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Guajak
Guajak bezeichnet eine Gattung der Familie der Jochblattgewächse. Sie enthält sechs bis acht Baum-Arten aus dem tropischen und subtropischen Amerika. Einige liefern das Guajakharz, auch das sehr schwere Guajakholz wird genutzt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Rheuma, Stoffwechsel fördernd, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend
wissenschaftlicher Name: Guaiacum officinale
Verwendete Pflanzenteile: Stammholz
 
Verwendung
Das Holz ist sehr schwer (Dichte etwa 1,2 g/cm3), fest, hart, brüchig, spaltet schwer und unregelmäßig, ist dunkelgrünlichbraun, von hellgelblichem Splint umgeben und von diesem scharf abgegrenzt. Das Holz ist widerspänig und lässt sich deshalb nicht hobeln. An älteren, über 20 cm starken Stämmen ist der Splint so schwach, dass er nicht ins Auge fällt. Im Kern und im Splint finden sich abwechselnd hellere und dunklere Schichten, welche sehr zahlreiche, an Jahresringe erinnernde Kreise bilden. Der Splint ist geschmacklos; das Kernholz schmeckt schwach aromatisch, ein wenig kratzend und entwickelt beim Erwärmen einen schwachen, angenehmen Geruch. Es ist sehr harzreich (25–27 %).
Heilmittel
In der Mayakultur wurden Abkochungen des Holzes zur Therapie der Geschlechtskrankheit Syphiliseingesetzt. Guaiacum officinale und Guaiacum sanctum liefern das Guajak-Holz (Franzosenholz, Pockholz) sowie das daraus gewonnene Guajakharz. Das Wort Guajak ist westindischen Ursprungs. Der lateinische Name Lignum vitae bezieht sich auf die angeblichen heilenden und lebensverlängernden Eigenschaften dieses im 18. Jahrhundert berühmten Holzes. Die Anwendung des Holzes lernten die Spanier von den Einheimischen Santo Domingos kennen. Die ersten Aufzeichnungen zur Therapie gegen Syphilis sind im Werk „Summario de la natural y General de las Indias“ (1526) von Gonzalo Fernández de Oviedo y Valdez (1478–1557) zu finden. Die Spanier brachten es 1508 unter dem Namen Palo santo (Lignum vitae, Lignum sanctum) nach Europa, wo es noch 1532 sehr teuer war. In Europa wurde es 1539 laut „Tractado contra el mal serpentino“ von Rodrigo Ruiz Diaz de Isla (1462 – ca. 1542) zum ersten mal gegen Syphilis angewendet. In Deutschland trugen Nicolaus Poll (im Jahre 1517) und Leonhard Schmaus (im Jahre 1518), besonders aber Ulrich von Hutten(im Jahre 1519) mit seinem Werk „De guaiaci medicina et morbo gallico liber unus“ zur Verbreitung des heiligen oder indischen Holzes bei. Letzterer will nach langem vergeblichem Gebrauch von Quecksilber eine angebliche Heilung von der Syphilis dem Lebensholz verdankt haben; Paracelsus spricht sich aber vehement gegen diese ungewissen Heilmethoden aus. Holz und Rinde wurden noch im 19. Jahrhundert zerkleinert als Mittel gegen Syphilis (als Tee), hartnäckige chronische Exantheme, Rheuma und Gicht verwendet. Der deutsche Ausdruck „Pockholz“ entstand, weil die Späne des GuajakBaumes Öle enthalten, die man in früheren Zeiten im medizinisch nicht erwiesenen Glauben als Medikament eingesetzt hat, dass Extrakte des Holzes in der Lage seien, die Pockenkrankheit zu heilen.  
Heutzutage nutzt die pharmazeutische Industrie Guajak-Extrakte für die Zubereitung homöopathischer Präparate.
 
Beschreibung
Guaiacum-Arten sind Bäume oder Sträucher mit sehr hartem, harzreichem Holz. Die Laubblätter sind gegenständig, paarig gefiedert mit vier bis 28 Fie-derblättchen. Die Blättchen sind ganzrandig, asymmetrisch geformt und von ledriger Konsistenz. Die Nebenblätter sind klein und dreieckig. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln oder sind in zymösen Blütenständen zusammengefasst. Die Blüten sind gestielt, radiärsymmetrisch, ihre Farbe ist blau, violett oder weiß. Es sind vier oder fünf Kelchblätter vorhanden, die nicht miteinander verwachsen sind und früh abfallen. Die vier oder fünf Kronblätter sind ebenfalls nicht miteinander verwachsen, ihre Form ist breit umgekehrt eiförmig. Acht bis zehn Staubblätter mit dünnem Staubfaden und länglichem Staubbeutel sind vorhanden. Der oberständige Fruchtknoten besteht aus zwei bis fünf Fruchtblättern. Es entsteht eine ledrige, fast kreiselförmige, zwei- bis fünffächrige Kapselfrucht. Sie enthält in jedem Fach nur einen ovalen Samen.

Flatterbinse
Die Flatter-Binse oder Flatter-Simse gehört zur Familie der Binsengewächse. Sie ist eine kennzeichnende Pflanze feuchter bis nasser Standorte.
 
Steckbrief
Heilwirkung: blutreinigend, harntreibend
wissenschaftlicher Name: Juncus effusus
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
 
Verwendung
Die Flatterbinse wird als Zierpflanze für den Innen- und Außenbereich verwendet. Cultivare sind Spiralis mit gedrehten Blättern, Aurius striatus mit gelb gestreiften Blättern, Golden Line und Pencil Grass. In Japan werden aus Flatter-Binsen, auf japanisch Igusa genannt, noch heute die geflochtenen Oberseiten der traditionellen Tatami-Matten mit Reisstrohkern gefertigt. Die benötigten Binsen werden im Frühjahr über Rhizomabschnitte vermehrt und ähnlich wie beim Reisanbau auf bewässerten Feldern angebaut. Geerntet wird im August, wenn die Binsen etwa einen Meter hoch sind, also etwas länger als die klas-sische Breite eines Tatami von 85 bis 95 cm. Der Anbau erreichte sein Maximum mit 12.300 ha Anbaufläche Mitte der 1960er Jahre, geht seitdem aber stetig zurück, da der Bedarf an Tatami durch die zunehmend westliche Wohnweise in Japan immer weiter sinkt.
 
Beschreibung
Die Flatterbinse ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 120 Zentimetern erreicht. Sie bildet oft große Horste. Die Stängel wachsen starr aufrecht. Sie sind rund und glatt, seltener leicht gestreift. Stängel und Blätter sind gras-grün und von einem nicht gekammerten Mark erfüllt. Die Stängel tragen nur ein den Blütenstand überragendes Blatt. Die basalen Blattscheiden sind rotbraun bis schwarzbraun, nicht glänzend und spreitenlos. Der Blütenstand ist eine schein-bar seitenständige Spirre. Diese ist locker ausgebreitet bis seltener kopfig zusammengezogen und vielblütig. Die drei äußeren der sechs zwischen 1,5 und 2,5 Millimeter langen Perigonblätter sind etwas länger als die inneren. Sie sind grünlich mit breitem Hautrand, eiförmig und zugespitzt und stets kürzer als die Frucht. Die Einzelblüten verfügen meist nur über drei Staubblätter (Stamen), seltener sechs. Diese sind kürzer als die Staubfäden. Die drei Narben stehen aufrecht. Die glänzend braune Kapselfrucht ist dreikantig, oben etwas verbreitert und an der Spitze eingesenkt. Der Griffel sitzt in dieser Vertiefung. Die Samen sind klein und hell rotbraun. Die Blütezeit der Flatter-Binse erstreckt sich von Juni bis August.

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Convenience (engl. Bequemlichkeit, Komfort) Food nimmt den Käufern einen Teil der Zubereitungsarbeit ab. Man spricht auch von Fertig- oder Halbfertigprodukten. Die klassischen Fertigprodukte muss man nur mehr öffnen und aufwärmen. Halbfertigprodukte sind z.B.: geschälte Tomaten aus der Dose.     
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