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21.12.2019

tägliche News > 2019 > 16.12.19 - 22.12.19
EHRENPREIS
Der Ehrenpreis sieht aus wie ein harmloses kleines Unkraut, doch mit seinen leuchtend blauen Blüten ver-lockt er zu einem zweiten Blick, wenn man ihm beim Spaziergang in lichten Wäldern begegnet. Dieser zweite Blick lohnt, denn beim Ehrenpreis handelt es sich um eine sehr vielseitige Heilpflanze. Schon im Mittelalter stand er im hohen Ansehen, was man auch an Namen wie "Allerweltsheil" erkennen kann. Sogar eine Heilwirkung gegen Pest und Aussatz wurde ihm nachgesagt, aber heutzutage sind wir schon froh, dass er juckende Hautprobleme lindert und den Stoffwechsel anregt und uns somit im Kampf gegen das Übergewicht unterstützt.
Ehrenpreis ist eine Pflanzengattung, die nach molekularbiologischen Untersuchungen zur Familie der Wegerichgewächse gezählt wird. In älterer Literatur wird sie in der Regel noch unter den Braunwurzgewächsen, Rachenblütlern oder als eigene Familie der Ehrenpreisgewächse geführt. Mit bis zu 450 Arten ist die Gattung Veronica sehr artenreich. Auch in Mitteleuropa kommen zahlreiche Vertreter vor. Der deutschsprachige Gattungsname Ehrenpreis rührt von der Wertschätzung des Wald-Ehrenpreises in der Naturheilkunde her: „Ihm sei Ehr und Preis als vera unica medicina, das einzig wahre Heilmittel“.
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Juckreiz
Heilwirkung: beruhigend, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, schweißtreibend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Erkältung, Husten, Bronchitis, Asthma, Schnupfen, Halsentzündung, Heiserkeit, Ap-petitlosigkeit, Magenschwäche, Verdauungsschwäche, Durchfall, Leberschwäche, Übergewicht, Stoffwech-sel anregend, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Nierenprobleme, Blasenentzündung, Blasenstein, Rheuma, Gicht, Menstruationsstörungen, Abszesse, Altersjucken, Ekzeme, Hautprobleme, Juckreiz, Neurodermitis, Akne, Furunkel, Verbrennung, Wunden, Augenentzündung, Afterjucken
wissenschaftlicher Name: Veronica officinalis
Pflanzenfamilie: Braunwurzgewächse = Scropholariaceae oder Wegerichge-wächse = Plantaginaceae
englischer Name: Bird's Eye
volkstümliche Namen: Allerweltsheil, Bunger, Frauenlist, Grindheil, Grindkräutl, Grundheil, Heil aller Schä-den, Hühnerraute, Köhlerkraut, Männertreu, Veronika, Steh auf und geh weg, Sta-up un ga darvon, Viehkraut, Wald-Ehrenpreis, Wundheilkraut, Wundkraut, Zittli
Verwendete Pflanzenteile: blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Aucubin, Aucubinglykoside, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Iridoide, Kaffeesäurerver-bindungen, Milchsäure, Saponine, ätherische Öle
Sammelzeit: Mai und Juni
Anwendung
Speziell der Wald-Ehrenpreis, auch Echter Ehrenpreis genannt, wird als Natur-heilmittel zur äußeren und inneren Anwendung eingesetzt. Das bitterlich herb und etwas balsamisch schmeckende Kraut wird im Som-mer mit den Blüten gesammelt. Aufgüsse davon werden als Brusttee getrunken; das frische Kraut dient dagegen zur Bereitung von Kräutersäften. Unter den Inhaltsstoffen des Ehrenpreises befinden sich Bitterstoffe, Gerbstoff und Saponine. Große Veronica-Bestände auf Viehweiden können bei Rindern zu Vergiftungser-scheinungen durch die Saponine führen. Die Anwendungsmöglichkeiten des Ehrenpreises sind vielfältig, denn auch seine Heilkräfte betreffen nahezu alle Organsysteme.
Innerliche Anwendung
Besonders geeignet ist der Ehrenpreis in Mischtees, beispielsweise bei Atemwegserkrankungen, Verdau-ungsbeschwerden oder zur Anregung des Stoffwechsels. Als alleinstehender Tee ist er weniger gut geeignet, weil er dazu neigt, bitter zu schmecken, wenn man den Tee zu stark macht. Dank der blutreinigenden Wirkung des Ehrenpreises wirkt er besonders gut gegen chronische Hauterkrankungen. Das er den Juckreiz lindert, hat er sich vor allem bei Altersjucken und anderen juckenden Hauterkrankungen, wie beispielsweise Neurodermitis bewährt.
Teemischung gegen Hautjucken/Ekzeme
Mische zu einer Teemischung: 50g Ehrenpreis, 20g Hauhechelwurzel,
20g Süßholz, 10g Schachtelhalm
Anwendung: Brüh einen Tee auf mit einem Esslöffel Teemischung pro Tasse. Lass den Tee 10-15 Minuten ziehen. Filter den Tee anschließend ab. Wenn du willst, kannst du den Tee mit Honig süßen. Trink von dem Tee drei Tassen pro Tag.
Äußerliche Anwendung
Bei Hauterkrankungen kann man den Ehrenpreis innerlich als Tee oder Tinktur einnehmen und zusätzlich äußerlich in Form von Waschungen, Umschlägen und Cremes.
Pflanzenbeschreibung
Der Ehrenpreis ist eine echte Pflanze Mitteleuropas. Er liebt lichte Wälder und Heiden, und ganz besonders haben es ihm abgebrannte Stellen angetan. Weil der echte Ehrenpreis gerne im Wald lebt, wird er auch Wald-Ehrenpreis genannt. Der mehrjährige Wurzelstock des Ehrenpreises treibt im Frühjahr harte, haarige Stängel aus, die nur etwa dreißig Zentimeter hoch werden. Die Blätter stehen gegenständig und sind verkehrt eiförmig und gesägt geformt. Sie haben weiche Haare. Im Mai und Juni erscheinen die leuchtenden, hell-blauen Blüten mit einem weißlichen Fleck in der Mitte. Jede Blüte hat vier Blütenblätter. Anders als das Vergissmeinnicht, deren Blüten trotz seiner fünf Blütenblätter auf den ersten Blick mit dem Ehrenpreis verwech-selt werden könnten.
Vegetative Merkmale
Ehrenpreis-Arten sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Die früher zur Gattung Hebe gestellten Arten sind strauchig oder sogar baumförmig. Alles in allem sind es aber meistens kleinwüchsige Pflanzen mit kriechenden oder aufsteigenden Stängeln. Die gegenständigen Laubblätter sind kurz gestielt oder sitzend.
Generative Merkmale
Oft viele Blüten sind in ährigen Blütenständen zusammengefasst. Die kleinen, meist blauen (seltener weis-sen) Blüten sind durch Wegfall eines Kelchblattes (bei manchen Arten Wiederauftreten eines kleineren fünf-ten Kelchblattes) bzw. Verwachsen zweier Kronblätter vierzählig. Die Anzahl der Staubblätter ist von fünf auf zwei reduziert.
Andere Arten
In der Gattung Ehrenpreis gibt es zahlreiche Arten. Einige dieser Ehrenpreis-Arten sind in Mitteleuropa we-sentlich häufiger anzutreffen als der echte Wald-Ehrenpreis.
Gamander-Ehrenpreis
Der Gamander-Ehrenpreis mag sonnigere Standorte als der Wald-Ehrenpreis. Man findet ihn also in lichten Wäldern, aber auch an Wegrändern und Wiesen. Sein Blütenstängel ist wesentlich dünner ausgebildet. In der Pflanzenheilkunde kann man ihn genauso einsetzen, wie den echten Ehrenpreis. Seine Heilkräfte sind jedoch im Allgemeinen schwächer ausgeprägt.
Persischer Ehrenpreis
Der persische Ehrenpreis stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde in Mitteleuropa in Gärten als Zierpflanze angepflanzt. Aus diesen Gärten entkam der persische Ehrenpreis und hat sich inzwischen in ganz Mitteleuropa verbreitet. Man findet ihn fast überall, wo der Mensch die Erde bearbeitet hat, beispielsweise in Weingärten, an Wegrändern, als Unkraut im Garten oder auf anderen Ruderalflächen. Er schätzt nährstoffreiche Böden. Dort gehört er im Frühjahr zu den ersten Blühern und im Herbst zu den letzten Pflanzen mit Blüten. Mit-unter findet man sogar im Winter blühende persische Ehrenpreise. Im Unterschied zum echten Ehrenpreis hat der persische Ehrenpreis keinen traubigen Blütenstand, sondern seine Blüten wachsen einzeln am oberen Ende der Pflanzen. Die Blätter sind gekerbt und haben einen herzförmigen Grund. Sie erinnern an Gundermann-Blätter. Der persische Ehrenpreis wird als Heilpflanze gegen Husten verwendet. Außerdem wirkt er schweißtreibend, harntreibend und entzündungshemmend, ähnlich wie der Wald-Ehrenpreis. Man kann ihn zudem bei Alterserscheinungen, Arthritis, Arteriosklerose einsetzen. Japa-nische Wissenschaftler haben Stoffe im persischen Ehrenpreis entdeckt, denen sie eine potentielle Wirkung gegen Krebs zuschreiben.

GARTENKRESSE
Die Gartenkresse wird meistens in Form von Keimlingen angebaut und verwendet. Die Pflänzchen keimen sehr schnell und sind innerhalb von einer Woche soweit, dass man sie essen kann. Im späten Winter kann man sie in einer Schale auf Küchenpapier im Haus anbauen und hat nach kürzester Zeit erste Anbauerfolge, lange bevor im Frühling das erste Gemüse sprießt. Die Kresse enthält Vitamin C und Senfölglykoside, die die Kresse würzig scharf machen.
Gartenkresse ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kressen innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse. Es wird vermutet, dass die Gartenkresse aus West- oder Zentralasien stammt; dort kommt sie auch heute noch wild vor. Als Kulturpflanze wird sie vielseitig verwendet.
Steckbrief
Heilwirkung: anregend, harntreibend, Asthma, Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung, Milch fördernd
wissenschaftlicher Name: Lepidium sativum
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: Garden Cress
volkstümlicher Name: Kresse
Verwendete Pflanzenteile: Keimlinge, Kraut
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Ätherische Öle, Senfölglykoside, Schleim, Schwefel, Alkaloid
Sammelzeit: Frühjahr
Anwendung
Die Kresse regt Appetit und Stoffwechsel an und wirkt bei Frühjahrsmüdigkeit aufmunternd. Sie kann gegen Entzündungen der Harnorgane helfen. Die Kresse kann die Atmung erleichtern und dadurch Asthma lindern. Bei stillenden Müttern kann die Kresse die Milchbildung anregen. Am besten wendet man die Kresse frisch an, d.h. frisch auf Brot, in Salaten, Kräuterquarks oder Kräuter-butter.
Nutzung
Gartenkresse schmeckt roh leicht scharf, der Geschmack erinnert an Senf und Rettich, was am Gehalt an Senfölglycosiden liegt. In den Lebensmittelhandel gelangen und in der Küche verwendet werden vor allem die Keimlinge, die etwa eine Woche nach der Aussaat geerntet werden können. Verwendet werden die Sorten dieser Art frisch für kalte Aufstriche, besonders solche auf Frischkäse- oder Quarkbasis, und für Salate. Manchmal streut man die gehackten Blätter auf warme Speisen, wie Gemüsesuppen oder Eierspeisen. Auch beliebt sind gehackte Gartenkresseblätter auf Butter- oder Schmalzbrot. Die Gartenkresse gehört zu den sieben Kräutern in der Frankfurter Grünen Soße. Des Weiteren findet die Gartenkresse Verwendung in der Bioindikation. Bei diesem Kressetest kann anhand des Keimverhaltens eine Belastung von Luft, Wasser und Boden detektiert werden.
Geschichte
Die meistverbreitete einjährige Gartenkresse stammt vermutlich aus dem vor-deren Orient, ihre Samen wur-den schon in alten Pharaonengräbern gefunden. Auch Griechen und Römer schätzten sie. Karl der Große verordnete ihren Anbau in seinen Kapitularien.
Kultur
Die Kultur der Gartenkresse kann auf unterschiedlichen Materialien und Erde stattfinden, wobei das traditi-onell genutzte Perlitsubstrat ebenso wie Celluloseflocken und geschäumte Kunststoffe zunehmend von An-zucht­vliesen aus Flachs- und Hanffasern verdrängt werden. Als Vorteile werden der geringere Düngebedarf, die rasche Auskeimung und der schnelle Wuchs der Kresse sowie die einfachere Entsorgung der Anzucht-vliese genannt.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Gartenkresse ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis zu 40 Zentimetern. Die Stängel sind aufrecht, kahl, bläulich grün und nach oben verzweigt. Die Laubblätter sind dünn, hellgrün und wenigstens am Rande des Blattstiels borstlich behaart. Die Grundblätter sind meist leierförmig-fiederschnittig mit meist verkehrt-eiförmigen, eingeschnittenen oder gezähnten, stachelspitzigen Abschnitten. Die unteren Stängelblätter sind meist doppelt bis einfach fiederschnittig, mit gezähnten, stachelspitzigen Ab-schnitten. Die mittleren und oberen Stängelblätter sind von verschiedener Form, meist etwas fiedrig zerschlitzt, seltener nur gezähnt. Die obersten Stängelblätter sind meist linealisch, ganzrandig und spitz.
Generative Merkmale
Die traubigen Blütenstände sind end- oder seitenständig. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier Kelch- blätter sind bei einer Länge von 1 bis 1,5 Millimetern elliptisch und auf dem Rücken oft borstig-flaumig. Die vier weißen bis rosafarbenen Blütenkronblätter sind 1,5- bis 1,7-mal so lang wie die Kelchblätter; sie sind länglich-spatelförmig. Die Staubbeutel sind oft violett. Die Schoten sind meist 5 bis 6 Millimeter lang und 3 bis 4 Millimeter breit, etwas zusammengedrückt und von der Mitte bis zur Spitze deutlich geflügelt.

BACHBLÜTEN
Ich habe eine Abscheu vor Schmutz und Schweiß (10 Crab Apple)
- Diese Menschen haben eine Abscheu vor jeglichem Schmutz und auch vor Schweiß
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie diese Abscheu allmählich überwinden  
BACHBLÜTEN
Ich bin mutlos (11 Elm)
- Diese Menschen sind oftmals sehr mutlos
- Mit der dementsprechender Bachblüte werden sie mutiger
ERNÄHRUNG
Polysaccharide
NICHT VERWERTBARE POLYSACCHARIDE
Zellulose (Baumwolle und Holz bestehen aus überwiegend aus Zellulose)
-         Aufgebaut, aus parallel angeordnete, sehr langen Glucoseketten
-         Ist Hauptbestandteil der pflanzlichen Zellmembran (Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Kleie)
Pektine
-         Aufgebaut aus verschiedenen Einfachzucker
-         In unreifen Früchten, Kernen, Schalen von Äpfel
-         Sind in heißem Wasser löslich, und bilden beim abkühlen Gelee à Anwendung als Geliermittel
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