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Eberesche
Die Vogelbeere, gemeinsprachlich häufiger die Eberesche oder der Vogelbeerbaum, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mehlbeeren innerhalb der Familie der Rosengewächse. Die Zugehörigkeit zu den Kernobstgewächsen kann man bei genauer Betrachtung der Früchte gut erkennen; sie sehen wie kleine Äpfel aus. Andere deutschsprachige Trivialnamen sind Drosselbeere, Quitsche oder Krametsbeere. Die Bezeichnung als Speierling ist irreführend, da dies der gebräuchliche Name einer anderen Sorbus-Art ist. Die Vogelbeere ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besitzt als Pionierart ein breites Bodenspektrum. Für Insekten, Vögel und Säugetiere ist sie eine wertvolle Futterpflanze. Die vielfältige Nutzung durch den Menschen spiegelt sich in zahlreichen regionalen Namensgebungen wider. Im Aberglauben und Brauchtum hat sie eine bedeutende Rolle inne. In Deutschland wurde die Vogelbeere im Jahr 1997 zum Baum des Jahres gekürt. Entgegen einer weitverbreiteten Annahme sind ihre Früchte ungiftig.
Die meisten Menschen denken, dass die Eberesche giftig ist. Das ist ein Vorteil für diejenigen, die es besser wissen, denn dadurch kann man reichlich Ebereschen-Früchte sammeln, um daraus Marmelade oder Gelee zu kochen. Dass die Eberesche, auch Vogelbeere genannt, sogar Heilwirkungen hat, ist jedoch nicht mal allen Eingeweihten bekannt. Dabei ist sie vor allem für das Verdauungssystem sehr hilfreich und auch bei Lungenproblemen kann die Eberesche helfen.
 
Steckbrief
Heilwirkung: harntreibend, Leberprobleme, Leberzirrhose, Gallenprobleme, Gallenstauung, Gallenblasenentzündung, Gallengangsentzündung, Gallensteine, Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl, Verstopfung, Skorbut, immunsystemsteigernd, harntreibend, Durchfall, Bronchitis, Lungenentzündung, Grüner Star
wissenschaftlicher Name: Sorbus aucuparia
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Rowan Berry
volkstümlicher Name: Aberesche, Amselbeere, Drosselbeere, Ebisch, Ebsche, Gimpelbeer, Haweresche, Judenkirsche, Moosesche, Stinkholz, Vogelbeere, Wilde Esche, Wielesche
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Gerbstoff, Sorbitol, Sorbitansäure, Zitronensäure, Apfelsäure, Bernsteinsäure, Weinsteinsäure, Spuren der Parasorbinsäure (leicht giftig), Bitterstoff, Pektin, ätherisches Öl
Sammelzeit: Juli bis Oktober
 
Anwendung
Die Früchte kann man als Saft, Marmelade oder Gelee einnehmen. Auch als Tee kann man die Früchte anwenden. Durch das Kochen wird der herbe Geschmack der Beeren etwas gemildert. Es gibt auch verschiedene Sorten der Eberesche. Manche sind sehr bitter und daher nicht so gut für die Marmeladebereitung geeignet. Die Sorte Mährische Vogelbeere ist weniger bitter und deshalb sehr gut geeignet. Die mährische Vogelbeere ist die Kulturform der Eberesche. Sie ist daher häufig an Straßen und Plätzen in Siedlungen zu finden. Durch ihre Bitterstoffe und die Gerbstoffe ist die Eberesche wirksam gegen Probleme des Verdauungssystems, insbesondere der Gallenfunktion. Auch zur Regulierung der Verdauung kann man die Eberesche einsetzen, denn sie hilft sowohl gegen Durchfall als auch gegen Verstopfung. Außerdem hilft die Eberesche gegen Bronchitis und Lungenleiden, sogar bei Lungenentzündung kann sie hilfreich sein. Für diesen Zweck verwendet man die Eberesche am besten frisch gepresst als Saft mit Honig. Ein etwas exotischer Einsatzzweck der Eberesche ist der grüne Star. Hier ist nicht sicher, ob man sich auf die Wirkung verlassen kann, aber man kann es immerhin ausprobieren. In Zeiten, wo Vitamin C knapp ist, kann die Eberesche auch gegen Vitamin C Mangel helfen. Ob die Eberesche roh giftig ist, ist umstritten, gekocht und ge-trocknet ist sie zumindest nicht giftig. Vor starken Dosierungen in roher Form bewahrt auch der herbe Geschmack, daher ist es eher unwichtig, ob die Eberesche roh in hoher Dosierung giftig sein könnte.  Wichtig für diese Rezepte ist immer, dass man vor der Ernte eine der Vogelbeeren probiert, ob sie extrem bitter und nur herb ist. Für die Marmeladengewinnung eignen sich nur die herben Beeren, nicht die extrem bitteren.
Medizin
Auch wenn sich im Volksglauben hartnäckig das Gerücht hält, die Früchte seien giftig, ist dies nicht richtig. Allerdings enthalten die Beeren Parasorbinsäure, die zu Magenproblemen führen kann. Durch Kochen wird die Parasorbinsäure zu Sorbinsäure abgebaut, die gut verträglich ist. Gekochte Beeren können daher auch in größeren Mengen gegessen werden. Tatsächlich waren Vogelbeeren aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts früher ein wichtiges Mittel gegen Skorbut. Sie enthalten außerdem Provitamin A und Sorbit, einen Zuckeraustauschstoff. Aus der Sorbose der Vogelbeeren wurde das Sorbit, ein Zuckerersatz für Diabetiker, gewonnen. Sorbit wird heute industriell durch Reduktion von Traubenzucker (Glukose) mit Wasserstoff hergestellt. Die Naturheilkunde schreibt Blättern und Blüten eine besondere Heilwirkung zu. Getrocknet finden diese u. a. in Tees gegen Husten, Bronchitis und Magenverstimmungen Verwendung. Auch werden sie bei Verdauungsbeschwerden, Hämorrhoiden, Rheuma und Gicht eingesetzt. Die Wirkung ist allerdings nicht wissenschaftlich erwiesen. Sänger und Redner nutzen die Vogelbeeren z. B. auch, um ihre Stimmbänder geschmeidig zu halten. Laut Kräuterpfarrer Johann Künzle sollen Vogelbeeren zähen Schleim von den Stimmbändern lösen und so bei Heiserkeit wertvolle Dienste leisten. In der evidenzbasierten Medizin wird ein Auszug aus Sorbus aucuparia, das Sorbit, intravenös zur Senkung des Augeninnendrucks bei Glaukom gespritzt.
Konfitüre
Nach den ersten Frösten verlieren die Früchte ihren durch die Parasorbinsäure hervorgerufenen bitteren Geschmack und werden leicht süßlich. Die Parasorbinsäure wird hierbei zur Sorbinsäure umgebildet. Regional, zum Beispiel im Bayerischen Wald und in Böhmen, wird aus den Früchten Konfitüre gekocht, die wie Preiselbeeren als leicht säuerliche Konfitüre zu Wildgerichten gereicht wird. Hierfür eignet sich besonders die Eßbare oder Mährische Vogelbeere – Sorbus aucuparia var. moravica, auch var. edulis oder var. Dulcis genannt, die einen höheren Zuckergehalt hat und frei von Parasorbinsäure ist und daher auch roh verzehrt werden kann. Zwei verbreitete Kulturformen der mährischen Vogelbeere sind Konzentra und Rosina, deren Auswahl 1946 im Institut für Gartenbau Dresden-Pillnitz begann und die 1954 in den Verkauf gebracht wurden. Dabei ist Konzentra für die Entsaftung geeignet und Rosina für Kompott oder zum Kandieren. Andere Sorten, die bitterstoffarm sind ähnlich der mährischen Vogelbeere, sind die aus Südrussland stammenden Kulturformen Rosica und Rossica Major. Weitere essbare Sorten stammen aus Klosterneubur in Nieder- österreich. Es existieren Hybride mit anderen Fruchtbaumarten, die zum Verzehr geeignet sind. Dazu zählen Burka, Likjornaja, Dessertnaja,Granatnaja, Rubinovaja und Titan.
Alkoholische Getränke
Der Likör Sechsämtertropfen, der seit dem Ende des 19. Jahrhunderts im Fichtelgebirge gebrannt wird, und der tschechische Jeřabinka haben als Grundstoff auch Vogelbeerenfrüchte. Vogelbeerschnaps hat in Tirol, Salzburg und in der Steiermark eine lange Tradition. Aufgrund der aufwändigen Gewinnung und Verarbeitung der Beeren und der geringen Ausbeute beim Brennen der Maische ist der fertige Edelbrand teuer. Vor dem Maischvorgang werden die Beeren von den Dolden, die störende Gerbstoffe beinhalten, getrennt. Um gärhemmende Substanzen abzubauen, wird die Gärung bei höherer Temperatur durchgeführt. Parasor-binsäure wird durch Erhitzen beim Destillieren vollständig abgebaut. In Hessen wird die Vogelbeere (Eberesche) von einigen kleinen Kelterern bei der Apfelweinherstellung verwendet, ähnlich wie der Speierling. Seltener wird zudem Vogelbeerwein angeboten.
Zierbaum
Über ihre natürlichen Vorkommen hinaus wird die Eberesche gerne im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt. Aufgrund der dekorativen Frucht- und Blütenstände sowie ihrer relativ großen Resistenz gegen Immissionen ist sie in Städten häufig an Straßen als Allee- oder Einzelbaum und in Gärten sowie Parks als Zier-und Vogelschutzgehölz zu finden. In den höheren Lagen der Mittelgebirge und Alpen ist sie oft die einzige Zierholzpflanze. Die Eberesche gilt als Licht- bis Halbschattenbaumart.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Eberesche ist ein zierlicher Baum, der an den meisten Standorten gedeihen kann. Sogar in den Höhen der großen Mittelgebirge wächst die Eberesche noch, an Stellen, wo kaum noch andere Bäume gedeihen.
Die unpaarig gefiederten Blätter haben lanzettlich gesägte Form. Im Mai und Juni sprießen die weißen Blüten in Doldentrauben. Im Frühherbst reifen die die hellroten, erbsengroßen Früchte. Sie haben einen herb-sauren Geschmack, der beim Kochen und Trocknen milder wird.
Habitus
Die sommergrüne Vogelbeere erlangt ein gewöhnliches Alter von 80, in seltenen Fällen, vor allem als Gebirgsbaum auch bis 120 Jahren. Mit einer durchschnittlichen Wuchshöhe von 15 Metern ist die Eberesche ein eher kleinwüchsiger Baum. Einzelstehend, ohne Beschattung konkurrierender Pflanzenarten kann sie auch Wuchshöhen von bis 25 Metern erreichen. Stockausschläge der Eberesche wachsen gewöhnlich mehr-stämmig als wesentlich kleinerer Strauch. In den ersten 20 Jahren wächst sie relativ schnell, danach stockt das Wachstum. Die Eberesche besitzt ein weitreichendes und tiefgehendes Senkerwurzelsystem und die Fähigkeit, sich über Stockausschläge und Wurzelbrut vegetativ zu vermehren. Auf Pseudogleyböden wurzelt sie hingegen relativ flach. Kennzeichnend für die Eberesche ist ihre zierliche Gestalt sowie die oval bis rundliche, unregelmäßig aufgebaute und locker gehaltene Krone. Der Stamm der Eberesche zeichnet sich durch eine schlanke, walzenförmige Wuchsform aus. Die Äste stehen vom Stamm ab oder sind schräg nach oben gerichtet. Die glatte, glänzende Rinde jüngerer Bäume ist gelblich bis grünlich grau gefärbt und zeigt läng-liche, quer zur Wuchsrichtung gestellte Lentizellen, die den Gasaustausch mit der Umgebung sicherstellen. Mit zunehmendem Alter des Baumes nimmt die Rinde eine mattgraue Färbung und feinrissige Struktur an. Nur wenige Exemplare entwickeln im hohen Alter im unteren Stammbereich eine schwärzliche, längsrissige Borke. Jungtriebe bilden gewöhnlich eine weiche, filzige Behaarung aus und sind aschgrau gefärbt. Eine Besonderheit stellt das Chlorophyll dar, das sich unter der glatten Rinde der Zweige befindet. Dies befähigt den Baum bereits vor dem Laubaustrieb zur Photosynthese. Sein Vorkommen in höheren Lagen wird dadurch unterstützt.
Knospe und Blatt
Die Winterknospen der Vogelbeere sind meist dunkelviolett gefärbt und weißfilzig behaart. Dies stellt ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Speierling dar, dessen grüne und klebrige Knospen allenfalls an den Schuppenrändern eine feine Behaarung entwickeln. Die Endknospe an den Zweigspitzen ist gewöhnlich gekrümmt. Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert und sind dabei etwa 20 cm lang sowie 8 bis 11 cm breit. Die unpaarig gefiederte Blattspreite setzt sich gewöhnlich aus 9 bis 19 länglich-elliptischen Blattfiedern zusammen. Die 4 bis 6 cm langen und etwa 2cm breiten Blättchen sitzen mit einem kurzen Stiel der Blattspindel an. Sie sind nach vorne zugespitzt und zum Grund hin asymmetrisch abgerundet. Am Blattrand bilden sie eine scharfe, ungleiche Zähnung aus, die zur Blattspitze hin ausgerichtet ist. Die unbehaarte Blattoberseite zeigt eine sommergrüne Färbung, wohingegen die Blattunterseite eher graugrün gefärbt ist und eine leichte Behaarung entwickeln kann. Die dreh-runde Blattspindel weist zwischen den einzelnen Fiedern leichte Rinnen auf. Die Fiederblättchen der Eberesche besitzen keine Blattzahndrüsen an der Spitze.
Blütenstand und Blüte
Die Vogelbeere erlangt ihre Blühfähigkeit bereits im Alter von fünf bis sechs Jahren. Auf der Nordhalbkugel blüht sie von Mai bis Juli. Der Blütenatand entspricht einer ausgebreiteten Schirmrispe, in der 200 bis 300 Blüten vereinigt sind. Je nach Unterart sind die Infloreszensachsen flächig behaart oder fast bis ganz kahl. Die zwittrige Blüte ist bei einem Durchmesser von etwa 10 Millimetern radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind spitz, kurz dreieckig. Ihre Länge beträgt etwa 1,5 bis 1,8 Millimeter. Sie sind drüsig bewimpert, mehr oder weniger behaart oder auch kahl. Auch während der Fruchtreife behalten sie eine fleischige Konsistenz. Die fünf weißen Kronblätter entwickeln eine Länge von (drei) vier bis fünf Millimeter. Ihre Form ist entweder kreisrundlich oder breiteiförmig ausgeprägt. Sie sind kurz genagelt und besitzen Richtung Grund etwas oberhalb des Nagels eine wollige Behaarung. Die Länge der 20 Staubblätter entspricht in etwa derjenigen der Kronblätter. Die Blüte besitzt zwei bis fünf freie Griffel, die in der unteren Hälfte behaart sind. Die unterständig stehende unverwachsenen Fruchtblätter sind in den Blütenboden eingesenkt und mit diesem verwachsen. Die fleischige Blütenachse verbindet sie miteinander.
Frucht und Samen
Die Früchte reifen von August bis September. Die bei Reife leuchtend roten und kugeligen, im botanischen Sinne dreifächerigen Apfelfrüchte, werden manchmal als „Beeren“ bezeichnet. Sie enthalten gewöhnlich drei Samen und bilden einen Durchmesser von etwa 1 cm aus. Häufig hängen die Früchte bis in den Winter hinein in dichten „Büscheln“ am Baum.

Ban Zhi Lian
Ban Zhi Lian wird in der Chinesischen Medizin zur Krebsbehandlung und Krebsvorbeugung eingesetzt. Die Wirkung geht auf die erwünschte Zerstörung von Blutgefäßen zurück, die Tumore mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. Das Erstaunliche ist, dass nur die Blutversorgung von Tumorzellen geschädigt wird, alle anderen Blutgefäße und Zellen bleiben ungestört. Besonders gegen Tumorerkankungen von Gebärmutterhals, Lunge, Speise-Röhre und Magen-Darm-Trakt wird es in der Volksheilkunde eingesetzt.
Scutellaria barbata, die mit Widerhaken versehene Schädeldecke, ist eine Spezies der blühenden Pflanze in der tadellosen Familie, Lamiaceae . Es ist in Asien heimisch. Es ist ein mehrjähriges Kraut im Allgemeinen bis zu 35 Zentimeter groß, manchmal größer. Die leicht gezahnten Blätter sind etwas lanzenförmig oder dreieckig und bis zu etwa 3 Zentimeter lang. Die Blüten sind auf Pedikel mit winzigen, scharfen Brakteolen . Die violett-blaue, leicht behaarte Blütenkrone ist etwa einen Zentimeter lang. Die Pflanze wächst in feuchten und feuchten Habitaten wie Reisfeldern.  Als ein in der traditionellen chinesischen Medizin verwendetes Kraut ist es bekannt als Ban Zhi Lian. Es wurde in klinischen Studien zur Behandlung von metastasierendem Brustkrebs getestet.  Extrakte induzierten Apoptose in Prostatakrebszellen in Laborstudien. Die Pflanze wird als pflanzliches Heilmittel gegen Entzündungen und traumatische Verletzungen eingesetzt.  
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Entgiftung, Krebs
Heilwirkung: antibakteriell, antineoplastisch, antiviral, beruhigend, entgiftend, entzündungshemmend, fiebersenkend, harntreibend, schmerzstillend, zytostatisch
Anwendungsbereiche: Antidot, Bilharziose, Blutgeschwür, Eiterbeule, Fieber, Furunkel, Gegengift, Heiserkeit, Hepatitis, Lebervergrößerung, Lymphadenitis, Lymphknotenentzündung, Myom, Rachenentzündung, Rachenkatarrh, Schistosomiasis, Schlangenbisse, Krebsbehandlung, Krebsprävention
wissenschaftlicher Name: Scutellaria Barbata
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: barbat skullcap, scullcap, skute barbata
volkstümlicher Name: Bärtiges Helmkraut, Ban Zhi Lian, Ban Zhilian
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln, Kraut, blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Harz, Monoterpene, Scutellarin
Sammelzeit: Mai bis September
 
Anwendung
Tee
1-2 Teelöffel des getrockneten Krauts oder Blätter werden mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Als Kur 3 Tassen pro Tag
Tinktur
3-4 Milliliter jeweils 3x täglich.
frischer Saft
Der frische Saft der Blätter hilft bei kleineren Wunden.
 
Geschichtliches
Die Helmkräuter werden schon seit der Steinzeit vom Menschen für die Gesundheit eingesetzt. Von den Helmkräutern gibt´s viele ähnliche Pflanzen in vielen Regionen der Welt. Beispiele: In Russland und China hat Scutellaria baicalensis und bei den Ureinwohnern Nordamerikas Scutellaria lateriflora. Genutzt wurden Helmkräuter gegen viele Krankheiten und als Kuren zur Vorbeugung. Im englischsprachigen Raum ist das Kraut fast in Vergessenheit geraten, weil der Name skullcap (Schädelkappe) falsch mit dem Totenkopf und giftig in Verbindung gebracht wurde. In den letzten Jahren gewann Scutellaria Barbata weltweit an Bedeutung, da sie sich für die Krebsbekämpfung eignet. Einige schulmedizinische Studien sind in Arbeit.
 
Pflanzenbeschreibung
Ban Zhi Lian ist in Asien heimisch. Ban Zhi Lian wächst an den Rändern von Reisfeldern, Flussufern. Ban Zhi Lian mag feuchte nährstoffreiche Böden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die blauen oder blau-violetten Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Aus den Blüten entwickeln sich zwischen Juni und August die Samen.
 
Anbautipps
Im Winter in Töpfchen ausäen, auf Fensterbank oder Gewächshaus aufziehen.
Oder im Frühling Pflanze durch Wurzelteilung vermehren. Boden feucht halten.
Im Frühling z.B. an einem Teichufer auspflanzen. Die Pflanze verträgt im Winter Frost und mag Halbschatten bis Sonne
 
Sammeltipps
Kraut oder blühendes Kraut ernten, im luftigen Schatten trocknen, dunkel aufbewahren.

Bachblüten
Mangelt an inneren Gleichmaß und innerer Balance (Scleranthus)
Diesen mangelt es an innerem Gleichmaß, aber auch die innere Balance
Mit der Blüte können sie diesen Mangel beheben
Bachblüten
In dem Wunsch, die anderen zu bekehren, überrollt man sie förmlich mit seiner Energie und ermüdet sie damit (Vervain)
Diese haben den Wunsch, ihre Mitmenschen zu bekehren und überrollen sie förmlich mit ihrer Energie und ermüden sie damit
Mit der Bachblüte können sie dies zurückhalten
Grundumsatz (GU)
Der Grundumsatz ist die Energiemenge, die ein ruhig liegender Mensch 12 Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme und bei konstanter Raumtemperatur von 20-28°C in 24 Stunden verbraucht. Das ist jene Energiemenge, die gebraucht wird, um alle Körperfunktionen aufrecht zu erhalten.
Der Grundumsatz, auch Ruheenergiebedarf, oft auch Ruheenergieverbrauch, Ruheenergieumsatz, Grundenergieumsatz, Grundbedarf oder basale Stoffwechselrate, ist die Energie pro Zeiteinheit, die ein Organismus zur Aufrechterhaltung der Homöostase benötigt.
Grundlegende Funktionen sind in diesem Zusammenhang etwa Atmung, Blutkreislauf, Thermoregulation oder Verdauung. Energie, die für körperliche Aktivität oder starkes Schwitzen benötigt wird, ist im Grundumsatz nicht enthalten. Physikalisch gesehen handelt es sich beim Grundumsatz um eine Leistung, deren SIEinheit das Watt ist. In der Praxis allerdings wird statt mit der gesetzlichen Einheit der Energie, dem Joule, häufig mit der veralteten Einheit der Wärme, der Kalorie (gemeint ist damit meist Kilokalorie), gearbeitet und der Grundumsatz – da er sich stets auf einen ganzen Tag, also 24 Stunden bezieht – dementsprechend in Kilokalorien pro 24 Stunden (kcal/24 h) angegeben (wobei die Angabe „/24 h“ oft weggelassen wird). In der englischsprachigen Fachliteratur wird der Begriff resting energy expenditure (REE) für den Ruheenergiebedarf verwendet.
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