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Rauschbeere
Die Rauschbeere, auch Trunkelbeere, Moorbeere oder Nebelbeere, ist ein Strauch aus der Gattung der Heidelbeeren.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blasenschwäche, Durchfall, Nur in geringen Dosen verwenden – möglicherweise leicht giftig!
wissenschaftlicher Name: Vaccinium ulginosum
Verwendete Pflanzenteile: Früchte und Blätter
Sammelzeit: Blätter: Mai bis Juli, Früchte: Herbst
 
Nutzung
Die Beere wird weniger gepflückt als die Heidelbeere, ist aber von ähnlichem Geschmack und kann zu den gleichen Zwecken verarbeitet werden, das heißt, es lassen sich Marmelade, Mus, Likör oder Obstwein aus ihnen herstellen. Die Rauschbeere wurde in der Volksheilkunde bei Durchfällen und Blasenleiden angewendet. Im östlichen Sibirien dient der Strauch zum Gerben, während aus den Beeren ein starker Branntwein hergestellt wird.
 
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Rauschbeere wächst als kleiner Strauch. Die Laubblätter sind oberseits blau-grün, unterseits graugrün und oval.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die relativ kleinen Blüten sind weißlich bis rosafarben. Die Beeren ähneln denen der Heidel- bzw. Blaubeere, sind jedoch bereift, deutlich größer als diese und etwa eiförmig. Sie reifen im Spätsommer, sind außen blau, haben aber innen helles „Fruchtfleisch“ und hellen Saft im Gegensatz zur Heidelbeere, die blaues „Fruchtfleisch“ hat und auch blauen Saft führt.

Salbei
Salbei ist eine Pflanzengattung in der Familie der Lippenblütler. Sie ist fast weltweit auf allen Kontinenten außer Antarktika und Australien verbreitet. Mit 850 bis über 900 Arten ist es etwa die zwanzigste unter den artenreichsten Gattungen der Bedecktsamigen Pflanzen. Viele Arten werden seit dem Altertum als Heilpflanzen genutzt, darunter der für Küche und Medizin wichtige Echte Salbei. Die Sorten einiger Arten werden als Zierpflanzen verwendet.
Der Salbei gehört zu den Kräutern, die im Mittelmeerraum heimisch sind, bei uns aber auch gut gedeihen. An der richtigen Stelle im Garten gepflanzt wuchert er über mehrere Quadratmeter. Sein Spezialgebiet ist die zusammenziehende und desinfizierende Wirkung. Dadurch wirkt er gut bei Halsschmerzen und ist bei Halsentzündungen aller Art die Pflanze der Wahl. Der Salbei hat außerdem eine ausgesprochen schweißhemmende Wirkung. Genauer betrachtet hat der Salbei so vielfältige Heilwirkungen, dass man ihn zu Recht fast als Allheilmittel bezeichnen kann.
Die alten Römer und Griechen schrieben einst dem Salbei zwei erstaunliche Eigenschaften zu. Sie glaubten, der Genuss von Salbei würde ihnen ein biblisches Alter bescheren und zudem ihren Ehen zur ewigen Treue verhelfen. Sind das auch zwei schlagende Argumente, so hat der Salbei noch einiges mehr zu bieten.
Sein Geruch ist von angenehmer Süße. Salbei verströmt ein balsamisches, ziemlich starkes Aroma. Vor der Blüte hat Salbei einen angenehmen bitteren, leicht kampferartigen, Geschmack. Getrocknet verliert der Salbei an Würze. Sein harziges, fast medizinähnliches Aroma ist nicht jedermanns Sache. Salbei wird unter anderem zu Tee verarbeitet. Als Küchenkraut dient Salbei dem Würzen der unterschiedlichsten Speisen. Hier sind es überwiegend warme Gerichte, da der Salbei seine geschmacksgebenden Inhaltstoffe besonders reichhaltig unter Hitzeeinwirkung aktiviert.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Halsschmerzen, Schwitzen
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Bronchitis, Depressionen, Diabetes (unterstützend in leichten Fällen), Durchfall, Eitrige Geschwüre, Ekzeme, Erkältungen, Erysipel, Fußschweiß, Gürtelrose, Gallenschwäche, Gedächtnisschwäche, Gesichtsrose, Gicht, Haarausfall, Hauterkrankungen, Heiserkeit, Hemmt die Milchsekretion, Hitzewallungen, Husten, Insektenstiche, Kehlkopfkatarrh, Keuchhusten, Leberschwäche, Lungenschwäche, Magenbeschwerden, Mandelentzündungen,  Menstruationsbeschwerden, Mundgeruch, Mundschleimhautentzündungen, Nachtschweiß, Nervenschwäche, Rachenentzündungen, Raucherhusten,  Rheuma, Schlecht heilende Wunden, Schmerzhaft geschwollene Brüste, Starkes Schwitzen, Übergewicht, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden, Weißfluss, Wunden, Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündungen
wissenschaftlicher Name: Salvia officinalis
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Sage
volkstümliche Namen: Altweiberschmecken, Edelsalbei, Echter Salbei, Garten-Salbei, Gschmackblatteln, Königssalbei, Kreuzsalbei, Muskatellerkraut, Sälvel, Salf, Salfat, Salser, Scharleikraut, Selve, Zaffe, Zuffen, Zupfblatteln
falsche Schreibweisen: Saibei
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, d-Kampfer, Salviol, Salven, Betulin, Asparagin, Bitterstoff, Borneol, Carnosinsäure, Zineol, Flavonoide, Fumarsäure, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Ledol, Limonen, Menthol, Östrogenartige Stoffe, Oleanolsäure, Pinen, Sabinol, Salizylsäure, Saponine, Terpineol, Thujon, Thymol, Zink, Vitamine
Sammelzeit: Mai oder September (vor oder nach der Blüte)
 
Anwendung
Salviaarten werden vielseitig genutzt. Durch den hohen Anteil ätherischer Öle in diversen Salbeiarten gibt es unterschiedliche Verwendungen. Heilend wirken neben den ätherischen Ölen auch die Gerbstoffe. Der Gattungsname Salvia stammt vom lateinischen Wort salvare für heilen und deutet auf die Heilkraft verschiedener Salbei-Arten oder als Salbei bezeichneter Arten hin. In der traditionellen chinesischen Medizin werden beispielsweise Salvia aerea, Salvia chinensis, Salvia kiangsiensis, Salvia plectranthoides, Salvia trijuga, Salvia umbratica verwendet. Der Echte Salbei war bereits im Altertum bekannt und wurde im Mittelalter von Mönchen über die Alpen gebracht. Dieser wird vielseitig genutzt, einerseits als Küchengewürz und andererseits in der Heilkunde. Die Blätter und Blüten werden roh oder gegart gegessen. Die sehr aromatischen Blätter werden zum Würzen von gekochten Speisen verwendet. Die Blätter wirken verdauungsfördernd und werden daher bei schweren, fettigen Speisen verwendet. Die Salbeiblätter verleihen herzhaften Gerichten einen wurstähnlichen Geschmack. Die jungen, frischen Laubblätter und Blüten können roh, überbrüht oder eingelegt gegessen werden. Über Salate gestreut ergänzen sie ihn mit Farbe und Duft. Auch alkoholische Zubereitungsformen sind seit dem Mittelalter bekannt. Aus den frischen oder getrockneten Blättern brüht man Kräutertee auf. Aus
den oberirdischen Pflanzenteilen wird ein ätherisches Öl, das Salbeiöl, gewonnen. Das Salbeiöl wird beispielsweise verwendet um Eiscreme, Süßigkeiten und Gebäck zu aromatisieren. Wenn man die Blattoberseite über die Zähne und das Zahnfleisch reibt, sind sie optimal gereinigt; wo-bei die Sorten mit purpurfarbenen Laubblättern bessere Ergebnisse bringen, da diese Blätter zäher sind. Das ätherische Salbeiöl wird auch in der Parfümherstellung verwendet, und in Haarwaschmitteln soll es besonders gut für dunkles Haar sein. Pflanzenteile des Echten Salbeis werden als „Kompostaktivator“, meist gemeinsam mit Pflanzenteilen anderer Pflanzenarten, verwendet, damit die bakterielle Aktivität erhöht wird, um den Kompostiervorgang zu beschleunigen. Es wird behauptet, lebende oder getrocknete Pflanzen würden Insekten vertreiben. Das ist auch der Grund, warum man manchmal Echten Salbei zwischen Kohl und Möhren pflanzt. Früher wurde der Echte Salbei in Räumen verteilt, oder es wurde damit geräuchert, um sie zu desinfizieren. Als Räuchermittel wurden dabei vor allem die getrockneten Salbeiblätter verwendet. Es gibt einige Sorten, auch mit unterschiedlichen Blattfarben, die neben dem Einsatz als Gewürz- und Heilpflanze auch als Zierpflanze verwendet werden. Die Unterarten Lavendelblättriger Salbei und Küchen-Salbei werden etwa gleich vielseitig genutzt.
Die bekanntesten Einsatzgebiete des Salbeis beruhen auf seiner schweißhemmenden Wirkung und den Heilkräften bei Halsschmerzen. Doch der Salbei kann viel mehr. Man kann ihn bei fast alle Erkrankungen einsetzen, sagt zumindest der Volksmund.
Innerlich als Tee
Als Tee kann man den Salbei gegen Halsentzündungen aller Art trinken. Er hilft auch bei Husten, Kehlkopfentzündungen und andere Erkältungserscheinungen. Man kann den Salbeitee auch in Fällen von Keuchhusten und Raucherhusten trinken.
Er stärkt die Funktion der Lungen. Sänger und Sprecher können den Salbeitee bei Heiserkeit und Kehlkopfentzündung anwenden.
Der Salbeitee hilft auch bei der Verdauung, er stärkt den Magen und regt die Verdauungstätigkeit an. Er fördert den Stoffwechsel und hilft auch dabei Übergewicht abzubauen.
Bei zu starkem Schwitzen hemmt Salbeitee die Schweißbildung. Diese Fähigkeit kann man beispielsweise in der Pubertät nutzen, oder auch während der Wechseljahre, wenn man durch die Hormonumstellung zu Hitzewallungen und Schweißattacken neigt. Auch Nachtschweiß kann man mit Salbeitee lindern. Da der Salbei östrogenartige Substanzen enthält, hilft er bei allerlei Wechseljahresbeschwerden und auch Menstruationsbeschwerden in jüngeren Jahren.
Bei stillenden Müttern bremst Salbeitee die Milchproduktion, was vor allem in der Abstillphase sehr nützlich sein kann und Milchstau verhindern hilft.
Zusammen mit Schafgarbe und Birkenblättern kann man Salbeitee bei Diabetes trinken. Man kann damit zwar keine schweren Fälle heilen, aber man kann die sonstige Behandlung und Diät unterstützen.
Äußerlich als Tee
Den Salbei kann man äußerlich als Waschung, für Spülungen und für Bäder anwenden. Er hilft in dieser Form gegen schlecht heilende Wunden, Ekzeme und Geschwüre. Die Wirkung von Insektenstichen kann gemildert werden. Auch die Schwitzneigung kann man durch Salbeiwaschungen oder Bäder bremsen, beispielsweise bei Fußschweiß. Spülungen mit Salbeitee helfen bei Weißfluss. Bei Entzündungen der Mundschleimhaut und Zahnfleischentzündungen kann man den Mund mit Salbeitee ausspülen.
Salbeiöl
Salbeiöl ist ein grünlich gelbes ätherisches Öl, das mittels Wasserdampfdestillation aus den Blättern des Gartensalbeis gewonnen wird. Es besteht vor allem aus Eucalyptol, Kampfer und Thujon und kommt besonders bei desinfizierend wirkenden pharmazeutischen Zubereitungen zum Einsatz.
Ätherisches Öl - innerlich
Das ätherische Öl des Salbeis kann in niedriger Dosis innerlich eingenommen werden, wenn man über hochqualitatives Salbeiöl verfügt. Es wirkt kräftigend, appetitanregend und krampflösend. Bakterien werden abgetötet und Entzündungen gebremst. Auch als ätherisches Öl hemmt der Salbei die übermäßige Schweißbildung. Bei Erkrankungen der Atmungsorgane kann man Salbeiöl inhalieren.
Ätherisches Öl - äußerlich
Äußerlich wirkt das ätherische Salbeiöl bei verdünnter Anwendung wundheilend und adstringierend. Es lindert rheumatische Schmerzen.
Achtung! Das ätherische Salbeiöl kann bei entsprechend empfindlichen Menschen epileptische Anfälle auslösen!
Andere Anwendungen
Gekaute Salbeiblätter helfen gegen Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch. Wenn keine Zahnpasta verfügbar ist, kann man durch Salbeikauen auch die Zähne reinigen.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Salbei kommt ursprünglich aus Gebirgen in Südeuropa. Er gedeiht jedoch auch in warmen Gegenden Mitteleuropas sehr gut. Er ist ein ausdauernder Halbstrauch, dessen untere Stängel verholzen. Die länglichen, schmalen Blätter stehen gegenständig und sind weich und filzig. Im Frühling sind die Blätter grau-grün, im Herbst bis zum Frühjahr sind sie eher silbrig. Ab Mitte Mai oder Juni blüht der Salbei. An den Spitzen der Stängel stehen die hellvioletten Lippenblüten in Quirlen. Meistens gruppieren sich sechs bis zehn Blüten zu einem Quirl. Der Geruch des Salbeis ist herb und kampferartig. Der Geschmack ist leicht bitter, adstringierend und auch kampferartig.
Erscheinungsbild und Blätter
Die Salbei-Arten sind selten ein-, manchmal zweijährige bis meist ausdauernde krautige Pflanzen, Halbsträucher oder Sträucher. Die Pflanzen duften oft aromatisch. Oft befinden sich an oberirdischen Pflanzenteilen einfache Haare und/oder Drüsenhaar. Die meist selbständig aufrechten Sprossachsen sind meist vierkantig. Die meist gegenständig angeordneten Laubblätter sind in einen sehr kurzen bis langen Blattstiel und eine Blattspreite gegliedert. Die Blattspreiten sind einfach mit glatten bis gekerbten oder gezähnten Blattrand oder tief gelappt bis fiederschnittig. Es sind keine Nebenblätter vorhanden. Es liegt Fiedernervatur vor.
Der Echte Salbei wächst als Halbstrauch und erreicht Wuchshöhen von bis zu 80 Zentimetern. Alle seine Pflanzenteile besitzen einen starken aromatischen Geruch. Die in Bodennähe verholzten Stängel des Echten Salbei sind schwach vierkantig bis rundlich und in der Regel von unten an stark verzweigt. Sie steigen gerade oder bogig gekrümmt auf und sind besonders im oberen Teil dicht kraus behaart. Aus dem verholzten Stängelteil, aber auch aus den Achseln der unteren Blätter am Stängel, treiben häufig dicht beblätterte, sterile Zweige. Sie bilden also keinen Blütenstand.
Die Laubblätter stehen paarweise gegenständig am Stängel. Die unteren Laubblätter haben einen Stiel, der so lang wie die Blattspreite sein kann (bis etwa 9 Zentimeter). Die Länge der Blattstiele nimmt am Stängel nach oben hin ab; die oberen Blätter sind ungestielt (sitzend). Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Breite von bis zu 5 Zentimeter lanzettlich bis länglich-eiförmig. Die runzelige Blattoberfläche ist weißfilzig behaart und daher von graugrüner Farbe. Ältere Laubblätter verkahlen, besonders auf der Oberseite. Der Blattrand ist glatt bis höchstens schwach gekerbt.
Blütenstände, Blüten und Blütenökologie
Die Blüten stehen seitenständig, selten einzeln, sondern meist zu wenigen bis vielen meist in Scheinquirlen zusammen, die in traubigen, ährigen oder rispigen Gesamtblütenständen mehr oder dicht bis weit auseinander übereinander stehen können. Die früh vergänglichen oder haltbaren Tragblätter unterscheiden sich je nach Art mehr oder weniger deutlich von den Laubblättern und können sehr dekorativ sein. Die Deckblätter sind meist winzig bis kaum erkennbar. Es sind nur kurze bis kaum erkennbare Blütenstiele vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf grünen bis purpurfarbenen Kelchblätter sind röhren-, trichter- bis glockenförmig verwachsen. Der Kelchschlund kann innen behaart sein. Die Kelchröhren en-den zweilippig, wobei die Oberlippen einfach, zwei- oder dreizähnig und die Unterlippen immer zweizähnig enden. Die 10- bis 15-nervigen Kelche ver-größern sich mehr oder weniger stark bei einigen Arten bis zur Fruchtreife. Die fünf Kronblätter sind zu zygomorphen Blütenkronen verwachsen, die primär den familientypischen zweilippigen Aufbau der „Lippenblüten“ aufweisen, aber die Unterlippe ist bei vielen Arten reduziert. Wenn die Unterlippe voll ausgebildet ist, dann ist sie ausgebreitet dreilappig, wobei der mittlere Lappen am breitesten und konkav ist und die seitlichen Lappen ausgebreitet oder zurück-gebogen sind. Die ganzrandige oder zweispaltige Oberlippe ist gefaltet, gerade oder sichelförmig. Die fünf Kronblätter sind röhrig verwachsen. Die Kronröhre ist gerade, horizontal, nach oben gebogen oder oben geweitet und kann innen Haare besitzen. In der Kronröhre können kleine Schuppen (Squamula), zwei bis vier Papillae oder ein Haarkranz oberhalb des Fruchtknotens vorhanden sein. Die Farben der Blütenkronblätter reichen von Weiß bis Gelb sowie von Rot über Rosafarben bis Violett und Blau. Rotblühende Arten ohne Gelenkmechanismus sind üblicherweise vogelbestäubt, je nach geografischer Verbreitung zum Beispiel in Südamerika von Kolibris. Blau- und violettblühende Arten mit Gelenkmechanismus sind meist bienen- oder hummelbestäubt. Übergänge und Ausnahmen sind jedoch möglich. Zwei der vier Staubblätter sind zu sehr kleinen Staminodien reduziert; manchmal fehlen Staminodien. Der Aufbau der Staubblätter weicht stark von dem aller anderen Gattungen der Familie Lamiaceae. Die zwei freien, fertilen Staubblätter besitzen kurze, horizontale oder aufrechte Staubfäden. Bei vielen Arten, vor allem bei den von Bienen und Hummeln bestäubten, haben die Staubblätter ein Gelenk ausgebildet, das den Pollen auf den Insektenkörper platziert. Dabei bleibt im Wachstum die primäre Spitze des Filaments dünn und wird von umliegendem Gewebe umwachsen, sodass sich eine sekundäre Filamentspitze bildet. Das Konnektiv wächst aus und trennt die beiden Theken räumlich. Die jeweils untere der Theken ist oftmals kleiner bis zu einer sterilen Platte reduziert, sodass der Pollen nur noch von den Theken am Blüteneingang gebildet wird. Bei vogelbestäubten Arten ist dieses Gelenk meist nicht (mehr) vorhanden.[7] Die sekundäre Filamentspitze ist teilweise reduziert und das Gelenk somit destabilisiert oder die Filament-Konnektivverbindung ist nicht mehr so gestaltet, dass eine Drehung möglich ist. Der Diskus ist im vorderen Bereich leicht verdickt oder ringförmig. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen; er ist durch falsche Scheidewände in vier Kammern gegliedert. Der lange, dünne Griffel ist zweigabelig und endet im Querschnitt abgeflachten oder stielrunden, im Umriss pfriemlichen, linealischen oder kreisförmigen Lappen; sie können beide gleich sein oder der vordere ist länger und der hintere kann reduziert sein.
Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Mai bis Juli. Die Blüten stehen an kurzen Blütenstielen im oberen Stängelteil zu je vier bis zehn in fünf bis acht lockeren Quirlen. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der etwa 1 Zentimeter lange, meist rotbraune Blütenkelch ist deutlich in einen oberen Teil mit drei und einen unteren mit zwei Zipfeln gegliedert und auf den Nerven und am Rand flaumig behaart. Die violetten, selten rosafarbenen oder weißen Blütenkronen haben die typische Form der Lippenblütengewächse und sind 2 bis 3 Zentimeter lang. Die Oberlippe ist fast gerade und vergleichsweise wenig gewölbt. Die Klausenfrüchte zerfallen in vier schwarze Klausen.
Früchte
Die Klausenfrüchte zerfallen in vier glatte, kahle, ellipsoide bis mehr oder weniger kugelige, länglich-eiförmige oder dreikantige, oft braune, einsamige Teilfrüchte mit oder ohne Nerven auf der Oberfläche, die meist bei Feuchtigkeit schleimig sind.

Bachblüten
Ich neige zu Unzuverlässigkeit (Centaury)
- Diese Menschen neigen dazu Unzuverlässig zu sein
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie ihre Unzulässigkeit allmählich ablegen
Bachblüten
Fragt andere um Rat (Cerato)
- Diese Menschen fragen ständig bei anderen um einen Rat
- Mit der dementsprechender Bachblüte brauchen diese Menschen kaum noch Rat von anderen
Wozu essen?
-     Energieversorgung
-     Aufbau unseres Körpers
-     Funktion sämtlicher physiologischer Stoffwechselvorgänge (auch Immunsystem)
-     Wohlbefinden (sich gesättigt fühlen, genießen, …)
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