Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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22.02.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Februar > 18.02.19-24.02.19


KHELLA

Das Bischofskraut, auch Zahnstocher-Knorpelmöhre genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der  Doldenblütler. Sie ist in Eurasien und  Nordafrika weitverbreitet. Sie wird als Heilpflanze verwendet.  

Steckbrief
Heilwirkung:
Angina pectoris, Asthma, harntreibend, krampflösend, spastische Bronchitis
wissenschaftlicher Name:
Ammi visnaga
volkstümliche Namen:
Bischofskraut
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte

Anwendung
Ammi visnaga wird in vielen Gebieten der Welt angebaut. Sie wird auch Khella oder Khellakraut genannt; die ebenfalls verbreiteten Trivialnamen Zahnstocherkraut oder Zahnstocherammei (auch nur Ammei) stammen daher, dass die Art in orientalischen Ländern zur Herstellung von  Zahnstochern verwendet wird. Ihr würziger Geschmack ist dabei willkommen.
Medizinische Bedeutung
Ammi visnaga wurde bereits von den alten Ägyptern als Heilpflanze eingesetzt, später geriet sie in Verges-senheit. Die Früchte von Ammi visnaga enthalten pharmakologisch aktive Inhaltsstoffe wie  phototoxische Furanocumarine, das herzwirksame Glykosid Khellinin, Flavonoide und  yranocumarine. Durch eine Erweiterung der Herzkranzgefäße und einer daraus resultierenden besseren Durchblutung des Herzmuskels verleiht das Visnadin den Pflanzenextrakten eine positive Wirkung. Es stellt sich eine positiv  inotrope sowie krampflösende Wirkung ein. Daher eignet sich Ammi visnaga zur Behandlung der  Angina pectoris und von  Koliken.

Beschreibung
Vegetative Merkmale
Das Bischofskraut wächst als ein- bis zweijährige  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu einem Meter. Die unteren Blätter sind einfach gefiedert, die anderen sind zwei- bis dreifach gefiedert. Die Blattzipfel letzter Ordnung sind linealisch oder fadenförmig.
Generative Merkmal
Im doppeldoldigen Blütenstand stehen bis zu 150 Doldenstrahlen mit vielen Blüten zusammen. Die Doldenstrahlen sind zur Anthese abstehend, später richten sie sich auf, verdicken und festigen sich. Die ein- bis zweifach fiederschnittigen Hüllblätter sind mindestens so lang wie die Doldenstrahlen. Die Hüllchenblätter sind fadenförmig. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter  Blütenhülle. Die Kelchzähne sind winzig. Die fünf Kronblätter sind weiß. Der Griffel ist 0,6 bis 1 Millimeter lang. Die Früchte sind 2 bis 2,5 Millimeter lang.




MUTTERKRAUT


Das Mutterkraut, dessen Blüten an Kamille erinnern, ist heutzutage nahezu unbekannt. Aus wohlgepflegten Gärten ist die ehemalige Heil- und Zierpflanze weitgehend verschwunden und fristet ihr Dasein als verwildertes Unkraut. Dabei stand das Mutterkraut schon im Altertum und auch im Mittelalter in hohem Ansehen. Vor allem in der Frauenheilkunde wurde es viel verwendet. Heutzutage hat man außerdem eine medizinisch nachweisbare Wirkung gegen Migräne entdeckt. Auch in vielen anderen Gebieten kann das Mutterkraut helfen, beispielsweise bei Erkältungen, Asthma, Rheuma und Verdauungsbeschwerden.
Mutterkraut ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler. Andere Trivialnamen sind Falsche Kamille, Zierkamille und Fieberkraut. Der Trivialname Mutterkraut wird regional für viele weitere Pflanzenarten verwendet, etwa die Alpen-Mutterwurz, die zumeist als Heilkraut Verwendung fanden.

Steckbrief
Heilwirkung: anregend, beruhigend, entzündungshemmend, krampflösend, Husten, Asthma, Erkältungen, Fieber, Magenschwäche, Blähungen, Verstopfung, Rheuma, Gicht, Gelenkentzündungen, Kopfschmerzen, Migräne, Durchblutungsfördernd, Gefäß erweiternd, Ohrensausen, Depressionen, Geburtsfördernd, Menstruationsfördernd, Menstruationsregulierend, Eisprung fördernd, Leukämie, Eitrige Wunden, Insektenstiche
wissenschaftlicher Name: Tanacetum Parthenium, Chrysanthemum Parthenium, Matricaria odorata, Matricaria Parthenium, Pyrethrum Parthenium
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Fewerfew
volkstümlicher Name: Falsche Kamille, Fieberkraut, Römische Kamille
Verwendete Pflanzenteile: Kraut (= oberirdische Pflanze)
Inhaltsstoffe: Chrysanthenol, ätherische Öle, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Borneol, Kampfer, Carvacrol, Eugenol, Gerbstoff, Pyrethrin, Sabinol, Santama-rin, Thymol

Anwendung
Das Mutterkraut ist als Heilpflanze nahezu in Vergessenheit geraten. Doch in letzter Zeit wurde von der Schulmedizin seine Fähigkeit, Migräne zu lindern, entdeckt und daher wird es allmählich wieder häufiger verwendet.
Mutterkraut wurde bereits von Dioskurides im 1. Jahrhundert als Heilkraut beschrieben. Im Mittelalter wurde es gegen Fieber und Kopfschmerzen eingesetzt. Der Name kommt von seiner Verwendung bei Schwangerschaftsbeschwerden – es löst die Menstruation aus und fördert die Ablösung der Plazenta, ist also ein Abortivum.
Heutige naturheilkundliche Verwendung
Die Blätter des Mutterkrauts können das Auftreten von Migräneanfällen vermindern, wenn sie über Wochen regelmäßig prophylaktisch eingenommen werden. Sie sollen außerdem beruhigend und verdauungsfördernd wirken und Parasiten im Darm bekämpfen. Äußerlich angewendet sollen sie auch gegen Hauteiterungen helfen und Insekten abwehren. Die enthaltenen Parthenolide hemmen die Bildung von Prostaglandinen sowie die Freisetzung von Serotonin aus den Blutplättchen. Sie werden neuerdings auch als mögliche Grundlage eines neuen Medikamentes gegen Leukämie angesehen. Mutterkraut ist als Fertigpräparat erhältlich. Es lässt sich leicht im eigenen Garten ziehen, um die Blätter direkt zu verwenden. Wegen des bitter-aromatischen Geschmacks werden sie gerne mit auf Brot gelegt. Für Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine genauen Erfahrungen vor.
Frauenheilkunde
Das Mutterkraut ist traditionell ein Heilkraut der Frauenheilkunde. Es fördert Monatsblutungen und reguliert den Menstruationszyklus, wenn dieser unregelmäßig geworden ist. Auch der Eisprung wird gefördert. Periodenkrämpfe werden durch das Mutterkraut gelindert, denn es wirkt krampflösend. Während der Geburt stärkt es die Arbeit der Gebärmutter und löst zugleich unnötige Verkrampfungen, die den Geburtsvorgang erschweren. Nach der Geburt fördert das Mutterkraut die Austreibung der Nachgeburt. In den Wechseljahren gleicht das Mutterkraut den Hormonmangel aus und lindert dadurch die typischen Wechseljahresbeschwerden. Man kann das Mutterkraut entweder als Tee oder als Tinktur einnehmen.
Achtung! Das Mutterkraut sollte nicht in der Schwangerschaft verwendet werden, vor allem nicht im ersten Drittel.
Migräne
Schon früher wurde das Mutterkraut gegen Kopfschmerzen verwendet. In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde jedoch herausgefunden, dass das Mutterkraut effektiv bei Migräne helfen kann. Das Mutterkraut hilft jedoch nicht so sehr bei akute Migräneattacken, sondern vor allem, wenn man es vorbeugend regelmäßig einnimmt. Wahlweise als Tee, Tinktur oder man kaut täglich ein bis vier frische Blätter.
Achtung! Bei manchen Menschen verursachen die frischen Blätter Brennen im Mund. In diesem Fall sollte man das Mutterkraut besser getrocknet als Tee verwenden.
Leukämie
Forscher haben entdeckt, dass das Mutterkraut Stoffe (Parthenolide) enthält, die möglicherweise gegen Leukämie helfen können. Ein Mittel für diesen Einsatzzweck muss jedoch erst noch entwickelt werden.
Erkältungen
Das Mutterkraut ist ein gutes Heilkraut bei Erkältungen und Fieber. Bei Asthma und Husten erleichtert es die Atmung. Dazu kann man den Mutterkrauttee mit Honig süßen und in kleinen Schlucken trinken.
Verschiedene innerliche Einsatzbereiche
Das Mutterkraut fördert die Verdauung, lindert Blähungen und wirkt leicht abführend. Zudem hilft es Würmer zu bekämpfen. Auch bei rheumatische Erkrankungen, Depressionen und Ohrensausen soll das Mutterkraut helfen.
Äußerlich
Gegen die Folgen von Insektenstichen kann man Mutterkrauttinktur auf die Stichstelle auftragen. Wenn man die Tinktur mit Wasser verdünnt und den ganzen Körper damit einreibt, werden lästige Insekten dadurch vertrieben. Mit einem konzentrierten Mutterkraut-Auszug in heißem Seifenwasser (vor der Anwendung abkühlen lassen) kann man versuchen, Läuse zu bekämpfen, wenn man keine anderen Mittel gegen Läuse zur Verfügung hat. Die Anwendung muss mehrmals wiederholt werden und bedarf der Nachkontrolle. Ob es funktioniert hängt davon ab, ob die jeweiligen Läuse empfindlich sind oder robust. Mutterkrauttee als Waschung oder Umschlag hilft gegen eitrige Wunden. Ein Fußbad mit Mutterkrauttee verdünnt mit Wasser hilft bei geschwollene Füße.

Geschichtliches
Schon Dioskurides berichtete in der Antike von der Heilkraft des Mutterkrautes. Damals und auch noch im Mittelalter war das Mutterkraut eine hochgeschätzte Heilpflanze. Wie der Name der Pflanze schon sagt, wurde das Mutterkraut vorwiegend in der Frauenheilkunde eingesetzt. Es galt als Mittel, um Geburten zu erleichtern und Menstruationsbeschwerden zu linden. Auch gegen Fieber und Kopfschmerzen wurde das Mutterkraut schon im Mittelalter verwendet. Außer dem Mutterkraut tragen auch viele andere Heilpflanzen den volkstümlichen Beinamen "Mutterkraut". Man muss also bei volkstümlichen Benennungen von Pflanzen darauf achten, ob es sich wirklich um die kamillen-ähnliche Pflanze "Mutterkraut" handelt. Auch die wissenschaftlichen Namen des Mutterkrautes sind nicht einheitlich. Es gibt mindestens fünf verschiedene offizielle Bezeichnungen, von denen vier den Artnamen "Parthenium" aber unterschiedliche Gattungsnamen tragen. Es handelt sich aber jeweils um die gleiche Pflanze.

Pflanzenbeschreibung
Das Mutterkraut wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht in seiner Wildform Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimeter. Es riecht stark aromatisch. Der Stängel ist gerippt und oben verzweigt. Die wechselständigen Laubblätter sind gestielt. Die zarte, hellgrüne, fast unbehaarte Blattspreite ist im Umriss eiförmig und fiederspaltig bis fiederteilig mit größerem Endabschnitt. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. In lockeren doldenrispen Gesamtblütenständen stehen fünf bis 30 körbchenförmige Teilblütenstände zusammen. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von 13 bis 22 Millimeter auf und enthalten Zungen- und Röhrenblüten. Die weiblichen Zungenblüten sind weiß und 5 bis 9 Millimeter lang. Die zwittrigen Röhrenblüten sind gelb.
Das Mutterkraut ist ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum heimisch. Von dort wurde es schon vor langer Zeit nach Mittel- und Westeuropa gebracht, wo es in Gärten als Heil- und Zierpflanze angebaut wurde. Dadurch haben sich auch unterschiedliche Sorten des Mutterkrautes gebildet. Inzwischen kommt es eher verwildert vor und wird kaum noch angepflanzt. Es liebt nährstoffreiche Lehmböden und kommt daher häufig als Gartenunkraut oder in der Nähe von Feldern vor. In milden Gegenden ist das Mutterkraut eine winterharte Staude, wo die Winter härter sind, muss es jedes Jahr neu aus den Samen wachsen. Im Frühjahr wachsen zuerst die hellgrünen gelappten Blätter an verzweigten Stängeln. Das Mutterkraut wird bis zu 80 cm hoch, ist meistens aber eher 40-50cm hoch. Eine einzelne Pflanze kann sich so stark verzweigen, dass sie fast einen Quadratmeter bedeckt. Ab Ende Juni bis August blüht das Mutterkraut mit Blüten, die stark an Kamille oder Gänseblümchen erinnern. Zuerst bilden sich die Körbchen mit den gelben Blüten. Erst nach und nach wachsen die weißen Zungenblüten, die jedoch eher kürzer als die der Kamille sind. Die ganze Pflanze duftet stark würzig, etwas ähnlich wie die Kamille, aber dennoch unterschiedlich.

Anbautipps
Die Vermehrung des Mutterkrautes erfolgt durch Samen, Teilung des Wurzelstocks oder Ableger. Die Samen werden im Februar oder März an warmer Stelle in Anzuchterde gesät. Im Mai bis Juni pflanzt man die jungen Pflanzen ins Freiland. Das Mutterkraut braucht nährstoffreichen Boden, am besten lehmreich. Zwischen den einzelnen Pflanzen sollte man mindestens 30cm Platz lassen. Wenn man stattdessen durch Teilung der Wurzelstöcke vermehren will, dann teilt man die Wurzelstöcke am besten im März in drei bis fünf Teile, die man dann in den Boden pflanzt. Stecklinge werden von den jungen Trieben genommen, am besten mit einem Stück der alten Pflanze am unteren Ende. Die Blätter müssen dann etwas zurückgeschnitten werden, damit sie nicht zu viel Nährstoffe von den anfänglich wurzellosen Stängeln fordern. Nachdem sich Wurzeln gebildet haben, kann man die Pflanzen auspflanzen. Das Mutterkraut wird häufig Opfer von Blattläusen. In diesem Fall hilft es, wenn man Marienkäfer einfängt und beim Mutterkraut aussetzt. Die Larven der Marienkäfer es-sen viele Blattläuse.

Sammeltipps
Das Mutterkraut wird am besten zu Beginn der Blüte geerntet. Dazu schneidet man die ganze oberirdische Pflanze ab. Das geerntete Mutterkraut sollte dann zügig getrocknet werden. Für die Verwendung der Einzelblätter bei Migräne kann man die Blätter einzeln frisch von der Pflanze abpflücken, sofern man die frischen Blätter verträgt.


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ERNÄHRUNG
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe kommen wie der Name schon sagt, in pflanzliche Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte sowie fermentierten Lebensmittel (z.B. Sauerkraut). Der Pflanze dienen sie als Abwehr-, Geschmacks-, Geruchs- und Farbstoffe wie als Wachstumsregulator.


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