Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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24.06.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juni > 19.03.17-25.06.17


FETTKRAUT

Das Gemeine Fettkraut, auch Gewöhnliches Fettkraut, Blaues Fettkraut oder Kiwitzfettkraut genannt, ist eine  fleischfressende Pflanze aus der Gattung der Fettkräuter, in der Sektion Pinguicula.

Steckbrief
Heilwirkung:
Bronchitis, Erkältung, Keuchhusten, Reizhusten
wissenschaftlicher Name:
Pinguicula vulgaris
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Sammelzeit:
Juni bis September

Verwendung
Das Gewöhnliche Fettkraut fand früher Verwendung als Heilpflanze. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, berichtet vom Gebrauch gegen aufgesprungene Haut, zur Schmerzstillung, bei Tuberkulose und bei Knochenbrüche, merkt aber auch eine abführende Wirkung an. Die Volksmedizin unterschied die verschiedenen Arten der Fettkräuter nicht weiter, setzte sie aber bei Wunden, Geschwülste, Ischias, Leberleiden und Magen-, Brust- und Lungenerkrankungen ein. Ihr Nutzen gegen die genannten Krankheiten wird auf die in der Pflanze enthaltene  Zimtsäure zurückgeführt. Heute ist der Gebrauch unüblich. Wie bereits  Carl von Linné in seiner Flora Lapponica berichtete, wird in Nordskandinavien Fettkraut für die Produktion bestimmter Sauermilchprodukte wie Schwedenmilch eingesetzt. Dabei werden die Gefäße, in denen die Schwedenmilch zubereitet wird, mit Fettkraut ausgerieben.

Beschreibung

Das Gemeine Fettkraut ist eine mehrjährige, krautige Pflanze. Der karnivoren Lebensweise entsprechend ist das Wurzelwerk sehr schwach ausgebildet, es besteht aus zahlreichen, weißen und kurzen, feinen Haarwurzeln. Sie sind nur 1–3cm lang, sterben bei der Bildung von Winterknospen ab und werden alljährlich durch neue ersetzt. Fünf bis elf fleischige, gelbliche bis hellgrüne, länglich-elliptische Blätter bilden eine flach am Boden liegende  Rosette mit bis zu 16cm Durchmesser. An der Oberfläche sind die Blätter klebrig vom Fang-sekret bedeckt, mit dem sie kleine Insekten (z. B.  Trauermücken,  Ameisen), aber auch Pollen fangen und, sobald Beute erzielt wird, durch Enzyme verdauen. Ab Mai bis August blüht das Gemeine Fettkraut an ein bis sechs bis zu 15cm hohen, aus der Mitte der Rosette wachsenden Blütenstielen rosa-violett mit weißem Schlundfleck in einzelner, zygomorpher, 10 bis 13 mm langer, gespornter Blüte. Die sich ausbildenden eiförmigen  Fruchtkapseln tragen reichlich feine, schwarze Samen.




LEBENSBAUM/THUJA tt

Der Lebensbaum ist die verbreitetste Heckenpflanze in Mitteleuropa, weil er zügig wächst, preiswert ist und das ganze Jahr über grün ist. Den Meisten ist der Lebensbaum unter dem Namen "Thuja" bekannt. Weil der Thuja vor nicht allzu langer Zeit aus Nordamerika nach Europa kam, haben wir hierzulande kaum eine volksheilkundliche Tradition in der Anwendung des Lebensbaums. Bei den Ureinwohnern Nordamerikas ist er jedoch eine beliebte Heilpflanze.
Lebensbäume oder Thujen sind eine Pflanzengattung in der Familie der Zypressengewächse innerhalb der Ordnung der Kiefernartigen. Es gibt zwei Arten in Nordamerika und drei im östlichen Asien. Die Arten und ihre Sorten, außer dem Sichuan-Lebensbaum, werden allgemein in Kultur genutzt; vor allem der Abendländische Lebensbaum wird häufig als Heckenpflanze verwendet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Warzen
Heilwirkung: adstringierend, antiseptisch, entzündungshemmend, harntreibend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Erkältungen, Gicht, Neuralgien, Rheuma (als Einreibung), Menstruationsfördernd, Geschwüre, Eiterungen
wissenschaftlicher Name: Thuja occidentalis
Pflanzenfamilie: Zypressengewächse = Cupressaceae
englischer Name: White Cedar, Tree of life
Verwendete Pflanzenteile: Triebspitzen, ätherisches Öl
Inhaltsstoffe: Kampfer, Thujin, Thujon Terpineol, Pinitol, Gerbstoffe
Sammelzeit: Frühsommer

Anwendung
Achtung! Giftig. Lebensbaum nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Da der Lebensbaum reizende Wirkstoffe enthält, wird er vorwiegend äußerlich angewandt und auch das mit einer gewissen Vorsicht. Die Wirkung des Thujas beruht vor allem auf seinen intensiven ätherischen Ölen und dem giftigen Stoff Thujin. Da der Thuja aus Amerika kommt, hat die medizinische Anwendung in Europa keine langjährige Tradition. Die Ureinwohner Nordamerikas bereiteten aus den Zweigspitzen des Thujas eine Salbe, die sie gegen Rheuma und Gichtschmerzen anwendeten. Durch die hautreizenden Eigenschaften kann man eine Tinktur aus den Thuja-Zweigspitzen gegen Warzen anwenden.

Naturheilkunde, Toxizität
In der Naturheilkunde wird Thuja zur Behandlung von Warzen verwendet. Die Lösung wird auf ein Kosmetikpad aufgetragen und dieses auf die Warze gelegt. Insbesondere Zweigspitzen und Zapfen sind durch ein enthaltenes ätherisches Öl giftig und können bei empfindlichen Menschen Hautreizungen verursachen, weshalb das Tragen von Handschuhen beim Schneiden der Pflanze sinnvoll ist. Oral in ausreichender Menge aufgenommen kann das Gift tödlich sein.
Verdünnte Anwendung
In homöopathischer Verdünnung, aber sehr niedrig potenziert (D1 bis D3), wird Thuja occidentalis gegen eine Vielzahl von Krankheiten eingesetzt. Die Anwendung reicht von der Aktivierung alt gewordener Hautentzündungen, damit diese abheilen können bis hin zur Behandlung von Nebenhöhlenentzündung.
Ätherisches Öl
Da der Thuja viele ätherische Öle enthält, wird Thuja gerne in der Aromatherapie eingesetzt. Das ätherische Thuja-Öl befreit einerseits die Atemwege und wirkt, wie andere Thuja-Zubereitungen, hautreizend und antibakteriell.

Pflanzenbeschreibung
Thuja-Arten und ihre Sorten wachsen als immergrüne Bäume oder Sträucher. Der mit 53m höchste Baum der Gattung ist die „Quinault Lake Cedar“ nördlich des Quinault Lake in den Olympic Mountains im Bundesstaat Washington. Der Stamm mit einem Stammdurchmesser von 594cm ist hohl, dennoch weist der Baum insgesamt ein Volumen von 500m³ auf. Die schuppenförmigen Blätter stehen gegenständig in vier Reihen an den Zweigen. Sie unterscheiden sich in Flächen- und Kantenblättern und besitzen gelegentlich Öldrüsen.
Thuja-Arten sind einhäusig, es befinden sich also männliche und weibliche Zapfen an einer Pflanze. Die männlichen Zapfen besitzen in der Regel sechs bis zehn Mikrosporophylle. Jedes Mikrosporophyll besitzt zwei bis vier Pollen-säcke. Die weiblichen Zapfen stehen einzeln endständig an den Zweigen. Sie besitzen vier bis sechs Paare Samenschuppen, von denen nur die mittleren, größeren zwei bis drei Paare fertil sind. Die kleinen, eiförmigen, ledrigen Zapfen reifen und öffnen sich im gleichen Jahr der Bestäubung. Jede fertile Samenschuppe besitzt ein bis drei Samen. Die Samen besitzen zwei seitliche, schmale Flügel. Die Keimlinge besitzen zwei Keimblätter.
Der zypressenartige Thuja ist in ursprünglich in Nordamerika heimisch. Inzwischen hat er sich aber überall in den gemäßigten Zonen als beliebte Friedhofs- und Heckenpflanze verbreitet. Der immergrüne Nadelbaum mit den relativ wiechen, schuppenartigen Nadeln wird in seltenen Fällen bis zu 35 Meter hoch. Meistens bleibt er aber kleiner als 20m. Die Rinde des Lebensbaums ist rötlich und in Längsrichtung rissig. Die Nadeln riechen apfelartig, wenn man sie zerreibt. Der Saft der Nadeln wirkt hautreizend, worauf auch die Heilwirkung des Lebensbaums beruht. Zwischen April und Mai blüht der Thuja. Aus den Blüten entwickeln sich schmale Zäpfchen, die holzige Schuppen haben.



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Du neigst zu hysterischen Ausbrüchen (6 Cherry Plum)
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