtnerisch ist zwischen  Wildrosen und  Kulturrosen zu unterscheiden. Die Rose wird seit der  griechischen Antike als „Königin der Blumen" bezeichnet. Rosen werden seit mehr als 2.000 Jahren als  Zierpflanzengezüchtet. Das aus den Kronblättern gewonnene Rosenöl ist ein wichtiger Grundstoff der Parfumindustrie.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, blutreinigend, blutstillend, nervenstärkend, Heuschnupfen, Lungenschwäche, Mundentzündungen, Verstopfung, Durchfall, Leberschwäche, Gelbsucht, Herzbeschwerden (leichte), Ohnmacht, Schwindel, Kopfschmerzen, Melancholie, Zahnschmerzen, Ohrenschmerzen, Augenschmerzen, Gebärmutterschmerzen, Wechseljahresbeschwerden, Leichte Verbrennungen, Schwer heilende Wunden, Gesichtsrose
wissenschaftlicher Name:
Rosa centifolia, Rosa gallica
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Rose
volkstümliche Namen:
Centifolie, Bischofsrose, Fleischrose, Gartenrose, hundertblättrige Rose, Jungfernrose, Kaiserrose, Knopfrose, Moosrose, Pomponrose, Trianonrose, Vielblättrige Rose
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Gerbstoff, Gerbsäure, Geraniol, Saponine
Sammelzeit:
Juni bis August

Anwendung
Die wichtigste Nutzung der Rosen ist die Verwendung als  Zierpflanze, sowohl als Gartenpflanze als auch als Schnittblume. Das Rosenöl wird in der Parfumindustrie verwendet. Das bei der Gewinnung von Rosenöl anfallende Rosenwasser wird bei der Herstellung von  Marzipan und Lebkuchen verwendet. In der Heilkunde werden ganze Hagebutten, Hagebuttenschalen und die Hagebuttenkerne genutzt. Verwendet werden verschiedene Arten, vorwiegend Rosa canina und Rosa pendulina. Die Hagebutten enthalten getrocknet zwischen 0,2 und 2%  Ascorbinsäure, reichlich  Pektine (rund 15%), Zucker, Fruchtsäuren, Gerbstoffe und geringe Mengen ätherisches Öl. Verwendet werden Hagebutten gegen Erkältungskrankheiten, Darmerkrankungen, Gallenleiden, als  Diuretikum, bei Gicht und Rheuma. Die Wirksamkeit ist in allen Fällen nicht bzw. nicht ausreichend belegt. Für die diuretische Wirkung könnten der Pektin- und Fruchtsäuregehalt verantwortlich sein. Verwendet werden die Hagebutten besonders in Frühstücktees. Frische Hagebutten werden zu Marmeladen verarbeitet. Zum Kochen mit Heilwirkungen hat man bspw. in einem Kochbuch von 1547 gesprochen: „Rosenhonig sterket und reinigt den magen/von böser feuchtigkeit/reiniget und heilet gschwer/Feul und Schaden des Munds/Zahnfleisch/Hals und Gurgeln". Auch in der Aromatherapie wird der Rosenduft aufgrund seiner entspannenden Wirkung zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. In Asien werden in der Volksmedizin auch getrocknete Blüten, Blätter und Wurzeln verwendet. Das Holz wird in der Kunsttischlerei für Drechsel- und Einlegearbeiten verwendet.
Rosentee
Die Rosenblüten kann man für Rosentee benutzen. Dazu bereitet man einen Aufguss mit einem TL getrockneten Rosenblüten pro Tasse Wasser. Diesen Tee lässt man fünf bis zehn Minuten ziehen. Er wird dann rosa und schmeckt leicht adstringierend. Man kann den Rosentee mit Honig süßen. Rosentee hilft bei der Blutreinigung und zur Stärkung von Herz und Nerven. Auch gegen Kopfschmerzen und Schwindel kann man Rosentee trinken. Bei zu starker Periodenblutung kann der Rosentee lindernd wirken.
Rosentee äußerlich
Rosentee kann man in Form von Umschlägen, Waschungen oder für Teilbäder gegen hartnäckige Wunden und leichte Verbrennungen verwenden. Als Mundspülung hilft Rosentee gegen Mundentzündung und Zahnfleischentzündung. Auch in Salben und Cremes wirkt die Rose sehr hautfreundlich.
Rosenwein
Mit Weißwein und Rosenblütenblättern kann man eine Abkochung zubereiten. Dieser Rosenwein hilft gegen Erschöpfung und Gebärmutterschmerzen. Wenn man den Mund mit Rosenwein ausspült lindert er Zahnschmerzen und Mundschleimhautentzündungen. (Bei Karies muss man natürlich zum Zahnarzt gehen). Man kann den Rosenwein auch als Umschlag auf Stirn und Kopf legen, um Kopfschmerzen zu behandeln.
Frische Blütenblätter
Die frischen Blütenblätter kann man zur Linderung von Gesichtsrose (Erysipel) aufs Gesicht legen.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl der Rose ist sehr kostbar, weil man extrem viele Blüten braucht, um es herzustellen. Als Bestandteil von Salben und Cremes ist es nicht nur ein Wohlgeruch, sondern hat auch pflegende und lindernde Wirkung. Rosenöl wirkt entspannend und fördert die Sinnlichkeit.

Geschichtliches
Ihren für uns wichtigsten Ursprung hat die Rose in Persien, wo eine Vielzahl von Rosenarten wächst. Allerdings wachsen auch in vielen anderen Ländern der Nordhalbkugel wilde heimische Rosen, nicht jedoch auf der Südhalbkugel, wo alle Rosen eingeführt wurden. In den Rocky Mountains hat man sogar Rosenblätterfossilien gefunden, die etwa 35 Millionen Jahre alt sind. Aus China wurde von Konfuzius schon etwa 500 Jahre v. Chr. von Rosenkulturen berichtet, die in königlichen Gärten angepflanzt wurden. Über Kleinasien wurde die Rose von Persien aus nach und nach erst in den Mittelmeerraum und später von den Römern auch nach Mitteleuropa gebracht. Im antiken Griechenland und in Rom war die Rose sowohl wegen ihres Duftes als auch wegen ihrer Heilwirkung sehr beliebt. Karl der Große verpflichtete 794 jedes Landgut zum Anbau von Rosen, neben vielen anderen Heil- und Nutzpflanzen. Dadurch wurde die Rose in Mitteleuropa zum festen Bestandteil der Gärten. Die Rose ist voller Symbolik. So steht sie beispielsweise für die Verschwiegenheit, aber auch für die Liebe, für die Frau, die Weisheit und für die Arbeiterbewegung.

Pflanzenbeschreibung
Die Rose kommt ursprünglich vor allem aus Persien, wo es auch heute noch die meisten Rosenarten gibt. In Gärten ist die Rose inzwischen fast auf der ganzen Welt verbreitet und manche Rosenarten wachsen sogar wild. Es gibt hunderte von Rosenarten, in verschiedensten Formen und Farben. Traditionelle Rosenarten sind die Centifolienrosen und die Essigrosen. Die Centifolienrosen haben ihren Namen von den hunderten von Blütenblättern, die ihre Blüten füllen. Hundert Blütenblätter sind natürlich übertrieben, aber die Blüten dieser Rosenart, und der meisten anderen gefüllten Zierrosen, haben in der Tat sehr viele Blütenblätter, denn ein Großteil der Staubblätter sind zu Blütenblättern verwandelt worden. Rosen können kniehoch sein, oder kleine Büsche oder sogar viele Meter hohe Kletterpflanzen. Der Wuchsform der Rosen sind kaum Grenzen gesetzt. Die meisten Rosen haben Stacheln, die auch sehr unterschiedlich beschaffen sein können. Die Blätter der Rosen sind meistens glänzend und mit stacheligem Rand. Die duftenden Blüten sind der heilkräftige Teil der Rosen. Man kann fast alle Rosenblüten für Heilzwecke einsetzen, Hauptsache sie duften. Außerdem ist es wichtig, dass sie leicht zusammenziehend schmecken, das ist vor allem bei roten Rosen der Fall. Aus einmalblühenden Rosenblüten entwickeln sich bis zum Herbst rote Hagebutten, die sehr vitaminreich sind.
Erscheinungsbild
Die Rosenarten sind sommergrüne, selten immergrüne Sträucher. Ihre selbständig aufrechten oder kletternden  Sprossachsen sind bis zu 4 Meter hoch. Am Boden aufliegende Sprossachsen werden länger, manche sind niederliegend oder kriechend. Viele Arten entwickeln verholzte Bodenausläufer und bilden dann Kolonien. Die Sprossachsen können mit  Drüsen oder Haaren besetzt sein, beides kann auch fehlen. Das Vorhandensein von Drüsen ist mit mehr oder weniger starkem Duft gekoppelt. Die Behaarung (Indument) kann alle oberirdischen Organe (mit Ausnahme der Hagebutten und  Staubblätter) betreffen, die Form, Zahl und Verteilung der Haare ist charakteristisch für bestimmte Sippen, wobei die Behaarung ein ontogenetisch konstantes Merkmal ist (Verkahlen im Alter ist sehr selten).
Stacheln
Stamm, Äste und Zweige sind mit  Stacheln besetzt, die im Volksmund häufig als  Dornen bezeichnet werden. Die Stacheln dienen zum einen als Schutz gegen Tierfraß, zum anderen bei  Spreizklimmern zum Festhalten an den Stützen. Die Stacheln können bei einer Pflanze gleichartig oder verschiedenartig sein. Dabei ist häufig die Form an  Kurztrieben anders als an Langtrieben. Die bodennahen Bereiche sind oft besonders reich an Stacheln. Die Grundtypen werden als hakig, sichelig, leicht gekrümmt, gerade, Nadelstachel und Stachelborste bezeichnet; es kommen Zwischenformen vor.
Blätter
Die wechselständig und in 2/5-Stellung stehenden Laubblätter sind mehr oder weniger lang gestielt. Die unpaarig gefiederte Blattspreite besteht aus meist fünf bis neun Fiederblättchen, es können drei bis 19 sein. Lediglich bei Rosa persica sind die Laubblätter einfach und die Nebenblätter fehlen. Auch bei den Blättern können Drüsen und Haare vorkommen oder auch fehlen. An der Blattspindel sitzen manchmal kleine Stacheln oder Stachelborsten. Die Fiederblättchen sind sehr unterschiedlich gestaltet, meist sind sie elliptisch bis eiförmig, verkehrt-eiförmig oder rundlich. Der  Blättchenrand ist – regelmäßig oder unregelmäßig – einfach oder mehrfach gesägt, seltener gekerbt oder annähernd ganzrandig.  Nebenblätter sind vorhanden.
Blütenstände und Blüten
Die Blüten stehen end- oder seitenständig in traubigen, rispigen, manchmal doldig verkürzten Blütenständen. Der Blütenstand kann auch auf eine einzelne Blüte reduziert sein. Hochblätter werden gebildet, selten sind sie hinfällig oder fehlen. Ein Außenkelchwird nicht gebildet. Die gestielten bis sitzenden Blüten sind meist ansehnlich und häufig duftend. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig mit doppelter  Blütenhülle. Es gibt fünf Kelchblätter, nur bei Rosa sericea vier. Sie sind meist lanzettlich, laubblattartig, ungeteilt oder es sind die beiden äußeren auf beiden Seiten und das mittlere auf einer Seite geteilt: fiederteilig, -schnittig oder -spaltig. Auch der Kelch kann behaart oder mit Drüsen besetzt sein. Er ist nach der Blüte zurückgeschlagen, abstehend oder aufgerichtet; zur Fruchtreife ist er bereits abgefallen, abfallend (fällt etwa zur Fruchtreife ab) oder krönt die Frucht. Der Durchmesser der Blütenkrone beträgt meist 3 bis 7 Zentimeter, kann aber auch zwischen 1 und 10 Zentimeter liegen. Die fünf (bei einer Art vier) Kronblätter sind  hinfällig, ihre Farbe ist meist rosa bis rot, oder weiß, seltener gelb, etwa bei nicht-mitteleuropäischen Arten und Kulturrosen. Bei vielen Kulturformen ist die Blüte durch Umwandlung von Staubblättern in Kronblätter  gefüllt. Der je nach Art unterschiedlich geformte  Blütenbecher ist mehr oder weniger urnenförmig, drüsig oder drüsenlos, manchmal stachelborstig. Der obere Bereich des Blütenbechers ist verengt und als Diskus ausgebildet: er ist dem  nektarbildenden Drüsenring anderer Gattungen homolog, bildet jedoch nur bei wenigen Rosenarten Nektar. In der Mitte des Diskus öffnet sich der Griffelkanal: durch ihn treten die Griffelbündel ins freie, die Narbenköpfe stehen hier halbkugelig bis straußförmig. Sie können dem Diskus aufliegen oder deutlich über ihn hinausragen. Die Anzahl der  Staubblätter ist bei den Rosen wie bei vielen Rosengewächsen durch sekundäre Polyandrie erhöht, es sind meist 50 bis 200, selten 20 bis 265 vorhanden. Sie stehen vor den Kronblättern und setzen am Rande des  Blütenbechers an. Die Staubbeutel sind nach innen gerichtet, von gelber bis oranger oder brauner Farbe. Die Staubfäden haben meist eine davon abweichende Färbung und sind meist weiß oder strohgelb. Der  Pollen ähnelt im Aufbau stark dem Pollen von Rubus: das Pollenkorn hat drei Furchen, seine Oberfläche ist rugulatstriat (hat kürzere bis längere, mehr oder weniger parallel laufende Rippen), im Gegensatz zu Rubus jedoch ein  Operculum. Der Rosenpollen ist bei vielen Arten größer als 25 Mikrometer. Nur ein Teil des Pollen ist fertil, besonders in der Sektion Caninae sind verformte, geschrumpfte Pollenkörner häufig. Es gibt zahlreiche, nicht verwachsene  Fruchtblätter. Ihre Zahl liegt meist zwischen 10 und 50, kann aber auch 4 bis 140 betragen. Sie sitzen am Grund oder an der Wand des Blütenbechers, oder sind kurz gestielt. Jedes Fruchtblatt trägt ein bis zwei  Samenanlagen. Der  Griffel setzt seitlich oder selten endständig an. Die Griffel sind frei, bei wenigen Arten sind sie miteinander verwachsen. Die  Narbe ist kopfig, behaart oder kahl.
Früchte
Die Frucht der Rosen ist die Hagebutte: sie ist eine Sammelnussfrucht. Die Einzelfrüchte sind einsamige  Nüsschen von gelber bis brauner Farbe. Sie sind vom mehr oder weniger fleischigen, vergrößerten Blütenbecher umgeben, der innen oft behaart ist. In reifem Zustand ist die Hagebutte fleischig bis ledrig, weich bis hart. Sie kann sich lange an der Pflanze halten oder früh abfallen. Zur Fruchtreife ist sie häufig rot bis orange, in seltenen Fällen braun bis schwarz. Die Einzelfrucht – das Nüsschen, oft als „Kern" bezeichnet – ist meist drei bis sechs, selten zwischen 2,5 und acht Millimeter lang, 2,5 bis 3,5 (selten zwei bis sechs) Millimeter breit, stark behaart bis annähernd kahl. Die Anzahl der Nüsschen liegt bei mitteleuropäischen Arten meist zwischen 10 und 30 pro Hagebutte, selten zwischen 1 und 45. Bei Rosa rugosa sind es über 100, bei Rosa clinophylla bis 150. Die Anzahl hängt auch von der Art der Samenbildung ab: die Zahl sinkt von  echter Fremdbefruchtung, Nachbarbefruchtung über Selbstbefruchtung bis zur Apomixis, bei der die wenigsten Samen gebildet werden. Die Nüsschen werden durch Zerfall der Hagebutte im Winter bis Sommer des Folgejahres frei oder durch die Zerstörung der Hagebutte durch Tiere verbreitet.

Sammeltipps
Die Blütenblätter der Rose werden gesammelt, wenn sie gerade frisch aufgeblüht sind. Dann werden sie im Schatten zügig getrocknet. Man kann auch die Knospen der Rosenblüten ernten und trocknen.



BACHBLÜTEN
Ich habe unerklärliche Angst (Aspen)
-
Diese Menschen haben sehr oft unerklärliche Ängste
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Ängste Herr werden


BACHBLÜTEN
Ich habe negative Gedanken über andere (Beech)
-
Diese Menschen haben negative Gedanken über ihre Mitmenschen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die negativen Gedanken ablegen


ERNÄHRUNG
Aminosäuren  
Aminosäuren sind die Bausteine des Eiweißmoleküle.
Es gibt zwanzig verschiedene Aminosauren. Als Körpereiweiß und Nahrungseiweiße sind aus diesen zwanzig verschiedenen Aminosäuren.
Neun dieser zwanzig Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen, das sind die essentiellen Aminosäuren: Valin, Leucin, Isoleucin, Thereonin, Methionin, Lysin, Phenylamin, Tryptophan und Histidin.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü