Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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23.09.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > September > 18.09.17-24.09.17


SPITZWEGERICH   

Der Spitzwegerich wächst unauffällig an Wegrändern und auf Wiesen. Wer ihn kennt, erkennt ihn schon im zeitigen Frühjahr an seinen langen schmalen Blättern, die wie Lanzen aus dem Boden schießen. Er ist ein wichtiges Hustenmittel und hat außerdem gute Fähigkeiten bei der Wundheilung. Wenn man sich in der freien Natur verletzt hat und hat weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei, hilft es, ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze bedecken.
Der Spitzwegerich, auch Spießkraut, Lungenblattl oder Schlangenzunge genannt, ist eine Pflanenart, die zur  Familie der Wegerichgewächse gehört. Das Wort „Wegerich" entstammt dem Althochdeutschen von wega = Weg und rih = König.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Husten
Heilwirkung:
antibakteriell, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend
Anwendungsbereiche:
Afterjucken, Appetitlosigkeit, Asthma, Augenentzündungen, Blasenschwäche, Bronchitis, Darmschleimhautentzündung,  Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Fettsucht, Furunkel, Hämorrhoiden, Halsentzündung, Halsschmerzen, Hautabschürfungen, Insektenstiche,  Katarrhe der oberen Luftwege,  Keuchhusten, Leberschwäche, Magenschleimhautentzündung, Ödeme (Wassersucht), Quetschungen,  Soor (Candida), Verstopfung, blutende Wunden, leichte Verbrennungen
wissenschaftlicher Name:
Plantago lanceolata
Pflanzenfamilie:
Wegerichgewächse = Plantaginaceae
englischer Name:
Ribwort
volkstümliche Namen:
Heilwegerich, Heilblärer, Heufressa, Hundsrippen, Lägenblatt, Lämmerzunge, Lügenblatt, Lungenblattl, Rippenkraut, Rossrippen, Schafzunge, Schlangenzunge, Siebenrippen, Spiesskraut, Spitzfederich, Spitz-Wegeblatt, Wagentranenblatt,  Wegbreite, Wegreich, Wegtritt
Falsche Schreibweisen:
Spitzwegerrich, Spitzwegerisch
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzeln, Samen
Inhaltsstoffe:
Schleimstoffe, Saponine, Glykoside, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamin C, antibiotische Stoffe, ätherisches Öl, Lab-Enzym
Sammelzeit:
Blätter: Mai - August, Wurzeln: Ende August bis Oktober

Anwendung
In Mangelzeiten nach den beiden Weltkriegen und während der Weltwirtschaftskrise war Salat aus wildwachsendem Spitzwegerich ein beliebter Ersatz für unerschwingliches oder nicht erhältliches Grünzeug. Ernten und sammeln kann man ihn am besten von Anfang April bis Ende August. Man findet ihn oft in kleinen Wiesen, an Ackern und Feldrändern, an den Wald angrenzenden Wegen und auf sehr kleinen Flächen in Ortschaften. Nach Insektenstichen ist der Spitzwegerich, zerrieben und auf den Stich aufgetragen, kühlend respektive schmerzlindernd. Gleiches gilt für Brennnesselstiche. Der Spitzwegerich hat, wie viele andere Heilpflanzen, ein breites Spektrum von Heilwirkungen. Seine Haupteinsatzgebiete sind jedoch die Atemwege und die Haut.
Tee für die Atmung
Bei Husten, Asthma und andere Erkrankungen der Atmungsorgane kann man Spitzwegerichtee trinken. Entweder als reinen Spitzwegerichtee oder in Teemischungen. Die Spitzwegerichblätter lösen den Schleim, wirken bei Krankheitserreger und lindern Entzündungen. Der Spitzwegerich ist aber nicht nur für die Atmungsorgane hilfreich, sondern fördert auch die Verdauung, regt den Stoffwechsel an und hilft beim Abnehmen.
Blätter gegen kleine Verletzungen unterwegs
Der Spitzwegerich ist die beste Medizin für unterwegs, die gleich am Wegrand wächst, wenn man sich beim Wandern verletzt hat. Einfach ein Spitzwegerichblatt zwischen den Fingern verreiben oder zerkauen, auf die Wunde legen und mit einem zweiten Spitzwegerichblatt fixieren. Blut wird gestoppt und die Wunde desinfiziert, der Heilungsprozess gefördert.
Pflanzensaft gegen Wunden
Wenn man nicht unterwegs ist, kann man aus den Blättern einen Pflanzensaft herstellen, den man auf Wunden träufeln kann. Der Pflanzensaft hilft gegen Abschürfungen, leichte Verbrennungen, kleine offene Wunden, Insektenstiche, Quetschungen, Furunkel und Hämorrhoiden.
Pflanzensaft für Verdauung und Stoffwechsel
Den frisch gepressten Pflanzensaft kann man bei Verdauungsstörungen einnehmen. Er hilft bei Darmentzündungen, Magenschmerzen und reguliert die Verdauungstätigkeit. Auch bei Hauterkrankungen kann man den Spitzwegerichsaft innerlich einnehmen. Er wirkt blutreinigend und hilft der Haut beim Abheilen.
Samen gegen Soor
Die Samen des Spitzwegerichs kann man in Wasser einweichen und dann aufkochen lassen. Man kann sie Säuglingen bei Soor (Candidamykosen) geben.

Pflanzenbeschreibung
Der Spitzwegerich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 50 Zentimetern erreicht. Die reichverzweigte Wurzel kann bis zu 60cm in die Tiefe reichen. Die in einer grundständigen Rosette stehenden  Laubblätter sind ungestielt. Die einfache Blattspreite ist spitz, schmal und lanzettlich. Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Auf einem langen Schaft steht ein dichter, walzenförmiger, ähriger Blütenstand. Die verhältnismäßig kleinen, unscheinbaren Blüten sind zwittrig.
Der Spitzwegerich ist in ganz Europa heimisch und kommt auch in Asien und als Zuzögling in Amerika vor. Er wächst gerne auf Wiesen und an Wegrändern, auch im Ödland und an Gräben findet man ihn. Die ausdauernde Wurzel des Spitzwegerichs treibt im Frühling lanzenförmige Blätter aus. Diese Blätter wachsen vom Boden aus direkt nach oben, sie sind schmal und vorne spitz. In den Blättern verlaufen fünf Blattadern. Etwas später, ab Mai, treibt der kantige Stängel aus. Er wächst senkrecht und ohne Verzweigungen nach oben und trägt an der Spitze eine bräunliche Blüte in Ährenform. Aus dieser Blütenähre entwickeln sich später Früchte mit Kapseln, die jeweils zwei Samen enthalten.

Sammeltipp
Die Spitzwegerichblätter sammelt man bei sehr trockener Witterung an Stellen, wo keine verkehrsreichen Straßen in der Nähe sind. Natürlich sollte man, wie bei allen anderen Pflanzen, nur soviel sammeln, dass der Pflanzenbestand nicht darunter leidet. Wichtig ist, dass man die Blätter sehr sorgsam und zügig trocknet. Am besten fädelt man die Blätter auf eine dünne Schnur und lässt sie an luftiger Stelle möglichst schnell trocknen. Wenn die Blätter zu lange zum Trocknen brauchen, neigen sie dazu, schwarze Flecken zu bekommen und sind dann unbrauchbar.




ROTE RÜBE


Die Rote Bete, auch Rote Beete oder Rote Rübe, in der Schweiz Rande, in einigen Teilen Österreichs,  Bayernund Südbaden auch der Rahner (Rauna, Rana, Rahne, Rohne, Rone, Ronen, Randig, Rohna) genannt, ist eine Kulturform der Rübe und gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Alle Kulturrüben werden heute in der Unterart Beta vulgaris subsp. vulgaris zusammengefasst, die Rote Bete zählt zur Conditiva- Gruppe. Frühere Synonyme sind Beta vulgaris subsp. rapacea und Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva.  

Steckbrief
Heilwirkung:
Fieber, Grippe, Heiserkeit, Leukämie (behandlungsbegleitend), Lungenschwäche, Malaria, Strahlungsschäden, Tumore (mit Einschränkung), Wunden, blutbildend, blutverbessernd, harnsäurelösend, harntreibend, leberstärkend, niedriger Blutdruck
wissenschaftlicher Name:
Beta vulgaris var. cruenta rubra
Verwendete Pflanzenteile:
Knollen
Sammelzeit:
September und Oktober

Verwendung und Inhaltsstoffe
Die auffällige rote Farbe beruht hauptsächlich auf der hohen Konzentration des Glykosids Betanin aus der Gruppe der Betalaine. In der Vergangenheit wurde die Rote Bete auch als  Färberpflanze eingesetzt. Betanin verwendet man als Naturfarbstoff für Lebensmittel (E162), es ist allerdings nicht sehr hitzebeständig. Aufgrund ihres hohen Vitamin-B-, Kalium-, Eisen- und vor allem Folsäuregehalts ist die Rote Bete ein gesundes Gemüse, das gegart als Beilage gereicht oder roh für Salate verwendet wird. Ferner ist die Rote Bete ein Bestandteil von  Labskaus (Norddeutschland, Nordeuropa) und Borschtsch (Osteuropa). Die Blätter können gekocht gleichfalls verzehrt werden. Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Menschen, die zur Bildung von Nierensteinen (Calciumoxalat-Steine) neigen, z. B. Morbus-Crohn-Patienten, sollten Rote Bete und verwandte Gemüsesorten nur in Maßen genießen, da sie reich an Oxalsäure ist. Außerdem kann die Rote Bete, die nennenswerte Mengen von Nitraten einlagert, bei falscher Lagerung Nitritebilden. Die in Frischpresssaft von Roter Bete enthaltenen Nitrate werden für einen blutdrucksenkenden Effekt insbesondere bei Männern verantwortlich gemacht.
Beim Verzehr größerer Mengen können sich Urin und  Darmausscheidungen durch das Betanin kurzzeitig rötlich färben, was aber völlig harmlos ist.

Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Rote Bete ist eine zweijährige krautige Pflanze. Im ersten Jahr werden die Rübe und eine  Blattrosette ausgebildet. Die fleischige Rübe entsteht großteils durch eine Verdickung des Hypokotyls, also des Abschnitts der Sprossachse unterhalb der Keimblätter. Dementsprechend ragt im Feld der Großteil der Rübe über die Bodenoberfläche empor. Die Rübe kann verschiedene, meist runde bis birnenförmige Formen haben und ein Gewicht von bis zu 600g erreichen. Sie hat eine dünne Schale und darunter ein knackiges, saftiges Fleisch mit aromatischem Geschmack. Neben der bekannten Roten Bete mit ihrem purpurroten Fruchtfleisch gibt es auch farblose (Weiße Bete) bis hellgelbe (Gelbe Bete) Sorten. Die  Laubblätter sitzen in einer  Rosette unmittelbar an der Knolle. Ihre länglich-eiförmige, etwa 15 bis 30 cm lange Spreite ist lang gestielt und am Rand etwas gekräuselt.
Generative Merkmale
Im zweiten Jahr bildet sich ein bis zu 1,5 m hoher  Stängel mit einem  Blütenstand. Die fünfzähligen, zwittrigen Blüten stehen einzeln, zu zweien oder in Quirlen beisammen und sind von grüner oder grün-rötlicher Farbe.


BACHBLÜTEN
Ich fühle mich unsicher (28 Scleranthus)
-
Diese Menschen fühlen sich in vielen Lagen unsicher
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihre Unsicherheit allmählich ablegen


BACHBLÜTEN
Was man an anderen bewundert, traut man sich selbst nicht zu (19 Larch)
-
Diese Menschen bewundern ihre Mitmenschen, was sie alles haben und tun können, aber sich selbst trauen
 sie sich dies ganze nicht zu
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie über ihren eigenen Schatten springen und trauen sich
 endlich etwas zu


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