Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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24.07.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juli > 23.07.18-29.07.18



GOTTESGNADENKRAUT
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Das Gottesgnadenkraut mit seinen hübschen weißen Blüten findet man kaum noch wildwachsend in der freien Natur. Es ist sehr selten geworden. Selten geworden ist auch seine Anwendung in der Heilpflanzenkunde, denn trotz seines vielversprechenden Namens ist das Gottesgnadenkraut leider giftig. Für die traditionellen Anwendungsgebiete, wie beispielsweise Verstopfung und Herzschwäche, kennt man inzwischen andere Heilpflanzen, die weniger gefährlich sind. Nur in der Homöopathie wird das Gottesgnadenkraut unter dem Namen "Gratiola" weiterhin angewendet, denn durch die Potenzierung verliert sich die Giftigkeit der Pflanze.
Das Gottes-Gnadenkraut, kurz auch Gnadenkraut, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der  Wegerichgewächse. Sie ist von  Europa bis  Zentralasien verbreitet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Achtung! Giftig. Nur homöopathisch anwenden
Heilwirkung:
abführend, harntreibend, herzstärkend, menstruationsfördernd
Anwendungsbereiche:
Früher: Gallebeschwerden, Geschwüre, Herzschwäche, Leberbeschwerden, Ödeme, Schlecht heilende Wunden, Tumore, Unterschenkelgeschwüre, Verstopfung, Wassersucht, Würmer, Homöopathisch (D3 - D12): Darmentzündung, Darmkrämpfe, Gastritis, Hautausschläge, Juckreiz, Leberschwäche, Kopfschmerzen, Magenschleimhautentzündung, Magenschwäche, Reizbarkeit, Rheuma, Verdauungsbeschwerden
wissenschaftlicher Name:
Gratiola officinalis
Pflanzenfamilie:
Wegerichgewächse - Plantaginaceae (früher: Braunwurzgewächse - Scrophulariaceae)
englischer Name:
Common Hedgehyssop
andere Namen:
Allerheiligenkraut, Erdgalle, Fischkraut, Gallenkraut, Gichtkraut, Gradeze, Heckenysop, Laxierkraut, Magenkraut, Nieskraut, Purgierkraut, Speikräuterl, Wilder Aurin
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Glykoside: Cucurbitacin, Gratiotoxin, Gratiosid, Gratiogenin, Gratiogeninmonoglucosid; Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine
Sammelzeit:
Juni bis August

Anwendung
Madaus zufolge kannten antike Ärzte das Kraut nicht, trotz fraglicher Zuordnung von Dioskurides‘ „Papaver spumeum". Bei  Valerius Cordus heißt es „Limnesium", bei  Matthiolus und  Dodonaeus Gratiola. Auch andere lobten die Heilkraft gegen Ödeme, Jodismus und als Ersatz für  Jalape. Matthiolus schildert Gratiola als abführend, harntreibend und wundheilend, so auch von Haller für „zähen Schleim wie auch wässerige Feuchtigkeiten und Galle", bei  Hydrops, Kachexie, Ikterus, Malaria, Amenorrhoe, Hüftweh und Würmern, ähnlich Weinmann, nur mit Vorsicht wegen der abführenden Wirkung, Osiander, Hufeland auch bei  Melancholie und Delirium potatorum. Kostrzewski empfiehlt es zur Beruhigung Tobsüchtiger und bei venerischer  Lues, Clarus bei psychischen Leiden durch kranke Verdauungsorgane. Wolff gab es bei  Gicht, Wachtel wie auch Otzolig bei Malaria, Schroff zum Abführen, Leclerc bei tuberkulösem  Aszites.  Schulz zeigte an Gesunden Sehstörungen mit Kurz-, Weitsichtigkeit und Grünblindheit. Skokan bestätigt die Wirkung bei Hautkrankheiten. Die Autoren geben zur Verwendung Kraut oder Blätter an, teils auch mit Wurzel, Sammelzeit sei kurz vor der Blüte. Madaus sieht insgesamt Indikationen zum Abführen besonders von  Bauchwasser, in vorsichtig ansteigenden Dosen zur Vermeidung von Brechreiz, bei alten Hautkrankheiten, Ulcera und Gicht, fer-ner  Epilepsie und Nervenleiden mit gestörter Verdauung und Menstruation. Das  Herzglykosid Gratiotoxin sei mehr in den Blättern bzw. alkoholischen Auszügen. Die Homöopathie nutzt Gratiola selten bei  Nymphomanie mit Verdauungsstörung.  Wenn man den Namen Gottesgnadenkraut hört, erhofft man sich eine Heilpflanze mit vielfältigen, gar wundersamen Heilwirkungen. Früher mag man das beim Gottesgnadenkraut auch so gesehen haben, aber der moderne Heilpflanzenfreund ist eher enttäuscht, wenn er hört, dass die Pflanze so giftig ist, dass man sie überhaupt nicht als Heilpflanze nutzen sollte. Selbst äußerlich sollte man auf die Anwendung des Gottesgnadenkrautes verzichten, denn sie wirkt stark hautreizend. Einige der Inhaltsstoffe des Gottesgnadenkrautes sind jedoch sehr vielversprechend. Sie werden daher wissenschaftlich untersucht, ob sie gegen Krebs und andere schwere Erkrankungen helfen können. Im Erfolgsfall wird es vielleicht künftig Medikamente geben, die Einzelwirkstoffe des Gottesgnadenkrautes enthalten, ohne die Giftwirkung der ganzen Pflanze. Übrigens werden auch andere Heilpflanzen im Volksmund als "Gottesgnadenkraut" bezeichnet, beispielsweise das  Tausendgüldenkraut. Die beiden Pflanzen haben jedoch nichts miteinander zu tun.
Homöopathische Anwendung
Wegen der Giftigkeit kann man das Gottesgnadenkraut nur homöopathisch verwenden. In der Homöopathie trägt es den Namen "Gratiola". Am besten nimmt man die Potenzen D3 bis D12. Manche verwenden auch die Potenz D2. Als Dosierung eignet sich: 3 bis 5 mal täglich 5-10 Tropfen oder Globuli. Gratiola hilft bei verschiedenen Verdauungsbeschwerden. Man kann es auch bei Juckreiz, Hautausschlägen, Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Rheuma versuchen.

Giftwirkung
Das Gottesgnadenkraut hat eine starke Giftwirkung. Für die Giftwirkung sind vermutlich vor allem die Substanzen Cucurbitacin und Gratiotoxin verantwortlich. Bei leichten und mittelschweren Vergiftungen kommt es zu Übelkeit, vermehrtem Speichelfluss, Erbrechen, Bauchkrämpfen, brennendem Harndrang. Wenn die Vergiftung schwerer ist, kommt es auch zu blutigen Durchfällen, Nierenschäden, Krämpfen, Herzrhythmusstörungen, Atemproblemen, Sehstörungen und Farbveränderungen beim Sehen. In sehr schweren Fällen kommt es zum Kollaps und Tod, vermutlich durch Atemlähmung.
Erste Hilfe
Bei Vergiftungen mit Gottesgnadenkraut sollte man sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme hilft zuerst Erbrechen auslösen und dann die Einnahme von pulverisierten Kohletabletten. Zusätzlich soll viel warmer Tee getrunken werden. Falls es im Krankenhaus zu einer Atemlähmung kommt, wird künstlich beatmet.

Magische Anwendung
Mit dem Gottesgnadenkraut wurde früher ein spezielles Ritual durchgeführt, damit es gegen böse Geister und bösartige Geschwüre helfen können sollte. Am 15. August (Maria Himmelfahrt) wurde das Kraut betender weise gepflückt und dann unter das Altartuch der Kirche gelegt. Sobald der Priester nichtsahnend darüber seine Messe gelesen hatte, konnte man das Kraut entfernen und für magische und Heilzwecke nutzen.

Geschichtliches
Im Altertum war das Gottesgnadenkraut eher unbekannt, vermutlich weil es keine typische Mittelmeerpflanze ist. Im späten Mittelalter wurde das Gottesgnadenkraut gerne gegen epileptische Anfälle und Tobsucht angewendet. Die Volksmedizin in Mitteleuropa schätzte das Gottesgnadenkraut sehr; so sehr, dass es seinen Namen mit dem besonderen Gottesbezug bekam. Es wurde gegen zahlreiche Verdauungsbeschwerden und gegen Herzschwäche verwendet. Sicherlich war es durchaus wirksam, aber oft kam es wegen seiner Giftigkeit schon bei vernünftiger Dosierung zu heftigen Nebenwirkungen. Weil es zu Blutungen im weiblichen Genitalbereich führt, wurde es auch für Abtreibungen verwendet, sicherlich relativ häufig mit Todesfolge. Äußerlich wurde das Gottesgnadenkraut gegen Geschwüre, vor allem im Fußbereich, angewendet. Es sollte sogar bösartige Geschwüre (z.B. Hautkrebs) heilen. Diese Anwendung mag durchaus funktioniert haben, weil die Hautreizung zu einer verstärkten Durchblutung führt, was oftmals einen Heilungsprozess auslöst.

Pflanzenbeschreibung
Das Gottesgnadenkraut wächst als ausdauernde  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 40, bisweilen 60 Zentimetern. Sie bildet kurze  Ausläufer. Die aufrechte  Stängel ist unten rund und oben fast vierkantig. Die oberirdischen Pflanzenteile sind scheinbar kahl. Die kreuzgegenständigen und stängel-umfassenden  Laubblätter sind schmal lanzettlich, spitz und ganzrandig oder entfernt gesägt. Die hellgrünen Blattspreiten erscheinen durch eingesenkte Drüsenhaare punktiert. Die Blütezeit des Gottes-Gnadenkrautes reicht von Juli bis August. Die lang gestielten  Blüten stehen einzeln in den Blattachseln. Die zwittrigen Blüten sind  zygomorph. Die blassrosafarbenen bis weißen, zuweilen rötlich geäderten  Kronblätterwerden 10 bis 18 Millimeter lang und sind röhrig verwachsen. Die Kronröhre ist gelb und innen bärtig. Die Oberlippe ist behaart. Die braune  Kapselfrucht ist 5 Millimeter lang, tropfenförmig, kugelig und springt vierkappig auf. Die Samen sind etwa 6 bis 8 Millimeter lang. Die Samenschale ist netzartig. Gottesgnadenkraut ist in Mittel- und Osteuropa heimisch, kommt aber inzwischen nur noch selten vor. Es wächst bevorzugt an feuchten Standorten, wie beispielsweise Gräben, Ufern, Moorwiesen und dergleichen. Außerdem sollte der Boden am besten zuvor aufgerissen worden sein, beispielsweise durch scharrende Tiere. Weil solche Stellen immer weniger werden, und wenn sie vorkommen, häufig schnell von anderen Pflanzenarten besetzt werden, ist das Gottegnadenkraut zur bedrohten Art geworden. Man darf das Gottesgnadenkraut daher auch nicht in der Natur sammeln, weil es eine geschützte Pflanze ist. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst einen vierkantigen Stängel aus, an dem lanzettliche schmale Blätter kreuz-gegenständig wachsen. Die Blätter sind an ihren Rändern fein gesägt. Ab Juni bis August wachsen aus den Blattachseln weiße Blüten, die an relativ langen Stängeln sitzen. Die Blüten haben Röhrenform und sind innen gelblich. Aus dem Innern ziehen sich dünne, dunkle Linien bis in den weißen Bereich der Blütenblätter. Wegen der Form der Blüten wurde das Gottengnadenkraut früher zur Familie der Rachenblütler gezählt. Doch diese Familie wurde in Braunwurzgewächse umbenannt und zahlreiche Pflanzenarten wurden anderen Pflanzen-Familien zugeordnet, als eine genetische Zuordnung möglich wurde. Daher gehört das Gottesgnadenkraut jetzt zu den Wegerichgewächsen und ist verwandt mit dem Fingerhut, aber auch mit dem Spitzwegrich, was erstaunlich scheint. Aus den Gottesgnadenkraut-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Früchte. Die Früchte sind kleine Kapseln mit jeweils zwei Fächern, in denen viele Samen zu finden sind.

Anbautipps
Wenn man das Gottesgnadenkraut anpflanzen will, braucht man ein sehr feuchtes Stückchen Erde. Außerdem braucht das Gottesgnadenkraut viel Sonne. Am einfachsten ist es, fertige Pflanzen einzupflanzen. Wenn sie sich wohlfühlen, vermehren sie sich durch Wurzelausläufer von selbst. Man kann das Gottesgnadenkraut auch aus Samen anziehen, aber die Erfolgschancen hierbei sind geringer als bei der Verwendung fertiger Pflanzen.

Sammeltipps
Da das Gottesgnadenkraut nicht nur stark giftig, sondern auch geschützt ist, sollte man es nicht sammeln.



HEUBLUME

Heublumen, auch Grasblüten genannt, sind ein Detritus-Gemisch von Blütenteilen, Samen, kleineren  Blatt- und Stängelstücken verschiedener Wiesenpflanzen. Sie bestehen vornehmlich aus den Gräsern Quecke Trespe, Wiesen- Lolch, Wiesen-Schwingel, Wiesen-Lieschgras, Wiesen-Fuchsschwanz, Ruchgras und  Knäuelgras. Das geerntete Heu wird lediglich durch mehrfaches Sieben von groben Stängelteilen, Sand, Staub und Erde befreit. Auf dem Land gelten als Heublumen alle Pflanzenteile, die auf der Tenne von der Heugabel nicht erfasst werden. Nicht selten liegt eine dicke Heublumenschicht auf dem Tennenboden. Neben den im Pflanzenreich überall vorkommenden Stoffen können in unterschiedlichen Mengen Flavonoide, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Cumarine und  Furanocumarine nachgewiesen werden.

Steckbrief
Heilwirkung:
Erkältungen, Grippe, Muskelkrämpfe, Rheuma,  Wechseljahresbeschwerden, beruhigend, schmerzlindernd
wissenschaftlicher Name:
Poaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten
Sammelzeit:
Sommer

Verwendung
Die Volksmedizin gebraucht Heublumen für Umschläge, Auflagen und Bäder zur Schmerzlinderung, Beruhigung und Entspannung bei verkrampfter Muskulatur und zur Durchblutungssteigerung. Heublumenbäder, -wickel und -umschläge gelten in der Volksmedizin als abwehrkräftestärkend und werden bei Erkältungskrankheiten und Fieber sowie bei Rheuma mit Erfolg gebraucht. Auch bei Wechseljahresbeschwerden, vegetativer Dystonie,  Hautleiden,  Nieren- und Blasenleiden finden Heublumen äußerlich Anwendung. Schon  Sebastian Kneipp war von der positiven Wirkung der Heublumen überzeugt – die evidenzbasierte Medizin hingegen spricht den Heublumen lediglich Wirksamkeit als lokales Wärmetherapeutikum bei rheumatischen Erkrankungen zu. Heublumen sollen nicht bei offenen Verletzungen, akuten Entzündungen und akuten rheumatischen Schüben eingesetzt werden. Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen sind nur in sehr seltenen Fällen zu befürchten. Bei der Anwendung von Heublumen als Bad oder Auflage ist detailliertes Wissen über die genaue Zubereitung erforderlich, ansonsten sind Misserfolge nicht auszuschließen. Heublumen findet man häufig auch in Heilkräutermischungen und -säckchen. Hier dienen sie vornehmlich als Träger für das in der Mischung enthaltene ätherische Öl. Ferner werden Heublumen wie das Heu selbst natürlich zur Tierfütterung verwendet (z. B. für Hühner, Pferde). In Futtermischungen werden Heublumen als Zutat ausgewiesen.



BACHBLÜTEN
Ich fühle mich elend (Willow)
-
Diese Menschen fühlen sich elendig
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das elendig allmählich hinter sich lassen


BACHBLÜTEN
Ich mag keine Konflikte (Agrimony)
-
Diese Menschen mögen keine Konflikte, egal ob es ihnen betrifft oder wenn zwei andere haben
- Mit der dementsprechenden Bachblüte nehmen sie Konflikte als normal hin und scheuen diese nicht mehr


ERNÄHRUNG
Einteilung von Eiweiß
Eiweiß bezeichnet man auch als Protein.
Eiweißlieferant
Pflanzlich: Hülsenfrüchte, Getreide/-produkte, Nüsse, Kartoffeln, Samen
  Pflanzliche Eiweißträger enthalten auch pflanzliche Fette (meist nur in Spuren), Ballaststoffe, Vitamine,
  Mineralstoffe
Tierisch: Fleisch/-produkte, Geflügel, Fisch, Innereien, Eier, Milch/-produkte
  tierische Eiweißlieferanten enthalten auch tierische Fette, Cholesterin, Purine, Mineralstoffe, Vitamine


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