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24.02.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Februar > 18.02.19-24.02.19

WUNDSCHWAMM

Der Zunderschwamm ist eine Pilzart aus der Familie der  Stielporlings verwandten. Er befällt geschwächte Laubbäume, vor allem Buchen und Birken, und bildet an den Stämmen dicke, invers konsolenförmige Fruchtkörper. Die mehrjährigen Gebilde können im Durchmesser bis zu 30 cm erreichen. Die krustige Oberseite ist hellgrau oder blass bräunlich gefärbt und fein zoniert. Die Röhren auf der Unterseite haben eine braune Farbe und sind oft mehrfach geschichtet.
Der Name des Zunderschwammes entstand aus der früheren Verwendung als Zunder. Baumpilze werden aufgrund ihrer Eigenschaft, Wasser zu binden, zudem als Schwämme bezeichnet. Außerdem wurden aus ihm bis ins 19.Jahrhundert blutstillende sowie desinfizierende Wundauflagen hergestellt. Ferner kamen alkoholische Flüssigextrakte u. a. bei Blasenleiden, Magenverstimmungen und Menstruationsbeschwerden zum Einsatz. In Rumänien wird heute noch die  Trama zu einem lederartigen Material verarbeitet, aus dem für den Touristenmarkt kunstvolle Hüte, Taschen und Ähnliches gefertigt werden. Ansonsten hat der Zunderschwamm wirtschaftlich weitestgehend keine Bedeutung mehr. Das wissenschaftliche Interesse am Zunderschwamm hingegen ist in jüngerer Zeit ansteigend und auch in der  Mykologie ist der Zunderschwamm als sogenannter  Vitalpilzpopulär.

Steckbrief

Heilwirkung: blutstillend
wissenschaftlicher Name: Fomes Fomentarius
Verwendete Pflanzenteile: Pilz


Anwendung
Allgemeines
Die Verwendung des Zunderschwamms reicht bereits etwas 10.000 Jahre zurück. Dies wird durch etliche Funde aus Steinzeitsiedlungen belegt. Bereits "Ötzi", der Gletschermann, der 1991 in den Ötztaler Alpen gefunden wurde und dessen Alter auf mehr als 5.000 Jahre beziffert wird, trug damals schon Zunderschwamm auf seinen Wanderungen bei sich. Die Nachfrage nach den Zunderschwämmen erhöhte sich durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im 19. Jahrhundert derart, dass der Pilz zeitweise aus dem osteuropäischen Ausland importiert werden musste und in einigen Gebieten Deutschlands zur Rarität wurde. Im Jahr 1842 wurden beispielsweise in Neustadt am Rennsteig 21,5 Tonnen Zunderschwamm verarbeitet. Der Zunderschwamm als einer der wichtigsten und häufigsten Weißfäuleerreger an Buchen ist von forstwirtschaftlicher Bedeutung. Durch den vom Pilz eingeleiteten Holzzersetzungsprozess werden die im Holz enthaltenen Nährstoffe dem natürlichen Kreislauf wieder zugänglich gemacht und es entsteht neuer Mutterboden. Der Zunderschwamm war  Pilz des Jahres 1995.
Verwendung als Lebensmittel
Der Zunderschwamm wird als nicht giftig, jedoch als ungenießbar klassifiziert. Dass die Verwendung als klassischer Speisepilz bisher nicht beschrieben ist, lässt sich vor allem auf seine harte und holzige Konsistenz sowie der enthaltenen Bitterstoffe zurückführen. Dennoch wurde der Pilz seit dem Altertum auch innerlich verwendet. Dabei wurde der Pilz vermahlen oder zu einem wässrigen Extrakt verarbeitet. Beide Verarbeitungsformen sind durchaus genießbar bzw. sogar schmackhaft. Vor allem der Verzehr von Zunderschwammpulver als Teeaufguß und der Verzehr von Kräuterschnäpsen mit Zunderschwamm blieben bis in das 20. Jahrhundert erhalten. In Gegenden in denen Zunderschwamm intensive Verwendung fand, entwickelten sich Hausrezepte für „Zunderschnaps" und Zunderschwammtinkturen. Der Zunderschwamm haltige Schnaps "Eau de Vie de Marc Champagne 2007" der Brennerei Capovilla Azienda Agricola gilt als ein aktuelles Bei-spiel, das zudem auf den World Spirits Awards 2009 mit einer Silbermedaille ausgezeichnet wurde.
Verwendung als Zunder
Schon im Neolithikum wurde die lockerfilzige Mittelschicht des Pilzes, die so genannte Trama, zu  Zunderverarbeitet, also einem Material, das dem Feuer als Nahrung dient und somit beim Feuerentfachen hilft. Durch diesen Verwendungszweck hat der Pilz seinen Namen erhalten.
In der Neuzeit wurde in einem aufwändigen Verfahren diese  Hyphenschichteingeweicht, gekocht, geklopft, in  Salpeterlösung oder Urin eingelegt und getrocknet. Dabei erhielt man eine rehbraune filzartige Masse, die durch auftreffende Funken sofort zu glimmen anfing und dieses Glimmen lange erhielt.
Verwendung als Textil
Unbehandelten Zunder verarbeitete man im Mittelalter und der Neuzeit auch zu Pilzledertextilien, wie Westen und Kappen. Das Textil erinnert an eine Mischung aus feinem, weichem Wildleder und Filz und besitzt eine sehr weiche Haptik. Diese handwerkliche Kunst gilt heutzutage als fast ausgestorben und wird nur noch von wenigen Familien in Rumänien praktiziert. In Rumänien werden für Touristenmärkte Kappen, Hüte, Taschen, Untersetzdeckchen und weitere Objekte hergestellt.
Medizinische Verwendung und Wirkungen
Die medizinische Anwendung des Pilzes ist vermutlich sehr alt. Bereits Hippokrates von Kos (ca. 370 v.Chr.), der als Urvater der Medizin gilt, bezeichnete den Pilz als "Mykes" und dokumentierte seinen Einsatz zur Wundversorgung sowie seine blutstillenden und antiseptischen Eigenschaften. Außerdem wurde er bis ins 19. Jahrhundert als blutstillende Wundauflage unter der Bezeichnung Fungus chirurgorum (Wundschwamm) in Apotheken verkauft. In der gleichen Aufbereitung des Pilzes fanden die Auflagen als Tamponaden Verwendung in der Zahnheilkunde, in der Gynäkologie und zur Behandlung äußerlicher Entzündungen sowie Hämorrhoiden. Der Zunderschwamm wurde nicht zuletzt in den traditionellen Arzneibüchern vieler Länder, z.B. Deutschland, Ungarn, China oder Indien, dokumentiert. In der Volksmedizin verwendete man den Pilz auch innerlich bei Blasenleiden, schmerzhaften Regelblutungen und zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen. Die Chinesische Volksmedizin setzt den Zunderschwamm bei Lungenerkrankungen, Asthma und Magenverstimmungen ein, auch bei Speiseröhren-, Magen- und Gebärmutterkrebs. In Japan nutzte man den Zunderschwamm innerlich als Teezubereitung (Heißwasserextraktion) zur Behandlung bei Erkältungskrankheiten, Grippe, Bronchitis und Schwächezuständen. Guthmann (2016) fasst die medizinischen Wirkungen wie folgt zusammen: wundheilfördernd, blutstillend, entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, immunmodulierend.  

Pflanzenbeschreibung
Makroskopische Merkmale
Der Zunderschwamm bildet mehrjährige, konsolenförmige Fruchtkörper, die bis zu 30 Jahre alt werden können. Sie erreichen eine Breite von 10 bis 30 cm, in Ausnahmefällen auch bis 60 cm Breite und bis 20 cm Dicke und Höhe. An  Birken ist er jedoch meist deutlich kleiner. Mit zunehmendem Alter und bei Verbrauch des besiedelten Substrates wird der jährliche Zuwachs geringer, so dass relativ hohe, hufförmige Fruchtkörper entstehen. Eine ähnliche Beobachtung lässt sich bei Fruchtkörpern mit zunehmender Höhe am Substrat machen. Die Fruchtkörper sind oberseits hell- bis dunkelgrau, ältere Fruchtkörper können fast schwarz werden. Junge, noch nicht überwinterte Fruchtkörper sind wie die Zuwachszone älterer Exemplare gelb bis rostbraun gefärbt. Die Oberfläche der Fruchtkörper ist konzentrisch rillig bis gefurcht und mit einer harten Kruste bedeckt, die sich mit  Kaliumhydroxid durch den Farbstoff Fomentariol blutrot verfärbt. Die oft leicht nach innen gewölbte Unterseite des Zunderschwammes besteht aus einer glatten, grau- bis ockerbraunen Porenschicht. Die Poren sind dickwandig und rundlich; in einem Abschnitt von einem Millimeter befinden sich zwei bis vier Poren. Auf Druck verfärben sie sich leicht braun. Die Röhren sind in Schichten angeordnet. Diese Zonen entsprechen – wie auch die Wachstumszonen der Oberfläche – den  Wachstumsschüben des Pilzes. Da mehrere solche Schübe pro Jahr auftreten können (oft zwei pro Jahr), kann aus der Zahl der Schichten nicht auf das Alter des Fruchtkörpers geschlossen werden. Im Innern des Pilzes befindet sich das weiche Pilzgeflecht des  Myzelialkerns. Dieser wird von einer verhältnismäßig dünnen Tramaschicht umgeben, die sich außerdem über den gesamten Bereich unter der Kruste erstreckt. Die Trama färbt sich mit Kaliumhydroxid schwarz. Wie andere baumbewohnende Pilzarten zeigt auch der Zunderschwamm den Geotropismus, das heißt, neu zuwachsende Fruchtschichten werden mit der Unterseite zum Erdboden ausgerichtet. Bildet ein Fruchtkörper nach dem Umstürzen des Wirtsbaumes neue Fruchtschichten, werden diese um etwa 90° gegenüber den schon vorhandenen ausgebildet.
Mikroskopische Merkmale
Der Zunderschwamm besitzt eine aus drei Formen bestehendes Hyphensystem, bestehend aus generativen Hyphen, Skeletthyphen und Bindehyphen. Erstere sind zylindrisch, dünnwandig und hyalin; die Septen (Trennwände der  Hyphen) besitzen  Schnallen. Die Binde- und Skeletthyphen sind hingegen dickwandig und gelb- bis hellgoldbraun gefärbt. Die Bindehyphen sind verzweigt und Skeletthyphen nicht oder kaum vorhanden. Es existieren keine Zystiden. Die Basidien haben eine keulige Form sowie eine Schnalle an der Basis. Sie sind hyalin und besitzen vier Sporen. Diese sind zylindrisch bis lang ellipsoid geformt und 15–22 × 4,4–7  µm groß. Sie sind hyalin, inamyloid und besitzen eine glatte Oberfläche. Das Sporenpulver ist weiß.




BUKKOSTRAUCH

Steckbrief
Heilwirkung:
Blasenschwäche, harntreibend
wissenschaftlicher Name:  Barmosa betulina
Verwendete Pflanzenteile: Blätter


BACHBLÜTEN
Man fügt sich in sein Schicksal, z.B. unglückliche Ehe, unbefriedigender Beruf, chronische Krankheit (37 Wild Rose)
- Diese Menschen fügen sich in ein Schicksal, wie z.B. eine unglückliche Ehe, unbefriedigender Beruf oder auch einer chronische Krankheit
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie die Fügung des Schicksals bekämpfen

BACHBLÜTEN
Ich fühle mich ungerecht behandelt (38 Willow)
- Diese Menschen haben das Gefühl ungerecht behandelt worden zu sein
- Mit der dementsprechender Bachblüte kann diesen Gefühl behoben werden  


ERNÄHRUNG
Das 1x1 der kleinen Trainingslehre
- FREUDE an der Bewegung!
Vor der Anwendung und Umsetzung der folgenden Trainingsprinzipien, steht die Motivation sich zu bewegen. Nur wer Freude an der Bewegung hat, kann die Motivation langfristig aufrechterhalten werden. Es ist also wichtig, eine Bewegungsart zu finden, die Spaß macht.
- Medizinische Abklärung
Eine (Sport-)medizinische Abklärung hat sich bewährt, um sicherzustellen, dass alle physiologische Vorraussetzungen gegeben sind, um den Trainingsanforderungen auch gewachsen zu sein.
- Eignungstest & Trainingsintensität
Die Bestimmung der Trainingsbereiche kann sportartspezifisch und unabhängig von individuellen Zielstellung abgeklärt werden vor allem für Wettkampforientierte Sportler der Personen, die die Effizienz ihren Trainings verbessern möchte, ist diese ideal


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