Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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23.06.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Juni > 17.06.19-23.06.19


MAJORAN

Majoran ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Er kommt meistens nicht wild, sondern nur kultiviert vor. Der Majoran wird vorwiegend als Gewürz in der deftigen Küche verwendet. Hier hilft er auch, die schweren Speisen zu verdauen, denn er stärkt die Verdauungsorgane. Außerdem stärkt er die Menstruation und hilft gegen Erkältungen. Äußerlich angewandt kann er nicht nur die Hautheilung fördern, sondern auch Kopfschmerzen lindern. Babys hilft er in Form der traditionellen Majoransalbe bei Blähungen und Schnupfen.
Der Majoran ist eine Pflanzenart, die zur Gattung Dost der Familie der Lippenblütler gehört. Die Wildform stammt aus Kleinasien (Zypern und Türkei), während Origanum hortensis die Gartenform ist. Er ist eine wichtige Gewürzpflanze, die – nach ihrem häufigsten Verwendungszweck – auch Wurstkraut heißt. Andere volkstümliche Namen für Majoran sind Badkraut, Bratekräutche, Bratenkräutel, Gartenmajoran, Kuchelkraut, Kuttelkraut, Mairan, Meiran, Mairalkraut, Mairon, Miran, Mussärol. Zur gleichen Gattung Dost gehört der ebenfalls in der Küche verwendete (Echte) Dost oder  Oregano.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schweißtreibend, tonisierend, Erkältung, Husten, Keuchhusten, Asthma,  Schnupfen, chronischer Schnupfen, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Blähungen, Magenkrämpfe, Magenkoliken, Reizmagen, Darmkoliken, Durchfall, Verstopfung, Reizdarm, Seekrankheit, Gicht, Rheuma, Nervenschwäche, Kopfschmerzen, Migräne, Schlaflosigkeit, Menstruationsstärkend, Wunden, Schlecht heilende Wunden, Krampfadern, Grind, Juckreiz
wissenschaftlicher Name:
Origanum majorana, Majorana hortensis
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Majoram
volkstümlicher Name:
Echter Majoran, Badkraut, Blutwürze, Bratekräutche, Bratenkräutel, Gartenmajoran, Kostenkraut, Kranzkraut, Kuchelkraut, Kuttelkraut, Mairan, Mairalkraut, Mairandost, Mairon, Maigramme, Maiwürzkraut, Meigram, Miran, Wurstkräutel, Wurstkraut
Falsche Schreibweisen:
Mayoran
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine, Arbutin, Borneol, Eugenol, Geraniol, Limonen, Menthol, Oleanolsäure, Rosmarin-Säure, Terpinolene, Terpentin, Thymol, Vitamin C, Zink
Sammelzeit:
Juni bis Oktober

Anwendung
In erster Linie wird der Majoran natürlich in der Küche als Gewürz für deftige Speisen verwendet. Er ist jedoch auch eine wertvolle Heilpflanze mit vielfältigen Heilwirkungen.
Verdauung
Die Hauptwirkung des Majorans ist die Stärkung der Verdauung, weshalb er auch so beliebt als Gewürz ist. Er hilft, fette Speisen zu verdauen, bei Blähungen, Appetitlosigkeit und Krämpfe der Verdauungsorgane. Auch bei See- und Reisekrankheit kann man ihn verwenden. Man kann den Majoran zusammen mit dem Essen einnehmen, oder man brüht sich einen Tee auf oder nimmt ihn als Tinktur.
Atmungsorgane
Auch bei Erkrankungen der Atmungsorgane kann der Majoran helfen. Er befreit die Atmung, wenn man Husten hat und lindert Erkältungen. Auch bei Schnupfen kann man ihn verwenden.
Nervensystem
Durch seine entkrampfende und beruhigende Wirkung hat der Majoran auch eine förderliche Wirkung auf das Nervensystem und dessen Störungen. Man kann ihn gegen nervöse Unruhe, Kopfschmerzen, Migräne und Schlaflosigkeit einsetzen. Die Volksmedizin verwendet ihn sogar bei Epilepsie.
Äußerlich
Äußerlich angewandt hilft der Majoran bei Wunden, Juckreiz, rheumatischen Schmerzen und Krampfadern. Dazu kann man einen  Ölauszug aus dem frischen Majorankraut ansetzen und zur Einreibung verwenden. Traditionell wird aus Majoranpulver und Butter eine Salbe bereitet, mit der man Babys, die unter Bauchschmerzen leiden, den Bauch einmassiert und die man außerdem als Schnupfensalbe in die Nase einreiben kann, sowohl bei Babys als auch bei Erwachsenen.
Küchengewürz
Majoran wird besonders gerne zum Würzen von Wurst verwendet, weil er den herzhaften Geschmack unterstützt und außerdem hilft, die schwerverdauliche Wurst zu verdauen. Das hat dem Majoran auch etliche Namen eingebracht, die auf diese Verwendung hindeuten, z.B. Wurstkraut. Der Majoran eignet sich als Würze für alle deftigen Speisen, die schwer zu verdauen sind, also beispielsweise Braten, Eintöpfe, Hülsenfrüchte, Bratkartoffeln.

Geschichtliches
Da der Majoran im Mittelmeerraum und Nordafrika heimisch ist, war er auch schon im Altertum bekannt. Die Araber benutzten den Majoran bei Trunkenheit. Die alten Griechen weihten den Majoran der Göttin Aphrodite. Das deutet darauf hin, dass er damals als Liebesmittel galt, was dank seiner entkrampfenden und tonisierenden Wirkung kein Wunder ist. Seit dem 16. Jahrhundert ist der Majoran auch in Mitteleuropa bekannt und beliebt. Er wurde von Mönchen in die Klostergärten gebracht, von wo aus er sich auch in Hausgärten breit machte.

Pflanzenbeschreibung
Der Majoran wächst als ausdauernde krautige Pflanze bis Halbstrauch, erreicht Wuchshöhen von bis zu 80 Zentimeter und wird oft wie eine einjährige Pflanze kultiviert. Pflanzenteile sind häufig grau behaart. Die gegenständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die längliche bis fast kreisförmige, einfache Blattspreite ist bis zu 2,5 × 2,5 Zentimeter groß mit gräulich-weißen kurzen, angedrückten Haaren. In kompakten, fast kugeligen oder vierkantigen, ährigen, etwa 6×4mm großen Blütenständen sitzen viele  Blüten und Hochblätter. Die breit verkehrt-eiförmigen und oben abgerundeten Hochblätter sind gräulich-weiß und drüsig gepunktet. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind fünfzählig mit doppelten Perianth. Der 2 × 1,5 Millimeter große Kelch ist flaumig behaart und drüsig gepunktet. Die weiße Krone ist 3 bis 7 Millimeter groß und zweilippig. Die Unterlippe ist dreilappig. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die fast kugeligen Teilfrüchte weisen einen Durchmesser von etwa einem Millimeter auf.
Der Majoran stammt ursprünglich aus Südeuropa und Nordafrika. In Mitteleuropa kommt er fast nur in Gärten vor, kaum in freier Natur. Der gängige Gartenmajoran ist nur einjährig, duftet aber besonders stark. Es gibt auch einen zweijährigen Majoran, den sogenannten Wintermajoran, der aber weniger stark duftet. In warmen Ländern ist der Majoran generell mehrjährig. Der Majoran gehört zur Familie der Lippenblütler und ist somit ein Verwandter des Thymian, des Salbeis und vor allem des Oreganos, dessen direkter Bruder er ist. Passend zu seiner Familie, verfügt der Majoran über einen starken Duft, der durch die ätherischen Öle hervorgerufen wird. Die Pflanze wird bis zu 50 cm hoch. Sie hat dünne, vierkantige Stängel, die manchmal rötlich überlaufen sind. Die Stängel sind stark verzweigt, wenn sie genug Platz haben. An den Stängeln wachsen kreuzgegenständig angeordnet kleine, elliptische Blätter. Ab Juni bis September blühen dichte Scheinähren mit weißen oder rötlichen kleinen Blüten.

Anbautipps
Majoransamen erhält man in den meisten Supermärkten, in Bau- und Gartenmärkten. Man kann Majoran sowohl in Töpfen als auch im Freiland kultivieren. Der Majoran braucht im Topf gute Blumenerde, am besten mit etwas Sand versetzt. Der März ist eine günstige Zeit, den Majoran zu säen, man kann ihn aber auch noch im April oder Mai ansäen. Am besten sät man den Majoran im Haus oder im Frühbeet in Kästen, denn die Samen mögen es warm, bevor sie keimen. Im späteren Frühjahr kann man auch eine Direktsaat im Freiland versuchen, aber ein Teil der Samen wird dann vermutlich von Vögeln gefressen und die langsame Keimung fördert das Überwuchern durch Unkräuter, bevor der Majoran überhaupt keimt. Man bedeckt die Samen mit 0,3 cm kleimkrümeliger Erde, die man feucht hält, aber nicht zu nass. Nach 15-20 Tagen keimen die kleinen Majoranpflänzchen, sofern es warm und feucht genug ist. Wenn man will, kann man die kleinen Pflanzen ins Freiland auspflanzen. Sie sollten im Abstand von 15cm gepflanzt werden. Die jungen Majorane brauchen zwar regelmäßig Wasser, aber sie sollten keinesfalls zu feucht stehen, denn sonst könnten die Wurzeln faulen. Innerhalb von drei Monaten wachsen die aromatischen Majoran-Pflänzchen heran. Bei Berührung der Blätter mit den Händen färbt der würzige Duft auf die Hände ab.

Sammeltipps
Die Majoranpflanzen erntet man am besten kurz vor oder zu Beginn der Blütezeit, weil dann der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist. Als Tageszeit zum Ernten eignen sich Vormittag und später Nachmittag. Zur Ernte schneidet man die Pflanzen nicht zu dicht über dem Boden ab, denn dann treiben sie wieder aus und man kann später nochmal ernten. Sie können dann gebündelt und aufgehängt werden. Sobald die Blätter trocken sind, rebelt man sie von den Stängeln und hebt sie in gut verschlossenen Gefäßen auf. Bei guter Lagerung hält getrockneter Majoran mehrere Jahre.




RINGELBLUME


Die Ringelblume ist nicht nur als Heilpflanze bekannt, sondern steht auch in vielen Gärten als besonders üppig blühende Zierde.  Ab Juni taucht sie viele Bauerngärten in leuchtendes Orange. Ihre Blüten sind ein hervorragendes Wundheilmittel, was die starke Verbreitung der Ringelblumensalbe erklärt. Man kann die Ringelblume auch innerlich anwenden, um Verdauungsbeschwerden zu lindern und gegen Frauenprobleme zu helfen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Hautentzündungen
Heilwirkung:
abschwellend, adstringierend, antibakteriell, anregend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, reinigend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche:
Afterjucken, Angstzustände, Blutergüsse, Brandwunden (leichte), Brechreiz, Ekzeme, Entzündungen und Vereiterungen der Haut, Erysipel, Furunkel, Gürtelrose,  Gallenbeschwerden, Geschwüre, Geschwollene Lymphknoten,  Gesichtsrose, Gesprungene Lippen, Hämorrhoiden, Hautkrebs, Hautleiden, Kopfschmerzen, Krampfadern, Leberschwäche, Magen- und Darmstörungen, Magengeschwür, Menstruationsfördernd, Menstruationsschmerzen, Mundschleimhautentzündungen, Narbenwucherungen, Offene Beine, Pickel, Quetschungen, Schlaflosigkeit, Schlecht heilende Wunden, Schmerzen in Amputationsstümpfen, Schnittwunden, Schwindel, Sonnenbrand, Unreine Haut, Unterschenkelgeschwüre,  Verstopfung, Warzen, Wechseljahresbeschwerden, Windeldermatitis, Wunde Babypopos, Wunde Brustwarzen, Wunden, Wundliegen, Zerrungen
wissenschaftlicher Name:
Calendula officinalis
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Marigold
volkstümliche Namen:
Butterblume, Dotterblume, Gartendotterblume, Goldblume, Ingelblum, Rinderblume, Ringelrose, Ringula, Sonnenbraut, Sonnenwende, Studentenblume, Totenblume, Warzenkraut, Weckbröseln, Wucherblume
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoffe, Calendula-Sapogenin, Saponine, Glykoside, Carotinoide, Xanthophylle, Flavonoide, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Salizylsäure, Taraxasterol, Violaxanthin
Sammelzeit:
Juni - Oktober

Anwendung
Pharmazeutisch werden die getrockneten ganzen, bzw. die zerkleinerten Blütenkörbchen, oder die getrockneten Zungenblüten verwendet. Die  pharmazeutische Droge wirkt entzündungshemmend und fördert die Bildung von Granulationsgewebe und damit die Wundheilung. Bei Magen- und Darmgeschwüren und bei  Dysmenorrhoe wird sie innerlich angewendet. Äußerliche Anwendung findet sie bei Hautentzündungen, schlecht heilenden Wunden, bei Quetschungen, Furunkeln und Ausschlägen. Durch das Fehlen von  Sesquiterpenlactonen sind irritative oder allergische Reaktionen im Vergleich zu anderen Vertretern der  Korbblütler selten. Ringelblumen werden in der Form von Teeaufgüssen, wässrigen Auszügen, Tinkturen, Extrakten und Salben verabreicht. In der  Volksmedizinwird die Ringelblume als  Diaphoretikum,  Diuretikum,  Antispasmodikum, Antihelminthikum, Emmenagogum und bei Leberleiden eingesetzt. In der Lebensmittelindustrie wird die Ringelblume als Farbstoff eingesetzt, unter anderem bei Käse und Butter. In Teemischungen dient sie als  Schmuckdroge. In der Vergangenheit diente sie zum Verfälschen von Safran. Man kann die Ringelblume innerlich und äußerlich einsetzen. Die äußerliche Anwendung ist zwar bekannter, aber auch innerlich hat die Ringelblume einiges zu bieten. Innerlich kann man die Ringelblume als  Tee, in Mischtees oder als Tinktur einnehmen. Für einen Ringelblumentee übergießt man einen gehäuften Teelöffel Ringelblumenblüten mit kochendem Wasser und lässt ihn fünf bis zehn Minuten ziehen. Davon trinkt man bei stärkeren Beschwerden drei Tassen täglich.
Verdauungsorgane
Ringelblumentee stärkt die Verdauungsorgane, lindert Brechreiz und hilft Magengeschwüre abzuheilen. Auch eine leichte Abführwirkung hat die Ringelblume. Außerdem werden Leber und Galle gestärkt.
Nervensystem
Ringelblumentee oder -tinktur kann bei Kopfschmerzen und Einschlafstörungen helfen. Schwindelanfälle werden gemildert. Man kann die Ringelblume auch gegen Panikattacken verwenden.
Frauenbeschwerden
Die Ringelblume hat einige Wirkungen in der Frauenheilkunde. Durch ihre krampflösenden Eigenschaften kann die Ringelblume Periodenkrämpfe lindern. Außerdem ist in der Ringelblume Beta-Sitosterol enthalten, ein östrogenartiger Wirkstoff, der unregelmäßige Zyklen ausgleicht und Beschwerden der Wechseljahre lindert. Der Inhaltsstoff Stigmasterol fördert den Eisprung und somit indirekt auch die Regulierung des Zyklus. Auch Unfruchtbarkeit kann behoben werden, wenn sie aufgrund von fehlendem Eisprung besteht.
Äußerlich
Das Haupteinsatzgebiet der Ringelblume ist die äußerliche Anwendung. Sie wirkt fördernd auf die Granulationsbildung beim Wachstum neuer Haut. Außerdem wirkt sie abschwellend, entzündungshemmend, antibakteriell und pilzhemmend. Häufig wird auf die Wirkungsverwandtschaft von Ringelblume und Arnika hingewiesen. Die Ringelblume wirkt jedoch milder, was sie im Endeffekt stärker macht, weil man sie auch in Fällen einsetzen kann, wo Arnika zu scharf wäre. Man kann Ringelblumentee als Umschlag, für Waschungen und als Bad anwenden. Auch mit verdünnter Ringelblumentinktur kann man Einreibungen vornehmen und Umschläge machen. Außerdem wird die Ringelblume traditionell als Salbe angewandt. Man kann sie für nahezu alle Arten von Hautverletzungen und Hautentzündungen einsetzen. Auch leichte Brandwunden, Sonnenbrand und Ekzeme kann man mit Ringelblumensalbe behandeln. Nach Verletzungen hilft Ringelblumensalbe gegen Quetschungen, Verstauchungen und blaue Flecken. Auch Krampfadern und Krampfadergeschwüre können mit Ringelblumensalbe behandelt werden, ebenso wie Wunden durch Wundliegen und offene Beine. Warzen kann man mit frischen, zerquetschten Blättern bekämpfen.
Hautkrebs
Traditionell wird die Ringelblume auch gegen Hautkrebs eingesetzt. Hierbei geht es eher um den verbreiteten hellen Hautkrebs und weniger um Melanome. Ob die Ringelblume tatsächlich gegen Hautkrebs hilft ist fraglich und bislang nicht wissenschaftlich bewiesen. Die Ringelblume soll bei chronischen Geschwüren helfen, die Entwicklung zu einem Hautkrebs zu verhindern. Solange ein Geschwür noch kein Krebs ist, kann man das durchaus versuchen (unter ärztlicher Aufsicht). Sobald sich aber ein Krebs entwickelt hat, sollte man unbedingt dem ärztlichen Rat folgen, der in den meisten Fällen auf eine operative Entfernung hinausläuft. Zur Nachbehandlung kann man dann aber wieder die Ringelblume einsetzen.
Salben und Cremes mit Ringelblume
Außer all diesen Cremes ist traditionell auch noch Ringelblumen-Butter beliebt, die aus zerquetschten Ringelblumen-Blättern zu gleichen Teilen vermischt mit Ziegenbutter besteht. Sie wird genauso eingesetzt wie Ringelblumen-Salben.

Geschichtliches
Nachdem die Ringelblume aus Südeuropa nach Mitteleuropa eingeführt wurde, fand sie ab dem 12. Jahrhundert ihren Platz in Kloster- und Bauerngärten. Schon Hildegard von Bingen schätzte die Ringelblume und nannte sie "Ringula" oder "Ringella". Traditionell schmückt die Ringelblume auf Friedhöfen die Gräber und setzt mit ihrer lebendigen Wuchskraft einen Kontrapunkt zum Tod. Durch diesen Gebrauch hat die Ringelblume auch den Namen "Totenblume" bekommen. Der Name "Calendula" leitet sich von den "Calendae" ab, den römischen Bezeichnungen für den Monatsanfang. Die Ringelblume erhielt diesen Namen, weil sie an so vielen Monatsanfängen blüht, bis hinein in den Herbst. Gerne wurde die Ringelblume auch als Liebesorakel verwendet und zwar einerseits zum Zupfen mit der Frage "er liebt mich - er liebt mich nicht", andererseits als Salbe mit Essig und Honig, die vor dem Schlafen aufgetragen Träume vom zukünftigen Liebsten bringen sollte, sofern man außerdem den Heiligen Lukas anrief.

Pflanzenbeschreibung
Die Ringelblume ist eine einjährige krautige Pflanze, seltener wächst sie einjährig überwinternd oder  zweijährig und erreicht meist Wuchshöhen von 30 bis 50, selten bis 70 Zentimeter. Die Wurzel ist spindelförmig und faserreich. Der aufrechte, wenig oder lediglich im oberen Bereich verzweigte Stängel ist kantig und kurzflaumig behaart. Die Laubblätter sind unbestielt. Die einfache, behaarte Blattspreite ganzrandig, und von länglich lanzettlicher bis verkehrt-eiförmiger  Form. Ihre Farbe ist mittel- bis hellgrün, sie sind 3 bis 12 (selten bis 18) cm lang und 1 bis 3 (selten bis 6) Zentimeter breit.  Die Blütezeit dauert von Juni bis Oktober, ein Blütenkorb blüht meist vier bis fünf Tage lang. Die Blütenkörbe stehen einzeln an beblätterten, langen Blütenstandsstielen und haben einen Durchmesser von bis zu 4 Zentimeter. Die 12 bis über 40  Hüllblätter sind 10 bis 12 Millimeter lang. Am Blütenkorbrand stehen (selten 30 bis) 60 bis über 150 weibliche, fruchtbare Zungenblüten von dottergelber bis orangegelber Farbe. Im Inneren der Körbe stehen 30 bis 50 (bis selten über 100) zwittrige Röhrenblüten. Aus den Zungenblüten entwickeln sich die 9 bis 15 (selten bis über 25) Millimeter langen, einsämigen Achänen (Schließfrüchte). Die Achänen sind teilweise geflügelt, sichelförmig, gekrümmt bis geringelt und gaben der Pflanze ihren Namen. Die Ringelblume ist  heterokarp: es gibt Kahn-, Ringel- und Hakenfrüchte, die sich in der Art ihrer Ausbreitung unterscheiden: Sie erfolgt durch Haftung an Tieren, durch Wind, oder durch Nahrungseintrag der  Ameisen.
Die Ringelblume ist ursprünglich in Südeuropa heimisch.
Schon seit dem 12. Jahrhundert wird die Ringelblume in Mitteleuropa angebaut. Sie wächst als Zier- und Heilpflanze in Gärten und wird teilweise auch professionell kultiviert. Manchmal kommt die Ringelblume auch verwildert vor. Die einjährige Pflanze wird ca. 30-60 cm hoch. Der hellgrüne Stängel verzweigt sich vielfach, wenn die Pflanze genug Platz zur Verfügung hat. Die Blätter sind behaart, unten spatelförmig und nach oben hin kleiner und schmaler werdend. Die Blüten, die ab Juni über den ganzen Hochsommer hinweg anzutreffen sind, sind orange-gelb leuchtende Korbblüten. Einige Sorten tragen gefüllte Blüten, andere ungefüllte. Die Ringelblume blüht von Mai bis Oktober, manchmal sogar bis Weihnachten, wenn Herbst und Winteranfang mild sind. Aus den Blüten entwickeln sich die Samen, die wie Krallen mit Widerhaken aussehen. Mit diesen Haken hängen die Samen im Fell von Tieren fest, um zur Verbreitung der Pflanze beizutragen. Diese gebogenen Samen haben der Ringelblume ihren Namen eingebracht.

Anbautipps
Der Anbau der Ringelblume ist unkompliziert, denn sie ist recht pflegeleicht. Da die Ringelblume einjährig ist, muss sie jedes Jahr neu angesät werden. Häufig sät sie sich im Garten jedoch auch von selbst wieder aus, wenn man die Pflanzen im Vorjahr bis zur Samenreife stehengelassen hat. Man kann die Ringelblume im Frühjahr (April und Mai) im Freiland in Reihen säen. Die hakenförmigen Samen werden etwa zwei Zentimeter dick mit Erde bedeckt und gut angegossen. Je nach Temperatur keimen die Samen recht bald, meistens nach etwa einer Woche. Innerhalb weniger Wochen wachsen kräftige Pflanzen aus den Keimlingen. Wenn sie zu dicht stehen, sollte man sie etwas ausdünnen, denn dann werden die verbleibenden Pflanzen grösser und buschiger. Sie bilden dann viele Seitentriebe. Sobald die Pflanzen 30-60 cm hoch sind, bilden sie Knospen und beginnen zu blühen. Wenn man die Blüten nach dem Verblühen abschneidet, bilden sich wieder neue Blüten. Im Spätsommer kann man dann einige der verblühten Blütenstände stehen lassen, damit sich Samen bilden können. Sobald die Samen braun sind, kann man sie ernten und für das nächste Jahr aufheben.

Sammeltipps
Von der Ringelblume werden in erster Linie die Blüten gesammelt. Dazu erntet man die ganzen, frisch aufgeblühten Blütenköpfe bei trockenem, sonnigen Wetter und trocknet sie ein paar Tage vor. Dann erst werden die Zungenblüten abgezupft und anschließend fertig getrocknet. Man kann aber auch die gesamten Blütenköpfe fertig trocknen und verwenden. In der Volksheilkunde werden auch die Blätter der Ringelblume verwendet. Man kann sie frisch auspressen und ihren Saft verwenden oder man trocknet sie und verwendet sie wie die Blüten.



BACHBLÜTEN
Man hortet Wissen, ohne anzuwenden (5 Cerato)
- Diese Menschen horten ihr Wissen, die sie nicht anwenden
- Mit der dementsprechender Bachblüte horten sie ihr Wissen nicht nur, sondern wenden es auch an


BACHBLÜTEN
Plötzliche unkontrollierte Wutausbrüche, besonders bei Kindern: sie werfen sich auf die Erde, schlagen mit dem Kopf an die Wand (6 Cherry Plum)
- Diese Menschen plötzliche unkontrollierbare Wutausbrüche. Besonders bei Kindern: sie werden sich dabei auch auf den Boden und schlagen auch schon mal mit dem Kopf gegen die Wand
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie diese Wutausbrüche in den Griff bekommen  


ERNÄHRUNG
„synthetische" versus „natürliche" Vitamine
Immer wieder wird diskutiert, ob natürliche Vitamine besser sind als synthetische. Grundsätzlich kann der Körper nicht zwischen natürlichen und synthetischen Vitaminen unterscheiden (Vitamin E ausgenommen).
Auch können durch solche NEM sehr viel höhere Mengen erreicht werden, die unter Umständen auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben.


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