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Fenchel
Der Fenchel ist die einzige Pflanzenart der Gattung Foeniculum innerhalb der Familie der Doldenblütler. Es ist eine heute weltweit verbreitete Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Eine alte deutsche Bezeichnung für mehrere würzige Doldenblütler ist Köppernickel. Fenchel wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2009 gekürt.
Schon seit Jahrtausenden ist die Anwendung des Fenchels in der Heilkunde in vielen Teilen der Welt verbreitet. Selbst in der altchinesischen Heilkunde wurde der Fenchel bereits sehr geschätzt. Der Fenchel bietet uns gleich drei seiner Teile zum Benutzen an. Seine samenähnlichen Früchte und die Wurzel werden in der Heilkunde vor allem bei Husten und Blähungen eingesetzt. Die fleischige Knolle kann man als Gemüse essen. Beide haben diesen typischen Fenchelgeruch bzw. Geschmack, durch den der Fenchel bei einigen beliebt und bei anderen sehr unbeliebt ist.
Der Fenchel ist zweifelsohne eines der vielseitigsten Kräuter. Fenchelknollen mit ihrem leicht anisartigen Aroma gelten als hervorragendes Gemüse. Die Samen bzw. Früchte des Fenchels können als Gewürz für Eintöpfe oder Fischgerichte verwendet werden. Doch ist die Pflanze nicht nur in der Küche beliebt. Fencheltee und Fenchelhonig lindern Beschwerden wie Magenkrämpfe oder festsitzenden Husten auf schmackhafte Weise.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, entspannend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend, Appetitlosigkeit, Bindehautentzündungen,  Blähungen,  Dreimonats-Koliken (bei Säuglingen), Gallenkolik, Verdauungsschwäche, Bronchitis, trockener Husten,  Asthma, Keuchhusten, Halsinfektionen, Erkältung, Lidrandentzündungen,  Geschwüre, Milchbildung, Magenschmerzen,  Kopfschmerzen, Migräne, Epilepsie (unterstützend), Schlaflosigkeit, Insektenstiche, Herzschwäche, Menstruationsfördernd, Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Foeniculum vulgare
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name: Fennels
volkstümliche Namen: Brotsamen, Enis, Femis, Fenikl, Fenis, Fenkel, Finchel, Frauenfenchel
Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Wurzel
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl mit Anethol und Fenchon, Bergapten, Bor, Kampfer, Carvon, Chamazulen, Citral, Citronella, Cumarine, Eugenol, Flavonoide, Fumarsäure, Kaffeesäure, Limonen, Linalool, Linolsäure, Myristicin, Psoralen, Salicylate, Thymol, Tocopherol, Trigonellin, Umbelliferon, Xanthotoxin, Vitamin C
Sammelzeit: Frühherbst
 
Anwendung
Die Samen und auch die Wurzel vom Fenchel wird besonders gern in Tees gegen Blähungen und Husten eingesetzt. Durch seinen aromatischen Wohlgeschmack wirkt er nicht nur gegen die Beschwerden, sondern bereichert den Tee auch geschmacklich.
Blähungs-Teemischung
Zutaten: 40r Anisfrüchte (Samen), 4 g Fenchelfrüchte (Samen), 20g Kamillenblüten
Anleitung: Brüh einen Tee auf mit einem Esslöffel Teemischung pro Tasse. Lass den Tee 10-15 Minuten ziehen. Filter den Tee anschließend ab. Trink den Tee in kleinen Schlucken.
Milchbildend
Wie der Anis fördert der Fenchel die Milchbildung bei stillenden Müttern.
Einreibung gegen Blähungen
Gegen Blähungen, vor allem bei Säuglingen, kann man das ätherische Fenchelöl mit fettem Öl verdünnen und im Uhrzeigersinn auf dem Bauch einmassieren. Ergänzend kann man den Kleinen handwarmen Fencheltee zu trinken geben.
Hustenwirksam
Gegen Husten bei Kindern eignet sich mit ätherischem Fenchelöl verdünnter Honig.
Frauen
Der Fenchel wirkt leicht menstruationsfördernd und lindernd bei Perioden-Krämpfen. Auch in den Wechseljahren kann er Linderung bringen.
Heilkunde
Schon Hippokrates empfahl Fenchel. Bei Theophrast und Dioskurides hieß er „marathron“, bei Columella und Plinius „foeniculum“. Nach Dioskurides helfen Kraut und Früchte der Milchsekretion, die Blütenstängel abgekocht Blase und Nieren, mit Wein auch bei Schlangenbiss. Kräuterbücher im Mittelalter erwähnen ihn oft. Hildegard von Bingen kennt Fenchel zur Schleimlösung, Hieronymus Bock bei Augenleiden, Vergiftungen und zur Milchanregung. Nach von Haller wirkt er magen- und darmstärkend, erwärmend, windzerteilend, diuretisch, galaktagog und augenstärkend und soll bei Bauchweh, Kolik, Magenkrämpfen, Husten und anderen Brustaffektionen helfen. Die Volksmedizin kennt ihn v. a. bei Blähungen kleiner Kinder und Bronchialkatarrh. In China nimmt man Fenchelsamen als „Huai-hsiang“ gegen Dyspepsie, Cholerine, Nierenleiden und Schlangenbiss.
Fenchel findet in der Medizin als Hustenmittel, als Karminativum sowie als Beruhigungsmittel Verwendung.
Fenchel als Heilkraut
In der Naturheilkunde ist der Fenchel heute wie damals kaum wegzudenken. Archäologische Untersuchungen bestätigten, dass Fenchel seit mehr als 5000 Jahren verwendet wird. Den Heilkundigen des antiken Griechenlands und alten Roms war das Heilkraut bereits wohlbekannt.
Laut Kräuterbüchern des Mittelalters war die wohltuende Wirkung auf den Magen bereits bekannt. Beispielsweise schrieb P. A. Matthioli, dass der Fenchel den Magen stärke, gegen Blähungen wirkt, den Milchfluss bei Frauen anregt und gegen Völlegefühl hilft. Verwendet wurden die Dolden, die in Essig und Salz eingelegt wurden. Die Blütendolden waren zu jener Zeit die erste Wahl, obwohl auch die Fenchelfrüchte zusammen mit Zucker verwendet wurden. Fenchel wurde innerlich außerdem bei Nierenleiden und Blasenbeschwerden empfohlen. Die Fenchelwurzel wurde - in Wein gesotten - bei Krämpfen und Wassersucht verwendet. Zerstoßene Fenchelsamen vermischt mit warmer Milch sollen gegen Husten bzw. Atembeschwerden geholfen haben.
Auch für äußerliche Anwendungen wurde Fenchel verwendet. Vor allem bei Augenbeschwerden wurden gepresster Fenchelsaft oder Wurzelauszüge verwendet.
Auch in der heutigen Naturheilkunde spielt der Fenchel eine große Rolle. Verwendung finden in den meisten Fällen die Samen bzw. Früchte der Pflanze, seltener die Blüten oder die Wurzel. Genutzt wird vor allem die als wilder Fenchel oder Bitterfenchel bekannte Pflanze, jedoch eignen sich durchaus auch die anderen Fenchelarten und -sorten für eine Heilanwendung.
Die Heilwirkung von Fenchel geht in erster Linie von den ätherischen Ölen, die in allen Pflanzenteilen, am konzentriertesten jedoch in den Früchten, vorhanden sind. Das wohl wichtigste Öl des Fenchels ist das trans-Anethol. Dieses wirkt vor allem krampflösend, schleimlösend und antibakteriell. Neben Anethol spielt das Fenchon noch eine größere Rolle, das einen eher bitteren Geschmack hat und vor allem einen keimhemmenden Effekt hat.
 
Pflanzenbeschreibung
Ursprünglich kommt der Fenchel aus Südeuropa, kommt bei uns aber in vielen Gärten vor. Manchmal wächst er auch verwildert. Der Fenchel ist eine zweijährige Pflanze. Aus dem Wurzelstock wächst ein bis zu zwei Meter hoher glatter Stängel, der bläulich und gestreift ist. Die bläulichen Blätter sind sehr dünn, wie Fäden, und gefiedert. Ab Juli blüht die gelbliche Doldenblüte. Aus den Blüten wachsen Samen, die ab September reif sind. Außer den Fenchelsorten, die vorwiegend für die Samenproduktion angebaut werden, gibt es auch noch Sorten, bei denen sich in Erdnähe eine Knolle verdickt, die man als Gemüse essen kann.
Beim Fenchel handelt es sich um eine zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40 bis 200 cm erreicht und würzig (anisähnlich) riecht. Der stielrunde Stängel ist kahl und bläulich bereift. Die Pflanze bildet mit ihren Speicherblättern knollenähnliche Zwiebeln. Die zwei- bis dreifach gefiederten Laubblätter sind haarförmig geschlitzt. Die Blattstiele besitzen 2 bis 2,5 cm lange, kapuzenförmig geformte Blattscheiden. Die Blattstiele der unteren Blätter sind 5 bis 15 cm lang.
Die doppeldoldigen Blütenstände weisen einen Durchmesser von 5 bis 9 cm auf und enthalten an 2 bis 25 cm langen Stängeln sechs bis 29 (selten bis zu 40) Döldchen. Die Döldchen enthalten 14 bis 39 kleine Blüten. Hüllen und Hüllchen sind keine vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Der Kelch besteht aus hinfälligen Kelchzähnen. Die verkehrt-eiförmigen Kronblätter sind gelb. Es gibt nur einen Kreis mit fünf freien, fertilen Staubblättern. Der Griffel ist sehr kurz. Die kleinen Früchte sind mehr oder weniger zylindrisch und nicht geflügelt mit fünf charakteristischen, breiten, stumpfen Rippen.

Gänsedistel
Gänsedisteln sind uns heutzutage bestenfalls als Unkraut bekannt, wenn wir sie überhaupt wahrnehmen. Wenn sie stehengelassen werden, dann wachsen sie zu stattlichen Pflanzen, die bis zu 1,50 hoch werden und im Frühsommer gelbe Blüten tragen. In der Antike und im Mittelalter waren die Gänsedisteln geschätzte Heilpflanzen, deren Milchsaft unter anderem gegen Kurzatmigkeit und verschiedene Hautprobleme eingesetzt wurde.
Die Gänsedisteln bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Cichorioideae innerhalb der Familie der Korbblütler. Weitere Trivialnamen sind Milchdisteln oder Saudisteln.
 
Steckbrief
Heilwirkung: tonisierend, Fieber, Kurzatmigkeit, Magenbrennen, Leberschwäche, Menstruationsfördernd, Warzen, Hautentzündungen, Ausschläge
wissenschaftlicher Name: Sonchus oleraceus, Sonchus asper
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Sow thistle
volkstümlicher Name: Saudistel, Dänsedistel, Milchdistel
Verwendete Pflanzenteile: Milchsaft, Blätter, Samen
Inhaltsstoffe: Kautschuk, Taraxasterol, Eisen, Vitamin C
 
Anwendung
Die Gänsedistel wird heutzutage kaum als Heilpflanze verwendet. Weder die Schulmedizin noch die Volksheilkunde setzen sie ein. Früher war galt die Gänsedistel jedoch als wertvolle Heilpflanze und auch als Gemüse, weshalb sie sogar angebaut wurde. Plinius der Ältere im Altertum und der englische Kräuterkundige Culpepper empfehlen die Gänsedistel aufgrund ihrer großen medizinischen Tugenden.
Innerliche Anwendung des Milchsaftes
Der Milchsaft ist der heilkräftigste Teil der Pflanze. Man kann ihn verdünnt einnehmen. Er soll gegen Kurzatmigkeit, Leberschwäche und Magenbrennen helfen. Auch gegen Fieber wurde er früher eingesetzt. Außerdem soll der verdünnte Milchsaft die Menstruation fördern.
Innerliche Anwendung der Blätter und des Stängels
Eine Abkochung der Blätter und des Stängels soll, laut Plinius, die Milchbildung fördern. Dieser Einsatzzweck hängt möglicherweise mit der Signaturenlehre zusammen, weil die Pflanze ja auch Milch produziert.
Äußerliche Anwendung
Unverdünnt kann man den Milchsaft auf Warzen auftragen, um sie zum Verschwinden zu bringen. Verdünnt als Umschlag soll er gegen Entzündungen, Ausschläge und Hämorrhoiden helfen. Zusammen mit Pflanzenöl und etwas Salz wurde der Milchsaft der Gänsedistel früher gegen Ohrenentzündungen und sogar gegen Taubheit verwendet. Dazu wurde die Mischung auf einen Wattebausch geträufelt und in den Gehörgang gesteckt.
Schönheitsmittel
Mit dem verdünnten Milchsaft wuschen sich die Frauen früher das Gesicht, um die Haut zu klären und dem Aussehen Glanz zu verleihen.
Einsatz in der Küche
Die Blätter wurden früher als spinatähnliches Gemüse oder in Suppen gekocht. Auch in Salaten wurden die Blätter der Gänsedistel verwendet.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Gänsedistel ist heimisch in ganz Europa, Nord-Afrika und Nord- und WestAsien. Sie liebt nahrhaften Boden, der nicht zu trocken ist, und vor allem muss es sonnig sein, daher wächst sie gerne in Gärten, auf Äckern und an Wegrändern. Daher gilt die Gänsedistel als Unkraut, sogar als schwer zu bekämpfendes, denn ihre Wurzel wird bis zu einen Meter lang. Es gibt mehrere Arten der Gattung der Gänsedisteln, die jedoch alle die gleichen Heilwirkungen haben. Die ein- oder mehrjährige Wurzel treibt im Frühjahr eine Rosette langer, gezackter Blätter, bei denen man auf den ersten Blick nicht ganz sicher ist, ob es sich um eine Distel handelt oder nicht. Eine typische Distel ist es allerdings keinesfalls. Im Mai wächst ein dicker Stängel und wird bis zu 1,50 m hoch. An seiner Spitze entwickeln sich mehrere Knospen. Aus den Knospen entfalten sich gelbe Korbblüten, die nur Röhrenblüten, aber keine Zungenblüten aufweisen. Der Stängel und die Blattadern enthalten einen weißen Milchsaft, der der heilkräftigste Teil der Pflanze ist.
Gänsedistel-Arten sind ein-, zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, selten sind sie am Grund ver-holzt. Die Stängel stehen meist einzeln, sind verzweigt und hohl. Die Laubblätter sind am Rand borstig-stachlig gezähnt bis fiederteilig. Die Stängelblätter sind stängelumfassend. Alle Pflanzenteile enthalten Milchsaft.
In einem Gesamtblütenstand befinden sich wenige bis zahlreiche körbchenförmige Teilblütenstände. Die Hülle ist am Grund bauchig erweitert. Die Hüllblätter stehen in drei Reihen in dachziegelartiger Anordnung. Am Körbchenboden gibt es keine Spreublätter. Die Blütenkörbe enthalten nur Zungenblüten. Die Zungenblüten sind gelb. Die Achänen sind zusammengedrückt, dabei an beiden Enden verschmälert, jedoch ohne Schnabel. Der Pappus besitzt einfache, raue Borsten in mehreren Reihen.

Bachblüten
Ich reagiere häufig trotzig (Holly)
- Diese Menschen reagieren in vielen Situationen trotzig
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das trotzige ablegen
Bachblüten
Ein bestimmtes vergangenes Ereignis ist noch so gegenwärtig, als sei es gestern gewesen (Honeysuckle)
- Diese Menschen haben ein bestimmtes vergangenes Ereignis, ist noch nicht gegenwärtig, als sei es gestern gewesen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte solche Ereignisse überwinden
Monosaccharide
Glucose (Traubenzucker), Textrose
-     Kommt in vielen Obst- und Gemüsesorten und im Honig vor. Auch in Weintrauben – daher der Name
-     Ist Baustein von Di- und Polysaccharide. Glucose ist die meistverbreitete organische Verbindung auf der Erde
-     Bilden den „Blutzucker“: 70-110mg Glucose pro 100ml
-     Glucose wird nach der Resorption aus dem Darm direkt ins Blut abgegeben. Es Bedarf der Vermittlung des Hormons INSULIN, damit Glucose in die Zelle aufgenommen und dort verstoffwechselt werden kann.
-     Bestimmte Gewebe (wie Gehirn) sind auf die Zufuhr von Glucose angewiesen
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