Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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23.11.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > November > 20.11.17-26.11.17


HOPFEN  

Der Hopfen ist den meisten wohlvertraut vom Biertrinken. Er ist derjenige, der das Bier so herb macht. Außerdem ist er teilweise für die beruhigende Wirkung des Biers verantwortlich. Er ist eine Kletterpflanze mit zackigen Blättern und hübschen grüngelben Zapfen, die das Typische am Hopfen sind. Diese Zapfen werden auch in der Heilkunde verwendet. Wo der Hopfen angebaut wird, rankt er sich an bis zu sieben Meter hohen Rankgestellen hoch, die der Landschaft, beispielsweise der Holledau ein typisches Aussehen verleihen.
Hopfen ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hanfgewächse. Alle Hopfenarten kommen auf der Nordhalbkugel vor. Der bekannteste Vertreter der Gattung ist der  Echte Hopfen, der zum Bierbrauen verwendet wird.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, schmerzstillend, tonisierend, Fieber, Nervöse Magenbeschwerden, Magenkrämpfe, Darmkrämpfe, Verstopfung, Blasenentzündung, Blasensteine, Nervöse Herzbeschwerden, Herzklopfen, Nervöse Unruhe, Schlafstörungen, Migräne, Angstzustände, Wechseljahresbeschwerden, Menstruationsstörungen, Muttermilch fördernd, Haarausfall, Wunden, Furunkel
wissenschaftlicher Name:
Humulus lupulus
Pflanzenfamilie:
Hanfgewächse = Cannabaceae
englischer Name:
Hops
volkstümliche Namen:
Hoppen, Hopf, Hecken-Hopfen, Weiden-Hopfen
Verwendete Pflanzenteile:
Fruchtzapfen bzw. Ähren
Inhaltsstoffe:
Hopfenbitter (stickstofffrei), Humulon, Humulen, Lupulon, Lupulin, ätherisches Öl, Gerbsäure, Harze, Campesterol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Eugenol, Farnesol, Isovalerinsäure
Sammelzeit:
Spätsommer

Anwendung
Vom Hopfen werden ausschließlich die Ähren (Zapfen) der weiblichen Pflanzen verwendet. Sie wirken beruhigend und aufgrund ihrer speziellen Bitterstoffe bakterientötend. Man kann den Hopfen als Tee oder Tinktur einnehmen. Auch als Dragess wird er im Handel oft angeboten.
Tee
Für einen Hopfentee übergießt man einen Teelöffel Hopfenzapfen mit kochen-dem Wasser und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Danach abseihen und in ruhiger Umgebung in kleinen Schlucken trinken.
Beruhigende Wirkung
Hopfen ist ein wichtiger Bestandteil der meisten Beruhigungstees. Er schmeckt etwas bitter, entspannt und hilft beim Einschlafen.
Verdauungssystem
Aufgrund seiner entspannenden Eigenschaften und der Bitterstoffe ist der Hopfen geeignet, nervöse Verdauungsbeschwerden zu lindern. Außerdem wird die Verdauung angeregt.
Phyto-Östrogene gegen Wechseljahresbeschwerden
Da Hopfen Phytohormone enthält, die dem Östrogen ähneln, kann man Hopfen bei Wechseljahresbeschwerden verwenden, denn sie gleichen das schwindende Östrogen etwas aus. In der Anfangsphase der Wechseljahre besteht jedoch eher ein Progesteron-Mangel und dadurch ein relativer Östrogen-Überschuss. Daher ist in dieser Phase der Hopfen eher ungeeignet, um die anfänglichen Wechseljahresbeschwerden zu lindern. Stattdessen kann man Mönchspfeffer, Schafgarbe oder Frauenmantel einsetzen. Auch wenn man außerhalb der Wechseljahre unter Östrogenmangel leidet, kann man Hopfentee trinken. Die östrogenähnlichen Stoffe des Hopfens sorgen im Übermaß genossen jedoch für eine Zunahme des Bauchumfangs (Bierbauch). Daher sollte man den Hopfen bei Neigung zum dicken Bauch eher sparsam einsetzen.
Pharmakologische Wirkungen
Pharmazeutisch verwendete Drogen sind die Hopfenzapfen, bei denen es sich um die getrockneten, vollständigen weiblichen Blütenstände handelt und die Hopfendrüsen, die von den Fruchtständen abgesiebten Drüsenhaare. Hopfendrüsen stellen ein grüngelbes klebriges Pulver dar, das aromatisch riecht und würzig bitter schmeckt. Sie werden durch das Ausklopfen der Hopfenzapfen gewonnen. In gepresster Form werden die Hopfendrüsen als Hopfenhasch (Lupu-Hash) als Räucherwerk oder zum Rauchen verwendet. Zubereitungen aus Hopfenzapfen werden als leichtes Einschlaf- und Beruhigungsmittel genutzt. Im Handel sind Hopfenextrakte als Fertigarzneimittel erhältlich, oft im Gemisch mit anderen pflanzlichen  Sedativa wie  Baldrian. Deren Wirksamkeit wurde von der  Kommission E des  BfArM bestätigt.
Welche Inhaltsstoffe für die Wirkung verantwortlich sind, ist noch nicht vollständig geklärt. An erster Stelle sind die Bitterstoffe des Hopfens zu nennen. Aus diesen entsteht durch die Verbindung der Stoffe Humulonund Lupulon bei der Lagerung, Verarbeitung und/oder im menschlichen Körper  2-Methylbut-3-en-2-ol, das wahrscheinlich für die beruhigende Wirkung verantwortlich ist. Die Verbindung wirkt außerdem antibakteriell. Die entsprechend konservierende Wirkung spielt beim  Bierbrauen eine wichtige Rolle. Die Bitterstoffe stimulieren auch die Magensaftsekretion, deshalb wird der Hopfen in der Volksheilkunde bei Appetitlosigkeit und bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. In der Aromatherapie werden Hopfenblüten als „Aromakissen" oder Hopfenauszüge als Badezusatz verwendet. Eine östrogene Wirkung des Hopfens geht hauptsächlich auf den Gehalt an Hopein (8-Prenylnaringenin) zurück. Der Stoff wirkt als  Agonist am  Estrogenrezeptor. Frische Hopfenzapfen können bei Hautkontakt allergische Reaktionen auslösen (Hopfenpflückerkrankheit).

Pflanzenbeschreibung
Die Humulus-Arten sind schnellwachsende  einjährige bis  ausdauernde  krautige  Kletterpflanzen, die – von oben betrachtet – im  Uhrzeigersinn winden. Sie gehören also – wie z. B. auch die  Geißblattarten – zu den rechtswindenden Schlinggewächsen. Die Stängel und Blattstiele besitzen steife, zweiarmige gestielte Haare (Klimmhäkchen). Die Stängel sind grob, sechsrippig bis geflügelt. Die gegenständigen, gestielten Laubblätter sind mehr oder weniger herzförmig und meist drei- bis sieben-, selten bis neunlappig. Es sind  Nebenblätter vorhanden. Humulusarten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die männlichen Blüten stehen in lockeren, rispigen Blütenständen zusammen. Die weiblichen Blüten stehen in zapfenförmigen, ährigen  zymösen Blütenständen zusammen. Ihre Hochblätter vergrößern sich nach der Blütezeit. Die Nussfrüchte sind breit eiförmig, wobei der Kelch noch vorhanden ist.
Der Hopfen ist in Europa heimisch. Als Wildpflanze wächst er bevorzugt an stickstoffreichen Standorten mit ausreichend Feuchtigkeit. Man findet ihn vor allem an Waldrändern, Lichtungen und Gebüschen.  Der wilde Hopfen kommt nicht sehr häufig vor, aber dort wo er wächst, steht er meist in kleinen Gruppen. In einigen Gegenden Deutschlands wird Hopfen im großen Stil angebaut, beispielsweise in der Hallertau in Bayern. Dort wird er an sieben Meter hohen Gestellen gezogen. Hopfen ist zweihäusig, das heißt, es gibt unterschiedliche weibliche und männliche Pflanzen. Zum Bierbrauen und als Heilpflanze werden nur die unbefruchteten Ähren, auch Dolden oder Zapfen genannt, der weiblichen Pflanzen verwendet. Das Blattwerk und die Stängel wachsen jedes Jahr neu, nur die Wurzeln überwintern. Im Frühling treibt der Stängel aus und rankt sich im Laufe des Sommers bis zu sieben Meter lang an Pflanzen oder Gestellen hoch. Die Form der Blätter erinnert ein wenig an Weinblätter, aber die Ränder sind zackiger als die der meisten Weinreben. Die Blätter sind gelappt und etwa handgroß. Im Juli und August blüht der Hopfen. Die männlichen Blüten sind klein, zahlreich und hängen in Trauben. Die weiblichen Blüten sind größer und entwickeln sich zu Ähren, die von den Hopfenbauern "Dolden" und vom Volksmund "Zapfen" genannt werden.



GRAUER ALPENDOST  

Der graue Alpendost ist eine Staudenpflanze, die in und um die Alpen und Pyrenäen in der subalpinen Zone vorkommt. Die Blätter erinnern an  Huflattichblätter und die Blüten an den Wasserdost. Der graue Alpendost wurde früher oft wie Huflattich oder Pestwurz eingesetzt. In manchen Gegenden haben diese Pflanzen den gleichen Namen, z.B. Rosslattich oder Huatplotschen. Der graue Alpendost hat eine Unterart den Pyrenäen-Alpendost und es gibt noch ähnlich aussehende Alpendostsorten mit gleicher Wirkung. Wegen der leberschädigenden Inhaltstoffe sollte man aber auf die innerliche Anwendung aller Alpendostarten verzichten.
Der Graue Alpendost ist eine  Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler. Darüber hinaus sind oder waren, zum Teil auch nur regional, folgende Bezeichnungen gebräuchlich: Alpenpestkraut, Großer Berglattich (Schlesien), Scheiskraut (Schweiz), Schieskraut (Schweiz) und Rosslattich (Schlesien).

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Husten
Heilwirkung:
hustenstillend
Anwendungsbereiche:
Volksheilkunde: Brustfellentzündung, Hautgeschwüre, Husten, Reizhusten, Raucherhusten, Homöopathie: Einsatzgebiet leider noch nicht bekannt
wissenschaftlicher Name:
Adenostyles albifrons, Adenostyles alliariae
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Grey adenostyl
volkstümlicher Name:
Geöhrter Alpendost, Gouan Kerner, Grauer Alpendost, Huatplotschen, Rosslattich, Scheißblattln
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Hepatotoxine, Senecionine, Seneciphylline, Spartioidine
Sammelzeit:
Frühling bis Frühsommer
Nebenwirkungen:
Leberschäden, Hautreizungen
Kontraindikation:
Schwangerschaft, Stillzeit, Lebererkrankungen

Anwendung
Wird in vielen alten Rezepturen der Alpenregion wie Huflattich eingesetzt. Auf die innerliche Anwendung sollte wegen der hohen leberschädlichen Giftwirkung verzichtet werden. Manche Erkrankung oder Vergiftung, die dem Huflattich zugeordnet wurde, geht auf den Alpendost zurück.
Tee
1 Teelöffel getrockneter Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und in kleinen Schlückchen trinken. (Wegen möglicher Leberschäden nicht anwenden!)
Bäder/Umschläge
Bäder oder Umschläge mit dem Tee oder frischen Blättern sollen bei Hautkrankheiten helfen.
Räuchermittel
Zerkleinerte Wurzeln oder Blätter werden als Räuchermittel bei Atemwegserkrankungen eingesetzt.
Homöopathie
Mittel wird von einigen Heilern selbst hergestellt, Einsatzgebiet leider noch nicht bekannt.

Geschichtliches
Im Alpenraum gerne wie Huflattich oder Pestwurz eingesetzt, man machte damals keinen großen Unterschied solange die Blätter ähnlich aussahen und in etwa die gleiche Wirkung hatten. Auch als Toilettenpapier (Scheißblattln) am Wegesrand wurden die Blätter genutzt. Heute für einige Vergiftungsfälle mit Leberschäden bekannt, wird daher nur noch in Ziergärten oder als Nektarquelle für die Hummeln (z.B. Ackerhummel) angebaut.

Pflanzenbeschreibung
Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 60 bis 150 Zentimeter. Der Stängel ist oben behaart und in der unteren Hälfte kahl. Die Grundblätter sind bis 50 Zentimeter groß, lang gestielt, unregelmäßig grob gezähnt, unterseits filzig und herzförmig eingebuchtet. Im Unterschied zum Grünen Alpendost sind die oberen Stängelblätter meist sitzend und am Grunde geöhrt. Die roten Blüten sind in Körbchen zusammengefasst, welche wiederum zu einem doldig-rispigen Gesamt blütenstand vereinigt sind. Die Körbchen enthalten nur 3-10 Blüten. Die Blütenkrone ist 7-8 Millimeter lang, ihre Zipfel nehmen etwa ein Drittel bis ein Viertel der Länge des ganzen Saums ein. Die Achänen sind 3-6 Millimeter lang, der Pappus 4-5 Millimeter. Die Blütezeit reicht von Juli bis August.
Der Graue Alpendost ist im Alpenraum heimisch. Sie wächst bevorzugt zwischen 900 und 2200 Metern Höhe in krautreichen Bergwäldern und Hochstaudenfluren. Die mehrjährige Hochstaude wird zwischen 30 und 170 Zentimeter hoch. Die Blätter sind herzförmig und können bis zu 50 Zentimeter Durchmesser haben. Die Blattunterseite hat eine graufilzige Behaarung, die abwischbar ist. Die rosaroten bis purpurnen Blüten erscheinen zwischen Juli und Oktober. Die vielen röhrenförmigen Einzelblüten sind zu Trugdolden vereinigt. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.

Anbautipps
Es gibt die Pflanze zeitweise preiswert im Wildpflanzenversand. Der Graue Alpendost mag nährstoffreiche und feuchte Böden. Der Standort sollte halbschattig sein. In Höhen unter 1000 m wächst der Graue Alpendost oft nicht zufriedenstellend.

Sammeltipps
Frische Blätter ernten, größere vor dem Trocknen zerkleinern. Die Blätter gründlich an einem luftigen Ort im Schatten trocknen. Verschlossen aufbewahren.



BACHBLÜTEN
Man reagiert auf schlechte wie auf gute Nachrichten oft mit gleicher Indifferenz (9 Clematis)
-
Diese Menschen reagieren auf schlechte, wie auch auf gute Nachrichten oftmals mit gleicher Indifferenz
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Nachrichten auf differenzierter Art aufnehmen


BACHBLÜTEN
Scheint vitalitätsarm, oft auffallend blass (9 Clematis)
-
Diese Menschen scheinen vitalitätsarm und oft auffallend blass zu sein
- Mit der dementsprechenden Bachblüte werden sie allmählich vitalitätsfreudig und sind nicht mehr so
 auffallend blass


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