Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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24.06.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juni > 18.06.18-24.06.18


BOCKSHORNKLEE

Ursprünglich kommt der Bockshornklee aus Indien, wo er schon im Altertum hoch geschätzt wurde. Die Benediktinermönche haben ihn bei uns eingeführt und in ihren Klostergärten angebaut. Die Samen des Bockshornklee helfen bei der Stärkung von Menschen in der Rekonvaleszenz oder mit Untergewicht. Äußerlich kann man ihn gegen Entzündungen und Eiterungen der Haut verwenden, beispielsweise bei Furunkeln oder offenen Beinen.

Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, blutbildend, entzündungswidrig, schleimlösend, Anregung der Milchsekretion, Husten, Bronchitis, Halsschmerzen, Blasenentzündung, Allgemeinschwäche, Magerkeit, Rekonvaleszenz, Verdauungsstörungen, Bluthochdruck, Furunkel, Abszesse, aufgesprungene Hände und Lippen, Offene Beine, Geschwüre, Lymphdrüsenschwellungen, Östrogen Dominanz
wissenschaftlicher Name:
Trigonella foenum-graecum
Pflanzenfamilie:
Schmetterlingsblütler = Faboideae
Verwendete Pflanzenteile:
Samen
Inhaltsstoffe:
Schleimstoffe, Saponin, Flavonglykosid, Bitterstoff, Eisen, Phosphor, ätherisches Öl
Sammelzeit:
Juni bis August

Anwendung
Vom Bockshornklee wird vor allem der Samen verwendet. Man kann ihn als Tee kochen und trinken. Dann stärkt er den Appetit und das Allgemeinbefinden und wirkt Untergewicht entgegen. Auch bei Erkrankungen der Atmungswege oder des Verdauungsapparates setzt er seine entzündungswidrigen und schleimlösenden Fähigkeiten ein. Äußerlich kann man den Tee als Kompresse oder die gekochten und zerstampften Samen als Breiumschlag auf die erkrankten Stellen legen. Der Bockshornklee fördert das Reifwerden von Furunkeln und die Abheilung verschiedener Hauterkrankungen. Vor allem in der kühlen Jahreszeit wird Bockshornklee auch gerne in Form von Keimsprossen gegessen. Er ist dann eine angenehm frische Würze und wirkt kräftigend und blutreinigend.
Küche
Im Nahen Osten, in Nordafrika und in Spanien wird Bockshornklee als Nahrungsmittel oder Futterpflanze angebaut und geröstet, gekocht oder frisch verzehrt. Darüber hinaus wird er als Gewürz verwendet, beispielsweise werden die Samen – wie auch  Schabzigerklee – in Südtirol als Brot- oder Käsegewürz verwendet. In der  indischen Küche finden sowohl die Samen, mitunter als Bestandteil von Currypulver, als auch die frischen oder getrockneten Blätter Verwendung in zahlreichen Zubereitungen. Bockshornklee ist Bestandteil der türkischen Gewürzpaste Çremen, die u. a. die Trockenfleischspezialität
Pastýrmaummantelt. Die Keimlinge werden als würzende Zutat Salaten beigemischt oder als Sprossengemüse verzehrt.
Neuzeitliche Medizin
In einer Doppelblindstudie mit 50 Parkinsonpatienten konnte unter der Behandlung mit einem Bockshornkleeextrakt ein signifikanter Rückgang einzelner Symptome festgestellt werden. Die beteiligten Wissenschaftler vermuten, dass Bockshornklee möglicherweise die Schädigung dopaminerger Nervenzellen verzögern kann. Bockshornklee enthält die Aminosäure Histidin, die angeblich Leberschädigungen entgegenwirken soll. Als Aufguss ist er vor allem in China, Indien und Tibet bekannt. Er wird dort als Hustenmittel und zur Reinigung der Atemwege eingesetzt. Zudem enthält er Diosgenin (s. a. Dioscorea villosa), ein Wirkstoff, der möglicherweise gegen  Dickdarmkrebs eingesetzt werden kann. In Indien wird der Bockshornkleesamen als Aromatikum, Carminativum, Tonikum und Aphrodisiakum und ein Aufguss bei  Pocken zur Kühlung eingesetzt. Bockshornkleesamen werden in der Pflanzenheilkunde bei leichterem oder als Begleitmedikation auch bei schwererem  Diabetes mellitus eingesetzt. Bockshornkleesamen sind als Teebeutel, als Pulver oder als fertige Auflagen erhältlich. Darüber hinaus gibt es im Handel Nahrungsergänzungsmittel mit Bockshornkleesamenpulver oder Bockshornkleesamenkonzentrat.

Beschreibung
Der Bockshornklee wächst als einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis zu 80 Zentimeter erreicht. Sie bildet eine lange Pfahlwurzel und faserige Seitenwurzeln aus. Die aufrechten, runden Stängel sind verzweigt. Die  kleeartigen Laubblätter sind in Blattstiel und geteilter Blattspreite gegliedert. Die Blattstiele sind 6 bis 15 mm lang. Die drei gleichen, länglich-verkehrt-eiförmig, eiförmigen bis länglich-elliptischen Blättchen weisen eine Länge von 1,5 bis 4 cm und eine Breite von 0,4 bis 1,5 cm auf. Die Ränder der Blättchen sind von der Hälfte an bis zu den Enden gesägt. Die einfachen, häutigen  Nebenblätter sind mit der Basis des Blattstieles verwachsen. Die Blütezeit reicht von April bis Juli. Die Blüten stehen einzeln oder in Paaren an kurzen Stielen in den Blattachseln. Die  zygomorphen  Blüten sind klein mit doppelten  Perianth. Der behaarte Kelch ist 7 bis 8 mm lang. Die 13 bis 18 mm langen Blüten kronblätter sind cremefarben bis hell gelblich-weiß und am Grunde hellviolett. Das behaarte Fruchtblatt enthält viele Samenanlagen. Der Bockshornklee bildet lange, schmale,  hornförmige Hülsenfrüchte, die eine Länge von 7 bis 12 cm und eine Breite von 0,4 bis 0,5 cm aufweisen. Sie gaben der Pflanze den Namen. In ihnen befinden sich 10 bis 20 Samen. Die harten, länglich-eiförmigen Samen sind von einer zähen Haut um-geben und in der Farbe ockergelb bis hellbraun, manchmal auch mit leicht rötlichen oder grünlichen Schattierungen und weisen eine Länge von 3 bis 5 mm und einen Durchmesser von 2 bis 3 mm auf. Beim Zerreiben der Samen verströmen diese einen intensiven Geruch. Die Früchte reifen von Juli bis September. Die gesamte Pflanze hat einen starken Geruch. Der Bockshornklee bevorzugt Standorte mit viel Sonnenlicht und eher  lehmigem Boden. Er toleriert auch eine hohe  Bodenversalzung und Trockenheit.




EINJÄHRIGES BERUFKRAUT


Das einjährige Berufkraut ist in Europa ein relativ häufiges "Unkraut", das das Auge mit zahlreichen weiß-gelben Blüten erfreut, die an Gänseblümchen erinnern, mit dem Unterschied, dass das einjährige Berufkraut einen guten Meter hoch wird. Ursprünglich kam es als Zierpflanze aus Nordamerika und hat sich aus den europäischen Gärten davongestohlen und auch in der freien Natur breit gemacht. Als Zierpflanze ist es inzwischen fast verschwunden, doch wildwachsend ist es längst heimisch geworden. Als Heilpflanze ist das einjährige Berufkraut kaum bekannt, wohl weil man Zierpflanzen kaum Heilkräfte zutraut. Wenn man aber genauer nachforscht, entdeckt man durchaus Heilwirkungen beim einjährigen Berufkraut. Seine Hauptfähigkeiten liegen in der Linderung von Erkältungskrankheiten. Früher wurde das einjährige Berufkraut auch als Zauberpflanze zum Schutz kleiner Kinder eingesetzt.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, harntreibend, schleimlösend, schweißtreibend, tonisierend, Husten, Erkältungen, Halsentzündungen, Mundschleimhautentzündungen, Fieber, Rekonvaleszenz, Durchfall, Nierenschwäche, Rheuma,  Gicht, Ödeme, Hautentzündungen, Ekzeme
wissenschaftlicher Name:
Erigeron annuus
englischer Name:
Eastern Daisy Fleabane
volkstümlicher Name:
Feinstrahl, weißes Berufkraut, (chinesisch: Yinianpeng)
Verwendete Pflanzenteile:
blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Gerbsäuren, Bitterstoffe
Sammelzeit:
Juni bis Oktober

Anwendung
Das einjährige Berufkraut gilt als Unkraut, denn sogar seinen Ruf als Zierpflanze in Gärten hat es verloren und kommt nur noch verwildert vor. Als Heilpflanze ist es nahezu unbekannt, denn als eingewanderte Pflanze hat es in Europa noch keine klassische Heilkräutertradition. Die Heilwirkungen des einjährigen Berufkrauts sind auch so mild, dass es sich als Heilkraut nicht unbedingt aufdrängt. Und da es Europa ursprünglich als Zierpflanze erobert hat, hat man auch kaum nach Heilwirkungen gesucht. Aber es hat durchaus einige Heilwirkungen. In der chinesischen Heilkunde wird das auch erkannt, und auch manche Stämme der amerikanischen Ureinwohner nutzen das einjährige Berufkraut als Heilpflanze.
Erkältungskrankheiten
Dank seiner schleimlösenden, adstringierenden, tonisierenden und schweißtreibenden Eigenschaften kann man das einjährige Berufkraut gegen die ganze Palette der Erkältungskrankheiten einsetzen. Dazu trinkt man einen Tee aus dem blühenden Kraut (ganze Pflanze). Es löst den Schleim bei Husten und fördert das Schwitzen, um die Wirkung des Fiebers zu verbessern, sodass Erkältungen besser ausheilen. Außerdem kann es Entzündungen des Rachens und des Mundraumes lindern. Jedoch ist die adstringierende Wirkung des einjährigen Berufkrauts sehr mild. Es gibt also erheblich wirksamere Kräuter für diese Aufgaben, z.B. Salbei. Nach einer Erkältung oder Grippe kann man das einjährige Berufkraut zur Stärkung des Allgemeinbefindens verwenden.
Durchfall
Das einjährige Berufkraut kann durch seine adstringierenden Eigenschaften bei Durchfall helfen.
Stoffwechselwirkung
Da das einjährige Berufkraut harntreibend wirkt, stärkt es die Nierentätigkeit. Durch die gesteigerte Ausscheidung eventueller Giftstoffe kann man das einjährige Berufkraut gegen Rheuma und Gicht einsetzen.
Äußerlich
Zur äußerlichen Anwendung kann man einen Tee aus dem einjährigen Berufkraut als Waschung, für Bäder und Umschläge gegen Hautprobleme einsetzen. Man kann es beispielsweise gegen Ekzeme einsetzen.
Einsatz in der Küche
Die jungen Blätter des einjährigen Berufkrauts kann man als Wildsalat oder Wildgemüse verwenden. Sie haben einen milden Geschmack.

Geschichtliches
Früher wurde das einjährige Berufkraut, wie andere Berufkräuter, als Mittel bei Verzauberung und bösen Blick verwendet. Vor allem Säuglinge sollten durch Bäder mit dem Tee vom einjährigen Berufkraut vor bösen Mächten geschützt werden. Wenn Babys viel schrien glaubte man früher nämlich, sie wären beschrien oder berufen, was auch zum Namen der Berufkräuter führte. Auch zur Überwindung von Hindernissen und für andere Zwecke wurde das einjährige Berufkraut in der Magie eingesetzt. Zur Heilung von Verrücktheit wurde früher empfohlen, das einjährige Berufkraut vor die Stirn zu binden. Außerdem wurde das einjährige Berufkraut und seine Gattungsbrüder früher zum Vertreiben von Flöhen verwendet, was ihm auch seinen englischen Namen "Fleabane" (Floh-Verbanner) eingebracht hat.

Pflanzenbeschreibung
Das einjährige Berufkraut kommt ursprünglich aus Nordamerika, ist aber schon längere Zeit auch in Europa heimisch, wo es als Zierpflanze eingeführt wurde und sich von selbst stark verbreitet hat, sodass es heutzutage eine häufige Pflanze ist. Es gehört zur Familie der Korbblütler. Das einjährige Berufkraut liebt lichte Wälder, Wiesen und Gartenbeete. Da die Wurzel bis zu 1m tief in die Erde wächst, kommt es auch mit trockenen Phasen relativ gut klar und kann als Pionierpflanze betrachtet werden. Im Frühjahr wächst zuerst eine bodennahe Rosette mit länglichen Blättern, die verkehrt eiförmig sind. Die Blätter werden zunehmend grösser und zeigen dann nach oben. Aus der Blattrosette wachsen schließlich verzweigte Stängel, die bis zu einen Meter hoch werden. An den Stängeln wachsen lanzettförmige Blätter mit Spitze. Ab Juni entfalten sie die zahlreichen Blüten, die in einer Schirmrispe angeordnet sind. Wenn sich die Knospen öffnen, sind die Zungenblüten noch hellviolett. Später werden sie meistens weiß. Die Blüten ähneln denen des Gänseblümchens oder der Kamille, sie bestehen innen also aus gelben Röhrenblüten, wenn auch flachen. Die weißen Zungenblüten sind sehr zahlreich und schmal, daher wohl auch der Name "Feinstrahl". Die Samen, die sich später bilden, ähneln Flöhen.
Vegetative Merkmale
Der Feinstrahl wächst als ein- oder zweijährige  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 100 Zentimetern. Der  Stängel ist selbständig aufrecht. Die  Laubblätter sind einfach mit gesägten bis fast glatten Blattrand.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. In einem schirmrispigen Gesamtblütenstand sind zahlreiche  körbchenförmigen Teilblütenständeangeordnet, das endständige Blütenkörbchen wird hierbei von den seitlichen überragt. Die grünen Hüllblätter sind fast gleich lang und wenig behaart. Die weißen bis blass-purpurfarbenen Zungenblüten (Strahlenblüten) sind 4 bis 8 (bis 10) Millimeter lang und 0,6 bis 1 Millimeter breit. Die gelben  Röhrenblüten sind 2 bis 2,8 Millimeter lang. Der Pappus der Röhrenblüten ist sehr kurz und einreihig.

Anbautipps
Die einjährige Pflanze kann man im zeitigen Frühjahr aussäen. Sie braucht kaum Pflege, weil sie sich auch in der Natur und sogar als Unkraut gut durchsetzen kann. Die Samen sammelt man am besten im Herbst aus Wildbeständen, denn sie gehören nicht zum typischen Angebot von Saatgutfirmen.

Sammeltipps
Das einjährige Berufkraut kann man während der Blütezeit sammeln. Dazu erntet man die ganze oberirdische Pflanze. Zu Sträußen gebündelt kann man sie an einem trockenen Platz aufhängen, damit sie zügig trocknen.



BACHBLÜTEN
In meinen Gedanken bin ich verloren (Honeysuckle)
-
Diese Menschen sind in ihre Gedanken sehr verloren
- Mit der dementsprechenden Bachblüte verlieren sie sich kaum noch in ihre Gedanken


BACHBLÜTEN
Meine Gedanken sind träge (Hornbeam)
-
Bei diese Menschen sind die Gedanken und begreifen sehr langsam
- Mit der dementsprechenden Bachblüte werden ihre Gedankengänge rascher und begreifen leichter


ERNÄHRUNG
Arten des Vegetarismus
Ovo-Lacto-Vegetarier: Sie essen nichts, was aus dem Körper getöteter Tiere hergestellt wird, also kein Fleisch, Geflügel, Fisch oder daraus hergestellte Pro-dukte. Andere tierische Produkte wie Eier, Milch oder Honig stehen jedoch auf dem Speiseplan.
Ovo-Vegetarier: Sie hingegen essen Eier, jedoch kein Fleisch, Fisch und keine Milch/Milchprodukte. In ihrer Sichtweise enthalten Eier keine lebensfähiges Wesen, solange es nicht befruchtet wurde.
Lacto-Vegetarier: Sie essen keine Eier, verzehren dafür Milch und Milchprodukte

Veganer: Sie verzichten auf alle tierische Nahrungsmittel tierischer Herkunft und vermeiden in der Regel den Kauf aller tierischer Produkte. Das inkludiert beispielsweise auch Bekleidung aus Leder.

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