Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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22.02.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Februar > 19.02.18-25.02.18

WUNDSCHWAMM   

Der Zunderschwamm ist eine Pilzart aus der Familie der Stielporlings verwandten. Er befällt geschwächte Laubbäume, vor allem Buchen und Birken, und bildet an den Stämmen dicke, invers konsolenförmige Fruchtkörper. Die mehrjährigen Gebilde können im Durchmesser bis zu 30cm erreichen. Die krustige Oberseite ist hellgrau oder blass bräunlich gefärbt und fein zoniert. Die Röhren auf der Unterseite haben eine braune Farbe und sind oft mehrfach geschichtet.
Der Name des Zunderschwammes entstand aus der früheren Verwendung als Zunder. Baumpilze werden aufgrund ihrer Eigenschaft, Wasser zu binden, zudem als Schwämme bezeichnet. Außerdem wurden aus ihm bis ins 19. Jahrhundert blutstillende sowie desinfizierende Wundauflagen hergestellt. Ferner kamen alkoholische Flüssigextrakte u. a. bei Blasenleiden, Magenverstimmungen und Menstruationsbeschwerden zum Einsatz.
In Rumänien wird heute noch die Trama zu einem lederartigen Material verarbeitet, aus dem für den Touristenmarkt kunstvolle Hüte, Taschen und Ähnliches gefertigt werden. Ansonsten hat der Zunderschwamm wirtschaftlich weitestgehend keine Bedeutung mehr. Das wissenschaftliche Interesse am Zunderschwamm hingegen ist in jüngerer Zeit ansteigend und auch in der Mykologie ist der Zunderschwamm als sogenannter  Vitalpilzpopulär.

Steckbrief
Heilwirkung:
blutstillend
wissenschaftlicher Name:
Fomes Fomentarius
Verwendete Pflanzenteile: Pilz

Bedeutung

Allgemeines
Die Verwendung des Zunderschwamms reicht bereits etwas 10.000 Jahre zurück. Dies wird durch etliche Funde aus Steinzeitsiedlungen belegt. Bereits "Ötzi", der Gletschermann, der 1991 in den Ötztaler Alpen gefunden wurde und dessen Alter auf mehr als 5.000 Jahre beziffert wird, trug damals schon Zunderschwamm auf seinen Wanderungen bei sich.
Die Nachfrage nach den Zunderschwämmen erhöhte sich durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im 19. Jahrhundert derart, dass der Pilz zeitweise aus dem osteuropäischen Ausland importiert werden musste und in einigen Gebieten Deutschlands zur Rarität wurde. Im Jahr 1842 wurden beispielsweise in Neustadt am Rennsteig 21,5 Tonnen Zunderschwamm verarbeitet. Der Zunderschwamm als einer der wichtigsten und häufigsten Weißfäuleerreger an Buchen ist von forstwirtschaftlicher Bedeutung. Durch den vom Pilz eingeleiteten Holzzersetzungsprozess werden die im Holz enthaltenen Nährstoffe dem natürlichen Kreislauf wieder zugänglich gemacht und es entsteht neuer Mutterboden. Der Zunderschwamm war  Pilz des Jahres 1995.
Verwendung als Lebensmittel
Der Zunderschwamm wird als nicht giftig, jedoch als ungenießbar klassifiziert. Dass die Verwendung als klassischer Speisepilz bisher nicht beschrieben ist, lässt sich vor allem auf seine harte und holzige Konsistenz sowie der enthaltenen Bitterstoffe zurückführen. Dennoch wurde der Pilz seit dem Altertum auch innerlich verwendet. Dabei wurde der Pilz vermahlen oder zu einem wässrigen Extrakt verarbeitet. Beide Verarbeitungsformen sind durchaus genießbar bzw. sogar schmackhaft. Vor allem der Verzehr von Zunderschwammpulver als Teeaufguß und der Verzehr von Kräuterschnäpsen mit Zunderschwamm blieben bis in das 20. Jahrhundert erhalten. In Gegenden in denen Zunderschwamm intensive Verwendung fand, entwickelten sich Hausrezepte für „Zunderschnaps" und Zunderschwammtinkturen. Der Zunderschwamm haltige Schnaps "Eau de Vie de Marc Champagne 2007" der Brennerei Capovilla Azienda Agricola gilt als ein aktuelles Beispiel, das zudem auf den World Spirits Awards 2009 mit einer Silbermedaille ausgezeichnet wurde.
Verwendung als Zunder
Schon im Neolithikum wurde die locker-filzige Mittelschicht des Pilzes, die so genannte Trama, zu Zunder verarbeitet, also einem Material, das dem Feuer als Nahrung dient und somit beim Feuerentfachen hilft. Durch diesen Verwendungszweck hat der Pilz seinen Namen erhalten.
In der Neuzeit wurde in einem aufwändigen Verfahren diese Hyphenschichteingeweicht, gekocht, geklopft, in  Salpeterlösung oder Urin eingelegt und getrocknet. Dabei erhielt man eine rehbraune filzartige Masse, die durch auftreffende Funken sofort zu glimmen anfing und dieses Glimmen lange erhielt.
Verwendung als Textil
Unbehandelten Zunder verarbeitete man im Mittelalter und der Neuzeit auch zu Pilzledertextilien, wie Westen und Kappen. Das Textil erinnert an eine Mischung aus feinem, weichem Wildleder und Filz und besitzt eine sehr weiche Haptik. Diese handwerkliche Kunst gilt heutzutage als fast ausgestorben und wird nur noch von wenigen Familien in Rumänien praktiziert. In Rumänien werden für Touristenmärkte Kappen, Hüte, Taschen, Untersetzdeckchen und weitere Objekte hergestellt.
Medizinische Verwendung und Wirkungen
Die medizinische Anwendung des Pilzes ist vermutlich sehr alt. Bereits Hippokrates von Kos (ca. 370 v.Chr.), der als Urvater der Medizin gilt, bezeichnete den Pilz als "Mykes" und dokumentierte seinen Einsatz zur Wundversorgung sowie seine blutstillenden und antiseptischen Eigenschaften. Außerdem wurde er bis ins 19. Jahrhundert als blutstillende Wundauflage unter der Bezeichnung Fungus chirurgorum (Wundschwamm) in Apotheken verkauft. In der gleichen Aufbereitung des Pilzes fanden die Auflagen als Tamponaden Verwendung in der Zahnheilkunde, in der Gynäkologie und zur Behandlung äußerlicher Entzündungen sowie Hämorrhoiden. Der Zunderschwamm wurde nicht zuletzt in den traditionellen Arzneibüchern vieler Länder, z.B. Deutschland, Ungarn, China oder Indien, dokumentiert. In der Volksmedizin verwendete man den Pilz auch innerlich bei Blasenleiden, schmerzhaften Regelblutungen und zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen. Die Chinesische Volksmedizin setzt den Zunderschwamm bei Lungenerkrankungen, Asthma und Magenverstimmungen ein, auch bei Speiseröhren-, Magen- und Gebärmutterkrebs. In Japan nutzte man den Zunderschwamm innerlich als Teezubereitung (Heißwasserextraktion) zur Behandlung bei Erkältungskrankheiten, Grippe, Bronchitis und Schwächezuständen. Guthmann (2016) fasst die medizinischen Wirkungen wie folgt zusammen: wundheilfördernd, blutstillend, entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, immunmodulierend.


Merkmale
Makroskopische Merkmale
Der Zunderschwamm bildet mehrjährige, konsolenförmige Fruchtkörper, die bis zu 30 Jahre alt werden können. Sie erreichen eine Breite von 10 bis 30 cm, in Ausnahmefällen auch bis 60 cm Breite und bis 20 cm Dicke und Höhe. An  Birken ist er jedoch meist deutlich kleiner. Mit zunehmendem Alter und bei Verbrauch des besiedelten Substrates wird der jährliche Zuwachs geringer, so dass relativ hohe, hufförmige Fruchtkörper entstehen. Eine ähnliche Beobachtung lässt sich bei Fruchtkörpern mit zunehmender Höhe am Substrat machen. Die Fruchtkörper sind oberseits hell- bis dunkelgrau, ältere Fruchtkörper können fast schwarz werden. Junge, noch nicht überwinterte Fruchtkörper sind wie die Zuwachszone älterer Exemplare gelb bis rostbraun gefärbt. Die Oberfläche der Fruchtkörper ist konzentrisch rillig bis gefurcht und mit einer harten Kruste bedeckt, die sich mit  Kaliumhydroxid durch den Farbstoff Fomentariol blutrot verfärbt. Die oft leicht nach innen gewölbte Unterseite des Zunderschwammes besteht aus einer glatten, grau- bis ockerbraunen Porenschicht. Die Poren sind dickwandig und rundlich; in einem Abschnitt von einem Millimeter befinden sich zwei bis vier Poren. Auf Druck verfärben sie sich leicht braun. Die Röhren sind in Schichten angeordnet. Diese Zonen entsprechen – wie auch die Wachstumszonen der Oberfläche – den  Wachstumsschüben des Pilzes. Da mehrere solche Schübe pro Jahr auftreten können (oft zwei pro Jahr), kann aus der Zahl der Schichten nicht auf das Alter des Fruchtkörpers geschlossen werden. Im Innern des Pilzes befindet sich das weiche Pilzgeflecht des  Myzelialkerns. Dieser wird von einer verhältnismäßig dünnen  Tramaschicht umgeben, die sich außerdem über den gesamten Bereich unter der Kruste erstreckt. Die Trama färbt sich mit Kaliumhydroxid schwarz. Wie andere baumbewohnende Pilzarten zeigt auch der Zunderschwamm den Geotropismus, das heißt, neu zuwachsende Fruchtschichten werden mit der Unterseite zum Erdboden ausgerichtet. Bildet ein Fruchtkörper nach dem Umstürzen des Wirtsbaumes neue Fruchtschichten, werden diese um etwa 90° gegenüber den schon vorhandenen ausgebildet.
Mikroskopische Merkmale
Der Zunderschwamm besitzt eine aus drei Formen bestehendes Hyphensystem, bestehend aus generativen Hyphen, Skeletthyphen und Bindehyphen. Erstere sind zylindrisch, dünnwandig und hyalin; die Septen (Trennwände der  Hyphen) besitzen  Schnallen. Die Binde- und Skeletthyphen sind hingegen dickwandig und gelb- bis hellgoldbraun gefärbt. Die Bindehyphen sind verzweigt und Skeletthyphen nicht oder kaum vorhanden. Es existieren keine Zystiden. Die  Basidien haben eine keulige Form sowie eine Schnalle an der Basis. Sie sind hyalin und besitzen vier Sporen. Diese sind zylindrisch bis lang ellipsoid geformt und 15–22 × 4,4–7  µm groß. Sie sind hyalin, inamyloid und besitzen eine glatte Oberfläche. Das Sporenpulver ist weiß.




ALPEN-MILCHLATTICH

Der Alpen-Milchlattich ist eine violett blühende Pflanze in den Alpen und anderen Gebirgen Europas. Die Pflanze wird bis 150cm groß und findet sich auf Hochstaudenfluren und in Bergmischwäldern. Der Alpen-Milchlattich wurde bei Entzündungen eingesetzt, als Gemüse gegessen und diente als Zusatz im Vieh-futter um die Milchleistung zu steigern. Heute spielt der Alpen-Milchlattich keine Rolle mehr in der Heilkunde.
Der Alpen-Milchlattich ist eine Pflanzenart innerhalb der  Familie der Korbblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Entzündungen
Heilwirkung:
adstringierend, entzündungshemmend, harntreibend, milchflusssteigernd
Anwendungsbereiche:
Entzündungen, Hautkrankheiten
wissenschaftlicher Name:
Cicerbita alpina
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Alpine Blue Sow Thistle
volkstümlicher Name:
Alpen-Milchlattich, Blauer Berglattich, Milchdistel, Schmettenwurz
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, Gerbsäuren
Sammelzeit:
Frühling, Sommer

Anwendung
Der Alpen-Milchlattich ist bei  Bergbauern sehr beliebt, weil er angeblich die Milchleistung der Kühe steigert. Zahlreiche Volksnamen wie Milchkraut, Milchdistel, Schmettenwurz (Schmetten = Rahm), Chalberchernechrut beziehen sich darauf. Wird in manchen Gegenden der Westschweiz als Tzougras eigens zu Futterzwecken gesammelt. Die  Sami essen die bitter schmeckenden Stängel in Rentiermilch gekocht als Gemüse.
Gemüse/Salat
Die Stängel der Triebe schälen. Man kann das Gemüse roh essen oder in Milch kochen. Das bittere Gemüse ist stoffwechselanregend und harntreibend.
Pflanzensaft
Der Pflanzensaft hilft äußerlich bei Hautentzündungen.
Blätter
Die zerquetschten Blätter helfen bei Hautentzündungen.

Geschichtliches
Wurde in den Bergregionen schon seit langem als Heilpflanze genutzt. In manchen Regionen diente die Pflanze als Frühjahrsgemüse. Der Alpen-Milchlattich wurde auch als Futterpflanze für das Vieh gesammelt um die Milchleistung zu steigern. Heute spielt der Alpen-Milchlattich keine Rolle als Heilpflanze mehr.

Pflanzenbeschreibung
Der Alpen-Milchlattich ist in den Gebirgen Europas heimisch. Er wächst bevorzugt zwischen 900 und 2200 Metern in Hochstaudenfluren und Bergmischwäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 50 und 150 Zentimeter hoch. Die Blätter sind fiederteilig und am Ende dreieckig und bis 10cm lang. Die Blätter sind auf der Oberseite grün und auf der Unterseite blaugrün. Die blauvioletten Blüten erscheinen zwischen Juli und September und haben einen Durchmesser von 2cm. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spät-Herbst die Samen.
Vegetative Merkmale
Beim Alpen-Milchlattich handelt es sich um eine ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 60 bis 140 (selten bis zu 240) cm erreicht. Der kräftige, in der Regel unverzweigte Stängel ist oben dicht braun-rot drüsen borstig u. violett überlaufen. Die unteren Laubblätter sind gestielt Die Laubblätter sind leierförmig fiederteilig mit einem dreieckigen bis spießförmigen Endabschnitt, der bei den unteren Blättern oft Größen von über 10cm erreicht und drei Paar Seitenzipfeln. Die oberen Laubblätter sind einfach, sitzend und zum Teil stängelumfassend, mit spitzen Zipfeln. Die Blätter im oberen Teil der Pflanze sind genau wie der Stängel dort deutlich drüsig behaart, im unteren und mittleren Teil dagegen kahl.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Der traubig-rispige Gesamtblütenstand ist meist deutlich länger als breit und enthält zahlreich körbchenförmige Teilblütenstände. Die Blütenstandsschäfte sind braun behaart. Die Hüllblätter sind mit langen Drüsenhaaren bedeckt. Die Zungenblüten sind blauviolett und haben einen Durchmesser von etwa 2cm.

Anbautipps
Im frühen Frühling aussäen und den Boden immer feucht halten. Der nährstoffreiche Boden sollte Kalk und Silikate enthalten. Der Alpen-Milchlattich mag Halbschatten. Unter 1000 Metern wächst der Alpen-Milchlattich selten zufriedenstellend.

Sammeltipps
Wenn man die Stängel verarbeiten will, sollte man diese schälen.



BACHBLÜTEN
Man hat unerklärliche Ängstlichkeiten &Vorahnungen (2 Aspen)
-
Diese Menschen haben unerklärliche vage Ängstlichkeiten und auch Vorahnungen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Ängstlichkeiten und Vorahnungen kompensieren.  


BACHBLÜTEN
Man verurteilt andere, ohne jedes Mitgefühl (3 Beech)
-
Diese Menschen verurteilen ihre Mitmenschen ohne irgendein Mitgefühl
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die Veruteilende Haltung herunterschrauben


ERNÄHRUNG
Nahrungsenergie
Menschliche Organismus braucht Energie für die Aufrechterhaltung seiner Funktion, sprich die Tätigkeit der Organe, die Leistung der Drüsen, die Regelung der Körpertemperatur sowie für die Muskeltätigkeit. Zur Deckung des Energiebedarfs verwendet der Körper die chemische Energie, die in den Nährstoffen Kohlenhydrate, Fette und Proteine steckt. Auch mit Alkohol wird Energie zugeführt.


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