Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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20.11.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > November > 19.11.18-25.11.18


KORNRADE
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Die Kornrade ist ein giftiges Ackerunkraut, das bis in die 1960er nahezu überall die Ackerränder und Felder zierte. Durch die modernen Unkrautbekämpfungsmittel ist diese Pflanze heute sehr selten geworden, sie ist sogar fast ausgerottet und steht deshalb auf der roten Liste. Die Kornrade war "Blume des Jahres 2003" um an den Erhalt des Kulturgutes Ackerwildkräuter zu erinnern.
Die Kornrade, genauer Gewöhnliche Kornrade, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Nelkengewächse gehört. Sie ist wohl ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet. Als  Ackerwildkraut, das wegen des modernen  Ackerbaus in Mitteleuropa nur noch selten anzutreffen ist, gehört sie zu den gefährdeten Pflanzenarten. Weitere deutsche  Trivialnamen für die Korn-Rade sind Ackerrade, Kornnelke und Kornrose; in Niederdeutsch wird sie auch Klockenblume und am Rhein Pisspöttken genannt. Sie wird als  Heilpflanze verwendet. Die Gartenform wird auch einfach als Rade bezeichnet.  

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Hautkrankheiten, Würmer
Heilwirkung:
blutstillend, entwässernd, harntreibend, schleimlösend, wurmabtreibend, zusammenziehend
Anwendungsbereiche:
Akne, Augenkrankheiten, Fisteln, Gelbsucht, Geschwüre, Hautkrankheiten, Husten, Krebs, Lähmung (Homöopathie), Malaria, Magenkatarrh, Magenschleimhautentzündung (Homöopathie), Schnupfen, Warzen, Wassersucht, Würmer, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name:
Agrostemma githago L.
Pflanzenfamilie:
Caryophyllaceae = Nelkengewächse
englischer Name:
corncockle, corn-cockle
volkstümlicher Name:
Ackerrade, Höllenkorn, Klockeblome, Klockenblume, Kornnelke, Kornrose, Pisspöttken, Raad, Rade, Radenbleamer, Ratt
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, Gerbstoffe, Agrostemmasäure, Githagin, Githagenin
Sammelzeit: Juni bis Oktober

Anwendung
Die Pflanze sollte wegen der Giftigkeit nicht eingesetzt werden.

In Wein
Das Kraut in Wein aufkochen, filtrieren und abfüllen. Wirkt harntreibend. (Vergiftungsgefahr!)
In Essig
Das Kraut in Essig aufkochen, filtrieren und abfüllen. Eine Mundspülung wirkt gegen Zahnschmerzen. (nicht herunterschlucken!)
Äußerlich
Das frische Kraut zerkleinern und vor Mund und Nase halten und hindurch atmen. Wirkt gegen Husten und Schnupfen. Ein Umschlag mit frischem Kraut wirkt blutstillend. Ein Auszug aus frischen Blättern wirkt gegen Akne und Hautkrankheiten.

Homöopathie
Aus den trockenen reifen Samen wird ein Mittel hergestellt, das bei Lähmungen und Magenschleimhautentzündung eingesetzt wird.

Volksglaube
Aus der Kornrade wurden früher Kränze geflochten, die um den Baumstamm gewunden verhindern sollten, dass das Obst unreif vom Baum fällt. Man nähert sich rückwärts den Kornraden, erntet ebenfalls rückwärts die Kornrade und flechtet einen Kranz aus den Konraden und setzt diesen auf den Kopf, so soll man damit böse Absichten anderer Menschen erkennen können.

Geschichtliches
Die Kornrade war schon immer Begleiter des Getreideanbaus, haben die Samen die optimale Größe, um mit der Getreideernte in der nächsten Aussaat wieder auf die Felder zu kommen. Man geht sogar davon aus, das der Konrade im Laufe der Jahrtausende diese Samengröße unbeabsichtigt angezüchtet wurde. Da die Samen der Kornrade sehr giftig sind, gab es früher viele Vergiftungen von Mensch und Tier durch diese Verunreinigungen der Getreideernte. Bei dem Herstellen von Brandwein war diese Verunreinigung sogar erwünscht. In Hungernotzeiten wurden die frischen Blätter sogar gekocht und gegessen. Nicht ganz ungefährlich da durch Hitze nicht alle Giftstoffe zerstört werden. In den 1960ern wurde das Saatgut immer besser gereinigt und durch Unkrautvernichter die Getreidefelder und Ackerränder von Unkraut frei gehalten, so verschwand die weit verbreitete Kornrade fast völlig. Erst in den letzten Jahren gibt es wieder Bemühungen die Kornrade wieder in geschützten Bereichen wieder anzusiedeln. Auch als leicht zu pflegende Zierpflanze hält die Kornrade Einzug in die heimischen Gärten.

Pflanzenbeschreibung
Die Kornrade ist in Europa heimisch und wurde auch nach Amerika exportiert. Sie wuchs früher bevorzugt an Ackerrändern und in Getreidefeldern. Die einjährige Pflanze wird 30 bis 100 cm hoch. Die Blätter sind schmal, zugespitzt und behaart. Die purpur- bis violett-roten Blüten erscheinen zwischen Juni und Juli und haben einen Durchmesser von 3-5 cm. Die Blüte hat 5 Kronblätter und von den blattartigen Kelchzipfeln überragt. Aus den Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Samen. Die sehr giftigen warzigen Samen sind schwarz-braun und etwa 3 mm groß. Die Wurzel ist spindelförmig und reicht bis 100 cm tief in den Boden.
Erscheinungsbild und Blatt
Die Kornrade ist eine  einjährige  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 60 bis 90 (50 bis zu 100) Zentimetern. Die spindelförmige  Pfahlwurzel kann bis zu 90 cm lang werden. Die oberirdischen Pflanzenteile sind angedrückt, zottig grau-filzig behaart. Der aufrechte  Stängel besitzt kaum, wenn überhaupt, dann nur im oberen Bereich Verzweigungen, manchmal einige Seitentriebe. Die  Laubblätter sind gegenständig am Stängel angeordnet. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 4 bis 13 Zentimetern und einer Breite von 2 bis 10 Millimetern linealisch, schmal linealisch-lanzettlich mit einer etwas verwachsenen Basis und einem spitzen oberen Ende sowie einem erhabenen Mittelnerv.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die Blütenstiele sind sehr lang. Die meist zwittrigen  Blüten sind  radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf 3 bis 6 Zentimeter langen Kelchblätter sind zu einer 1,2 bis 1,5 Zentimeter langen, außen zottig behaarten Röhre verwachsen und die 2 bis 3, selten bis zu 4 Zentimeter langen Kelchzipfeln sind länger als die Kronblätter. Die fünf 3 bis 3,6 Zentimeter langen  Kronblätter sind weiß schmal-keilförmig genagelt und die purpurvioletten bis rosafarbenen, verkehrt-eiförmigen Kronzungen besitzen ein leicht ausgerandetes oberes Ende. Es ist keine Nebenkrone vorhanden. Die zehn Staubblätter ragen aus der Blütenkrone heraus. Der  Fruchtknoten ist einkammerig. Die fünf freien, behaarten Griffel überragen die Blütenkrone. Die Früchte reifen zwischen Juli und September. Die eiförmige, septizide  Kapselfrucht öffnet sich mit fünf Zähnen und enthält viele Samen. Die Kapselfrucht ist mit einer Länge von 1,2 bis 1,8 Zentimetern nur wenig länger als der Kelch. Die schwarzen Samen sind bei einer Länge von 2,5 bis 3 Millimetern ei- bis nierenförmig mit erhabenen spitzen Warzen.

Anbautipps
Einfach im eigenen Garten zu kultivieren. Das Saatgut gibt es im guten Online-Saatguthandel. Aussaat im März oder September auf gutem aber nicht gedüngtem Boden. Die anspruchslose Pflanze mag Sonne und Halbschatten und verträgt gut Trockenheit.

Sammeltipps
Geerntet werden die frischen Blätter von Juni bis Oktober. Die Samen im Herbst.




STOCKROSE


Die Stockrose ist eine leuchtende Blütenpracht in den meisten Bauerngärten. Über mannshoch reckt sie sich in den Himmel und trägt ganze Scharen von großen, roten Blüten. Wie ihre Verwandten aus der Malvenfamilie hilft die Stockrose gegen Husten und andere Erkrankungen der Atemwege. Auch bei Problemen der Haut kann sie hilfreich sein.
Die Gewöhnliche Stockrose, auch Stockmalve, Garten-Pappelrose, Bauernrose oder Garten-Stockrose genannt, ist eine  Pflanzenart aus der Gattung  Stockrosen innerhalb der Familie der  Malvengewächse. Viele Sorten werden als  Zierpflanzen verwendet.

Steckbrief
Heilwirkung:
entzündungswidrig, erweichend, harntreibend, krampflösend, Appetitlosigkeit, Mundentzündungen, Rachenentzündungen, Halsentzündung, Stimmbandentzündung, Erkältung, Bronchitis, Husten, Fieber, Magenentzündung, Darmentzündung, Durchfall, Menstruationsfördernd, Weißfluß, Ekzeme, Hautentzündungen, Wunden, Brandwunden (leichte), Geschwüre
wissenschaftlicher Name: Althea rosea
Pflanzenfamilie:
Malvengewächse = Malvaceae
englischer Name:
 Hollyhock
volkstümlicher Name:
Bauerneibisch, Baummalve, Gartenmalve, Herbstrose, Pappelrose, Roseneibisch, Schwarze Malve, Stockmalve, Winterrose
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, Blätter, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Schleim, Anthocyanin, Gerbsäure, Roter Farbstoff, ätherische Öle
Sammelzeit:
Juli und August

Anwendung
Es gibt zahlreiche Sorten der Gewöhnlichen Stockrose mit einfachen und gefüllten Blüten in unterschied-lichen Farben. Sie wird verbreitet als Zierpflanze für Staudenbeete und Bauerngärten genutzt. Selten wird sie auch als  Heil- und  Färbepflanze angebaut. Für die Gewinnung von Farbstoffen werden nur schwarz-rote Varianten verwendet, da deren Kronblätter  Anthocyan in großen Mengen enthalten. Früher wurden hiermit beispielsweise Wein, Likör, Süßspeisen, Lebensmittel und Textilien gefärbt, heute hat es keine Bedeutung mehr. Mit der Pflanze kann man violettblau bis grau färben. Aufgrund der in der Gewöhnlichen Stockrose enthaltenen Gerb- und Schleimstoffe ist sie in zahlreichen Hustentee-Mischungen enthalten.
In erster Linie werden die Blüten der Stockrose als Heilmittel eingesetzt. Aber auch Blätter, Wurzel und Samen haben Heilkräfte zu bieten. Als Verwandte des Eibischs, der Malve und des Hibiskus hat sie auch ähnliche Heilwirkungen wie diese. Als besonders wichtig wird ihr Schleim eingeschätzt, sie gilt also als einhüllende Schleimdroge. Das macht sie zu einer geschätzten Heilpflanze für Erkrankungen des Atemapparates. Aber auch Haut und Verdauungsorgane können von ihr profitieren.
Innere Anwendung
Blüten
Am besten bereitet man den Tee aus den Stockrosen-Blüten als  Kaltauszug, um die zarten Blüten und die darin enthaltenen Schleimstoffe zu schonen. Wenn die Stockrosen-Blüten ein Bestandteil von Teemischungen sind, was oft aus optischen Gründen der Fall ist, dann kann man sie auch als  Aufguss zubereiten. Der Stockrosen-Tee hilft gegen Husten und Halsentzündungen. Man kann ihn auch zum Gurgeln verwenden.
Wurzel
Die Wurzel der Stockrose wird ähnlich verwendet wie die Blüten, da auch sie Schleim und Gerbstoffe enthält. Man verwendet sie gegen Durchfall und andere Beschwerden des Verdauungstraktes. Der Tee der Stockrosen-Wurzel soll auch gegen Appetitlosigkeit helfen.
Samen
Die Samen kann man gegen Fieber einsetzen. Sie wirken außerdem harntreibend und einhüllend.
Äußerlich
Äußerlich kann man Stockrosen-Tee als Waschung oder Umschlag bei verschiedenen Hautproblemen einsetzen. Die Stockrose wirkt gleichzeitig erweichend und zusammenziehend. Dadurch kann sie Entzündungen lindern und die Wundheilung fördern. Als Sitzbad kann man die Stockrose gegen Weißfluss der Frauen verwenden.

Pflanzenbeschreibung
Ursprünglich kommt die Stockrose aus Südosteuropa, aber sie ist schon längere Zeit in den meisten Bauerngärten heimisch. Die zwei- bis mehrjährige Pflanze hat in Bodennähe große, gelappte Blätter, die an langen Stielen sitzen. Die Blätter sind leicht behaart. Ab dem zweiten Jahr wächst der Stockrose ein Blütenstängel, der über zwei Meter hoch werden kann. An diesem Stängel wachsen im Hochsommer die großen Blüten in den Blattachseln. Ursprünglich waren sie schwarzrot, doch es gibt inzwischen Züchtungen in fast allen Rot-tönen. Auch gefüllte Blüten kommen vor. Weil die Blütenpracht so schwer sein kann, brauchen die meisten Stockrosen einen Stock zur Stütze. Möglicherweise kommt daher auch der Name Stockrose. Oder weil die Blüten wie an einem Stock wachsen. Durch die attraktiven Blüten ist die Stockrose eine leuchtende Zierde im Garten, was wohl ein wichtiger Grund dafür ist, dass sie in so vielen Gärten heimisch ist.
Vegetative Merkmale
Die Gewöhnliche Stockrose ist eine zweijährige bis kurzlebig ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1 bis 2, selten bis zu 3 Metern erreicht. Die oberirdischen Pflanzenteile besitzen meist  Sternhaare. Der  Stängel ist kräftig, aufrecht, kaum verzweigt und dicht rauhaarig. Die im ersten Jahr in einer grundständigen  Blattrosette und im zweiten Jahr am Stängel verteilt angeordneten  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 5 bis 15 Zentimeter lang und besitzt Sternhaare. Die mit einem Durchmesser von 6 bis 16 Zentimetern fast kreisförmige  Blattspreite ist filzig bis wollig behaart, schwach drei- bis siebenlappig, manchmal auch gekerbt. Der mittlere Blattlappen ist etwa 3 Zentimeter lang und 4 bis 6 Zentimeter breit. Die eiförmigen  Nebenblätter sind etwa 8 Millimeter lang, eiförmig und dreilappig.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht je nach Standort von Februar bis Oktober. Die Blüten stehen einzeln oder zu mehreren in den oberen Blattachseln und in einem endständigen  ährenähnlichen Blütenstand. Die Tragblätter ähneln den Laubblättern. Die behaarten Blütenstiele sind etwa 5 Millimeter lang und verlängern sich bis zur Fruchtreife auf 8 bis 10 Millimeter. Die auffälligen Blüten sind zwittrig und radiärsymmetrisch. Der becherförmige Außenkelch ist meist sechs- bis siebenlappig, 8 bis 10 Millimeter lang und ist dicht mit Sternhaaren bedeckt. Die fünf dicht filzig behaarten  Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen, wobei der Kelch einen Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern aufweist und die Kelchzipfel 1,2 bis 1,5 Zentimeter lang sind. Die Blütenkrone weist einen Durchmesser von 6 bis 10 Zentimeter auf. Die fünf freien, 4 Zentimeter langen, genagelten  Kron-blätter sind rosa- bis purpurfarben oder schwärzlich rot, selten auch weiß oder gelb. Die Staubblattröhre ist kahl und etwa 2 Zentimeter lang und die freien Bereiche der Staubfäden sind nur etwa 2 Millimeter lang. Der vielästige Griffel ist flaumig behaart. Die flaumig behaarte Spaltfrucht ist mit einem Durchmesser von etwa 2 Zentimetern scheibenförmig. Die vielen (20 bis 40) fast kreisförmigen Teilfrüchte weisen einen Durchmesser von 7 bis 8 Millimetern auf und sind längsrippig.



BACHBLÜTEN
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ERNÄHRUNG
Würzmittel (Kräuter und Gewürze)  
Gewürze und Kräuter sind neben den Nährstoffen wichtige Bestandteile der Speisen, die schließlich nicht nur satt machen, sondern außerdem gut schmecken, aromatisch duften und appetitlich aussehen sollen.
Gewürze und Kräuter leisten aber noch mehr. Die meisten von ihnen enthalten wertvolle ätherische Öle und Wirkstoffe, die die Verdauung anregen und das Essen bekömmlicher machen. Frische Kräuter sind auch bekannt für ihre Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem sind viele der Inhaltsstoffe von Kräuter, so genannte sekundäre Pflanzenstoffe, die eine hohe antioxidative Aktivität haben


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