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Dost
Der Dost oder Orant ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Lippenblütler in der Ordnung der Lippenblütlerartigen. Zu dieser Gattung gehören zwei wichtige Gewürzpflanzen, Echter Dost und Majoran.
Dost ist den meisten von uns unter dem Namen Oregano vor allem als Gewürz auf der Pizza bekannt und unentbehrlich. Kaum jemand weiß, dass die Pflanze auch in unseren Breiten wild in der Natur vorkommt und dass sie außer Gewürz auch eine Heilpflanze ist.
Oregano mag es sonnig und warm – deshalb ist es das ideale Gewürz für mediterrane Gerichte. Oregano verbreitet Urlaubsfeeling, Sommer, Sonne und südliches Flair. Nicht umsonst ist Oregano auf Pizza, Pasta und vielen italienischen Gerichten so beliebt. Oregano findet sich in fast jeder Kräutermischung, wie z.B. in italienischer Kräutermischung. Besonders der frisch getrocknete Oregano entfaltet den herrlichen Duft und das würzige Aroma. Wer einen Urlaub im südlichen Griechenland plant, soll unbedingt frisch getrockneten Oregano mit nach Hause nehmen. Denn dieser ist besonders aromatisch.
Tipp: Noch besser kommen die Aromen des Oregano zur Geltung, wenn man diesen vor dem Würzen ein wenig in den Händer oder im Mörser verreibt.
Die Handelsbezeichnung Oregano ist eine Sammelbezeichnung für ein aromatisches Blattgewürz, das meist von der Gattung Origanum aus der Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Lamiaceae) stammt, wozu etwa auch Minze und Majoran gehören. Oregano kann jedoch auch das Kraut von etwa 60 weiteren Stammpflanzen sein, die zu 17 verschiedenen anderen Gattungen und insgesamt sechs Pflanzen-familien gehören . . .
Oregano oder Dost ist eines der wichtigsten mediterranen Kräuter. Aufgrund seines aromatisch-herben Geschmacks ist Oregano, ähnlich wie Basilikum und Thymian, unverzichtbar in der mediterranen Küche. Häufig wird der Dost zu Pizza- und Nudelgerichten verwendet. Oregano hat außerdem viele medizinisch interessante Wirkstoffe, die u.a. bei Magen- und Darmbeschwerden sowie auch bei Pilzerkrankungen Linderung verschaffen können.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antiseptisch, antiviral, Appetitlosigkeit, Blähungen, Husten, Krampfhusten, Keuchhusten, Menstruationsbeschwerden, Mundentzündungen, Rachenentzündungen, Cellulitis, Ekzeme, Psoriasis, Verdauungsstörungen
wissenschaftlicher Name: Origanum vulgare
englischer Name: Oregano
volkstümliche Namen: Wilder Majoran, Gemeiner Dost, Dosten, Wilder Balsam, Bergminze, Blauer Dunst, Orant
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut, Blätter
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Thymol, Carvacrol
Sammelzeit: Juni bis September
 
Anwendung
Der Dost, häufig auch Oregano genannt, wird in der Heilkunde hauptsächlich als Tee verwendet. Man kann sich jedoch auch eine Tinktur daraus ansetzen und als Hustentropfen oder gegen Menstruationsbeschwerden einsetzen. Äußerlich kann man ihn gegen Wunden einsetzen, hier sind vor allem seine bakterientötenden Eigenschaften hilfreich. Für die äußere Anwendung eignet sich vor allem das ätherische Öl des Oreganos.
Achtung! Während der Schwangerschaft sollte der Dost nicht innerlich eingenommen werden.
Oregano in der Pflanzenheilkunde
Dost war bereits den Griechen als („erwärmendes“) Heilmittel bekannt. Dioscurides berichtet über ihn in seinem Werk De materia medica aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Hippokrates von Kos diente diese Pflanze zur Geburtsbeschleunigung und zur Heilung von Hämorrhoiden.
In der modernen Pflanzenheilkunde findet der gewöhnliche Dost selten als Bestandteil einer Teemischung gegen krampfartige Magen- und Darmbeschwerden Verwendung.
Ätherisches Oreganoöl
Oreganoöl zählt aufgrund seines sehr hohen Gehalts an Phenolen in der Aromatherapie als effektiv gegen Bakterien. Da es die Haut reizen kann, sollte die Anwendung nur innerlich und mit einem Trägeröl (z. B. Sonnenblumenöl) verdünnt erfolgen. Als Einzeldosis gibt man 50 mg (zwei Tropfen) bis zu zehnmal täglich.
Nachgewiesen werden konnte weiterhin eine positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden sowie Erkrankungen der oberen Atemwege. Der Inhaltsstoff Carvacrol wirkt entzündungshemmend.
Oregano als Heilkraut
Auch wenn Oregano meist nur als Küchenkraut bekannt ist, findet er in der Volksheilkunde relativ viel Beachtung. Aufgrund der enthaltenden Inhaltsstoffe kann Oregano für eine Vielzahl an Beschwerden eingesetzt werden.
Oregano war bereits in der Antike und im Mittelalter als Kraut mit großer Heilkraft bekannt. Oregano wurde eingesetzt, um schmerzhafte Hämorrhoiden zu behandeln. In der Frauenheilkunde kam das Heilkraut zum Einsatz, um die Geburt einzuleiten. Ferner galt Oregano im Mittelalter als probates Mittel, um sich vor Dämonen, Hexen und dem Teufel abzuschirmen. Von Oreganostengeln im Haus und Räucherungen mit Oregano versprach man sich die gleiche Wirkung wie Knoblauch eingesetzt gegen Vampire.
In alten Kräuterbüchern wird der Oregano, sowie einige Oreganoarten allgemein als Wohlgemuth (Wolgemut) oder Dosten bezeichnet. Im Kräuterbuch von Petri Andreae Matthioli fand das Kraut sowohl für innere als auch äußere Anwendungen Verwendung. Empfohlen wurde Oregano u.a. bei Juckreiz (Anwendung: Oreganobad), bei Geschwulsten der Mandeln (vermutlich Mandelentzündung) oder bei der Wundbehandlung. Auch zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden, Husten oder Erkrankungen der Luftröhre wurde Oregano bereits angewendet. Das Kraut wurde meist mit rotem Wein versetzt oder als Presssaft getrunken.
Heute findet Oregano dahingegen Verwendung bei Problemen im Magen- und Darmtrakt. Die Gerb- und Bitterstoffe im Oregano haben eine entkrampfende Wirkung, helfen demnach bei Magen- und/oder Darmkrämpfen genau so wie bei Blähungen und regen nebenbei den Appetit an.
Oregano in der Küche
Oregano ist ein intensives Gewürzkraut, mit einem leicht bitteren und sehr aromatischen Geschmack. Je nach Qualität und Anbaubedingungen können die Blätter auch einen leicht scharfen Geschmack entwickeln.
Am häufigsten findet Oregano in italienischen bzw. mediterranen Gerichten Verwendung. Egal ob auf Pizza oder in Tomatensoßen - Oregano verleiht einer Vielzahl von Speisen eine würzige Note. Sehr gut passt das Aroma von Oregano auch zu Eierspeisen - allen voran Omeletts oder Bauernfrühstück. Breite Anwendung findet der Oregano bei der Zubereitung von Salaten. Oregano harmoniert ganz hervorra-gend mit fruchtigen Tomaten oder Gurken.Oregano eignet sich ebenfalls für zahlreiche Saucen und Suppen. Vor allem Saucen für Fleisch- und Fischgerichte können mit Oregano eine sehr schmackhafte Note erhalten. In Suppen kann Oregano für das Würzen kräftiger Gemüse- oder
Cremesuppen genutzt werden. Sehr gut passen passen die aromatischen Kräuter zudem bei Kartoffelcreme- oder Tomatencremesuppen.
Als Gewürzkraut werden sowohl die frischen Blätter wie auch das getrocknete, gegebenenfalls gerebelte Kraut und die essbaren Blüten verwendet. Hinsichtlich der Würzkraft stellt Oregano eine Ausnahme innerhalb der getrockneten Kräuter dar. Viele Kräuter verlieren mit dem Trocknen ihr Aroma; bei Oregano intensiviert es sich aber durch den Trockenvorgang erheblich.
Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern kann Oregano mitgekocht bzw. mitgegart werden, ohne dass es zu Einbußen des Aromas kommt.
Oregano in der Küche
Als Würzmittel ist Oregano mindestens seit 300 bis 400 Jahren im Gebrauch. Abgesehen von den nicht ganz eindeutigen römischen Quellen, kann nur ein Basler Rezept aus dem 17. Jahrhundert angeführt werden, in dem Oregano als Zutat zu Pfannkuchen erwähnt wird. Ansonsten lassen sich botanische Bücher selbst noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts lediglich darüber aus, dass Oregano Heil- und Zauberpflanze sei und dass man mit seinem roten Farbstoff Wolle färben könne.
Oregano spielt als Gewürz in der deutschen Küche eher eine geringe Rolle. In der italienischen, griechischen und spanischen Küche ist er ein sehr wichtiges Gewürz, wird aber auch im gesamten übrigen Mittelmeerraum viel verwendet. Oregano passt gut zu Omeletts, italienischen Soßen, Tomatengerichten, Lamm oder Gemüseaufläufen.
In der Tex-Mex-Küche wird Oregano oft zusammen mit Kreuzkümmel, Chilis, Knoblauch und Zwiebeln verwendet. Unter anderem ist er wichtiger Bestandteil von Chili con Carne. Oftmals wird er dabei jedoch auch durch mexikanischen Oregano (Lippia graveolens), einer mittelamerikanischen Gewürzpflanze, ersetzt. Diese ist mit dem eigentlichen Oregano nur entfernt verwandt, hat aber einen ähnlichen, jedoch kräftigeren Geschmack. Den intensivsten Geschmack bietet der echte Griechische Oregano (Origanum vulgare spp. hirtum), wohingegen Majoran (Origanum majorana) weniger intensiv schmeckt. Auch Türkischer Oregano (Origanum onites) findet Verwendung.
 
Oregano im Aberglauben
Dost wurde im Mittelalter als wichtige Hexenabwehrpflanze angesehen und sollte vor dem Teufel schützen. Man hielt sie den Hexen unter die Nase, um sie vom Teufel zu lösen. Dost soll das Kraut sein, das Kummer verschwinden lässt, erloschenen Lebensmut wieder aufrichtet und den Menschen fröhlich macht. Aus diesem Grund trägt die Pflanze auch den Namen Wohlgemut.
Oregano oder Dost wurde als Schutz vor bösen Mächten in den Brautschuh gelegt und in den Brautstrauß eingebunden. In Form von Räucherungen wurde Dost schon in der Antike als dämonenabwehrendes Mittel verwendet. Wenn ein Kind lange nicht zu reden begann, gab man ihm einen Löffel voll Oreganowasser. Gegen Epilepsie ließ man den Kranken an mit den Fingern zerdrücktem Dost riechen.
                 
Pflanzenbeschreibung
Der Dost bevorzugt trockene, warme Standorte. Man findet ihn vor allem an sonnigen Kalkhängen, Bergwiesen und Kahlschläge. Er gedeiht in ganz Mittel- und Westeuropa, bis hin nach Osteuropa. Der Dost ist eine mehrjährige Pflanze und wird bis zu 50cm hoch. Wenn es ihm an einer Stelle gefällt, wird er von Jahr zu Jahr dichter, bis er im Frühling schon ein dichtes Polster bildet, das dann im Laufe des Sommers fast zu einem kleinen Busch heranwächst. Sein rötlich überlaufener Stängel wächst aufrecht. Wenn die Pflanze genug Platz hat, bilden sich in den Blattachseln zahlreiche Seitentriebe. Die Blütenstände der rosa- bis wein-rot-farbenen Blüten sind doldig und rispenähnlich. Schmetterlinge und andere Insekten sind ganz begeistert von den Blüten des Oreganos und laben sich zahlreich an ihnen. So leistet der Dost einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Insektenvielfalt.
Beim Oregano handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 70 Zentimetern erreicht. Charakteristisch ist ihr ausgeprägter herbaromatischer Duft und Geschmack. Aus einem oft holzigen Rhizom (umgangssprachlich „Wurzelstock“) treibt der aufrecht wachsende, vierkantige und von Grund an gabelig verzweigte Stängel. Dieser weist ebenso wie die meist rötlich überlaufenen Zweige eine leichte Behaarung auf.
Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 2 bis 7 Millimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von meist 25 bis 40 (10 bis 45) Millimetern sowie einer Breite etwa 15 (4 bis 30) Millimeter länglich-eiförmig und laufen meist spitzig aus. An der Blattunterseite kann man eine drüsige Punktierung feststellen. Der Blattrand kann schwach gezähnt oder auch glatt ausgestaltet sein. Einige Exemplare bilden an den Blatträndern auch eine feine Behaarung aus.
Die in endständigen oder seitenständigen dicht gedrängten kugeligen Scheinrispen zusammengefassten Teilblütenstände entwickeln zwischen Juli und September zahlreiche Blüten.
Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf dunkelgrünen, etwa 3 Millimeter langen Kelchblätter sind untereinander verwachsen. Die fünf Kelchzähne sind gleich gestaltet und entwickeln – ebenso wie die Tragblätter – gewöhnlich eine leichte purpurfarbene Einfärbung. Der Kelch ist deutlich kürzer als die Kronröhre. Die fünf rosavioletten, selten auch weißlichen Kronblätter sind zu einer
glockenförmigen, 4 bis 6 Millimeter langen Kronröhre verwachsen, die zweilippig endet. Die Unterlippe ist dreilappig. Die aufrechte Oberlippe ist ausgerandet und besteht aus zwei Kronblättern. Von den vier Staubblättern sind zwei kürzer und zwei länger; sie sitzen der Kronröhre an. Die zwei längeren Staubblätter ragen aus der Kronröhre heraus, die zwei kürzeren enden gewöhnlich dicht unter der Oberlippe. Zwei Fruchtblätter sind zu einem, durch eine falsche Scheidewande in vier Fächer unterteilten, oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Fruchtknoten geht in einen langen Griffel über, der in zwei kleine Narben endet.
Die Klausenfrucht zerfällt zu einem etwa 1 Millimeter länglich-ovalen Nüsschen mit brauner und glatter Oberfläche.

Eibisch
Der Eibisch gehört zur Familie der Malvengewächse und ist daher wie seine Verwandten eine Zierde für jeden Garten. Schon seit der Antike gehört der Eibisch zu den hoch geschätzten Heilpflanzen. Sein wichtigster Inhaltsstoff ist der Schleim, der in großen Mengen vorkommt. Daher darf man den Eibisch auch nicht kochen, sondern nur als Kaltauszug ansetzen, um die Kräfte des Schleimes zu erhalten. Der Schleim des Eibischs wirkt lindert auf alle Schleimhäute, weshalb man ihn hauptsächlich für Erkrankungen der Atmungsorgane und des Verdauungsapparates einsetzt. Auch auf Probleme der Haut kann der Eibisch lindernd wirken, wenn man ihn als Umschlag oder Bad verwendet.
Der Echte Eibisch (Althaea officinalis) ist eine tradtionelle Heilpflanze, die vor allem gegen Schleimhautentzündungen und hartnäckigem Reizhusten hilft. Die zu den Malvengewächsen gehörende Pflanze enthält wertvolle Schleimstoffe, die rasch eine Linderung verschaffen können. Eibisch wurde früher auch als Küchenpflanze genutzt. Sowohl die Blätter als auch die Eibischwurzeln sind essbar. Die Wildbestände der Pflanze gingen in den letzten Jahren immer weiter zurück, so dass sie heute unter Naturschutz steht.
 
Steckbrief
Heilwirkung: beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, tonisierend, Bronchitis, Husten, Luftröhrenentzündungen, Halsentzündungen, Heiserkeit, Erkältungen, Mundschleimhautentzündungen, Magenschleimhautentzündungen, Darmschleimhautentzündungen, Magenübersäuerung, Magengeschwür, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Mundgeruch, Blasenentzündung, Blasensteine, Epilepsie, Wunden, Leichte Verbrennungen, Rissige Haut, Trockene Haut, Feuchte Ekzeme, Bisse, Insektenstiche, Splitter, Furunkel, Quetschungen, Muskelkater
wissenschaftlicher Name: Althea officinalis
Pflanzenfamilie: Malvengewächse = Malvaceae
englischer Name: Marsh Mallow
volkstümliche Namen: Adewurzel, Allee, Altee, Alter Thee, Alte Eh, Driantenwurzel, Eibsche, Flusskraut, Heilwurz, Heimischwurzel, Hilfwurz, Ibsche, Ipsche, Sammt-Pappel, Samtpappel, Schleimwurzel, Weisse Pappel, Weisswurzel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe: Schleim, ätherisches Öl, Saponine, Asparagin, Ephedrin, Gerbstoff, Gerbsäure, Cumarine, Zink
Sammelzeit: Wurzel: September bis November
 
Anwendung
Aus Substanzen des Eibischs wurde ursprünglich die Süßware Marshmallow hergestellt, die heute vor allem mit den USA assoziiert wird, die aber auf die französische pâte de guimauve bzw. den sogenannten Eibischteig zurückgeht. Der Name Marshmallow leitet sich von der englischsprachigen Bezeichnung marsh mallow (deutsch: Sumpf-Malve) für den Eibisch ab. Verwendet wurden dafür sowohl die Stängel und Blätter als auch die Wurzel; heute verwendet die Industrie dafür Ersatzstoffe. Gegessen hat man früher auch die Wurzeln, die zuerst gekocht und dann gebraten wurden. Essbar sind auch die Blüten, und die jungen Blätter können im Salat mitgegessen werden. Die Römer verwendeten die Pflanze als Suppenkraut und zur Füllung von Spanferkeln. Bei Hungersnöten hat man die weiße mohrrübenähnliche Wurzel als Nahrung verwendet. Die einzige Bezugnahme in der Bibel spielt auf den faden Geschmack des Eibischschleims an (Hi 6,6 EU): „Wird Fades ohne Salz gegessen, oder ist Geschmack im Eibischschleim?“ Das weist darauf hin, dass man Ei-bischschleim keinesfalls ohne Gewürz oder in Zeiten des Wohlstands gegessen hätte.
Die wichtigste Eigenschaft des Eibischs ist sein Reichtum an Schleimen, vor allem von der Wurzel. Daher kann man sie überall einsetzen, wo eine einhüllende, schützende Wirkung erwünscht ist. Der Eibisch hilft in erster Linie gegen Atemwegserkrankungen und gegen Entzündungen und Reizungen der Verdauungsorgane.
Eibisch Tee
Damit der Schleim der Eibisch-Wurzel gut erhalten bleibt, wird Eibisch-Tee als Kaltauszug zubereitet. Dazu übergießt man 3 Teelöffel der geschnittenen EibischWurzel mit einer Tasse kaltem Wasser und lässt den Ansatz mindestens acht Stunden ziehen (über Nacht geht auch). Dann seiht man den Tee ab und erwärmt ihn leicht auf Trinktemperatur. Auch Tee aus den Blüten und Blättern des Eibischs wird kalt angesetzt. Von diesen braucht man jedoch nur ein bis zwei Teelöffel pro Tasse. Vom Eibisch-Tee trinkt man ein bis drei Tas-sen täglich. Man kann ihn auch zum Spülen und Gurgeln gegen Entzündungen im Mundraum verwenden.
Äußerlich
Eibisch-Tee kann man auch äußerlich in Form von Waschungen, Bädern oder Umschlägen anwenden. Er hilft gegen leichte Brandwunden, rissige Haut und feuchte Ekzeme. Furunkel und sogar Karbunkel werden durch Eibisch-Breiumschlägen erweicht. Dazu reibt man die Wurzeln fein und vermischt sie mit Honig. Dieser Brei wird auf ein kleines Tuch gestrichen und auf die zu behandelnde Stelle gelegt. Alle zwei bis drei Stunden durch einen neuen Umschlag ersetzen.
Eibisch als Heilkraut
Der Eibisch ist eine alte Heilpflanze mit langer Tradition, die auch in der heutigen Zeit in der Naturheilkunde und Phytotherapie sehr beliebt ist. Heute wie damals liegen die Haupteinsatzgebiete in der Linderung von Magen- und Darmbeschweden sowie von Erkrankungen der oberen Luftwege.
Im Mittelalter war der Eibisch eine erkannte Heilpflanze, die in nahezu jedem bekannten Kräuterbuch der damaligen Zeit erwähnt wurde. Vor allem die Eibischwurzel wurde verschiedenartig (z.B. mit Honigwasser) zubereitet, um Erkrankungen des Magens und Darms zu behandeln. Im kleineren Rahmen wurden Eibischsamen bei Harnwegsbeschwerden verwendet. Allerdings kann heute nicht nachvollzogen werden, welche Wirkstoffe hierfür eine Heilwirkung erzielen sollen. Äußerlich wurden die Wurzeln von Althaea officinalis oft gegen Feigwarzen, Geschwüre und vermutlich gegen Rheuma verwendet.
Eibisch enthält vor allem Schleimstoffe, die in dem Fall schleimhautschützend sind und Hustenreize bei vor allem trockenem und unproduktivem Husten lindern können. Höhere Anteile an Schleimstoffen finden sich vor allem in der Eibischwurzel. Die Blätter enthalten mit maximal 10 Prozent deutlich weniger Pflanzenschleime, dafür jedoch höhere Anteil an ätherischen Ölen und Flavonoiden.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Echte Eibisch ist eine aufrechte, mehrjährige krautige Pflanze mit kräftigen Stängeln. Er erreicht eine Größe von 60 bis 150 cm und blüht von Juli bis August strahlend weiß. Althaea officinalis ist eine wertvolle Bienenfutterpflanze. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter zu einer den Stempel umgebenden Röhre verwachsen, der sogenannten Columna.
Der Eibisch ist in Südeuropa heimisch, wird in Mitteleuropa jedoch gerne in Gärten angebaut. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 2 Meter hoch. Im Frühling treibt die Wurzel zunächst rundliche Blätter in Bodennähe, die nicht filzig sind. Erst später wächst der Stängel zwischen einem und zwei Meter hoch. Die Blätter, die an den Stängeln wachsen, sind dreilappig und haben samtige Haare. Zwischen Juni und Ende August erscheinen die Blüten, die zahlreich in den Blattachseln sprießen. Die fünf mittelgroßen Blütenblätter sind hellrosa. Die zusammengewachsenen Staubblätter und Stempel sind kräftiger gefärbt und etwa rot-violett. Aus den Blüten entwickeln sich kastenartige Früchte, ähnlich wie bei der Malve, mit der der Eibisch verwandt ist.

Bachblüten
Unsicherheit wird durch Mangel an Glauben und Vertrauen hervorgerufen (Gentian)
- Diese Menschen haben eine Unsicherheit durch einen Mangel und Vertrauen die hervorgerufen werden
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Unsicherheit gemindert durch sehr viel Glaube und Vertrauen
Bachblüten
Man ist völlig von seiner Gedankenwelt absorbiert, hat für anderes keine Antenne (Heather)
- Diese Menschen sind völlig von ihrer Gedankenwelt absorbiert, hat für andere keine Antenne mehr
- Mit der dementsprechenden Bachblüte sind von der Gedankenwelt nicht mehr absorbiert und haben wieder eine Antenne für ihre Mitmenschen
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate oder Saccharide sind Verbindungen aus Kohlenstoff und dem Element des Was-sers. Kohlenhydrate bzw. Glucose werden in größeren Mengen nur von grünen Pflanzenteilen im Rahmen der Photosynthese gebildet!
Kohlenhydrate dienen der Pflanzen als Gerüstsubstanz und als Reservestoff.
Eingeteilt werden Saccharide nach der Anzahl der verknüpften Einheiten:
-     Monosaccharide – Einfachzucker
-     Disaccharide – Zweifachzucker
-     Oligosaccharide – Oligo = einige
-     Polysaccharide – Vielfachzucker, in denen bis zu tausend Monosaccharidemo-leküle miteinander verbunden sind
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