Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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20.08.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > August > 19.08.19-25.08.19


KORNRADE
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Die Kornrade ist ein giftiges Ackerunkraut, das bis in die 1960er nahezu überall die Ackerränder und Felder zierte. Durch die modernen Unkrautbekämpfungsmittel ist diese Pflanze heute sehr selten geworden, sie ist sogar fast ausgerottet und steht deshalb auf der roten Liste. Die Kornrade war "Blume des Jahres 2003" um an den Erhalt des Kulturgutes Ackerwildkräuter zu erinnern.
Die Kornrade, genauer Gewöhnliche Kornrade, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Nelkengewächse gehört. Sie ist wohl ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet. Als Ackerwildkraut, das wegen des modernen Ackerbaus in Mitteleuropa nur noch selten anzutreffen ist, gehört sie zu den gefährdeten Pflanzenarten. Weitere deutsche  Trivialnamen für die Korn-Rade sind Ackerrade, Kornnelke und Kornrose; in Niederdeutsch wird sie auch Klockenblume und am Rhein Pisspöttken genannt. Sie wird als Heilpflanze verwendet. Die Gartenform wird auch einfach als Rade bezeichnet.  

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Hautkrankheiten, Würmer
Heilwirkung:
blutstillend, entwässernd, harntreibend, schleimlösend, wurmabtreibend, zusammenziehend
Anwendungsbereiche:
Akne, Augenkrankheiten, Fisteln, Gelbsucht, Geschwüre, Hautkrankheiten, Husten, Krebs, Lähmung (Homöopathie), Malaria, Magenkatarrh, Magenschleimhautentzündung (Homöopathie), Schnupfen, Warzen, Wassersucht, Würmer, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name:
Agrostemma githago L.
Pflanzenfamilie:
Caryophyllaceae = Nelkengewächse
englischer Name:
corncockle, corn-cockle
volkstümlicher Name:
Ackerrade, Höllenkorn, Klockeblome, Klockenblume, Kornnelke, Kornrose, Pisspöttken, Raad, Rade, Radenbleamer, Ratt
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, Gerbstoffe, Agrostemmasäure, Githagin, Githagenin
Sammelzeit: Juni bis Oktober

Anwendung
Die Pflanze sollte wegen der Giftigkeit nicht eingesetzt werden.

In Wein
Das Kraut in Wein aufkochen, filtrieren und abfüllen. Wirkt harntreibend. (Vergiftungsgefahr!)
In Essig
Das Kraut in Essig aufkochen, filtrieren und abfüllen. Eine Mundspülung wirkt gegen Zahnschmerzen. (nicht herunterschlucken!)
Äußerlich
Das frische Kraut zerkleinern und vor Mund und Nase halten und hindurch atmen. Wirkt gegen Husten und Schnupfen. Ein Umschlag mit frischem Kraut wirkt blutstillend. Ein Auszug aus frischen Blättern wirkt gegen Akne und Hautkrankheiten.

Homöopathie
Aus den trockenen reifen Samen wird ein Mittel hergestellt, das bei Lähmungen und Magenschleimhautentzündung eingesetzt wird.

Volksglaube
Aus der Kornrade wurden früher Kränze geflochten, die um den Baumstamm gewunden verhindern sollten, dass das Obst unreif vom Baum fällt. Man nähert sich rückwärts den Kornraden, erntet ebenfalls rückwärts die Kornrade und flechtet einen Kranz aus den Konraden und setzt diesen auf den Kopf, so soll man damit böse Absichten anderer Menschen erkennen können.

Geschichtliches
Die Kornrade war schon immer Begleiter des Getreideanbaus, haben die Samen die optimale Größe, um mit der Getreideernte in der nächsten Aussaat wieder auf die Felder zu kommen. Man geht sogar davon aus, das der Konrade im Laufe der Jahrtausende diese Samengröße unbeabsichtigt angezüchtet wurde. Da die Samen der Kornrade sehr giftig sind, gab es früher viele Vergiftungen von Mensch und Tier durch diese Verunreinigungen der Getreideernte. Bei dem Herstellen von Brandwein war diese Verunreinigung sogar erwünscht. In Hungernotzeiten wurden die frischen Blätter sogar gekocht und gegessen. Nicht ganz ungefährlich da durch Hitze nicht alle Giftstoffe zerstört werden. In den 1960ern wurde das Saatgut immer besser gereinigt und durch Unkrautvernichter die Getreidefelder und Ackerränder von Unkraut frei gehalten, so verschwand die weit verbreitete Kornrade fast völlig. Erst in den letzten Jahren gibt es wieder Bemühungen die Kornrade wieder in geschützten Bereichen wieder anzusiedeln. Auch als leicht zu pflegende Zierpflanze hält die Kornrade Einzug in die heimischen Gärten.

Pflanzenbeschreibung
Die Kornrade ist in Europa heimisch und wurde auch nach Amerika exportiert. Sie wuchs früher bevorzugt an Ackerrändern und in Getreidefeldern. Die einjährige Pflanze wird 30 bis 100 cm hoch. Die Blätter sind schmal, zugespitzt und behaart. Die purpur- bis violett-roten Blüten erscheinen zwischen Juni und Juli und haben einen Durchmesser von 3-5 cm. Die Blüte hat 5 Kronblätter und von den blattartigen Kelchzipfeln überragt. Aus den Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Samen. Die sehr giftigen warzigen Samen sind schwarz-braun und etwa 3 mm groß. Die Wurzel ist spindelförmig und reicht bis 100 cm tief in den Boden.
Erscheinungsbild und Blatt
Die Kornrade ist eine  einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 60 bis 90 (50 bis zu 100) Zentimetern. Die spindelförmige Pfahlwurzel kann bis zu 90 cm lang werden. Die oberirdischen Pflanzenteile sind angedrückt, zottig grau-filzig behaart. Der aufrechte Stängel besitzt kaum, wenn überhaupt, dann nur im oberen Bereich Verzweigungen, manchmal einige Seitentriebe. Die Laubblätter sind gegenständig am Stängel angeordnet. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 4 bis 13 Zentimetern und einer Breite von 2 bis 10 Millimetern linealisch, schmal linealisch-lanzettlich mit einer etwas verwachsenen Basis und einem spitzen oberen Ende sowie einem erhabenen Mittelnerv.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die Blütenstiele sind sehr lang. Die meist zwittrigen  Blüten sind  radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter  Blütenhülle. Die fünf 3 bis 6 Zentimeter langen Kelchblätter sind zu einer 1,2 bis 1,5 Zentimeter langen, außen zottig behaarten Röhre verwachsen und die 2 bis 3, selten bis zu 4 Zentimeter langen Kelchzipfeln sind länger als die Kronblätter. Die fünf 3 bis 3,6 Zentimeter langen  Kronblätter sind weiß schmal-keilförmig genagelt und die purpurvioletten bis rosafarbenen, verkehrt-eiförmigen Kronzungen besitzen ein leicht ausgerandetes oberes Ende. Es ist keine Nebenkrone vorhanden. Die zehn Staubblätter ragen aus der Blütenkrone heraus. Der  Fruchtknoten ist einkammerig. Die fünf freien, behaarten Griffel überragen die Blütenkrone. Die Früchte reifen zwischen Juli und September. Die eiförmige, septizide  Kapselfrucht öffnet sich mit fünf Zähnen und enthält viele Samen. Die Kapselfrucht ist mit einer Länge von 1,2 bis 1,8 Zentimetern nur wenig länger als der Kelch. Die schwarzen Samen sind bei einer Länge von 2,5 bis 3 Millimetern ei- bis nierenförmig mit erhabenen spitzen Warzen.

Anbautipps
Einfach im eigenen Garten zu kultivieren. Das Saatgut gibt es im guten Online-Saatguthandel. Aussaat im März oder September auf gutem aber nicht gedüngtem Boden. Die anspruchslose Pflanze mag Sonne und Halbschatten und verträgt gut Trockenheit.

Sammeltipps
Geerntet werden die frischen Blätter von Juni bis Oktober. Die Samen im Herbst.




KREUZKRAUT
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Besonders hübsch sieht das Kreuzkraut nicht aus, wie es in Gärten und auf Feldern steht und das ganze Sommerhalbjahr über blüht. Nicht mal seine Blüten kann man wirklich als hübsch bezeichnen. Hinzu kommt, dass es heutzutage als giftig gilt und nicht mehr als Heilpflanze verwendet wird. Früher galt das Kreuzkraut als wertvolle Heilpflanze, lange Zeit gehörte sie als offizinelle Pflanze in jede Apotheke. Daran kann man deutlich sehen, wie sehr die Wertschätzung von Heilpflanzen den jeweils vorherrschenden Moden unterliegen.
Das Jakobs-Greiskraut, auch Jakob-Greiskraut und Jakobs-Kreuzkraut sowie Jakobskraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung  Senecio innerhalb der Familie der Korbblütler. Die Pflanze ist ursprünglich in Europa und Westasien beheimatet und kommt inzwischen auch in Amerika und Ozeanien vor. Alle ihre Teile sind giftig. Der Artname bezieht sich auf den Blühtermin um  Jacobi (25. Juli) – eigentlich beginnt die Blühzeit jedoch schon Anfang Juni mit schütteren Blütenständen. Die Blütenstände werden aber tatsächlich erst im  Hochsommer voll ausgebildet.

Steckbrief
Heilwirkung:
blutstillend, harntreibend, schweißtreibend, Verstopfung, Durchfall, Leberschwäche, Skorbut, Nierenschwäche, Blasenentzündung, Menstruationsfördernd, Menstruationsbeschwerden, Wunden, Furunkel, Geschwüre, Hämorrhoiden
wissenschaftlicher Name: Senecio vulgaris
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Groundsel
volkstümliche Namen:
Gemeines Kreuzkraut, Greiskraut, Greisskraut
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten
Inhaltsstoffe:
Alkaloide, Senecionin, Senecine
Sammelzeit:
Sommer

Anwendung
Im Mittelalter stand das Kreuzkraut als Heilpflanze in hohem Ansehen. Doch heutzutage gilt es als giftig und wird nicht mehr verwendet. Seine menstruationsfördernde Wirkung ist zwar unbestritten, aber es gibt viele Pflanze, die zur Regulierung der Menstruation verwendet werden können und ansonsten ungiftig sind. Das Alkaloid Senecionin des Kreuzkrautes wirkt potentiell schädigend auf die Leber, vor allem, wenn man es überdosiert oder über einen langen Zeitraum hinweg einnimmt. Weidetiere, die mit ihrem Trockenfutter einen hohen Anteil Kreuzkräuter fressen, auch von anderen Kreuzkrautarten, leiden häufig unter Leberschäden. In besonders hoher Dosis kann es bei Weidetieren sogar zur Nervenschädigungen mit Todesfolge kommen. Aus diesen Gründen kann die Anwendung des Kreuzkrautes nach aktuellen Erkenntnissen nicht empfohlen werden. Höchstens niedrig dosiert in einem Mischtee zur Förderung der Menstruation wäre das Kreuzkraut zu vertreten, aber auch dann nur bei kurzzeitiger Einnahme.


Pflanzenbeschreibung

Das gemeine Kreuzkraut ist eine einjährige Pflanze, die in Europa heimisch ist und inzwischen fast weltweit anzutreffen ist. Sie ist ein typisches Garten- und Ackerunkraut, denn sie liebt umgegrabene, nährstoffreiche Flächen. Das Kreuzkraut wird nur etwa 30 cm hoch und sieht sehr unscheinbar aus, sogar ein wenig unfreundlich. Es hat gefiederte, schmale Blätter, die gezähnt sind. Sie erinnern etwas an Disteln, sind aber nicht so stachelig wie Disteln. Die kleinen, gelben Blüten blühen vom Frühjahr bis zum Herbst. Sie haben ein Körbchen, wie es sich für einen Korbblütler gehört, aber keine Zungenblüten. Daher sehen die Blüten nicht besonders hübsch aus.
Vegetative Merkmale
Senecio jacobaea ist eine meist  zweijährige, manchmal auch länger  ausdauernde krautige Pflanze und er-reicht Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern. Im ersten Jahr wird eine grundständige  Blattrosette aus etwa 20 Zentimeter langen Laubblättern gebildet. Eine oft dunkelrot überlaufene, aufrechte Sprossachse (Stängel) mit Blütenständen entwickelt sich erst im zweiten Jahr. Bei den leierförmig fiederteiligen Laubblättern sind die unregelmäßigen und stumpf gezähnten Abschnitte zum Ende hin verbreitert; an ihrer Basis weisen sie Öhrchen auf.
Generative Merkmale
Im oberen Pflanzenteil befinden sich in einem weit verzweigten, schirmrispigen Gesamtblütenstand die zahlreichen gelben  körbchenförmigen Teilblütenstände. Die Blütenkörbchen haben einen Durchmesser von etwa 15 bis 25 Millimetern. Die Blütenkörbchen besitzen eine Hülle aus 13  Hüllblättern sowie anliegenden (oder nur ein bis zwei abstehenden) Außenhüllblättern. Die Spitzen der Hüllblätter sind meistens schwarz gefärbt. Die gelben Zungenblüten sind meist gut ausgebildet, können aber auch fehlen; ihre Anzahl liegt gewöhnlich zwischen 12 und 15 je Blütenkörbchen. Die Achänen sind von einem  Pappus gekrönt.



BACHBLÜTEN
Übertriebene Unterbewertung seiner selbst (24 Pine)
- Diese Menschen haben eine übertriebene Unterbewertung seiner selbst
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie die übertriebene Unterbewertung überwinden  

BACHBLÜTEN
Oft drahtiger Typ, spricht und bewegt sich schnell (31 Vervain)
- Diese Menschen sind oft ein drahtiger Typ, sprechen und bewegen sich recht schnell  
- Mit der dementsprechender Bachblüte sprechen und bewegen sich nicht mehr so schnell


ERNÄHRUNG
Streichfette
Butter
Ausgangsprodukt der Rahm der Kuhmilch, der in der Zentrifuge von der Milch gestreut wird. Das verbliebene Milchfett wird solange geknetet, bis eine geschmeidige, homogene und fast wasserfreie Masse entstanden ist: die Butter. Sie muss 82% Fett und darf höchsten 16% Wasser enthalten.


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