Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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24.03.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > März > 19.03.18-25.03.18


SÜSSHOLZ

Das Süßholz ist die Wurzel der subtropischen Süßholzpflanze. Der Saft der Süßholzwurzel ist der Ausgangsstoff für Lakritze. Süßholz ist aber auch eine vielseitige Heilpflanze. Es hilft bei Husten, Magengeschwüre und Kopfschmerzen und stärkt außerdem niedrigen Blutdruck. Mit seiner blutreinigenden Fähigkeit ist das Süßholz auch ein wertvoller Begleiter bei Schlankheitskuren oder bei rheumatische Erkrankungen.
Echtes Süßholz ist eine  Pflanzenart aus der Unterfamilie  Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der  Hülsenfrüchtler. Am bekanntesten ist das Echte Süßholz durch die aus der Süßholzwurzel gewonnene Süßigkeit  Lakritze. Als Teedroge findet die Pflanze ebenfalls Verwendung.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Husten, Gastritis
Heilwirkung: abführend, antibakteriell, auswurffördernd, blutdrucksteigernd, blutreinigend, entzündungswidrig, fungizid, harntreibend, schleimlösend, schmerzlindernd
Anwendungsbereiche:
Bronchitis,  Gicht, Heißhunger,  Kopfschmerzen, Magengeschwür, Magenkrämpfe, Magenschleimhautentzündung, Migräne, Niedriger Blutdruck, Rheuma, Sodbrennen, Übergewicht, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwür
wissenschaftlicher Name:
Glycyrrhiza glabra
Pflanzenfamilie:
Hülsenfrüchtler = Fabaceae
englischer Name:
Liquorice
andere Namen:
 Süßholzwurzel, Lakritze, Lakritzenwurzel, Russisches Süßholz, Spanisches Süßholz,
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Inhaltsstoffe:
Glykoside: Glycyrrhizin, Glabrinsäure, Liquiritin, Oleanolsäurederivate; Flavonoide, Isoflavone, Cumarine,
Sammelzeit:
März und April, September und Oktober

Anwendung
Süßholzwurzel wirkt aufgrund der enthaltenen Saponine, vor allem der Glycyrrhizinsäure, auswurffördernd, schleimverflüssigend und schleimlösend. Bei Süßholzextrakten wurde eine antibakterielle und  antimykotische Wirkung nachgewiesen. Typische Anwendungsgebiete sind Husten, Bronchialkatarrh und andere Erkrankungen der oberen Atemwege. Bei Gastritis und Magengeschwüren findet die Süßholzwurzel ebenfalls Anwendung. Die experimentell und klinisch belegte entzündungshemmende und krampflösende Wirkung ist noch nicht vollständig geklärt. Die nachgewiesene entzündungshemmende Wirkung der Glycyrrhizinsäure soll aber nicht durch eine Hemmung der Prostaglandinbiosynthese, sondern durch Einfluss auf die Wanderung der Leukozyten zum Entzündungsort entstehen. Daneben beeinflusst Glycyrrhizinsäure selbst den Steroidstoffwechsel, indem sie das Enzym Steroid-5β-Reduktase, möglicherweise auch die NAD +-abhängige  11β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase 2 hemmt. Diese Enzyme bauen Cortison und Aldosteron ab, ihre Hemmung führt daher zu einer Verlängerung der biologischen Halbwertszeit der Corticosteroide sowie bei hohem Aldosteronspiegel zu Bluthochdruck und Kaliumverlust. Zur Behandlung der chronischen  Hepatitis und der  Leberzirrhose wird im ostasiatischen Raum Glycyrrhizinsäure in Kombination mit Glycin und Cystein als Infusion eingesetzt. Für Glycyrrhizin wurde eine antivirale Wirkung bei  Hepatitis A und  C belegt. Auch soll der Süßholzzucker die Produktion eines Virusproteins der  Herpesviren blockieren, das normalerweise die Entdeckung des Erregers durch die Zelle verhindert. Ohne dieses Protein bemerken die Zellen den Eindringling und leiten ihren eigenen Tod ein. Die dafür nötige Dosis ist allerdings viel zu hoch, um durch normalen (gesundheitlich unbedenklichen) Lakritzkonsum erreicht zu werden, und wurde nicht am lebenden Menschen, sondern nur an Zellkulturen nachgewiesen. Weitere Forschungen untersuchen auch die antivirale Wirkung auf das  Kaposi-Sarkom-auslösende Herpesvirus.
Die medizinische Wirkung der Süßholzwurzeln war schon in der  Antike bekannt. Die Ägypter des Altertums schätzten Lakritze sehr und kannten ein Lakritzegetränk namens Mai sus. Theophrastos von Eresos, der um 350 v. Chr. lebte, schätzte Lakritze als Heilmittel bei Husten und als Durstlöscher. Lakritze soll zur Standardausrüstung der römischen Soldaten gezählt haben. Tim Richardson weist in seiner Geschichte der  Süßigkeiten darauf hin, dass auch französische und türkische Soldaten im Ersten Weltkrieg Lakritze im Marschgepäck hatten. In Mitteleuropa kennt man Lakritze als Heilmittel seit dem Mittelalter. In  Großbritannien wurden Lakritztaler zu therapeutischen Zwecken hergestellt. Erst 1760 setzte ein  Apotheker namens George Dunhill der Lakritze Zucker zu, so dass sie von da an als Süßigkeit verzehrt wurde. In der  traditionellen chinesischen Medizin ist die chinesische Lakritze (G. inflata, eine verwandte Süßholz-Art) nach wie vor ein Standardheilmittel. Sie wird dort als  Tonikum für das Herz eingesetzt sowie bei Geschwüren, Erkältungen und Hautunreinheiten verwendet.
In der Kombination mit Ammoniumchlorid und Anisöl wird Süßholzwurzelextrakt zu Salmiakpastillen verarbeitet. Als „traditionell angewendetes Arzneimittel zur Schleimlösung im Bereich der Atemwege" bezeichnet, wurden sie bereits in Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxisvon 1925 beschrieben. Getrocknete Süßholzstangen werden auch zur Zahnpflege gekaut, wobei neben den enthaltenen Inhaltsstoffen auch die Eigenschaft des Holzes zum Tragen kommt, beim Kauen am Ende stark auszufasern und so eine natürliche Zahnbürste zu formen. Die häufigste Art, Süßholzwurzel direkt anzuwenden ist der Tee. Gerne wird das Süßholz auch in Teemischungen verwendet, weil es der Mischung eine gewisse Süße und ein angenehmes Aroma verleiht.
Verwendung als Genussmittel
Der Wurzelextrakt bzw. der eingedickte Saft der Wurzel des Echten Süßholzes wird zur Herstellung von Lakritze oder Lakritz genutzt. Es handelt sich dabei vor allem um  Süßwaren, die in Form von Süßlakritz oder Salzlakritz konsumiert werden. Lakritz kann jedoch auch in zahlreichen anderen Produkten wie  Getränken enthalten sein. Bei der Herstellung von Lakritz werden die Inhaltsstoffe aus den Wurzeln als Rohlakritz extrahiert und eingedickt, danach werden sie mit anderen Zutaten vermischt. Süßholz kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Am bekanntesten ist der Süßholz jedoch in Form von Lakritze.
Tee
Für einen Süßholztee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Süßholzwurzeln mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn fünfzehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Süßholztee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Süßholz-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Süßholzwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Süßholz-Teemischung
Gegen Husten kann man folgende Teemischung zusammenstellen. Sie eignet sich auch für Kinder, weil sie leicht süßlich schmeckt. 40g Süßholzwurzeln, 30g Fenchelsamen, 15g Anissamen, 15g Spitzwegerichblätter
Wer will, kann in den fertigen Tee noch etwas Honig geben, dann wird der Tee noch süßer und man kommt auch in den Genuss der Heilwirkung des Honigs.
Tinktur
Um eine Süßholztinktur selbst herzustellen, übergießt man Süßholzwurzeln in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Süßholz-Honig
Süßholzpulver kann man mit 2 Teilen Honig vermischen und löffelweise einnehmen.
Wurzelstücke kauen
Das Kauen der Wurzelstücke wird bei Magenbeschwerden, Heißhungerattacken und Alkohol-Kater.
Süßigkeit
Die meisten Lakritzezubereitungen kann man vor allem als Süßigkeit betrachten, weil sie unter anderem viel Zucker und andere Süßigkeitenzutaten enthalten. Klassische Lakritzestangen aus der Apotheke oder dem Bioladen haben jedoch durchaus eine Heilwirkung, die der eines Süßholztees oder -tinktur entspricht. Man kann traditionelle Lakritze essen, wenn man unter Husten oder Magenproblemen leidet.

Wirkung
Beim Süßholz wirkt vor allem das Glykosid Glycyrrhizin sehr ausgeprägt. Es ist etwa 50mal süßer als normaler Haushaltszucker. Außerdem wirkt es, zusammen mit den anderen Wirkstoffen der Süßholzwurzel auswurffördernd, krampflösend, entzündungshemmend. Eine weitere wichtige Wirkung der Süßholz-wurzel ist ihre antibakterielle und fungizide Wirkung. Wichtig ist zu wissen, dass Süßholz den Blutdruck steigert. Das kann bei Menschen mit niedrigem Blutdruck erwünscht sein, bei Bluthochdruckpatienten ist es aber eher unerwünscht. Darum sollten diese nicht zu viel Süßholz und Lakritze einnehmen. Süßholz ist eine ganz besondere Heilpflanze für die Blutreinigung. Es fördert nämlich nicht einfach die Nierentätigkeit, wie die meisten anderen Blutreinigungskräuter, sondern er hilft den einzelnen Körperzellen dabei, ihre Abfallstoffe auszuscheiden. Dadurch reinigt das Süßholz das Gewebe.
Nebenwirkungen
Bei Dauergebrauch und hohen Dosierungen kann Süßholz den Blutdruck erhöhen. Außerdem kann es zu Wassereinlagerungen (Ödemen) kommen, weil Süßholz die Ausscheidung von Natrium (Kochsalz) hemmt und die Kaliumausscheidung fördert.
Wechselwirkungen
Die Wirkung von kaliumsparenden Diuretika kann durch große Mengen Süßholz verändert werden. Manche Herzglykoside wirken stärker im Zusammenhang mit Süßholz.
Gegenanzeigen
Menschen, die unter Bluthochdruck, Kaliummangel, Leberzirrhose oder chronischer Hepatitis leiden, sollten kein Süßholz anwenden.

Anwendungsgebiete
Husten
Süßholz kann man als Tee, Tinktur oder Honig bei Husten aller Art einnehmen. Da es auswurffördernd, schleimlösend und krampflösend wirkt, ist es so-wohl ein Hustenlöser als auch ein Hustenstiller. Seine antibakterielle Wirkung hilft zudem, den Husten, insbesondere eine bakterielle Bronchitis, erfolgreich zu bekämpfen.
Magenprobleme
Bei Magenschmerzen und Entzündungen kann Süßholz lindernd und heilend wirken. Es lindert krampfartige Magenprobleme, sorgt für die Abheilung kleiner Magengeschwüre und bekämpft Infektionen im Magen. Bei der Verdauung hilft das Süßholz auch, weil es ein wenig abführend wirkt.
Blutreinigung
Weil das Süßholz das Gewebe reinigt, kann man es für Blutreinigungskuren anwenden. Es hilft auch beim Abnehmen, weil es die Abfallstoffe, die beim Abnehmen vermehrt entstehen, aus den Geweben schleust und für die Entsorgung durch die Nieren vorbereitet. Außerdem hilft es gegen Heißhunger, wenn man an Süßholzstangen kaut. Auch gegen Rauchgelüste bei der Rauchentwöhnung kann das Kauen an Süßholzstangen helfen.

Magische Anwendung
Das Kauen von Süßholzstangen soll leidenschaftliche Gefühle erwecken. Im Beutel mit sich herumgetragen soll Süßholz dabei helfen, die Liebe anzuziehen. Es wird auch als Zauber für Treue verwendet.

Geschichtliches
Schon in der Antike war das Süßholz als Heilpflanze bekannt. Der berühmte Theophrastos von Eresos (um 350 v.Chr.) erwähnte das Süßholz bei Husten. Im alten Ägypten gab es ein Getränk mit Süßholz namens Mai sus. Römische Soldaten führten immer Lakritze mit sich, um ein Mittel bei Husten zur Hand zu haben. Außerdem wurde es als Durstlöscher verwendet. Im Mittelalter wurde das Süßholz bereits zu Lakritzestangen und Talern verarbeitet. Heutzutage findet man das Süßholz vor allem als Lakritze, aber auch oft in Mischtees.

Pflanzenbeschreibung
Süßholz ist eine mehrjährige,  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis zu 100 Zentimetern erreicht. Die Pflanze ist verzweigt. Die Stängel und die Blattstiele sind behaart oder verkahlend. Die Blätter sind unpaarig gefiedert mit 9-17 Fiederblättern. Die Fiederblättchen sind eiförmig bis elliptisch, etwa 2-5 cm lang und 1,5 bis 2,5 cm breit. Sie sind abgerundet und vorn stachelspitzig, fiedernervig und unterseits von sitzenden harzig-klebrigen Drüsen punktiert. Die Nebenblätter sind klein und hinfällig. Im Spätsommer erscheinen bläulich-violette und weiße Schmetterlingsblüten in kurzen, aufrechten Ähren in den Achseln der Blätter. Der Blütenstand ist viel kürzer als sein Tragblatt. Die Schmetterlingsblüten sind 8-12 mm lang. Sie sind kurz gestielt. Der Kelch ist kurz glockenförmig. Die Kelchzähne sind länger als die Kelchröhre und lanzettlich spitzig. Die Blütenblätter, die das Schiffchen bilden, sind nicht verwachsen und vorn nicht geschnäbelt. Die Hülsen werden bis zu 3 cm lang und 4-6 mm breit. Sie sind kahl oder ziemlich dicht bestachelt und gerade. Sie sind reif lederig und rotbraun. Bei Vollreife springen sie auf. Jede Hülse enthält 2-5 Samen. Die Wurzeln werden im Herbst geerntet. Die Blütezeit ist Juni bis Juli, seltener bis in den Herbst. Süßholz ist im Mittelmeerraum und im mittleren Asien heimisch. Es wird sowohl in Spanien, Frankreich und Italien als auch in Russland angebaut. Es wächst bevorzugt an warmen Standorten auf tiefgründigen Böden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 1,50 Meter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel neue Stängel mit zahlreichen unpaarigen Fiederblättern aus. An jedem Blatt wachsen bis zu 17 ovale Fiederblättchen. Die bläulich violetten Schmetterlingsblüten erscheinen zwischen Juni und Juli. Aus den Süßholzblüten entwickeln sich bis zum Herbst die Samen. Die Samen stecken in rötlichen Schoten.

Anbautipps
In sehr milden Gegenden Mitteleuropas, z.B. im Oberrheingebiet, kann man Süßholz im Garten anbauen. Man kann das Süßholz aus Samen ziehen oder man verwendet fertige Pflanzen. Der Standort sollte möglichst warm, sonnig und geschützt sein. Als Boden eignet sich lockerer Boden, der sehr tief geht, damit sich die Wurzeln entfalten können.

Sammeltipps
Die langen Wurzelausläufer der Süßholzpflanze sind das eigentliche "Süßholz", das im Herbst geerntet wird. Diese Wurzelausläufer werden ausgegraben und von der Hauptwurzel (eine lange Pfahlwurzel) getrennt. Anschließend werden sie gewaschen, geschält und an der Sonne oder im Backofen getrocknet. Die getrocknete Wurzeln kann man kleinschneiden und als Tee oder Tinktur zubereiten. Falls man selber Lakritze herstellen will, kocht man die Wurzeln aus, lässt den entstandenen Saft bei niedriger Hitze eindicken. Aus dem entstandenen Sirup kann man Lakritzestangen gießen, die noch trocknen müssen, bis man Stangen hat. Selbstgemachte Lakritzestangen sind natürlich nicht mit den Lakritzesüßigkeiten aus dem Supermarkt zu vergleichen.




TABAK ttt

Der Tabak ist vor allem als Material für Rauchwaren bekannt. Die Pflanze ist tödlich giftig, wenn sie innerlich eingenommen wird. In homöopathischer Verdünnung kann sie jedoch ihre Heilkräfte entfalten. Ab D4 hilft der Tabak bei Herzenge und Migräne. Auch Missempfindungen wie Ameisenlaufen können gelindert werden. Man kann sie auch bei Seekrankheit und Schluckauf verwenden.
Tabak (veraltet Tobak) ist ein pflanzliches Produkt, das aus den Laubblättern von Pflanzen der Gattung Tabak (Nicotiana) hergestellt wird. Von den etwa 75 Arten dieser Gattung haben jedoch nur zwei Bedeutung für die Tabakproduktion: Der Virginische Tabak und der Bauerntabak. Die Nicotianaarten sind überwiegend in Südamerika heimisch, einige auch in Australien und Nordamerika. Zu den wichtigsten Bestandteilen des Tabaks zählen: Nicotin (ein farbloses, flüssiges Alkaloid), Ammonium, Cellulose und Protein. In geringen Mengen auch Naturharz, Pflanzenwachs, Stärke, Zucker, Gerbsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure, Oxalsäure und die anorganischen Inhaltsstoffe Nitrat, Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium, Eisen und Chlor. Darüber hinaus reichert sich in den Blättern das radioaktive Element Polonium an. Obwohl noch nicht alle Stoffe bekannt sind, schätzt man, dass z. B. eine Zigarette und ihr Rauch etwa 6.000–12.000 chemische Substanzen enthalten. Wenngleich Tabakrauchen als gesundheitsschädlich eingestuft wird und die Tabakwerbung stark beschränkt ist, so ist die Tabakindustrie regional doch ein bedeutsamer Arbeitgeber und die Tabaksteuer eine wichtige Einnahmequelle zahlreicher Staaten.

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D4! Angina pectoris, Epilepsie, Migräne, Neuralgien, Paraesthesien, Schluckauf, Schmerzen, Seekrankheit
wissenschaftlicher Name: Nicotiana tabacum
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse = Solanaceae
englischer Name: Tobacco
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Nikotin
Sammelzeit: Sommer

Anwendung
Achtung! Stark giftig. Tabak nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Nutzung
Als amerikanische Pflanzenart wurde der Tabak seit jeher von vielen Indianerstämmen verwendet, allerdings weniger als Genussmittel, sondern eher im Rahmen spiritueller Rituale (wobei dies nicht für die sogenannte Friedenspfeife der Prärieindianer galt, in der Süßgras und Salbei verbrannt wurden). Er wurde gekaut, geschnupft, geraucht, gegessen, entsaftet, auf dem Körper verrieben, in Augentropfen und Körperpackungen verwendet.  Entweder wurde konzentrierter Tabaksaft von Schamanen als psychotrope (rauscherzeugende), sehr schnell wirkende Substanz verwendet, so etwa bei den Maya und den karibischen Stämmen; oder der Tabakrauch wurde in großen Mengen in den Magen geschluckt, da die halluzinogenen Alkaloide auf diese Weise Visionen hervorrufen können, wie bei einigen Regenwaldethnien in Amazonien.
Stämme nutzten den Tabak zur Behandlung von: Ohrenschmerzen, Schlangenbisse, Schnitte und Verbrennungen, Atemwegserkrankungen, Fieber, Nervöse Störungen, Blasenprobleme, Hauterkrankungen
Von der Existenz der Tabakpflanzen und deren Verwendung erfuhr die Alte Welt durch die Fahrten des Kolumbus nach Amerika. Der französische Gesandte in Portugal Jean Nicot sorgte für die Einführung des Tabaks als Heilpflanze in Frankreich, nach ihm wurde später der Gattungsname der Tabakpflanze „Nicotiana“ und gleichzeitig der wichtigste Inhaltsstoff Nikotin benannt. In Europa wurde der Tabak zunächst als Heilpflanze angebaut. Tabakblätter legte man auf offene Wunden und bei Magenbeschwerden sollte der Kranke Tabaksaft trinken. In einem Kräuterbuch aus dem Jahr 1656 ist über Tabak zu lesen: „Dieses Kraut reinigt Gaumen und Haupt, vertreibt die Schmerzen und Müdigkeit, stillt das Zahnweh, behütet den Menschen vor Pest, verjagt Läuse, heilet den Grind, Brand, alte Geschwüre, Schaden und Wunden“. Um 1650 hat „Der Große Kurfürst“ Friedrich Wilhelm in seinen menschenleeren Gebieten als Folge des Dreißigjährigen Krieges Hugenottenangesiedelt, die den Tabakbau in seinem Land einführten. Bereits 1666 betrieben eingewanderte Hugenotten in Mannheim Schnupf- und Kautabakgeschäfte. Ab 1688 breitete sich der Tabakanbau von der Pfalz und ab 1700 von der badischen Ortsgründung Friedrichstal über das Gebiet der Hardt zwischen Karlsruhe und Mannheim sowie das nördliche Deutschland aus. Die weltweite Rohtabakernte in 120 Staaten auf einer Anbaufläche von 4,1 Millionen Hektar betrug im Jahr 2000 rund 7,4 Millionen Tonnen. Der weltgrößte Tabakanbauer war mit 1,5 Millionen Hektar Anbaufläche und einem Produktionsanteil von 2,6 Millionen Tonnen China. In den Statistiken der FAO wird die Tabakanbaufläche 1961 mit 3,4 und 2010 mit 4,0 Millionen Hektar angegeben. Dies bedeutet einen Zuwachs von 17 % bei einer Zunahme der Erdbevölkerung um 122 %. Rein statistisch ist damit die Tabakanbaufläche die 1961 ca. 11 Quadratmeter pro Person betrug bis 2010 auf 5,8 Quadratmeter gesunken und hat sich dadurch im Verhältnis zur Erd-bevölkerung halbiert.
Als Nutzpflanze für die Tabakproduktion haben derzeit (2013) nur zwei Arten wirtschaftliche Bedeutung, die zahlreiche Varietäten bilden und aus denen viele Sorten gezüchtet wurden. Die verbreitetste Art ist der Virginische Tabak, zu dem nahezu alle heute angebauten Sorten gehören. Die Tabakernte wird nach entsprechender Verarbeitung weit überwiegend für Zigaretten genutzt. In Deutschland waren bis Ende des 20. Jahrhunderts die Sorten „Friedrichstaler“, „Havanna“, „Geudertheimer“ und „Burley“ verbreitet. Dies sind dunkle Sorten, die für Zigarren und als Beimischung zu dunklen Zigaretten Verwendung fanden. Virginia ist eine aktuelle Sorte, die als Beimischung in helle Zigarettenmarken verwendet wird. In Osteuropa wird außerdem noch Bauerntabak angebaut und zu Machorkav erarbeitet. Die getrockneten, kurierten und ge-rebelten Tabakblätter (Rauchkraut) können in Tabakspfeifen oder gedreht als Zigaretten, Zigarillos und Zigarren geraucht werden. Das giftige Nikotin wird dabei zu großen Teilen verbrannt; nur ein geringer Anteil verdampft und wird inhaliert. Weniger verbreitet ist der Konsum in Form von Smokeless Tobacco, Snus, Kautabak und Schnupftabak. Der Konsum durch Inhalation, Schnupfen oder Kauen ist ebenfalls mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden, die von Herz-Kreislauf-Problemen über Durchblutungsstörungen und Impotenz bis hin zu verschiedensten Karzinomformen reichen können. Mehrere dieser Risiken sind auch mit dem Passivrauchen und Rückstandsrauchen verbunden. Der Konsum von Tabakwaren erhöht signifikant das Risiko einer Nikotinabhängigkeit. Wasserpfeifentabak besteht aus einer Mischung von Tabak und Feuchthaltemitteln (Glycerin und/oder Propylenglycol) und kann zudem auch aromatische Öle, Auszüge, Melassen oder Zucker enthalten oder mit Früchten aromatisiert sein.


BACHBLÜTEN
Körperbewusstsein, Kraft und Regeneration (23 Olive)
-
Diese Menschen haben kaum ein Körperbewusstsein, kaum bzw. keine Kraft und sie können sich kaum
 Regenerieren
- Mit der dementsprechenden Bachblüte bekommen sie ihr Körperbewusstsein und auch ihre Kraft und
 können sich wieder regenerieren   


BACHBLÜTEN
Loslassen von Schuldgefühlen, Selbstachtung (24 Pine)
- Diese Menschen können die Schuldgefühle nicht loslassen und ihre Selbstachtung ist sehr gering
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihre Schuldgefühle endlich loslassen und die
 Selbstachtung steigt


ERNÄHRUNG
Durchschnittliche Gewichtszunahme
Die durchschnittliche empfohlene Gewichtszunahme ab dem zweiten Trimester beträgt ca. 0,5kg/Woche, wobei es gegen Ende der Schwangerschaft häufig zu einer stärkeren Gewichtszunahme der Mutter kommt.
Frauen: mit Untergewicht 12-18kg, Normalgewicht 11,5-16kg,
            Übergewicht 7-11,5kg, Adipositas 5-9kg


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