Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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21.03.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > März > 18.3.19-24.3.19


SUMPFDOTTERBLUME
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Die leuchtend gelben Blüten der Sumpfdotterblume eifern mit mehreren gelben Frühlingsblühern geradezu um die Wette. Dabei hat die Sumpfdotterblume einen gewissen Vorteil, denn ihre Blütenblätter sind besonders groß und daher ist die Leuchtkraft besonders ausgeprägt. Mit ihren sonnigen Tupfern erhellt die Sumpfdotterblume feuchte Stellen, wie Sümpfe oder die Ufer von Flüssen und Seen. Man muss also aufpassen, dass man keine nassen Füße bekommt, wenn man die Sumpfdotterblume näher kennenlernen will. Als Heilpflanze wurde die Sumpfdotterblume im Mittelalter häufig bei Leberbeschwerden eingesetzt und die Volksheilkunde benutzt sie auch bei Husten. Da die Blätter der Sumpfdotterblume jedoch das scharfe Anemonin enthalten, wird sie nur recht selten als Heilkraut angewendet.
Die Sumpfdotterblume, auch Sumpf-Dotterblume geschrieben, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Dotterblumen innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse. Sie ist auf der Nordhalbkugel in Eurasien und Nordamerika weitverbreitet.

Steckbrief
Hinweis: Achtung! Leicht giftig. Nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Getrocknet verliert sich der Giftstoff
Haupt-Anwendungen: Husten
Heilwirkung: harntreibend, hautreizend, krampflösend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Grippe, Appetitlosigkeit, Gallenschwäche, Leberschwäche, Rheuma, Nervenschwäche, Migräne, Menstruationsbeschwerden, Warzen
wissenschaftlicher Name: Caltha palustris
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Kingcup, Marsh Marigold
volkstümliche Namen: Dotterblume, Butterblume, Eierblume, Goldrose, Kuhblume, Schmalzblume, Wiesengold
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Saponine, Cholin, Flavonoide, Anemonin, Protoanemonin, Carotin
Sammelzeit: März bis Mai

Anwendung
Achtung! Leicht giftig.
Sumpfdotterblume nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
In wieweit die Sumpfdotterblume tatsächlich giftig ist, ist leider nicht eindeutig klar. Manch einer empfiehlt die jungen, grünen Blätter als Wildsalat und andere raten von der Verwendung der Sumpfdotterblume gänzlich ab. Wie so oft, wird die Wahrheit vermutlich in der Mitte liegen und außerdem hängt der Giftgehalt bestimmt auch vom Standort und vom Sammelzeitpunkt ab, wie bei den meisten Pflanzen. Der Giftstoff, um den es bei der Sumpfdotterblume geht, ist das scharfe Anemonin. Dieses Anemonin verliert sich beim Trocknen. Getrocknete Sumpfdotterblumen sind also ungiftig. Man kann das getrocknete Kraut der Sumpfdotterblume in Teemischungen anwenden. Die Anwendung der Sumpfdotterblume ist jedoch nur in der Volksheilkunde üblich und selbst hier wird die Sumpfdotterblume eher selten verwendet.
Leberwirkung entsprechend der Signaturenlehre
Im Mittelalter wurde der Wirkungsbereich einer Heilpflanze meistens durch die Signaturenlehre festgelegt. So erstaunt es nicht, dass die Sumpfdotterblume aufgrund ihrer gelben Blüten für Erkrankungen von Leber und Galle verwendet wurden. Leber und Galle werden nämlich als gelb betrachtet, weil Lebererkrankungen zu Gelbsucht führen können.
Husten und Erkältungen
Die Anwendung bei Husten basiert hingegen auf der Tatsache, dass die Sumpfdotterblume Saponine enthält und schleimlösend und krampfstillend wirkt. Dadurch können Husten und Bronchitis gelindert werden.
Homöopathische Anwendung
In der Homöopathie wird die Sumpfdotterblume in den Potenzen D3 bis D6 bei Husten, entzündliche Hauterkrankungen und Menstruationsbeschwerden bei jungen Mädchen verwendet.
Küche
Früher wurden die Knospen der Sumpfdotterblume gerne in Essig eingelegt und als Kapern gegessen. Wegen der möglichen Giftwirkung, die Magenbeschwerden verursachen kann, sollte man auf diese Art der Zubereitung besser verzichten. Ein guter Kapernersatz sind auch die Knospen des Löwenzahns in Essig eingelegt.

Pflanzenbeschreibung
Die Sumpfdotterblume ist in Mitteleuropa heimisch. Sie wächst bevorzugt an sehr feuchten Stellen, beispielsweise an Flussufern und in Sümpfen, worauf der Name schon hinweist. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 30 cm hoch, bleibt aber an manchen Stellen auch nur 5cm groß, wenn die Stängel am Boden verlaufen anstatt sich aufzurichten. Aus dem kurzen Wurzelstock treiben im zeitigen Frühjahr saftig grüne Blätter und Stängel aus. Auch an den Stängeln wachsen Blätter. Die Blätter sind rund herzförmig und glänzen leuchtend grün. Am Rand sind die Blätter eingekerbt. Zwischen März und Mai erscheinen die sonnengelben Blüten, die einem schon von Weitem ins Auge fallen. Die Blüten erinnern stark an die Blüten des Hahnenfußes, mit dem sie verwandt sind. Die Sumpfdotterblume hat jedoch deutlich größere Blüten.
Erscheinungsbild und Blatt
Die Sumpfdotterblume ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die je nach Standort Wuchshöhen zwischen 15 und 60 Zentimetern erreicht. Sie hat ein kräftiges Rhizom, den „Wurzelstock“. Die bogig aufsteigenden bis aufrechten, hohlen und kahlen Stängel sind im oberen Bereich verzweigt. Die grundständigen Laubblätter sind lang gestielt; weiter oben am Stängel sitzende Laubblätter weisen dagegen fast keinen Blattstiel auf. Die dunkelgrünen, oft glänzenden Blattspreiten sind bei einem Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern herz- bis nierenförmig, ungeteilt und am Rand gekerbt.  
Blüte
Die Blüten erscheinen schon ab März am Ende des Erstfrühlings und blühen je nach Standort bis April oder Juni. Gelegentlich kommt es im Zeitraum von Juli bis Oktober zu einer schwächeren Zweitblüte. An jedem Stängel befinden sich meist mehrere Blüten. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die Blütenhülle besteht in der Regel aus fünf breit ovalen Perigonblättern, die bis zu 2 Zentimeter lang sind. Ein Blütenkelch ist nicht vorhanden. Es sind zahlreiche gelbe Staubblättervorhanden. Es sind fünf bis fünfzehn eng stehenden, freie Fruchtblätter vorhanden. Die Nektardrüsen befinden sich jeweils am Grunde der Fruchtblätter.
Frucht und Samen
Aus jedem befruchteten Fruchtblatt entwickelt sich eine schlanke Balgfrucht, wobei die reifen Balgfrüchte sternförmig angeordnet sind. Die reifen dunkel-braunen Samen sind etwa 2,5 Millimeter lang und in den Balgfrüchten zweireihig angeordnet.



SÜSSHOLZ

Das Süßholz ist die Wurzel der subtropischen Süßholzpflanze. Der Saft der Süßholzwurzel ist der Ausgangsstoff für Lakritze. Süßholz ist aber auch eine vielseitige Heilpflanze. Es hilft bei Husten, Magengeschwüre und Kopfschmerzen und stärkt außerdem niedrigen Blutdruck. Mit seiner blutreinigenden Fähigkeit ist das Süßholz auch ein wertvoller Begleiter bei Schlankheitskuren oder bei rheumatische Erkrankungen.
Echtes Süßholz ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie  Schmetterlingsblütler innerhalb der  Familie der Hülsenfrüchtler. Am bekanntesten ist das Echte Süßholz durch die aus der Süßholzwurzel gewonnene Süßigkeit  Lakritze. Als  Teedroge findet die Pflanze ebenfalls Verwendung.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Husten, Gastritis
Heilwirkung: abführend, antibakteriell, auswurffördernd, blutdrucksteigernd, blutreinigend, entzündungswidrig, fungizid, harntreibend, schleimlösend, schmerzlindernd
Anwendungsbereiche: Bronchitis,  Gicht, Heißhunger,  Kopfschmerzen, Magengeschwür, Magenkrämpfe, Magenschleimhautentzündung, Migräne, Niedriger Blutdruck, Rheuma, Sodbrennen, Übergewicht, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwür
wissenschaftlicher Name: Glycyrrhiza glabra
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler = Fabaceae
englischer Name: Liquorice
andere Namen:  Süßholzwurzel, Lakritze, Lakritzenwurzel, Russisches Süßholz, Spanisches Süßholz,
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Glykoside: Glycyrrhizin, Glabrinsäure, Liquiritin, Oleanolsäurederivate; Flavonoide, Isoflavone, Cumarine,
Sammelzeit: März und April, September und Oktober


Anwendung
Süßholzwurzel wirkt aufgrund der enthaltenen Saponine, vor allem der  Glycyrrhizinsäure,  auswurffördernd, schleimverflüssigend und schleimlösend. Bei Süßholzextrakten wurde eine antibakterielle und antimykotische Wirkung nachgewiesen. Typische Anwendungsgebiete sind Husten, Bronchialkatarrh und andere Erkrankungen der oberen Atemwege. Bei Gastritis und Magengeschwüren findet die Süßholzwurzel ebenfalls Anwendung. Die experimentell und klinisch belegte  entzündungshemmende und  krampflösende Wirkung ist noch nicht vollständig geklärt. Die nachgewiesene entzündungshemmende Wirkung der Glycyrrhizinsäure soll aber nicht durch eine Hemmung der  Prostaglandinbiosynthese, sondern durch Einfluss auf die Wande-rung der Leukozyten zum Entzündungsort entstehen. Daneben beeinflusst Glycyrrhizinsäure selbst den Steroidstoffwechsel, indem sie das Enzym Steroid-5
β-Reduktase, möglicherweise auch die NAD +-abhängige  11β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase 2 hemmt. Diese Enzyme bauen Cortison und Aldosteron ab, ihre Hemmung führt daher zu einer Verlängerung der biologischen Halbwertszeit der Corticosteroide sowie bei hohem Aldosteronspiegel zu  Bluthochdruck und Kaliumverlust. Zur Behandlung der chronischen  Hepatitis und der  Leberzirrhose wird im ostasiatischen Raum Glycyrrhizinsäure in Kombination mit Glycin und Cystein als Infusion eingesetzt. Für Glycyrrhizin wurde eine antivirale Wirkung bei  Hepatitis A und  C belegt. Auch soll der Süßholzzucker die Produktion eines Virusproteins der  Herpesviren blockieren, das normalerweise die Entdeckung des Erregers durch die Zelle verhindert. Ohne dieses Protein bemerken die Zellen den Eindringling und leiten ihren eigenen Tod ein. Die dafür nötige Dosis ist allerdings viel zu hoch, um durch normalen (gesundheitlich unbedenklichen) Lakritzkonsum erreicht zu werden, und wurde nicht am lebenden Menschen, sondern nur an Zellkulturen nachgewiesen. Weitere Forschungen untersuchen auch die antivirale Wirkung auf das  Kaposi-Sarkomauslösende Herpesvirus.  
Die medizinische Wirkung der Süßholzwurzeln war schon in der  Antike bekannt. Die Ägypter des Altertums schätzten Lakritze sehr und kannten ein Lakritzegetränk namens Mai sus.  Theophrastos von Eresos, der um 350 v. Chr. lebte, schätzte Lakritze als Heilmittel gegen Husten und als Durstlöscher. Lakritze soll zur Standardausrüstung der römischen Soldaten gezählt haben. Tim Richardson weist in seiner Geschichte der  Süßigkeiten darauf hin, dass auch französische und türkische Soldaten im  Ersten Weltkrieg Lakritze im Marschgepäck hatten. In Mitteleuropa kennt man Lakritze als Heilmittel seit dem Mittelalter. In  Großbritannien wurden Lakritztaler zu therapeutischen Zwecken hergestellt. Erst 1760 setzte ein  Apotheker namens George Dunhill der Lakritze Zucker zu, so dass sie von da an als Süßigkeit verzehrt wurde. In der  traditionellen chinesischen Medizin ist die chinesische Lakritze (G. inflata, eine verwandte Süßholz-Art) nach wie vor ein Standardheilmittel. Sie wird dort als Tonikum für das Herz eingesetzt sowie bei Geschwüren, Erkältungen und Hautunreinheiten verwendet.
In der Kombination mit Ammoniumchlorid und Anisöl wird Süßholzwurzelextrakt zu Salmiakpastillen verarbeitet. Als „traditionell angewendetes Arzneimittel zur Schleimlösung im Bereich der Atemwege" bezeichnet, wurden sie bereits in Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxisvon 1925 beschrieben. Getrocknete Süßholzstangen werden auch zur Zahnpflege gekaut, wobei neben den enthaltenen Inhaltsstoffen auch die Eigenschaft des Holzes zum Tragen kommt, beim Kauen am Ende stark auszufasern und so eine natürliche Zahnbürste zu formen. Die häufigste Art, Süßholz-Wurzel direkt anzuwenden ist der Tee. Gerne wird das Süßholz auch in Teemischungen verwendet, weil es der Mischung eine gewisse Süße und ein angenehmes Aroma verleiht.
Verwendung als Genussmittel
Der Wurzelextrakt bzw. der eingedickte Saft der Wurzel des Echten Süßholzes wird zur Herstellung von Lakritze oder Lakritz genutzt. Es handelt sich dabei vor allem um  Süßwaren, die in Form von Süßlakritz oder Salzlakritz konsumiert werden. Lakritz kann jedoch auch in zahlreichen anderen Produkten wie  Getränken enthalten sein. Bei der Herstellung von Lakritz werden die Inhaltsstoffe aus den Wurzeln als Rohlakritz extrahiert und eingedickt, danach werden sie mit anderen Zutaten vermischt. Süßholz kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Am bekanntesten ist der Süßholz jedoch in Form von Lakritze.
Tee
Für einen Süßholz- Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Süßholz-Wurzeln mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn fünfzehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Süßholztee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Süßholz-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Süßholz-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Blätter
Wer will, kann in den fertigen Tee noch etwas Honig geben, dann wird der Tee noch süßer und man kommt auch in den Genuss der Heilwirkung des Honigs.
Tinktur
Um eine Süßholz- Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Süßholzwurzeln in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Süßholz-Honig
Süßholzpulver kann man mit 2 Teilen Honig vermischen und löffelweise einnehmen.
Wurzelstücke kauen
Das Kauen der Wurzelstücke wird bei Magenbeschwerden, Heißhungerattacken und Alkohol-Kater.
Süßigkeit
Die meisten Lakritze-Zubereitungen kann man vor allem als Süßigkeit betrachten, weil sie unter anderem viel Zucker und andere Süßigkeiten-Zutaten enthalten. Klassische Lakritze-Stangen aus der Apotheke oder dem Bioladen haben jedoch durchaus eine Heilwirkung, die der eines Süßholz-Tees oder Tinktur entspricht. Man kann traditionelle Lakritze essen, wenn man unter Husten oder Magenproblemen leidet.

Wirkung
Beim Süßholz wirkt vor allem das Glykosid Glycyrrhizin sehr ausgeprägt. Es ist etwa 50 mal süßer als normaler Haushaltszucker. Außerdem wirkt es, zusammen mit den anderen Wirkstoffen der Süßholzwurzel auswurffördernd, krampflösend, entzündungshemmend. Eine weitere wichtige Wirkung der Süßholz-wurzel ist ihre antibakterielle und fungizide Wirkung. Wichtig ist zu wissen, dass Süßholz den Blutdruck steigert. Das kann bei Menschen mit niedrigem Blutdruck erwünscht sein, bei Bluthochdruck-Patienten ist es aber eher unerwünscht. Darum sollten diese nicht zu viel Süßholz und Lakritze einnehmen. Süßholz ist eine ganz besondere Heilpflanze für die Blutreinigung. Es fördert nämlich nicht einfach die Nierentätigkeit, wie die meisten anderen Blutreinigungskräuter, sondern er hilft den einzelnen Körperzellen dabei, ihre Abfallstoffe auszuscheiden. Dadurch reinigt das Süßholz das Gewebe.
Nebenwirkungen
Bei Dauergebrauch und hohen Dosierungen kann Süßholz den Blutdruck erhöhen. Außerdem kann es zu Wassereinlagerungen (Ödemen) kommen, weil Süßholz die Ausscheidung von Natrium (Kochsalz) hemmt und die Kalium-Ausscheidung fördert.
Wechselwirkungen
Die Wirkung von kaliumsparenden Diuretika kann durch große Mengen Süßholz verändert werden. Manche Herzglykoside wirken stärker im Zusammenhang mit Süßholz.
Gegenanzeigen
Menschen, die unter Bluthochdruck, Kaliummangel, Leberzirrhose oder chronischer Hepatitis leiden, sollten kein Süßholz anwenden.

Anwendungsgebiete
Husten
Süßholz kann man als Tee, Tinktur oder Honig bei Husten aller Art einnehmen. Da es auswurffördernd, schleimlösend und krampflösend wirkt, ist es sowohl ein Hustenlöser als auch ein Hustenstiller. Seine antibakterielle Wirkung hilft zudem, den Husten, insbesondere eine bakterielle Bronchitis, erfolgreich zu bekämpfen.
Magenprobleme
Bei Magenschmerzen und Entzündungen kann Süßholz lindernd und heilend wirken. Es lindert krampfartige Magenprobleme, sorgt für die Abheilung kleiner Magengeschwüre und bekämpft Infektionen im Magen. Bei der Verdauung hilft das Süßholz auch, weil es ein wenig abführend wirkt.
Blutreinigung
Weil das Süßholz das Gewebe reinigt, kann man es für Blutreinigungskuren anwenden. Es hilft auch beim Abnehmen, weil es die Abfallstoffe, die beim Abnehmen vermehrt entstehen, aus den Geweben schleust und für die Entsorgung durch die Nieren vorbereitet. Außerdem hilft es gegen Heißhunger, wenn man an Süßholzstangen kaut. Auch gegen Rauchgelüste bei der Rauchentwöhnung kann das Kauen an Süßholzstangen helfen.

Magische Anwendung
Das Kauen von Süßholzstangen soll leidenschaftliche Gefühle erwecken. Im Beutel mit sich herumgetragen soll Süßholz dabei helfen, die Liebe anzuziehen. Es wird auch als Zauber für Treue verwendet.

Geschichtliches
Schon in der Antike war das Süßholz als Heilpflanze bekannt. Der berühmte Theophrastos von Eresos (um 350 v.Chr.) erwähnte das Süßholz bei Husten. Im alten Ägypten gab es ein Getränk mit Süßholz namens Mai sus. Römische Soldaten führten immer Lakritze mit sich, um ein Mittel bei Husten zur Hand zu haben. Außerdem wurde es als Durstlöscher verwendet. Im Mittelalter wurde das Süßholz bereits zu Lakritzestangen und Talern verarbeitet. Heutzutage findet man das Süßholz vor allem als Lakritze, aber auch oft in Mischtees.

Pflanzenbeschreibung
Süßholz ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis zu 100 Zentimetern erreicht. Die Pflanze ist verzweigt. Die Stängel und die Blattstiele sind behaart oder verkahlend. Die Blätter sind unpaarig gefiedert mit 9-17 Fiederblättern. Die Fiederblättchen sind eiförmig bis elliptisch, etwa 2-5 cm lang und 1,5 bis 2,5 cm breit. Sie sind abgerundet und vorn stachelspitzig, fiedernervig und unterseits von sitzenden harzig-klebrigen Drüsen punktiert. Die Nebenblätter sind klein und hinfällig. Im Spätsommer erscheinen bläulich-violette und weiße  Schmetterlingsblüten in kurzen, aufrechten Ähren in den Achseln der Blätter. Der Blütenstand ist viel kürzer als sein Tragblatt. Die Schmetterlingsblüten sind 8-12 mm lang. Sie sind kurz gestielt. Der Kelch ist kurz glockenförmig. Die Kelchzähne sind länger als die Kelchröhre und lanzettlich spitzig. Die Blütenblätter, die das Schiffchen bilden, sind nicht verwachsen und vorn nicht geschnäbelt. Die Hülsen werden bis zu 3 cm lang und 4-6 mm breit. Sie sind kahl oder ziemlich dicht bestachelt und gerade. Sie sind reif lederig und rotbraun. Bei Vollreife springen sie auf. Jede Hülse enthält 2-5 Samen. Die Wurzeln werden im Herbst geerntet. Die Blütezeit ist Juni bis Juli, seltener bis in den Herbst. Süßholz ist im Mittelmeerraum und im mittleren Asien heimisch. Es wird sowohl in Spanien, Frankreich und Italien als auch in Russland angebaut. Es wächst bevorzugt an warmen Standorten auf tiefgründigen Böden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 1,50 Meter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel neue Stängel mit zahlreichen unpaarigen Fiederblättern aus. An jedem Blatt wachsen bis zu 17 ovale Fiederblättchen. Die bläulich violetten Schmetterlingsblüten erscheinen zwischen Juni und Juli. Aus den Süßholz-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Samen. Die Samen stecken in rötlichen Schoten.

Anbautipps
In sehr milden Gegenden Mitteleuropas, z.B. im Oberrheingebiet, kann man Süßholz im Garten anbauen. Man kann das Süßholz aus Samen ziehen oder man verwendet fertige Pflanzen. Der Standort sollte möglichst warm, sonnig und geschützt sein. Als Boden eignet sich lockerer Boden, der sehr tief geht, damit sich die Wurzeln entfalten können.

Sammeltipps
Die langen Wurzelausläufer der Süßholzpflanze sind das eigentliche "Süßholz", das im Herbst geerntet wird. Diese Wurzelausläufer werden ausgegraben und von der Hauptwurzel (eine lange Pfahlwurzel) getrennt. Anschließend werden sie gewaschen, geschält und an der Sonne oder im Backofen getrocknet. Die getrocknete Wurzeln kann man kleinschneiden und als Tee oder Tinktur zubereiten. Falls man selber Lakritze herstellen will, kocht man die Wurzeln aus, lässt den entstandenen Saft bei niedriger Hitze eindicken. Aus dem entstandenen Sirup kann man Lakritzestangen gießen, die noch trocknen müssen, bis man Stangen hat. Selbstgemachte Lakritzestangen sind natürlich nicht mit den Lakritze-Süßigkeiten aus dem Supermarkt zu vergleichen.



BACHBLÜTEN
Man trägt die Bürde anderer mit (22 Oak)
- Diese Menschen tragen die Bürde ihrer Mitmenschen mit
- Mit der dementsprechender Bachblüte tragen sie die Bürde ihrer Mitmenschen nicht mehr mit

BACHBLÜTEN
Man kann mit seiner Lebensenergie nicht richtig umgehen (23 Olive)
- Diese Menschen können mit ihrer Lebensenergie nicht richtig umgehen  
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie mit der Lebensenergie wieder richtig umgehen  


ERNÄHRUNG
Metabolisches Syndrom – tödliches Quartett
- Abdomidelle Fettleibigkeit
- Bluthochdruck
- Fettstoffwechselstörungen mit Hypertriglyzerdämie, erhöhtem LDL-Cholesterin und/oder erniedrigten HDL-Cholesterinwerte
- Insulinresistenz bzw. gestörte Glucosetoleranz


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