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Insektenblüte
Die Dalmatinische Insektenblume, auch Insektenpulverpflanze genannt, ist eine Pflanzenart aus der Pflanzengattung Wucherblumen. Mit ihren weiß-gelben Köpfchen ähnelt sie der Margerite. Ihre Blätter sind jedoch meist grundständig, fiederschnittig und graufilzig. Sie strömen einen stark aromatischen Duft aus.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Insektenabwehr
wissenschaftlicher Name: Tanacetum cinerarii folium
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
 
Nutzung
Die Art wird neben anderen zur Erzeugung des Insektizids Pyrethrum angebaut. Verwendet werden dafür die getrockneten Blütenköpfe, die rund 1,3–2 Prozent Pyrethrin enthalten. Der Anbau erfolgt vor allem in Indien, Pakistan, Sri Lanka, China, Australien und USA. Auch in Afrika wird sie angebaut.
 
Merkmale
Die Dalmatinische Insektenblume ist eine ausdauernde Pflanze mit einem verholzten Rhizom. Die Stängel sind fast unverzweigt, bis 45 cm hoch, wenig beblättert und dicht anliegend silbergrau behaart. Die Blätter stehen an bis zu 15cm langen Blattstielen, sind an beiden Seiten wie die Stängel dicht anliegend silbergrau behaart, seltener an der Oberseite verkahlend. Die Spreite ist oval oder länglich, meist kürzer als der Blattstiel. Die Blätter sind dreifach fiederschnittig zerteilt in linealisch-längliche, 0,75 bis 2 mm breite Abschnitte. Die oberen Blätter sind kleiner, annähernd sitzend und nur schwach zergliedert. Die Köpfchen besitzen Strahlenblüten und stehen meist einzeln und endständig. Das Involucrum ist meist glockenförmig, hat einen variablen Durchmesser, die Hüllblätter sind grau behaart, ledrig bis krautig. Die äußeren sind lanzettlich, 3,5 bis 5 mm lang, zugespitzt, die innere sind weißlich, am Rand häuig. Die 12 bis 15 Strahlenblüten besitzen eine 7 bis 15 x 3 bis 5 mm große, etwas gefurchte, dreilappige Zunge. Die Röhrenblüten haben eine 3 bis 5 mm lange, fünflappige, gelbe Krone. Blütezeit ist Juni bis September. Die Achänen sind länglich, 2,75 bis 3,5 mm lang, haben fünf Rippen und sind mit feinen Drüsen besetzt. Der Pappus ist kronenförmig, 0,5 bis 1 mm lang und fein gezähnt.

Hoodia
Hoodia gordonii ist eine sukkulente Pflanze aus der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse. Die Art ist international durch eine Werbekampagne bekannt geworden, die der Pflanze eine appetithemmende Wirkung nachgesagt hat.  
Von allen Seiten hört und liest man in letzter Zeit von Hoodia, angepriesen als sensationelles Schlankheitsmittel. Hoodia ist eine südafrikanische, stachelige Pflanze, die aussieht wie ein Kaktus. Sie ist jedoch kein Kaktus, sondern gehört zur Familie der Seidenpflanzengewächse. In ihrer südafrikanischen Wüstenheimat wird sie von wandernden Wüstenbewohnern gegessen, um den Hunger auf der kargen Wanderschaft zu dämpfen. In reichen Industrieländern wird versucht, mithilfe der Hoodia den Verlockungen des reich gefüllten Kühlschranks zu widerstehen, und das Hungergefühl bei Diäten zu dämpfen. Ob das in der erhofften sensationellen Weise gelingt, ist fraglich. Die Hoodia-Pflanze wird in ihrer Heimat durch den Schlankheitswahn der übergewichtigen Abendländer bedroht, denn sie lässt sich kaum kultivieren und wird daher in der Wildnis geerntet, obwohl sie seit 2004 unter strengem Artenschutz steht.
 
Steckbrief
Haupt -Anwendungen: Übergewicht
Heilwirkung: appetitsenkend
Anwendungsbereiche: Heißhunger, Fettsucht, Diabetes, Husten, Erkältung
wissenschaftlicher Name: Hoodia gordonii
Pflanzenfamilie: Seidenpflanzengewächse = Asclepiadoideae
englischer Name: Hoodia
volkstümlicher Name: !khowab, Kowa, Aasblume
Verwendete Pflanzenteile: Stängel
Inhaltsstoffe: Steroidglykosid, Pregnanglycosid P57, Herzglykoside
 
Anwendung
Hoodia gaukelt dem Gehirn einen hohen Blutzuckerspiegel vor, sodass Hunger und Appetit gelindert werden. Dadurch kann Hoodia theoretisch bei Übergewicht und Diabetes helfen. Hoodia wird als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Nicht bei allen angebotenen Produkten ist jedoch klar, ob es sich bei den Inhaltstoffen tatsächlich um Bestandteile der Hoodia handelt, oder ob es eine Fälschung ist. Selbst wenn das Produkt echt ist, ist es fraglich, ob die Einnahme empfohlen werden kann. Einerseits weiß man nicht, wie Hoodia wirkt. Ob es für Abendländer gesundheitsfördernd ist, Hoodia über einen längeren Zeitraum bei Übergewicht einzunehmen, ist bisher unbekannt. Der schwerwiegendere Grund, der gegen die Einnahme von Hoodia-Produkten spricht, ist jedoch eine Sache des Naturschutzes. Man sollte Hoodia-Produkte nur aus vertrau-enswürdiger Quelle beziehen und anwenden.
Traditionelle Anwendung
Die Buschmänner in Afrika nehmen Hoodiatriebe und entfernen die Stacheln und Schale. Dann wird dreimal täglich ein etwa daumenlanges Stück gekaut. Diese Anwendung soll nicht nur Hunger und Durst lindern, sondern auch bei Husten helfen.
Traditionelle Nutzung
Die Khoisan im südlichen Afrika nennen die Pflanze „Kowa“. Sie nutzten Hoodia gordonii wegen ihrer hungerstillenden Wirkung. In Notzeiten und während langer Jagdausflüge, auf denen die Jäger das erlegte Wild nicht selbst verzehrten, sondern traditionsgemäß in ihr Dorf zurückbrachten, sollen die Khoisan Hunger und Durst tagelang mit den leicht bitteren Sproßstücken der Hoodia gestillt haben.
 
Geschichtliches
Seit langer Zeit wird die Hoodia von den Buschmännern (Khoi-San) der südafrikanischen Wüstengebiete als Verpflegung auf Jagdausflügen verwendet. Anstelle von nahrhaftem und schweren Proviant essen die Buschmänner unterwegs kleine Stücke der Pflanzenstängel, von denen sie zuvor die Dornen entfernen. Mithilfe der Hoodiastängel konnten die Buschmänner ihren Hunger und Durst unterdrücken, bis sie wieder zuhause waren, um ihren Hunger mit echter Nahrung zu stillen. Die Buschmänner verwenden die Hoodia auch bei Erkältungskrankheiten. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die ap-petithemmende Wirkung der Hoodia unter Soldaten bekannt, die in der Wüste Dienst taten. Seit 1996 wird die Wirkungsweise der Hoodia von Wissenschaftlern untersucht, um Medikamente gegen Übergewicht daraus herzustellen. In den nächsten Jahren gingen die Vermarktungsrechte an der Hoodia und ihren Wirkstoffen von einer Pharmfirma zur nächsten, die mit diesem sensationellen Appetitzügler umfangreiche Geschäfte machen wollten. Den Buschmännern gelang es, mithilfe von Terre des Hommes, einen geringen Anteil an den Gewinnen durch Hoodia-Medikamente einzuklagen. Dies gilt als historischer Triumpf einer eingeborenen Minderheit im Kampf bei Ausbeutung ihrer Naturschätze. Seit 2004 steht die Hoodia international unter Naturschutz. Bei verwendeten Pflanzen muss nachgewiesen werden, dass sie naturverträglich geerntet wurden. Oft werden diese Nachweise jedoch gefälscht. Inzwischen wird auch versucht, die Hoodia anzubauen. Dies gelingt teilweise recht gut, jedoch ist fraglich, ob die kultivierten Pflanzen genauso gut wirken wie die natürlich gewachsenen.
 
Pflanzenbeschreibung
Hoodia gordonii ist eine mehrjährige, dornige und blattlose Sukkulente, aber kein Kaktus. Unter idealen Bedingungen können alte Exemplare - bis zu 15 Jahre in der Wildnis - einen Meter groß werden, in der Regel sind sie aber deutlich kleiner. Zu Beginn wird nur ein Stamm gebildet, in der Folge können aber bis zu 50 Äste, die sich am Boden verzweigen, gebildet werden. Die zylindrischen Äste haben einen Durchmesser von bis zu 5 cm. Im August und September werden terminal, oder nahezu terminal, sehr kurz gestielte Blütenstände gebildet, die aus 1-4 Blüten bestehen. Die fünflappigen Blüten, mit einem Durchmesser von 75 mm, erinnern an Petunien. Die Blüten riechen nach verwesendem Fleisch und werden hauptsächlich von Fliegen bestäubt. Die ersten Blüten werden nach ungefähr 5 Jahren gebildet. Die bis zu 250 mm langen Kapselfrüchte werden im Oktober und November gebildet und die Samen werden durch den Wind verbreitet.
Die Hoodia ist im südlichen Afrika heimisch. Man findet sie in Südafrika, Namibia, Angola, Botswana. Sie wächst bevorzugt in trockenem Wüstenboden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die stachelige Sukkulente ist immergrün, hat aber, ähnlich wie Kakteen, keine normalen Blätter, sondern walzenartige, aufrechte Blätter mit Dornen. Die großen Blüten sind rötlich, gelblich oder fleischfarben. Sie riechen nach Aas, sodass Fliegen von ihnen angezogen werden. Aus den Blüten entwickeln sich längliche Samenkapseln, die ein wenig an Ziegenhörner erinnern. Diese Samenkapseln enthalten seidig behaarte Samen, die der Pflanzenfamilie den Namen gegeben haben. Die Schwalbenwurz ist die einzige mitteleuropäische Verwandte aus der Familie der Seidenpflanzen. Außer den seidig behaarten Samen in Kapseln haben die beiden Pflanzenarten jedoch kaum Gemeinsamkeiten.

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ESSENTIELL bedeutet LEBENSNOTWENDIG
Ein Nährstoff gibt als lebensnotwendig (essentiell), wenn in unser Körper nicht oder nicht ausreichend herstellen kann und wird somit auf die Versorgung mit disem Nährstoff über die Nahrung angewiesen sein.
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