Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

21.08.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > August > 19.08.19-25.08.19


HIRTENTÄSCHEL


Das Hirtentäschel wächst dünn und unscheinbar an Wegrändern und wird kaum wahrgenommen, weil es so kleine Blätter hat. Wenn man es kennt, erkennt man es an seinen kleinen dreieckigen Täschchen. Die bekannteste Heilwirkung ist die blutstillende Wirkung des Hirtentäschels. Daher wird nach Geburten auch gern Hirtentäscheltee getrunken, um die Nachblutungen zu minimieren. Auch gegen zu starke Regelblutungen kann man Hirtentäschel erfolgreich einsetzen. Außer diesen bekannten Wirkungen hilft das Hirtentäschel jedoch gegen ein breites Spektrum von gesundheitlichen Beschwerden. Beispielsweise reguliert es den Blutdruck, fördert die Verdauung und heilt Ekzeme.
Hirtentäschel, auch Hirtentäschelkraut genannt, bildet eine Pflanzengattung in der Familie der Kreuzblütengewächse.

Steckbrief
Heilwirkung: blutstillend,  blutreinigend, adstringierend, entzündungshemmend, harntreibend, tonisierend, wehenfördernd, Gebärmutterblutungen, Menstruationsstörungen, Menstruationsfördernd, Zu starke Menstruationsblutungen, Fieber, Lungenschwäche, Ohrenschmerzen, Verstopfung,  Magenschmerzen, Magenblutungen (leichte, behandlungs-unterstützend), Nierenprobleme, Kreislaufschwäche, niedriger Blutdruck, hoher Blutdruck, Arteriosklereose, Stoffwechsel anregend, Rheuma, Gicht, Krampfadern, Hämorrhoiden, Nasenbluten, Wunden, Ekzem,
wissenschaftlicher Name: Capsella bursa-pastoris
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: Shepherds purse
volkstümliche Namen: Bettseicherle, Beutelschneider, Blutwurz (siehe auch: Blutwurz), Burenschinken, Herzel, Herzelkraut, Kochlöffel, Löffeldieb, Säckelchrut, Schinkenkraut, Schneiderbeutel, Schülersäckel, Täschelkraut, Taschendieb
falsche Schreibweisen: Hirtentäschl
Verwendete Pflanzenteile: das ganze Kraut
Inhaltsstoffe: Cholin, Acethylcholin, Tyramin, Brusasäure, ätherisches Öl, Saponin, Kalium, Gerbstoff
Sammelzeit: Juni-August

Anwendung
Die häufigste Anwendung des Hirtentäschels ist ein Tee (Aufguss) aus dem blühenden Kraut. Auch eine Tinktur kann man aus dem Kraut herstellen, damit man es immer zur Hand hat.
Blutungen
Innerlich wird es vorwiegend gegen Blutungen eingesetzt, beispielsweise gegen zu starke Menstruationsblutungen, Magenbluten, Nierenblutungen. Die blutstillende Wirkung wird durch ein Zusammenziehen und Abdichten der Gefäße erreicht. Bei inneren Blutungen sollte man natürlich in erster Linie den Arzt aufsuchen und darf Hirtentäscheltee höchstens therapiebegleitend anwenden. Daher wird der Haupteinsatzzweck im Alltag bei zu starken Regelblutungen liegen, denn diese sind aus ärztlicher Sicht in den meisten Fällen eher "normal" als beispielsweise Magenbluten. Gegen Nasenbluten kann man Hirtentäscheltee schnupfen.
Gebärmutter-Wirksamkeit
Da das Hirtentäschelkraut die Muskeln der Gebärmutter zur Zusammenziehung anregt, wirkt Hirtentäscheltee wehenfördernd und Menstruationsfördernd. Das ist im Rahmen der Geburt meistens eine erwünschte Wirkung und kann helfen, dass die Geburt schneller vonstatten geht. In der frühen Schwangerschaft ist diese Wirkung jedoch unerwünscht, weil sie zu Fehlgeburten führen kann.

Achtung! Hirtentäschelkraut nicht in der Schwangerschaft anwenden! Erst wenn die Geburt ansteht, darf Hirtentäschelkraut verwendet werden, weil Hirtentäschel Wehen fördern kann.

Auf die Menstruation hat das Hirtentäschelkraut eine doppelte Wirkung, die sich scheinbar widerspricht. Die Menstruation wird gefördert und ausgelöst, wenn sie jedoch zu stark ist, wird die Blutung gestillt.
Kreislaufwirkung
Das Hirtentäschelkraut hat die wundersame Eigenschaft, den Blutdruck regulieren zu können. Hoher Blutdruck wird also gesenkt und niedriger Blutdruck verstärkt. Diese Wirkungsweise hängt mit der Wirkung auf das Blutgefäßsystem zusammen. Auch gegen Arteriosklerose kann das Hirtentäschelkraut helfen. Das Zusammenziehen der Blutgefäße wirkt auch gegen Krampfadern und Hämorrhoiden.
Verdauungsschwäche
So wie das Hirtentäschelkraut die Gebärmutter und die Blutgefäße anregt, aktiviert es auch die Darmmuskulatur, was gegen Verstopfung helfen kann. Auch der Magen wird gestärkt, was ihm bei der Verdauung hilft. Durch seine Stoffwechsel fördernde Wirkung hilft das Hirtentäschel auch gegen Rheuma und hilft beim Abnehmen.
Entzündungshemmend
Dank der entzündungshemmenden Wirkung des Hirtentäschels kann man es auch bei Erkältungen und Infektionen der Atemwege einsetzen. Zusätzlich wirkt es noch blutreinigend, was eine gute Kombination gegen Rheuma und Gicht ergibt.
Äußerlich
Bei Ekzemen und Wunden kann man das Hirtentäschelkraut als Tee nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich für Waschungen und Umschläge verwenden. Auch das Pulver der getrockneten Pflanze kann man auf Wunden streuen, um deren Abheilung zu fördern.

Pflanzenbeschreibung
Das Hirtentäschel ist in ganz Europa heimisch und ist von hier aus als Kulturfolger in die ganze Welt verbreitet worden. Es liebt nährstoffreiche Böden, bevorzugt also Ackernähe und Gärten. Man findet es an Wegrändern, Gräben, Böschungen, auf Brachland, Wiesen, Weiden und Schutthalden. Die Pflanze ist mehr- oder einjährig. In Bodennähe wächst eine Rosette, die an Löwenzahnrosetten erinnert, jedoch unregelmäßiger gezackt ist. Die Stängel werden bis zu einen halben Meter hoch. Am oberen Ende tragen sie kleine, weiße Blüten, die sich zu den flachen herzförmigen Täschchen entwickeln, die der Pflanze ihren Namen gegeben hat. Diese kleinen Schoten werden einen halben Zentimeter groß.
Vegetative Merkmale
Die Capsella-Arten wachsen als ein- bis zweijährige krautige Pflanzen. Die oberirdischen Pflanzenteile sind meist flaumig behaart mit sitzenden, gegabelten oder Sternhaaren (Trichome). Die aufrechten bis aufsteigenden Stängel können verzweigt sein. Die Laubblätter stehen in grundständigen Rosetten oder am Stängel wechselständig verteilt.
Generative Merkmale
In anfangs schirmtraubigen und bis zur Fruchtreife durch deutliche Verlängerung der Blütenstandsachse traubigen Blütenständen stehen einige Blüten zusammen. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Es sind vier Kelchblätter vorhanden. Die vier Kronblätter sind meist weiß bis rosafarben, selten rötlich; sie können manchmal fehlen. Es sind nur vier Nektardrüsen vorhanden. Es sind (selten 12 bis) meist 20 bis 40 Samenanlagen je Fruchtknoten vorhanden. Die lang gestielten und spreizend abstehenden Schötchen sind herzförmig. Die in einer Reihen stehenden Samen sind nicht geflügelt.



HOPFEN

Der Hopfen ist den meisten wohlvertraut vom Biertrinken. Er ist derjenige, der das Bier so herb macht. Außerdem ist er teilweise für die beruhigende Wirkung des Biers verantwortlich. Er ist eine Kletterpflanze mit zackigen Blättern und hübschen grüngelben Zapfen, die das Typische am Hopfen sind. Diese Zapfen werden auch in der Heilkunde verwendet. Wo der Hopfen angebaut wird, rankt er sich an bis zu sieben Meter hohen Rankgestellen hoch, die der Landschaft, beispielsweise der Holledau ein typisches Aussehen verleihen.
Hopfen ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hanfgewächse. Alle Hopfenarten kommen auf der  Nordhalbkugel vor. Der bekannteste Vertreter der Gattung ist der Echte Hopfen, der zum Bierbrauen verwendet wird.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, schmerzstillend, tonisierend, Fieber, Nervöse Magenbeschwerden,  Magenkrämpfe, Darmkrämpfe, Verstopfung,  Blasenentzündung, Blasensteine, Nervöse Herzbeschwerden, Herzklopfen, Nervöse Unruhe, Schlafstörungen, Migräne, Angstzustände,  Wechseljahresbeschwerden, Menstruationsstörungen, Muttermilch fördernd, Haarausfall, Wunden, Furunkel
wissenschaftlicher Name:
Humulus lupulus
Pflanzenfamilie:
Hanfgewächse = Cannabaceae
englischer Name:
 Hops
volkstümliche Namen:
Hoppen, Hopf, Hecken-Hopfen, Weiden-Hopfen
Verwendete Pflanzenteile:
Fruchtzapfen bzw. Ähren
Inhaltsstoffe:
Hopfenbitter (stickstoffrei), Humulon, Humulen, Lupulon, Lupulin, ätherisches Öl, Gerbsäure, Harze, Campesterol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Eugenol, Farnesol, Isovalerinsäure,
Sammelzeit:
Spätsommer

Anwendung
Vom Hopfen werden ausschließlich die Ähren (Zapfen) der weiblichen Pflanzen verwendet. Sie wirken beruhigend und aufgrund ihrer speziellen Bitterstoffe bakterientötend. Man kann den Hopfen als Tee oder Tinktur einnehmen. Auch als Dragees wird er im Handel oft angeboten.
Tee
Für einen Hopfentee übergießt man einen Teelöffel Hopfenzapfen mit kochendem Wasser und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Danach abseihen und in ruhiger Umgebung in kleinen Schlucken trinken.
Beruhigende Wirkung
Hopfen ist ein wichtiger Bestandteil der meisten Beruhigungstees. Er schmeckt etwas bitter, entspannt und hilft beim Einschlafen.
Verdauungssystem
Aufgrund seiner entspannenden Eigenschaften und der Bitterstoffe ist der Hopfen geeignet, nervöse Verdauungsbeschwerden zu lindern. Außerdem wird die Verdauung angeregt.
Phyto-Östrogene gegen Wechseljahresbeschwerden
Da Hopfen Phytohormone enthält, die dem Östrogen ähneln, kann man Hopfen gegen Wechseljahresbeschwerden verwenden, denn sie gleichen das schwindende Östrogen etwas aus. In der Anfangsphase der Wechseljahre besteht jedoch eher ein Progesteron-Mangel und dadurch ein relativer Östrogen-Überschuss. Daher ist in dieser Phase der Hopfen eher ungeeignet, um die anfänglichen Wechseljahresbeschwerden zu lindern. Stattdessen kann man Mönchspfeffer, Schafgarbe oder Frauenmantel einsetzen. Auch wenn man außerhalb der Wechseljahre unter Östrogenmangel leidet, kann man Hopfen-Tee trinken. Die östrogenähnlichen Stoffe des Hopfens sorgen im Übermaß genossen jedoch für eine Zunahme des Bauchumfangs. Daher sollte man den Hopfen bei Neigung zum dicken Bauch eher sparsam einsetzen.

Pflanzenbeschreibung
Die Humulus-Arten sind schnellwachsende  einjährige bis  ausdauernde  krautige  Kletterpflanzen, die – von oben betrachtet – im  Uhrzeigersinn winden. Sie gehören also, wie z. B. auch die  Geißblatt-Arten, zu den rechtswindenden Schlinggewächsen. Die Stängel und Blattstiele besitzen steife, zweiarmige gestielte Haare (Klimmhäkchen). Die Stängel sind grob, sechsrippig bis geflügelt. Die gegenständigen, gestielten Laubblätter sind mehr oder weniger herzförmig und meist drei- bis sieben-, selten bis neunlappig. Es sind  Nebenblätter vorhanden. Humulus-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Blüten stehen in lockeren,  rispigen Blütenständen zusammen. Die weiblichen Blüten stehen in zapfenförmigen, ährigen zymösen Blütenständen zusammen. Ihre Hochblätter vergrößern sich nach der Blütezeit. Die Nussfrüchte sind breit eiförmig, wobei der Kelch noch vorhanden ist.
Der Hopfen ist in Europa heimisch. Als Wildpflanze wächst er bevorzugt an stickstoffreichen Standorten mit ausreichend Feuchtigkeit. Man findet ihn vor allem an Waldrändern, Lichtungen und Gebüschen. Der wilde Hopfen kommt nicht sehr häufig vor, aber dort wo er wächst, steht er meist in kleinen Gruppen. In einigen Gegenden Deutschlands wird Hopfen im großen Stil angebaut, beispielsweise in der Hallertau in Bayern. Dort wird er an sieben Meter hohen Gestellen gezogen. Hopfen ist zweihäusig, das heißt, es gibt unterschiedliche weibliche und männliche Pflanzen. Zum Bierbrauen und als Heilpflanze werden nur die unbefruchteten Ähren, auch Dolden oder Zapfen genannt, der weiblichen Pflanzen verwendet. Das Blattwerk und die Stängel wachsen jedes Jahr neu, nur die Wurzeln überwintern. Im Frühling treibt der Stängel aus und rankt sich im Laufe des Sommers bis zu sieben Meter lang an Pflanzen oder Gestellen hoch. Die Form der Blätter erinnert ein wenig an Weinblätter, aber die Ränder sind zackiger als die der meisten Weinreben. Die Blätter sind gelappt und etwa handgroß. Im Juli und August blüht der Hopfen. Die männlichen Blüten sind klein, zahlreich und hängen in Trauben. Die weiblichen Blüten sind grösser und entwickeln sich zu Ähren, die von den Hopfenbauern "Dolden" und vom Volksmund "Zapfen" genannt werden.



BACHBLÜTEN
Der Haustyrann, der Diktator (32 Vine)
- Diese Menschen sind die Haustyrannen und der Diktator
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie den Haustyrannen und den Diktator abstreifen

BACHBLÜTEN
Man fühlt sich in einer Situation hilflos ausgeliefert (38 Willow)
- Diese Menschen fühlen sich in einer Situation hilflos ausgeliefert
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie das Gefühl der Hilflosigkeit


ERNÄHRUNG
Streichfette
Margarine
Vorwiegend auspflanzlichen Ölen (z.B. Soja-, Sonnenblumenkern-, Erdnuss-, Palmkernöl, Kokofett) hergestelltes, butterähnliches Speisefett mit maximal 4% Milchfett.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü