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Ackergauchheil t
Der Acker-Gauchheil, auch Roter Gauchheil, Nebelpflanze, Weinbergsstern oder Wetterkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gauchheil in der Unterfamilie der Myrsinengewächse innerhalb der Familie der Primelgewächse. Er gilt im Ackerbau als Unkraut, weil er schwach giftig in all seinen Teilen ist, vor allem in der Wurzel. Im Hochsommer blitzt einen im Gemüsebeet oft der Ackergauchheil mit seinen leuchtend hellroten Sternblüten entgegen. Viel zu hübsch scheint er, um einfach als Unkraut ausgerissen zu werden. So dekorativ, wie er aussieht, traut man ihm auch allerlei Heilkräfte zu, doch ist der Ackergauchheil leicht giftig und darf daher nur in Kleinstmengen verwendet werden. Wohl dosiert kann er jedoch gegen Warzen und Splitter in der Haut helfen.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! leicht giftig! Nasennebenhöhlenentzündung, Nierensteine, Splitter rausziehend, Verstopfung, Warzen, Wunden, Zahnschmerzen, schmerzstillend
wissenschaftlicher Name: Anagallis arvensis
Pflanzenfamilie: Myrsinengewächse = Myrsinaceae
volkstümliche Namen: Nebelpflanze, Roter Gauchheil, Weinbergstern, Wetterkraut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide
Sammelzeit: Juni bis Oktober
 
Anwendung
Da der Ackergauchheil leicht giftig ist, sollte man ihn mit Vorsicht und auch nur niedrig dosiert genießen. Als Teil eines Mischtees kann man ihn einsetzen und auch äußerlich bereitet er den meisten Menschen keinerlei Probleme. Nur Menschen mit Primelallergie bekommen beim Kontakt mit dem Ackergauchheil einen Ausschlag. Alle anderen können den Saft des Ackergauchheils gegen Warzen versuchen. Als Kompresse aufgelegt, kann der Aufguss Wunden reinigen und eingedrungene Splitter oder Dorne austreiben. Gegen Nasennebenhöhlenentzündung oder Nierensteine sollte man den Ackergauchheil nur verwenden, wenn weit und breit keine andere Heilmöglichkeit vorhanden ist, oder niedrig dosiert gemischt mit anderen Kräutern.
Medizin
Schon nach Hippokrates wurde Anagallis trocken auf Wunden gelegt. Dioskurides kannte zwei Arten, er empfahl es zum Gurgeln, bei Zahnweh und mit Wein bei Schlangenbiss, Nieren- und Leberleiden. Mittelalterliche Kräuterbücher gleichen sich hier. Man hatte Extractum Syropus, Essentia, Aqua Anagallidis. Es gab auch Verwendungen bei Tobsucht. Lonicerus‘ Kreuterbuch (1564) lobt Gauchheil bei Wunden, als leberöffnend, nierenreinigend und steintreibend, äußerlich bei Augentrübung, Biss toller Hunde und zur Reinigung des Gehirns. Auch Matthiolus New-Kreuterbuch (1626) nennt Wunden, Pest, das Gift werde ausgeschwitzt, kindliche Epilepsie, äußerliche Anwendung bei heißen, fressenden Geschwüren, Mastdarmvorfall und Hämorrhoi-den. Laut von Haller galt das Kraut als sicheres Mittel bei Raserei ohne Hitze. Nach Heckers Praktische Arzneimittellehre (1814) steigert es Sekretionen von Haut und Nieren, hilft bei Unterleibsstockungen, Hydrops, Gicht und Steinleiden, besonders aber bei Wut und Wasserscheu. Bohn empfahl es bei gastrisch-hämorrhoidalen Seelenleiden wie Epilepsie und Depression, der frische Saft reinige Wunden.
Nach Schulz verwendet man Gauchheil bei chronischer Nephritis, Lithiasis und Hydrops, Ikterus, Cholelithiasis, Leberzirrhose, Obstipation und Epilepsie, den Saft äußerlich bei Warzen und Granulomen. Die Homöopathie kennt Anagallis arvensis bei trockener Haut mit juckendem Handekzem und Manie.
In der modernen evidenzbasierten Medizin hat der Acker-Gauchheil keinen Platz. Weltweit wird Anagallis arvensis wegen seiner rezenten Erscheinung weniger häufig in der Volksmedizin benutzt als in seinen Ursprungsländern. Er hat aber früher Anwendungen in Salben als Lokaltherapie gegen hartnäckige Geschwüre und Wunden gefunden. Er wurde auch als Expektorans benutzt, sowie als Volksheilmittel für Juck-reiz, Rheuma, Hämorrhoiden, Tollwut, Lepra, Schlangenbiss, verschiedene Arten von Phthisis, und auch für Nierenkrankheiten wie Ödem oder chronische Nephritis. Der Acker-Gauchheil fand auch Verwendung zur Heilung von Geisteskrankheiten (Gauch = Narr, Kuckuck). Im antiken Griechenland setzte man ihn zur Behandlung von Melancholie ein. Er findet noch heute als Anagallis Arvensis Herba Anwendung in verschiedenen Erzeugnissen gegen Ausschläge und Nervenleiden.
 
Giftwirkung
Anagallis arvensis ist als kosmopolitische invasive Art generell ungewünscht. Die ganze Pflanze ist giftig, besonders aber die Wurzeln, und sie ist deshalb vor allem auf Weiden unwillkommen. Diesbezüglich ist ihr bitterer Geschmack von Vorteil, so dass weidendes Vieh die Pflanze normalerweise meidet, so lange die Weiden nicht überweidet sind. Laut Berichten aus Australien kann Spreu, die mit Gauchheil verschmutzt ist, wegen des Geschmacks nicht als Futtermittel benutzt werden. Wird die Pflanze jedoch eingenommen, erfährt das Vieh Diurese und eine narkotische Wirkung. Bei Versuchen, wobei Gauchheil Tieren, wie Pferden und Hunden, verabreicht wird, führt er zu Gastroenteritis, mit tödlicher Auswirkung bei hinreichender Dosierung. Die Pflanze hat sich auch bei Geflügel und Kaninchen als giftig erwiesen, und die Samen bei Vögeln. Eine Berührung der Blätter kann bei empfindlichen Menschen ein allergisches Kontaktekzem hervorrufen. In Indien wird die Pflanze wegen ihrer schwachen Giftigkeit zum Fischfang benutzt. Ein indischer Brauch, wobei das Öl dazu benutzt wird, Egel aus Nasen von Hunden zu treiben, kann angeblich tödlich sein, wenn der Hund das Öl hinunterschluckt.
Die Pflanze und ihre Samen enthalten Saponine, die vermutlich dafür verantwortlich sind, dass frisches Pflanzenmaterial eine hämolytische Wirkung hat. Sie beinhaltet eine unbekannte Reihe von Glykosiden, u. a. die äußerst giftige Triterpenoide Cyclamin, die in Alpenveilchen (auch Mitglied der Myrsinoideae) vorkommt. Sie enthält auch Bitterstoffe, Gerbstoffe und das proteolytische Enzym Primverase.
Anagallis arvensis ist insektentötend, oder wenigstens Insekten abweisend, vermutlich aufgrund des stechend scharfen Geruchs seines ätherischen Öls. Menschenversuche mit oraler Verabreichung des Öls riefen 24 Stunden Symptome von heftiger Übel-keit, Kopfschmerzen und körperliche Schmerzen hervor. Weitere Vergiftungserscheinungen sind starke Diurese, Zittern, breiiger und wässriger Stuhl, Erscheinungen am Nervensystem, Gehirn und Rückenmark, Entzündungen des Verdauungskanals und schwache Narkotisierung.
Die grünen Pflanzenteile zeigen keine bemerkenswerte antibakterielle Wirkung.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Ackergauchheil ist eine niederliegend kriechende, einjährige, sommerannuelle Pflanze oder eine aufsteigend wachsende, winterannuelle Halbrosettenpflanze. Der scharf vierkantige Stängel ist 5 bis 30 cm lang. Die gegenständigen, sitzenden Laubblätter sind eiförmig und ganzrandig. Er wurzelt bis 40 Zentimeter tief. Von Frühling bis Herbst (Mai bis Oktober auf der Nordhalbkugel) erscheinen die Blüten einzeln in den Blattachseln. Die radiärsymmetrischen Blütenweisen einen Durchmesser von etwa 10–15 mm auf. Es sind sogenannte Pollen-Scheibenblumen. Die Blüten sind nur von 7 bis 14 Uhr geöffnet und schließen sich bei aufziehendem Unwetter. Bauern benutzten diese Erscheinung früher zur Vorhersage des Wetters, da der Acker-Gauchheil schon frühzeitig die Blüten schließen sollte, wenn eine Wetterverschlechterung bevorstehen. Daher kommen die deutschen Namen Nebelpflanze und Wetterkraut. Die Staubbeutel besitzen Futterhaare und ziehen verschiedene Bestäuber an, besonders Fliegen. Es kommt vor dem Abblühen jedoch auch zu spontanen Selbstbestäubungen. Am Rande der Kronblätter befinden sich kleine Drüsenhaare. Die Kronblätter sind in Mitteleuropa meist zinnoberrot gefärbt, nur selten blau. Dagegen sind sie bei der im Mittelmeergebiet vorkommenden, etwas größere Blüten besitzenden Unterart subsp. latifolia meist blau gefärbt. Blaublütige Formen des Acker-Gauchheils werden oft mit dem Blauen Gauchheil verwechselt. Eine Untersu-chung der Phylogenese von 2007 ergab, dass Anagallis foemina näher mit Ana-gallis monelli verwandt ist als mit Anagallis arvensis und deshalb als eine eigenständige Sippe gelten soll. Die Taxonomie ist aber noch nicht endgültig geklärt. Die Deckelkapselfrüchte des Ackergauchheils erreichen ihre Reife auf der Nordhalbkugel von August bis Oktober. Der Fruchtstiel krümmt sich mit der Schwerkraft und die Samen werden durch den Wind ausgeblasen oder als Regenschwemmlinge verbreitet.
Ackergauchheil wächst gerne als Unkraut im Garten und auf Feldern, auf Brachland und Weinbergen. Mit seinen niederliegenden Stängeln, die bis zu 25 cm lang werden, gehört der Ackergauchheil zu den kleineren Pflanzen. Die kleinen eiförmigen Blätter stehen gegenständig am Stängel. Seine orangeroten, sternförmigen Blüten leuchten wie lustige kleine Augen, sodass es schwerfällt, die Pflanze als Unkraut auszureißen. Viel lieber möchte man sie als Zierpflanze stehenlassen.

Xanthium
Xanthium ist eine Klettenart, auch Spitzklette genannt. Bei Hautkontakt mit dieser Pflanze können Ausschläge entstehen, insofern ist sie leicht giftig. Tiere können sogar eine Herzlähmung erleiden, aber für Menschen besteht keine gefährliche Vergiftungsgefahr. Die Wirkstoffe der Spitzklette wirken antibakteriell und fungizid (gegen Pilze). Wegen der hautreizenden Eigenschaften wird von der Verwendung jedoch abgeraten.
Die Spitzkletten sind eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, fungizid
wissenschaftlicher Name: Xanthium strumarium
englischer Name: Broad cocklebur
volkstümlicher Name: Spitzklette
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Xanthumin, Xanthinin, Xanthin, Xanthanol, Kaffeesäure, Carboxyatractylosid
Sammelzeit: Juli bis Oktober
 
Anwendung
Xanthium wird nicht angewendet.
Nutzung
Von manchen Arten können die grünen Pflanzenteile und die Samen roh oder gekocht gegessen werden. Manche Arten werden medizinisch genutzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Xanthium-Arten wachsen meist als einjährige krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 10 bis über 200 Zentimeter erreichen. Die aufrechten Stängel sind verzweigt. Die meist wechselständigen (zwei bis sechs können auch gegenständig sein) Laubblätter sind gestielt und einfach bis gelappt. Der Blattrand ist glatt bis gezähnt. Xanthium-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig. Die diskusförmigen, kleinen, körbchenförmigen Blütenstände stehen selten einzeln, meist in verzweigten Gesamtblütenständen zusammen. Die Blütenkörbe enthalten nur Blüten eines Geschlechtes. Die männlichen Blütenkörbchen sind tellerförmig abgeflacht, weisen einen Durchmesser von 3 bis 5 mm auf, enthalten 6 bis 16 Hüllblätter in ein bis zwei Reihen und 20 bis über 50 funktional männliche Blüten mit weißlichen, trichterförmigen, fünflappigen Blütenkronen. Die Staubfäden sind verwachsen. Die weiblichen Blütenkörbchen weisen während der Blütezeit einen Durchmesser von 2 bis mehr als 5 mm auf und später als Fruchtkörbchen weisen sie einen Durchmesser von 6 bis über 20 Millimeter auf. Ihre 30 bis über 75 Hüllblätter stehen in sechs bis über zwölf Reihen; ihre Spitzen sind mehr oder weniger gekrümmt und bilden während der Fruchtreife harte Dornen. Die weiblichen Blütenkörbchen enthalten nur zwei Blüten ohne Kronblätter. Die schwarzen Achänen besitzen keinen Pappus und werden in den dornigen, zweikammerigen Fruchtkörbchen (es sind in diesem Fall die Diasporen), den Kletten, verbreitet. Sie nutzen den Kletteffekt, indem sie am Fell vorbeistreifender Tiere oder an Treibgut hängen bleiben und so ausgebreitet werden.
Die Spitzklette wächst an Wegrändern, Ufern und auf Schuttplätzen in Europa und Westasien. Die einjährige Pflanze wird knapp einen Meter hoch und hat behaarte Stängel. Die Blätter sind dreieckig und herzförmig gezackt. Die Blüten sind klettenartig.

Bachblüten
Sehr fähig, äußerst selbstsicher, starke Ichkraft (Vine)
Diese Menschen sind sehr fähig, äußerst selbstsicher und haben eine Starke Ichkraft
Mit der Blüte sind sie fähig, habe ein normales Maß an Selbstsicherheit und auch Ichkraft
Bachblüten
Man weint selten, bemüht sich um innere Haltung (Water Violet)
Sie weinen sehr selten und bemühen sich um ihre innere Haltung
Hier können sie wieder weinen und bemühen sich nicht mehr um ihre innere Haltung
Nahrungsbestandteile
-     Lebensmittel: sind laut dem Lebensmittelgesetz alle Stoffe, die dazu bestimmt sind, vom Menschen in unverändertem, zubereitetem oder verarbeitetem Zustand zur Ernährung- und Genusszwecken verzehrt zu werden.
-     Nahrungsmittel: Nahrungsmittel liefern dem Körper Stoffe, die für das Leben notwendig sind. Es gibt pflanzliche und tierische Nahrungsmittel und werden roh oder verarbeitet gegessen.
-     Genussmittel: sind nicht notwendig für die menschliche Ernährung, haben jedoch eine anregende Wirkung. Sie haben wie Kaffee und Tee keine Nährwerte oder wie Alkohol einem sehr hohen Energiegehalt.
Nahrung ist aus verschiedenen Bestandteilen (Hauptbestandteile: Wasser, Kohlenhydrate, Proteine, Lipide, Elektrolyte, Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe) zusammengesetzt.
Bedingt durch die verfügbaren Lebensmittel, stehen Kohlenhydrate, Proteine, Lipide in einem bestimmten Verhältnis zueinander. Dieses Verhältnis ist in gewissen Grenzen individuell, kultur- und altersabhängig.
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