Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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24.09.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > September > 24.09.18-30.09.18


INGWER


Ingwer wird als Gewürz immer beliebter in Mitteleuropa, wahrscheinlich auch, weil die exotische Küche sich immer mehr verbreitet. In vielen Lebensmittelläden erhält man inzwischen schon frische Ingwerwurzeln. Aber nicht nur als exotisches Gewürz ist Ingwer geeignet, sondern auch als wertvolles Heilmittel. Seine besondere Fähigkeit ist die Beseitigung von Übelkeit.
Der Ingwer, auch Ingber, Imber, Immerwurzel, Ingwerwurzel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ingwer innerhalb der Familie der  Ingwergewächse. Der unterirdische Hauptspross des Ingwers, das Ingwer- Rhizom (auch Ingwerwurzelstock genannt), wird als Küchengewürz oder Arzneidroge verwendet; die pharmazeutische Bezeichnung für das Ingwer-Rhizom lautet Zingiberis rhizoma.

Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Magen stärkend, Magengeschwür, Übelkeit, Reisekrankheit, Seekrankheit, Reizmagen, Blähungen, Husten, schleimlösend,  Kopfschmerzen, Periodenkrämpfe
wissenschaftlicher Name:
Zingiber officinale
Pflanzenfamilie:
Ingwergewächse = Zingiberaceae
englischer Name:
Ginger
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Zingiberen, Zingiberol, Gingerol, Shogaol
Sammelzeit:
Spätherbst

Anwendung
Die Ingwerwurzel hilft als Tee oder Tinktur gegen Appetitlosigkeit und Magenprobleme. Die Bildung der Verdauungssäfte wird angeregt. Obwohl Ingwer eine gewisse Schärfe besitzt, hilft er trotzdem bei Magengeschwüren. Besonders nützlich ist die Wirkung des Ingwers gegen Übelkeit. Er hilft vor allem auch gegen Reiseübelkeit und Seekrankheit. Nur gegen Schwangerschaftserbrechen sollte man den Ingwer nicht einsetzen. Bei akuter Übelkeit hilft es besonders gut, eine dünne Scheibe frischen Ingwers zu kauen. Auch gegen Krankheiten der Atmungsorgane hilft der Ingwer und außerdem gegen Menstruationsbeschwerden und Krämpfe, die auf Kälte zurückzuführen sind.
Als Nahrungspflanze
Als grünen Ingwer bezeichnet man die jung geernteten, milder schmeckenden Rhizome. Die Rhizome wer-den − vor allem in  Süd- und  Ostasien, und dort schon seit langer Zeit − als Gewürz und  Heilmittel (z. B. bei Husten) verwendet. Vor der Einführung der  Chilischoten aus Amerika zu Beginn der Neuzeit war Ingwer neben Pfeffer in Ostasien meist das einzige verfügbare scharfe Gewürz. Ingwer hat eine antibakterielle sowie  virustatische Wirkung, wirkt antiemetisch (vor Erbrechen schützend), fördert die Durchblutung, steigert die  Gallensaft-Produktion. In Japan werden die besonders dicken Ingwerwurzeln von Rhizotomen geerntet, weil sie als Aphrodisiakum sehr begehrt sind. Je nach Produktionsmethode, Erntezeitpunkt und Zubereitungsart wird Ingwer ein mildes oder scharfes Gewürz. Ingwer ist auch als naturreines Pflanzengetränk (Ingwerpresssaft) erhältlich. Lebensmittelchemiker fanden heraus, dass der Ingwer enthaltene Scharfstoff Gingerol-6 Mundgeruch neutralisieren kann, indem es genau das Speichelenzym stimuliert, das Schwefelverbindungen zu lösen imstande ist.  
Gewürz
Ingwer zählt frisch wie auch getrocknet und gemahlen zu den bekannteren  Küchenkräutern und Gewürzen. So zerreibt man beispielsweise ein geschältes Stück des Ingwer-Rhizoms auf der Küchenreibe und gibt es (kurz nach dem Kochen oder Braten) in Suppen oder auch auf Hühnchenfleisch. Er passt zu Geflügel und Lamm sowie zu  Fisch und  Meeresfrüchten. Er dient pur oder in Mischungen (Curry, Chuneys, Marmeladen, Soßen) als Gewürz. Auch Lebkuchen, Printen, Milchreis, Obstsalat, Tee und fruchtige Kaltschalen werden mit gemahlenem Ingwer verfeinert.
Eingelegt
Ingwer-Pflaumen beziehungsweise Ingwer-Nüsse sind in  Sirup eingelegte Stücke frischen Ingwers. Als weitere süße Ingwerzubereitungen gibt es  kandierten (auch mit  Schokolade überzogenen) Ingwer und die vor allem in  Großbritannien beliebte Ingwerkonfitüre. Junge Ingwersprossen dienen in den Tropen gelegent-lich als sehr würziges  Gemüse oder als  Würzkraut. Aus Japan stammt in Essig eingelegter Ingwer, der als  Gari zwischen unterschiedlichen Sushi-Gängen gegessen wird und als solcher in Sushi-Restaurants auf der ganzen Welt verbreitet ist.
Getränk
Ingwer wird häufig in der Getränke- (Ginger Ale,  Ingwerbier) und Lebensmittelindustrie verwendet. Ginger Ale ist eine alkoholfreie Limonade mit Ingwergeschmack, die vor allem um die Mitte des 20. Jahrhunderts beliebt war. Wegen seiner anregenden Wirkung auf die  lt Schweißbildung ist Ingwer in heißen Ländern als Zu-satz in  Kaffee oder Tee beliebt. Auch reiner Ingwertee ist gebräuchlich.
Als Heilpflanze
Der „Ingwer-Wurzelstock" enthält einen zähflüssigen Balsam, der aus ätherischen Ölen und einem Scharf-stoffanteil, den  Gingerolen und Shoagolen, besteht. Zubereitungen aus dem „Ingwer-Wurzelstock" werden  antioxidative,  antiemetische,  entzündungshemmende sowie anregende Effekte auf die  Magensaft-,  Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion zugesprochen und daher insbesondere in der traditionellen asiatischen Medizin auch zur Behandlung von  Rheuma,  Muskelschmerzen oder  Erkältungen verordnet. Die  Kommission E und die  European Scientific Cooperative on Phytotherapy (ESCOP) befürworten die An-wendung von Ingwerwurzeln bei Magen-Darm-Beschwerden und gegen Übelkeit.  Der Ingwer wurde vom NHV Theophrastus zur  Heilpflanze des Jahres 2018 gekürt.

Pflanzenbeschreibung
Ingwer wächst von Indien bis Malaysia, und auch in China wird er angebaut. Da der Ingwer in großer Menge als Gewürz gebraucht wird, wird er in Europa ausschließlich aus Anbaukulturen angeboten und nicht als Wildpflanze. Der vom Ingwer verwendete Pflanzenteil, der Wurzelstock, verbreitet sich waagrecht im Boden und verzweigt sich geweihartig. Aus dem Wurzelstock wächst ein Scheinstängel, der etwa einen Meter lang wird. Am Ende wächst auf dem Stängel eine zapfenartige Blütenähre, die grüne Deckblätter mit gelbem Rand hat. Darauf entfaltet sich eine orchideenähnliche Blüte in gelb, violett und braun. Im Herbst erntet man den Wurzelstock des Ingwers.
Vegetative Merkmale
Ingwer ist eine ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis über 150 Zentimetern erreicht. Der dicke Stängel und die langen Laubblätter geben der Pflanze ein schilfartiges Aussehen. Es wird ein verzweigtes  Rhizom als Überdauerungsorgan gebildet, das in der Erde horizontal wächst und innen gelblich und sehr aromatisch ist. Die Wurzeln werden entlang des Rhizoms als  Adventivwurzeln angelegt. Die mehr oder weniger zweizeilig angeordneten Laubblätter sind ungestielt. Die einfachen, parallelnervigen Blattspreiten sind 15 bis 30 Zentimeter lang und 2 bis 2,5 Zentimeter breit.
Generative Merkmale
Direkt aus dem Rhizom wird der Blütenstand gebildet; er besteht aus einem bis zu 25 Zentimeter langen Blütenstandsschaft, aus hellgrünen  Hochblättern, die manchmal einen gelblichen Rand aufweisen, und vielen Blüten. Die zwittrigen  Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die Blütenhülle ist nicht in Kelch und Kro-ne gegliedert, sie ist ein zweikreisiges Perigon. Die drei äußeren Tepalen sind etwa 1 Zentimeter lang und spathaförmig. Die drei inneren Tepalen sind röhrig verwachsen; die gelblich grüne Kronröhre ist 2 bis 2,5 Zentimeter lang; die drei Kronblätter sind etwa 1,8 Zentimeter lang, das zusätzliche, kürzere „Kronblatt", das „Labellum" (die zwei petaloiden verschmolzenen Staminodien im inneren Staubblattkreis), ist dreilappig und rötlich gefärbt und hell gepunktet, die zwei kleinen, seitlichen Lappen des Labellums sind etwa 6 Millimeter lang. Das fertile  lt Staubblatt im äußeren Kreis, gegenüber dem Labellum, ist dunkelviolett mit einem kurzen, rinnigen Staubfaden und einem etwa 9 Millimeter langen, lang gespornten Staubbeutel welche zusammen den Griffel umgreifen. Es sind im äußeren Staubblattkreis zwei petaloide Staminodien vorhanden. Drei  Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, dreikammerigen  Fruchtknoten verwachsen. Der lange Griffel ist vorstehend. Es werden  Kapselfrüchte gebildet. Die schwarzen Samen sind von einem weißen  Arillusumhüllt.





JALAPE

Die Jalape ist eine dekorativ blühende Rankpflanze, die in Mexiko heimisch ist. Früher wurde ihre Wurzel gerne als drastisch wirkendes Abführmittel verwendet, weil man damals an die heilsame Wirkung von starker Abführung glaubte. Heutzutage gilt die Jalape als giftig und wird medizinisch nicht mehr verwendet.
Jalape ist eine Pflanzen art aus der  Gattung der  Prunkwinden aus der  Familie der  Windengewächse.

Steckbrief
Anwendungsbereiche:
Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Früher als Abführmittel verwendet
wissenschaftlicher Name: Ipomoea purga
Pflanzenfamilie:
Windengewächse = Convolvulaceae
englischer Name:
Jalap bindweed
andere Namen:
Mexikanische Purgierwinde, Jalapenrinde
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Harz
Inhaltsstoffe:
Harz, Convolvulin, Jalapin, flüchtige Säuren, Glykoretine, Phytosterole, Cumarine, Mannit

Anwendung und Nebenwirkungen
Früher wurde die Wurzel der Jalape-Pflanze oder das daraus hergestellte Harz als starkes Abführmittel verwendet. Weil die Wirkung aber zu drastisch ist und starke, krampfartige Schmerzen als Nebenwirkungen haben kann, wird die Jalapenwurzel heutzutage nicht mehr als Heilpflanze verwendet. In hohen Dosen kann das Jalapenharz sogar zum Tod führen. Eine homöopathische Anwendung ist denkbar, wird auch hin und wieder praktiziert, ist im Allgemeinen aber nicht gebräuchlich. Früher wurden die getrockneten Jalapewurzelknollen beziehungsweise das aus ihnen extrahierte Harz (Jalapenharz) als stark, drastisch wirkende Abführmittel verwendet. Aufgrund der beträchtlichen Nebenwirkungen, wie z. B. krampfartige Schmerzen, wird die Anwendung heute nicht mehr empfohlen. Der Pharmakologe  Paul Trendelenburgschrieb 1926: Die drastisch wirkenden Abführmittel „sind hauptsächlich während des 17. und 18. Jahrhunderts, als man an die heilende Wirkung starker Purgierungen völlig übertriebene Erwartungen knüpfte und nicht davor zurückschreckte, auch metallische Gifte wie die Stibiate zur dratischen Entleerung des Darmes zu verwenden, viel in Gebrauch gewesen. ... Die Japapenwurzel kam um 1620 aus Mexiko nach Europa. ... Nach hohen Dosen tritt schwerste blutige Gastroenteritis auf, die ... den Tod herbeiführen kann." Auch in der  Homöopathie wurde das Harz verwendet.

Magische Anwendung
Die Jalapen steht in der Magie für Erfolg, Geldsegen, Glück und Liebe. Um die Jalape magisch zu nutzen, kann man die Wurzel mit Minzöl einreiben und in einem Beutel mit sich herumtragen. Dadurch sollen Geld, Erfolg und Liebe angezogen werden. Außerdem soll die Jalape vor Depressionen, Flüchen und Verhexungen schützen. Mit einem Ölauszug aus der Jalapenwurzel kann man ein magisches Salböl herstellen, mit dem man Gegenstände, z.B. Kerzen oder Beutel einreiben kann.

Geschichtliches
Um 1620 wurde die Jalapewurzel von Mexiko nach Europa eingeführt und als Heilpflanze verwendet. Im 17. und 18. Jahrhundert ging die Medizin davon aus, dass starkes Abführen (auch Purgieren genannt) eine ausgeprägte Heilwirkung bei zahlreichen Krankheiten hatte, ähnlich der Begeisterung für den Aderlass im Mittelalter. Daher waren stark abführende Heilpflanzen (Drastika) äußerst beliebt, selbst wenn sie schlimme Nebenwirkungen haben. Heutzutage sieht man Abführmittel deutlich skeptischer, weshalb unter anderem die Jalape als Heilpflanze völlig an Bedeutung verloren hat.

Pflanzenbeschreibung
Jalape ist in Mexiko, Panama und Jamaika heimisch. Sie wächst bevorzugt in feuchten Bergwäldern. Die mehrjährige Pflanze wird mehrere Meter lang und rankt sich links herum. Sie hat eine knollige Wurzel, die viel Harz enthält. Die Blätter werden zwischen 5 und 12 Zentimeter lang. Sie sind herzförmig und an der Ba-sis stark eingekerbt. Der Rand der Blätter ist glatt ohne Zacken oder Kerben. Die rot-violetten Blüten erschei-nen ab Dezember. Sie sind trichterförmig und werden bis zu 8 Zentimeter lang. Die Jalape ist eine  ausdauernde,  krautige Pflanze. Die 5 bis 11 cm langen  Laubblätter sind eiförmig bis breit eiförmig, dünn und häutig. Die  Blattspreite ist nach vorne spitz zulaufend oder selten zugespitzt, an der Basis herzförmig, der Blattrand ist ganzrandig. Die im Dezember blühenden  Blüten stehen einzeln oder zu zweit. Die unbehaarten Kelchblätter sind ungleich lang, erreichen 4 bis 9 mm Länge, ihre Form ist eiförmig, nach vorn abgestumpft und mit einer Spitze versehen. Die  Krone ist rot-violett bis rosa-violett gefärbt, die Kronröhre wird 7 bis 8 cm lang, der Kronsaum ist radförmig bis nahezu glockenförmig.



BACHBLÜTEN
Ich neige zu Perfektionismus (10 Crab Apple)
- Diese Menschen neigen zu Perfektionismus
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie die Perfektionismus eindämmen


BACHBLÜTEN
Man hat das Gefühl, die Verantwortung wächst einem über den Kopf (11 Elm)
- Diese Menschen haben das Gefühl, die Verantwortung wächst einem sprichwörtlich über den Kopf
- Mit der dementsprechender Bachblüte mindert sich das Gefühl, dass einem die Verantwortung über den Kopf wächst


ERNÄHRUNG
Reichlich Flüssigkeit (Regel 7)
Wasser ist absolut lebensnotwendig. Wenigstens 1,5 Liter sollte die tägliche Flüssigkeitszufuhr betragen. Be-sonders geeignet sind neben Trink- und Mineralwasser verdünnte ungesüßte Fruchtsäfte und Gemüsesäfte, ungezuckert Früchte- und Kräutertees. Kaffee, Schwarztee, grüner Tee und alkoholische Getränke sind Genussmittel und sollte daher in entsprechend geringer Menge verkonsumiert werden.


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