Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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23.08.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > August > 20.08.18-26.08.18


KREUZKÜMMEL  

Kreuzkümmel, auch Kumin oder Cumin (seltener Römischer Kümmel, Mutterkümmel, Weißer Kümmel oder Welscher Kümmel), ist eine asiatische Pflanze aus der Familie der  Doldenblütler, deren getrocknete Früchte als  Gewürz genutzt werden. Die Bezeichnung „Kreuzkümmel" leitet sich aus der kreuzförmigen  Blattstellung derPflanze sowie dem kümmelähnlichen Aussehen der getrockneten Früchte ab. Trotz der ähnlichen Bezeichnung sind Kreuzkümmel und Kümmel nicht näher verwandt. Die Pflanzen gehören verschiedenen  Gattungen an und unterscheiden sich auch stark im Geschmack.

Steckbrief
Heilwirkung:
Blähungen, Darmkoliken, Fieber, Frauenbeschwerden, Leberschwäche, Magenschwäche, Milch fördernd, anregend, antibakteriell, krampflösend, tonisierend
wissenschaftlicher Name:
Cuminum cyminum
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Samen
Sammelzeit:
Spätsommer

Anwendung
Kreuzkümmel hat einen intensiven, unverwechselbaren Geschmack, der von dem im ätherischen Öl enthaltenen Cuminaldehyd verursacht wird. Eine wichtige Rolle spielt Kreuzkümmel in der  nordafrikanischen, der  türkischen und in der  griechischen Küche, in der Küche des  Nahen Ostens, Irans und  Indiens sowie in Brasilien und in der mexikanischen Küche. In Bulgarien und der Türkei wird er als Gewürz für Grillfleischspezialitäten oder Dauerwürste wie  Sucuk oder Pastýrma benutzt. In den Niederlanden und in  Flandern ist Kreuzkümmelkäse eine bekannte Spezialität. Ein typisches Gericht mit intensivem Kreuzkümmelaroma ist Falafel. Das indische Garam masala enthält immer Kreuzkümmel. Auch handelsübliche Gewürzmischungen für  Chili con Carne enthalten viel Kreuzkümmel. Der Kreuzkümmel wird besonders oft mit  Echtem Koriander kombiniert.




SUMPF-HERZBLATT

In dunklen sumpfigen Wiesen oder Mooren ist das seltene Sumpf-Herzblatt schon von weitem zu erkennen, da sich an den langen Stängeln leuchtend weiße und große Blüten befinden. Die Pflanze ist zwar in großen Teilen von Europa und Westasien verbreitet, aber mittlerweile sehr selten geworden und geschützt. Den Namen Studentenröschen erhielt die Pflanze, weil Studenten ihrer Liebsten diese Blume brachten. Eingesetzt wurde die Pflanze früher bei Leber- und Galleleiden, später und heute als Beruhigungsmittel und zur Linderung von Krampfanfällen.
Das Sumpf-Herzblatt, auch Studentenröschen genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Herzblatt und in  Mitteleuropa der einzige Vertreter der Unterfamilie der  Herzblattgewächse. Es ist die am weitesten verbreitete Art der Gattung Parnassia; das Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile des nördlichen Eurasiens und Nordamerikas.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Epileptische Anfälle, Nervosität
Heilwirkung:
adstringierend, beruhigend, entkrampfend, harntreibend, krampflösend, tonisierend, wundheilend
Anwendungsbereiche:
Adstringens, Augenkrankheiten, Epilepsie, Epileptische Anfälle, Erregungszustände, Galleleiden, Herzklopfen, Krämpfe, Leberleiden, Mundhöhlenentzündung, Nasenbluten, Nervosität, Tonikum, Unruhe, Verdauungsprobleme, Wunden
wissenschaftlicher Name: Parnassia palustris L.
Pflanzenfamilie:
Herzblattgewächse = Parnassiaceae, Steinbrechgewächse = Saxifragaceae
englischer Name:
Grass of Parnassus
volkstümlicher Name:
Einblatt, Schwanenrose, Studentenröschen, Sumpf-Herzblatt, Sumpfherzblatt, Weisses Leberblümchen
Verwendete Pflanzenteile:
oberirdisches blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harze
Sammelzeit:
Sommer, Herbst
Hinweis:
Die Pflanze ist geschützt

Anwendung
Das Sumpf-Herzblatt findet heute keine Verwendung mehr, wurde früher jedoch unter der Bezeichnung Herba et Flores Hepaticae albae seu Parnassiae offizinell als Mittel gegen Herzklopfen geführt. Weiters wurde versucht, Augenkrankheiten, Leberleiden und Durchfall mit dieser Pflanze zu kurieren. Weitere Verwendung fand das Sumpf-Herzblatt als Diureticum und es wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Russland als Mittel gegen Epilepsie eingeführt. Als volkstümliches Mittel fand die Pflanze in Bier gekocht Verwendung gegen Magenbeschwerden.
Tee
2 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250 ml kaltem Wasser ansetzen, ein paar Stunden ziehen lassen, aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Beruhigt, beugt Anfällen vor und lindert Krämpfe.
Abkochung
Abkochung des getrockneten Krauts in Bier hilft gegen Magen-Darm-Probleme und stärkt die Verdauung.
Mundspülung
Ein starker Tee hilft als Mundspülung bei Entzündungen im Mundraum.
Wundpuder
Das gepulverte Kraut auf die Wunde gepudert beschleunigt die Wundheilung.
Frischsaft
Der frische Saft hilft gegen Nasenbluten und beschleunigt die Wundheilung.

Geschichtliches
Viele Jahrhunderte vor allem als Mittel bei Leber- und Galleleiden eingesetzt, daher auch der Name Leberblümchen. In den letzten Jahrhunderten mehr als Mittel gegen Krämpfe und zur Beruhigung genutzt. Das Sumpf-Herzblatt ist mittlerweile sehr selten geworden, weil viele Feuchtgebiete trockengelegt wurden. Das hat dazu geführt, dass das Sumpf-Herzblatt geschützt ist und nicht mehr gesammelt werden darf.

Pflanzenbeschreibung
Das Sumpf-Herzblatt ist in Mittel-/Nordeuropa und Nordwestasien heimisch. Es wächst bevorzugt in Sumpfwiesen, Mooren, Gräben und Ufern in Höhenlagen bis 2600m. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 30 Zentimeter hoch. Die Blätter sind herzförmig. Die weißen tellerförmigen Blüten erscheinen zwischen Juni und September. Die Blüten haben einen Durchmesser von 15 bis 30 mm. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen in kleinen Kapseln.
Vegetative Merkmale
Das Sumpf-Herzblatt wächst als  ausdauernde krautige Pflanze und erreicht je nach Standort Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern. Das  Rhizom des Hemikryptophyten ist aufrecht und nicht selten verzweigt, mit rosettiger Beblätterung an der Spitze. Alle Pflanzenteile sind unbehaart. Fast alle, zwei bis zwölf, 3 bis 6 (selten bis 8) cm lang gestielten Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette zusammen. Die Blattspreite ist meist mehr oder weniger lang eiförmig mit fast herzförmiger Basis, ganzrandig, 1 bis 4 Zentimeter lang und 1 bis 2,5 Zentimeter breit. Die Blätter sind oft purpurfarben punktiert. Der kantige Stängel besitzt in der unteren Hälfte meist ein sitzendes, tief herzförmiges, stängelumfassendes Blatt, das gelegentlich fehlen kann; selten sind auch zwei Stängelblätter vorhanden.
Generative Merkmale
Die Blüten stehen einzeln. Die zwittrige, fünfzählige,  radiärsymmetrische  Blüte weist einen Durchmesser von meist 2,2 bis 3 (selten bis 3,5) cm auf. Die fünf freien Kelchblätter sind kürzer als die Kronblätter, intensiv purpur-braun punktiert, elliptisch bis länglich, 5 bis 8 mm und 3 bis 5 mm breit. Die fünf freien, breit eiförmigen bis verkehrt-eiförmigen, zwischen 8 und 15 mm langen und 7 bis 10 (selten bis 13) mm breiten  Kronblätter sind weiß und dunkel geadert. Der äußere Staubblattkreis besteht aus fünf fertilen  Staubblättern mit kurzen, dicken Staubfäden und eiförmigen, breiten, gelblichen, bis zu 3 mm langen Staubbeuteln. Der innere ist zu  Staminodien umgebildet. Diese sind etwa 0,3-mal so lang wie die Kronblätter. Sie sind spatelförmig mit 7 bis meist 9 bis 21 fächerförmig spreizenden, zur Mitte hin längeren Fransen mit kugeligen, gelblichen, glänzenden, nicht sezernierenden Drüsen auf ihren Spitzen. Der Äquatordurchmesser der Pollenkörner beträgt 18 bis 33 µm. Vier Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, eiförmigen  Fruchtknoten verwachsenen. Der sehr kurze Griffel, der an der Frucht einen mehr oder weniger deutlichen Schnabel bildet, endet in einer vierlappigen, kommissuralen Narbe. Selten kommen auch Fruchtknoten mit drei Fruchtblättern und drei Narben vor. Die Blütezeit ist von Juli bis September. Die 5 bis 12 mm langen, fachspaltig sich öffnende, eiförmige  Kapselfrüchte enthalten zahlreiche Samen. Die 1,1 bis 1,7 mm langen, braunen Samen besitzen eine feine Netzstruktur, sind länglich und oft auch etwas gekrümmt, mit breitem Flügelrand. Durch den Flügelrand gelten die Samen als Ballonflieger, generell gilt die Pflanze als ein Wind- und Tierstreuer. Da die Samen kein  Nährgewebe enthalten, werden die Keimlinge vermutlich durch einen Pilz ernährt. Die Früchte reifen im Oktober. Das  Hypokotyl erreicht zusammen mit den nicht einmal halb so langen  Kotyledonen eine Länge von etwa 0,25 mm des insgesamt 0,7 mm langen  Embryos. Die auffälligen palisadenartigen Epidermiszellen sind etwa doppelt so groß wie die Zellen der darunter gelegenen Schichten. Durch die vielen Ähnlichkeiten mit den Samen des Wald-Geissbartes gilt dies auch als Paradebeispiel der Konvergenz nicht näher verwandten Arten.

Anbautipps
Das Sumpf-Herzblatt ist nur schwer anzubauen. Es liebt basischen und feuchten Boden, am besten an einem Teichrand. In Töpfen aussäen und den Boden nass halten, die junge Pflanze ins Freiland setzen.

Sammeltipps
Das Sumpf-Herzblatt ist geschützt und darf nicht in der Natur gesammelt werden. Geerntet wird das ganze blühende oberirdische Kraut. Zügig an luftigem und schattigen Ort trocknen.


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ERNÄHRUNG
Fleisch und Wurstwaren
Bei den Fleischwaren handelt es sich um Erzeugnisse, die aus Fleisch hergestellt werden, z.B. Pökel- und Räucherwaren.
Wurstwaren
Ob sie nun gekocht, gebrüht, geräuchert oder getrocknet ist, immer ist Fleisch Hauptbestandteil der Wurst. Es wird zur Wurstmasse (Brät) zerkleinert, gewürzt, gesalzen und in Därme u.a. abgefüllt. Strenge Vorschriften legen fest, was in der Wurst sein darf und was nicht.


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