Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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25.05.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Mai > 22.05.17-28.05.17


EHRENPREIS

Ehrenpreis ist eine Pflanzengattung, die nach molekularbiologischen Untersuchungen neuerdings zur  Familie der Wegerichgewächse gezählt wird. In der Literatur wird sie in der Regel noch unter den  Braunwurzgewächsen, Rachenblütlern oder als eigene Familie der Ehrenpreisgewächse geführt. Mit bis zu 450  Arten ist die Gattung Veronica sehr artenreich. Auch in Mitteleuropa kommen zahlreiche Vertreter vor. Der deutschsprachige Gattungsname Ehrenpreis rührt von der Wertschätzung des  Wald-Ehrenpreises in der Natur-heilkunde her: „Ihm sei Ehr und Preis als vera unica medicina, das einzig wahre Heilmittel".
Der Ehrenpreis sieht aus wie ein harmloses kleines Unkraut, doch mit seinen leuchtend blauen Blüten verlockt er zu einem zweiten Blick, wenn man ihm beim Spaziergang in lichten Wäldern begegnet. Dieser zweite Blick lohnt, denn beim Ehrenpreis handelt es sich um eine sehr vielseitige Heilpflanze. Schon im Mittelalter stand er im hohen Ansehen, was man auch an Namen wie "Allerweltsheil" erkennen kann. Sogar eine Heilwirkung gegen Pest und Aussatz wurde ihm nachgesagt, aber heutzutage sind wir schon froh, dass er juckende Hautprobleme lindert und den Stoffwechsel anregt und uns somit im Kampf gegen das Übergewicht unterstützt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Juckreiz
Heilwirkung:
beruhigend, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, schweißtreibend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Erkältung, Husten, Bronchitis, Asthma,  Schnupfen, Halsentzündung, Heiserkeit, Appetitlosigkeit, Magenschwäche, Verdauungsschwäche, Durchfall, Leberschwäche, Übergewicht, Stoffwechsel anregend, Müdigkeit,  Kopfschmerzen, Nierenprobleme,  Blasenentzündung, Blasenstein,
Rheuma, Gicht, Menstruationsstörungen, Abszesse, Altersjucken, Ekzeme, Hautprobleme, Juckreiz, Neurodermitis, Akne, Furunkel, Verbrennung, Wunden, Augenentzündung,  Afterjucken
wissenschaftlicher Name:
Veronica officinalis
Pflanzenfamilie:
Braunwurzgewächse = Scropholariaceae oder Wegerichgewächse = Plantaginaceae
englischer Name:
 Bird's Eye
volkstümliche Namen:
Allerweltsheil, Bunger, Frauenlist, Grindheil, Grindkräutl, Grundheil, Heil aller Schäden, Hühnerraute, Köhlerkraut, Männertreu, Veronika, Steh auf und geh weg, Sta-up un ga darvon, Viehkraut, Wald-Ehrenpreis, Wundheilkraut, Wundkraut, Zittli
Verwendete Pflanzenteile:
blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Aucubin, Aucubinglykoside, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Iridoide, Kaffeesäurerverbindungen, Milchsäure, Saponine, ätherische Öle
Sammelzeit:
Mai und Juni

Anwendung
Speziell der Wald-Ehrenpreis, auch Echter Ehrenpreis genannt, wird als Naturheilmittel zur äußeren und inneren Anwendung eingesetzt. Das bitterlich herb und etwas balsamisch schmeckende Kraut wird im Sommer mit den Blüten gesammelt. Aufgüsse davon werden als Brusttee getrunken; das frische Kraut dient dagegen zur Bereitung von Kräutersäften. Unter den Inhaltsstoffen des Ehrenpreises befinden sich  Bitterstoffe, Gerbstoff und Saponine. Große Veronica-Bestände auf Viehweiden können bei Rindern zu Vergiftungserscheinungen durch die Saponine führen. Die Anwendungsmöglichkeiten des Ehrenpreises sind vielfältig, denn auch seine Heilkräfte betreffen nahezu alle Organsysteme.
Innerliche Anwendung
Besonders geeignet ist der Ehrenpreis in Mischtees, beispielsweise gegegen Atemwegserkrankungen, Verdauungsbeschwerden oder zur Anregung des Stoffwechsels. Als alleinstehender Tee ist er weniger gut geeignet, weil er dazu neigt, bitter zu schmecken, wenn man den Tee zu stark macht. Dank der blutreinigenden Wirkung des Ehrenpreises wirkt er besonders gut gegen chronische Hauterkrankungen. Das er den Juckreiz lindert, hat er sich vor allem bei Altersjucken und anderen juckenden Hauterkrankungen, wie beispielsweise Neurodermitis bewährt.
Teemischung gegen Hautjucken/Ekzeme
Mische zu einer Teemischung:
50g Ehrenpreis, 20g  Hauhechelwurzel, 20g  Süßholz, 10g Schachtelhalm
Anwendung:
Brüh einen Tee auf mit einem Esslöffel Teemischung pro Tasse. Lass den Tee 10-15 Minuten ziehen. Filter den Tee anschließend ab. Wenn du willst, kannst du den Tee mit Honig süßen. Trink von dem Tee drei Tassen pro Tag.
Äußerliche Anwendung
Bei Hauterkrankungen kann man den Ehrenpreis innerlich als Tee oder Tinktur einnehmen und zusätzlich äußerlich in Form von Waschungen, Umschlägen und Cremes.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Ehrenpreis-Arten sind einjährige bis ausdauernde  krautige Pflanzen. Die früher zur Gattung Hebe gestellten Arten sind strauchig oder sogar baumförmig. Alles in allem sind es aber meistens kleinwüchsige Pflanzen mit kriechenden oder aufsteigenden  Stängeln. Die gegenständigen  Laubblätter sind kurz gestielt oder sitzend.
Generative Merkmale
Oft viele Blüten sind in ährigen  Blütenständen zusammengefasst. Die kleinen, meist blauen (seltener weißen)  Blüten sind durch Wegfall eines Kelchblattes (bei manchen Arten Wiederauftreten eines kleineren fünften Kelchblattes) bzw. Verwachsen zweier Kronblätter vierzählig. Die Anzahl der Staubblätter ist von fünf auf zwei reduziert. Der Ehrenpreis ist eine echte Pflanze Mitteleuropas. Er liebt lichte Wälder und Heiden, und ganz besonders haben es ihm abgebrannte Stellen angetan. Weil der echte Ehrenpreis gerne im Wald lebt, wird er auch Wald-Ehrenpreis genannt. Der mehrjährige Wurzelstock des Ehrenpreises treibt im Frühjahr harte, haarige Stängel aus, die nur etwa dreißig Zentimeter hoch werden. Die Blätter stehen gegenständig und sind verkehrt eiförmig und gesägt geformt. Sie haben weiche Haare. Im Mai und Juni erscheinen die leuchtenden, hell-blauen Blüten mit einem weißlichen Fleck in der Mitte. Jede Blüte hat vier Blütenblätter. Anders als das Vergissmeinnicht, deren Blüten trotz seiner fünf Blütenblätter auf den ersten Blick mit dem Ehrenpreis verwechselt werden könnten.
Andere Arten
In der Gattung Ehrenpreis gibt es zahlreiche Arten. Einige dieser Ehrenpreis-Arten sind in Mitteleuropa wesentlich häufiger anzutreffen als der echte Wald-Ehrenpreis.
Gamander-Ehrenpreis
Der Gamander-Ehrenpreis mag sonnigere Standorte als der Wald-Ehrenpreis. Man findet ihn also in lichten Wäldern, aber auch an Wegrändern und Wiesen. Sein Blütenstängel ist wesentlich dünner ausgebildet. In der Pflanzenheilkunde kann man ihn genau so einsetzen, wie den echten Ehrenpreis. Seine Heilkräfte sind jedoch im Allgemeinen schwächer ausgeprägt.
Persischer Ehrenpreis
Der persische Ehrenpreis stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde in Mitteleuropa in Gärten als Zierpflanze angepflanzt. Aus diesen Gärten entkam der persische Ehrenpreis und hat sich inzwischen in ganz Mitteleuropa verbreitet.
Man findet ihn fast überall, wo der Mensch die Erde bearbeitet hat, beispielsweise in Weingärten, an Wegrändern, als Unkraut im Garten oder auf anderen Ruderalflächen. Er schätzt nährstoffreiche Böden. Dort gehört er im Frühjahr zu den ersten Blühern und im Herbst zu den letzten Pflanzen mit Blüten. Mitunter findet man sogar im Winter blühende persische Ehrenpreise. Im Unterschied zum echten Ehrenpreis hat der persische Ehrenpreis keinen traubigen Blütenstand, sondern seine Blüten wachsen einzeln am oberen Ende der Pflanzen. Die Blätter sind gekerbt und haben einen herzförmigen Grund. Sie erinnern an Gundermann-Blätter. Der persische Ehrenpreis wird als Heilpflanze bei Husten verwendet. Außerdem wirkt er schweißtreibend, harntreibend und entzündungshemmend, ähnlich wie der Wald-Ehrenpreis. Man kann ihn zudem gegen Alterserscheinungen, Arthritis, Arteriosklerose einsetzen. Japanische Wissenschaftler haben Stoffe im persischen Ehrenpreis entdeckt, denen sie eine potentielle Wirkung gegen Krebs zuschreiben.




WASSERMINZE


Die Wasserminze, auch Bachminze genannt, ist eine Pflanzen art in der Familie der  Lippenblütler. Sie kommt in weiten Gebieten Europas vor. Die Wasserminze ist die milde Schwester der Pfefferminze und wird leichter vertragen als sie. Sie sieht ähnlich aus, riecht ähnlich aromatisch, jedoch etwas schwächer und ist wegen ihrer Milde eher als Haustee einsetzbar als ihre starkwirkende Schwester. Die Wasserminze wächst gerne an Ufern und war den Kelten eine wichtige Pflanze.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Magenbeschwerden
Heilwirkung:
blähungstreibend, entzündungswidrig, gallenflußanregend, galletreibend, keimtötend, krampflösend, schmerzstillend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit, Aromatikum, Blähungen, Brechreiz, Cholagogum, Durchfall, Erkältungskrankheiten,  Gallenbeschwerden, Karminativum,  Kopfschmerzen, Krämpfe, Magendarmkatarrh, Magenschmerzen, Menstruationsschmerzen, Schlaflosigkeit, schmerzhafte Regel, Übelkeit, Verdauungsprobleme
wissenschaftlicher Name:
Mentha aquatica
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Water Mint
volkstümlicher Name:
Bach-Minze, Wasserminze, Wasser-Minze
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Bitterstoffe, Enzyme, Gerbstoffe, Limonen, Menthofuran, Menthol, Pinen
Sammelzeit:
vor der Blüte
Nebenwirkungen:
Überdosierung: Erbrechen

Anwendung
Die Wasserminze wird bevorzugt als Tee eingesetzt. Minzöle dürfen bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und Mund eingesetzt werden, da u.a. ein Atemstillstand ausgelöst werden kann.
Tee
2TL getrockneter Wasserminzen-Blätter mit 250ml kochendem Wasser übergießen, abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hier hilft der Tee bei Magen-Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und den anderen oben aufgelisteten Problemen.
Tee, äußerlich
Für die äußerliche Anwendung kann man den Teeaufguß für Bäder, Waschungen und Kompressen verwenden.
Frischblatt-Umschlag
Der kühlende und lokal betäubende Brei aus frischen zerquetschten saftigen Wasserminze-Blättern hilft gegen Insektenstiche.
Öl-Einreibung
Einreibungen mit dem Öl helfen gegen Neuralgien.
Trocken-Inhalation
Ein paar Tropfen ätherisches Öl auf ein Taschentuch getropft kann man bei Erkältungen inhalieren.

Geschichtliches
Minzen gehören zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen der Menschen. Heilige Pflanze der Druiden und war bei den Kelten Symbol für Reichtum und Glück. Medizinisch wurde sie bei den Kelten gegen Verdauungs- und Menstruationsproblemen genutzt.

Pflanzenbeschreibung

Erscheinungsbild und Laubblatt

Die Wasserminze wächst als ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 20 bis 50 (10 bis 100) Zentimeter erreicht. An Land werden unterirdische und im Wasser auch oberirdische Ausläufer gebildet. Der aufrechte und meist verzweigte Stängel ist vierkantig. Die gegenständig am Stängel angeordneten  Laubblätter sind lang gestielt. Die einfache Blattspreite ist eiförmig elliptisch, etwas derb und oft glänzend, mit gesägtem  Blattrand. Es sind vier bis sechs Paare bogiger Fiedernerven vorhanden. Besonders die Blätter riechen beim Zerreiben nach Pfefferminz.
Blütenstand, Blüte und Frucht
Die Blüten stehen dicht in den Achseln der oberen Blätter in stehenden, locker übereinander angeordneten  Scheinquirlen und in einem endständigen kugeligen,  kopfigen  Teilblütenstand zusammen. Die Blüten sind  zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf nur etwas ungleichen Kelchblätter sind teilweise röhrig verwachsen mit 13 Nerven und fünf lanzettlichen Kelchzähnen. Die fünf hellvioletten, rosafarbenen, fleischigrosafarbenen bis wießen Kronblätter sind unterschiedlich stark verwachsen und nur schwach zweilippig. Die Oberlippe ist meist so groß wie einer der drei Lappen der U-terlippe. Hierdurch scheint die Blüte fast regelmäßig vierspaltig. Von den vier geraden, fertilen  Staubblättern sind zwei etwas länger. Die Klausenfrüchte zerfallen in vier oben warzige Teilfrüchte. Die Wasserminze ist in Europa und Nordafrika heimisch. In anderen Gebieten wurde sie eingebürgert. Sie wächst als Sumpfpflanze bevorzugt an feuchten Standorten, z.B. an Ufern. Die mehrjährige und winterharte Pflanze wird zwischen 15 und 90 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus. Die haarigen hellgrünen Blätter sind oval und fein gezähnt. Die Blätter stehen kreuzgegenständig am kantigen Stängel. Der Stängel ist meistens behaart und rötlich. Die Wasserminze riecht angenehm nach Pfefferminze, besonders wenn man leicht an den Blättern reibt. Die violetten Blüten erscheinen zwischen Juli und Oktober. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.

Anbautipps
Die Pflanze wird über Wurzelteilung vermehrt. Die Wasserminze mag feuchten Boden. Der Standort sollte halbschattig bis sonnig sein. Die Pflanze kann einige Zentimeter unter Wasser angepflanzt werden, als Standort ist ein Gartenteichrand gut geeignet. Die Pflanze vermehrt sich über Wurzelausläufer von selbst.

Sammeltipps

Frische Wasserminze-Blätter können ständig geerntet werden. Zum Trocknen: Die Stängel mit den Blättern kurz vor der Blüte bei gutem sonnigen Wetter ernten. Zügig bei maximal 35°C trocknen, anschließend die getrockneten Wasserminze-Blätter von den Stängeln.  


BACHBLÜTEN
Man hat innerlich resigniert, obwohl die äußeren Umstände gar nicht so hoffnungslos oder negativ sind (37 Wild Rose)
- Diese Menschen haben innerlich schon aufgegeben, obwohl es die äußeren Umstände nicht so schlecht für
 sie aussieht
- Mit der dementsprechenden Bachblüten können sie ihre innerliche Resignation bekämpfen und sind
 optimistischer


BACHBLÜTEN
Man zeigt im Krankheitsfall wenig Antrieb, schnell wieder gesund zu werden, da der körperliche Selbsterhaltungstrieb schwach ist (9 Clematis)
- Diese Menschen haben wenig Antrieb in einem Krankheitsfall wieder gesund zu werden, da ihr körperlicher
 Selbsterhaltungstrieb zu schwach ist
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihren Selbsterhaltungstrieb stärken und werden auch
 schneller wieder gesund


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