Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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24.07.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juli > 24.07.17-30.07.17


HEIDELBEERE  

Wenn man im Sommer im Wald spazierengeht, hat man vielleicht das Glück auf größere Ansammlungen von Heidelbeeren zu stoßen. Mit diesen Beeren kann man sich äußerst lecker den Bauch vollschlagen (Achtung! Erst waschen, wegen möglicher Fuchsbandwurm-Eier). Man kann sie jedoch auch trocknen und als wirksames Mittel bei Durchfällen einsetzen. Auch für Haut- und Schleimhäute leisten die Heidelbeeren gute Dienste. Als Heilpflanze wurde die Heidelbeere zuerst von Hildegard von Bingen erwähnt.
Die Heidelbeeren sind eine Pflanzen gattung aus der Familie der Heidekrautgewächse. Sie werden im deutschen Sprachgebrauch allgemein als Heidelbeeren oder Blaubeeren bezeichnet, wobei die Bezeichnung im engeren Sinne nur für die in Europa verbreitetste Art gilt, die Heidel- oder Blaubeere. Die 450 bis 500 Vaccinium-Arten sind vorwiegend auf der  Nordhalbkugel beheimatet.

Steckbrief
Heilwirkung:
Durchfall, Mund- und Rachenentzündungen, Verdauungsstörungen bei Kindern, Diabetes (leichte Formen), antibakteriell, entzündungswidrig, Äußerlich (als Tinktur): Ekzeme, Bartflechte, schlecht heilende Geschwüre, juckende Hautausschläge
wissenschaftlicher Name:
Vaccinium myrtillus
Pflanzenfamilie:
Heidekrautgewächse = Ericaceae
englischer Name:
 Blueberry
volkstümlicher Name:
Blaubeeren, Mostbeere, Schwarzbeere, Staudelbeere
Verwendete Pflanzenteile:
Getrocknete Beeren, Blätter
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Glykosid Arbutin, Myrtillin, Neomyrtillin, Vacciniin, Hydrochinon, Chinasäure, Vitamin C, organische Säuren
Sammelzeit:
Juni bis August

Anwendung
Die Heidelbeeren kann man trocknen, sodass sie wie harte, kleine Rosinen sind. Diese trockenen Beeren kann man gegen Probleme der Mund- und Rachenschleimhaut kauen. Als Tinktur angesetzt, kann man sie bei Hautkrankheiten äußerlich anwenden. Auch als Pulver eignen sie sich zur äußeren Anwendung. Ein Tee aus den Blättern lindert leichte Formen von Diabetes. Diesen Tee sollte man jedoch nicht zulange einnehmen, weil die Glykoside in den Blättern auf Dauern zu leichten Vergiftungen führen können. Am besten verwendet man die Heidelbeerblätter in Teemischungen, dann sind sie unbedenklich.

Pflanzenbeschreibung
Die Heidelbeere wächst in lichten Wäldern und im Gebirge. Sie ist ein kleiner, bis zu 50cm hoher Halbstrauch mit kleinen eiförmigen Blättern. Im Mai und Juni blüht die Blaubeere und von Juli bis August trägt sie süße blaurote Beeren.
Erscheinungsbild und Laubblätter
Die Vaccinium-Arten wachsen als immergrüne oder laubabwerfende, kriechende, ausgebreitete, selbständig aufrechte oder kletternde Zwergsträucher, Sträucher oder Bäume. Meist wachsen sie terrestrisch, seltener auch epiphytisch. Die oberirdischen Pflanzenteile können kahl oder behaart sein; dabei sind die Haare gestielt oder ungestielt, sowie drüsig oder nicht drüsig.
Die wechselständig und spiralig oder sehr selten pseudowirtelig angeordneten Laubblätter können gestielt sein. Die häutigen bis ledrigen Laubblätter sind kahl oder behaart. Die einfachen Blattspreiten sind elliptisch, eiförmig, länglich-lanzettlich oder spatelförmig. Der flache oder zurückgebogene Blattrand ist glatt oder gesägt.
Blütenstände und Blüten
Die end- oder achselständigen, traubigen Blütenstände enthalten meist zwei bis zehn Blüten; manchmal stehen die Blüten einzeln oder zu mehreren in den Blattachseln. Es sind haltbare oder bald vergängliche  Tragblätter vorhanden. Kleine Deckblätter sind nur in der Sektion Oxycoccus vorhanden. Die Blütenstiele können nahe der Blüte verbreitert sein und meist sind sie gegliedert.
Die zwittrigen  Blüten sind radiärsymmetrisch und selten vier- oder meist fünfzählig mit doppelter  Blütenhülle (Perianth). Die selten vier oder meist fünf  Kelchblättersind nur an ihrer Basis verwachsen. Die meist fünf, selten vier oder sechs  Kronblätter sind meist auf fast ihrer ganzen Länge kugel-, glocken-, urnen- oder röhrenförmig verwachsen; selten sind sie fast frei. Die Farben der Kronblätter reichen von meist grün, weiß über creme- bis rosa- und bronzefarbe, selten sind sie rot. Die geraden bis zurückgekrümmten Kronzipfel sind meist kürzer als die Kronröhre. Es sind meist zwei, selten ein, Kreise mit je vier oder fünf  Staubblätternvorhanden, die die Krone meist nicht überragen. Die kahlen oder behaarten Staubfäden sind gerade und flach. Die Staubbeutel können Hörner besitzen. Der Diskus in ringförmig. Vier oder fünf  Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, vier- bis fünfkammerigen oder meist acht- bis zehn pseudokammerigen Fruchtknotenverwachsen. Es sind viele Samenanlagen vorhanden. Die Narben sind kopfig, beziehungsweise unauffällig und gestutzt.
Früchte und Samen
Kennzeichnend für die Gattung Vaccinium sind die eiförmigen bis kugeligen, fleischigen  Beeren. Die bei Reife roten oder blauen Beeren enthalten zwei bis vierzig Samen. Die relativ kleinen, eiförmigen bis ellipsoiden Samen besitzen eine netzartige, harte oder schleimige Samenschale (Testa).




RÖMISCHE KAMILLE


Den Kamillentee dürfe jeder aus seiner Kindheit kennen. Je nach Land ist die enthaltene Kamille eine andere. Es gibt zwei wichtige "Kamille"-Kräuter, einmal die  Echte Kamille und zum anderen die römische Kamille. So ist in Deutschland eher die Echte Kamille, in Frankreich und England die Römische Kamille beliebter. Von der römischen Kamille gibt es zwei Varianten: Gefüllte Römische Kamille, Ungefüllte Römische Kamille
Das  Mutterkraut (Tanacetum Parthenium) wird auch als römische Kamille bezeichnet, ist aber eine andere Pflanze. Die römische Kamille ist ein bitteres Kraut mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen. Die Römische Kamille hat nahezu die gleiche Heilwirkung wie die  Echte Kamille. In der Pflanzenheilkunde werden vor allem die Blütenköpfe der gefüllten römischen Kamille verwendet. Das ätherische Öl wird mit Wasserdampfdestillation aus den Blüten gewonnen. In der Homöopathie wird das blühende Kraut der ungefüllten römischen Kamille genutzt.
Die Römische Kamille ist eine Pflanzenart der  Korbblütler. Sie wird ähnlich wie die  Echte Kamille als Heilpflanze
verwendet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Blähungen, Krämpfe, Magenprobleme, Menstruationsprobleme
Heilwirkung:
antibakteriell, antidepressiv, appetitanregend, beruhigend, blähungstreibend, blutbildend, desinfizierend, entwässernd, entzündungshemmend, fiebersenkend, galletreibend, harntreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, menstruationeinleitend, nierenanregend, rheumalindernd, schlaffördernd, schmerzlindernd, schweißtreibend, stimmungsaufhellend, verdauungsfördernd, windtreibend, wurmabtötend
Anwendungsbereiche:
Abwehrschwäche, Akne, Arthritis, Asthma, Blähungen,  Blasenentzündung, Brechreiz, Bronchialstau, Darmparasiten, Dermatitis, Divertikulitis, Durchfall, Fieber, Furunkel, Fußpilz, Gelbsucht, Gelenkentzündung, Gelenkschmerzen, Hautentzündung, Hautunreinheiten, Herpes, Koliken,  Kopfschmerzen, Leberleiden, Magenkrämpfe, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Morgenübelkeit, Muskelkater, Muskelschmerzen, Nervenschmerzen, Nervosität, Neuralgie, Ohrenschmerzen, Regelschmerzen, Pickel, Pilzinfektion, PMS, Psoriasis, Reisekrankheit, Schlaflosigkeit, Schuppenflechte, Seekrankheit, Stress, Übelkeit, Verdauungsstörungen, Verstauchung, Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden, Wunden, Würmer, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name:
Anthemis nobilis L., Chamaemelum hortense, Chamaemelum nobile L.
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Roman Chamomile
volkstümlicher Name:
Dickköpfe, Große Kamille, Hemdknöpf, Härmelchen, Kathreinenblume, Kuhmelle, Römische Kamille, Wälsche Öpfelblumli, Welsch Kamillen, Tüfelschrut
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut, Blüten (Chamomillae romanae flos)
Inhaltsstoffe:
Angelikasäure-Ester, Antheocotulid, Ätherische Öle, Azulen, Bitterstoffe, Chamazulen, Flavonglykoside, Harz, Isobuttersäure, Nobilin, Pinocarvon, Polyacetylene
Sammelzeit: Juli - Oktober
Nebenwirkungen:
selten allergische Reaktionen, bei Dauergebrauch: Ner-vosität, Schwindel
Kontraindikation:
Korbblütlerallergie, Schwangerschaft, Stillzeit

Anwendung
Medizin
Die Römische Kamille wird in Westeuropa, besonders in Frankreich, Belgien und Großbritannien, wie die Echte Kamille verwendet. Verwendet werden die Blütenköpfchen, die als  Droge einen Mindestgehalt an ätherischen Ölen aufweisen müssen. Anwendungsgebiete sind - wiederum vor allem in Westeuropa - Menstruationsbeschwerden und als Karminativum bei Verdauungsproblemen. Weiters bei Nervosität, Hysterie und allgemeiner Schwäche. Äußerliche Anwendungen (Aufgüsse) erfolgen zur Wundspülung, bei Entzündungen etwa im Mundbereich. Mit warmen Aufgüssen kann blondes Haar aufgehellt werden.
Tee
1-2 Teelöffel (frische/getrocknete Blüten oder Kraut) mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, bedecken, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Etwa 2-3 Tassen lauwarmen Tees pro Tag. Hilft gegen Verdauungsprobleme, Schlaflosigkeit und Nervosität. Tee maximal 3 Wochen lang trinken.
Spülungen
Gurgeln mit dem Tee hilft bei Schleimhautentzündungen im Mund oder Rachen.
Umschlag
Ein Umschlag mit frischen Blätter oder Blüten oder einem Tee hilft bei der Wundheilung. Bei frischen Pflanzenteilen kann es aber zu unerwünschte Reaktionen der Haut kommen.
Gesichtsdampfbad
Gesichtsdampfbad mit dem Öl oder Tee dient der Hautpflege.
Einreibungen
Einreibungen mit dem Öl oder Tee helfen bei Magen-Darm-Problemen.
Sitzbäder
Sitzbäder mit Tee bei Magen-Darm-Problemen und Hautproblemen.
Salben/Cremes
Salben/Cremes helfen bei Hautprobleme, Rezept unter Kamillen-Zink-Creme
Inhalation
Asthma und Bronchialstau
Haarpflege
Tee als Haarwasser zur Aufhellung von nachgedunkeltem blondem Haar.
Aromatherapie
Das ätherische Römische Kamille-Öl duftet fruchtig und wirkt ausgleichend, besänftigend - bei Ärger, Missmut und Stress.
Homöopathie
Genutzt wird das blühende Kraut der Ungefüllten Römischen Kamille. Hilft bei Beschwerden durch nervöse Anspannung.

Geschichtliches
Mit Rom oder den Römern hat die römische Kamille nur den Namen gemeinsam. Die alten Ägypter weihten die Römische Kamille dem Sonnengott Ra. In der europäischen Volksheilkunde war die Römische Kamille schon immer eine sehr wichtige Heilpflanze. Seit dem 16. Jahrhundert ist die Pflanze in Europa als Heilpflanze dokumentiert, vor allem im Großraum London, da war die römische Kamille ein verbreitetes Unkraut. Tee wurde bei Trotzanfällen bei Kindern eingesetzt. Die römischen Kamille soll andere Pflanzen heilen, daher hat man früher die römischen Kamille neben kranke Pflanze gesetzt.

Pflanzenbeschreibung
Die römische Kamille kommt ursprünglich aus Nordafrika und ist in Westeuropa und rund ums Mittelmeer heimisch. Selten in der Natur meist nur in Kulturen, Gärten oder um Siedlungen zu finden. Sie wächst bevorzugt auf Grasfluren und an Gebüschen. Die mehrjährige winterharte Staude wächst dichtbüschig und wird zwischen 10 und 35 Zentimeter hoch. Die Blätter sind doppelt fiederspaltig. Die weißen Blüten erscheinen zwischen Juli und Oktober. Die Blüten sind weiß, haben ein gelbes Inneres. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 2cm. Die gefüllte ist etwas kleiner als die ungefüllte Variante.
Die Römische Kamille ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die intensiv aromatisch riecht. Sie erreicht Wuchshöhen von 15 bis 30 cm, ist zerstreut behaart und hat verzweigte Blütensprosse und kurze sterile Sprosse. Die Blätter sind sitzend, haben einen länglichen Umriss und sind zwei- bis dreifach  fiederschnittig. Die einzelnen Abschnitte sind linealisch und spitz. Die Blütenköpfchen stehen einzeln endständig und sind lang gestielt. Ihr Durchmesser beträgt 18 bis 25 mm. Die Hülle der Körbchen ist 4 bis 6 mm lang und halbkugelig. Die Hüllblätter stehen in wenigen Reihen, sind länglich bis verkehrt-eiförmig, angedrückt behaart, grün, breit und mit einem durchschei-nenden Hautrand. Der Boden der Köpfchen ist kegelförmig und markig. Die Spreublätter sind spatelförmig, stumpf und haben einen grünen Mittelstreifen und einen durchsichtigen Rand.
Die Zungenblüten sind weiblich, rund 10 mm lang und weiß. Recht häufig fehlen sie auch. Die  Röhrenblütenhaben eine gelbe Krone, die am Grund rundum eine schiefe Aussackung besitzt. Blütezeit ist Juni bis Oktober. Die Früchte sind rund 1 bis 1,3 mm lang, haben einen rundlichen Querschnitt und sind glatt und bräunlich.

Anbautipps
Pflegeleicht.
Ungefüllte römische Kamille
Im Frühjahr in Reihen mit etwa 45 cm Abstand aussäen.
Gefüllte römische Kamille
Die wird vegetativ vermehrt, da steril. März oder September auspflanzen, im Abstand von etwa 30-40 cm. Der Standort sollte volle Sonne haben und der Boden nährstoffreich, locker und trocken sein. Ein guter Bodendecker und einfach in Balkonkästen zu kultivieren. Nach der ersten Blüte zurückschneiden.
Wenig düngen, wenig gießen und Staunässe verhindern.

Sammeltipps
Blüten in der Vollblüte am frühen Morgen ernten. Geerntete Blüten weiter verarbeiten oder im Schatten trocknen, die Temperatur darf 40°C nicht über-schreiten, damit die aromatischen Öle nicht verfliegen. Getrocknete Blüten innerhalb eines Jahres verbrauchen. Bei der Krauternte etwa 5 Zentimeter über dem Boden abschneiden, damit die restliche Pflanze nicht vertrocknet. Bei zu häufigem Kontakt mit der Pflanze ist eine Hautentzündung möglich, daher am bestem mit Handschuhen ernten.



BACHBLÜTEN
Wanderer zwischen den Welten, man fühlt sich in der Realität oft nicht zu Hause (9 Clematis)
-
Diese Menschen fühlen sich in der Realität einfach nicht zu Hause und sind Wanderer zwischen den Welten
- Mit der dementsprechenden Bachblüte hilft diesen Menschen sich in der Realität sich zu verankern


BACHBLÜTEN
Eine eben gefällte Entscheidung zweifelt man schon im nächsten Moment an (5 Cerato)
-
Diese Menschen haben das Problem, dass sie ihr eben gefällte Entscheidungen oftmals sofort wieder
 anzweifeln  
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen die eben gefällte Entscheidungen die sie
 gerade gefällt haben bekräftigen und untergraben sie nicht mehr oder zweifeln daran


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