Kraft durch Kräuter und Bachblüten
Direkt zum Seiteninhalt

24.12.2019

tägliche News > 2019 > 23.12.19 - 29.12.19
NELKENWURZ
Die Nelkenwurz ist eine eher unscheinbare Wildpflanze mit kleinen gelben Blüten. Dort wo sie anzutreffen ist, in lichten Wäldern oder an alten Gemäuern wächst sie meist in großen Mengen. Doch kaum jemand kennt die Nelkenwurz heutzutage. Dabei war sie früher eine wichtige Heil- und Gewürzpflanze, die in den meisten Gärten angebaut wurde. Die Wurzel der Nelkenwurz riecht und schmeckt leicht nach Nelke, was ihr auch ihren gebräuchlichsten Namen einbrachte. Man kann sie gegen Durchfall und andere Probleme des Verdau-ungsapparates verwenden. Auch gegen Entzündungen im Mundbereich kann die Nelkenwurz helfen.
Die Echte Nelkenwurz, auch Gemeine Nelkenwurz genannt, ist eine Art aus der Gattung der Nelkenwurzen, die zur Familie der Rosengewächse gehört. Dem wissenschaftlichen Gattungsnamen Geum liegt vermutlich das griechische Wort γεῦμα geuma zugrunde, das den Geschmack einer Sache bedeutet, und auf den Nelkengeruch des Rhizoms Bezug nimmt, auf den auch der deutsche Trivialname Nelkenwurz verweist. Im Rhizom ist 0,15% Eugenol enthalten, Hauptbestandteil des Gewürznelkenöls. Das Artepitheton urbanus bedeutet städtisch und weist auf häufige Wuchsorte der Pflanze in der Nähe von Siedlungen. Die Echte Nelkenwurz wurde früher als Heilpflanze verwendet, in Klostergärten angebaut und als Zusatz in Kräuterlikör genutzt. Daran erinnert ihr Volksname Benediktinerkraut.
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, örtlich betäubend, schweißtreibend, tonisierend, Rekonvaleszenz, Durchfall, Verstopfung, Verdauungsschwäche, Übelkeit und Erbrechen, Leberschwäche, Fieber, Halsschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Zahnschmerzen, Zahnfleischentzündungen, Hämorrhoiden, Hautentzündungen, Schlecht heilende Wunden,
wissenschaftlicher Name: Geum urbanum
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Avens
volkstümliche Namen: Benediktenkraut, Echte Nelkenwurz, Gariofilat, Gemeine Nelkenwurz, Gewöhnliche Nelkenwurz, Hasenauge, Igeleinkraut, Mannskraftwurzel, Märzwurzel, Nägeleinkraut, Nagelchrut, Nel-kengaraffel, Sanikula, Stadt-Benedikte, Stadt-Nelkenwurz, Weinwurzel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, (Kraut)
Inhaltsstoffe: Glykosid Gein, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Flavone, Eugenol, ätherische Öle
Sammelzeit: März und April, September und Oktober
Anwendung
Die Nelkenwurz wird hauptsächlich im Rahmen ihrer zusammenziehenden Eigenschaften angewendet, bei-spielsweise bei Durchfall und andere Verdauungserkrankungen.
Nelkenwurz als Tee
Den Nelkenwurztee kann man als Aufguss oder Abkochung zubereiten. Man kann ihn wohl nicht unbedingt als wohlschmeckend bezeichnen. Man kann den Tee bei Verdauungsstörungen einsetzen. Durch seine zusam-menziehende Kraft wirkt er bei Durchfall. Da er die Verdauungstätigkeit anregt, kann er jedoch auch bei Verstopfung helfen. Auch bei Übelkeit und Erbrechen kann die Nelkenwurz helfen. Bei Zahnfleischentzün-dungen und Halsentzündungen kann man Nelkenwurztee zum Gurgeln und Spülen verwenden.
Nelkenwurzwein
Früher war die Anwendung der Nelkenwurz als Wein sehr beliebt. Dazu legt man die Nelkenwurzwurzel in Wein ein. Dieser Nelkenwurzwein stärkt die Verdauungsorgane. Außerdem wirkt er tonisierend in der Rekon-valeszenz nach schweren Erkrankungen.
Nelkenwurztinktur
Da der Geschmack des Nelkenwurztees nicht sehr angenehm ist, wird stattdessen gerne eine Tinktur verwendet, denn davon muss man nur geringe Mengen einnehmen. Die Nelkenwurztinktur kann man für die glei-chen Zwecke einnehmen wie den Tee oder den Wein. Sie stärkt die Verdauungsprozesse, hilft gegen Durchfall und lindert Entzündungen des Mund- und Rachenraumes.
Ätherisches Öl
Wenn man das ätherische Öl der Nelkenwurz erhalten kann, dann kann man es bei Zahnschmerzen ver-wenden, wie das ätherische Öl der Gewürznelke. Auch bei Zahnfleischentzündungen kann man das ätherische Öl der Nelkenwurz verwenden.
Wurzel kauen
Früher wurde die Wurzel der Nelkenwurz gegen Mundgeruch gekaut. Sie hilft auch bei Zahnfleischentzün-dungen.
Nelkenwurz in der Küche
Als die Gewürznelke früher noch sehr teuer war, wurde die Nelkenwurz manchmal als Gewürz ersatzweise für die Gewürznelke benutzt. Die jungen Triebe der Nelkenwurz kann man als Salat und Gemüse essen.
Heilpflanze
Im Altertum wurde die Echte Nelkenwurz als Heilpflanze verwendet. Plinius empfahl sie gegen Brustbe-schwerden, für die hl. Hildegard war sie ein probates Aphrodisiakum. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde sie beispielsweise bei Gelbsucht, Wassersucht und Unterleibskoliken eingesetzt. Weitere Bezeichnungen der Pflanze waren sanamunda (bzw. Sanamundenkraut) und „Heil aller Welt“. Bei Kräuterpfarrer Künzle kam die Echte Nelkenwurz bei Gehirnhautentzündung, Blasenschwäche oder Zahnweh zum Einsatz. In der Homöopathie wird sie bei Entzündungen von Harnblase und Harnröhre verwendet. Als Heildroge dienen die getrockneten Wurzeln und die Rhizome. Wirkstoffe sind: Gerbstoffe, vorwiegend Gallotannine; ätherisches Öl mit einem hohen Gehalt an Eugenol, das beim Trocknen der Pflanze aus Gein entsteht, Myrtananal und Myrtanol. Die Zuckerkomponente ist Vicianose, ein Disaccharid aus Glucose und Arabinose. Anwendungen: Die Droge wird heute noch gelegentlich in der Volksheilkunde genutzt. Im Vordergrund steht die Gerbstoffwirkung, die durch die antiseptischen Eigenschaften des Eugenols unterstützt wird. Die Anwendung erfolgt bei Durchfall, Verdauungsbeschwerden, als Gurgelmittel bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, als Badezusatz bei Frostbeulen und bei Hämorrhoiden, und bei Hauterkrankungen als Umschlag oder als Waschung. Die Nelkenwurz dient auch zur Aromatisierung von Likör (Benediktiner) sowie in der Kosmetik als Zusatz zu Zahnpasten und Mundwässern.
Verzehr
Früher wurde das Rhizom zur Aromatisierung von Wein und Bier verwendet. Diese Zugabe wurde auch als geeignetes Mittel gesehen, einer möglichen Versäuerung entgegenzuwirken. Junge Blätter können als Misch-gemüse und Salat verwendet werden.
Hexenpflanze
Aufgrund des starken Duftes wurde der Echten Nelkenwurz eine antidämonische Wirkung zugesprochen. So wurde das pulverisierte Rhizom dem Malefizpulver zugesetzt, ein Mittel gegen Hexen und Teufel.
Pflanzenbeschreibung
Die Nelkenwurz ist in Mitteleuropa heimisch. Sie wächst in Wäldern und an Waldrändern, aber auch an Hecken, Gebüschen und Mauern. Gerne mögen sie auch alte Gemäuer. Von der Wurzel wird meistens gesagt, sie sei ein kurzes Rhizom von 2 bis 7 cm Länge und ein bis zwei cm Dicke. Je nach Bodenbeschaffenheit und Alter der Pflanze kommt es aber wohl auch zu Wurzeln ohne ausgeprägtes Rhizom. Die Wurzel riecht und schmeckt schwach nach Nelke. In Bodennähe wächst eine ausdauernde Blattrosette. Im Frühling wächst dann eine mittelgroße Pflanze aus der Rosette, die zwischen 30 cm und über einen Meter hoch wird. Sie ist sparrig verzweigt. Die Blätter der Stängel sind grob gesägt und gefiedert. Die eher unscheinbaren Blüten, die meist kleiner als ein Zentimeter sind, haben fünf gelbe Blütenblätter, die auseinander stehen. Aus den Blüten entwickeln sich klettenartige Früchte.
Allgemeine Merkmale
Die Echte Nelkenwurz wächst als ausdauernde, immergrüne, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 30 bis 120 cm erreicht. Da die Überdauerungsorgane dicht an der Erdoberfläche liegen, wird die Echte Nelkenwurz zu den Hemikryptophyten gezählt. Als Speicherorgan dient ein aufrecht gerichtetes, dickliches und kurzes, 3 bis 4 selten bis 7 Zentimeter langes und 1 bis 2 Zentimeter breites Rhizom, das auch die vegetative Vermehrung sicherstellt. Es ist rübenförmig gestaltet und an der Außenseite braun-gelblich gefärbt. Im Quer-schnitt gesehen besitzt es ein dunkelpurpurnes Zentrum. Charakteristisch ist die reiche Bewurzelung und der Besatz mit Wurzel- und Blattgrundresten. Das Rhizom enthält das ätherische Nelkenöl Eugenol. Die Sprossachse gliedert sich in einen gestauchten rosettenbildenden und einen gestreckten laubblatttragenden Ab-schnitt, daher wird die Echte Nelkenwurz den Halbrosettenpflanzen zugeordnet.
Erscheinungsbild
Die Echte Nelkenwurz besitzt einen aufrechten Wuchs. Die mäßig breit bis schlanke Sprossachse wächst ver-zweigt. Sie weist feine Kanten und eine braunrote Färbung auf. Sie ist mehr oder weniger dicht mit langen und kurzen Haaren besetzt.
Blätter
Die grundständigen, in einer Rosette angeordneten Laubblätter entspringen dem Rhizom. Sie sind langgestielt. Die Länge des Blattstiels misst gewöhnlich etwa 10 Zentimeter, sie kann jedoch auch 15 bis 18 Zenti-meter betragen. Der Blattstiel ist behaart und weist Rillen auf. Die Blattspreite entwickelt eine Länge bis etwa 14 Zentimeter. Sie variiert in der Form von verkehrt-eiförmig bis eiförmig. Sie ist unregelmäßig unpaa-rig gefiedert, oft mit einem Paar Fiedern, manchmal auch mit zwei bis drei Paaren größerer Fiederblättchen. Die Endfieder ist mit durchschnittlich 6 (-10) Zentimeter Länge deutlich größer als die Seitenfiedern. Die Blattoberseite der Fiedern weist eine Behaarung auf, die Blattunterseite ist vor allem auf den Blattadern behaart. Die Seitenfiedern sind gelappt, der Blattrand kann zweifach gesägt bis unregelmäßig gesägt-gekerbt ausgestaltet sein. Die Spreite der Endfieder ist drei- bis fünffach gelappt, manchmal auch tief eingeschnitten. Die kurzgestielten Stängelblätter mit dreizählig geteilten Blättchen sind wechselständig an der Sprossachse angeordnet. Sie erscheinen nach den Grundblättern. Im unteren Stängelabschnitt ähneln sie diesen und nehmen dann nach oben in ihrer Größe kontinuierlich ab. Die obersten Stängelblätter sind undeutlich dreilap-pig gestaltet mit gekerbtem Rand. Typisch für die Echte Nelkenwurz sind die auffällig großen Nebenblätter. Diese befinden sich an der Basis des Blattstiels der Stängelblätter. Sie besitzen eine annähernd rundliche Form und sind laubblattartig gegliedert. Der Blattrand ist kerbzähnig.
Blütenstand und Blüte
Die Blütenstandsstängel entspringen den Achseln der Grundblätter. Die leuchtend gelben Blüten sind in einer lockeren, sparrig verzweigten, wenigblütigen Zyme zusammengefasst. Die Blüten sind in den Zymen aufrecht gerichtet. Die Einzelblüte besitzt einen langen Stiel. Dieser ist dicht mit langen und kurzen Haaren besetzt. Die Blüten der Echten Nelkenwurz sind radiärsymmetrisch. Sie können zwittrige, männliche oder weibliche Geschlechtsausprägung aufweisen. Hierbei kommen zum einen männliche und zwittrige Blüten auf einer Pflanze gemeinsam vor, was der andromonözischen Verteilung entspricht, zum anderen verteilen sich die Blüten auch androdiözisch, das heißt, zwittrige und männliche Pflanzen wachsen auf verschiedenen Pflanzen. Auch Exemplare mit rein weiblichen Blüten wurden festgestellt. Die fünfzählige Blüte der Echten Nelkenwurz besitzt ein doppeltes Perianth. Dem Kelch vorgelagert ist ein schmaler grüner Außenkelch, dessen lanzettlich ge-formten Segmente eine Länge von 2 bis 5 Zentimeter und eine Breite von etwa 0,5 Zentimeter entwickeln. Die fünf grünen, außen behaarten Kelchblätter besitzen eine breit-dreieckige Form. Ihre Länge variiert zwischen 4 und 7 Millimeter. Zur Blütezeit liegen sie ausgebreitet der Blüte an, zur Fruchtzeit sind sie zurückgeschlagen. Die fünf leuchtend gelben gerundeten, schmal verkehrt-eiförmigen Kronblätter werden etwa 3 bis 6 Zentimeter lang. Sie fallen bald nach dem Erblühen ab. Staubblätter sind in Vielzahl vorhanden. 60 bis 80 sehr kleine freie Fruchtblätter stehen auf der gewölbten Blütenachse. Die Fruchtknoten sind oberständig und behaart. Der endständige purpurfarbene Griffel ist in zwei Teile gegliedert. Der untere hakenförmige Teil ist kahl, der obere Teil geht von der Hakenspitze ab und ist mehr oder weniger federförmig behaart. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Oktober.
Frucht
Die zahlreichen Fruchtblätter entwickeln sich zu kleinen behaarten Nüsschen. Diese stehen an der zapfen-förmigen Blütenachse, die zur Fruchtzeit stark vergrößert ist. Der verlängerte und verhärtete Griffel verbleibt an der Frucht. Im oberen Drittel, an der Stelle an der der Griffel geknickt ist, befindet sich ein zartes Trenngewebe, von wo sich bei Fruchtreife das kürzere obere Griffelstücks ablöst. An der Frucht verbleibt der hakenförmig gekrümmte Griffelrest.

OLEANDER ttt
Der Oleander ist eine beliebte Zierpflanze, die in Kübeln auf Terrassen, vor Geschäften und Cafés stehen, denn seine zahlreichen Blüten sind betörend schön. Die ganze Pflanze ist jedoch tödlich giftig, weil sie stark wirksame Herzglykoside enthält. In der Hand des Arztes wird aus dem Gift ein wirksames Herzmittel, das Menschen mit einem schwachen Herzen zu neuer Kraft verhelfen kann.
Der Oleander, auch Rosenlorbeer genannt, ist die einzige Art der Pflanzengattung Nerium innerhalb der Fa-milie der Hundsgiftgewächse. Alle Pflanzenteile sind giftig.
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
harntreibend, schleimlösend, schweißtreibend, Herzschwäche, Herzmuskelentzündung, Angina Pectoris, Darmbeschwerden, Blähungen, Ekzem, Parasiten
wissenschaftlicher Name: Nerium oleander
Pflanzenfamilie: Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
englischer Name: Oleander
volkstümliche Namen: Rosenlorbeer
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Herz-Glykoside, Oleandrin, Oleanolsäure, Alkaloid, Betulin, Cholin, Flavonglykoside, Rutin, Stigmasterol, Beta-Sitosterol
Anwendung
   
Achtung! Stark giftig. Oleander nur in verschriebenen  Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
 
Da der Oleander tödlich giftig ist, darf man ihn keinesfalls einfach als Kräutertee anwenden. In standartisierter Zubereitung kann der Oleander jedoch ein gutes Heilmittel gegen Herzinsuffizienz sein, ähnlich wie der Fin-gerhut oder das Maiglöckchen.
In homöopathischer Verdünnung
Der Oleander wird auch gerne als homöopathisches Mittel eingesetzt. Gegen Herzbeschwerden wird er als Urtinktur oder in D1 verwendet. Dreimal täglich kann man 3 bis 15 Tropfen einnehmen. Hierbei handelt es sich jedoch um eine hochdosierte Anwendung, die vom Arzt zu kontrollieren ist. Eigentlich ist diese Nutzung des Oleanders keine Homöopathie im üblichen Sinne. Gegen Verdauungsbeschwerden und Hautprobleme kann man den Oleander in D3 bis D12 einsetzen. Dazu nimmt man mindestens dreimal täglich 5 bis 15 Tropfen.
Oleander als Gartenpflanze
Bei der Kübelhaltung ist auf eine gute Wässerung und Düngung in der warmen Jahreszeit zu achten. Im Winter sollte der Oleander kühl (5–10 °C sind ideal) gehalten werden, eine Überwinterung im beheizten Wohnraum ist wegen der Gefahr von starkem Spinnmilbenbefall und Vergeilung zu vermeiden.  Oleander wird in Mitteleuropa meistens als Kübelpflanze gehalten; es gibt unter den insgesamt etwa 160 Sorten auch einige, die in den meisten Gebieten Deutschlands mit Winterschutz (beispielsweise Vlies) auspflanzfähig sind. Die folgenden Sorten überstanden in Feldversuchen −10 °C praktisch schadlos: 'Nerium villa romaine', 'Nerium atlas', 'Nerium italia', 'Nerium cavalaire'. Bei Temperaturen darunter beginnen zunächst einzelne Blätter abzusterben. Unter ca. −15 °C sterben die meisten Blätter ab, ab ca. −18 °C auch vermehrt das Stammholz. Selbst nach Temperaturen unter −20 °C und völligem oberirdischem Absterben können die Pflanzen im Frühjahr jedoch wieder neu austreiben.
Giftwirkung
Innerliche Vergiftungen mit Oleander kommen selten vor, weil die Oleanderblätter bitter schmecken und da-her nicht verlockend auf Kinder wirken. Wenn es aber doch mal geschehen ist, dass man zu viel Oleander zu sich genommen hat, kommt es zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Krämpfen. Zusätzlich kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen, die bis zum Herzstillstand führen können. In einem Vergiftungs-Fall mit Olean-der muss sofort ein Arzt gerufen werden. In der Wartezeit sollte man, nach vorheriger Absprache mit dem Arzt, den Magen entleeren, beispielsweise durch Trinken von reichlich Salzwasser und Kitzeln im Gaumen, aber natürlich nur, wenn der Vergiftete bei Bewusstsein ist. Nach dem Erbrechen kann man Aktivkohle geben. Problematisch kann es auch sein, wenn man bei der Pflege des Oleanders Pflanzenteile mit offenen Wunden in Verbindung bringt. Es kann dann zu Reizungen kommen. Oleander enthält das giftige Glykosid Oleandrin. Alle Pflanzenteile sind giftig. Oleandrin ist ein giftiges Herzglykosid und wirkt erregend auf die interkardiale Muskeltätigkeit. Außerdem werden das Brechreizzentrum und der Nervus vagus aktiviert. Es ver-ursacht Hypoxämie; dies bedeutet einen erniedrigten Sauerstoffgehalt (CaO2) im arteriellen Blut.
Pflanzenbeschreibung
Der Oleander ist eine immergrüne verholzende Pflanze. Die normalerweise zu dritt, quirlig am Ast angeordneten Laubblätter sind ledrig, dunkelgrün und bei einer Länge von 6 bis 24 cm lanzettförmig. Die Blattspreite kann bis zu 5 cm betragen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mitte Juni bis in den September hinein. Mehrere Blüten stehen in einem trugdoldigen Blütenstand zusammen. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die Blütenkronblätter sind, je nach Sorte und Züchtung, weiß, gelblich oder in verschiedenen Rosa- bis Violetttönen. Wilde Oleander blühen meist rosarot.
Der Oleander ist Mittelmeerraum und in Asien in wärmeren Gegenden heimisch. In Mitteleuropa wird Oleander gerne in Kübeln als Zierpflanze angebaut. In seiner Heimat wird der immergrüne Oleander bis zu fünf Meter hoch. Der Stamm verholzt im Laufe der Zeit. Die lanzettförmigen Blätter sind ledrig und werden bis zu 15cm lang. In der Mitte der Blätter verläuft ein ausgeprägter Nerv. Sie wachsen meist in Dreiergruppen quirlförmig um den Stamm herum. Die attraktiven Blüten erscheinen ab Mitte Juni bis September. Sie wachsen in einer Rispe in Trugdolden-Form. Die Blüten haben fünf Blütenblätter und sind rot, rosa, weiß oder sogar gelb. Aus den Blüten entwickeln sich Samenkapseln, die bis zu 15 cm lang werden und die viele Samen ent-halten.

BACHBLÜTEN
Loslassen der Vergangenheit (16 Honeysuckle)
- Diese Menschen können ihre Vergangenheit nicht loslassen
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie die Vergangenheit allmählich hinter sich lassen
BACHBLÜTEN
Ich fühle mich die meiste Zeit antriebslos (17 Hornbeam)
- Diese Menschen fühlen sich die meiste Zeit antriebslos
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie die Antriebslosigkeit  
ERNÄHRUNG
Protein
Proteine oder Eiweißstoffe sind unentbehrlich für das Aufrechterhalten von Körpersubstanzen, die einem ständigen Auf- und Abbau unterliegt.
Der Name Protein leitet sich vom griechischen Wort „porteos“ – „an erster Stelle stehend“ ab. Die Zufuhr von Proteinen mit der Nahrung ist lebensnotwendig.
Zurück zum Seiteninhalt