Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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23.04.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > April > 17.04.17-23.04.17


Pfeilkresse  
     
Die (Gewöhnliche) Pfeilkresse, auch Herzkresse oder Türkische Kresse genannt,  ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kressen in der Familie der Kreuzblütengewächse.
Von weitem könnte man die Pfeilkresse für eine der zahlreichen weissen Doldenblütler halten. Doch sobald man näherkommt, kann man deutlich erkennen, dass diese Pflanze zur Familie der Kreuzblütler gehört. Schon der Geruch erinnert an Senf, Kresse oder Kohlpflanzen und auch das Erscheinungsbild zeigt die Verwandtschaft. Als Heilpflanze ist die Pfeilkresse nicht gerade berühmt, aber ähnlich wie der Senf hat sie scharf-würzige Samen, die man als Gewürz, zur Anregung der Verdauung und als Senfpflaster nutzen kann. Die jungen Blätter kann man im Salat essen. Da sie viel Vitamin C enthalten, können sie Frühjahrsmüdigkeit lindern.

Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Vitamin C Mangel
Heilwirkung:
anregend, erwärmend
Anwendungsbereiche:
Blähungen, Frühjahrsmüdigkeit, Lebensmittelvergiftung, Meteorismus, Rheuma, Skorbut, Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name:
Cardaria draba
Pflanzenfamilie:
Kreuzblütengewächse = Brassicaceae
englischer Name:
Hoary cress
volkstümlicher Name:
Herzkresse, Türkische Kresse
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Triebe, Samen
Inhaltsstoffe:
Senföl
Sammelzeit: Blätter:
April bis Juni, Samen: Juli bis September

Anwendung

Die Samen der Pfeilkresse schmecken wegen der Senföle scharf und wurden früher anstelle des Pfeffers als Würze verwendet. Als Wurzelkriechpionier und Rohbodensiedler wird die Pfeilkresse gelegentlich zur Befestigung von neuangelegten Böschungsbereichen gesät. Pfeilkresse wird normalerweise nicht als Heilpflanze verwendet. Man kann sie jedoch als Kresseersatz im Salat oder als Senfersatz in anderen Gerichten einsetzen und dadurch auch in den Genuss einer gewissen Heilwirkung kommen.
Wildsalat

Wenn man der jungen Pfeilkresse auf der Suche nach Wildsalat begegnet, ist sie eine angenehm würzige Bereicherung des Salates. Da die Blätter viel Vitamin C enthalten, helfen sie gegen Vitamin C Mangel und Frühjahrmüdigkeit. Mit ihrer Schärfe regen sie zudem Verdauung und Stoffwechsel an. Man sollte die Blätter und jungen Triebe jedoch nur in kleineren Mengen als Teil eines Salates verwenden, weil die Inhaltsstoffe der Blätter nicht ausreichend bekannt sind.
Samen als Würze

Die Samen wurden früher als Pfefferersatz zum Würzen der Speisen verwendet. Man kann die Samen ähnlich wie Senfsamen einsetzen. Die scharfen Senföle stärken die Verdauung und helfen so auch gegen Blähungen. Auch der Stoffwechsel wird belebt.
Samen äußerlich als Umschlag

Als Ersatz für Senfsamen könnte man auch aus den Samen der Pfeilkresse Senfpflaster und Umschläge machen, um die Haut zu reizen und die Durchblutung zu fördern. Diese Art der Anwendung ist jedoch nicht üblich. Normalerweise dürften echte Senfsamen auch leichter verfügbar sein als die Samen der Pfeilkresse.

Geschichtliches

Früher, als Pfeffer noch ein teures Luxusgut war, wurden die Samen der Pfeilkresse gerne als Pfefferersatz zum Würzen verwendet. Auch als Heilmittel bei Fischvergiftung wurde die Pfeilkresse früher wohl verwendet. Dieser Einsatz mag sich durch die scharfen Senföle erklären, die die Bildung der Verdauungs-säfte anregen. Im Allgemeinen wird die Pfeilkresse heutzutage als Unkraut betrachtet.

Pflanzenbeschreibung

Vegetative Merkmale

Die Pfeilkresse wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 60cm. Sie besitzt eine Pfahlwurzel und ein ausgedehntes, weit verzweigtes System von Rhizomen, die an den Knoten Knospen entwic-keln, aus denen zahlreiche herdenbildende Luftsprosse treiben. Die Stängel sind meist aufrecht, kräftig, am Grund mehr oder weniger dicht und anliegend grauhaarig, oberwärts kahl und im Blütenstandsbereich verzweigt.
Die Grundblätter sind kurz gestielt, 1,5 bis 10 cm lang sowie 1 bis 4cm breit, verkehrt-eiförmig, spatelig oder eiförmig, buchtig gelappt, unregelmäßig gezähnt bis ganzrandig und ebenfalls mehr oder weniger dicht grauhaarig. Sie sind zur Blütezeit meist vertrocknet. Die wechselständigen Stängelblätter sind zahlreich, wechselständig, sitzend, stängelumfassend mit herz- oder pfeilförmigem Grund, 1 bis 9 (bis 15) cm lang sowie 0,5 bis 2 (bis 5) cm breit und behaart oder kahl. Sie besitzen eine lineal-längliche, lanzettliche, eiförmige oder verkehrt-eiförmige Form.
Generative Merkmale

Der schirmtraubige Blütenstand bildet einen mehr oder weniger kompakten, auf der Oberseite abgeflachten Schirm. Die zwittrigen, vierzähligen Blüten sind wohlriechend. Die vier Kelchblätter sind länglich, 1,5 bis 2,5 mm lang, kahl und haben eine weißen Rand. Die vier Kronblätter sind weiß, 2 bis 4 mm lang, verkehrt-eiförmig und haben einen 1 bis 1,7 mm langen Nagel. Die sechs Staubblätter haben vier seitständige und zwei mittelständige Nektardrüse. Der Griffel hat eine Länge von 0,8 bis 1,6 mm und bleibt an der Frucht erhalten. Die 2,5 bis 3,5 mm langen und 3 bis 5 mm breiten Früchte öffnen sich bei Reife nicht. Sie sind abgeflacht, herzförmig bis fast nierenförmig, an der Spitze stumpf oder spitzlich und ohne Ausrandung, am Rand ungeflügelt. Die Klappen sind dünn, netznervig, glatt und kahl. Jedes Fruchtfach enthält meist nur einen Samen. Die rotbraunen Samen sind eiförmig mit einer Länge von 1,5 bis 2 mm.
Die Pfeilkresse ist in Europa und im westlichen Asien heimisch. Sie wächst bevorzugt an Wegrändern, auf Bahndämmen und an anderen Ruderalstellen. Sie liebt kalkhaltige, trockene Böden, die etwas steinig sind. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die länglichen, stängelumfassenden Blätter sind pfeil- oder herzförmig, was der Pflanze wohl ihre Namen eingebracht hat. Die weißen Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Sie stehen in dichten Scheindolden. Aus den Pfeilkresse-Blüten entwickeln sich bis zum Spätsommer die Samen. Die Samen wachsen in kleinen Schötchen heran.

Anbautipps

Normalerweise wird die Pfeilkresse nicht angebaut, sondern eher als Unkraut ausgerissen. Wenn man sie dennoch anbauen will, kann man sie am besten aussäen. Sie mag kalkhaltigen Boden und einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Wenn sie sich an einer Stelle wohlfühlt, neigt sie dazu, sich stark zu vermehren.

Sammeltipps

Die Blätter und jungen Triebe kann man zwischen April und Juni sammeln. Dabei sollte man darauf achten, dass man sie nicht direkt vom Straßenrand pflückt, sondern besser etwas abseits vielbefahrener Straßen. Die Blätter der Pfeilkresse werden nicht getrocknet, sondern frisch als Salatgewürz verwendet. Im Spätsommer und frühen Herbst kann man die Samen aus den Sch-ten pulen und trocknen lassen. Diese Samen kann man ähnlich wie Senfsamen als Gewürz verwenden.


blauroter Steinsamen
    
Der Blaurote Steinsame (Aegonychon purpurocaeruleum, auch als Blaurote Rindszunge oder Purpurblauer Steinsame bezeichnet, ist eine Pflanzenart der Gattung Aegonychon aus der Familie der Raublattgewächse. Früher war sie der Gattung Steinsamen und danach den Rindszungen zugeordnet.
Der blaurote Steinsame ist eine seltene Pflanze, die sich vor allem in warmen Flaumeichenwäldern wohlfühlt. Da er so selten ist, wurde der blaurote Steinsame die Blume des Jahres 2000. Nur aus der Antike ist uns eine Anwendung des blauroten Steinsamens als Heilpflanze bekannt. Er wurde ähnlich eingesetzt wie seine Verwandten, der Beinwell und das Lungenkraut. In der mitteleuropäischen Volksheilkunde ist der blaurote Steinsame keine bekannte Heilpflanze, vermutlich weil er so selten ist und es erheblich häufigere andere Heilpflanzen mit vergleichbaren Wirkungen gibt.

Steckbrief

Hinweis:
Eine Anwendung als Heilpflanze ist fast nur aus der Antike bekannt.
Haupt-Anwendungen:
Hautprobleme
Heilwirkung:
entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, schleimlösend
Anwendungsbereiche:
Husten, Darmentzündung, Rheuma, Nierensteine, Blasensteine, Hautentzündungen, Hautausschlag, Juckreiz
wissenschaftlicher Name:
Lithospermum purpurocaeruleum, Buglossoides purpurocaerulea
Pflanzenfamilie:
Rauhblattgewächse = Boraginaceae
englischer Name:
Gromwell
volkstümlicher Name:
Purpurblauer Steinsame, Rotblauer Steinsame
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Schleim, Saponine, Gerbstoff, Allantoin
Sammelzeit:
Wegen Seltenheit nicht sammeln

Anwendung

Die Samen sind durch Pyrrolizidin-Alkaloide schwach giftig. Der Blaurote Steinsame wird als Zierpflanze für Wildpflanzengärten und Felsgruppen empfohlen; allerdings ist er sehr ausbreitungsfreudig. Früher wurde er auch als Heilpflanze bei Blasen- und Nierenleiden eingesetzt.
Man könnte den blauroten Steinsamen wohl als Tee trinken und äußerlich für Umschläge und Waschungen anwenden. Allerdings ist der blaurote Steinsame so selten, dass man ihn nicht sammeln sollte. Auch kaufen kann man den blauroten Steinsamen kaum, weil seine Anwendung als Heilpflanze heutzutage nicht gebräuchlich ist. Bleibt die Nutzung als Heilpflanze, wenn man den Steinsamen im eigenen Garten anbaut. Die Anwendungsgebiete des blauroten Steinsamens sind ähnlich wie die von Lungenkraut und Beinwell, also gegen Lungenerkrankungen, Entzündungen im Verdauungstrakt und entzündliche Hautprobleme. Außerdem werden die Steinsamen traditionell gegen Steine in den Harnwegen eingesetzt. Diese Anwendung erklärt sich möglicherweise durch die Signaturlehre, die in den steinharten Samen einen Hinweis auf die Heilwirkung bei Harnsteine sieht. Einige andere Steinsamenarten enthalten offenbar auch empfängnisverhütende Substanzen, die die Bildung von Fruchtbarkeitshormonen unterdrücken.

Pflanzenbeschreibung

Der Blaurote Steinsame ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 20 bis 60cm erreicht. Die Stängel sind bogig liegend und können an ihren auf der Erde aufliegenden Enden Wurzeln bilden. Die Laubblätter sind lanzettlich mit einer gut sichtbaren Mittelrippe an ihrer Unterseite. Die Blüten stehen in einem traubigen Blütenstand zusammen. Die zwittrige, radiärsymmetrische Blüte weist einen Durchmesser von 10 bis 15mm auf. Die Kronblätter sind röhrig verwachsen mit weit trichterförmig ausgebreitetem Saum, innen mit behaarten Streifen. Sie ist beim Aufblühen rot-violett, die Farbe geht später in ein tiefes Blau über (daher der Namensteil „blaurot“). Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Die Teilfrüchte haben eine weiß glänzende glatte Oberfläche und sind etwa 4 bis 5mm lang. Während der Fruchtreife ist der Kelch 8 bis 12mm lang. Die Härte des Samens, der ein Aufbrechen verhindert, führte zum Gattungsnamen Steinsame.
Der blaurote Steinsame ist in Europa und im Teilen Asiens heimisch. Er wächst bevorzugt in warmen Gegenden in lichten Laubwäldern, am besten Niederwälder. Dabei sind ihm Flaumeichenwälder am allerliebsten. Da Flaumeichen extrem selten geworden sind und sogar lichte Wälder immer seltener werden, weil die Niederwaldkultur nahezu ausgestorben ist, ist auch der blaurote Steinsame eine ausgesprochen seltene Pflanze. So selten ist der blaurote Steinsame, dass er zur Blume des Jahres 2000 gewählt wurde. Der blaurote Steinsame, auch purpurroter Steinsame genannt, steht zwar nicht offiziell unter Naturschutz, aber da er so selten ist, sollte man darauf verzichten, ihn abzupflücken. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen zwanzig und 60 Zentimeter hoch. Die Blätter sind schmal und lanzettlich mit ausgeprägter Spitze. Sie wachsen direkt am Stängel.
Wie beim Beinwell und Lungenkraut, den Verwandten aus der Familie der Rauhblattgewächse, sind die Blätter sehr rauh und haarig. Die rot-blauen Blüten erscheinen zwischen April und Juni. Das Typische an den Blütenblättern ist, ähnlich wie beim Lungenkraut, dass sie zuerst rötlich sind und sich dann über violett zu blau wandeln. Diese Eigenschaft hat dem blauroten Steinsamen auch seinen Namen eingebracht. Die Blüten werden bis zu einen Zentimeter groß und haben fünf Blütenblätter, die nahezu tellerflach angeordnet sind. Sie sind in Büscheln angeordnet. Aus den Blüten entwickeln sich bis zum Spätherbst die Samen. Die Samen sind bis zu fünf Millimeter groß und hart wie kleine Steine. Die Härte der Samen hat dem blauroten Steinsamen den zweiten Teil seines Namens eingebracht, der auch der Name der ganzen Gattung ist.

Anbautipps

Der purpurblaue Steinsame wird auch gerne in Gärten angepflanzt, denn er ist eine Zierde für jedes Halbschattenbeet. Da die Samen Kaltkeimer sind, die nur nach längeren Kältepersioden keimen, ist es einfacher, die Pflanzen in guten Gärtnereien fertig zu kaufen. Die Pflanzen brauchen einen guten humosen Boden, der auch im Sommer ausreichend feucht ist, aber keinesfalls nass. Am wohlsten fühlen sich die blauroten Steinsamen unter lichten Laubbäumen. Sie mögen keine volle Sonne, aber auch keinen tiefen Schatten. Wenn man keine Laubbäume im Garten hat, macht man den Steinsamen eine Freude, wenn man sie hin und wieder mit Laubblättern umgibt.



BACHBLÜTEN
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- Diese Menschen fühlen sich ruhelos und können nicht abschalten
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das Gefühl der Ruhelosigkeit allmählich ablegen und können wieder
 
abschalten

BACHBLÜTEN
Vorübergehende Rückschläge hauen einen um (12 Gentian)

- Diese Menschen hauen vorübergehende Rückschläge einfach um
- Mit der dementsprechenden Bachblüte haut diese Menschen solche vorübergehende Rückschläge nicht mehr um


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