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21.02.2020

tägliche News > Februar > 17.02.20 - 23.02.20
Haferwurz
Die violett blühende Haferwurz ist Heilpflanze, Gemüse und Zierpflanze in einem. Dennoch ist sie fast vergessen worden. Erst die Rückbesinnung auf alte Gemüsearten hat ihr wieder zu einiger Bekanntheit verholfen. Dabei war sie früher ein beliebtes Wurzelgemüse, geschätzt für ihren Geschmack, der an Austern erinnert. Doch sie wurde nach und nach von der Schwarzwurzel verdrängt. Die Heilkräfte der Haferwurz sind noch unbekannter als ihr Nährwert. Der Kenner weiß jedoch, dass er beim Essen der Haferwurz auch seiner Gesundheit eine Freude macht.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Nährend bei Diabetes
Heilwirkung: abführend, blutreinigend, harntreibend, krampflösend, lindernd
Anwendungsbereiche: Arteriosklerose, Blasenerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Gallenerkrankungen, Leberschwäche, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Tragopogon porrifolius
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Common Salsify, Oyster Plant
volkstümlicher Name: Austernpflanze, Bocksbart, Hafermaukel, Haferwurzel, Habermark, Lauchblättriger Bocksbart, Markwurz, Milchwurz, Purpur-Bocksbart, Weißwurzel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Triebe, Blüte
Inhaltsstoffe: Inulin, Schleim, Vitamine
Sammelzeit: Frühjahr (Triebe, Blüten), Herbst (Wurzeln)
 
Anwendung
Die Haferwurzel wird vorwiegend als Wurzelgemüse verwendet, aber auch die Blätter lassen sich als Salat oder Spinat zubereiten. Die süßlich schmeckende, milchsafthaltige „Wurzel“, deren Geschmack an Austern erinnert, ist sehr nahrhaft, was auch ein alemannisches Sprichwort besagt: „Habermark macht d’ Bube stark“. Die Pfahlwurzeln werden im Herbst des ersten Jahres geerntet. Sie können über den Winter eingemietet werden. Die Haferwurz wird als Heilpflanze haupt-sächlich dadurch angewendet, dass man sie isst. Tees und ähnliches aus der Haferwurz sind eher nicht üblich, obwohl man bestimmt einen Tee aus dem Kraut oder aus der Wurzel versuchen kann. Der wichtige Inhaltstoff Inulin ist eine Art Stärkeersatz, der den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst. Daher eignet sich die Haferwurz besonders zur Ernährung von Diabetikern. Die ganze Pflanze gilt außerdem als harntreibend, krampflösend und durch den Schleim allgemein lindernd. Ihre traditionellen Anwendungsgebiete wie beispielsweise bei Leberschwäche, Bluthochdruck oder Arteriosklerose beruhen auf der Erfahrungsheilkunde und sind nicht durch medizinische Studien belegt.
Haferwurz in der Küche
Von der Haferwurz kann man fast alle Teile essen.
Wurzel
Wie der Name der Haferwurz schon sagt, geht es bei der Haferwurz vor allem um die Wurzel. Man kann die längliche Wurzel kochen wie Schwarzwurzel, also beispielsweise in leicht gesalzenem Wasser. Entweder kocht man die gewaschenen Wurzeln im Ganzen oder in kleine Scheiben geschnitten. Die Garzeit beträgt etwa 15 Minuten, es geht also schneller als bei Karotten. Alternativ kann man die Hafer-wurz auch im Backofen garen. Ihr Geschmack erinnert an Austern, was ihr auch den Nahem Austernpflanze eingebracht hat. Man kann die gegarte Haferwurz als Gemüse essen, mit Sauce, Sättigungsbeilage und Fleisch oder Fisch (auf Wunsch). Sie eignet sich auch für Suppen, entweder gemischt mit anderen Gemüsearten oder als reine Cremesuppe. Man kann die junge Wurzel auch roh rei-ben oder raffeln, um sie als Salat zu essen. Der Phantasie bei der Zubereitung sind keine Grenzen gesetzt.
Hinweis! Im Innern der Wurzel befindet sich ein Milchsaft. Wenn man die Wurzel schält, tritt dieser Saft aus und kann sich verfärben. Daher bereitet man die Wur-zel besser nur gewaschen zu und lässt sie ungeschält.
Junge Triebe
Die neuen Triebe, die im Frühjahr sprießen, kann man roh oder gekocht als Gemüse und Salat zubereiten.
Blütenstängel
Die Stängel der Blüten kann man kochen wie Spargel und entsprechend einsetzen, also beispielsweise mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln.
Blüten
Die Blüten können roh als Zierde im Salat gegessen werden.
Sprossen aus den Samen
Aus den Samen kann man Sprossen ziehen, die sich zum Verzehr im Salat eignen.
 
Geschichtliches
Die Haferwurz wurde im Mittelmeerraum schon in der Antike als Gemüse angebaut und auch medizinisch eingesetzt. Der berühmte Heilkundige Dioskurides erwähnte sie im 1. Jahrhundert nach Chr. Er empfahl sie vor allem zur Stärkung von Leber und Galle. Auch Plinius beschrieb die Haferwurz. Schon einige Jahrhunderte früher erwähnte sie der Grieche Theophrastos. Irgendwann kam die Haferwurz auch nach Mitteleuropa. Auch hier wurde sie als Gemüse und Heilpflanze verwendet. Unter anderem schrieben Albertus Magnus im 13. Jahrhundert und Hieronymus Bock im 16. Jahrhundert und über die Haferwurz und ihre Anwendung. Doch allmählich verlor die Haferwurz an Bedeutung. Zwar wurde sie in Deutschland noch in geringen Mengen im 20. Jahrhundert angebaut, aber sie geriet nach und nach in Vergessenheit. Die Schwarzwurzel verdrängte die Haferwurz schließlich fast ganz, wenngleich auch die Schwarzwurzel nur eine geringe Bedeutung in der Küche hat. Dank Bio-Bewegung besinnen sich viele Menschen wieder auf die alten Gemüsearten zurück. Daher wird auch die Haferwurz wieder bekannter.

Pflanzenbeschreibung
Die Haferwurz kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Sie ist aber auch in Mitteleuropa heimisch geworden, nachdem sie hier erst einmal eingeführt wurde. Die violette Haferwurz ist eng mit dem hiesigen Wiesen-Bocksbart verwandt, der gelb blüht. Die Haferwurz wächst bevorzugt in sandigen, lockeren, tiefgründigen Böden und braucht viele Nährstoffe. Zum optimalen Gedeihen braucht die Hafer-wurz volle Sonne. Die zweijährige Pflanze wird im zweiten Jahr bis zu 120 Zentimeter hoch. Im ersten Frühjahr treibt die Wurzel zunächst schmale Blätter in einer Rosette aus. Erst im zweiten Jahr erscheint im Mai der Blütenstängel und etwas später zwischen Mai und August die Blüte. Die großen, violetten Blüten öffnen sich nur morgens und schließen sich mittags schon wieder. Nach wenigen Tagen sind sie verblüht. Dann schließt sich die Hülle der Blüte wie eine Art langer, schmaler Schnabel. Aus diesem Schnabel bildet sich nach einer Weile der Fruchtstand, der an die Pusteblumen vom Löwenzahn erinnert, aber deutlich größer und leicht bräunlich sind. Die lange Pfahlwurzel wird bis zu 30 cm lang. Sie ist innen weiß und außen gelblich.
 
Anbautipps
Für den Anbau der Haferwurz sollte man einen sonnigen Standort wählen und den Boden gut auflockern. Am besten sät man die Haferwurz früh im Jahr an Ort und Stelle. Sobald die kleinen Pflänzchen sprießen, werden sie auf etwa 15 cm vereinzelt.
 
Erntetipps
Wenn man die Wurzeln der Haferwurz verwenden will, sollte man sie im Herbst des ersten Jahres ernten. Im zweiten Jahr, nach der Blüte, wird die Wurzel holzig und eignet sich nicht mehr für die Küche. Die Wurzel wird ausgegraben und kann auf Wunsch im Winter im Keller eingelagert werden. Die Blätter, Stängel und Blüten kann man abschneiden, wenn sie gewachsen sind und möglichst frisch verwenden.

Insektenblüte
 
Die Dalmatinische Insektenblume, auch Insektenpulverpflanze genannt, ist eine Pflanzenart aus der Pflanzengattung Wucherblumen. Mit ihren weiß-gelben Köpfchen ähnelt sie der Margerite. Ihre Blätter sind jedoch meist grundständig, fieder-schnittig und graufilzig. Sie strömen einen stark aromatischen Duft aus.

 
 
Steckbrief
 
Heilwirkung: Insektenabwehr
 
wissenschaftlicher Name: Tanacetum cinerarii folium
 
Verwendete Pflanzenteile: Blüten

 
 
Nutzung
 
Die Art wird neben anderen zur Erzeugung des Insektizids Pyrethrum angebaut. Verwendet werden dafür die getrockneten Blütenköpfe, die rund 1,3–2 Prozent Pyrethrin enthalten. Der Anbau erfolgt vor allem in Indien, Pakistan, Sri Lanka, China, Australien und USA. Auch in Afrika wird sie angebaut.

 
 
Merkmale
 
Die Dalmatinische Insektenblume ist eine ausdauernde Pflanze mit einem verholzten Rhizom. Die Stängel sind fast unverzweigt, bis 45 cm hoch, wenig beblättert und dicht anliegend silbergrau behaart. Die Blätter stehen an bis zu 15cm langen Blattstielen, sind an beiden Seiten wie die Stängel dicht anliegend silber-grau behaart, seltener an der Oberseite verkahlend. Die Spreite ist oval oder länglich, meist kürzer als der Blattstiel. Die Blätter sind dreifach fiederschnittig zerteilt in linealisch-längliche, 0,75 bis 2 mm breite Abschnitte. Die oberen Blätter sind kleiner, annähernd sitzend und nur schwach zergliedert. Die Köpfchen besitzen Strahlenblüten und stehen meist einzeln und endständig. Das Involucrum ist meist glockenförmig, hat einen variablen Durchmesser, die Hüllblätter sind grau behaart, ledrig bis krautig. Die äußeren sind lanzettlich, 3,5 bis 5 mm lang, zugespitzt, die innere sind weißlich, am Rand häuig. Die 12 bis 15 Strahlenblüten besitzen eine 7 bis 15 x 3 bis 5 mm große, etwas gefurchte, dreilappige Zunge. Die Röhrenblüten haben eine 3 bis 5 mm lange, fünflappige, gelbe Krone. Blütezeit ist Juni bis September. Die Achänen sind länglich, 2,75 bis 3,5 mm lang, haben fünf Rippen und sind mit feinen Drüsen besetzt. Der Pappus ist kronenförmig, 0,5 bis 1 mm lang und fein gezähnt.

Bachblüte
 
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Essentielle Fette
 Kann der Körper nicht selbst herstellen und ist daher auf ausreichend Zufuhr angewiesen. Zu essentielle Fettsäuren gehören die mehr hoch ungesättigte Fettsäuren der Omega 3 und Omega 6 Reihe.
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