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21.02.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Februar > 19.02.18-25.02.18

SCHWARZERLE

Die Schwarz-Erle, auch in der Schreibweise Schwarzerle, ist ein mittelgroßer Laubbaum aus der Gattung der  Erlen und gehört damit zur Familie der  Birkengewächse. Weitere gebräuchliche Namen für die Schwarz-Erle sind Eller oder Else. Weil sich frisch geschnittenes Holz rot färbt, wird sie auch Rot-Erle genannt – ein Name, der jedoch auch für die in Nordamerika beheimatete  Rot-Erle verwendet wird. Die Schwarz-Erle ist in ganz Europa verbreitet und fehlt nur im Norden Skandinaviens und auf Island. Sie ist durch ihre zäpfchenartigen Fruchtstände, die über den Winter am Baum bleiben, durch die vorne abgerundeten bis eingekerbten Blätter, die kahlen Triebe und durch die schwarz-braune, zerrissene Borke älterer Bäume einfach zu erkennen. Ihr vergleichsweise niedriges Höchstalter von 120 Jahren, ihr rasches Wachstum und das hohe Lichtbedürfnis junger Bäume weisen die Art als Pionierbaumartaus. Auf den meisten Standorten ist sie damit der Konkurrenz anderer Arten auf Dauer nicht gewachsen. Sie ist jedoch anderen Laubbäumen auf ausgesprochen nassen, Grundwasser beeinflussten oder zeitweise überschwemmten Standorten überlegen und bildet dort auch Reinbestände, so zum Beispiel im Spreewald südlich von Berlin. Da man die Erle häufig in feuchten, auch sumpfigen Gebieten findet, die als unheimlich galten, wird sie im Volksglauben häufig mit dem Teufel und Hexerei in Verbindung gebracht. Erlenholz ist unter Wasser äußerst beständig. Es wurde daher schon in der Jungsteinzeit für Pfahlbauten verwendet. Auch Venedig wurde auf Eichen- und Erlenholz errichtet. Die Schwarz-Erle wurde in Deutschland zum  Baum des Jahres 2003 bestimmt.  

Steckbrief
Heilwirkung:
Fieber, Geschwüre, Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name:
Alnus glutinosa
Verwendete Pflanzenteile:
Rinde

Die Schwarz-Erle in der Medizin
Erlenpollen sind neben den Pollen von Birke und Hasel die wichtigsten Auslöser von Baumpollenallergien. Dass eine Allergie nur auf Erlenpollen zurückzuführen ist, ist jedoch nicht bekannt; meist besteht zusätzlich eine Sensibilisierung gegenüber den Pollen von Birke, Hasel, Hainbuche und Eiche. Auch ähneln sich die  Hauptallergene von Erle, Birke, Eiche und Hainbuche in ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften. In Mitteleuropa ist die Sensibilisierung auf Pollen frühblühender Bäume nach Allergien auf Gräserpollen die häufigste Pollenallergie: Etwa 20 bis 30% der Menschen mit Pollenallergie leiden an Frühblüherpollinosis. Allergiker auf Pollen frühblühender Bäume haben häufig auch Nahrungsmittelallergien, sogenannte  Kreuzallergien. Etwa die Hälfte der Menschen mit Frühblüherpollinosis vertragen auch Nüsse, Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Pflaumen und Kirschen schlecht. Selten werden auch Früchte wie Kiwi, Litschi und Avocado nicht vertragen. Einige Bestandteile der Erle werden auch als Heilmittel verwendet. Offizinell wird die Rinde der Schwarz-Erle für Tees und Lösungen eingesetzt. Dabei steht die äußerliche Anwendung bei Haut- und Schleimhauterkrankungen im Vordergrund. Bei Angina und  Pharyngitis werden Abkochungen zum Gurgeln verwendet, bei  Mundaphthen und Zahnfleischbluten zum Spülen. Die Wirkstoffe sind  Gerbstoffe, die bis zu 20 % in der getrock-neten Rinde enthalten sind, Flavonoide wie  Hyperosid und β-Sitosterin.

Beschreibung
Erscheinungsform
Die Schwarz-Erle ist ein sommergrüner  Laubbaum und erreicht eine Höhe von 30 Metern, selten auch bis zu 40 Metern mit Stammdurchmessern von bis zu einem Meter. Der Stamm ist von geradem Wuchs und erstreckt sich bis zur Kronenspitze. Die Kronenformen sind innerhalb des Verbreitungsgebiets sehr unterschiedlich, üblicherweise wird sie als pyramidal beschrieben. Auffallend ist die bis ins hohe Alter auftretende Syllepsis (Entstehung von Seitentrieben ohne Knospenstadium); an jüngeren Bäumen können sich die sylleptischen Seitenriebe sogar noch einmal sylleptisch verzweigen. Die Schwarz-Erle erreicht mit 100 bis 120 Jahren ein vergleichsweise geringes Alter; Bäume aus  Stockausschlägen erlangen selbst dieses Alter nicht.
Rinde und Holz
Die Rinde junger Bäume ist grünlich braun, glänzend, glatt und zeigt zahlreiche quer stehende Korkporen. Sie entwickelt sich bei älteren Bäumen zu einer dunkelgrauen bis schwarzbraunen und durch Risse in kleine, eckige Stücke geteilten Schuppenborke. Der Gerbstoffgehalt der Rinde beträgt etwa 9 Prozent.
Erlenholz gehört zu den Splintholzarten, Kernholz und Splintholz sind also farblich gleich. Das Holz ist zerstreutporig, die Jahrringe sind kaum sichtbar. Nach dem Fällen erscheint das Holz zunächst weißlich bis rötlich, verfärbt sich aber durch Oxidation gelbrot. Man spricht dabei vom „Bluten" der Erle. Typisch sind radial angeordnete Scheinmarkstrahlen, die aus mehreren eng benachbarten, schmalen Holzstrahlen bestehen, zwischen denen keine Gefäße auftreten.
Wurzeln
Die Schwarz-Erle bildet ein tiefreichendes Herzwurzelsystem. Es fehlen ihr jedoch die bei anderen Baumarten üblichen kräftigen Hauptseitenwurzeln, etwa 70 bis 90 Prozent der Wurzeln sind Vertikalwurzeln. Die Flächen zwischen den Bäumen sind daher nur schwach durchwurzelt. Der größte Teil der Wurzelmasse besteht aus Wurzeln mit Durchmessern zwischen 0,5 und 3 Zentimetern. Feinwurzeln findet man gehäuft im gut durchlüfteten Oberboden und an den Enden der vertikalen Wurzeln. Insgesamt werden jedoch nur wenige Feinwurzeln gebildet. Der Luftaustausch erfolgt durch große Korkporen an der Stammbasis und den oberflächennahen Wurzeln. Nur lang andauernde Überschwemmungen der Stammbasis können zum Absterben der Erle führen. In den oberen Bodenbereichen bilden die Erlen Wurzelknöllchen, stecknadelkopf- bis apfelgroße Anschwellungen aus kurzen, dicken, gabelig verzweigten Wurzeln. Sie beherbergen das symbiotisch mit der Erle lebende und den Stickstoff der Luft bindende Bakterium Frankia alni.
Knospen, Blätter und junge Triebe
Die eiförmigen  Knospen sind schraubig angeordnet, werden bis 6 Millimeter lang und 3 Millimeter breit und haben 2 bis 3 Millimeter lange Stiele. Sie werden von drei schuppenförmigen Blättern bedeckt, die aus zwei  Nebenblättern und dem untersten Laubblatt gebildet werden. Beim Austreiben verlängern sich die Knospenschuppen auf mehr als das Doppelte ihrer ursprünglichen Länge. Sie sind braunviolett und durch einen Wachsüberzug klebrig und manchmal bläulich bereift.
Die Laubblätter werden 4 bis 9 Zentimeter, selten auch nur bis 3 Zentimeter lang und 3 bis 7 Zentimeter breit. Sie sind verkehrt-eiförmig bis rundlich geformt, der Blattrand ist grob doppelt gesägt. Der Blatt-stiel wird 1 bis 2,5 Zentimeter lang. Die Basis der Blattspreite ist breit keilförmig, die Spitze ist gestutzt bis ausgerandet, was die Art von den anderen mitteleuropäischen Erlen unterscheidet, ebenso wie die dreistrangige Blattspur. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, kahl und anfangs klebrig, die Blattunterseite ist etwas heller und ebenfalls kahl. Die Nebenblätter sind stumpf, schuppenartig und fallen früh im Jahr ab. Die jungen Triebe sind anfangs drüsig behaart und klebrig. Im Herbst werden die Blätter in noch grünem Zustand abgeworfen.
Blüten und Früchte
Die Schwarz-Erle beginnt mit etwa zehn Jahren zu blühen, im Bestand oft erst nach 40 Jahren. Sowohl männliche als auch weibliche Blüten befinden sich auf einem Baum, sie ist also einhäusig getrenntgeschlechtig. Die Blüten werden vom Wind bestäubt. Die männlichen Blütenstände sind 5 bis 10 Zentimeter lange Kätzchen an 10 bis 15 Millimeter langen Stielen. Sie bestehen aus dreiblütigen  Dichasien mit jeweils einem Tragblatt und vier  Vorblättern. Meist stehen drei bis fünf ebenfalls dichasial angeordnete männliche Kätzchen zusammen und bilden so den Gesamtblütenstand. An dessen Basis befinden sich meist drei bis fünf traubig angeordnete, etwa 5 Millimeter lange weibliche Kätzchen an 2 bis 3 Millimeter langen Stielen. Die weiblichen Kätzchen sind ebenfalls aus dichasial angeordneten Blütenständen mit einem Tragblatt und vier Vorblättern aufgebaut, wobei jedoch die Mittelblüte fehlt und das  Perigon der anderen Blüten rückgebildet ist. An der Basis sowohl männlicher als auch weiblicher Kätzchen können Zwitterblüten auftreten, wobei die Zwitterblüten an weiblichen Fruchtständen zur Reife gelangen können. Die Schwarz-Erle ist ein ausgesprochener Frühblüher, sowohl die männlichen als auch die weiblichen Blütenstände werden schon im Vorjahr angelegt, und die Bestäubung findet vor der Entfaltung der Blätter statt. Die männlichen Blüten eines Baumes entwickeln sich dabei deutlich vor den weiblichen (Proterandrie). Nach milden Wintern kann die Schwarz-Erle schon im Januar zu blühen beginnen, typische Blütezeit ist von Februar bis April. Die Tragblätter und die vier Vorblätter der weiblichen Blüten verwachsen beim Heranreifen der Früchte zu fünfteiligen Schuppen. Die einzelnen Schuppen eines Blütenstands verwachsen zu 1,5 bis 1,8 Zentimeter langen verholzenden, bei Laubbäumen sonst ungewöhnlichen Zapfen. Je Schuppe werden drei braune, abgeflachte, einsamige  Nussfrüchte gebildet, die einen Durchmesser von 1 bis 2 Millimeter aufweisen. An der Spitze der Früchte bleiben zwei Griffel erhalten. Seitlich sind sie mit korkigen, luftgefüllten Auswüchsen versehen, welche die Schwimmfähigkeit erhöhen. Teilweise werden parthenokarpe Früchte gebildet, die also aus unbefruchteten weiblichen Blüten entstanden sind. Die Tausendkornmasse beträgt 1,4 Gramm. Sie reifen von September bis Oktober und fallen während Herbst, Winter und Frühjahr aus den Zapfen. Sie werden durch Wind und Wasser verbreitet. Da die Größe der Flügel geringer als bei Grau- und Grün-Erle ist, sinken ihre Samen mit etwa 0,17 Metern pro Sekunde schneller zu Boden, damit liegt die durchschnittliche Verbreitungsentfernung durch den Wind bei 30 bis 60 Metern. Die Ausbreitung durch Wasser ist effektiver, die Samen werden weiter transportiert und erreichen gut mit Wasser versorgte Böden. Im Wasser bleiben die Samen bis zu zwölf Monate lebensfähig. Die Zapfen bleiben den gesamten Winter über am Baum und dienen in dieser Jahreszeit vielen Vogelarten wie  Erlenzeisig und Stieglitz als Nahrungsquelle.




TORMENTILL


Die Blutwurz ist eine mittelgroße, verästelte Pflanze mit leuchtend gelben Blüten. Wie der Name schon andeutet, enthält der Wurzelstock einen roten Farbstoff, der schon früher im Rahmen der Signaturlehre dafür sorgte, dass die Wurzel als Mittel gegen Blutungen verwendet wurde. Durch ihren Gerbstoffgehalt kann die Blutwurz jedoch auch Entzündungen im Mund- und Rachenraum lindern, und bei Durchfall wirken. Dank ihrer wundheilenden und blutstillenden Eigenschaften kann man sie auch äußerlich bei Wunden einsetzen.
Die Pflanzenart Blutwurz, auch Dilledapp, Durmentill, Natter(n)wurz, Rotwurz, Ruhrwurz, Siebenfinger oder Tormentill genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Mundschleimhautentzündung
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entgiftend, immunstimulierend, krampflösend
Anwendungsbereiche:
Rachenentzündungen, Halsentzündung, Fieber, Abwehrschwäche, Appetitlosigkeit, Durchfall, Magenbeschwerden, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung, Hämorrhoiden, Blutzucker senkend, Diabetes,  Gicht, Rheuma, Menstruationsfördernd, Wunden, Verbrennungen,
Zahnfleischentzündungen, Quetschung,  Afterjucken
wissenschaftlicher Name:
Potentilla tormentilla
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Tormentil
volkstümliche Namen:
Aufrechtes Fingerkraut, Dilledapp, Heideckern, Natternwurz, Rotwurz, Ruhrwurz, Siebenfinger, Tormentill,
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzelstock
Inhaltsstoffe:
Gerbstoff, Gerbsäure, roter Farbstoff, Harz, Tormentillin, ätherisches Öl
Sammelzeit:
Spätherbst und zeitiges Frühjahr

Anwendung
Blutwurz kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die Blutwurz hat ihren Namen von dem blutroten Saft, der beim Anschneiden aus dem gelblich-weißen  Rhizom austritt. Im  Mittelalter wurden mit Blutwurz noch verschiedene Drogen bezeichnet, denen man blutstillende Eigenschaften nachsagte, heute meint man damit ausschließlich den Tormentill, den die moderne Phytotherapie als ausgezeichnet verträgliche  Gerbstoffdroge schätzt, die akute Durchfälle lindert. In einigen Regionen, z. B. im  Bayerischen Wald, wird aus Blutwurz ein Likör oder  Schnaps hergestellt, der als  Digestif gereicht wird.
Blutwurz in der Phytotherapie
In der Pflanzenheilkunde wird das schwarzbraune, bevorzugt im Frühjahr oder im Herbst (kurz vor oder kurz nach der Blüte) ausgegrabene, in der Sonne getrocknete, von den Wurzeln befreite und zerkleinerte Rhizom verwendet, entweder als  alkoholischer Auszug (Tinktur), oder als Tee. Wirksame Inhaltsstoffe sind neben  Gerbstoffen (Tanninen) der rote Farbstoff Tormentol, das Glykosid Tormentillin, Flavonoide, Phenolkarbonsäure, Saponine, Harz, Gummi und  ätherische Öle. Der Saft der Pflanze wirkt im Laborversuch hemmend auf das Wachstum von Bakterien und Viren. Blutwurz wirkt stark zusammenziehend, austrocknend und entzündungshemmend, Zubereitungen des Tormentill werden daher wie andere gerbstoffhaltige Drogen (Eichenrinde, Ratanhiawurzel) äußerlich in Form von Spülungen oder Pinselungen bei entzündlichen Erkrankungen der Mund- und Rachenschleimhaut, bei Entzündungen des Zahnfleischsund anderen Erkrankungen des Rachens und des Kehlkopfes und bei Hämorrhoiden verwendet, außerdem bei Verbrennungen. Innerlich genommen werden sie bei akuten, unspezifischen Durchfallerkrankungen eingesetzt und sind indiziert bei Enteritis und Fieber sowie zur Stärkung des Magens. Die früher angenommene blutstillende Wirkung der aus dem  Rhizom gewonnenen Stoffe wurde aus der Signaturenlehre hergeleitet und ist medizinisch unbegründet. Kaum verwechselt werden kann die im Mittelalter und später wie der Wiesen-Knöterich und andere Pflanzen auch als „(herba) sanguinaria" bezeichnete Blutwurz mit der weißblütigen  Kanadischen Blutwurz, ebenfalls eine  Heil- und  Giftpflanze, die zu den  Mohngewächsen gehört.
Nutzung als Färberpflanze
Der beim Anschneiden des Rhizoms der Blutwurz austretende rote Farbstoff besteht aus folgende Komponenten: Kondensierte Gerbstoffe: Hauptfarbstoffe: Catechin-Gerbstoffe, Ellagsäure und  Chinovasäure.
Auf mit Alaun und Weinstein vorgebeizter Wolle kann man mit dem Absud des Rhizoms eine gelbbraune Färbung erzielen. Mit einer Beize aus  Kupfersulfat und Kaliumbichromat erhält man eine rotbraune Färbung. Früher haben die Samen ihre Rentierfelle mit Blutwurz gleichzeitig gegerbt und rot gefärbt.
Tee
Für einen Blutwurztee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Blutwurz mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Blutwurztee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Blutwurz-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Blutwurztinktur selbst herzustellen, übergießt man Blutwurz in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich
Blutwurz kann man innerlich, als Tee oder Tinktur bei Verdauungsbeschwerden einsetzen. Außerdem hilft Blutwurz bei Menstruationsbeschwerden. Man kann ihn auch bei rheumatische Erkrankungen und Gicht einsetzen. Blutwurz steht im Ruf, den Blutzuckerspiegel zu senken, daher kann man ihn zur begleitenden Therapie von Diabetes anwenden.
Äußerlich
Äußerlich kann man Blutwurztee oder verdünnte Tinktur in Form von Spülungen, Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man in erster Linie Entzündungen im Mundraum lindern. Blutwurz hilft äußerlich eingesetzt auch bei Wunden und juckende Hautentzündungen.

Pflanzenbeschreibung
Die Blutwurz ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 10 bis 30 (5 bis 50) Zentimeter erreicht. Sie wächst aus einem kräftigen und kriechenden  Rhizom, das einen Durchmesser von 1 bis 3 cm hat, verholzt und innen an Schnittflächen blutrot anläuft. Der aufrechte bis niederliegende  Stängel ist oben mehrästig, beblättert und unterschiedlich behaart. Die lang gestielten Rosettenblätter sind dreiteilig (selten einzelne vier- bis fünfteilig), grob und gezähnt, im Gegensatz zu den sitzenden bis kurzgestielten Stängelblättern, die immer dreiteilig sind. Es sind drei bis fünf große Nebenblätter vorhan-den, deshalb erscheinen die Laubblätter mehrteilig. Die auf langen Stielen einzeln in den Blattachseln entspringenden  Blüten weisen einen Durchmesser von etwa 1 Zentimeter auf. Die Kelchblätter sind mehr oder weniger so lang wie Kronblätter. Die meist vier (zuweilen auch fünf oder sechs) gelben Kronblätter sind frei, verkehrt-herzförmig und 4 bis 5 mm lang. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Die Blutwurz ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf mageren Wiesen und in Mischwäldern. Auch in Niedermooren kann man sie finden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 30 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt aus dem Rhizom gefingerte Blätter aus. Die Blätter haben einen gezacktem Rand. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Mai und Oktober. Sie haben meistens vier Blütenblätter. Manchmal besitzen die Blüten auch fünf oder sechs Blütenblätter.



BACHBLÜTEN
Wenn man seinen willen nicht bekommt, wird man sehr ärgerlich und spielt eventuell den Märtyrer (8 Chicory)
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Diese Menschen sind verbittert und wissen oftmals nicht warum
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihrer verbittert sein allmählich den Rücken kehren  


BACHBLÜTEN
Man versucht, quälender Gedanken und innere Unruhe hinter einer Fröhlichkeit und Sorglosigkeit zu verbergen (1 Agrimony)
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Diese Menschen versuchen ihre quälenden Gedanken und inneren Unruhe hinter einer Fröhlichkeit und
 einer zu großen Sorglosigkeit zu verstecken
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können dieser Menschen ihre quälenden Gedanken oder ihre innere
 Unruhe zeigen und müssen sie nicht hinter eine fröhlichen Fassade verstecken


ERNÄHRUNG
Definition des Stoffwechsel   
Als Stoffwechsel oder Metabolismus bezeichnet man die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen im Organismus, sowie die Abgabe von Stoffwechselproduktion.


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