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Baumwollpflanze
Die Baumwollpflanzen oder Baumwolle ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Malvengewächse. Es gibt etwa (20 bis) 51 Arten in den Tropen und Subtropen. Baumwolle ist eine sehr alte Kulturpflanze. Ungewöhnlich ist, dass mindestens vier Völker möglicherweise unabhängig voneinander diese Pflanzengattungtung domestizierten. Zweimal geschah dies in der Neuen Welt mit den Arten Gossypium hirsutum und Gossypium barbadense und in der Alten Welt je einmal in Asien und Afrika. Aus den Samenhaaren wird die Baumwollfaser, eine Naturfaser, gewonnen. Die in den Tropen und Subtropen heimische Baumwolle wird in erster Linie zur Produktion der Bekleidungsfasern Baumwolle genutzt. Die Baumwolle ist jedoch auch eine Heilpflanze. Man kann die Rinde der Wurzel niedrig dosiert gegen Frauenbeschwerden verwenden.
Steckbrief
Heilwirkung: Wechseljahresbeschwerden, unregelmäßige Periode
wissenschaftlicher Name: Gossypium
Pflanzenfamilie: Malvengewächse = Malvaceae
englischer Name: Cotton
Verwendete Pflanzenteile: Rinde der Wurzel
Inhaltsstoffe: Harz, Gossypol
Anwendung
Der Hauptanwendungsbereich für Baumwolle ist eindeutig die Textilindustrie. Mit einem Mengenanteil von etwa 33 Prozent an der weltweiten Produktion von Textilfasern (einschließlich anderer Naturfasern und Che-miefasern) und einem Mengenanteil von etwa 75 Prozent an den Naturfasern ist Baumwolle die mit Abstand am häufigsten eingesetzte Naturfaser für Heim- und Bekleidungstextilien. Außer in der Textilindustrie finden Baumwollfasern aber auch in vielen anderen Bereichen Verwendung, beispielsweise als Verbandsmaterial in der Medizin sowie bei Kosmetik und Hygiene als Watte oder Wattestäbchen. Fischernetze, Seile und Taue bestehen häufig ganz oder teilweise aus Baumwollfasern, ebenso Zelte, Planen und Persennings. Früher wurden auch Feuerwehrschläuche aus Baumwolle gefertigt. Baumwolle findet bei der Herstellung von einigen Papiersorten, von Zellulose, Kaffeefiltern, Bucheinbänden und Banknoten Verwendung. Baumwolle wird auch als Verstärkungsfaser für naturfaserverstärkte Kunststoffe eingesetzt. Haupteinsatzgebiet hierfür sind duroplastische Verbundwerkstoffe vor allem für Lkw-Fahrerkabinen. Durch ihre hohe Dehnfähigkeit ermöglicht die Beimischung von Baumwollfasern zu anderen Naturfasern eine deutliche Verbesserung der Schlagzähigkeit dieser Werkstoffe. In Form von Nitrocellulose dient Baumwolle zur Herstellung von Munition und Sprengstoff. Baumwollsamenöl fällt als ein Nebenprodukt der Baumwollproduktion an und kann im raffinierten Zustand als Speiseöl oder Brennstoff genutzt werden. Es ist ein Grundstoff in der kosmetischen Industrie. Der nach dem Auspressen des Öls verbleibende Ölkuchen dient häufig als eiweißreiches Viehfutter, wird jedoch aufgrund seines hohen Gossypol­gehalts nur an ausgewachsene Wiederkäuer verfüttert. Die Samen können zu zirka 20 Prozent Öl und 50 Prozent Baumwollsamenkuchen gepresst werden. Schalen bilden den Rest. Baumwollsamen galten in den USA früher auch als Hausmittel, um einen Schwangerschaftsabbruch herbeizuführen.
Beschreibung
Gossypium-Arten sind dimorph: Während der Haupttrieb eine durchgehende, vegetative Achse bildet, kommt es an den Seitentrieben zur Blütenbildung. Die Seitentriebe sind außerdem sympodial, denn nach jeder Blüte stellt die alte Achse ihr Wachstum ein. Die neue Zweigachse wird von einer neben der Blüte auskeimenden Knospe übernommen.
Gossypium-Arten wachsen als einjährige bis ausdauernde, krautige Pflanzen, manchmal als Sträucher. Alle oberirdischen Pflanzenteile sind mit dunklen Öldrüsen punktiert. Die wechselständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreiten sind meist handförmig drei- bis neunlappig, selten ohne Lappen. Es sind Nebenblätter vorhanden.
Die im oberen Bereich der Pflanzen gebildeten Blüten stehen einzeln. Die Blütenstiele besitzen meist Drüsen direkt unter demNebenkelch. Die meist drei, selten bis sieben Nebenkelchblätter sind laubblattähnlich, drüsig, frei oder an ihrer Basis verwachsen, ganzrandig oder gezähnt bis tief geschlitzt. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch, fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die fünf Kelchblätter sind becherförmig mehr oder weniger hoch verwachsen. Die fünf freien, relativ großen Kronblätter sind oben gerundet. Die Kronblätter besitzen eine weiße oder gelbe Grundfarbe und sind im Zentrum der Blüte manchmal purpurfarben. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter zu einer den Stempel umgebenden Röhre verwachsen, der sogenannten Columna. Drei bis fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, drei- bis fünfkammerigen Fruchtknoten verwachsen mit je zwei Samenanlagenin jeder Kammer. Der kurze, stabförmige Griffel endet in einer keulenförmigen, drei- bis fünfrilligen Narbe. Die kugelige oder ellipsoide Kapselfrucht öffnet sich bei Reife mit drei bis fünf Klappen. Die kugeligen Samen besitzen intensiv weiße, lange wollige Trichome (Samenhaare) gemischt oder ohne kurze Trichome.
Inhaltsstoffe
Die giftigen Samen enthalten bis zu 1,5 Prozent Gossypol.
Citronellgras
Das Zitronengras, auch genauer Westindisches Zitronengras, Westindisches Lemongras oder Guatemaltekisches Lemongras oder Sereh genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Süßgräser. Diese Art und einige andere Cymbopogon-Arten werden als Gewürz- und Heilpflanze angebaut und verwendet.
Steckbrief
Heilwirkung: Rheuma, desinfizierend
wissenschaftlicher Name: Cymbopogon nardus
Verwendete Pflanzenteile: Gras, ätherisches Öl
Anwendung
Die schilfartigen grünen Pflanzenteile, insbesondere die saftigen Halme und die Basis der Blätter, werden vor allem frisch in der Küche als Gewürz verwendet. Getrocknetes Zitronengras ist in Stücken oder gemahlen im Handel erhältlich, weist aber nur ein schwaches Aroma auf. Die langen, frischen Blätter werden in vielen Ländern Asiens (zum Beispiel in Thailand) auch für die Zubereitung durstlöschender Teegetränke verwendet. Die Stiele werden weich geklopft, bevor sie mit kochendem Wasser überbrüht werden, damit sich die ätherischen Öle besonders gut lösen. Zitronengras verleiht Kräuterteemischungen eine exotische Note. Lemongras wird auch in anderen nichtalkoholischen Getränken verwendet. Es wird in Backwaren und in Konfekt verarbeitet. Der Geschmack von Zitronengras ist frisch und zitronen-artig mit einem Hauch von Ro-senduft. Es verleiht damit zubereiteten Speisen ein besonders rundes Aroma. Typisch ist es für viele vietna-mesische und indonesische Gerichte. Mittlerweile ist Zitronengras auch in Mitteleuropaeine übliche Zutat für verschiedene Speisen und Getränke. Die Bezeichnung der Droge lautet Herba Andropogonis, Cymbopogon-citratus-Blätter (Zitronengras) und Cymbopogon citrati aetheroleum (Lemongrasöl). Lemongras-Öl wird vielseitig als Duftstoff in Parfumen und Kosmetika wie Seifen und Cremes verwendet. Das aus dem Öl extrahierte Citral wird als Geschmacksstoff für Softgetränke, in Duftseifen und Detergentien, als Duftstoff in Parfum und Kosmetika sowie zum Maskieren unangenehmer Gerüche in verschiedenen industriellen Produkten verwendet. Sein ätherisches Öl hat einen zitronenähnlichen Geruch und Geschmack und enthält bis über 80% Citral und bis zu 20% Myrcen. Die ätherischen Öle von Zitronengras und anderen aromatisch duftenden Süßgräsern werden auch in abschreckenden Mitteln gegen stechende Insekten (Repellents) verwendet. An medizinischen Wirkungen wird Lemongras eine Minderung von Blähungen nachgesagt. Für Cymbopogon citratus eine antimikrobielle Aktivität berichtet. Das Öl von Cymbopogon citratus wirkt im Zentralnervensystem beruhigend. Das Öl hat möglicherweise auch eine gewisse pestizide und mutagene Wirkung. Es wird auch als Zierpflanze in Parks und Gärten verwendet.
Pflanzenbeschreibung
Das Westindische Zitronengras wächst als immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1 bis zu 2 Meter erreicht. Sie bildet durch kurze Rhizome dichte Horste. Die robusten Halme besitzen einen Durchmesser von etwa 4 Millimeter und sind unterhalb der Knoten (Nodien) bemehlt. Ihre Laubblätter entwic-keln einen aromatischen Duft. Die Laubblätter sind in Blattscheide und Blattspreite gegliedert. Die Blattscheide ist kahl und innen grünlich. Die einfache, derbe, bläulich-grüne Blattspreite ist 30 bis 90 Zentimeter lang sowie 0,5 bis 2 Zentimeter breit, verschmälert sich in Richtung Blattscheide, verschmälert sich allmählich zur Basis hin und besitzt ein lang zugespitztes oberes Ende. Die Blatthäutchen (Ligulae) sind etwa 1 Millimeter lang.
Der relativ große, zusammengesetzte, lockere, rispige Gesamtblütenstand ist 30 bis zu 60 Zentimeter lang und hängend. Die Verzweigungen sind dünn. Die rötlichen oder gelblich-braunen Tragblätter sind 1,5 bis 2 Zentimeter lang. Die in Paaren stehenden traubigen Teilblütenstände sind 1 bis 2,5 Zentimeter lang. Sowohl die Internodien der Blütenstandsachse (Rhachis) als auch die Stiele der Teilblütenstände sind locker 2 bis 3 mm lang zottig behaart. Die fast stielförmige Rhachis ist an den Verzweigungen zerbrechlich. Die sit-zenden Ährchen sind bei einer Länge von 5 bis 6 Zentimeter und einer Breite von etwa 0,7 Millimeter im Umriss linealisch oder lanzettlich und am oberen Ende abgeflacht. Die in Paaren stehenden Ährchen sind 4 bis 5 Millimeter lang. Jeweils eines des Ährchenpaares ist fertil und sitzend und das andere steril und ge-stielt. Die fertilen Ährchen enthalten an ihrer Basis ein steriles Blütchen, dann folgt ein fertiles Blütchen, aber es ist keine Rhachisverlängerung vorhanden. Die Blüten besitzen den typischen Aufbau der Poaceae-Blüten. Die untere Hüllspelze ist lanzettlich, flach oder etwas konkav zur Basis hin, mit zwei scharfen, nicht kantigen Kielen, zwischen denen keine Nerven erkennbar sind. Die obere Hüllspelze ist lanzettlich, schmal und einfach, ohne Granne oder etwas zweilappig mit einer etwa 0,2 Millimeter langen Stachelspitze. Die Deckspelze ist lanzettlich und durchscheinend mit glattem oder gezähntem oberen Ende. Die Vorspelze ist winzig oder fehlt. Es sind nur drei Staubblätter vorhanden. Die Griffel sind frei.
Bachblüten
Ich fühle mich isoliert (Holly)
- Diese Menschen fühlen sich isoliert
- Mit der dementsprechenden Bachblüte fühlen sie sich nicht mehr isoliert
Bachblüten
Man bezieht sich ständig auf Vergangenes, innerlich und in der Unterhaltung mit anderen (Honeysuckle)
- Diese Menschen beziehen sich ständig auf Vergangenes, innerlich und in den Unterhaltungen mit anderen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte beziehen sie sich nicht mehr ständig auf Vergangenes
Speiseöl
Die Pflanzenwelt ist reich an ölhaltigen Samen, Saaten, Kernen, Keimen und Früchten.
Eine der ältesten Ölquellen sind die Früchte des Ölbaums.
Geschmack, Aroma und Farbe eines Öles werden bei Pflanzen durch die Pflanzenart und das Herstellungsverfahren bestimmt.
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