Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

23.09.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > September > 17.09.18-23.09.18


GÄNSEDISTEL

Gänsedisteln sind uns heutzutage bestenfalls als Unkraut bekannt, wenn wir sie überhaupt wahrnehmen. Wenn sie stehengelassen werden, dann wachsen sie zu stattlichen Pflanzen, die bis zu 1,50 hoch werden und im Frühsommer gelbe Blüten tragen. In der Antike und im Mittelalter waren die Gänsedisteln geschätzte Heilpflanzen, deren Milchsaft unter anderem gegen Kurzatmigkeit und verschiedene Hautprobleme eingesetzt wurde.
Die Gänsedisteln bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Cichorioideae innerhalb der Familie der  Korbblütler. Weitere  Trivialnamen sind Milchdisteln oder Saudisteln.

Steckbrief
Heilwirkung:
tonisierend, Fieber, Kurzatmigkeit, Magenbrennen, Leberschwäche, Menstruationsfördernd, Warzen, Hautentzündungen, Ausschläge
wissenschaftlicher Name:
Sonchus oleraceus, Sonchus asper
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Sow thistle
volkstümlicher Name:
Saudistel, Dänsedistel, Milchdistel
Verwendete Pflanzenteile:
Milchsaft, Blätter, Samen
Inhaltsstoffe:
Kautschuk, Taraxasterol, Eisen, Vitamin C

Anwendung
Die Gänsedistel wird heutzutage kaum als Heilpflanze verwendet. Weder die Schulmedizin noch die Volksheilkunde setzen sie ein. Früher war galt die Gänsedistel jedoch als wertvolle Heilpflanze und auch als Gemüse, weshalb sie sogar angebaut wurde. Plinius der Ältere im Altertum und der englische Kräuterkundige Culpepper empfehlen die Gänsedistel aufgrund ihrer großen medizinischen Tugenden.
Innerliche Anwendung des Milchsaftes
Der Milchsaft ist der heilkräftigste Teil der Pflanze. Man kann ihn verdünnt einnehmen. Er soll gegen Kurzatmigkeit, Leberschwäche und Magenbrennen helfen. Auch gegen Fieber wurde er früher eingesetzt. Außerdem soll der verdünnte Milchsaft die Menstruation fördern.
Innerliche Anwendung der Blätter und des Stängels
Eine Abkochung der Blätter und des Stängels soll, laut Plinius, die Milchbildung fördern. Dieser Einsatzzweck hängt möglicherweise mit der Signaturenlehre zusammen, weil die Pflanze ja auch Milch produziert.
Äußerliche Anwendung
Unverdünnt kann man den Milchsaft auf Warzen auftragen, um sie zum Verschwinden zu bringen. Verdünnt als Umschlag soll er gegen Entzündungen, Ausschläge und Hämorrhoiden helfen. Zusammen mit Pflanzenöl und etwas Salz wurde der Milchsaft der Gänsedistel früher gegen Ohrenentzündungen und sogar gegen Taubheit verwendet. Dazu wurde die Mischung auf einen Wattebausch geträufelt und in den Gehörgang gesteckt.
Schönheitsmittel
Mit dem verdünnten Milchsaft wuschen sich die Frauen früher das Gesicht, um die Haut zu klären und dem Aussehen Glanz zu verleihen.
Einsatz in der Küche
Die Blätter wurden früher als spinatähnliches Gemüse oder in Suppen gekocht. Auch in Salaten wurden die Blätter der Gänsedistel verwendet.

Pflanzenbeschreibung
Die Gänsedistel ist heimisch in ganz Europa, Nordafrika und Nord- und Westasien. Sie liebt nahrhaften Boden, der nicht zu trocken ist, und vor allem muss es sonnig sein, daher wächst sie gerne in Gärten, auf Äckern und an Wegrändern. Daher gilt die Gänsedistel als Unkraut, sogar als schwer zu bekämpfendes, denn ihre Wurzel wird bis zu einen Meter lang. Es gibt mehrere Arten der Gattung der Gänsedisteln, die jedoch alle die gleichen Heilwirkungen haben. Die ein- oder mehrjährige Wurzel treibt im Frühjahr eine Rosette langer, gezackter Blätter, bei denen man auf den ersten Blick nicht ganz sicher ist, ob es sich um eine Distel handelt oder nicht. Eine typische Distel ist es allerdings keinesfalls. Im Mai wächst ein dicker Stängel und wird bis zu 1,50 m hoch. An seiner Spitze entwickeln sich mehrere Knospen. Aus den Knospen entfalten sich gelbe Korbblüten, die nur Röhrenblüten, aber keine Zungenblüten aufweisen. Der Stängel und die Blattadern enthalten einen weißen Milchsaft, der der heilkräftigste Teil der Pflanze ist.
Vegetative Merkmale
Gänsedistel-Arten sind ein-, zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, selten sind sie am Grund verholzt. Die Stängel stehen meist einzeln, sind verzweigt und hohl. Die Laubblätter sind am Rand borstig-stachlig gezähnt bis fiederteilig. Die Stängelblätter sind stängelumfassend. Alle Pflanzenteile enthalten  Milchsaft.
Generative Merkmale
In einem Gesamtblütenstand befinden sich wenige bis zahlreiche  körbchenförmige Teilblütenstände. Die  Hülle ist am Grund bauchig erweitert. Die Hüllblätter stehen in drei Reihen in dachziegelartiger Anordnung. Am Körbchenboden gibt es keine Spreublätter. Die Blütenkörbe enthalten nur Zungenblüten. Die Zungenblüten sind gelb. Die Achänen sind zusammengedrückt, dabei an beiden Enden verschmälert, jedoch ohne Schnabel. Der  Pappus besitzt einfache, raue Borsten in mehreren Reihen.



HERBSTZEITLOSE
ttt

Im Herbst öffnet die Herbstzeitlose ihre Blüten, die an Krokus oder Safran erinnern. Ganz ohne Blätter stehen die schönen Blüten in der Wiese, als hätten sie sich in der Jahreszeit verirrt. Die stark giftige Herbstzeitlose ist nahezu das einzige Mittel, das wirksam bei akutem Gichtanfall hilft. Aufgrund der Giftigkeit ist die Anwendung der Herbstzeitlose jedoch sehr heikel und gehört unbedingt in die Hand des Arztes.
Die Herbstzeitlose oder Herbst-Zeitlose ist die bekannteste Pflanzenart aus der ca. 100 Arten umfassenden Familie der Zeitlosengewächse. Die Herbstzeitlose blüht im Spätsommer bis Herbst und ist in Europa weit verbreitet und auch als Zierpflanze bekannt. Sie kann gelegentlich mit herbstblühenden Krokussen verwechselt werden. Die Laub- und Fruchtbildung erfolgt im Frühjahr und Sommer. Wirkstoffe dieser sehr stark giftigen Pflanze werden gelegentlich in Medizin und Pflanzenzucht verwendet. Sie wurde 2010 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Gicht
Anwendungsbereiche: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Als Fertigpräparat: Rheuma, Neuralgien, Hautkrebs, Leukämie, Homöopathisch ab D4! Erbrechen, Übelkeit, Darmentzündung, Durchfall, Herzstörungen, Kopfneuralgien, Magenentzündung, Reizhusten, Rheuma
wissenschaftlicher Name: Colchicum autumnale
Pflanzenfamilie: Colchicum autumnale
englischer Name: Autumn Crocus
volkstümliche Namen: Aegidibleamerl, Anbaubleamerl, Butterwecken, Giftblume, Giftkrokus, Gramatbleaml, Hennengift, Hennenverrecka, Herbstblume, Herbstlilie, Heugucken, Herbstkunkel, Hundsblume, Hundshoden, Hundszwiebel, Nackte Jungfer, Kaiblbuschen, Nackte Kathl, Kathrinenblume, Kuckucksbrot, Kuheuter, Lausblume, Laustaschen, Leichenblume, Lichtblume, Michaeliblime, Mönchskappen, Pumperhosen, Wiesen-Safran, Schulblume, Spinnblume, Teufelsbrot, Teufelstabakbeutel, Teufelswurz, Wiesenlilie, Wilde Zwiebel, Zosen
Verwendete Pflanzenteile: Knolle, Samen
Inhaltsstoffe: Colchicin, weitere Alkaloide, Öl, Proteine, Gerbstoffe

Anwendung
Achtung! Stark giftig
. Herbstzeitlose nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.

Fertigpräparate werden üblicherweise aus der Knolle der Herbstzeitlose hergestellt. Ein genau überprüfter, standartisierter Gehalt des giftigen Alkaloids Colchicin ist bei Präparaten der Herbstzeitlose besonders wichtig. Die Herbstzeitlose in unverdünnter Form hilft nur gegen den akuten Gichtanfall und seine Schmerzen. Die Wirkung der Herbstzeitlose gegen die starken Schmerzen des Gichtanfalls beruht darauf, dass die weißen Blutkörperchen in dem entzündeten Gewebe des betroffenen Gichtgelenks schmerzhaft zu spüren sind. Zur dauerhaften Behandlung der Gicht und zur Senkung der Harnsäurewerte im Blut ist die Herbstzeitlose nicht geeignet. Außerdem wird die Herbstzeitlose gegen Neuralgien, starke rheumatische Schmerzen und manche Formen von Leukämie und Hautkrebs eingesetzt. Präparate der Herbstzeitlose werden vom Arzt verordnet und dürfen nur genauso angewendet werden, wie vom Arzt verordnet.
Giftwirkung
Bei einer Vergiftung durch das Zellgift Colchicin der Herbstzeitlosen kommt es zunächst zu einer Blutfülle aufgrund einer Lähmung der Kapillargefäße. Anschließend kommt es zu heftigen Blutungen. Außerdem kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Koliken, kombiniert mit ausgeprägtem Durst. Hinzu kommt starke Angst, Schwindelanfälle, Delirien und Herzzusammenbruch. Schwere Vergiftungen können zum Tod führen.
Homöopathische Anwendung
Als homöopathisches Mittel kann man Colchicum entsprechend der Ähnlichkeitsregel gegen alle Gesundheitsprobleme anwenden, zu denen es bei der Vergiftung durch die konzentrierte Pflanze kommt. Man kann Colchicum ab der Potenz D4 also gegen Erbrechen, Durchfall, Herzbeschwerden und andere Symptome anwenden. Wichtig zur Verordnung von Colchicum ist eine besondere Überempfindlichkeit gegen Speisengerüche und den Anblick von Speisen, der bereits zu Übelkeit und Würgreiz führt.
Anwendung
Neben dieser toxischen Wirkung findet Colchicin aber auch Anwendung in der Medizin und bei der Pflanzenzucht. Colchicin hat auch in der heutigen Zeit noch einen hohen Stellenwert in der Behandlung der akuten Gicht. Herbstzeitlosen-Pulver wurde bereits im Mittelalter zur äußerlichen Behandlung von geschwürig zerfallenden Hauttumoren (wie dem Basaliom) benutzt. Demecolcin wird u. a. in der Krebstherapie eingesetzt. In der Homöopathie wird aus den zerkleinerten und in Alkohol angesetzten frischen Zwiebelknollen (im Herbst gesammelt) der Herbstzeitlosen das Homöopathikum Colchicum autumnale hergestellt, welches zum Beispiel bei Gicht, Gastroenteritis, Rheuma, Katarakt, Perikarditis und Schwangerschaftsübelkeit verabreicht wird. In Deutschland ist Colchicum autumnale verschreibungspflichtig bis einschließlich D3-Potenz. In der Pflanzenzucht verwendet man Colchicin zur Polyploidisierung und damit zur Vergrößerung von Zuchtpflanzen, wie zum Beispiel bei Erdbeeren. Diese Wirkung wird erzielt, da Colchicin die Mitose unterbricht, so dass sich die DNA-Menge im Zellkern bei jeder unterbrochenen Teilung verdoppelt, wodurch jede einzelne Zelle weitaus größer wird.

Geschichtliches
Die Herbstzeitlose stand früher in dem Ruf, in Verbindung mit der Hexe Medea von Kolchis aus der griechischen Sage zu stehen. Daher hat die Herbstzeitlose auch ihren wissenschaftlichen Namen Colchicum bekommen. Aufgrund ihrer Blütezeit im Herbst galt die Herbstzeitlose als Winterkünderin. Sie sollte gegen Schäden helfen, die vom Winter verursacht werden können. Die zerriebenen Blüten wurden entweder pur oder in Form einer Salbe auf die Hände gerieben, um Frostschäden und Wundsein durch harte Arbeit zu verhindern. In der Volksmedizin war früher eine Tinktur aus den Samen der Herbstzeitlose gegen Gichtanfälle üblich. Wegen des schwankenden Wirkstoffgehaltes ist solch eine Tinktur aber gefährlich und kann schädliche Nebenwirkungen haben.

Pflanzenbeschreibung
Die Herbstzeitlose ist eine ausdauernde, äußerst giftige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 8 bis 30 Zentimeter erreicht. Es handelt sich um einen Geophyten; denn nur die unterirdischen Pflanzenteile überdauern die ungünstigen Jahreszeiten. Während des Winters wird die ursprüngliche Sprossknolle abgebaut und darüber eine neue angelegt. Gleichzeitig wächst der Seitenspross zu einer neuen Knolle heran. Im Sommer bildet die Herbstzeitlose eine braunschuppige Sprossknolle mit einem Durchmesser von 2,5 bis 5 Zentimeter und einer Länge bis zu 7 Zentimeter. Die trichterartig schräg bis steil aufwärts stehenden, durch eine leichte Einrollung schmal erscheinenden, aber eigentlich ziemlich breit-lanzettlichen Laubblätter erscheinen zusammen mit der noch unreifen Kapselfrucht im Frühsommer und sind bis 40 Zentimeter lang. Sie sind auffallend dicklich-steif und an der Spitze "kahnförmig" und knötchenartig zusammengezogen. Dies ist ein wichtiger, grundsätzlicher Unterschied zu den dünnen, ebenen und rasch schlaffen Blättern von Bärlauch. Außerdem sind die Blätter von Herbstzeitlosen immer leicht linksschraubig verdreht. Es werden ein bis fünf Blüten pro Exemplar gebildet. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind dreizählig. Die sechs gleichgestaltigen, meist blassrosa bis violett, selten weiß gefärbten Blütenhüllblätter sind zu einer langen Röhre verwachsen. Es sind sechs Staubblätter vorhanden. Der aus drei Fruchtblättern verwachsene Fruchtknoten befindet sich tief in der Erde. Die drei Griffel sind bis zum Grund frei. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie), zum Beispiel durch Bienen und Fliegen; diese Art ist selbstfertil. Die Blütezeit reicht von September bis Oktober, selten auch im Frühjahr. Die länglich-eiförmige Kapselfrucht bildet sich erst zur Reifezeit im Frühsommer (Mai bis Juni) innerhalb des "Trichters" aus meist drei Laubblättern, der sich ab zeitigem Frühjahr bildet. Bei Reife im Sommer ist die Kapselfrucht leicht blasig angeschwollen und braun. Die kleinen, schwarzbraunen Samen besitzen ein weißes Elaiosom, das die Ausbreitung durch Ameisen begünstigt; auch Windausbreitung ist möglich.
Die Herbstzeitlose ist in Mitteleuropa heimisch. Sie bevorzugt Wiesen und Weiden als Standort. Die mehrjährige Pflanze überwintert durch ihre ausdauernde Zwiebel. Im Frühjahr wachsen elliptische, spitze Blätter aus der Zwiebel, die relativ leicht mit Bärlauchblättern oder Maiglöckchenblättern verwechselt werden können. Die krokusähnlichen Blüten erscheinen erst im Herbst, zwischen Ende August und Anfang November, wenn von den Blättern kaum noch etwas zu sehen ist. Die Blüten sind rosa bis violett und sehen kelchähnlich aus. Aus den Blüten entwickelt sich bis zum nächsten Sommer eine Kapsel mit zahlreichen Samen.

Anbautipps
Die Herbstzeitlose braucht leicht sauren, durchlässigen Boden und einen Standort, der nicht zu heiß ist, am besten Halbschatten. Auch ein sonniger Standort ist geeignet, wenn es nicht zu heiß ist. Die einfachste Anbauweise ist das Stecken der Knollen. Die Knollen werden im Juli 5 bis 10 cm tief in den Boden gesteckt. Die Vermehrung durch Samen ist auch möglich, dauert aber oft bis zu 18 Monate bei 15°C. Die Samen werden am besten in ein Saatbeet oder ein kaltes Frühbeet gesät.

Sammeltipps
Kein Bestandteil der Herbstzeitlose sollte gesammelt werden, weil die eigenmächtige Anwendung der giftigen Pflanze zu gefährlich ist.


BACHBLÜTEN
Ich bin ein labiler Mensch (28 Scleranthus)
- Diese Menschen können und sind sehr labil
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie sich ändern

BACHBLÜTEN
Es fällt einem schwer, zurückliegenden unangenehme Situationen gefühlsmäßig zu verkraften (29 Star of Betlehem)
- Diese Menschen fällt es schwer, zurückliegenden unangenehme Situationen gefühlsmäßig zu verkraften

- Mit der dementsprechender Bachblüte fällt es ihnen leichter unangenehme Situationen zu verkraften

ERNÄHRUNG
Eier
Der Begriff „Eier" bezeichnet nur Eier vom Huhn. Werden Eier von anderen Tieren angeboten, so muss die kenntlich gemacht werden.
Eier enthalten alle notwendigen Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamin A, D, E, B 2 und B 12, Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Fett, Cholesterin und Lezithin. Das Eiweiß des Eies hat die höchste biologische Wertigkeit unter den Nahrungsmitteln.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü