Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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20.07.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Juli > 15.07.19-21.07.19


WERMUT

Der Wermut ist mit seinen graufilzigen Blättern und dem herb-würzigen Duft, den er verströmt, ein Inbegriff der Mittelmeerländer. In Mitteleuropa wird Wermut in Gärten kultiviert, wie es die Mönche im Mittelalter vorgemacht haben. Mit seinem stark bitteren Aroma gehört der Wermut zu den wichtigsten Bitterkräutern, die zur Stärkung der Verdauung verwendet werden. Aber der Genuss des Wermuts ist auch ein zweischneidiges Schwert, denn seine ätherischen Öle wirken bei Langzeitgebrauch in hoher Dosierung sinnverwirrend, wie viele Künstler in der Blütezeit des Absinth-Getränks leidvoll erfahren mussten.
(Gemeiner) Wermut, Echt-Wermut oder Wermutkraut, auch Bitterer Beifuß oder Alsem, ist eine Pflanzenart in der Gattung Artemisia aus der Familie der Korbblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche
Heilwirkung: blutbildend, blutreinigend
Anwendungsbereiche: Allgemeine Schwäche, Blähungen, Magenschwäche, Mundgeruch, Würmer, Gallenbeschwerden, Gelbsucht, Nierenschwäche, Kreislauf stärkend, Menstruationsfördernd, Wehen fördernd, Ohrenschmerzen, Offene Wunden, Verstauchungen, Quetschungen
wissenschaftlicher Name: Artemisia absinthium
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Vermouth
andere Namen: Absinth, Aetsch, Bermet, Bitterals, Else, Eisenkraut, Gottvergesse, Hilligbitter, Magenkraut, Mottenstock, Ölde, Wärmede, Wermat, Wörmken, Würmut, Wiegenkraut, Wolfszausert
falsche Schreibweisen: Wermuth, Wehrmut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Absinthol, Glykosid Absinthin, Bitterstoffe, Artemisin, Absinthiin, Anabsinthiin, Bernsteinsäure
Sammelzeit: Juni bis August

Anwendung
Wermut wird seit der Antike als Heilpflanze eingesetzt. Ihm wurden zahlreiche Wirkungen zugeschrieben, darunter die Förderung von Appetit, Verdauung und Menstruation sowie Hilfe bei Kopfschmerzen, Gelbsucht und Entzündungen. Im alten Griechenland war die Pflanze der jungfräulichen Jagdgöttin Artemis geweiht, in Ägypten, wo sie auch als Liebeszauber eingesetzt wurde, der Fruchtbarkeitsgöttin Bastet. Im Mittelalter wurde der Einsatz als Heilpflanze unter anderem von Hildegard von Bingen ausführlich beschrieben, die vor allem die äußerlichen Anwendungen betonte. Daneben wurde Wermut zur Abwehr von Mäusefraß an Büchern in Schreibtinte verwendet und gegen Motten in Kleiderschränke gehängt. Er galt außerdem als wirksames Abwehrmittel gegen Hexerei und dämonische Einflüsse und wurde bei verschiedenen Ritualen sowie in Kräutermützen gegen Schlaflosigkeit eingesetzt. Auch heute wird eine Wirksamkeit zur Appetitanregung, bei Beschwerden des Verdauungstraktes, wie Gastritis oder Blähung, zur Anregung der Leberfunktion sowie bei krampfartigen Störungen des Darm- und Gallenwegbereichs vermutet. Die verdauungsfördernde Wirkung wird dabei auf die enthaltenen Bitterstoffe zurückgeführt. In der Homöopathie wird Wermut auch gegen Erregungszustände und Krampfleiden eingesetzt. Verwendet werden Bruchstücke der Zweigspitzen blühender Pflanzen. Diese werden in verschiedenen kommerziell erhältlichen Phytopharmaka als wässrige oder wässrig-alkoholische Auszüge verarbeitet oder können als Tee zubereitet werden. Nebenwirkungen können bei starker Überdosierung oder der Verwendung alkoholischer Extrakte auftreten und gehen auf die toxische Wirkung des Thujons zurück. Sie können Benommenheit, Erbrechen, Bauchschmerzen und in schweren Fällen Nierenschäden und Störungen des Zentralnervensystems umfassen. Wässrige Auszüge enthalten im Gegensatz zu alkoholischen relativ geringe Mengen an Thujon. Das reine ätherische Öl wird aufgrund des Thujongehalts von bis zu 40% nicht medizinisch verwendet. Neben der Verwendung als medizinische Droge kann Wermut auch als verdauungsförderndes Gewürz zu fetten Speisen verwendet werden. Wermut ist Bestandteil des Absinth, eines alkoholischen Getränks mit Auszügen von Wermut, Fenchel, Anis und Melis-se, das besonders im 19. Jahrhundert zur Modedroge wurde und aufgrund des Thujongehalts und der vermuteten gesundheitsschädlichen Wirkung zeitweise in verschiedenen europäischen Ländern verboten war. Wermutkrautextrakte werden auch verwendet zur Herstellung des Getränks Wermut, eines mit Gewürzen und Kräutern aromatisierten und aufgespritzten Weins. Wermutkraut kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Wermut anzuwenden ist der Tee.
Tee
Für einen Wermuttee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Wermutkraut oder Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Man sollte den Wermut-Tee nicht süßen, denn eine Abmilderung der Bitterkeit durch Süße würde die erwünschte Wirkung des Wermuts abschwächen. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Wermuttee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Wermutwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Wermuttinktur selbst herzustellen, übergießt man Wermut in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich
Wermut kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Verdauungsschwäche einsetzen. Außerdem hilft Wermut gegen eine Schwäche der Gallenblase. Selbst wenn die Gallenblase operativ entfernt wurde, kann man die Verdauung mithilfe von Wermut-Tee deutlich fördern. Bei Frauen wird die Menstruation durch Wermut deutlich angeregt. Wermut wirkt auch wehenfördernd, jedoch sollte die Benutzung von Wermuttee zur Unterstützung der Geburt mit dem Arzt abgesprochen werden.
Achtung! Wermut sollte nicht bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden. Auch in der Schwangerschaft sollte man auf Wermut verzichten.
Missbrauch des Wermuts
Das ätherische Öl des Wermuts ist leicht giftig. Daher sollte man Wermut nicht in großen Mengen und auch nicht über einen sehr langen Zeitraum anwenden. Vor allem vor dem regelmäßigen Gebrauch des Wermuts als Genussmittel ist zu warnen. Als Absinth war Wermut-Schnaps einige Zeit sehr beliebt. Der häufige Genuss von Absinth führte jedoch zu Wahnvorstellungen, Schwindelanfällen und Delirien. Daher wurde Absinth auch verboten, aber dieses Verbot ist inzwischen teilweise wieder aufgehoben. Man sollte sich dennoch beim Absinthgenuss stark zurückhalten.
Äußerlich
Äußerlich kann man Wermuttee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit Wermutumschlägen auf dem Bauch versucht die Volksmedizin Magenkrämpfe zu lindern. Sogar Kopfschmerzen sollen durch solche Umschläge gelindert werden. Wermut hilft äußerlich eingesetzt auch gegen stumpfe Verletzungen des Bewegungsapparates und dient der Wundheilung.

Pflanzenbeschreibung
Der Wermut ist eine ausdauernde, meist krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 40 - 60, gelegentlich bis 150 Zentimetern. Die Pflanze erscheint oberirdisch gräulich-grün und duftet stark aromatisch. Aus einem waagerecht wachsenden Rhizom gehen die aufrechten, dicht beblätterten Sprossen hervor, die am Grund manchmal verholzen und sich im oberen Bereich mehrfach verzweigen. Die Sprossachsen sind leicht gestreift, weisen sehr kleine punktförmige Öldrüsen auf und sind dicht anliegend behaart oder nahezu unbehaart. Die tiefer sitzenden Blätter weisen bis zu 10 Zentimeter lange Blattstiele und eine 8 bis 15 Zentimeter lange und 4 bis 8 Zentimeter breite, in 2 bis 3 Lappen je Seite gespaltene Blattspreite auf. Die oberen Blätter sind kürzer gestielt bis fast sitzend und weisen weniger sowie stärker lanzettlich geformte Lappen auf. Die Blätter im Bereich des Blütenstands sind klein, sitzend und dreilappig oder ungeteilt. Die Blattoberseiten sind dicht behaart. Die Blüten sitzen in kurz gestielten, hängenden Köpfchen, die in bis zu 30 Zentimeter langen, pyramidenförmigen, rispenartigen Gruppen zusammengefasst sind. Die Hüllblätter sind zwei bis drei mal drei bis fünf Millimeter groß und breit eiförmig. Die Kelchblätter sind außen dicht seidig behaart. Die einzelnen Blüten sind gelb mit ein bis zwei Millimeter langen Kronröhren, die bei den äußeren, 9 bis 20 rein weiblichen Blüten zwei Spitzen und bei den 30 bis 50 zwittrigen Blüten im Inneren des Köpfchens fünf Spitzen aufweisen. Die Früchte sind eiförmige bis zylindrische, etwa einen halben Millimeter lange Achänen.
Der Wermut ist in Südeuropa heimisch. Von Mönchen wurde er im Mittelalter auch nach Mitteleuropa gebracht, wo er in den Klostergärten kultiviert wurde. Er wächst bevorzugt auf kargen Böden, sogar Steine schrecken ihn nicht ab. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch. Die Blätter sind dreifach fiederspaltig. Im unteren Bereich sind sie relativ groß und werden nach oben hin kleiner und einfacher. Sie sind grau, filzig und weich behaart. Die gelben, unscheinbaren Blüten erscheinen zwischen Juli und September.



ARNIKA

Die Arnika wird auch Bergwohlverleih genannt. Wohl weil sie vorwiegend in den Bergen wächst. Im Hochschwarzwald und den Vogesen gibt es einige Stellen, in denen sie reichlich vorkommt und die Wiesen leuchtend gelborange überzieht. Die Arnika ist eine starke Pflanze, die hauptsächlich äußerlich als Tinktur eingesetzt wird.
Achtung! Arnika ist so scharf, dass sie in vielen Fällen am besten verdünnt angewendet wird. Manche Menschen reagieren auch allergisch auf Arnika. Für die, die sie vertragen ist sie jedoch ein starkwirkendes Mittel bei Verletzungen aller Art.
Die Echte Arnika, auch Bergwohlverleih genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung  Arnika innerhalb der  Familie der Korbblütler. Sie gedeiht in den Gebirgen Europas und steht unter Naturschutz. Die Echte Arnika wurde zur  Blume des Jahres 1986 und zur  Arzneipflanze des Jahres 2001 gewählt.

Steckbrief
Heilwirkung:
Eigenschaften: antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, hautreizend, krampflösend, schmerzstillend, schweißtreibend, Atmungsorgane: Aphten, Mundschleimhautentzündung,  Zahnfleischentzündungen,  Rachenentzündung,  Mandelentzündung, Heiserkeit, Bronchitis, Husten, Fieber, Erkältung, Grippe, Verdauungsorgane: Magenkrämpfe, Durchfall, Seekrankheit, Stoffwechsel: Gelenkschmerzen, Rheuma,  Gicht,  Herz/Kreislauf:  Herzbeschwerden,  Herzschwäche, Kreislauf stärkend, Äußerlich: Blutergüsse,  Ekzeme, Entzündungen durch Insektenbisse, Furunkel, Gelenkentzündungen,  Hautentzündungen, Hämatome, Krampfadern, Muskelkater, Neuralgien, Prellungen, Quetschungen, Schwellung bei Knochenbrüchen, Thrombose, Venenentzündung,  Venenschwäche, Verstauchungen,  schlecht heilende Wunden,  Zerrungen
wissenschaftlicher Name:
Arnica montana L.
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
 Arnica
volkstümliche Namen:
Bergdotterblume, Bergwegebreit, Bergwohlverleih, Berg-Wohlverleih, Bergwurzelblumen, Bergwurz, Blutblumen, Bluttrieb, Christwurz, Donnerblume, Engelblume, Engelblumen, Engelkraut, Färberblume, Fallkraut, Fallkrautblumen, Gamsblumen, Gemswurz, Johannisblume, Kraftrose, Kraftwurz, Kraftwurzel, Leopardenwürger, Mitterwurz, Mönchskappe, Stichkraut, Stichwurzel, St-Luzianskraut, Verfangkraut, Wohlverleih, Wohlverleihblüten, Wolferley, Wolffelei, Wolfsblume, Wolfsbann, Wolfsdistel, Wundkraut
falsche Schreibweisen:
Anika
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten (Arnicae flos), selten Wurzel oder Kraut
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavone, Procyanidine, Helenalin, Arnicin, Beta-Sitosterol, Kampfer, Flavonoide, Inulin
Nebenwirkungen:
Bei äußerer Anwendung: Allergische Hautreaktionen, Ekzeme, Blasen, Juckreiz, Nekrose (Absterben von Hautzellen). Bei innerer Anwendung: innere Blutungen, Durchfall, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufzusammenbruch, Schwindel, Zittern
Gegenanzeigen:
Nicht bei: Arnika-Allergie, Korbblütler-Allergie, frische offene Wunden. Innerlich nicht bei: Kleinkinder, Schwangerschaft, Stillende
Sammelzeit:
Juli / August (teilweise geschützt)

Anwendung
Den antiken Schriftstellern war Arnika als Heilpflanze nicht bekannt. Die wohl früheste Erwähnung findet sich bei Hildegard von Bingen. Bei der von ihr als „Wolfsgelegena" bezeichneten Pflanze könnte es sich um die Arnika handeln. Ab dem 18. Jahrhundert wurde Arnika tatsächlich bei Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. Das Anwendungsspektrum war weit gefächert, neben Blutergüssen und allgemeinen Verletzungen wurden auch Krampfadern, Venenentzündungen, Gicht und Rheuma behandelt. Außerdem fand eine Verwendung als Analeptikum und Stimulans statt. Häufig wurde es auch missbräuchlich als Abortivum benutzt. Heutzutage wird Arnika zur äußeren Anwendung bei Verletzungen und bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden verwendet. Bei der äußeren Anwendung wird am häufigsten eine (alkoholische) Tinktur hergestellt. Hierbei gehen die meisten Sesquiterpenlactone in Lösung. Auf Wasserbasis kann man auch einen wässrigen Auszug verwenden, bei dem 75% der Sesquiterpenlactone in Lösung gelangen. Tinkturen bzw. Auszüge zur äußeren Anwendung wirken antimikrobiell und antiphlogistisch. Da die innere Anwendung nicht zugelassen ist, wurden sehr viele Teepräparate vom Markt genommen. Nur zur äußeren Anwendung sind diese erlaubt, wenngleich nicht zum Dauergebrauch. Hierbei wurden Arnikablüten mit kochendem Wasser überbrüht und ausgesiebt. Heutzutage ist die Teebereitung indes nicht mehr so gebräuchlich.
Echte Arnika wurde früher dem Schnupftabak zugesetzt, denn die getrockneten Blätter reizten die Nasenschleimhäute. Gemeinsam mit Huflattich und Königskerzenblüten wurde Arnika auch als Kräutertabak geraucht. Besonders in der Homöopathie werden Arnika- Potenzen häufig bei Blessuren (Ekchymose) eingesetzt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien konnten keinen Nutzeffekt dieser Präparate gegenüber Placebo feststellen, sei es präventiv oder therapeutisch.  
Die Arnika ist eine sehr stark wirkende Heilpflanze, die eine gewisse Reizwirkung ausübt. Daher sollte man sie innerlich nur mit großer Vorsicht und stark verdünnt anwenden. Auch äußerlich sollte man sie vor der Anwendung verdünnen. Bei vielen Menschen kann die Arnika auch Allergien auslösen, daher sollte man sich vorsichtig an die Anwendung der Arnika herantasten. Wer Probleme mit der einheimischen Arnika hat, sollte die ähnlich wirkende Arnika aus Spanien oder Portugal ausprobieren, diese enthalten weniger Helenalin und wird von einigen Menschen besser vertragen.
Tinktur
Die Hauptanwendungsform der Arnika ist die Tinktur und zwar in reichlich Wasser verdünnt. Um eine Tinktur der Arnika selbst herzustellen, übergießt man Arnikablüten in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Blüten bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.
Tee
Arnikatee wird eher selten eingesetzt, man kann ihn aber ähnlich einsetzen wie verdünnte Tinkturen also äußerlich. Für einen  Tee zum Gurgeln und für äußerliche Anwendungen übergießt man ein bis zwei Teelöffel der getrockneten Arnika-Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. anschließend abseihen. Diesen Tee verwendet man lauwarm zum Gurgeln oder halb-halbe verdünnt mit Wasser für Umschläge.
Achtung! Dieser Arnikatee sollte nicht getrunken werden!
Atemwegserkrankungen
Gut verdünnt, z.B. 10-25 Tropfen auf ein Glas lauwarmes Wasser, kann man die Arnikatinktur zur Behandlung von Halsentzündungen verschiedenster Art einsetzen. Dazu gurgelt man mit der Mischung. Getrunken hilft die verdünnte Tinktur auch gegen Erkältungen und Bronchitis.
Andere innerliche Anwendungsgebiete
Ein weiteres wichtiges, innerliches Einsatzgebiet der verdünnten Arnika sind Herzschwäche und Kreislaufbeschwerden. Die Arnika stärkt das Herz und bringt den Kreislauf in Schwung. Bei der innerlichen Anwendung ist Vorsicht angebracht, da Arnika Herzrhythmusstörungen auslösen kann. Dies ist auch der wichtigste Grund, warum in der modernen Heilpflanzenkunde viele auf die innere Anwendung verzichten. Außerdem hilft sie gegen krampfartige Beschwerden der Verdauungsorgane. Man kann sie auch gegen rheumatische Erkrankungen einsetzen.
Äußerlich
Das Haupteinsatzgebiet der Arnika ist die äußerliche Anwendung, vor allem gegen stumpfe Verletzungen wie Prellungen und Verstauchungen. Dazu macht man am besten Umschläge mit verdünnter Tinktur oder verdünntem Tee. Man kann die Arnika auch in Salben und Cremes gegen Verletzungen anwenden. Außer gegen Verletzungen kann die Arnika auch gegen schlecht heilende Wunden helfen, weil sie durch die Reizung die Durchblutung fördert, was letztlich den Heilungsprozess in Gang bringt. Auch gegen Neuralgien wie Hexenschuss oder Ischias kann man die Arnika versuchen. Durch die durchblutungsfördernde Wirkung kann die Arnika auch gegen Krampfadern und Venenschwäche helfen. In manchen Fällen hat die Arnika auch bei Ekzemen eine heilende Wirkung. Aber da sie selbst hautreizend wirkt, kann sie in anderen Fällen sogar Ekzeme auslösen. Man sollte also auch bei der äußerlichen Anwendung der Arnika vorsichtig sein. Falls die Haut zu sehr gereizt wird, sollte man mit der Arnika-Behandlung aufhören.

Pflanzenbeschreibung
Die Arnika ist in Europa heimisch. Obwohl sie theoretisch in allen Höhenlagen bis 2800 Meter vorkommt, also auch im Flachland, trifft man sie doch vorwiegend in Berggegenden. So findet man die Arnika beispielsweise in den Alpen und Vogesen. Sie bevorzugt saure Böden und meidet Kalk. In Deutschland ist die Arnika so selten, dass sie geschützt ist und daher nicht gesammelt werden darf. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 50cm hoch. Meistens ist sie aber zwischen 20 und 30 cm groß. Am Boden wächst eine Art Rosette aus wenigen eiförmigen Blättern, die behaart sind. Der ebenfalls behaarte Stängel entspringt dieser Blattrosette und trägt seinerseits meistens ein bis zwei gegenständige Blattpaare. An der Spitze des Stängels und manchmal auch an Nebenstengeln, die den Blattachseln entspringen, blühen zwischen Juni und August leuchtend gelbe Korbblüten. Die Blüten der Arnika sehen meistens zerzaust und asymmetrisch aus, was ein typisches Erkennungsmerkmal für die Arnika ist.
Vegetative Merkmale
Die Echte Arnika ist eine aromatisch duftende, sommergrüne, ausdauernde  krautige Giftpflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimeter. Vom Lebensformtyp her ist sie ein Staudengewächs; sie hat unterirdische Sprossantriebe. Der drüsenhaarige Stängel ist einfach oder höchstens wenigästig verzweigt und besitzt meist ein bis zwei, selten drei gegenständige Paare Laubblätter. Diese Gegenständigkeit der Stängelblätter ist weitgehend eine Ausnahme innerhalb der Korbblütengewächse, findet sich allerdings auch beim  Wasserdost. Die  Grundblätter sind in Rosetten angeordnet und eiförmig bis lanzettlich und ganzrandig. Die Blätter sind vier- bis siebennervig und behaart.  
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Mai bis August. Die meist einzeln stehenden körbchenförmigen  Blütenstände weisen einen Durchmesser von etwa 4,5 bis 8 Zentimetern auf. Der Korbboden ist behaart. Sie besitzen dottergelbe Röhrenblüten und vielnervige, orangegelbe  Zungenblüten.  Die  Achänen besitzen einen einteiligen rauen Pappus, der sich bei Trockenheit spreizt.

Geschichte
Obwohl die Arnika schon länger als Heilpflanze für Mensch und Tiere genutzt wurde, gibt es nur wenig schriftliche Aufzeichnungen. Da die Blüte an die Sonne erinnert, wurde die Arnika auch für Schutzzauber eingesetzt. Der Durchbruch in der Pflanzenheilkunde kam erst durch Sebastian Kneipp. Heute wird Arnika landwirtschaftlich angebaut und industriell verarbeitet.

Anbau
Der Arnika-Anbau im eigenen Garten ist schwierig: Die im Herbst geernteten Samen direkt in Töpfe säen, der Boden sollte leicht sauer sein und darf nicht gedüngt sein. Im Frühling in den Garten im Abstand von etwa 20cm auspflanzen. Unkraut muss immer rechtzeitig entfernt werden. Obwohl die Arnika wenig anspruchsvoll ist, wächst sie nicht auf jedem Boden. Im dritten Jahren darf man die Blüten ernten, mit jedem weiteren Jahr wird die Erntemenge leider geringer.

Ernte
Die Blüten werden ab Juli geerntet und schonend getrocknet. Man breitet die Blüten im luftigen Schatten aus und wendet die Blüten häufig. Auf keinen Fall dürfen die Blüten in der Sonne oder mit künstlicher Hitze getrocknet werden, da sie sonst verwelken. Wichtig: Nicht in der Natur sammeln!



BACHBLÜTEN
Neigung zu Seh- und Hörstörungen, da Augen und Ohren mehr nach innen, als nach außen gerichtet sind (9 Clematis)
- Diese Menschen neigen zu Seh- und Hörstörungen, da ihre Augen und Ohren nach innen anstatt nach außen gewendet sind
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie ihre Augen und Ohren wieder nach außen richten und die Störungen gehen zurück


BACHBLÜTEN
Man fürchtet sich vor evtl. verdorbenen Speisen, unsauberen Toiletten, falschen Medikamenten, Umweltverschmutzung usw. (10 Crab Apple)
- Diese Menschen fürchten sich vor evtl. verdorbenen Speisen, unsauberen Toiletten, falschen Medikamenten und diverse Umweltverschmutzungen
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie diese Sachen abschütteln  


ERNÄHRUNG
Alkoholfreie Getränke
- Mineral-, Quell-, Tafel-, Heilwasser

-
Fruchtsaft, -nektar, -saftgetränke
-
Gemüsegetränke
-
Limonaden und Brausen, light Getränke, Energy Drinks u.a.
-
Heißgetränke, Kakao, Kaffee, Tee


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