Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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22.07.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Juli > 22.07.19-28.07.19


GOLDRUTE

Die Goldrute ist das üppige Gelb des Spätsommers. In großen Kolonien wächst sie auf Schotter und an Wegen und lässt die Welt ein wenig leuchten, wenn die Blumen des Hochsommers längst verblüht sind. Ihr Haupteinsatzgebiet in der Heilkunde ist der Nieren-Blasen-Apparat. Sie wirkt stark harntreibend.
Die Goldruten, auch Goldrauten genannt, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler. Die etwa 100 Arten sind hauptsächlich in Nordamerika verbreitet.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, harntreibend,  blutreinigend,  entzündungshemmend,  Blasenentzündungen, Blähungen, Darmentzündung,  Diabetes, Durchfall, Insektenstiche, Nierengrieß und -steine,  Nierenleiden, Ödeme, Störungen der Harnabsonderung,  Wundheilung,  Rheuma,   Gicht, Wassersucht
wissenschaftlicher Name:
Solidago virgaurea
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:  Goldenrod
volkstümliche Namen:
Heilwundkraut, Machtheilkraut, Gülden Wundkraut, Petrusstab, Wisselnkraut, Himmelbrand, Pferdskraut, Ochsebrot
Verwendete Pflanzenteile:
das blühende Kraut
Inhaltsstoffe:
Saponin, Bitterstoff, Inulin, Gerbstoff, ätherisches Öl
Sammelzeit:
Juli-Oktober

Anwendung
In der  Phytotherapie wird die  Droge der blühenden Pflanze der  Gewöhnlichen Goldrute als  Aquaretikum zur (vorbeugenden) Behandlung von  Harnsteinen und  Nierengrieß, bei  Reizblase sowie zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege eingesetzt. Adjuvant wird die Droge bei rheumatischen Beschwerden genutzt. Wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe sind  Flavonoide, Saponine,  Phenylglykoside,  Gerbstoffe sowie ätherisches Öl. Als Leitsubstanzen gelten Leicarposid und Virgaureosid. Solidaginis virgaurea herba hat diuretische, schwach spasmolytische, antiphlogistische, antibakterielle sowie antioxidative Wirkungen und hemmt die Glutathion-S-Transferase. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird auch das Kraut der Riesengoldrute eingesetzt, es ist jedoch klinisch weniger erforscht.  Bei mittelalterlichen Texten wie der Physica von Hildegard von Bingen muss beachtet werden, dass damals mit Solidago der  Beinwellgemeint war.  Aus Stängeln und Blättern kann ein Farbstoff gewonnen werden, je nach Konzentration und Beize erhält man goldene bis braunrote Färbungen. In England werden Goldruten als Gartenpflanzen verwendet, seit den 1980er Jahren auch in den USA. In Deutschland und der Schweiz sind sie als  Neophyteneher ungeliebt, da sie heimische Pflanzenarten zu verdrängen drohen. Die Goldrute ist die „Nationalblume" der US-Bundesstaaten  Nebraska und  lt Kentucky.  In der Überlieferung des Christentums gilt die gelbblütige Goldrute wegen ihrer medizinischen Bedeutung als „Laurenzilorbeer" in Erinnerung an den Heiligen Laurentius von Rom. Goldruten stehen im Verdacht, allergische Reaktionen wie Heuschnupfen auszulösen, obwohl die  Pollen der Goldruten schwer und klebrig sind und nicht weit fliegen können. Die  Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch  Insekten. Verschiedene  Schmetterlingsl arven nutzen Goldruten als Futterpflanze.
Die Goldrute kann man als Tee trinken. Man kann sie auch als Tinktur oder Kräuterwein ansetzen. Dazu wird das Goldrutenkraut zur Zeit der Blüte verwendet. Vor allem die kanadische Goldrute kann man zerstampft auf Insektenstiche legen. Manche Indianer kauen die Blüten auch bei Halsentzündungen.

Pflanzenbeschreibung
Trockene Waldwiesen, lichte Wälder oder Kahlschläge sind die bevorzugte Heimat der Goldrute. Sie gedeiht sowohl auf kalkreichen als auch auf sauren Böden in fast ganz Europa bis hin nach Nordafrika. Goldrute ist eine mehrjährige Pflanze, die Jahr für Jahr an der gleichen Stelle wieder wächst. Die echte Goldrute wird bis zu 1m hoch. Der aufrechte Stängel, der sich normalerweise nicht verzweigt (außer ganz oben), hat meistens nur wenige Blätter. Die Blätter sind länglich lanzettlich. Ab Ende Juli, Anfang August blüht die Goldrute leuchtend gelb mit vielen kleinen Blüten. Häufiger als die echte Goldrute kommt inzwischen die kanadische Goldrute vor, deren Wirkstoffe und Einsatzspektrum ähnlich sind, wie bei der echten Goldrute. Die Blütenstände der kanadischen Goldrute sind breiter, vor allem an ihrer Basis. Das gibt ihnen ein dachähnliches Aussehen.
Vegetative Merkmale
Solidagoarten sind ausdauernde, krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 5 bis 100, selten bis 200 Zentimetern erreichen. Viele Arten bilden  Rhizome als Überdauerungsorgane. Die Stängel sind meist aufrecht, seltener niederliegend. Manchmal sind sie verzweigt. Die Stängel sind meist glatt oder manchmal behaart. Die wechselständigen, gestielten oder ungestielten  Laubblätter sind einfach und glatt oder behaart. Die Blattränder sind oft gesägt.
Generative Merkmale
In ganz unterschiedlich aufgebauten, oft auch verzweigten  Blütenständen  stehen meist viele (zwei bis 1500) kleine körbchenförmige Teilblütenstände; sehr selten stehen die Blütenkörbchen einzeln. Die Blütenkörbchen sind glockenförmig bis zylindrisch und weisen Durchmesser von 1,7 bis 10 Millimetern auf. Der Körbchenboden ist von zehn bis 35  Hüllblättern in drei bis fünf Reihen umgeben. Im Blütenkörbchen stehen am Rand meist zwei bis 15 (selten fehlen sie oder es sind bis zu 24) Zungenblüten und im Zentrum meist zwei bis 35 (selten bis zu 60) Röhrenblüten. Die Zungenblüten, auch Strahlenblüten genannt, sind  zygomorph, weiblich, fertil, meist ungehaart und meist gelb oder selten weiß. Die radiärsymmetrische  Röhrenblüten, auch Scheibenblüten genannt, sind gelb, zwittrig, fertil und fünfzähnig. Die  Achänen weisen meist acht bis zehn Rippen auf. Der Pappus besteht aus 25 bis 45 Borsten in zwei Reihen; manchmal sind die Borsten zusätzlich von 0,25 bis 0,5 Millimeter langen Schuppen umgeben.




HEILZIEST

Kaum jemand kennt den Heilziest, obwohl er mit seiner Schönheit auffällt, wenn man ihm zufällig auf einer Wiese begegnet. Auch die offizielle Heilpflanzenkunde setzt den Heilziest kaum ein, obwohl er in seinem wissenschaftlichen Namen ein "officinalis" trägt. Die Volksmedizin schätzt ihn jedoch umso mehr, wie das bei fast vergessenen Pflanzen oft der Fall ist.
Die Echte Betonie, auch Heil-Ziest, Flohblume, Pfaffenblume, Zahnkraut oder Zehrkraut genannt, ist eine  Pflanzenart aus der Gattung der  Betonien innerhalb der Familie der Lippenblütler.

Steckbrief
Heilwirkung:
blutstillend, adstringierend, kräftigend, schleimlösend, Durchfall, Darmbeschwerden, Halsentzündung, Mundentzündung, Zahnfleischentzündung, Asthma, Schwächezustände,  Gicht, Rheuma
wissenschaftlicher Name:
Stachys officinalis oder Betonica officinalis oder Stachys betonica
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Betony, Common hedgenettle, Woundwort
volkstümlicher Name:
Betonie, Ziest, Heil-Batunge, Betonienziest, Pfaffenblume, Zahnkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Bitterstoffe, Stachydrin (blutstillend)
Sammelzeit:
Juli bis August


Anwendung
Aus dem ganzen Kraut kann man einen Tee bereiten, den man für die innerliche Anwendung trinken kann. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum nimmt man diesen Tee zum Spülen und Gurgeln.

Pflanzenbeschreibung
Der mehrjährige Heilziest aus der Familie der Lippenblütler wächst gerne auf trockenen Wiesen, an sonnigen Abhängen, auf sandigen Triften und wird bis zu 60 cm hoch. Auf einer Wiese voller Wildkräuter fällt er dadurch auf, dass er sehr schön aussieht. Eine Pflanze, die man sich unbedingt näher ansehen mag, weil sie ins Auge fällt. Die schmalen Blätter sind gegenständig angeordnet und am Rande eingekerbt. Sie riechen weniger gut, als man bei so einer gut aussehenden Pflanze erwartet. Die roten Blüten entfalten sich an der Stängelspitze in Form einer Ähre und bilden Scheinquirle. Die Echte Betonie ist eine sehr variable Art (Sammelart), von der zahlreiche infraspezifische  Taxa beschrieben wurden.  
Vegetative Merkmale
Die Echte Betonie ist eine  ausdauernde  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von zumeist 30 bis 80 (20 bis 120) cm. Als  Hemikryptophyt bildet sie ein unterirdisches, knotiges  Rhizom als Überdauerungsorgan aus. Der  Stängel ist aufrecht, charakteristisch stumpf vierkantig und fast kahl oder trägt bis zu 1,5 mm lange, anliegende Haare. Ein Teil der  Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette; sie besitzen 4 bis 12 cm lange Blattstiele. Zwei bis drei Paare der Laubblätter sind kurz gestielt bis sitzend und kreuzgegenständig am Stängel angeordnet. Die einfachen Blattspreiten sind schmal eiförmig bis oval, gestielt (die unteren bis zu 15 cm lang) und am Grund herzförmig. Sie besitzen eine deutliche Zähnung, Netznervatur und eine vor-wiegend unterseitige Behaarung.
Generative Merkmale
Der Blütenstand ist aus zu locker stehenden Scheinähren zusammengesetzten Scheinquirlen besteht aus jeweils etwa zehn Blüten. Es sind fünf bis zehn sitzende, laubblattähnliche Tragblätter vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind  zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf  Kelchblätter sind 5 bis 7 mm lang, behaart und in ihrem oberen Teil oft violett und besitzen unbedeutend hervorgehobene Nerven. Der glockige, fünfzähnige Kelch ist zweilippig mit gezähnter Ober- und Unterlippe. Die Unterlippe der  Blumenkrone besitzt einen großen zweilappigen Zipfel und zwei kleine zahnförmige, oft fehlende Seitenzipfel. Die Oberlippe ist deutlich helmförmig, zur Spitze hin flacher werdend gewölbt. Die Kelchblattröhre ist etwa 5 mm lang. Die fünf  Kronblätter sind 8 bis 15 mm lang und rosafarben, violett, rot bis dunkelrosa, selten weiß. Die äußeren violett-braunen Staubblätter sind anfänglich parallel angeordnet und drehen sich spätestens zum Ende der  Anthese nach außen. Durch diese Eigenschaft unterscheidet sich die Betonie von den meisten  Lippenblütlern, teilt diesen Merkmal aber mit Arten der Gattung  Ziest. Der zweiblättrige  Fruchtknoten trägt an jedem  Fruchtblatt nur zwei Samenanlagen und zerfällt zu vier glatten, braunen und über 3 mm langen Teilfrüchten, die als Klausen bezeichnet werden. Die  Blütezeit reicht von Juni bis September.



BACHBLÜTEN
Ich lasse mich leicht überreden (19 Larch)
- Diese Menschen lassen sich leicht überreden
- Mit der dementsprechender Bachblüte lassen sich kaum mehr überreden  


BACHBLÜTEN
Es fällt einem schwer, etwas anzunehmen, weil man unbewusst glaubt, nichts verdient zu haben (24 Pine)
- Diese Menschen fällt es schwer, etwas anzunehmen, da sie unbewusst glauben nichts verdient zu haben  

- Mit der dementsprechender Bachblüte fällt es ihnen leicht etwas anzunehmen, da sie es verdient haben  

ERNÄHRUNG
Lebensmittelgruppe Getreide, Getreideerzeugnisse, Kartoffel
Getreide zählt zu den ältesten Nahrungsmittel der Menschheit.
Ernährungsphysiologisch sind Getreide und -erzeugnisse wichtige Kohlenhydradtlieferant.
Der Nährstoffgehalt verschiedener einheimischer Getreide beträgt beim ganzen Korn 60-70% Kohlenhydrat. Der Eiweißanteil liegt bei 11-13%, der Fettanteil bei 2-4% (Ausnahme Hafer mit 7% Fett). An Mineralstoffen sind Kalzium, Phosphor, Kalium, Natrium und Eisen enthalten. Getreide liefert die Vitamin B 1, B 2, Niacin und E.


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