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22.12.2019

tägliche News > 2019 > 16.12.19 - 22.12.19
HAMAMELIS
Die Hamamelis, auch virginische Zaubernuss genannt, fällt besonders im Spätwinter auf. Sie öffnet ihre gel-ben Büschelblüten nämlich schon im Januar oder Februar, wenn andere Pflanzen noch tief in der Winterruhe liegen. Rinde und Blätter der Hamamelis wirken besonders stark zusammenziehend und entzündungshemmend. Daher wird sie häufig zur Wundbehandlung eingesetzt. Hamamelis ist Bestandteil zahlreicher Cremes und Salben.
Zaubernuss ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Zaubernussgewächse. Die Gattung Hama-melis besitzt ein disjunktes Areal; von den nur fünf Arten kommen drei im östlichen Nordamerika und zwei im östlichen Asien vor.
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Hautentzündungen
Heilwirkung: adstringierend, beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend
Anwendungsbereiche: Afterjucken, Analfissuren, Analekzem, Blutungen, Dammriss, Dammschnitt, Diarrhoe, Durchfall, Ekzeme, Gebärmuttervorfall, Gebärmutterrückbildung nach einer Geburt, Geschwollene Füße, Hämorrhoiden, Hautjucken, Juckreiz, Kopfschuppen, Krampfadern, Mundschleimhautentzündung, Neurodermitis, Rachenentzündung, Seborrhoisches Ekzem, Trockene Haut, Unreine Haut, Venenentzündung, Verbrennungen, Verletzungen, Windeldermatitis, Wunden, Wunde Babyhaut, Wunder Babypo, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Hamamelis virginiana
Pflanzenfamilie: Zaubernussgewächse = Hamamelidaceae
englischer Name: Witch Hazel
volkstümlicher Name: Virginische Zaubernuss, Amerikanische Zaubernuss, Hamamelis, Hexenhasel, Hop-fenhainbuche, Virginia-Zaubernuss, Wünschelrute, Zauberhasel, Zauberhaselnuss, Zaubernuss
Verwendete Pflanzenteile: Rinde, Blätter
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Gerbsäure, Hamamelin, Hamamelitannin, Quercetol, Chinasäure, Kaempferol, El-lagitannin, Gallussäure, Flavonoide, Phenol, Ätherische Öle
Sammelzeit: Juni bis August
Anwendung
Hamamelis wird vorwiegend äußerlich gegen Hautprobleme angewendet. Man kann Hamamelistee aber auch innerlich bei Durchfall und andere Schleimhautentzündungen des Verdauungstraktes trinken.
Tee
Für einen Hamamelistee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Hamamelisblätter oder Rinde mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Oder man wäscht die entzündeten Hautpartien mit diesem Tee, badet sie darin oder legt einem Umschlag damit an.
Kompresse
Man kann eine Kompresse in den Hamamelistee eintauchen und als Umschlag auf die betroffenen Hautbereiche legen. Die Kompresse befestigt man mit einem Verband und lässt sie mindestens zwei Stunden ein-wirken. Wenn man eine besonders intensive Wirkung erzielen will, lässt man die Hamameliskompresse über Nacht einwirken.
Bäder
Verdünnten Hamamelistee kann man für Teilbäder verwenden. Die entzündeten Hautpartien werden für etwa 20 Minuten in das Bad getaucht. Zur Behandlung von Hämorrhoiden eignet sich beispielsweise ein Sitzbad. Für entzündete Füße bereitet man ein Hamamelis-Fußbad zu.
Tinktur
Um eine Hamamelistinktur selbst herzustellen, übergießt man Hamamelisblät-ter oder Hamamelisringe in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Oder man wendet die Tinktur äußerlich an. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Hamameliswasser
Hamameliswasser ist ein sogenanntes Hydrolat. Es wird häufig als Cremezutat für die Hobbysalbenküche angeboten. Solch ein Hamameliswasser ist durchaus gut geeignet, um daraus Cremes herzustellen. Die Wirkung von Hamameliswasser ist jedoch deutlich milder und schwächer als die Wirkung einer Hamamelistinktur.
Hamamelissalbe und -creme
Besonders häufig wird Hamamelis in Form von Creme oder Salbe eingesetzt. Im Handel gibt es zahlreiche Hamameliscremes. Man kann Hamameliscreme auch selber anrühren. Dafür verwendet man Hamamelis-tinktur oder Tee als Wasserphase in Cremerezepten. Man kann auch einen Hamamelisölauszug für Cremes verwenden. Hamameliscremes kann man nahezu für alle Arten von Hautproblemen einsetzen. Sie hilft vor allem gut, wenn man eine zusammen-ziehende Wirkung haben will.
Nutzung als Zierpflanze
Zaubernussarten und -sorten samt Hybriden werden in den gemäßigten Gebieten als Zierpflanzen verwendet. Die Zaubernussaarten wachsen langsam, sollen einzeln stehen und möglichst selten zurückgeschnitten werden. Sie blühen in der kalten Jahreszeit, zumeist zwischen Dezember und Februar und gehören damit zu den wenigen Arten, die in diesen Wintermonaten blühen.
Heilwirkung
Die Virginische Zaubernuss wird wirtschaftlich intensiv als Heilpflanze genutzt. Die gewonnenen Arzneidrogen weisen eine blutstillende, entzündungshemmende, adstringierende und Juckreiz stillende Wirkung auf. Nach Kommission E ist eine Anwendung bei leichten Hautverletzungen, lokalen Entzündungen der Haut und Schleimhäute, Hämorrhoiden und Varikose sinnvoll. In der Volks-medizin erfolgt eine Gabe auch innerlich bei Durchfallerkrankungen.
Geschichte
Die Heilkraft des Hamamelisstrauches wird schon seit langer Zeit von den Ureinwohnern Nordamerikas hoch geschätzt. Sie setzten Rinde und Blätter der Hamamelis bei Hautleiden und Durchfall ein. Gegabelte Zweige wurden als Wünschelrute verwendet, unter anderem zum Aufspüren von Wasseradern. In Europa ist die Hamamelis noch nicht so lange bekannt und wird daher auch noch nicht so lange als Heilpflanze verwendet. Heutzutage ist die adstringierende Wirkung der Hamamelis sogar durch wissenschaftliche Studien belegt. Daher wird die Hamamelis auch in der offiziellen Phytotherpaie verwendet.
Pflanzenbeschreibung
Der Hamamelisstrauch ist in Nordamerika heimisch. Dort wächst er vor allem an der Ostküste. In Gärten wird Hamamelis aber auch in Europa angepflanzt. Hamamelis braucht einen sonnigen oder halbschattigen Standort und bevorzugt leichten und sandigen Boden. Der langsam wachsende Strauch wird bis zu 5 Meter hoch. Bis er das erste Mal Blüten trägt, muss der Hamamelis-Strauch 6 Jahre alt werden. Die Rinde der Zweige ist graubraun bis grau. Die Blätter sind buchtig und am Rande gezähnt. Sie sitzen auf kurzen Stielen. Die große Besonderheit der Hamamelis ist seine Blüte, die mitten im Winter stattfindet. Die Blüten erscheinen zwischen Dezember und Februar. Dadurch bringen sie etwas Farbe in den sonst so grauen Winter. Auch die Form der Blüten ist ungewöhnlich. Sie bestehen aus zahlreichen gekrümmten Streifen, die wie Büschel aus dem Blütenzentrum wachsen. Meistens sind die Blüten gelb. Das Zentrum der Blüten ist häufig rostrot. Dort kann man auch die Vierzähligkeit der Blüten erkennen. Zwischen August und September werden die Samen reif. Sie sind schwarz und werden von den Samankapseln bis zu 10 Meter weit geschleudert.
Erscheinungsbild und Blätter
Hamamelis-Arten wachsen als sommergrüne Sträucher und kleine Bäume. Die sternhaarige Rinde junger Zweige ist grau bis graubraun. Die Knospen sind kahl. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite ge-gliedert. Die etwas ledrigen oder häutigen Blattspreiten besitzen immer eine schiefe Spreitenbasis und sind buchtig, oder besitzen einen gezähnten Blattrand. Wenn die großen, hinfälligen Nebenblätter abfallen, hinter-lassen sie deutliche, kleine Blattnarben.
Blütenstände und Blüte
Die Hamamelis virginiana blüht im Herbst. Die anderen Hamamelisarten und -sorten blühen im Winter meis-tens vor dem Blattaustrieb. Die seitenständigen, kopfigen Blütenstände enthalten nur drei bis vier Blüten. Die Blüten duften oft angenehm in einem weiten Umkreis, dabei reichen die Angaben von schwach duftend bei Hamamelis virginiana bis deutlich duftend bei Hamamelis vernalis. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier eiförmigen Kelchblätter sind behaart. Die bandförmigen Blütenkronblätter sind grünlich, gelb, oran-ge oder rot. In jeder Blüte sind vier fertile Staubblätter vorhanden, die nur kurze Staubfäden und eiförmige Staubbeutel besitzen. Es sind auch immer vier schuppenartige Staminodien vorhanden, die Nektar produzieren. Zwei Fruchtblätter sind zu einem halbunterständigen Fruchtknoten verwachsen. Jedes der zwei Fruchtknotenfächer enthält nur eine Samenanlage. Der Griffel ist sehr kurz.
Früchte und Samen
Die sich zweiklappig öffnenden, holzigen Kapselfrüchte enthalten jeweils nur zwei schwarze Samen. Die Kapselfrüchte öffnen sich explosionsartig und schleudern die Samen etwa 10 Meter weit fort. Die schwarzen, harten, ellipsoiden Samen besitzen ein fleischiges Endosperm.
Anbautipps
Die Hamamelis ist eine schöne Pflanze für den Garten. Vor allem im Winter bringt sie etwas leuchtende Far-be in das triste Wintergrau. Da die Anzucht aus Samen sehr schwierig ist und über ein Jahr lang dauert, kauft man sich am besten fertige kleine Hamamelis-Pflanzen. Der langsam wachsende Strauch braucht lockeren und gut drainierten Sandboden, der aber ausreichend befeuchtet wird. Der Boden sollte eher leicht sauer sein und nicht allzu viel Kalk enthalten. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Da Hamamelis ex-trem winterhart ist und bis zu -35°C aushält, kann man sie auch in kalten Gegenden anpflanzen. Die Hama-melispflanze wird in den Boden gepflanzt und gut angegossen. Dann braucht sie nur noch bei starker Troc-kenheit gegossen werden. Am besten schneidet man die Zweige nicht, denn anschließend wachsen die neuen Zweige meistens eher unschön nach. Erst wenn die Hamamelis sechs Jahre alt ist, beginnt sie erst-mals zu blühen.
Sammeltipps
Die meisten Hamamelissträucher stehen in Gärten oder Parks und dürfen daher nicht ohne weiteres beerntet werden. Wenn ein Hamamelisstrauch einmal beschnitten wird, kann man um die abgeschnittenen Zweige bitten. Im eigenen Garten kann man mit dem Hamamelisstrauch natürlich machen, was man will. Die Zweige werden von der Rinde befreit und an einem warmen, trockenen Platz getrocknet. Das Sammeln der Blätter ist einfacher, doch auch hier braucht man die Erlaubnis des Strauchbesitzers. Die abgesammelten Blätter legt man locker in eine Kiste, in der sie genügend trockene Luft bekommen und gut trocknen können. Man kann auch die frisch gesammelten Pflanzenteile gleich in Korn ansetzen, um eine Tinktur zuzubereiten.

KAMPFER
Der Kampferbaum, auch Kampferlorbeer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lorbeergewächse.
Steckbrief
Heilwirkung: Husten, Muskelschmerzen, Muskelkater, Rheuma, Knieschmerzen, Schleimbeutelentzündung, Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen, Hexenschuss, Arthrose
wissenschaftlicher Name: Cinnamomum camphora
Pflanzenfamilie: Lorbeergewächse = Lauraceae
Verwendete Pflanzenteile: ätherisches Öl
Nutzung
Seine Heimat hat der Kampferbaum in Ostasien (Japan, Korea, Vietnam). Er wird auch in Sri Lanka und Ostafrika sowie in Brasilien in größerem Maße angebaut. Aus Pflanzenteilen des Kampferbaumes wird das äthe-rische Ravintsaraöl gewonnen. Der Gehalt an Kampfer ist im Holz der unteren Stammabschnitte am größten.
Beschreibung
Erscheinungsbild, Rinde und Blatt
Der Kampferbaum wächst als immergrüner Baum, der Wuchshöhen bis zu 30 Meter und Brusthöhendurch-messer (BHD) von etwa 3 Meter erreicht. Alle Pflanzenteile riechen stark nach Campher und enthalten auch mehr oder weniger viel Kampfer. Die gelblich-braune Borke schält sich in unregelmäßigen und longitudinalen Stücken ab. Die Rinde der stielrunden Zweige ist bläulich und kahl. Die breit eiförmigen Endknospen besitzen breit ovale bis fast kreisförmige Schuppen. Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der kahle, schlanke Blattstiel ist 2 bis 3 cm lang. Die mit einer Länge von 6 bis 12 cm und einer Breite von 2,5 bis 5,5 cm eiförmig-elliptische Blattspreite ist fast ledrig. Die Blattoberseite ist grün bis gelb-grün und glänzend, die Blattunterseite ist oder gelb-grün und bereift. Beide Blattflächen sind kahl oder die Unterseite ist spärlich flaumig behaart solange sie jung ist.
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Seitenständig auf einem 2,5 bis 4,5 cm Blütenstandsschaft steht ein 3,5 bis 7 cm großer rispige Blütenstand. Blütenstandsschaft und Blütenstandsachse sind kahl oder grau bis gelb-braun flaumig behaart, besonders an den Knoten. Die kahlen Blütenstiele sind 1 bis 2 mm lang. Die zwittrigen Blüten sind etwa 3 mm groß. Die grün-weißen oder gelblichen Blütenhüllblätter sind kahl oder außen flaumig behaart und innen dicht flaumig behaart. Die Blütenhüllblätter sind etwa 1 mm langen, verkehrt-konisch Röhre verwachsen. Die freien Bereiche der Blütenhüllblätter sind mit einer Länge von etwa 2 mm elliptisch. Es sind neun fertile, 2 mm lange Staubblätter mit flaumig behaarten Staubfäden vorhanden. Der mit 1 mm Länge eiförmige Fruchtknoten ist kahl. Der Griffel besitzt eine Länge von etwa 1 mm.
Frucht
Die purpurfarbene bis fast schwarze, fleischige Frucht ist mit einem Durchmesser von 6 bis 8 mm eiförmig oder fast kugelig. Die haltbaren Blütenhüllblätter umhüllen die Frucht napfartig; dieser längs gerillte Napf besitzt eine Länge von etwa 5mm, an der Basis einen Durchmesser von etwa 1mm und im gestutzten oberen Bereich einen Durchmesser von etwa 4mm. Die Früchte reifen zwischen August und November.

BACHBLÜTEN
Ich bin leicht beeinflussbar (12 Gentian)
- Diese Menschen sind leicht von ihren Mitmenschen beeinflussbar
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- Diese Menschen sind erschöpft, sie wissen oft nicht warum
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ERNÄHRUNG
Polysaccharide
NICHT VERWERTBARE POLYSACCHARIDE
Inulin
-        Polysaccharide aus Fructosemoleküle
-        In Chicorée, Topinambur, Knoblauch
-        Unterstützt als probiotischer Ballaststoffe die Bildung der Darmflora
ß-Glucane
-        Rund 40% des Ballaststoffe gehalten, von Hafer und Gerste
-        Wie Zellulose aus Glucose Einheiten aufgebaut, allerdings wesentlich kleinere Moleküle, ist das herb auch ein löslicher Ballaststoffe
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